Ausgabe 
8.11.1911 Erstes Blatt
 
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Landkreis Gieren.

von ihnen

wird

geschrieben: Hier ist man zurzeit mit der Einrichtung

Beetbewährte Glühlampe

Durch die EMtrltlUUwerto ond Installation»-

peschalle xu beziehen.

Auerdeselbchaft, Berlin 0.17

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KirmeS fand, wie man unß schreibt, gestern im Bier-Tunnel am Bahnhof statt, die bei Tanz und sonstiger Unterhaltung

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70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910

landwirtschaftliche Winterschule ihren 27. Kursus. Die Anstalt wird von 30 Schülern besucht, von denen je 15

der Ober- und Unterklasse angehören. Die meisten flammen aus den benachbarten Ortschaften, einer Kreis Schotten, einer anS dem Kreis Gelnhausen aus dem Kreis Hanau.

c. Non Höchst a. d. Nidder, 7. Nov.,

handel und Geir trabet in Fran Dister die Gold ttfnebe, die Hai telslehranstalten lern neuen OH iine Besichtigan Bet Minister w iart a. M. und Zndustne, Hand lernen.

Kreis Büdingen.

= Büdingen, 7. 9ioo. Gestern eröffnete die hiesige

Dampfheizung in dem vor über 20 Jahren erbauten Schulhause mit zwei Lehrsälen beschäftigt. Die Aus­führung ist einer Frankfurter Firma für den Betrag von Pik. 1100 übertragen. Nach Fertigstellung dieser modernen Heizanlage wird die Wohltat von Lehrern und Schülern ge- , würdigt werden. Die bereitwillige Einführung aber ist ein ehrendes Zeugnis für den Gemeinderat mit seinem jungen, aber einsichtsvollen und energischen Bürgermeister an der Spitze. ES ist noch gar nicht lange her, daß man diese An­lage als zu kostspielig bezeichnet hätte und zur Tagesordnung übergegangen wäre. Die Gemeinde aber kann wegen der guten Anlage des Kapitals zufrieden und stolz darauf sein, mit der Einführung dieser modernen Heizung an der Spitze der Gemeinden des Kreises zu stehen.

X Nidda, 7. Nov. Unser Kirchenvorstand hat beschlossen,

Aus Stafct und 6n"d.

(Sic en, 8. November 1911.

Tageßka lender für Mittwoch, 8. November: S1adt° lhea 1 er: Ensemble - Gastspiel von Rosa Poppe, Franz Dl o 1 e n a r usw : .Judith." Anian a K Uhr- .

Iabresiest des Cberhcff. Vereins für innere Mission Mittwoch nachmittag 3 Ubr Mitgliederversammlung im Matthaus- iaal, abends 6'/, Ul)t: Festgollesdienst in der Ltadlkuche, abends Uhr Familienabend in SleinS Garten. Donnerstag vormittag 10 Ubr im Johaunesfaal: Jahresversammlung.

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den Johan nitterturm mit einem Blitzableiter zu. versehen. Nachdem es vor einigen Jahren in unsere Kirche cin- gcschlagen hatte, wurde sie mit einem Blitzableiter versehen. Ms aber im letzten Sommer der Blitz in die Billa des Möbelfabri- fanten Vingsteiner einschlug, unweit des Johaunitterturms, sah man die Notwendigkeit ein, auch hier gegen B.itzschlag Vorsorge zu treffen. Es würde auch, sollte der Turm je in Brand ge­raten, nicht bloß unser schönes Geläute gefährdet sein, sondern auch der nächsten Umgebung würde durch Einsturz des Turmes Feuersgefahr drohen. Die Anlage des Blitzableiters konrmt auf

Feuersgefahr drohen. _ . . .

etwa 2000 Mar? zu stehen. Die seitherige Witterung ist den Feldarbeiten sehr zu statten gekommen. Die Felder konn­ten ohne Störung geräumt werden; die Saat konnte bestellt werden und geht schön auf. Der letzte Regen hat weitere Feuch­tigkeit gebracht und- das tiefere Einwurzeln des Getreides ge­fördert und damit vorgebeugt, daß bei plötzlich eintretendem Frost ohne Schneedecke die Pflänzchen nicht losfrieren und zu Grunde gehen. Ueberhaupt hört man bei unseren Landwirten nicht so viele Klagen, wie sonst allerwärts laut werden. Nur darüber werden Klagen laut, daß für manche Gebrauchsartikel, z. B. für Petroleum, im Vergleich mit den Städten, höhere Preise gefordert und gezahlt werden.

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Preisgekrönt. Bei der Rülitär-Brieftauben-Aus.. stellung zu Kohlscheid bei Aachen erhielt Karl Böhling in der 1. Klasse den 7. Ehrenpreis.

** Von ben Wandernden. In der Herberge zur Heimat kehrten im Oktober 1260 Logiergäste ein (gegen 1215 int gleichen Monat 1910). Davon waren 920 Wan­derer Selbstzahler (648) und 340 (567) solche, die Unter­kunft gegen Arbeitsleistung fanden. Für ben Arbeits­nachweis ber Herberge waren im Oktober 139 offene Stellen' zur Besetzung gemeldet. Besetzt konnten davon werden 128 Stellen und zwar 74 in Gießen und 54 nach außerhalb. Untergebracht wurden 52 Handwerker und 76 Arbeiter.

so daß die Feuerspritzen keinen Mangel hatten. Vor drei oder vier Wochen geschehen, wo die alten hölzernen Hauser von der Sommerhitze ausgedörrt bestanden unb bie Wasser­leitung wasserlos war, wäre die Katastrophe noch unab­sehbar größer geworden. Dank gebührt ben wackeren Feuer­wehren, die bie ganze Nacht hindurch gearbeitet haben und noch längere Zett werden in Tätigkeit bleiben und Wache halten müssen. _.

Einem anderen Bericht sei noch entnommen: Die Be­wohner konnten nur wenige Habseligkeiten retten. Viele Hühner und einige Schweine kamen in oen Flammen um, oa- qegen gelang es, sämtliches Großvieh (etwa 50 Stücks zu retten. Die betroffenen Familien sind durch Versicherung nicht genügend gedeckt. Die Gebäude waren mit entern Brandversicherungskapital von 45000 Mk. versichert. Jn- o(ge des herrschenden Wassermangels konnte bie Feuer­wehr mit Dem Löschen nur insoweit eingreifen, daß dao Feuer nicht noch größere Ausdehnung erreichen Tonnte. Die Kreisbehörde war noch in der Nacht auf der Brand­stelle eingetroffen und hatte für die Unterbringung ver Familien und des geretteten Viehes die nöOrdnun­gen getroffen. Zur vorläufigen Erhaltung der Viehbestände sollen aus umliegenden Orten die nötigen Futtermittel beschafft werden, damit das Vieh nicht zu Schleuderpreisen an Die Händler verkauft werden muß.

Danach wird Schott wohl gewählt werden unb b.ie Fort­schrittspartei ihr bisheriges Manbat einbüßen.

Die Lehren der LandtagSwahlkN.

Die nationalliberaleOffeiibacher Ztg." beschäftigt fick, mit ben Lehren ber Laubtagswahlen unb kommt zu beni Schluß, baß bie nativnalliberale Partei rn Hessen unter Ausschaltung anberer taktischer Gesichtspunkte sich auf ben Standpunkt stellen müsse, ben bie Partei int Reiche eiw nehme. Das Blatt schreibt u. a.:

Die Wählerschaft fordert eine bestimmte Betonung nicht nm des nationalen Zieles, sondern auch eine klare Richtlinie nach der Seite ber liberalen Forderungen. Vermißt es die oder werden diese Richtlinien verwischt, so kehren bie Wähler der Partei den Rücken und ziehen nach links ab, während ein Zuzug von recht- natürlich nicht zu erwarten ist. Denn die Parteien der. Rechten, namentlich das Zentrum, haben ihre Mannschaften feit in bei Hand, wie ja das Wahlergebnis gezeigt bat. Sie kennen auch nur das eine Ziel: ihre eigene Macht zu zeigen, wie bie Sonder- kandidaturen beweisen, die man. nur das Zentrum in Main: machte davon eine rühmliche Ausnahme ausgestellt hat, uu bekümmert darum, ob der Erfolg bi ei er Zersplitteriingstaktik cir Rutsch nach links" sein würde oder nicht. Beträchtliche Ver lüfte nach links, keine Unterstützung von rechts, vielfach Ver- Wirrung in den eigenen Reihen das ist tn kurzen Worten del Schluß, den die nationalliberale Partei m Hessen aus dem Verlaufe der Landtagswahlen ziehen muß. Und dieser Schluß muß sie zu einer schleunigen Prüfung und Beseitigung ihrer Stellung im Aufmarsch der Parteien veranlassen.

dis zur frühen Morgenstunde gedauert haben soll.

** In Amerika verstorbene Hessen. I. Neu- 'cheler, 64 Jahre alt, in Jersey City. Er war der Sohn eines hessischen Bürgermeisters unb wanberte 1853 nach Amerika aus; Ph. Keller, 75 Jahre al-t, in Glensield, Pa.; Frau Elise Hellermann-Lorenz, 48 Jahre alt, aus Hergershausen, in Columbus; Frau Anna M. Reifen-

: g, geb. Hilbebrand, 68 Jahre alt, in "Ha^leton, Pa; Frau Anna Elis. B u s i e k, geb. Schütz, 75 Jahre alt, aus Liebersbach, in Bellevrlle, Jll.; Peter G e r st e n s ch l ä g e r, 76 Jahre alt, aus Mainz, in Clevel'anb.

Kreis Lauterbach.

--- Freien-Steinau, 7. Nov. Im Gasthause von Georg Euler II. finbet nächsten Sonntag nachmittag ein Vortrag über:Was muß ber Lanbwirt von ben Ge­setzen wissen, insbesonbere auch über Währschaft beim Vieh-An-unbBerkaus". VortragenberistDr.Braun- Darmstabt.

Kreis Schotten.

a. Schotten, 7. Nov. Bei Regenwetter fanb bie Legung bes Gebenksteins an ber Schot teuer Stabtkirche statt. Nach ber Ansprache fanb bie Ver­lesung ber Urkunbe, fobann bereu Eiukapseluug, Einlötung unb Einlegung statt, worauf bie üblichen Hammerschläge der Behörden erfolgten. Zeichen ber Gegenwart, wie das Schottener Kreisblatt, Ansichtskarten, Münzen würben eben­falls dem Gebenkstein einverleibt. Den Text ber Urkunde

**Pfarrpersvnalien. Der Gvoßherzog hat bem Pfarrer unb Dekan Gg. Wehsarg z>u Egelsbach die evang. Pfarrstelle zu Jugenheim (Dek. Zwingenberg) übertragen.

** Lehrerpersonalien. In ben Ruhestand verseht würbe bie Lehrerin an ber Vorschule zu Mainz, Elisabetha Mobs, auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. Erlebigt ist eine p er mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe Lehrerftelle au der Gemeinbeschule zu Rüb b i ng s h aus en. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werben.

** Eiseubahupersonalien. Versetzt wurde der Bahnhofsvorsteher Stuhlträger von Elm nach Friedberg, der Bahnassistent Hol lan d-Iopp von Frankfurt nach Bebra, Bahnpraklikant Hose von Frankfurt nach . Klein-Steinheim, Bahnmeifterdiätar G. Jung von Flieden nach Burgsinu, Bahnmeister-Aspirant Ze von Wetzlar nach Frankfurt, lechn. Bahn-Bureauaspirant 1. Klasse Wittig von Frank­furt nach Schlüchtern, Lokomotivheizer Schramm von Aschaffenburg nach Hungen, Wüh. Hoffmann von Hanau nach Langenschwalbach; in den Ruhestand trat der Bahn- dofsaufseher Hemr. Schmitt in Obbornhofen-Bellersheim, oiuie Bahngehilfe Will). Regel in Aßlar, die goldenen Dienstauszeichnungsschnüre erhielten die Reseive-Lokomotiv- führcr Kunze in Gönnern, W e i ß und Schäfer I. ui Fried- berg, Döttger in Grebenhain, die Lokomolioheizer Krusse und Karl Schmidt in Gießen, der Schaffner Artz in

Deutsches Reich.

Die fortschrittliche Volkspartei wirb im Reichstagein ben nächsten Tagen eine Anfrage ein- bringen, bie sich auf ben geheimen Wahlerlaß be­zieht, ber an die Regierungspräsidenten ergangen sein soll.

In ber Delegiertenversammluug bes Zentralver- Vanbes Deutscher Industrieller sprach PvofAor Molb euh auer-Köln über ben Entwurf eines Ver- sicheruugsgesetzes für Angestellte. Er beantragte:Der Zentralverbaub erklärt, baß er ber Frage einer erto ei ­ter t en 3 toangS für forge für bie Angestellten immer sympathisch gegenübergeftanben hat unb baß bie Industrie für diesen Zweck Opfer zu bringen bereit ist, jedoch erhebt ber Zentralverbanb ben schärfsten Wiberspruch bagegen, noch vor Toresschluß ein Gesetz, so fehlerhaft es sein mag, zustanbe zu bringen." Der Antrag würbe angenom­men mit einer Einschaltung, daß jede Mehrbelastung ber Arbeitgeber unb Angestellten über bie burch die Regierungs­vorlage geschaffene Grenze hinaus unterbleiben müsse.

Als Kaubibaten für ben Reichstagswahlkreis Weil- vurg stellte bas Zentrum ben Mühlenbesitzer Kal­teier aus Limburg auf.

---Lich, 7. Nov. Das biesjährige Wintersemester bet lanbwirtschaftlichen Winterschule zu Lich ist am Montag mit 46 Schülern begonnen worben. In ber oberen unb unteren Abteilung befinden sich je 23 Teil­nehmer. Es ist bas eine Frequenz, mit ber man in An­betracht ber gegenwärtigen wenig günstigen Lage ber Laub- wirtschaft jufneben sein kann.

Grotzseuet in Herbstein.

*n. Herbstein, 7. Nov.

Ueber bas Großfeuer in Herbstein, von bem wir Mteni kurz Meldung machten, ist uns von unferm dortigen Mitarbeiter folgender anschauliche Bericht zug gangen:

Das kleine Städtchen Herbstein im Vogelsberg, das vor 4 Jahren erst von dem entsetzlich großen Brande, ber 30 Häuser einäscherte und 50 Familien obdachlos machte, heimgesucht wurde, ist abermals von einer schweren Brand- katastrophe betroffen worden. Am Montag abend um 11 Uhr wurden bie Bewohner, bie schon im ersten Schlaft lagen, plötzlich burch Feueralarm aufgeschreckt. In bem Ecke Bahn­hofstraße und BackMeg Uegeuben Gehöfte bes Land Wirts E y r i l l u s S ch n e i d e r war aus bis jetzt noch unauf­geklärte Weise Feuer ausgebrochen. Alsbald schlugen die Flammen lichterloh empor. Vergebens suchte die hiesige Feuerwehr Einhalt zu tun. In kurzer Zeit standen auch schon die anstoßenden vier Häuser in Flammen. Ein starker Westwind trieb die Funken unb Feuerglitt über ben Bach­weg hinüber auf die südliche Häuserreihe der Rixselder Gasse. Obwohl die Feuerwehren der Nachbarorte Lanzen- bain, Ilbeshausen, Altenschlirf und Rixfeld auf telephonischen Anruf rasch zur Stelle waren und mit der hiesigen vereint das Menschew' möglichste leisteten, war doch die Mxfelber Gasse nicht zu retten. Bereits um 12 Uhr standen eine ganze Anzahl Häuser derselben in Brand, und während man sich bemühte, wenigstens ben unteren Teil biefer Häuserreihe zu retten, schlugen zum Entsetzen aller plötzlich die Flammen auch schon aus einem Hause mitten in der nördlichen Häuserreihe der Rixselder Gasse empor. Zum Glück gelang es hier den rühmenswerten Anstrengungen der Lanzenhainer Feuer­wehr, das Feuer auf dieses eine Haus zu beschränken. Mittlerweile war es auch den andern Feuerwehren gelungen, in ber gegenüberliegenden Häuserreihe bem Feuer am Neu­bau bes Joseph Schneiber sowie nach Süden hin an ber Bahnhofstraße Einhalt zu tun. Als gegen 2 Uhr ber Kreis- rat v. Bechtold nebst Dem Kreisfeuerwehrinspektor Jockel an ber Brandstätte erschienen, war bie Gewalt des Feuers so weit gebroch-en, daß man hoffen durfte, ein weiteres Umsichgreifen zu verhindern. Aber das Unglück ist auch ohnedies groß genug. 14 Häuser mit ben zugehörigen Stallungen unb Scheunen liegen in Trümmer. Eine noch größere Anzahl von Familien ist obdachlos geworden. Es sind durchgehends kleine Leute, bie betroffen unb fast all ihrer Habe beraubt worden sind. Opfer an Menschen­leben sind, Gott sei Dank, nicht zu beklagen, aber viel Kleinvieh und Federvieh hat in ben Flammen seinen Tob gefuiiben. Auch ber Schaben ber verschont gebliebenen um- Itegenben Häuser, bie geschützt unb geräumt werben mußten, ist groß. Die Stadt Herbstein bietet wieder ein Bild der Zerstörung, das mitteioerregenb ist. Besonbers beklagens­wert ist, daß der Winter vor ber Türe steht unb baß bei ber so wie so schon großen Futternot bie betroffenen Leute ihr ben Flammen entrissenes Vieh wahrscheinlich nicht wer­ben burch den Winter bringen können unb billig ver­schleudern müssen. Ein abermaliger Aufruf der öffent­lichen Wohltätigkeit für die betroffenen Bewohner des Städtchens wird unvermeidlich sein. Jedenfalls werden Gaben an Kleidungsstücken, Bettzeug, Vieh futter und Geld jetzt schon von der Bürgermeisterei sowie von dem katho­lischen unb evangelischen Pfarramte mit Dank entgegen­genommen. Es war eine gnädige Fügung Gottes, daß tn den letzten Tagen starke Regenfälle niebergegangen waren, bie die Wasserleitung gespeist unb bie alten aus- gebörrten Fachbauten wiberstandsfähiger gemacht hatten. Auch war es ein Glück, daß bie Dampspumpe ber Rübelschen Molkerei mit ihren großen Wasservorräten aushelfen konnte,

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Zeitung selbst sondern bei ton Exem-laren i | Quittungen. Tas tot ihm zustehende deihmgen selbst lc Wn. § 17

Zeitungen dur ^tragen für drit « Uebereinüimmui W ledil Austrage S Lelbstandi 'S noenen Be Wich erlaubt, d ! Entsprechend bes . In der Gemei Ä ¥ eine ( IM durch einer - I 5Äunb

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** Baumfällen. In ber Zeit bes Baumfällens werben an den Straßen und in den Ortschaften bie Reichs- Telegraphen- unb Fernsprechleitungen burch mnstürzende Bäume ober burch herabfallenbe Aeste häufig beschäbigt, weil bie Personen, benen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlugen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nicht oder in ungenügendem Maße treffen unb es unterlassen, von ben bevor st eh en ben Arbeiten ber nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrläsftge Be- chäbigungen ber Telegraphenanlageu im § 318 bes Reichs- Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht sind, wird den Baum- resitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevor- tehenden Baumfällung so zeitig zu benachrichtigen, daß die Entsendung eines ^Beamten zur Sicherung ber Leitun­gen veranlaßt werden kann. Dadurch erspart sich ber Baum­besitzer Unannehmlichkeiten; alle Kosten für bie Sicherung der Telegraphenleitungen trägt außerdem in diesem Falle bie Telegraphenverwaltung.

* A u ch eine Kirmes. Eine Dienstmänner.

Wiegen, die Wagenwärter Krug unb Frank in Gießen, bei Weichensteller Heuser in Gladenbach, Kind in Etz, Weier in Rieder-Brechen, Buhlmann in Burgsolms, ber Rotten, sichrer Köhler m Ehringshausen (Oberhessen); die Dienst- auszeichnungßschnüre für zehnjährige Dienstzeit bie Bahn­wärter Jöckel in Alsfeld und Hatsch in Steinau (Kreis Schlüchtern).

O berhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, naturwissenschaftliche Abteilung. Man schreibt uns: Am Donnerstag, 9. ds. MtS., findet im Hörsaale des Physikalischen Instituts die erste wissens chaftlicheSitzung des Wintersemesters statt. Dr. Peppler wird über .Er­klärungsversuche der außergewöhnlichen Trockenperiode des Sommers 1911" einen Vortrag halten, der für weitere Kreise von Interesse sein wird. Im Laufe des Dezembers wird sich dann ein Vortrag deS Privatdozenten Dr. Meyer mit den Trockenperioden der Erdgeschichte und deren Bedeutung für die Entstehung der deutschen Kalisalzlagerstätten" beschäftigen. Vorher findet am 30. November eine gemeinschaftliche Sitzung mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde statt, in der Pros. FraaS-Stuttgartlieber die Saurierlagerstätten in Deutsch-Ostasrika und deren Ausbeutung" sprechen wird. Der Mitgliederbeitrag beträgt 3 Mk. Den Mitgliedern steht dafür freier Besuch der im Winter monatlich stattfindenden Vorträge und der Bezug der meist jährlich erscheinenden Berichte" zu (in denen u. a. in diesem Jahre auch der Vor- trag deS Herrn Dr. Peppler erscheinen wird). Außerdem be­fielt ein Lesezirkel naturwissenschaftlicher Zeitschriften, der gegen eine mäßige besondere Gebühr zugänglich ist. Anmeldungen zur Mitgliedschaft werden in den Sitzungen vom Vorstände entgegengenommen ober können auch an Prioatdozenten Dr. Meyer, Ludwigstraße 30, gerichtet werden.

Stadttheater. Nochmals sei auf das heutige Gast­spiel von Nosa Poppe und Franz Molenar in Hebbels Judith" hingewiesen. Auf die nächste Sonntag-Nach. uiittag-Vorstellung sei ebenfalls besonders aufmerksam gemacht, da sie ein Meisterwerk der dramatischen Literatur, nämlich JbsenSNora" bei VolkSpreisew bringt. Diese Vor- stellung unseres Stadttheaters ist von Publikum rote Presse als mustergültig anerkannt worden.

** Der dritte religivnswisseuschaftliche Vortrag finbet nicht heute, sonbern am Mittwoch, 15. No­vember, statt.

** Von ber Freidenker-Vereinigung wirb uns flefd)rieben. Mit einem Vortrage von bem Schriftsteller E. Vogt­herr über benZusammenbruch des Glaubens" tritt ber Verein seit längerer Zeit wieder vor die Oeffentlichkeit. E. Vogtherr ailt als einer ber besten Rebner ber Freibenkerbewegung unb spielt ebenso als Redakteur derGeistesfreiheit" in ber frei­religiösen Bewegung eine Rolle. Da zudem bas Thema sehr aktuell ist, dürfte ein reger Besuch beS Vortrages zu ermatten sein.