dermaßen betrunken.
Kollekte
zur
Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen.
Wetter
April
1911
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Evangellsche Gemeinde.
Sonntag Den 9. Apr »t, Palmarum: Landes-Butz- und Betrag.
zum Besten mr hejslsche evangelljche Gemeinden unter überwiegend katholischer Bevölkerung.
Gottesdienst.
3n der Stadttirche.
bci BnflMenza ;‘“en
Dd aaBiäHKöMWBBffifawi Heiserkeit überall ärztlich verordnet. Erhältlich tn Apotheken, Drogen- und Mincralwasscrhandlungen. (ss11 /» Haupt-Depot: O.LLcijej- Gicireu, Lormeustr.6, Tet.iL.
katholische Gemeinde. Gottesdienst.
Sam8 tag den 8. April 1911:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beicht. .
Samstag nachmittag und Sonntag vormittag wird em fremder
Glendala; Leonh. Mohr, 65 Jahre alt, aus Mümling- Grumbach, in Dayton; Elisabeth Kreher, 83 Jahre alt, aus Darmstadt, auf einer Farm bei Paderborn. Ihren Tod betrauern 5 Kinder, 49 Enkel, 36 Urenkel und ein Ur-Ur- enkel; Marg. Swant, geb. Otterbein, 28 Jahre alt, aus Fraurombach, in Jackson.
Kreis Lauterbach.
----- Schlitze 6. April. Dem Vernehmen nach wird die hiesige Höhere Bürgerschule mit dem neuen Schuljahre ganz auf den Staat übernommen. Tie Verwaltung führt von da ob die Bezeichnung »Großherzoglichcs Neltorat der Höheren Bürgerschule".
Priester Beicht hören.
Sonntag den 9. April, Palm-Sonntag: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht, um 7 Uhr: Tie erste hell. Messe.
w um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
# um 9 Uhr: Hochamt; vor dem Hochamt Weihe der
Palmen.
um 11 Uhr: Heil. Messe.
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Passions-Andacht.
Dienstag abend um 61/, Uhr ist Fastenandacht.
Lokal notwendig war uno er nach Hause verbracht werden niußle. Als seine Begleiter sich von ferner Wohnung ent- ernt hatten, kam er mit einem geladenen Revolver wieder auf die Strafe zurück und feuerte einen scharfen Schuß auf sie ab, der den verheirateten Händler Karl Köhler aus Ulrichstein in das Gesicht traf. Glücklicherweise war es eine Schrotpatrone, so daß die Verletzungen nicht erheblich sind. Wäre es eine Kugelpatrone gewesen, so hätte >er Schuß recht verhängnisvoll werden können. Der Täter it der verheiratete Gemeindeschäfer Georg Peter von hier.
Vormittags S*/a Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vorunltags 11 Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für die Milltärgememde. Pfarrer Schwabe.
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgelnemde.
Pfarrer Schwabe.
Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
3n der ZohannesUrche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Ausseld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderklrche jur bie Johannes gemeinde.
Pfarrer A u s f e l ö.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends 7H, Uhr: Versammlung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukas gemeinde.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechurrg im Konfirmandensaal der Johanneskrrche.
Grürrdonnerstag den 13. April:
3n der Stadtkirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der MatthäuZgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr : Beichte und heiliges Abendmahl wr MatthäusT und Aiarkusgemeinde, Aiimeldung vorher bei dem Psarrer jeder Gemeinde erbeten.
3n der Zohanneskirche.
Abends 7% Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- uitb Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Karfreitag den 14. April:
Kollekte für die evang. Anstalten in Jerusalenr,
3n der Stadttirche.
Vormittags 9% Uhr: Pfarrer S ch,v a b e.
Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markus- gemeinbe. Annieldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags 11^/. Uhr: Kirrderkirche für Matthäus- und Atarku^- gememde gemeinsam. Pfarrer D. Schlosser.
Abends 6 Uhr: Siehe JohanneSkirche.
3n der Zohanneskirche.
Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Beichte und heil. Abendmahl für LukaS- und Johannes- gemeinde. Amneldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags IVI. Uhr: Kinderkirche für Johannesgemeinde.
Pfarrer Ausfeld.
AbendS 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst.
Pfarrer Bechtolsheimer.
Stadtv. Troß spricht nachmals im Sinne seiner früheren Dussührungen.
Stadtv. Wallenfels bedauert, daß bei der -sacke nickt mehr herausguholen sei unb bezeichnet es als keinen Fehler, daß der Jmmobilicnverkehr sich verringert habe.
Stadtv. Loeb er möchte nicht haben, daß die Steuer zu Loch wird und der städtische Anteil über 100 Prozent hinausgeht, da sonst der Grundslücksmarkt noch schlechter werde wie seither.
Stadtv. Dr. Ebel steht ebenfalls auf dem Standpunkt, daß die Zuwackssteucr der Stadt gehöre. Sie sei keine Verkehrs steuer, sondern gerade so gut wie die Erbschaftssteuer eine Besitzsteuer. Allerdings müsse die Zuwachssteuer in der Steuer nach dem gemeinen Wert ihr Korrelat finden, dadurch werde das starke Steigen der Grundstückspreise verhindert.
Stadw. Krumm meint, wenn seit 1870 nur 10 Prozent des Wertzuwachses bei Grundstücken an Reich und Staat gefallen träten, hätten beide beute keine Schulden. Wenn die Wertzuwachs- steuer so leicht abwälzbar sei, wie man hier dargestellt habe, mürben nicht gerade die Grundbesitzer so sehr gegen diese Steuerart sein.
Bei der Abstimmung findet die s> a h u n g einstimmig Annahme mit der Abänderung, daß sie am 1. April 1911 in Kraft treten soll. Falls dies von der Aufsichtsbehörde abgelehnt wird, soll sie am Tage nach der Verkündigung in Kraft treten.
Ter Fahrplan der elektrischen Straßenbahn, der jedesmal vom Ministerium genehmigt werden muß, war seither für Sommer und Winter getrennt Nunmehr hat man ihn so gestaltet, daß er für das ganze Jahr in Kraft bleiben kann, indem man die im Winter ausfallenben Frühwagen besonders bezeichnet hat Der Fahrplan ist geblieben wie seither, nur fahren vom 1. Mai an alle Wagen der roten Linie bis zum SaMtzenhaus burd>. Bloß die abends 9,52 und 10,07 Uhr vom Bahnhof abgehenden Waget: fahren bloß bis zur Moltkestraße. Der um 10 Uhr ab- gehende Wagen fährt dagegen bis zum Schützenhaus und von dort um 10,27 Uhr zurück.
Der Fahrplan wird genehmigt^
Stadtv. Petri wünscht, daß durch den Einbau einer Weiche am Bahnhof das lästige Vorfahren der abfahrenden Wagen vermieden wird, wenn die Wagen aus der Stadt kommen.
Der Vorsitzende bemerkt, die Mittel für die Weiche seien bereits im Voranschlag vorgesehen, sie werde gebaut, sobald die ministerielle Genehmigung erfolgt sei.
Stadtv. Krumm weist <ui| den Rückgang der Einnahmen der Straßenbahn hin. Dies sei eine Mahnung, mit Neuerungen bei der Bahn nicht zu rasch vorzugehen.
Der Vorsitzende benteret, zum Teil beruhe der Cinnähmo- rückgang darauf, daß die Osterfeiertage im vorigen Jahre in ben März gefallen seien. , .
Stadw. Friedberger wünscht eine wettere Haltestelle tn der Marburger Straße.
Der Vorsitzende hält dies aus technischen Gründen für nicht durchführbar.
Stadtv. Jughardt ersucht um eine Aufstellung darüber, wie viele Personen bis zum Sclmtzenhaus fahren, um zu sehen, ob das Durchführen aller Wagen wirklich nötig war.
Ter Vorsitzende sagt dies zu, wenn der Betrieb es zulasse, und wünscht den Mitgliedern der Versammlung ecrgitügte Osterfeiertage.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 6. April. Int Saalbau fand heute nachmittag die Schluß stier der Scyillerschule «höhere Mädchenschule) statt. Eine sehr große Anzahl Freunde der Anstatt aus Fctedberg und Umgebung wohnte per Feier bei. Eingeleitet wurde sie durch den vieryändtgen Klartervortrag: „Das Glöcklein des Eremiten". Hierauf olgte die bekannte Harzmär: „Die Zwerge von Gievichen- tein" von Klages. Der Gesang wie- auch der verbindende Text wurde von Schülerinnen des Instituts vorgetragen und sanden den veroienten Beifall alter Anwesenden. Die Schillerschule entläßt mir dem vollendeten 16. bzw. 17. Jahre ihre Schülerinnen. Im agbelaufetten Schuljahre besuchten 198 Mädcuen aus Friedberg uno Umgegend diese höhere Mädchenschule.
L. Dorheim, 6. April. Im hiesigen SolmS- Rödelheim'schen Schlosse finden zurzeit umfasiende bau- iche Verändertlngen statt. Das Schloß war seit dein hier vor einigen Jahren erfolgten Tode einer Gräfin von SolmS zu Assenheim unbewohnt geblieben. Jetzt wird es wieder von Gliedern der Graf Solms-Rödelheim'jchen Familie bezogen.
Starteuburg und Rhein Hessen.
m. Offenbach, 7. April. Die neue O b er real- chul e am Friedrichsring, mit deren Bau vor zwei Jahren -egonnen wurde, wurde heute ihrer Bestimmung übergeben. Zu der Festlichkeit waren als Vertreter des Ministeriums Geheimerat S ü s f e r t und Geh.Schulrctt Nodnaael erschienen. Die neue Schule wurde nach den Plänen des Regierungsbaumeisters .Volker und nach dessen Aus- cheiden aus städtischen Diensten unter der Oberaufsicht des Bauinspeltors Weil ausgeführt. Die Schule enthält 21 Klassen, 2 Zeichensäle, 3 Hörsäte für Chemie, Botanik, Physik, nebst den dazu gehörigen Nebenräumen, Laboratorien, unb eine Sternwarte, und ist mit allen zweckdienlichen Einrichtungen der Neuzeit ausgestattet. Die Kosten des Baues, der in jeder Hinsicht als mustergültig bezeichnet tu er ben muß, waren mit 822000 Mk. veranschlagt, doch stellen sich bie Baulichkeiten nm etwa 80 000 Mk. geringer.
d. Mainz, 6. April. In ber heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde von Oberbürgermeister Dr. G ö 11 e l m a n n mitgeteilt, daß eine Anzahl Vereine wegen der Errichtung des Korps- bekleidungsarntes in Kastel dahin vorstellig geworden sei, die Bürgermeisterei möge dcchin wirren, daß das Bekleidungsamt nicht in Kastel, sondern ans der Westfront in Mainz errichtet werde. Dazu erklärte der Oberbürgermeister, daß nach den Beschlüssen der Stadtverordneten- Versammlung dem Kriegsministerium in Berlin zwei Plätze und zwar den auf der Nordwestfront und einer in Kastel zur Auswahl vorgeschlagen worden sei. Den Platz zu be- Itimmeu sei nun Sache des Kriegsministeriums und könne die Stadt hieran nichts mehr ändern. — Zur Beratung ber lanbwirtschaftlichen Angelegenheiten der Vororte würbe eine spezielle Kommission eingerichtet. — Die Lohnoer- hältniise ber ungelernten städtisch en Arbeiter wurden neu geregelt unb macht bie Lohnerhöhung einen jährlichen Mehr- anfmanb von 35—45 000 Mark «ms. Die Höchstlöhne sollen mit bem 12. Dienstjahre erreicht werben. Bis zur Erreichung bieser .Höchstlöhne werben nach Ablauf bes ersten unb sodann nach Ablauf von je weiteren zwei Jahren gewährt den im Taglohn beschäftigten Arbeitern eine tägliche Zulage von 10 Pfg., und den im Wvchenlohn beschäftigten Arbeitern eine Zulage von 80 Pfg. für die Woche. Die sozialdemvtratijchen Stadtverordneten fanden die Zulage für zu gering und beantragten anderweitige Festsetzungen. Diese Anträge wurden abgelehnt und die Vorlage der Bürgermeisterei genehmigt.
Hessen-Nassau.
■ x Aus dem Ebsdorfer Grunde, 6. April. Zu dem gemeldeten Einsturz einer Stalldecke in Leidenhofen : sei noch mitgeteilt, daß es sich um eine neue Bet on- 'decke handelte. Bon 10 Stück Rindvieh wurden drei ge- : tötet und die Übrigen sämtlich mehr oder weniger verletzt. - — Die „GoldmÜble" bei Hachborn ging für 36000 Mk.
in den Besitz des Landwirts Bender aus letzterem Orte
[] Kirchhain, 6. April. In Hertingshausen fiel 1 ber Arbeiter Balzer, ein älterer Mann, so unglücklich von ; einem mit Holz beladenen Wagen, daß er bald darau
~ Wallenrod, 6. April. Gelegentlich der vor einigen Tagen erfolgten Einweihung der Wirtschaft des Daniel Born hier hatte sich einer der anwesenden Gäste daß seine Entfernung aus dem ir uno er nach Hause verbracht werden
Er wurde zur Anzeige gebradj-t
Kreis Schotten.
r. Schotten, 6. April. (Del und Feuer.) In einem benachbarten Dorse hatte die Hausfrau Del zum Heiß- roerben in den Df en gestellt, das bald darauf Feuer fing und brannte. Laut rief die Frau um Hilfe und eiligst kam ihr Mann, ein Schmied, mit der großen Zange herbei, der das Gefäß aus bem Dien zog. Zum Löschen des Feuers goß der kluge SDlann Wasser in die Pfanne, — da war es auch schon um seinen schönen Schnurrbart geschehen. Dies ist ein Denkzettel, um nicht bei ähnlichen Fällen Menschenleben in Geiahr zu bringen. Solche Flammen löscht man durch Ersticken.
Aus SeuSt usrS Land»
Gießen, 7. April 1911.
Geh. KanzleiraL Schäffer.
u. Landesuniversität. Der am 1. Juni d. I. ( in ben Ruhestand tretenbe Universitäts-Sekretär Geh. Kanzleirat Friebrich Schäffer ist wohl der ä l t e ft e h e s- sische Beamte. Der Landes-Universität aber hat er ' fast 70 Jahre lang seine Arbeit und all sein Interesse ge- , widmet. Geboren zu Gießen am 4. September 1827 । leistete er bereits in den Jahren 1843—1850 der Universität aushilfsweise Kanzlistendienste. 1850 wurde er als provisorischer Kanzlist bei ber Landes-Universität angestellt, feil 1856 war er Aktuar beim Spruchkotlegium. Am 16. August 1858 erfolgte die befiniri.De Uebcrtragung ber Stelle eines Kanzlisten bei der Landes-Universität. Am 23. Oktober 1860 wurde Schäffer zweiter, am 23. Februar 1866 alleiniger Universitätssekretär. Neben dieser Stellung verwaltete er in den Jahren 1869—1879 die akademische Quä- stur. Am 25. November 1893 wurde er zum Kanzleirat ernannt, fünf Jahre später erhielt er das Ritterkreuz 2. Kl. des Philipps-Ordens, am 6. April 1901 die Krone hierzu. Gelegentlich des Universitätsjubttäums im Jahre 1907 würbe ihm der Charakter acs Geheimer Kanzlerrat zuteil, eine in Hessen sehr seltene Auszeichnung. Mit Sckzasser scr-winbet ein gutes Stück Gießener Univerfttätsgeschichte bahin. Liebig hat er gut gekannt. Aböls von Jhering hat er persönlich nahe gestanben, einen Teil bes Geistes des römischen Rechts hat ihm ber große Jurist selber in die Feber biftiert. Mit unverbrüchlicher Treue hat Schäffer stets zur Universität gestanben, mit größter Hingabe uno Regelmäßigkeit seines Amtes gewaltet. Ein orium cum bignitatc har sich Schäffer, ber sich noch einer erstau.rtti.chen Rüstig keil erfreut, voll verdient, möge es ihm noch lange beschieberr sein. „
•* Von der Badcrba hn. Infolge einer Vorstellung des Regierungspräsidenten in Wiesbaden beim preußischen Eisenbahnmimster hat die sogenannte /Bäderbahn" abermals zwei neue Zuge erhalten, trotzdem der Fahrplan schoon fertig» gestellt war. Durch die Schaffung der direkten Schnellzuge Berlin—9lauheiin—Homburg—Wiesbaden war der Winter- Eilzug 289, Srauheim ab 6 Uhr 34 Min. nachm., Homburg 7 Uhr 13 Mm., Wiesbaden an 8 Uhr 16 Min. in Wegfall geraten, er ist für den Sommer wieder in den Fahrplan eingestellt worden. Dazu wurde em neuer Gegenzug geschaffen, ber Wiesbaden abends um 9 Uhr 2 Min. verläßt und um 10 Uhr 50 Min. in Nauheim eintrifft. Dort ist direkter Anschluß an den v-Zug Frankfurt—Berlin 179 um 11 Uhr 12 Min.
** Um die Wirksa mkeit des Roten Kreuzes in den Kriegen 1864, 1866, 1870/71 und bei den Expeditionen nach China und Südwestafrika zu veranschaulichen, beabsichtigen die Deutschen Vereine vom Roten Kreuz bei ber Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden Bilder von Hilssrorps, Pflegerinnen und Helferinnen in ihrer Hilfstärigkeit, Szenen aus Lazaretten, in bem Personal ber freiwilligen Krankenpflege beschäftigt war u. bgl. auszustellen. Wegen Ueberlassung solcher Abbild düngen usw. wird auf bie Bekanntmachung bes hiesigen Zwergvereins vom Roten Kreuz im heurigen Blatte verwiesen.
•• BezirkS-Pferdeschauen. Da wegen der Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche das hessische Ministerium des Innern angeordnet hat, daß die Pferdemärtte und Veranstaltungen, wie Pserdeschauen und Stutenlörungen, bis auf weiteres verboten sind, mußten die vorn Landwictschafls- fannnec - Ausschuß anberaumten Bezirks - Pserdeschauen zu Selzerbrunnen, Berstadt, Düdelsheim und Engelrod abgesagt werden.
•* In Amerika verstorbene Hessen. Elise
verschied. n
W Wiesbaden, 6. April. In seiner Wohmmg starb gestern ber Grneralleutnartt z. D. Maximitian Ster n m a n n tm 68 Lebensjahre. Zur selben Stunde starb auch sem Brubcr, ber Oberllleutnant z. 2. Franz Steinmanit aus Oberlahnstein int 7.4. Lebensjahre, be$. seit einigen Tagen frier zur Heinz, geb. Bechtluft, »4 Jahre alt, aus Flonheim, inIKur weilte,.
Gerickrssaal.
Leipzig, 6. April. Vor dem Reichsgericht begann heute bie Verhanblung gegen ben Mechaniker Lubwig Ko ch aus Monligny, geboren ben 15. Juni 1882. Das Hauptverfahren gegen ihn würbe eröffnet wegen Fälschung einer Quittung über 50 Mk., bes Versuches, einem Major in Metz mittels Erbrechens eines Behältnisses zwei Gewehre zu entwenben, wegen versuchter Spionage zugunsten Frankreichs, inbem er sich verschiebene Schriftstücke unb Fesrungskarten von Metz mit Einzeichnungen verschaffte, um sie in fremben Besitz zu bringen, obwohl er wußte, baß er baburch bie Sicherheit bes Deutschen Reiches gefäljrbet Auf Antrag des Vertreters ber Reichsanwaltschast wurde die Oefsenüichkeit während der ganzen Dauer ber Verhandlung ausgeschlossen. Der Angeklagte wurde zu 2% Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust unb Stellung unter Rolizeiauisicht verurteilt. Drei Monate ber Untersuchungs- l aft würben angerechnet.
iüetfle v.ajj.ourioniL
In St. Ingbert brach am Donnerstag abend in der Lumpensortier an st alt von Loser u. Co. Feuer aus, das vermutlich durck) überfpringenoe Funken aus einer Lokomotive in ber Verladehatle entitanb. Bei dem raseiwen Ost wind breitete sich das 77euer auf Die gesamten Gebäulichkeiten aus. Vier Hauptgebäude mit Warenvorräten im Werte von 200 000 Mark, bie durch Versicherung gedeckt sind, wurden vernichtet. Gerettet wurden nur das Kontor unb zwei llemece Magazine.
Bei M a r l o 11 e ritt eine Dragoner-Eskadron über eine risch asphaltierte Straße: zahlreiche Pferde fielen, 15 Reiter wurden schwer verletzt.
Auf ber Antipesttönferenz in Mukden führte Professor S a b o l o t n i aus, in der Mongolei unb in ber Mandschurei seien epidemische Pestherde vorhanden. Die Ausbreitung der Epidemie hänge von der Berührung Gesunder durch Kranke unb ben gesundheitswidrigen Verhältnissen ab. Die Lungen- pcst werbe in der Mandschurei während der Winiermonate beodach- tet. Die Murmeltierkrankhcit sei bakteriologisch zu ersorsck-en. Bei der gegenwärtigen Epüxnnic könne sie nur anfangs eine Rolle gespielt haben.
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