Ausgabe 
8.2.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten.

seinen

Giehener Stadttbeater.

Wann wir Toten erwachen Dramatischer Epilog von Henrik I b s e n.

des grundbesitzenden Adels im i M . .

Interessen haben, wie die geborenen Mitglieder, wird eine Veränderung in dem Wesen der Ersten Kammer nicht

f.nsammcnsetzcn aus ,--- .. ...

brci der Städte Darmstadt und Mainz, ic zwei der Städte Gießen, Offenbach und Worms und je einen aus

heil getragen war, und rocnit das dirette Wahlrecht auch m Hessen als dem letzten der vier süddeutschen Bundesstaaten

den Adel gewählte Mitglieder, sowie 12 auf Lebenszeit berufene Mitglieder. Durch die Vergröße-

Björnstjekn Björnson hat als totkranker Greis leuchtenden und jubelnden Hymnus auf das blutvolle, ge­nießende, jauchzende Leben geschrieben, das da blüht wie junger Wein, und seines großen Landsmannes letztes Werk war ebenfalls ein sehnsuchtsvolles Lied vom Sinne des Lebens, ein erschütternder Sang vom großen, heiUgen Le­ben. Sein Leben war Hasten und Sorgen und Schassen, Mühen und Arbeiten, aber es war kein Leben. Er er­lebte nicht sein Leben, es tat mit ihm nach seinem Ge­fallen; er wurde gelebt. In seiner Villa und in seinem großen Hause in der Stadt sammelte er seinen Ruhm, chus er in Hast und Hitze, und die Menschen bewunderten eine Werke, er aber, er sicht am Ende seines Lebens nur I-ratzen in ihnen, die er in heißem Drang geschaffen. Das Leben, das gewaltige, das hat er verschmäht, in Blind­heit und Liebe zu seinem Werk. Nun, aber ist die Sehn­jucht erwacht, sein Herz wcinr nachl dem Leben, die Reue martert seine einsame Seele: und schön und rein und klar kommt das Leben noch einmal zu ihm, das Leben, das ihm früher nur Modell gewesen war, aber_ hinter ihm geht der Tod auf leisen Sohlen wie ein Schatten, den kein Lachen mehr bannen kann. Noch einmal leben, noch einmal hinaussteigen in die Berge und von ihrem Gipfel die Herrlichkeit des Lebens zu schauen, noch einmal das marine, verlangende Leben an sich zu pressen in verzehren­der Sehnsucht nach Jugend und Glück, die längst, längst er­loschen sind. Aus dem ..Berg der Verheißung" soll ihm das Leben erblühen, hoch oben im Licht: das Leben, das er erst erkannte, als er vorn Tode, von seinem Wahn, er­wachte. Aber nicht das rohe, brutale Leben soll es sein, das die im Tale leben, nicht das derbe, grobe Leben, das

Maja und der Bärenjäger da unten im Tale mit allen' Fiebern genießen werden, sondern ein reines, köstliches Leben, in dem alles Einheit und Eintracht ist. Erfüllt von Sehnsucht schreiten Irene und Rubel durch den Nebel zum Gipfel hinauf, aber Irene, der Friede, kann ihn nicht mehr erlösen, denn das Leben sechst wehrt ihnen den Weg und begräbt sie unter einer Lawine. Wie Solncß, wie Borkmann muß auch Rubel zugrunde gehen, denn wer

Die hessischen Kammern nach Lern neuen Wahlgesetz.

Wir erhalten aus Darmstadt folgeiide Zuschrift:

Nachdem nun auch die Erste Kammer das Wahlgesetz und die WahHrciseintcilung mit dem Gesetzentwurf über die Verfassungsänderungen verabschiedet hat, scheint die langersehnte Reform des Wahlrechts in Hessen und ins­besondere die Einführung des direkten Wahlrechts zur Zwei­ten Kammer endlich wieder etwas näher gerückt zu jein. Man muß nach den Verhandlungen in der Ersten Kammer dem Staatsminister Recht geben, der in der Plenarsitzung rühmend hervorhob, daß der Wahlrechtsausschuß der Ersten Kammer seinerseits alles getan haEum die Reform rum Abschluß zu bringen, und der sich bet seinen Vorschlägen zu der Verfassungsreform eine weise und vetständige Zu­rückhaltung auferlegt hat. Man vergegenwärtige sich die Verhano langen über das Wahlrecht aus den letzten beiden Landtagen und insbesondere fei an den Initiativ- an trag des 32. Landtags erinnert, der für 21 Mitglieder der Ersten Kammer der Preis für die Einführung des di­rekten Wahlrechts in Hessen sein sollte. Artikel 67 der Verfassung sollte nach diesem Antrag dahin geändert wer­den, daß zunächst der Ersten Kammer das Recht der Beratung über einzelne Teile des Hauptvoranschlags zugestanden wer­den sollte. Falls über einen Punkt eine Uebereinstiinmung nicht erzielt wird, sollte dieser Posten als abg lehnt gelten; ojern er jedoch in das vorhergehende Budget aufgenom men war, sollte er im Umfang der bisherigen Bewilligung in Geltung bleiben. Bei Meinungsverschiedenhüten über die Höhe eines Postens sollte bei Ausgabeposten der niedri­gere Betrag als angenommen gelten, bei Einnahmeposten war der Beschluß derjenigen Kammer als entscheidend be­zeichnet, der den im Reg.erungsenlwurf eingefaßten Betrag genehmigte ober der Regierungsvorlage am nächsten kam Ter Artikel 69 der Verfassung sollte dahin abgeändert werden, daß die regelmäßigen Auf.agen auch nach Ab.ans der Verwilligungszeit bis zum Zustandekommen eines neuen Finanzgesetzes sortcrhoben werden dürfen. Endlich war eine Aendernng des Artikel 110 der Verfassung vor gesehen, .t«er bie einschneidende Aeiiderung bringen sollte. Aach dem Antrag der 21 Mitglieder war vorgesehen, daß nicht nur Abänderungen und Erläuterungen der Ver- fassungsurkunde, wie dieses :gelteiides Recht ist, der Ein­willigung beider Kammern bedürfen, sondern auch Ge­setze über direkte und indirekte Staatsstenern und Gesetze über Gemeindesteuern; diese sämtlichen Gesetze sol.ten hier­nach der Durchstimmung nach Artikel 75 entzogen sein.

Gegen diese bei dieser Gelegenheit zutage getretenen iJünsche der Ersten Kammer war es als ein weitsichtiger Regierungsakt zu bezeichnen, daß die Vorlage des 33. Land tags mit dem Wahlgesetz Vorschläge wegen einer Ver­sal jungsänderung verbunden hatte. Wenn diese Regierungs­vorlage auch nicht so weit ging, wie der Initiativantrag, so bewegten sich doch die Vorschläge auf einer Mittellinie, die die' Zustimmung auf der einen wie auf der andern Seite ermatten ließen. Die Verhandlungen der letzten vier Jahre t.aben gezeigt, daß die Vorlage Der Regierung, die von dem Ava Ulrich mit dem schönen Epitheton ..Dechselbalg" bedacht, von dem Llbg. Bähr alstot ge­borenes Kind" bezeichnet wurde, doch von politischer Weis-

Familie "Tolstoi. Seit dem Tode des alten Grafen macht seine Famuie durch allerlei häßliche Zwistig­keiten, die schon vor dem Tode des Grafen bestanden und ihn angeblich von seinem Gute trieben, fortgesetzt von sich reden. Nach einer Meldung aus Petersburg soll Frau Tolstoi 10 Seiten aus dem Tagebuch des verstorbenen Grafen herausgerissen und vernichtet haben, weil sie den Familienzwist beleuchten und Aufklärung darüber ent­halten, weshalb Graf Tolstoi sein Gut Jasnaja Poljana verließ.

Neues von ber K unft der Eskimos. Tie Kultur unb 'Stunft bei Eskimos ist für bie Wissenschaft deshalb von hohem Interesse, weil sie bie Entwicklung eines Volles in strengster Isolierung unb in beispielloser Anpassung an bie llnbdbcn der Natur zeigt. Besonbers wichtig iinb in dieser Hinsicht die Eskimos des nordwestlichen Grönlands, die nördlich der Melville-Bai am Kap -Jork und Smitbsimd wohnen. Tie grönländischen Samm­lungen des Berliner Völkerkunde-Museums smd in letzter Zeit durch einige wichtige Arbeiten aus diesem Gebiet bereichert worden, die Professor Preuß in den Amtlichen Berichten aus den König - licheii Kunstsammlungen ausführlich behandelt. Einige inter­essante Holzsiguren illustrieren die plastiscl)- künstlerische Fähig­keit der grönländischen Eskimos. Es sind zum Teil für Kinder bestimmte Holzpuppen, aus denen bie Gesichtszüge überhaupt nicht angebeutet werben, bie Geschlechtsmerkmale dagegen sehr stark hervorlreten. Besonders wichtig, weil iwch nirgends bisher vcr- öffentlicht, ist die Holzsigur eines Seedämonen, des sogenannten Tuvilak, eines vierbeinigen Tiers mit menschlichem Gesicht. Tie Figur wird zum Verderben des Feindes ins Wasser geworfen und soll den Gegner schädigen, z. B. seinen Kajak Umstürzen. Die Spiele der Lstgrönländer veranschaulicht eine Art Brumm- treifd, ein Holzstab, der m eine runde StemZÄatte gesteckt tfL Er läuft durch das Loch eines längeren Knockens, mit dem man das ganze in der linken Hand hält: die reckte setzt den Stob durch Ziehen an einem ausgewickelten Seberrumen in schnelle Drehung. Ein kleinor Holzschlitten soll ben Eskimos baju dienen, die Seehunde zu beschleichen. Ter Jäger verbirgt sich hinter einem weißlichen, an ben Schlitten angebrachten scgel, das an geblick einen Eisblock Vortäuschen soll^unb schiebt ben Schotten so vorsichtig an bas Tier heran. Die Sammlung von Kleidungs­stücken der Eskimos ist durch die neuesten Ergänzungen ganz r-vll- ständig geworden. In den drei Ethnographischen Bezirken Grön landS weist die Kleirung geroisse Berschiedenbeiken auf, wie es denn überhaupt deutliche Unterschiede in den Kulturgütern dieser drei Gruppen gibt. Tie Tracht des männlichen Eskimos besteht in einem Wams mit Kapuze, Hosen bis etwas über das Knie stmd Stiefeln. Ter Stoff wechselt nach der Jahreszeit; die

Einzug halten sollte. war dies nur durch Zugeständnisse an.Städten ^e»^ Alsfeld Bungen) anb-

bie Erste Kämmer moguch. ..... B. )C11 aßSXLr her neuen Fassung des Ar-

kUjcmütd in änem Betragen mehr ^ 200000 M ^l^'itwuil Mttglttd?^

UÄÄSÄ MÄSrdiS & *«;-?£ KK

lichc und nicht übereilte Behandlung solcher Proielte, d.e das! seheS auf d^ z M«l,»bcit inher vereinigten Sitzung gc Land durch die Zinsleistung aus btc -tauet erheblich de- st l d V'hc-biib in diesem Fall die Zustimmung

lasten, ist nur im Interesse des Landes ^.^chcnswert. WareI MitalÄern Durch die Reduktion der Anzahl

diese Bestimmung schon früher geltendes Recht geroqeu, ion -- - fl Kammer ist für den Fall der

so wäre vielleicht manches Projekt, wie das ^ehrericminar Mitglied . L)1 )eitc x,llinmcr in ihrer Stärke von

IN Bensheim, nach gründlicher >achg-maß-r 'N ech-blich in B-rteil getommen. Tiefei M».

ÄTÄÄÄÄ'eS wird stch^tt»

..... .....-----.......

ni[r0\Cn' bem ifmfang cinc^'bringimben Bedürfnisses bc= ZltzUNg ÖCS nafioiialltbcrafcn wahlaU5schUjse5 willigt werden. Gießen Okünberg-Niödu.

Wie wird die Kammer des ireuen Landtags aussehen I falschen Gerüchte, als beabsichtige Prof,

und insbesondere: wie wird das StärkeverhälkniS m ihnen («isev iils seine Kandidatur zurstckzuziehen, werden - ueinander sein? Rach dem Beschm.se der Ersten Kam- ' . Bericht zerstreut, der uns von na^jnalnbe-

mer soll diese vermehrt werden um einen Vertreter der ou^ ist ht.

technischen Hochschule, um je einen Vertreter von .'oanbel tulCL 03,1 Gießen, 8. Februar.

und Industrie, einen Vertreter der Landwtzrkschast unb einen Vertreter des Handwerks, also um vier Mittzlie der. Bisher waren in der Ersten Kammer: 16 Stani .: Herrn, der Senior der Familie von Riedescl (also 17 ge­borene Mitglieder, m Sz

Vertreter der Universität Gießen, zwei vom

aiie-! Gestern tagte zum ersten Male der durch die Ver» ides- trauensmännerverfammlung der National ibcralen Partei ^ gewählte erweiterte Wahlausschuß. Die Mitglieder waren -"wette-" der Bischof der Prälat,' der fast vollzählig erschienen. Der Vorsitzende erstattete über ' - * 1 ' >m atuSitic btc potitischc Lage Bericht nnd teilte insbesondere nnt.iA

v^m GEerzoa der äanbtdat dem Wohl.reisvorftandc anheimgcgeben habe vom GrohheMg , Mcf(, $a4mal)1 auf |cinc Kandidatur zu verzicht-u, metl rüng-^^ammestvcrlieren^i^i erbtichcn^Mtgl^dec i,er ^L^^^^^arL^ch dv°^Äm Kammer dort btshertg», EmsluL ta K taSÄ im Wahttretse Gießeu anerkannt seu

allgemeinen mopi DiejciDcu nun folgenden sehr lebha,ten Aussprache hcrrsthte

cl-t zwar Einstimmigkeit dai'übcr, daß der Besckstuß der Der . , , I trauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte aus

eintreten. . k - I Blick als eine lliisreundlichkeit des Bundes dem

Wenn auch in der Ersten Kammer betont wurde, daß . , *ca(cn Kandidaten gegenüber ausgefaßt werden die Kammern bei sich das Hausrecht. auszuuben Haven, national.tbLralen .mn o 3 9 . sche Ober -

so daß die einzelne Kammer in erster Lime selbst über ihrett°nne, w^^mchdiesen^ oe^^ridwirt- Zusainmeiisetzung zu entscheiden hat, so hat ldoch die cu e I Landesuniversität und p raktisch cn Land

Kammer an her Größe der andern ein erhcbstchcs Interesse. Giscvius vorqezogen lvird. Man war aber auch

Bekanntlich hat die Gr,tk Kammer einen weiteren Ver- < -n öa-, ol)iqCr öcn Bund der Landwirte einseitig tretcr von Handel und ^zndustric und einen wettcien ^jne Va^rtci mißbrauchende Beschluß nur dadurch Herbei­

der Landwirtschaft, btc in der^ Regierungsvorlage vorge- ...^ borden war, daß bie Antisemiten ihren ganzen sehen waren, gestrichen. agiaui^c^ Gement JecIcr£iainr in bic)-c Vertrauensmännerversammlung flefanbt

scheint ia burch bie stimmen der ^tanbesherren Wwie cineu Beschluß herbeigefuhrt hatten, ber zwar sur

der adeligen Grundbesitzer genügend vertreten, afoex e» 1 Kandidaten qünftiq war, der aber die berechtigten wäre doch wünschenswert, daß hie Zweite Kammer bei , r.-cn Bcmeriistandes nicht berücksichtigte. Weil der Rekommunikatton die Vertreter von Handel und In- L deswillen durch diesen Beschluß die politische Lage dustrie, bei der Bedeutung dieses Erwerbszweiges sur unser um ^--wülen .durch vielen^

Land, auf zwei erhöhte namciiliicb auch weil aus den Berichten der von auswärts

Während bisher die Z w e 11 c K a r gebildet wurde I Mitglieder zu ersehen war, daß die Stim-

aus 10 städtischen Abgem ducken, und zwar i>wcl dci bem vgndc sur den nationalliberalen Kandi-

Städte Darmstadt und VhamK und se einen bei <otcn rebr günstig ist, beschloß ber Wahlausschuß einsttm-

Gicßcn, Offenbach, Friedberg,I^^ld' Worms^d Bmgen, ^on der Zurückziehung der Kandidatur abzuschen und und 40 ländlichen Abgeordneten, soll stc sich nach dem j^^raft in ben Wahlkampf cinzu

übereinftimmenben Beschluß beider Kammern in ^ufunyt \m 11 ö o 11 cr Krasr y

15 städtischen Abgeordneten (je treten. .

- - <. I Taß die Kandidatur Giscvius auch bet der Gießener

den I Bürgerschaft Anllang gesunden hat, war dem Bericht des

sich an dem Leben versündigt hat, wer sein lockendes, lieb­liches Werben achtlos verschmäht hat, der ist ausgeschieden aus seiner Gcnieinschaft . . . für ihn ist nur der Tod. Mit hoheitsvoller Gebärde weist das Leben den zurück, >er cs verschmäht hat.Tas Tor des ^.cbens schlug dir zu . . Nun hast du nimmer Rast noch Ruh!'

Nicht das Werk ist das wesentliche, sondern der Mensch selbst. Und wenn wir noch so viele Werke schafsen, die Menschen bewundern, wenn unser Leben nicht selbst ein Kunstwerk geworden ist, dann ist es eitet gewesen, dann haben wir unser Lcbeii gelebt als Lebendig-^otL, und über uns hinweg schreitet das Leben und zertrttt um wie einen Käfer unter der Schwere des Schuhes.

Mit diesem schmerzlichen Bekenntnis hat Ibsen sein Schaffen beendet. Es ist das Hohelied des Lebens das ein Greis mit fast übermenschlicher Macht in die Winde hinaussang, als er sein Leben bedachte und den Gewinn und Wert seines Daseins überschlug.

e Es war ein ernster, fast feierlicher Abend, den uns Frau Rchoffs Ibfcn-Theater bescherte. In klaren Limen war das wesentliche der Dichtung herausgearbeitet ^und das dramatische klug und feinfühlig betont. Herr §ritz Wolter der auch für die Leitung verantwortlich war, bot ab* Rubck eine ausgcrundetc, wohldurchdachte Leistung, anfangs vielleicht etwas zu grüblerifch, zu müh aber in Sprache und Haltung von jener geheimnisvollen sck)were, die der Dichter in diesen Mann gegossen hat unb ben wir wohl als Ibsen selbst ansvrecken bürfen.

Im Bttttelpunkt ber Aufrührung, wenn auch Nicht ber Dichtung, franb Frau Maria Rchoff als Irene, bas von Rubek verstoßene, verfchmäbke Leben, und d'c Tone, die in klagendem Flüstern, in wilder Anklage über die balbwackcii Lippen tarnen und bann in jubclnber Selig­keit zum Himmel stürmten, griffen tief ins Herz unb rijien bie Zuschauer zu lebhaftestem Beifall hin. Das um besonnene/genießenbe Leben, bie kleine, sprubelnbe Maja, wurde von'Fräulein Marie So hi o k mit überquellender, munterer Lebhaftigkeit, glühend vor Ungeduld und Sehn­sucht und Liebe, der Gutsbesitzer Ulheim von Adolf Stirne mit der bärbeißigen Rauheit und Derbheit dieses Geiruß- mensck-en gegeben. Es war ein ernster, feierlicher Llbend.

K. N.

Nr. 55 Erster Blatt \6\. Jahrgang Mittwoch. 8. Zebruar lAl

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ÄrneB wn^nVijin Hofalionsötud und vttlag der vrühl'fchen Unio.Guch^ und LItindruckerei R. ränge. Redaktion. Lrpedition und vruck-rei- Lchulftrab- 7. Land-'s.s-ui 'ue den 'm n°-L°i°7^-'"t>!>n Büdingen: Zernfprecher Nr. so Sefchäftsftelle vahnliosftrahe ,ba. ;