Drittes Blatt
161. Jahrgang
Ur. 212
Grlcheiml tLtzNch mti Hufnabme W Crnnfagf-
zurück.
quälen ausgestanden.
Wie man einen Ehemann behandelt.
weichen. Füz^iren nur sehr sparsam angebracht, ein
Zuerst versuchten sie ihren Plan bei Tage
Frauen-Feuilleton.
Neuheiten der Hcrbstmode.
Tie „tte|teer LmnINeRdlSNef reetben dem ,Tnjeifltr* viermal wöchentlich beiqelegk, ba< ^Xrdsblaii fir den Kreis Aiehen" zweimal m-cheiulich. Tie .^an-wirllchaftlichen Jett« fragen“ erscheinen menoihd) zweimal.
einziger unter ollen, außer dem oben ger.aimtai, läßt der Trat von 40 Jahren Gerechtigkeit widerfahren Wie einer der Sxrreu schreibt, weiß die 40jähnge zu viel, he in zu berechnend vn Ixrf feine Illusionen: dagegen das iung- Mabchen von 17, Hochs:
18 Jahren ist voll von £nbem'(hartii(bfdi, von unendlichem Lev« trauen und von enrylcfenhei Xhnungslosigbeir.
Am Morgen die thessa-
0»»i-IM^ ^KöUVenv,
Samstag, 9. September 19U
lUtottonfbrurf und BevUa der vrühl'scha» Unaxrüi&M • Vuch» und EtnnbnicfertL K Lange, •leien.
lische Gbcnc mündenden Täler. Hier nuteten wir zwei Tage und eine Nacht Tann ging Cv in östlicher Richtung weiter, bis wir in der Frühe abermals eines der nach Süden führenden Täler erreichten. Am Abend des folgenden Tages kamen fünf griechische Gendarmen das Tal herauf und riefen bestän big: „Germanos, Germanos!" Leider tonnte ich nicht antworten, weil mich die Räuber bedrohten. Diese Oenöarmen gingen in einer Entfernung von 100 bis 200 Meter an und vorbei, suchten stets das Gebüsch ab nnd stiegen bann nach einem von unserem Lager ans sichtbaren hoätgelegenen Karakal aut. Als sie dort emgetreten waren, begaben wir uns schleunigst wieder aus bie Flucht, die uns in das Tal hinunter führte Bei feiner Einmündung in das Flachland wurden mir die Augen verbunden Gleich darattf beschritten wir ein Dorf, wo man mich in ein unbewohntes Haus führte und mtr dort bie Binde abnahm Rach meinem Dafürhalten mußte dies das Dorf Ziler sein, das aus der vom militärgeographischen Institut in Wien herausgegebenen vorzüglichen Starte verzeichnet ist. Hier biteben wir ungefähr zwölf Tage lang, wobei mein Aufenthalt ztveirnal gewechselt mürbe* und zwar lehrten wir aus dem zweiten Hanse wieder in das erste zurück. Nach zwölf Tagen zogen wir nach Westen durch bie Ebene, dem ?tbbang der Berge entgegen. Tort angelangt, etwa 160 Meter über dem Tal, wurde eine Höhle bezogen, Du ich bis zu meiner Freilassung nicht mehr verlassen habe. Es heißt, mein Aufenthalt befände sich auf griechi- i d) cm Gebiet. Ich verdanke es meinen sehr eingehenden
seine Meinung angegeben Kat, fei die Zeit nach dem 50. Foor-. alt 3m übrigen herrscht unter daß Die Frau in der Jugend find die Ansichten darüber sehr
de
Dabei habe ich, besonders anfänglich, entsetzlicl-e Seelen-
WsiteiM ert rueb and bühp Brührecbe Ueli*
Redaktion. Expedition und Druckerei: Elch al» strotze 7. Expedition und Vertag
Redaktion: 11». rel.-UdrüAnzeigerGiitzv»
ober Lederband, eine Kokarde oder etwas ähnliches. An Biel« aestaltigkeit kann es der weiche Filzhut mit dem männlichen Panama Hut aufnehmen, denn wie dieser kann er mit größter Leichtigkeit aus einer Form in die andere gebcadn werden. Während man in Pans längliche Glockenhüte aus Sammet toi eher bevorzugt, wendet man sich in London verschiedenen Hutformen zu, die mir bcruntergcidNagenem Rande ober auch der Gar- nieruno den Kops soweit umhüllen, baß vom Haar unb von ben Cbrcn nichts mehr zu sehen ist unb nur bas Gesicht heraus guckt Beiden gemeinsam ist eine neue Art der Garnierung, nämlidi Blumen und Früchte, die aus Wolle hergestellt sind, so z B Weintrauben, die unsinniger Weise aufrecht Heben
Ter Vielseitigkeit der Hutsorrnen cmfpricht eine Mannigfaltigkeit der Frisuren Für die Haartrad,: läßt die Herbst- mode den weitesten Spielraum: man findet ganz glatte Frisuren neben lodcnreidien Ausbauten. Besonders merkwürdig ist eine ganz neue Frisur, die zu einem sehr hohen, spitzen Hut erfunden worden ist, bei der das Haar zu einer nach oben sich verjüngenben 3 Pirole an geordnet ist. Bei lockenreichen Frisuren werden viele Bänder, Blumen, Schleifen, ,a selbst Perlenstickereien verwendet. K. **-
sich als Vertraute in bie Geschästsangelegenheilen des Mannes einzudrängen. Kommt er mit seinen Sorgen: dann schön und gut, indem man sie teilt, leistet man ihm Hilfe Mummt bet Mann abends müde und abgearbeitet beim, io bin id> iröstlich unb vergnügt, fein unangenehmes Gespräch darf seine Mahlzeit stören. Man sagt oft, der Weg zur Liebe des Mannes 'übte durch ben Magen, und es ist fidyrlid) etwas Wahres daran Ich icdenfalls weiß, daß ein wohlgesättigter Mann viel leichter zu behandeln ist wte ein anderer, nno darum: Nimm im üuchenzeNe' Rücksicht auf seine kleinen Vorlieben: bie kleine Mühe bringt dir großen Lohn Tas Allerwickitigste aber: fei niemals eifersüchtig Wenn mein Mann eine andere Frau hübsch findet, fo treue ich mich darüber, unb wenn sie ihm zulächett, >'o freue idt mich noch mehr, benn bieses Lächeln ist mir ein Beweis, daß ich einen begehrenswerten Mann zum Lebensgefährten erwählte unb ist eine stumme Anerkennung meiner Wa^zl
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-------- -----------------oer’dncDcn, welche Fahre hierstrr in Betracht kommen Einige finden, Di- Frau müsse wischen 1/ und 30 Fahren sein, andere ichöyen ote 25 jübtige am höchsten, wieder andere ziehen die Frau von 30 Jahren vor Aber lern
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejsen
chtuug! lldii nntagin8Takikll,' kGAßM
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Heute abend9B.
Stiftung
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Kxl.v. . .
I ne fidi von diesen wenig: sie werden etwas reeller tetn Mw oe ■ sonders in der Taille» nicht ganz eng anltegen, vielmehr nnd V 1, m der Taillenlinie mit einer Hordel leickst gegürtet. — Unter '■ fein Bcsap spielen Fransen eine große Rolle: die Mode >cbctnt 11 lerabeju in iic verliebt zu sein und wendet he an, wo itur ff» irgend geht Besonders reizvoll wirken iie als unterer ab) du uh I (irer Tunika, namentlich, wenn der Rand schräg oerlaurt, lernet «vendet man sie am unteren Saume des Rockes an, >vas wostl ■ Riht besonders praktisch ist, man brimu iic am Mänteln an 1 raifenbeu Steilen an. ia, man fc|U sogar Framen als Garnierung ■ tuf den Hm und läßt sie über die Mrentpe fallen.
Fn der H u tm o De herrsä : ein wahrer MarncoaL ’o manma W iaih sind die Formen Es dürfte nienunib im Stand. ein, p bin verschiedenen Herbsthüte in ein Snstem zu , bringen 'recht I ;o6er Beliebtheit erfreut sich die grobe Topfrorm, .vutc, d'c I ctuto einem uingefttilptcn Mahcebeutel gleidie» und eigentlich wenig I klmdsam sind Rur zu einem envas pikanten (Rendite madun ne 1 sich unter Umständen ganz hübsch. Eine enghfdie Erfindung M ■ tin Hnt der eigentlich ein Handtäsckd'en ist, das au er au' I jeietit wird so daß das Band des Handtäsckchcns gleich als v-<nd zur Befestigung des Hutes dienen kann. Tiefe Mode tu >o serrürft, daß sie sich wostl nicht allzu lange^halten dürNc. Zu bei Herbstmobellen, die im Grunde auf die sommermode >.iruck ;shen, gehören die weichen Filz st ü t e, bie namentlidi in Btabeorten in der wannen Jahreszeit viel ^getragen nxrix" su Jesr Herbstmode finden sie sich in teder ,vorm: vorne, i nten, liuks und recht* aufgeschlagen. Gewöhnlich bandelt es ndi nm Hrifeen Filz, aber mar wird audi marineblaue unb anders ge- färbte Filz hüte tragen, ja audi solche, bei denen zwei voneinander
ikUlhkW^.'
11 n p 4 ii o t i n Nu tzen schlagen könnten. Trotzdem dachte | id mdit daran, meinen Plan aufzugeben^ wenngleich meine Zu» I txrfidit etwas erschüttert wurde Von Salonik begab ich mich t nach ö ata rinn, wo nui der
Ä irnakan vier Gendarmen bestellte, welche mich bis .Hagios Iinritriod brachten Tort trat ich zufällig den Gendarmeriekom-
I iwnbüni na, Hauptmann Izzet
null pmoiilirt) Mit einigen berittenen (Hcnbannen bis .st oki nrple begleitete und dann vier Wcnß
nitragte, mich tiber den Chnnp zu begleiten. In stokiiwplc mußte ic» zwei Tage warten, denn in ben grof ■ n Höhen mar Neu schnee gefallen, dessen Schmelze erst vor sich gehen mußte.
Am zweiten Tage meines 41 u feilt balle-.- in .stokiuople unter nahm ich zwei kleinere Rekognoszierungen in der Nähe b* - Dorfes, die zweite fand am Rachmittag des 27. Mai statt.
1 prrf> stieg östlich von üvlinovle die Höhen hinauf bis zu 2'KM) •lüeter und wünschte, bau m i ch dabei alle vier Wen- bar men begleiteten 3 m ei derselben waren aber ins 8 a r t r n f p i e l vertieft. AIS ich sie abbolen wollte, buten sie mich, ein paar Minuten zu iuarten, bis iie ihr Spiel bmtiw: hatten, indessen zog sich dasselbe in die Länge, unb 6k» ich etwa 25 Minuten gewartet hatte, mürbe ich ungeduldig, bMlndwn die beiden anderen Wcn^rrmcn, und wir traten den heg allein an. Ich habe die Zurückgebliebenen weder aufgeforixrt, nechzu kommen, nod) habe idi ihnen das Cfegentcil auf getragen.
Bei der tHudlcfri von der Höhe von 2000 Metern, etwa 1100 Meter oberhalb der £rtfdiaft, an der Baumgrenze der fbben ist dort mit 'bis 3 Meter hohem Burbaumgebüsdi beivadifen, fiel p 1 övlidi in einer Entfernung von 6 b i s 8 Ti et er von u n s ein Schuß unb der eine der beiden Ofenbarmen sank töblid» getroffen nieder. Idi und der ar.ocre Olenbarm warfen uns im selben Äugenblick auf den Boden
■ 11 r barm feuerte sofort nach
11 d i d) t, erhielt aber fast im gleichen Momente den tödlichen kchuß Trohbem gaben bie beiden zu Tode getroffenen G e n d a r m e n nod) vier bis fünf Schüfst legen das Gebüsch ab. Indessen wurde von den Räubern lienanb getroffen. Id, bewundere den Mut und die Tapferkeit d e r t ü r k i s ch e n G e n d a r m e n und habe mich ttei beide sehr anerkennend bei ihrem Regimentskommandanten ^-gesprochen und ihn gebeten, ihr Per l-alten vor der Front zu hävahiteu __________________________________
Nun kamen bie Räuber Vorsicht) näher und gaben auf kurze Tistanz noch ein, zwei Schüsse auf die Gen barmen ab, dann zogen sie ihre Handfcdar und durchbohrt'ii sie noch ein- oder zweimal. Man zwang mich, dabei in zu leben Auch mußte idi Zeuge fein, wie einer der Räuber dem einen Gendarmen mit einem Fußtritt mit den schwe reu Nagelschuhen den Kopf zertrat, baß er zu s a m m e n k r a ch t e. Dann nahm man ben Leichen und mit Waffen und Geld ab, worauf einer der Räuber, den idi später als Kapitän Strati kennen lernte, einen anscheinend schon vvi bcifitetcn Brief vervollständigte, der meine Gelangen nähme an rigte Sie schienen brr Meinung zu sein, «ch sei Deftentidur Als sie hörten, ich fei Deutscher, meinten sie. „um »o besser, so werden wir ein höheres Lösegeld erlangen!" Sie fragten mich, an wen der Bries zu udnen fei. Ich nannte ihnen Izzeb Beu unb den kaiserlich deutschen stonsul ui Salonik. fRacbbem der Brief beendet worden war, begab man sich zu einer in der Nähe gelegenen Quelle, wo man 5 Minuten rastete. Hier wuschen die Räuber ihre blutigen Waffen, stärkten sich unb boten auch mir Trinken unb Essen an Ich konnte bei dieser Gelegenen wahr nehmen, baß nur sechs Räuber um mich waren und in der Folge iah ich ihrer audi nicht mehr.
Dann zogen wir in südlicher Richtung steil hinunter in eine Schlucht, wobei die ftlrpten mehrmals einige Meter tin abl'türzten, ich Kbod) dank meiner vorzüglichen Älpenichuhe bc auem absteigen konnte. Vorwiegend batte uns Strati geführt ’v -hnnb dieser unb aller folgenden Rasten mußte idi an einer Stelle unbeweglich liegen bleiben, was mir infolge der Untätigkeit, zu der ich dabei verdammt war, entsepliche Lanaetocile und Cualat bereitete Äm Abend des 28. Mai, nach Einbruch der Dämmerung, marschierten mir wieder ab, in einiger Entfernung östlich vom Ml öfter Hagia« Trias vorbei, das vollständig mit Militär unb Genbarmerie deseyt war, da man schon auf der Suche nach mir war. Wir drangen i'übivcftlid) vor, ohne auf Wegen zu gehen, bis wir das Tal her Ziava erreicht hatten. Dort ging es hinunter. Wir überschritten die Ebene von Elossona unb hatten bei Tagesanbruch die Abhänge einige Kilometer west lidi von der Straße über den Mi 1 una Vaß erreicht, wo wir uns während des zweiten Tages meiner (Mrfangenfdiafi im Ge l'iiid) versteckt hielten. Diese Flucht von der Alpeiiwtese bis hierher war ein MeisterwerkderStrategie, denn überall ivar Militär unb die Strecke war sehr gut bemacht. Auch führte sie durch ziemlich bewohnte Gegenden lleberhaupt muß id) die Iührung Stratis in hohem Grade bereunbent. Er wußte ftdi immer so einzurichten, daß die Verfolger irregeführt werden mußten.
Bei Anbruck<1>er dritten Nacht fliegen rott zuerst südlich bergauf und girtgen bann in weitem Bogen um den Paß von Milnna herum. Dabei mürbe bie nod) Tiniavv führende Straße
und die g r i e ch i s di e G r e n z e ü d e r s ch r i 11 e n. erreichten mir den Überlauf eines der gegen Süden in
kt I n welchem Alter ist die Frau am schön ste«? Ter Vertreter einer amerikanischen Zeitung hat der schönen Tau* zerin £ t £ r o , bie feit kurzem in Neuvork weilt, sofort nach ihrer Ankunft diese Frage vorgelegt. Tie £tdro trug nicht Bedenke«- sie zu beantworten, und sagte ohne Schwanken: die Iran pow 4<) Jahren sei schöner als die Fran in irgend einem anbaen Alter Auf bie Frage: „Die alt iino Sie, gnädige Frau?^ antwortete die schöne Spanierin höchst ernsthaft: ,,41 Jahre." Tie Peröffentiidumg dieser Unterredung brachte der Jeitung eine Flut von Briesen |einer Leser, deren Meinungen natürlich weit au?.-nanber gingen Ec ist aber int.restant, daß im allgemeinen die Frauen geneigt sind, die Ansicht r-er Etero zu unter«' fkhreidcn. Man kann das, ohne ihnen damit einen Vorwurf |u madien, wohl verstehen: denn jebe Frau nähert sich )a cinnm£ biefer Stotwii ihres Lebens, unb der Gedanke ist doch erfreulich, oaß bi? dahin die Jahre, statt bnen -e Bcbönbeii zu raubet, diese erhoben Tic Männer dagegen find anscheinenb durch« weg der Jieinung, baß bie Fran, um anziehend zu fein, tnef länger sein müsse: nur ein aasiger ist unter ihnen, der als
LIndien und sonstigen geograpdiscden Eriabrungai. baß ich den
, w genau lest st eilen konnte Durch (M<rnud> von und .^unidrr. Blicke nui bie Harte u: uitbapadXffl Momenten konnte ich meine Wnbrnel.mungcn unterstüven
Tie ganze Entführung war mir zunächst wie an Traum porgetommen. Ich empfand keinerlei Furcht, tm Gegen- teil, die Romantik, bie Kein breit, welche die n^cknlichen . anbeiungen mit sich btaditen. übten einen gewissen Reiz aui mich aus, und mit Interesse verfolgte ich bie bavunberung*- lourbigen ilnorbnungen stratis liniere HSble mar nur nn einer 2cnr offen Für die fed> Räuber und mich war wenig Vlotz. Wir lagen aui dicken, schweren Filzmäntcln, bie aus ßiegew* haar n a em acht imb, auf dem Boden Im Hintergrund den Höhle gab es allerhand unangenehmes Getier, das an uns vorbei unb über uns butroegfrod-, was mich anfangs sehr nnangenrbnt berührte Ta gab es 3 f orptone, von beiten mtr 6 bi» 7 töteten, sehr bafelidx Affen bis zu L» Zentimeter lang, btf die Leute Taranbapodi nannten, auch viele Eidechsen krochen in bat Felswänden aui unb meber.
Als die Gefangenschaft länger und länger währte, wurde meine Stimmung zaghafter Schließlich verzweifelte ich tierart, bah ,ch zwei Selbstmorbverfuckie unternahm, die aber mißlangen Tarauf trat bei mir eine dumpfe Resignation an, während roelder idi auf alles gefaßt war Toch ich war entfcbloffen, bi» zum lebten Augenblick auszuharren und alle# zu ertragen. Tie Hauber hatten mir gestattet, ein Tagebuch zu führen unb täglich konnte ich wenigstens eine bis zwei Stunden hierzu her* wenden. Iubefsen habe »ch in ber Höble halb bie traurige End« bedung gemacht, daß ich von Ungeziefer befallen worben war Iebrii Abend wurde mir gestattet, etwa fünf Meter weit vor bie Höhle hinauszugehen, um meine Notdurft zu verrichten. Sonst konnte ich die Höhle nie verlaffen. Tie Räuber hätten ut irr tm Mampfe eine vorzüglidie D.ckung gelzabt. Tas griechische Militär fürchteten sie überbauvt nicht mehr Tagegen hatten sie Angst vor den Türken, die anfänglich sehr zahlreich in der Gegend sich aufhidten. Tie Räuber r, Nam,erteil deshalb audi bei tym llntcikinbler, indem iie erklärten, wenn die Truppen nicht zurück- gezogen würden, würden sie überhaupt »u Innen llnteibanb* li:ngrn mehr bereit fein. Hierauf zog sich die Mehrzahl ba türkischen Truppen tatsächlich zurück.
Zur Charakteristik der Räuber kann ich an geben, daß sie sehr kirdilich gesinnt waren Morgens und abends zu Beginn einer teden Unternehmung wurde ein längeres Gebet verrichtet Ebenso maditen sie d i e von der griechischen st i r ch e vorgefchriebene Bekreuzignng zu Beginn unb itadi Beendigung der Mahlzeit. Ten größten Teil des Tages vertrieben sie sich mit Kartenspiel oder mit Kartenlegen.
Als idi schon fünf bis sechs Wochen in der Hohle geivesen ivar, hörte idi aus dem Gespräch der Räuber, daß sie den Eud- schluß gefaßt hatten, m i di aui alle Fälle tt m j u b r i n g e n, sclbst wenn sie bas Lösegeld bekämen, Dcrmutlidi um nicht später durch midi verraten zu werden In der Folge würben beständig Versuche gemacht, unb zwar bi« zum. leiten A ugenblick vorder Freilassung, dies Vor-' haben a u s z n s ü h r e n. Aber stets, loenn sie schon im Begriff waren, iidi auf mich zu stürzen, ichredten sie wieder, wie von einer unsichtbaren Macht auiüdgefofllten, vor ber Tötung
aus zuführen, bann auch bc i N
schlummert zu sein schien, unb idi bin überzeugt, daß^ sie ihr Ziel erreicht hätten, wenn idi feil einqcidilofen iväii ro aber, da ich ihre Absicht kannte, habe id) mich mit riesiger \*lnitreiigun8 zusammengenommen und ben Schlaf überwunden. Als iie iahen, baß sie mich auch im Schlafe nicht übcrrafdieu konnten, griffen iic zum Alkohol. Sie tranfen große Mengen Eivrv ein Treber^ schnaps unb Raki, um s i di Mut zur Tötung zu machen. Aber auch biefer Ausweg führte nicht zum Ziele. Tann wiederum, wahrscheinlich um ihr Blut ,n Wallung zu bringen, i ährten fic vor ber Höhle wilde Tänze aus Aber sie legten doch nicht Hanb an mich. Gewöhnlich nachts gingen zwei ober bret Räuber auf einige Ztund-n fori, ,eitweilig audi Strati unb Lo 1 ios, die beiden Führci Aus den Gefprächen beq Räuber hatte ich erfahren, baß sie früher fchon größere Summen
Gin allgemeingültiges Rezept für ungetrübt glückliche Eben bat itodi niemand gefunden, aber einige lustige und beachten» ii'crte Winke, wie man einen Ehemann behandeln soll, bat eine Französin verraten. Ia, wenn man ihren Worten glaubt, gib: eö für eine kluge Frau nichts Einfacheres, als einen Ehemann richtig zu behandeln Ich weiß, daß alle wirklich guten Manner in ibum Innersten etwas vom Wesen eines Jungen tragen, sie sind im Grunde nur ausgewachsene Jungen, bie mit etwas Jah und Feingefühl unb bisweilen mit einer kleinen Tosis Festigkeit leicht ;u leiten sinb. Sie wollen an wenig „bemuttert" weiden, sie lieben es auch — nnt Maß! —, ein wenig Per hätschelt unb geschmeichelt zu .werden, aber iie verlangen^ von ßeit zu Zeit von der Frau einen festen Willen. Tiefer kindliche Instinkt ist baonders bei jüngeren Männern entwickelt. Behandle deinen Geliebten wie einen Jungen, unb er wird w glüdhdi sein, als er dich lieb bat" Tir mnge Frau möge ndi vor allem hüten, gewaltfam bie Fäben zu jeridmeiben, die den Mann mit feiner Vergangenheit verknüvien. „Mein Ebrgei, war es meinem Mann em Heim zu bitten, in bem jich die Be- auemlidifeiten eines Iunggeseilenledens mit den Vorzügen eines wirklichen Heims verschmelzen. Unb so ermutigte ich ibn, feine Freunde fo oft mitzubrmgen. als er Lun darr-, id* ^ueß iie herzlich willkommen, unb bald waren sie auch meine Freunbe. Einer meiner wichtigsten Grunbsäye aber war: laßt den Mann mii vausbaltsangclegenheiten »uTrieben. Ich kann dic> sorgen
da beste Alter hir eine Frau •eine ‘»-nrrin Ui nämlich 53 Jahre ben uuern Einigkeit darüber- S Lmbeit hat: mw
Hidffers Erlebnisse.
Der aud der Gcsangenschaft befreite Ingenieur Richter bat der „Frankfurter Zeitung nodi cikke längere Darstellung seiner breimonatiflcn Erlebnisse bet den Räubern gegeben, die den früher vcrösfentlickuen Mitteilungen interessante Ergänzungen gibt Tas wichtigste aus der neuen Veröffentlichung wollen audi wir wiedergeben:
Gelegentlich meiner Reife nach Griechenland im Jahre 1909 bestieg ich den C1 nm p al Tourist Meiner Meinung nadi wurde derselbe von Touristen gar nicht besucht Idi forschte in der Literatur nach und kam zu ber Ueberzeugung, daß d.is 'Gebiet •ah ganz intbefannt und unertoi'cht war Dos erweckte bvi mir r aroßes Interesse Ich verfd-aiite mir im Laufe des Winters
I Itudiiche Universitätsbibliotheken, sand indessen, daß das bekannte L Ttoterial noch sehr lückenhait sei, wodurch in mir der Wunich rege wurde. Fehlendes zu ergänzen, unb so befehl oft ich, 1910 eine naie Reise nach bem Cliimp zu unternehmen, um bas (Gebiet ^»logisch näher zu erforschen Dieser i<lan wurde ausgeßibrt, ■ ntbesien hatte idi auf einem der Gipfel schlechtes Wetter angc- [I hoffen, konnte die nötigen Mesfungen iudn ausführen unb mußte irrüdfebren Im lebten Winter vervollständigte ich meine Studien, Bit dem Entfdilusfe, ben Clnmp ein drittesmal zum gleichen |i Zwecke zu besiegen, unb trat deshalb tm Mai d I bie Reise | le bin nnt entsprechender Ausrüstung, den nötigen Instrumenten ji rtb Proviant an Ich muß dabei ermähnen, baß beide Reis eit I kt dem Vorstände ber „Geologischen Gesellsckiost in Thüringen" || bi Jena Interesse fanbim und mir von biefer Seite in beiben I i fällen pekuniäre Beihilfe gewährt würbe
Noch bevor ich in Salonik angekommen war, erfuhr ich, I kB mein Plan, den CInmp zu besteigen, einem dortigen Blaue- | kfannt geworden war, ein llmftanb, ber mir miangenehm ivar, I denn infolge der in der Elnnipgcgenb herrschenden Un 11cher - ■ |eit befürchtete i di. daß Räuber au» dieser Zei
Reinwollene, geftiitu KlnderStrtmpf. in haltbarer Qualnk chwan und lederfi-.
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Troy der sommcrlidicn Witterung erfdieincn bereits die ersten iorlaufer der Herbstmode. Em klares Bild darüber, wie tue lerbstmode (idi in ihren Grundzügen gestalten ivird, iu zwar crauo nod) nicht zu gewinnen, wohl aber fallen manche Einzel eiten auf. Der Bolero - B. der im Lmmner wenige, ■büebterne Versuche machte, iid) Geltung zu verschonen, wird nn V -)erbst und int Winter eine gewisse Rolle spielen, wenn man den »i>arifcr Modeberiducrstattt in glauben darf. Uebngenö nt e» nicht | er richtige Bolero, sondern ein Kleidungsstück, das Hdi von d.eiem ff insofern untfri*.tibct, als es tn der Taille leicht zutammengezogen In. In allen Fällen aber und. das ist das Deutliche bei d,eiern j rigcntümlidicn Mleibuugsstück — muß es in «rarbe loroohl rote tm Stoff von bem Rock durchaus verschieden lein.
■I Uiu An stelle bet leichten langen Mäntel, die nck gegenwärtig
lO.ITÄBin größten 2 it erfreuen, scheinen Sammet- und 3 ■ B l ü i d- m ä n t f l treten ;u tollen. Ter Form nach unter,cbnd.n
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