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Die Regierung so schwer gestört dal.
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3nl)fe hinan» xiife über eine i abermaligen
non der er g^ube, daß iic non (tzesetzgebmig sei. Ter
lortlcben, nur wird das politische Schwergewicht beim Unterhause liegen, also eine weitere Demokratisierung des englischen Slaatcklcbeus .Platz greifen.
Tie vom Oberhausc beschlossenen Zusätze zur Betobill sind samt und sondern verworfen, und gleichzeitig ift die iDiebcrgciTüügtc Vctobillvorlage zur Beratung an ba-2> £bcr- l.niw zurnckvernneseu worden. Sie hätte bei der Zusammensetzung der Peere-kammer hier ohne Peersschub keine Au»sicht auf Annahmc, tueiin nicht unter den konservativen Peers Zwistigkeiten gröbster Art entstanden wären. Tenn die «Drohung, »00 neue unb zwar liberale P ec r » 3U ernennen, um die Vetovill durchzusetzen, prasselte auf die .konservativen hernieder, wie ein Hagelwetter, da» ihre Einheit zerstörte unb sie zunächst ratlos daslehen lies;. Dann aber fing man im größten Teile der konservativen Partei an, die Sache nicht vom Standpunkte der (»egenwart, wndern der Zukunft zu betrachten. 5vu liberale Peer» zu den schon jetzt im Oberhausc vorhandenen 80, die Asquith aus jeden 3all unterstiitzen werden, sind eine Macht, die die >Gesetzgebung de» Sberhause» selbst unter der Betobill
Deutsche» Aeich.
Tic w ü r 11 c m b e r g i s ch c E r ft e Zt a in m c r hat das Slot» teriegcsctz cinftimnng angenommen und auch dem Staate» vertrag zwischen Württemberg, Bauern und Baden einerseits und
brohung der lirncnnnng neuer Peers jciugcn, die sich von der Abstimmung iiw in Avologisteii der Regierung. Kindern, gegen die Bill zu stimmen, schlecht und ein skandalöies Beispiel l? r z d i i ck o f von Bork erklärte, daß es rncknckitslos von den Lords sein würde, den König zur Ernennung neuer Peers zu zwingen. SalisbnrN iintcrftüptc öolvburn auf das ent» schiedenfte und crnäric: „Lassen Sie uns stimmen, wie wir denken, mögen die Manien nennen fein, rote fic wollen!'
_ “ Nachdem noch mehrere Redner geiprocknm hatten, ivnrbc die Aussprache vor Mittemaclt vcnagt.
i?eersschnb im konservativen Sinne zu greifen, wäre ade. de l ikb unmöglich, wei die Torics die ,et.u angedrohte Maßregel I. lächerlich gemacht hoben, und dann aiuh nach dem Wunsche der Loniervativen ein nuincru» clausn bei her £ berhanöreforin einflciiihrt inerbcii fotltr
Roch missen mir nicht, wie am gestrigen Mittwoch im Lberhaus abgestimmt worden ift. Tic Stiuing wurde uin Mitternacht vertagt.
Tie Aussprache im Lberhaus.
London, 9. Aug Das Oberbaus, das dicht beitet war, bot die arosne fcicmd'au der liberalen Peers bei lebten 3abre Lord M orte n beantragte, daN über die Amendements utr Paria ment.will bciateu werden iollte, worauf die £iouiiiau»iviamc begann. Lausdo io u e ikihrtc aus: Tic Lords wüßten, day, falls iic auf ihren Amendements bestehen würden, fic nieder gestimmt würden durch die Ausübung der königlichen Prärogative, sie seien nicht langer in der Lage, gegen die Politik der Regierung nu Hainen B2lderstand zu leisten Lanödowne fuhr ton: Unter Olcf.n llmsiänden sind einige von uns der lleberzeuguug, dak em
• Bestehen n;n linieren Amendements niwt allein n >> vorteilhaft, jonbern schädlich für daS ö i f c n 111 (h c 3 ii t e r e i i c ist. Ticicnigcu, die dieser Ansicht sind, schlagen,vor, weiteren Einmischung abzuftehcn, jedoch zu <■ • T:i• h. dan, wenn sich die OVIcgcnhcit biete, keine Mühe gechent werden würde, da.« konstitutionelle (Mlcirf'.gcroirfn wicderherznftellen, das
nicht schrecken lassen. Tic-
Per englische Dertofiungsftreit vor der Entscheidung.
Tie Verfass tngskrise in England, bei der es sich d rrum füll bell, ob die gesetzgeberischen Rechte des Oberhausc gegenüber dem Unterhause oerlärzl werden sollen, oocr nicht, treibt nun nach nahezu zweijähriger Dauer der Ent fchCidnng entgegen. Das Oberhaus Hai zwar durch eine Reihe von Amendements versucht, die Betobill im Zntci cf je der Peers nmzugeftalten, und gewisse Leute schmeichc: ten sich auch bis in die letzten Tage hinein mit der fcof’ iiiing, bar eine Verständigung zwischen Peers und uommon nicht ausgeschlossen sei. Aber nachdem Asquith erklärt Hai, er werde den Amendements im Unterhause zum glatten verhelfen, und überdies bekannt gab, daß bic königliche Garantie, das Oberhaus durch Ernennung von liberalen Peers — unb möchten dazu auch 500 nötig sein — zu einem Oberhaus mit liberaler Mehrheit umzn • armen, in der Tasche habe, woran die Konservativen bis her immer noch zweifeln konnte, nahm die Entwickel.tng der Tinge, die England lueit mehr beschästigeii, als die "iaroltvfrage, einen so schnellen Verlauf, duft die Entscheidung über die Betobill unmittelbar bevorftehl.
3m Unterhaus hatte der konservative Führer Balfour ein Tadelsvotum gegen das liberale Mobincti beantragt, weil es sich einer groben Perletzung der konstitutionellen Freiheit schuldig gemacht habe, nibcm eS beim König das Versprechen eines Peersschubs unb seine Verwirklichung im gegebenen Falle durchsetzte. Bei der Mehrheit, u'ver die Asquith unter den Gemeinen verfügt, konnte aber dieses Tadelsvotiim lein anderes Schicksal finden, als datz es eben abgelehnt wurde, wenn auch unter den stürmischsten Mundgebuugcii der lonservativen Opposition. Zm Ober- häufe, wo das Tadelsootum am Tienstag eingebracht wurde, ift es bagegen mit ilbcrmiegenbci Mehrheit angenommen worden Aber das zeigt nur, datz die Lords, deren Stellung gegenüber bei Asquithscheii Betobill immer schwächer ge worben ist, Asquith noch eine Art siegreichen Rückzugsgefechts liefern, bas; sie noch einmal unb ivahrschentlich zum ichicn Mal bao liberale Mnbinctt iwr bem Laube bloß
rorflchoben:
3it zahl reichen Masseiiveriautml uugeu dat di,' Arbeitciklafte Anfang 3uli gegen chic Maiokkoibcntciiel protestiert, und durch imposant- IVoifeiibanonftrationni in Berlin und 'Bari# i»abeii bic deutschen und iranzösnehen '.'irbeitcr ihre ^olidarttüt bekundet unb erklären lassen, das; fic iidi nicht wie nulleulofc .vatniuci herben aui bic Sdladnbanf treiben lassen, sondern bereit imd, mit allen z » t'i c b o t c stehenden M i 11 e 1 tt den Frieden zu stchern. t .. , , „
Die beutsche Regierung hat, unb das ist fein Zeugnis ihrer eigenen Klugheit unb Tüchtigkeit, bestäubig bamit zu tun, bedauerliche und schädliche Gerüchte zurückzuwersen:
Tie „flöht. Ztg." meldet aus Berlin: Von verschiedenen Seiten wirb anbauerttb versucht, die Ansicht zu verbreiten, als ob zwischen bem Malier und den ncraut- wörtlichen Ratgebern über die Behandlung der Dta- rokkosrage MeinungsverfchiedeuHeiteh beständen Besonders jucht man bic Lage fo barzufteUeu, als ob -Ltaats fclrctär v. .'tibrrlcn Wächter zuerst weitgehetibste Forberun- gen an Frankreich gestellt Hobe, btefe bann aber infolge de» kaiserlichen Eingreifens stark herabsepte Terarttgc wiTT- f ii r l i di erfundene Angabe u sind u n p a t r i o t i s ch, da sie die Aufgabe der beutschen Untcrhänblcr erschweren und ihre Stellung gegenüber dem Auslände schwächen. Das gleiche gilt von den fortgesetzten Versuchen, gewisse lärmend geltend gemachte Forderungen politifcher Hitzköpfe als Forderungen hinzustellen, ivelche die deutsche Regierutrg an-, fange- selbst erhoben habe, bann aber unter frembem Truet; wieder zurückzog.
Cm spanischer ftrtujer in Agadir
Paris, 9. Äug. Rach einer Blättermclduug aus Mogador ist der f p a tt i s ch e Kreuzer „Eartagcna" am August mit dein spanischen Konsul unb einer Anzahl spanischer Touristen, darunter mehrere Tcpuliertc and Journalisten, sowie dem holländischen flvnsularag iiadi Agadir abgegangen. Tic spanischen Reisen dcii iätten erklärt, nah sie den Offizieren des flreuzers „Beilin" einen Besuch abstatten unb von bem Gouverneur von Agadir empfangen werden würdcii.
Spanische Kundgebungen gegen den Krieg.
Barcelona, 9. Ang Tic von den Sozialisten einberusene Wibersvruchsversammlnng gegen den ütieg fand im Theater von Marina statt unb war von etwa 4c*0U Personen besucht. Tic Vertreter des französischen AUgemei- nen Arbeilsverbanbs hietten heftige Reden nnb erklärten, bau die Sozialisten den flrieg durch den Kesamtausstand bekämpfen müßten.
Presse noch hin un? her gestritten, aber ohne Plan, bcim bie Regieruiig laßt uns nichts wissen. Tatliber, oo ein Mneg. ui ,menen nmre ober nicht, unterhalten sich einzelne Blatter ui ichr unfruchtbarer 49rife. Lv meint heute bic , r eutsche Tageszeitung": , . *
Treten ifiicutiialitatcii ein, welche einen luuidKiibcn .iiu> iwiimendcii Wninb uint 'Iricge geben, n> werben wir ibn ebne An ichui bn äußeren Seile bei S tvcitirnnr ivillkommen bei fiere, als heu arm en einiger nnb Prüfer, dessen ein Volk von Zeit.
Zen bedarf, ipuin cs lebeneiabin bleiben nnb nicht in der Vcraölieiuna von Erwerb und ohiumit veikommen soll rieien Gcdaiikcn wünschen wir auch als da nein den E i n i di I fl rt bei ü 11 cn E r w .i g n n n c n i: n b »a nj» l u n fl c n bcr '.n; (inner, ivcldie bi äußeren vteschicke beö Tcntfdien Reiche« bestimmen und leitend brtiniliihcn
Tci sozialde m o ! r a t i s ch e P a r t c iy o r u a n N i erlös t dagegen int „Vorwärts" eine geharnischte Kundgebung gegen jeben flrieg. Zu Fettdruck wird da brr-
stellen wollen, indem sie es, obwohl der Peerschnb von der englischen Verfassung durchaus anerkannt wird, der Ver letzung der ledern (niglänbcr heiligen konstitutionellen Frei leit beschuldigen Ta* geschah aud> in der gestrigen des £ brr häufet, also am Mittwoch Aber cd" sind alles Schlagworte: denn um eine Beseiti gung der Lordskammer, um ein Eiiikammerfthtem l.andett es sich babei gar nicht, sondern nur um eine durch die Verhältnisse gegebene Maßregel. TaS Oberhaus wird, menn es erst reformiert ist, in erneuerter, besserer Gestalt
und der künftigen Oberhausresorm auf lang lähmen würde, auch menn man im llnterh
$rantreid)s fester Auftreten.
Uebei den weiteren Verlaus her Marokkofrage weiß die deutsche Presse wieder gar nichts, die französische desto mehr mitzuteilen. Der „Lemps" will wissen, daß die gegenwärtigen Verhandlungen in Berlin sich um die Ad grenzung de-: an Deutschland absutretenben Gebiets von französisch fl o n g o drehe. Ta» Gebiet, das an Deutschland abgetreten werden soll, ziehe sich von der Süd grenze Kameruns bis zur £ ft g r e u $ c Tj i n. Tie Verhandlungen zielten außerdem daraufhin, d e n Teil von fl a m e r u n z n bestimmen, d e n Deutschland seinerseits an Frankreich ablassen wolle. Zur technischen Unterstützung des Botschafters Eambon sei der flolontalgouDcrneur unb Ehef des Ministeriums der flolonie, Vollenhoven, nach Berlin abgereift.
In den Streifen der franzöfifchen flolonialvartei meint man, fo heißt es im „Temps" weiter, daß bei einem etwa« igeii llcbercuifommcn zwischen Frankreich und Teutichlanb spezielle Grundsätze geschasson werden müssen: Frank reich müsse o er la iigen, daß sämtliche schiffbaren Flüsse und Schiffsverkehrswege im französischen flongo in französischen fanden bleiben, und daß eine direkte Ber- bindung von der französischen flongoküste nach den fr an zöfischen Besitzungen von Ubangi Schari unb ben Bc Sitzungen am Tschadsee aufrechterhalten werden müßten.
Man sieht, die französischen Unterhändler wissen Stirn mung für sich zu machen. Ob das alles in Berlin Ein^ druck matyen tvirb ? Zwar wird auch in der deutschen
Nr. 186 * Erster Blatt fl6f. Fahrgang Donnerstag, lO.Jluguft Ml
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Hnnabme von R6totion$bnid und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- miö Skinöntderei H. Lange. Nedaktion, drpeöiüo« und vruckerei. Schttistraye 7. oa.,>. g,^cu; lur den
!oumt?a?»Tu% vüdingen: Zernfprecher Nr. 50 »efchäffsstelle vahnhofstratze j6a.__
Line arabische Akademie in Kairo.
3Jlan iebreibt uns auS Kairo: Seit längerer Zeit schon macht sich in bei islamitischen Dell das iehr lebhafte Bestreben geltend, die ciHitigc Bedeiituiig der luohammcbaniidicn Mumt und zeipai 'chafr den Arabern wieder zu Bewußtsein zu bringen unb so am eine geistige Reiibelcbnng hinzuwirlen Eine ganze Reihe von belehrten in Tunis, Algier, Aegppten und Stincn hat sich jext mfanunengetan, uni die i^rnndiing einer arabndxn Akatxmi- dnichziiitycii. Tic hiesige Zeitung „Al Lewa" ftlneidt dazu:
,,Cs ist cui der Zeit, bau >tih die muselmanuchen Gel ehr: cn. oic auf der ganzen Welt zerstreut sind, mit einem ivichcii Plane bcfcha'tigen, um bic Annalen des früheren Ruhms der arabischen Gelehrsamkeit vor dem Untergang zu fiebern und die in den Bibliotheken des Orients und des Okzideiits verzettelten Spuren der arabifchäslamitifchen flintui ,n sammeln, ebenso ioie die alten unb modernen Schriften, die daraus Bezug haben. Tas ist das beste Mittel, auf bic LZiederbelebung bei muielmaiivdKn Welt Iniizuarbeiten. Tas Ziel, auf das die Gelehrten ui erster Linie ihre Bestrebungen richten sollt en, ist die Begründung einer in u s el m a n i i chc n E n ; y k 1 o vä d t c, bic neben den Bi.' grapl.icn musclmani'chcr Gelehrter und Ptnlviovt.en leit Beginn der Hedschra bis aui unsere Tage ein allgemeines Aachsck'lag werk über dic alten und modernen mu'etmanischen exakten unb >chönen Wissenschaften »ein müßte. .Eier ist eine Lücke, deren Ausfüllung sehr wichtig fein würde. Tas Proieki erinnert an ein anderes, das (.Mehrte in Xaho vor einiger Zeit ausarbrurrrn und das eine arabische Akademie nadi Art der europäischen und amerikanischen betrat, so wie cm ein drittes, dessen Verwirk Kchnng Prin.; Ahmed Fnab Pa'cha in Aussicht gestellt hat. Es handelt sich um eine S<hiuc riir Musid und arabische G c s a n g e. Selbstverständlich verdient dieser Plan alle For derung: aber es gibt noch viel bringlichere AngelegenheUen, die man tn die vand nehmen müßte, so ;. B. die Errtmtimg ciitit arabischen flunüafnbcmtc, nach der das Bedürinis sich noch nibl- barer macht."
So crfreulid) all solche Berichte klingen unb so ehrlich cs auch bie mohammedanischen Gelehrten mit ihren Absichten meinen, man wird trorbem nicht vergessen büren, daß ihnen bie arabisch: Bevölkerung ein großes Quid ruis ^ntgcgaiftciü: das ist der .Zataltsmus des Lcohammcdaticrs. Ter arabische Bauer bam&i heute noch ben uralten, den Br»den nur ganz oberflächlich ritzen
den Pflug. Mag fein, daß, wie kürzlich behauptet wurde, dieser Fatalismus nicht aus ben Grundtehren des Islams zu erklären fei, sondern ans der abgestumpften Art des arabischen Schulweieti^, bei der cm blödes Auswendiglernen unverstandener Moraiwcri: die vaupirolle spielt. Zum größten Teil ist dock) aber wohl du Üinilub der kumansckren Verhältnisse maßgebend, und hier bestehl eine Schwierigkeit, die man kaum wird umgehen können.
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«— Franz Schwcd)ten zum 70. Geburtstag. Ech. Bau rar Professor Fran; Schwechten in Berlin, der der flaifer Lilheim-(tzedäcktziiiskirchc. dem Teuifchlanb zablr.ick'c bemerkenswerte Bamverke dankt, vollendet am 12. August 'ein 70. Lebcns'ahr. Als Sohn eines Iuristen 1841 m Köln a. Ab geboren und auf dem Friedrich-Lilhelm-<Symnafiuni daselbst vor gebildet, wandte er nd) unter den mächtigen Eindrücken der romani'chcn und gomchen flird) n ieiner Vaterstadt - der Arche tchur zu. Sein Studiengang rührte ibn zu Julius Ra'chdoris, damals Stadtbaurat in flöln, und zur Berliner Bauakadcmn. an der als hervorragende Lehrer Böttickicr, brr gelehrte Archäologe nnb Vcria'str der „Tektonik der feilenat", Spielberg, der rein finnige Architekt, und Adler, der Meist", des min.ialtcNich<-n Backsteinbaues, tätig waren. Aach Absolvierung btr oorgrichri: denen Staatseramina und einer kurzen Arbeitern bei rtiiler unt> Äariiii Estooms, sowie enter längeren Stubuiirci- naw Italien, übernahm er 1871 die Leitung des Proiekticrlu:reaus der Berlin-Anbaiter Bahn, eine wichtige Stellung, ui drr er ron 187.j bis 1880 ben Anhalter Bahn hör zu Benin und bic Pa Im Höfe zu Trifau und Sittenberg erbaut
eines eigenen Ateliers setzte er feine Tätigkeit in w er!Jiarcidi:r Weife ion, paß er alsda.d zu den angesehcn'tcn Architckicn der Reichsbauotstadt ger^rhlt wurde. .\)icr, wo er feil seiner Studien Seit wunelt, erbaute er außer der im r Heini sch-rom am ickxu rtil gehaltenen flaiser Wil^lm^bächtnistirche samt d.m gegenüber liegenden vornan neben .vaufc noch die xt. Liw-'ons unb d:- 't. Pautuskirche, die ATicge-atabcmr mit ihrer prächtige« Backitem- 'affadc, das monumentale Anusgebäude des flreiscs leiunu, bic Philharmonie, den Bechstcinsaal, daS neue ZndustrtegeLäude, das j(hone Geschä'tshaus der deutschen Glasmr"aikgesc:i'chaü, sowie reridnebenc ander: Prosangcbäute Außerhalb B.rUn er i infc it mcvr al.- ein halbes Tutciti) flrcishämer, di: iar loser Ur ehe in Homburg r. b. Höhe, bic Tvrjkrrchr in Gero.stein, o:l Fürstew- gnnt in TX’iictu, das (Gymnasium tn Sittenberg, dos Xonyrt-
h<iiis in Stettin, bic Architektur der flaiterbrüde in 5M ailt $ uno der imposante Bau der neuen Rheinbrücken bei flöln. .lud) bat et eine Anzahl Villen, io in Berchtesgaden, und im Verein mit dem Bildhauer Birwald das flaiiei und flcicgerbenfmaL in Lennev geschaffen. Bei alledem bot ihm die Leitung eines mit de. Berliner flunitafabcmic icrbunoencn McisteralelierS für Architektur (Gelegenheit, nd) als eriolgreicher Lehrer zu betätigen.. Sdon längst Mitglied d>.- Senats der Mgl. Akademie her flünfte unö der Jitabemi-" des Bauwesens, tejch an Pi lsen, Ehr n unb Ausicichnungen, setzt er nod> iniverdroft'rti seine künstlerische Tätigkeit lort Vas ihm auch in einer weiteren Zukunft vergönnt sein möge'
— Wie sichvamlet in Zapan kleidet. Sbakeioeates Uefsinnigftes uno gibetmni9i:r.dntc9 Trama gibt ictzt auch den Untertanen des Mikado zu denken, denn cs wird in Zavan von einer Schau’Diel ettruow ausgeführt. Ter Umstand an und für ,'jch wurde bei diesen modernsten Söhnen des Ostens, die «ich io eifrig die Aulrur- und flunstwerke Europas arteignen, nichts Auf- ritaunlid) find, wie der F-igaic er ihU, bic floftiuiii. ui denen Hamlet auitritt. 3in ersten Akt erscheint der Tarsteller des Tänenvrinzen in einem G e s e 11 f ch a sts a nz n g mra-rniten 3ckmitts, oen 'opf mit einem vrachltgen Znlinder geschmückt. 3m iweiten Akt präsentiert er "ch in ttnem voll- lomniencii R a d j a h r k o st üm, das durch Wadenstrümpfe noch seltsamer gestaltet wird. Zm dritten Akt tragt er wieder seinen Ecicllschastsanzug, dem et l i imal einen besonderen Schmuck verleiht, indem er une Blnm^ im flnopflodi trägt Tas flostüm, das vamlet im 4. und 5. Akt trägt, ist die Tracht eines Studenten von der Univcrsitil in Tokio. Ob mit dieser i-pten 2 oilenc das Studenten:um d.s aus Üittenbcrq arückgekchrten Prinzen angebeutet worden »oll? Ob man durch den modernen Frack das tierf dem Verständnis näher bringen will ' 3eoen- falls eröffnen diese floftüme neue rätselhafte Perspekiioen, die £ en savaniichen Hamlet er klärern nicht weniger denken geben werden als die anderen ^latidfragcn den deutschen Kommentatoren.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Lvijseu- sch a f r. T c u 1 i cf, c r Verein i ü r öffentliche <4 et'unb- hcitso» lcge Aach einer Mit: tung ces ständigen Srfr lstrs, Prof. Tr. Pröbsting tn fl-oln a. Ai)., wird die Fahresveriamn- lung des Vereins vom 13. bis P-. September tn Tr sde^, statt findet^


