Nr. 265
Erstes Blatt
I6J. Jahrgang
Mittwoch, 8. November 19U
Die heutige Nummer umfahr 12 Seiten.
betreffend das deu
ranzöfifche Abkommen
Beide LoriäUe wurden in Deutschland als
angegriffen habe.
und internationale Veleidi
direkte öffentliche
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öffentlichung des Artikels teil, über d e n man sich beklagte, und hatte auch keine Kenntnis von ihm vor der Veröffentlichung. (Beifall.) Mc. Ken na tat in der Rede nicht die Aeuherungcn, über die man sich beklagte.
gungen Deutschlands durch den britischen Botschafter und den britischen Minister ausgelegt und veruriacyten große Er
bitterung. Die Tatsachen sind: Ter brrti ter in Wien nahm in keiner Weise
Die Stichwahl tu Wollflei«.
Wöllstein, 8. Nov. Nach dem Ergebnis der amt* lichen Zählung kommt der freisinnige Kandidat Eibach, der bisher den Wahlkreis als Abgeordneter vertreten hat, nicht mit dem Zentrumskandidaten Hammer, sondern mit dem nationallib eralen Kandidaten Schott in die Stichwahl. Eibach erhielt 1492, Schott 1055, Hammer (Ztr.) 1035, Heubach (Soz.) 58 Stimmen.
Ha. Jen über die neuen Ausgaben der polarsorschung.
Frühjof Nansen, der gegenwärtig auf kurze Zeit in London weilt, hat einem englischen JournaAuen gegenüber sich über die neuen Ausgaben der Polarforscyung au-geiorochen, die nun, da nach lahrzeyme.anger Jagd der Nordpol enduch erreicht ist, m eine neue und wiisenschan.ich ungleich fruchtbarere Phase em> treten wird. „Ja, ich glaube daran, dag Peary am Pol gewesen ist, ich glaube, daß der Nordpol endlich erreicht wurde, und ich freue mich darüber, denn je»: erst wird eine wirkliche wissenschart^ich syslematische Erforschung der ark.iichen Gebiete beginnen. Tie wunderlich- Begierde, nur erst einmal den Pol zu erreichen, war begreiflich, ich habe sie an mir selbst kennen gelernt. Nun aber, da dies Verlangen gestillt ist, begehren wir Aufschluß über die B er ha Imme der nördlichen Meere. Die tropischen Meere gleichen dem Kessel einer Maschine: Die ark.ischen Meere und d:r Kendensawr. Wenn man eine Maschine zu vei stehen trachte: und Dabei nur den Kessel genau kennt, wird das Gesamruneil nicht allzu wertvoll Mn. Lbenn aber bcioe zusammen erforscht sind, wenn wir unserer ausgedehnten Kenntnis der wärmeren M,.erc eine genaue Kenntnis Dcr arktifa-en See hinzumgen, Dann werden wir in Den S^and kommen, die Delier-
— Nobelpreis für Phvsik. Aus Stockholm will uns unierm 7. November geschrieben: Tie schwedische Akademi der Wissenschaften beschloß. Den Nobelpreis für Physik Professor Wilhelm Wien-Würzburg, Der Chemie Frau Euric« Paris zuzuerkennen. Die diesiährigen Preise betragen ■ 194 330 Franks.
— Kurze Nachrichten auS Kunst und Wissenschaft. »jbi Lrier ton bj Jahren ist D.r ordenirlche Professor der Anatomie, Der Hiuologle uno Embryo log,e, sowie Vorilaiü, der analomi chen .Install an der Universität Würzburg Tr. med. Philipp Stöhr gestorben.
er wolle zunächst der Nation seine Anerkennung auSfprechen, die sie verdiene. Tie Seele Frankreichs sei in diesen, einer langen Geschichte angehörenden Tagen, so ruhig und edel erschienen, das; sie sich den Beifall aller Rivalen und Freunde erzwungen habe. Sie sei sich stets gleich geblieben sowohl in der TrübniS eines mitunter beunruhigenden Schweigens, wie wahrend der glänzenden Feier dcr vor Toulon versammelten Flotte und wie auch in der unendlichen Trauer über die schreckliche Katastrophe. Tas Volk, welches das Geschick durch eine Periode von mehr als drei Monaten so schwer treffe, ohne ihm weder eine Bewegung der Ungeduld noch Zeichen einer Schwache entreißen zu können, beweise dadurch, daß c5 das volle Bewußtsein habe, davon, was es wert sei, und davon was cS wolle. Ter Präsident sprach sodann eingehender über Die Katastrophe der ,Livert6". Ei wiederholte feinen Dank an die Präsidenten dcr fremden Parlamente, die Beilcidsbezeuguugen gesandt haben. Minister des Aeuß.'rn de Sclves legte dem Bureau den Gesetzentwurf
tc i„d, PlKkstr. II-
Aus Den Universitäten Basel, Heidelberg und Jena habe ich Theologie fluDiert; ich sage nicht „leider", obwohl ich es nicht ivicucr tun, iuüu.tu .. ~Otjitv.i wurde. Ein
Pastorat habe ich nie versehen, nur Hilssprediger bin ich ein Jahr lang gewesen. Tann wurde ich (1868- mit erst 26 Jahren Direktor der größten Mädcyenichule Der Siadt Bern. Zwölf Jahre lang sühne ich Dieses Amt, an Dem mir Die Lehrtätigkeit lieb. Die ilDnumiiraiiuii ruhig war. ^n^viiu/eii haue tu) ziemlich wild allerlei PoctnaDrauiiOv proo.iz^r-., Danuuer auch die epischen Dichtungen „Buddha" und „Mose uno Zipora", Die man — bei einem Regimentswechsel Der Aufsichtsbehörde meiner Schule — mit Den Gesinnungen, Die ein Mäoa-enschulvorileher haben müßte, unvereinbar fand. Zum Trott für meine Nia-twieDerwahl an Diese Stelle erteilte mir 18bU Die Universität Bern Den Toktor- grad h. c. Im Herdtt gleichen Jahres wurde ich in die Redaktion des „Bund" berufen, in Der ich nun seit 29 Jahren tätig bin. Taß ich jung geheiratet habe, Papa und Großpapa wurde, wird die OenenUlchtcu nicht weiter interessieren, wahrend es mir wichtiger ist a!4 manches andere. Bon allem, was mein 2eben sonn noch bereicherte, toill ich hier nur der herzlichen Freundschaft mit Johannes Brahms gedenken." L. K.
3. v. Widmann über sich selbst.
Ich weiß nicht, war mein Leben leicht? Es war am Ende voll Beschwer? Jetzt aber, da es mir entweicht. Strömt voller Glanz aus ihm mir her.
Mit diesen Versen, die seiner Dichtung ,y2<r Heilige ünb die Tiere" entnommen sind, hat Der eben »eritorbene Schiveizer Dichter I. V. Widmann eine autobiographische Skizze abgeschlosien, die er vor zwei Jahren für das „Literarische Echo" geschrieben hat. Tarin skizziert er seinen Lebensgang folgendermaßen:
„Mein Vater, der Sohn eines Wiener Baumeisters, war in das Eisterzienser-Stift Heiligenkreuz bei Wien emgeireien, weil sich hierdurch Dem frühverwaisten vermögenslosen Jüngling am leichtesten Aussicht bot, die geliebten Studien forizusetzcn und auch seiner Neigung zur Musik zu leben. Wirklich wurde er bald Regens chori, D. h. Musikdirektor des Klosters. Aber die Musik war es auch, die ihn dem Klosterleben entfremdete, indem sie ihn mit einer frohherzigen Wiener Buchhändlerstochter zusammenführte. Bald waren die beiden einander unentbehrlich: doch war an eine legale Ehe in Oesterreich vor 1848 für einen Geistlichen, der sein Kloster verließ, nicht zu denken. Stürmische Zeiten hatten Die Liebenden daher durchzumachen. Auf einem Landgut bei Nennowitz in Mähren, wo meine Mutter Zuflucht gefunden, wurde ich am 20. Februar 1842 geboren. Indessen suchte der Vater in der Schweiz seiner Heinen Familie ein Heim zu begründen, was ihm nach Dielen Enttäuschungen endlich gelang, als ihn 1845 die protestantische Gemeinde Liestal (bei Basel als ihren Prediger wählte. So bin ich als ein Pfarrerssöhnchen aufgewachsen, aber in einem Pfarrhause, in Dem man nicht nur Golt, i'onDcm auch die guten Genien Der Menschheit, vor eilen den Genius Der Munk verebne. Auch war es em gaü.icucs Daus, in Dem viele interessante Flüchtlinge der österreiau'a en und der deutschen Revolution freundliche Ausnahme fanden. Tie schönste Verklärung meiner späteren Kiiaben- und Jünglingsjahre aber war die innige Freundschaft mit C. Spitteier, Der gletai mir in Liestal aufwuchs und Die Baseler Schulen besuchte: sie hat itch als ein Bund fürs ganze Leben bewährt.
. Von meinen Lehrern am Baseler Pädagogium bewahre ich befonders Professor Wilhelm Wackernagel, dem Germanisten, unauslöschliche Tankbarkeit fitr die Strenge der grammatlkal:- Kpen Schulung. Taß auch Jakob Burckhardt Dem jungen 'ctuDenien periönliches Unterene schenkte, ist mu "och heute eine rührende Erinnerung.
bebingungen unb bie atmosphärische Gesetze der ganzen Erbe zu ergrünben."
Von Der Flugmaschine hn Dienste ber Polarsorschung erhofft sich Nansen für bie nächste Zukunft nicht allzuviel. „Das Nächste, was uns zu tun bleibt, ist der Bau eines neuen Schisses in der Art der „Fram", eines Fahrzeuges, das dem Eisdruck widerstehen kann. Ter Forscher wird dieses Schiff etniricrcn lassen, wird so dem Zuge des Packeises folgen und dabei unausgesetzt beobachten und experimentieren." Frithjof Nansen klagt bitter über das unvermeidliche Schwinden Der Eskimokultur, die schließlich der „trivialen Zivilisation" unserer Kulturwelt zum Opfer fallen muß. Unsere Zivi.isa.ion glättet alle Verschiedenh.ftcn und Ungleichheiten, und auf diesem Wege zerstört sie in bedenklichem Maße die Persönlichkeit. Vor uns liegt ber Ausblick auf eine weltumfassende Eintönigkeit. Der moderne Mensch ist ein Geschöpf' ber Maschine, ber Kampf ums Dasein beansprucht sein ganzes Streben, unb so bleibt ihm keine Zeit, sich selbst zu linbcn: was Die wichtigste von allen Entdeckungen ist. Ter Eskimo aber findet Zeit zur Selbstbetrachtung und zur Selbst erkenntnis, seine Kultur ist gut unb schön. Er hat allerdings höhere Formen bet bildenden Künste nie zu entwickeln vermocht, aber wunderschöne Märchen und Sagen gehen von Mund zu Mund und befruchten die Geister. Der Eskimo lebt sein eigenes Leben, ist abhängig von den Fähigkeiten seines Gehirns, seines Auges, seiner Nase unb seiner Ohren, er ist wirklich Individuum. Und trotzdem ist die Gesellschaft bei Den Eskimos auf sozia.i m'cher, ja fast auf kommunistischer Grundlage errichtet. Das ist ihr Gesetz: „Ich habe heute einen schlechten Fang gemacht, aber morgen werde ich einen besseren machen: daher wirst Du mir etwas von deinen Fischen abgeben. Wenn bu bann morgen einen schlechten Fang machst, kann ich bir von meinen Fischen geben."
Das deutsch-französische Wommen.
Am gestrigen Dienstag ist dem Reichstag ber Wortlaut deS Marokko-Vertrages zugegangen, unb feilte werben schon die großen Tage beginnen, wo dem deutschen Volke volle Klarheit gegeben werden soll. Mittlerweile haben Italien, Oesterreily und Rußland sich fdjoit mit den Abmachungen eittverstanden erklärt, und audj der Sultan Mulen Hafid soll Ja und Amen gesagt haben. Tie französische Ätunmcr bat bereits gestern ihre Sitzungen aufgenommen, und die Regierung schwärmte den Abgeordneten vor von der großen und edlen Seele Frankreichs und wie man auch fernerhin des Ansehen des Landes stärken wolle. Die Franzosen find besser dran als wir. Ist es nicht traurig, daß unser Re- aierunysfchifflcin so kläglich auf dem Sande sitzt, daß die Passagiere so ziemlich aller Parteien von ihm ab rüden? Doch der heutige Tag wird die Lage erst noch besser beleuchten, und es wird sich zeigen, ob man den Kapitän ermuntern wird, wieder mit den alten Lappen in die See zu stechen. Wie die Dinge liegen, darf der Reichstag auf Grund seiner veralteten Geschäftsordnung denMaronovcn trag nur „zur Kenntnis" nehmen; er kann darüber hinaus reden so viel er will', ist aber außerstande, an den wahrscheinlich auch hier gegebenen „gottgewollten Abhängigkeiten" irgend etwas zu ändern.
Eine Abschiedsrede bc8 Herrn v. Lindequist.
Berlin, 8. sJiov. Gestern mittag vcruojchicbete sich Herr v. L i n d e q u i st im Reichskolonialamt van den Offizieren und Beamten der Kolonialverwaltung. Er hielt dabei eine Ansprache, in der er u. a. sagte: .
Die letzten Tage sind mir durch e in amtlich inspiriertes Telegramm getrübt worden, in Dem, ohne einen Beweis dafür zu erbringen, oder auch nur einen Versuch dafür zu unternehmen, unter Dem deutlichen Hinweis auf das Kolonialamt gegen eine Nachgeordnete Stelle die schwere Beschuldigung erhoben worden ist, durch den Bruch der Amtsverschwiegenheit den Abschluß ber Kompcnsationsperhandlungen gestört zu haben. Meine Herren! Ich habe zu lange mit Ihnen gearbeitet unb kenne Sie zu genau, um nicht die felsenfeste lieber* zeuguug zu haben, daß Sie alle, von denen übrigens nur ein ganz heiner Kreis von dieser Angelegenheit, die hier im Amte schwebt unb auf das Diskreteste behandelt worden iit, etwas gewußt bat, hierzu nicht fähig sind und Sie jederzeit mit ruhigem Gewissen ber Präzisierung bes ganz allgemein gehaltenen Vorwurfs entgegensehen können. Ich werde meinen treuen Mitarbeitern hier und draußen, sowie unseren deutschen Kolonien, denen zwanzig Jahre meines gebend gewidmet gewesen sind, stets treues und wärmstes Interesse bewahren.
Gouverneur Tr. Sols und Uurcestaatssekretär Tr. Conze versicherten dem Scheidenden der bleibenden An- hängltchkeit aller, denen es jemals vergönnt gewesen sei, mit ihm und unter chm zu arbeiten. Tie Abschiedsfeier trug einen sehr herzlichen Charakter. Von dem geplanten Abschiedsessen bat der Staatssekretär Abstand zu nehmen.
Verdrehungen.
Kiel, 7. Nov. Gegenüber der Meldung, der Staatssekretär des Reichsmamneamts v. Tirpitz machte auf bie Frage des Kaisers, ob Deutschland aktionsbereit sei, Be- denken bezüglich der deutschen Schlagfertigkeit zur See gellend, sind bie „Kieler Neuesten Nachrichten" ermächtigt, zu erklären, daß die Meldung glatt erfunden ist.
Tie sranzofische Kammer.
Paris, 7. Nov. Bet der Erösinung der Sitzung der französischen Kammer sagte Präsident Brisson,
Tie in Frage stehende Stelle in dem Bericht über feine Rede wurde aus einer gänzlich fremden Quelle eingeschoben: ber Minister selber hatte nichts derartiges gesagt. Er möchte Dir Hoffnung ausdrücken, daß bie öffentliche Meinung sich nach diesen Vorfällen hüte, sich durch falsche Behauptungen fortreißen zu lassen. (Betfall.)
Sir Edward Greu fuhr fort: Schwierigkeiten könnten sich natürlich zeitweilig zwischen England und anderen Ländern infolge von einer tatsächlichen Verschiedenheit der Politik in einem besonderen Augenblick ergeben, aber er glaube, daß die betreffenden Regierungen im Stande sein werden, alle solche Schwierigkeiten zu überwinden, wenn die Tatsachen nicht entstellt unb übertrieben werden, wirb die Erbitterung und bu* Erregung ber Oeffentlichkeit so übermächtig werben, baß cs bat Regierungen unm^qliü» teilt wirb, sie zu beherrschen. Bei einigen Organen der Presse hat bald in England, bald in Teulschlaitd die Neigung be Serben, tatsächlich oder getroffene Maßnahmen Deutsch- lanbs oder CngianbS in verschiedenen Weltteilen in bdjem Sinne ausiulegen Er glaube bestimmt, daß mit dem Abschluß, der in den Verhandlungen zwisä-cn Frankreich und Deutsch» land über Marokko jetzt gründlich erreicht worden sei, die Spannung verschwinden werde, die in der britischen und in dcr Deuticfxu Presse zu Verdächtigungen und falschen Auslegungen geführt habe. (Beifall.)
Wir meinen, an den Tatsachen ist nichts zu beschönigen. Besonders im Falle Cartwright lassen wir Deutsche unS keinen Sand in die Augen streuen. Tie englische Regieru,tg hat bisher noch nicht erklärt, daß Herr Cartwright Ansichten, wie sie in dem berüchtigten Wiener Artikel enthalten waren, nicht hegt.
2lus Hessen.
Amtliche LandtagSwahlergebnisie.
Die amtliche Feststellung de. Ergebnisse- der Landtag?» wähl in G i e ß e n - S t a d l mit W t c s e ck eraab bei 3851 abgegebenen gültigen Stimmen für Fabrikant Kling spor (nallch.) 1362, Professor Urftabt (freis.) 1256 und Re- daileur Vetters (^oz.) 1233 Stimmen. Die Stichwahl zwischen Klingjpor und Ursradt findet am 17. November statt.
Im Wahlkreis Großen-Lindcn-Heuchelheini entfielen auf Bürgermeister Leun-Großcn-Linden (B. b. L.) 2804, auf Schneidermeister Diehl-Gießen (Soz.) 1053 und auf Bürgermeister Kreiling- Heuchelheim (fortschrittliche Lolksp.) 633 Stimmen. Drei Stimmen waren zersplittert. Leun ist gewählt.
Im Wahlkreis Li ch entfielen auf Landwirt Fenchel- Oberhorgern (B. d. L.) 2898, auf K. Häuf er-Steinberg (Soz.) 977 und Seminarlehrer Leuchtgens- Friedberg b2u Stimmen, während 2 Stimmen zersplittert waren. Gewählt ist Fenchel.
Bis aus ganz unwesentliche Kleinigkeiten haben die von uns veröffentlichten Zahlen also gestimmt.
Der Vorstand des Hesftschen Bauernbundes wird, wie uns mtlgeteilt wird, am kommenden Donnerstag unter dem Vorsitz des Abg. Brauer eine Beratung abhalten um bezüglich der Stichwahlen und anderen Fragen Stellung zu nehmen.
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Vorträge- ■Zes* . M 3.*-
vor und suchte um Verweisung an den Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten. Beauregard forderte, daß dem Ausschuß dcr Geheim vertrag mit Spanien mit- geteilt werde. (Beifall auf zahlreichen Dünken.) Cail- laux antwortete, dem Ausschuß würden alle Dokumente, deren Vorlegung er für gut befinden sollte, mitgeteilt lver- den. Das Abkommen würde darauf an den Ausschuß verwiesen.
Die englisch-deutsche > Zwischenfälle im englischen Unterhau;.
In dcr Besprechung au:>vurtiger Fragen ist das englische Parlament unermüdlich. Gestern ist man nochmals auf „olle Kamellen" zurückgekommen:
London, 7. Nov. Im Unterhaus fragte Abgeordneter King <Lil>.), ob zwischen Dem Auswärtigen A m l unb Der Deutschen Regierung ein Austausch von Mitteilungen stattgesunden habe über Das angebliche Interview, Das Der britische Botschafter in Wien einer österreichischen Zci- tung gewährt haben solle. Sir Eowarb Grey bat zunächst um Nachsicht, wenn er bei Der ErwiDcrung über Die bei Der Beant- tung von Fragen zu beobachtetiDcn strengen Grenzen hinausaehe. Zwei Zwischeniälle seien in Der letzten Zeit Gegenstanb von Mitteilungen zwifchen der britischen und Dciitichen Regierung gewesen. Der eine ist Der in einer österreichischen Zeitung veröffentlichte Artikel, auf Den in Der Anfrage Bezug genommen wird. Der andere ist Der Bericht in ber Deutschen Preße über eine Don bem damaligen Marineminincr Me. Sienna gehaltene Rebe. Tie Mitteilungen, bie zwischen ben Regierungen ausgetauscht würben, hatten allgemein keinen formellen Charakter. Es ist nicht notroenbig, und Würde vielleicht nicht passend sein, sie zu Per» öffentlichen, aber ich kann sagen, sie sind nicht so be» schasfen, irgendwelche Schwierigkeiten zwischen Den Regierungen z u verursachen. Ich halte es jedoch für wünschenswert, Die Tatsachen Darzulegen. Es war behauptet unD in einigen Kreisen geglaubt worben. Daß Der britische Botschafter in Wien Durch ein Jnteroiew oDer aus anDere Weise Anteil an Der Veröffentlichimg Des Artikels gehabt habe, ber bie Deutsche Politik kritisierte. Ferner war berichtet worDen, Daß Mc. K e n n a n in einer öffentlichen ReDe Die Deutsche Politik
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