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Saarbrücken, 8. Mai. Das Schwurgericht verurteilte am Samstag den Goldschmied Georg Grub au« Oberstem, der am 24. März ferne Geliebte Anna Bohra erschoß und aus den Geii- darmeriewachtmciuer, der ihn verhaften wollte, einen Mordversuch machte, wegen Totschläge« unter Aerneinunq der „rage aus Mord zu 12 fahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
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Darmstadt, 8 Mai. Wegen Ucberschreitung bc-~Uicbtii3ungvrcd)t5 hatte sich heute dec tatholrfchL Harrer Georg Fischer von Mrlenback, i. O vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten, xer Jeschu.- diale erteilt seit 13 Fahren Religtonsunterrtcht, ohne da« vor den leisiqcit Fällen etwas nachictltges belannt gewor> den ist. i£v handelt sich um sechs Mädchen unter 10 Jahren, bet denen starke Striemen an S<l)ulter und .liuäcit |qt~
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rm D a r m st a d t, 8. Mai. Die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank hielt heute hter ihre 27. ordcntl. Hauptversammlung ab, zu der etwa 3M Aktionäre erschienen waren. Bilanz und Geschafts- dericht des Borstandes wurden genehmigt, ebenso rote der ’intraq, den Reingewinn mit 100000 als vierprozentige Dividende zu verteilen und öOOOO Mk den Reserven zu verweisen. Die ausscheidenden Mitglieder wurden wte- >er, für 5)aberkorn wurde Bürgermeister Fendl-Budtngeu
den Aufjicktsrat gewählt. ,
d Lbcr-Jngclhcim, 9. Mm. Gut Mord tst gestern enb gegen 5 Uhr hier verübt worden. Der Landwirt Gbniunb .M0ff ein 34 Jahre alter, lediger Diann war mit fernem
r Johann auf einem SpargclseAe das rtzw gehörte und Tmd mit diesem in Wortwechsel. Dabei zog Edmund Won , en Ncvolver heraus und gab auf denB r u der f u n t d) u ) B rb bi- sämtlich trafen und diesen fofort loteten. Johann 'Fols war 38 Jahre alt und verheiratet. Der Tater fluchtete nach Kr Waldeck, lehrte aber später in seine Wohnung zuruck, wo | 'd™- n Die Einnahme am gestrigen Blumen
L|e soll etwa 2100 Mark betragen.
Hcssen-Rassau.
n. Biebrich (Untcrlahnlreis), 8. Mai. Hier tst das «unb des Schafhirten verbrannt und an den Verletzungen »istorben. TaS 6 Jahre alte Mädchen hantierte m Ab- «senheit der Mutter am Herde, wobei sein Kleidchen ö'cucr finq Aus die Hilferufe kam die Mutter herbei, die vor schreck >n Ohnmacht fiel. Als Nachbarn zur Rettung herbe.- kchcn, hatte das Kind bereits so schwere Verletzungen er- iten, daß cs nach einigen Stunden starb.
Luvcn.
hlc. Heidelberg, *•'. Mai. Tie venia legendi für neuere Literaturgeschichte wurde in der hiesigen philoiovh' chen «Mulla Vr. Fi ledr. (S nn d e l i l n g e r erteilt. Tr. ^""V^NUger, «Lohn tcs 1U10 vcrficrbcnen AlathematikerS Web. Voirot-3 VroL xi.tlfl nmnb tounbcliingct, .st 188 » zu Darmstadt aeboren und promo- vierte iuo3 in Bertm. Er schrieb u. a. .Üortunal (1903), Easar in der deutschen Literatur- ll904>, .Zwiegespräche (13CÖ), .-Ijatc jpearc und . ei Lcu.M-c ohuu. d'JH
gestellt nnrrben Die Schläge erfolgten, weil die .<hnbcr ihre Aufgabe nicht roustten. In der Perhandlung wurde der Tatsache Erwähnung getan, daß der Pfarrer rn der Er. regung die Kinder „Hallunken^ und ,Hofdamen" nannte, wobei er sich nichts besonderes gedacht haben will. Das Gericht erachtete den Angeklagten in drei Fällen der fahr- lässigen Misst)andlung schuldig und verurteilte ihn zwei- mal zu 1^> M k. u n d 10 M k. Geldstrafe.
X. H a n a u, 8. Mai. Bor der Strafkammer batte 'ich heute der 32 Jahre alte verheiratete Schlosser .Varl ? e s s e l b a ch aus Sangerhausen wegen H e i r a t s s ch w i n- >els zu verantworten. Ter Ängettagte kam im September v. I. zu einem Gastwirt in Schlüchtern, stellte sich als Monlageinspekwr vor und erbot sich, einen Musikauto- maten aufzustellen. Der Gastwirt willigte ein und während dieser Arbeit, die einige Tage dauerte, llmpfte der „Mon- tagcinspcktor", der sich als itnverhetratet ausgab, imt der Tod)ter des Gastwirts ein Liebesverhältnis an, das zur Verlobung führte. Der Inspektor verstand cs, 500 Mk. halten, um dann zu verschwinden. Er hat ein ansehultches Strafregister wegen ähnlicher Schwindeleien aufzuwctsen. Im Marz d. I. ist er in Gera wegen Betrugs zu zwei Jahren Zuckfthaus Dcrurtcitt worden. Die Strafkammer L»anau bedachte ihn unter Einrechnung der in Gera erkann ten Strafe mit 4 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr-
r»frer Lentz von GeiL-Nidda, der Präsident des Bundes. Er 7C[lte barm dem Bund neue Ausgaben iu den alten. Em . anoerbund bibc auch den mufikaliswen Geschmack nicht nur der < jnqrr, sondern auch der Zuhörer zu heben, zu bilden: weiter
n müsse der Bund m seiner Wirksamkeit fein: deutsch, .national [nb religiös, und dazu aebört ernste stete Wetterarbea Ab- v.’tti.'lnb trugen bann die Einzelvereine ihre neu
( hör.1 vor, woraus bann vom neuen Mastenchor: ..Das bculicbc »,ch" von Neff vorgetragen wurde. Wenn dieses auch eigenartig., 5 : rtHcrigerc Harmonien enthält, so zeigte sich der Bund jeinrr Aufgabe vollstandiy gewachsen und zeigte, da,; dies ^d gerade fl6 Mai'senchor bei anders geeignet ist. Die dernne ,cmgen der i iet>er noch viele. Sänger nne Zuhörer Tarnen auf ihre Rechnung, tarn wir haben es hier mit lauter alten, rührigen und fori ^,'chriltenen Vereinen zu tun. Leider mahnte der herannahende -un um ß Uhr zum Ausbruch
Mm5 Friedberg.
f Butzbach, 8.’Uliai. Leute wurde unter sehr großer De. .(diaintg die Leiche des verstorbenen Buchbindermeisters Georg >cick Hardt bestallet. Lerr Weickhardt war ledig, 37 Jahre elt und hatte erst vor einigen Jahren das Geichast seines Vaters, .,Vton 26eickhardt, übernommen Der Dnegerverem unb bei (»langverein „Gemischter Chor" beklageii in ihm ein llichllg.'S, i auchdares und aUieitifl beliebtes Mitglied Die Veremsvor •menben legten Kränze nieder. Der F<stl ift um |o traungcr, ha sein betagter Vater, der den Krieg 18<0/71 mitgemacht hat unb in Besitze be-.- eisernen Kreuzes ist, nunmehr gezwungen ist, das i stchäft vorerst wieder weiterzubetreiben.
« a b . N a u h e i rn , 8. Mai. In große Aufregung wur- fat gestern die Bewohner der Altstadt versetzt. Im Getriebe des M Blumentaas entfernten sich gegen 3Uhr zwei 4i ä bring e < naben, ohne bar man ihre Spur entdecken konnte .^ic i .anb.neu am Eisenbahndamm entlang nach Schwalheim, ho iie einige Zeit mit den Donklndern l'viclteii, unb langten hum am Abend in Friedberg an. In der Nähe der <2ladt kielt sie ein Flurschutz an unb brachte fic als „Fremdlinge Cuf das Polizeiarnt. Erst gegen 10 Uhr abe,ü>s konnten die ^uereiücr, iiachbem die Eltern telephonisch benachrichtigt worden .»arm vo.» einem Kutscher auf bar Friedberger Polizeiwache
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* Aus der Reichshauptstadt wird genicldct: Beim Anlegen eines Brunnens zur Bewässerung in emer Laubenkolonie im. Nordeii wurden zwei Arbeiter von den Erbmassen verschüttet. Der Feuerwehr gelang es nach zwei-- stündiger Arbeit, die Verunglückten aus der Grube i“ bojcir Einer war bereits erstickt.. - In der letzte Nacht am nach 11 Uhr ein Herr in Begleitung emer etwa 27 Jahre alten Dame in erregter Unterhaltung auf «nne drucke im Westen. Plötzlich kletterte die Dame über das Geländer unb stürzte sich in den Kanal. In diesem „Moment fuhr em Anr, der sich später als der Regierungsaste,sor Ke,wer vom Reichs,chatzamt zu erkennen gab, mit ,einer Mutter im Automobil vorüber. Er sprang der Lebensmüden sofort nach, c r r e i d) t e,ie unl) hielt |ie über SBaller. Ta kein Schüler ,n der Nahe war, machten sich schließlich einige tzerren daran, den Rettungsrahn loszuketten unb zu dem mit den Wellen kämpfenden Paar htn- zurudern, wozu iie mehr als zehn Minuten brauchten ^ie konnten die bereits bewußtlose Dame und dann auch den Assessor in den Zahnziehen.
* Zwei deutsche Äerzte in China herunglucft. Durch die Deutsche Kabelgesellschaft wird.unterm b. Mai folgen» des Telegramm aus T s i n g t a u verönentlicht: Die Jerjte Biermastn und Gothein, die im Dienste der Regierung von Schantung sich zum Studium der Pest in Clnna befmdm, haben bet einem Eisenbahnun, a l l m der Nahe von Tet- sckwu Beinbrüche erlitten. Dr. Gotl-cm (»ctbclberg) ist Ende Februar gemeinsam mit Dr. Biermann (Fraustart a. M.) imd Tr Meiwe (äamburg) nach Tsingtau abgereist, um au, Ersuchen des Vizekönigs von Schantung Pest-Unter, u chungen m jener Provinz, zunächst in Tsingtau, vorzunehmen. Von Tsingtau aus sollten Die drei Aerzte sich nack)^ i - na n, u der Hauptstadt Schantirngs, begeben. Auf diwFaljrt dorthin stnd Biermann unb Gothein vermutlich von dem oben gemeldeten Unfall ereilt worden. , ,
* Die Parade der Neuyorker Frauenrechtlerinnen. Tie größte Demonstration, die bisher die ameri- raniidKii Frauenrechtlerinnen veranstaltet haben, war dv^ Parade, die am Freitag nachmittag in Neuyork statt,and. Mehr als 2500 Frauen, zumeist einfach tu Werst gekleidet, marichierlln mit ihren Bannern unb Stangen, die Ausichristen aller urt SfJQten, öurd) die 5. Avenue, von euier Menge halb neugieriger halb begeisterter Zuschauer mit Lärni begrüßt. Der Aufmarsch vollzog sich musterhaft unb in strengster Ordnung. <^au.c_n Jj* unten Stände waren vertreten, mit Ausnahme der jubischen Arbeiterinnen, die nicht teilnehmen tonnten, well Freitag abenb der Sabbat beginnt. In den verriebenen .^btellmigeu, -dtc «i Abständen voneinander auszogen, befanden sich weibliche Mustker, Bildhauer, Aerzte, Rechtsanwälte, Koche, Modelle ,ur Künstler, dann Putzmach.rmnen, Schauspielerinnen Bergsteigerinnen u,w. Besondere Aufmerksamkett erregte eine Abteilung von Ct>ort£ bamen die in Goli- und Tennisko,tümen erschienen, tvahrend sich einige hoch zu Roß zeigten. In der langen edjar bet Frauen befanb sich auch ein Heines 6äu,ltm Manner, das als Abordnung bet „Mannerliga für weibliches Stimmrechtt cr,d)ienen roar An der Spitze bet Paraoe mat,ch.erte eine durch ihr. Schönheit bekannte Studentin und Frauenrechtletm, ^ren Van"^ die stolze Ausichrift trug: „Wit schenken der Welt Kinder, laßt uns die Welt unsern Kindern schcnkcn________________________
Letzte Nachrichten.
Tie spanische Truppenbewegung in Pfuta.
Madrid, 9. Mai. Jn der Ma nun er crllärte Ministerpräsident Canalejas auf eine Anfrage, Spanien werde in der Marokko an Gelegenheit seine .valtung bewahren, die mit den Bestimniungen der A l g e c i r a s a k t e im Einklang stcbe und feinem Drucke irgendwelcher Art nachgeben. Ter Ministerpräsident kam dann auf bie £ p c - rattonen in Ceuta zu sprechen und führte aus, die Regierung habe sich, da häufige Räubereien die freie Ausübung des Handels in jener Gegend behinderten, an den Kaid von Tetuan um Abhilfe gewandt. Ter itnib gab nicht gleich eine bünbige Antwort, deshalb betraute die Negierung gemäsi den Vertragsbestimmungen die Trup^ pen mit der Ausübung der Polizei.
Tie Beschießung von Juarez.
Trotz der Kundgebung des Präsidenten Diaz lästt Ma - dero es zu, das; die Stadt Juarez beschossen and wahr- schcinl4ch geplündert wird: ,
El Paso, 9. Mai Tie Aufständischen behaupten, daß die Truppen in Juarez zuerst au£ sie geschossen hätten Der amerikanische .stävallerieoberst Steever protestierte durch zwei Abgesandte bei Madero und dem Koni Mandanten von Juarez dagegen, daß nach der amerikanischen Seite geschossen werde.
Madero kündigte für Sonnenuntergang einen allge meinen Angriff auf Juarez an. Man glaubt, das Manifest des Präisdentcn werde von den Aufständischen als durchaus unbefriedigend angesehen.
El Paso, 9. Mai. Die Aktion der Aufständischen gegen Juarez ist in volletn Gange. Die Artillerie beschoß die Stadt, aus der das Geschützfeuer erwidert wurde. Die Aufständischen drangen in die Stadt, wo sich ein erbitterter Kampf entspann. Die Rebellen beherrschen die beiden auf amerikanisches Gebiet führenden Brücken.
Die gesamte Streitmacht der Aufständischen eröffnete gegen 5 M-r das Feuer auf Juarez gleichzeitig. Die Bundes- truppen verloren viele Tote, die in den Straßen liegen.
O f f e n b a ch, 9. Mai. Der Blumenlag erbrachte 21000 Mark. , , , .
Ottawa, 9. Mai. 3m Unterlaufe verlas der frühere Finanzministet Foster eine Mitteilung aus Berlin, daß zwischen Deutschland unb ftanabö eine Abmachung getroffen worden fei, nach welcher zwecks Verbesserung der Dandelsbe-is. Hungen Unterhandlungen eingeleitet werben folgen, lobalo bet Gegenseitigkeitsvertrag zwischen Kanada und den Umonltaaten erledigt sei. Finanäininister Fielding^ erklärte, bie deut,che Regierung sei ohne Zweifel bereit, die Verhandlungen zu eröffnen, aber es seien darüber jwd) keine Erörterungen g epi logen oder Verembarungen getrauen worben.
Aach ärztlichem Ausspruch I
Weil es der Arzt sagte, habe 4 Monate hindurch gegen mein Schwächegefühl täglich Biosou getrunken, jedeSmal 2 Estlöfsel voll in l£acao mit etwas Zucker gelocht. Tank dielet ärztlichen Verordnung von Biofon war ich nach dtefer Zett öoUftanbtg roiebetbcrgeitellt, denn ich fühle mich letzt sehr gekräftigt und habe auch an Körpergewicht ganz entschieden Angenommen. Orbcnfo bat sich die Blutoetbefierung durch immer gesündere (tzestchtSfarbe bemcrlbar gemacht. 'JZad) Verbrauch von Paket wurde mtts > schott wohler. Kurz und gut die Wirkung des BiosongctrankeS war großartig. Ich kann daher den Gebrauch desselben Federmann auss Beste empfehlen, zudem Lioson gegenüber vielen anderen Mitteln sehr schmackhast, ist. Franksntt a. 3)L, 15. August 10. Fran \x Inna, West!. Furitenberaeritrave L3 U- Unterschrift beglaubigt: Reichmanu, Aotar. Biofon ist bad : beite unb billtgste Vähr- unb Mrartiaungdmittel für alle bie : sich schwach unb elend suhlen; erhältlich in Apotheken, Drogerien usw, Paket (zirka '/, LUlo> 'Mark 3.-.b^/»
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