Ausgabe 
9.8.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zweiter Blatt

161. Jahrgang

Nr. 185

Erfchdnl läßlich mtt Außnahme be8 Gomrtagt.

9lri<b»toaSdl>fleoTbnftcr <

fincmlKi 1890

BBipneMi

I. M. Schaihe

geteilt werde

'\itli, wurden in verfdHCbencn jx'ein

ab. Ain Samstag

ihrer Führer.

Uli,

anschlatzcn, ohne bar, nodi eine Trotte aufflog

Auch in

3iili br

aucnvurmmottc, der erst etwa mtt dem 15.

eindringlichste ermahnen.

recht iiidu in i der La-äo

bergen sowohl der Gemarkung Trarbach wie Traben im Rheinland beim Mottcnfang mit dem Klcbfädjer noch von den einzelnen Fängern 50, 70 dir- 100Lotten am Vormittag gefangen, am Abend tonnten die besten Fänger bödmen *

bent des üatboliffntogc» dessen Grüne

Hiera >n nahm, ebenfalls stürmisch begrüpt,

Reichstogsabaeordneter Gröber

Ttetlefceit: ZawiliendläNrr" roerben dem »Arberger* viermal ro3d)entlief) beigelegt, bae Xrelsblatt fir bei Kreis riehen" jroetmal wöchentlich. Tie .^«dwinichaftlichei Zett- fragen*' erschemen monatlich zweimal.

95 t'V ^z- \4*WU L

2(irdic und Schule.

Tic Vorgänge in oer (5ha 1 o 11 c n b u > g e r Luisenkirche naben den Müinnionbcur der Elisabeth Grenadiere zu oer Anordnung veranlaßt, von weiterem nult tarifdjcii Besudi der vom Pfarrer Äraafo abgelialteneit Gottesdienste ab311ict.cn, bis die Angelegenheit ihre Erledi gung burdi die beiderseitigen Behörden gefunben bat Pfarrer Lraatz wirb nod) in dieser Woche eine ausjerordeitt - liehe Situing seines Gemeindelir d;enrats zusammen berufen und diesen ersuchen, beim Mricgdgcridjt die An zeige wegen Störung des Gottesdienstes zu erstatten, set es auch nur, nm eine Mlancgung des Redttsstandpunkics zu erreichen. Im übrigen ift and) der Antrag gestellt wor­den, dem (rlifabeth Regiment den stets auf cm Fahr gelten­den Vertrag mit der Luisenkirche zu kündigen

brachte die S?ipe bis zu 50 Grad Celsius und mehr ni der Sonne. Am Montag tonnte man huiibertc von ^eüiftödcn

drei bis fünf Stück fangen. Aber erst Sonntag,

Redaktion, Gjpebition tr* Tmtferti:<bu> ftvefce 7. Expedition und Verlag: ^Mchbl.

Redaktion: e« 112. rel.-Adr2An;e,ger«lkßen.

Mittwoch, y. August 1911

Rotavonsdruck und Verlag der Br üblichen Universität- - Buch» imb Cteindrnckerei.

R. Lange, Gießen.

verein habe and» eine gan^- Anzahl Gegner Unter ihnen befänden udj auch solche ans fatbolifchen Preisen, welche glauben, bau den katholischen bhimbfälicn in ben vom Polksvcrcin cmpi.'hlcnen interfomenimtcllen rautidraTtlichcn Berbünbeu nicht genügend 'liech- innig getragen werden könne D.mgcgcmibcr sei daraus bmzu-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefjen

Der englische Spion in Bremen.

ju der von verschiedenen Blattern gemeldete!! Aachrich' über die Ergreifung eines e n g l i f di e n S p i 0 11 > in ?v> men ist das Wolisschc Bureau auf t^rnnd weiterer in dieser Angelegenbeit einge.zogener Nackridnen in der Lage, folgei des festzustellen v . ift richtig, das; vor einigen Tagen Ine ein n 11 g c f ä b r 4 01 a h r i g e r v n g I ii über, Angehörige einer angesehenen, luoblhabenben Familie, von tVruj 3 u r i ft, au? London, wegen auiialligcn Auftretens oer hafte; und in bas Bremer Untersuchungsgefängnis abge ührt worden ist. (5X bestätigt sich, da fier in feinem Mill kirverhältnis der :Hrfcm der Peomanrn angehört.

Verhaftete wird der Spionage beschuldigt. 3n welcher Art nnd in welchem Umfange dicke geschehen ist, last: sich un Augenblick naturgemäß nicht sagen, weil sich dies erst aus dem Gange der Unlcrfudmng ergeben must Tie B hoid? und der Bremer :liechtsbeistaud de Sefdui(bitten bal . ich für verpfliditet, zurzeit keine näheren Äiifnämugc'i 5" geben, so daß alle die übrigen gemeldeten Einzelheiten al Kombinationen bezeichnet werden müssen

weisen, daß diese Stellungnahme d

von der erdrückendeii Mehrheit der beutjdnn Katholiken und

ben Fanggesäßcn zeigte fiel: da« gleiche 2s0 noch am Jrci tag zahlreicktc Motten gelangen wurden, hönc dies von Sonntag und Montag ah fast völlig ans Ta der Flug der

rorg-DoivtttStag, v.8'/-W

#iH*£

Doppelfernsprecher und Simultan-Telegraphie.

Neuerdings befdniitigt kick' die Reichspofrverwaltung mit hft Ausbildung zweier technischer Stifteme, burd) die der

jungen hrrabgeminbert werden soll Cs handelt sicki darum, Die kostspieligen Fernsprechlcituitgen besser auzuuutzen, in­dem man burd) geeignete Schaltungen und Hilssapparate ermöglicht, das; auf einem und demselben Trabt mehrere Gespräche auf einmal ober auch gleichzeitig Gespräche und Telegramme, selbstverständlich ohne gegenseitige Störung, abgewickelt werden können Bon farftberiränbiger Seite wird demTag hierzu geschrieben.

Tdepbomid) .Ventlcmmgen fmb boppelbrdiytiq: bir Sprerb- ittöme prrlanini ai'o in dem einen Ldrungszwdgc bin, in dem anderen zurück Läßt man dagegen mittels irgenbrodtbrr Bor i.rtmnm m beiden Trabten Ströme von gleicher Richtung fliesten, so treffen sie an den Endpunkten der Leitung, d. h. in hat Spree!) und Hörapparaten, zusammen und beben iiü, hort auf, >0 bei eine Wirkung in den ?ft>paratcn nicht jintanbe (ommi Taraui h. ruht oic Ginnditmia oes DoppelspnchenS. Angenommen, zwt scheu uoei Orten bemmbcit zwei Femfprcchleituiigcn M1N1 und M -N. Verbindet man diese beiden Leitungen bei den vnbanüaltCTi miteinander durch einen Trabt, in den ;c ein dritter "3miiprcdKioparat 'M uno ?' eingeschaltet ist, so fliesten bic Ströme von M1 iiuht in dem Hielt Zweige jeher einzelnen Tvvp: Icitung Inn mit) in dem anderen zurück, sondern sie DurdHaui.n beide Zweige der einen Doppelleitung m derselben Richtung, i.ämlid) von M nach N , und beide Zweige der anderen Doppr. Icitung ebenfalls .in gleicher Richtung, nämlich von N nach M Tic Apparate M1, N*, M? und N* bleiben also unbeeinflußt.

Leioer haben solcheKombinationen", wie sic genannt wer ben, eine SdnuädK: sie ^ind sein empfindlich gegen ^ndnktions-. itöruugen, d. h gegen Ströme, bic aus anderen Leitungen am 'Hi'täiigc durch bic Luft hindurch übertragen werden Man hat aber bagcgcit ein Schutzmittel, das darin bestem, das; die Trabte der Doppelleitungen an bestimmten Stellen der Strecke unter­einander gefreuit werden

9lad> diesem Söllern sind zwei Doppelleitungen z w i- scheu Berlin und Wiesbaden kombiniert worden und anar mit so uor uiglidyem Erfolge, dast die fünülid) gebildete Sprech rerbinbung dieselben Dienste leistet wie eine unabhängige Leitung Ter tcltöboniidk- Verkehr nut Wiesbaden ist tn*olgcociien mit einem Schlage so verbestert worden, dast die Verbindungen ohne nennenswerte Verzog,-rung abgcrotdelt werden und dast bedeutend mehr Gespräche als irübc. geiuhrt iveröen können, ohne dast andere kosten ausgewendet zu werden brauchten als. für bic dritten Appliratsusteme in Berlin und Wiesbaden

Die Einrichtung hat sich sogar als so leistungsfähig erwiesen, da;; auch nod; oer Simultanbetrieb, d. I). die gleichzeitige llebermittclung von Telegrammen auf der Doppel» 'preck'vcrbiiidung eingeführt werden foimtc. Zu diesem Zweck ist die letztere an beiden Enden mit einer Ih-tHdtung versehen, und in den Eiddradt ist je ein Telegrapheiwvpaiat ein geschaltet worden.

Daraus erstattete der Tu cito 1 Dr. Brau n s M.-Gladbach) den Zabresbcnchi Aus diesem gehl 1 er vor, dast Ende Zum 1911 die GeiamtuiitglledeizalU 700 <2ft ?<abre»nutnlicO?r imb 259 lebenslängliche Mitglieder betrug. D.is ist gegen das Vorjahr

lingsbktamvsung imu-zul allen, sonst werden die Winzer be­gleiche erleben wie im vorigen Jahrzehnt Audi ui dem ungewöhnlich heißen und trockenen Jahre 189*2 verschwand der Wurm und kam in den Zähren 1893 bi-:- ]895 nidit hoch Da aber damals zur Bekämpfung wenig ober ntdn? g -sckiah, ft eilten sid) dann bald loicycr die ganz schlimmen Sauer tounnjal^rc vor. 1)96 bu 19<J3 ein Möge man gerud: wenn in den nächsten Zähren wenig Wurm lomu 1, dies, sicherste, leichteste und wichtigste Belämpfungsarbcit man oerfäumen, a.so auch in diesem Herbst schon den Süitcrmurm allgemein ausras en. Zm kommenden Jahre ift voraus­sichtlich das gefürchtete Znsefr in die Hand des Winzer

N. F, p;

Haupt-Uebimq.

gönnen hatte, unter normalen Bcrhältniffen bis Mitte August gedauert haben würde, hat offenbar die nufjcrorbeiib liche, dabei trockene Hitze am 22. und 23. Icylcn Monats, die sich am 27., 2b. und 29. erneuerte, eine Bernid-ning dec Sanenvurmmottc im grosen lerbcigeführt Wenn aber die Raupe, die Puppe und sogar die Motte zugrunde gingen, so ist bic? mit größter Gewißheit auch von den unbeweg Uchen weichen Eiern des Schädlings, die etwa schon ab­gelegt ivarcu, anzunehnuni So vorsichtig man hoher and; mit Vorhersagungen über den Traubeniv ckier bei unsere' noch immer nicht abgeschlossenen Kenntnis dieses Znsekts sein must, so spridn doch eine sehr große Aahrfdieinlich- feit dafür, das; bic Süucnüitrmnoi junädn't im großen und ganzen ihr Ende erreicht hat.

Eine Ausnahme lönnlen nur solche Weinberge bilden, in denen durch zufällige besondere Regcnsalle oder große Bodenfeuchtigkeit ungewöhnlich viel und lange Fenchtigkcl'. vorhanden mar. Dennoch muß man die Lin',.; am das

Bunö für Refcrm des Religionsuntcrrid)fs.

-f- 3 ena, 8. Aug.

3n der zweucn fonfmuicrenbtn Versammlung zur Grün düng eines Bundes für Reform des RÄtgionSunterrichts wurde eine mtitt*re Aussprache hcrbeigeführt, an her sich beteiligten: Lehrer Kr 0 d n - Hamburg, Stadtrar Dr. V e n z i g - Berlin als Vertreter der (Yefellschan für ethische Kultur. Professor Dr. Peters- Düsseldorf als Mitglied des Bundes der^Retigions kbrer an den höheren Schulen Preustens, Pastor Steifen Hamburg, Mehrer Dr. Zers che-Leipzig als Bcmi'tragtcr oer Rcligionskommiision des Leipziger ^ehrervereiis, SuocnntencM-nt Braa sck- Jena, Professor Dr. H 0 u s s e Göuingen, Professor Dr. W er n e l-Jeua.

Rach einem Schlußwort des ersten Vortrageudeu. Lelireis zt r 0 h n - Hamburg wurde ui die Einzelausspracbc ubti bic Satzungen eingetreten, wobei Professor Dr. Rein Zena dcn Vorschlag machte, etwaige Adändcrungsanträgc schciickick> bc^m Borstandc ein;ureichen, der sic bei der endgültigen Ausarbeitung der Statuten 'berücksichtigen werde. Die Versammlung stimmte dem »u und beschloß cinftnumig, in den Statuten ausruwrechen, daß das Au'iichtsrecht her Lirchc b?m Religionsuntemckn gegen über in Wegsall zu kommen habe.

3n den engeren Vorstand wurden gewählt Proiei'or Dr. R c i n - 3cna, als Vorsitzender, Lehrer 8 r 0 h n Hamburg, Oberlehrer Spanuth Hameln, Pfarrer S t ef ien-Homburg und Professor Wei ne!-Jena.

Professor Tr. Rein fckilost darauf die Versammlung mit Wünschen für eine gedeihliche Arbeit des Bunbes in der Zu­kunft.

Deutscher Katholifentag.

Mainz 8. Aug.

Am heutigen dritten Tage bet jkatholikeiwersammtung lei­tete die

Hauptversammlviig des Volksvereins für das katholische Deutschland

bic Öerbanölumieii ein Aui'älligerwcise war die Halle mir ,u Vi gmillf, ivahrcnb die Versammlungen des Volksvereius sonst iwn den Jlrbeitcrntaffcn geradezu gestürmt inurbcn Tic Biichöfc, loroic die Rcick»stags und Landtagsabgcorbneten waren wieder ut großer Zahl endnenen und nahmen auf her Tribüne Platz. Auch incle 3rauen iah man aut den Tribünen. Die Vcrhano lungcit früfinett Gr Borsmcnde, Zabrikbenner Franz Brandts M.-Gladl«cki. Er meinte in seiner Bcgrüßimgsrede, der Volks

2hts Liessen.

Zur Landtag-, w ah 1. Tic Forts ch r ittlich Volkspartei hat sür ben Landtagswahlkrei^ Ben s Heim-Zwingen berg Pros. Flealei Bensheim ob- Äckndidaten für die Lanbtagowahl ausgestellt Am letzten in Reichenbach mit einet im Freien ribgchailcnen sehr stark beiud)lcn Versammlung die Agitation ecösinel. Pros ^rlcfllcr sprack» über das Land tagowahlrcckit, die Gemeindefinanzreform und Stadt nnd Landgemeindeordnung. Rack; ihm behandelte P.irleiulcc tär Kuhlmann bas Thema: Tic Bauern, die Fortschrittliche Volkspariei und ber Bund der Landwirte

WM-M' rjicrierc

Partic W Jtehkage»

Stillt 1> .

Reste*?!'

<iötianL i.reii

130 . sAixlfl

ein 3unxid>? von 48 0UU.

Ter General Tircktor Abgeordneter Di Pieper oh ad backt nahm sodann das L60N zu einer Amvrache, in her er eine eingehende Würdigung ber Verdienste Aettclers um den Au - jchwung der sozialen Arbeit in Deutschiarid gab. Genau ieinen Weg in die dciusckic Sozial Gesetzgebung gegangen An den Üt lotgcn ui her sozialen Gesetzgebung nd.teie lieft, so niirrte er aus, in den breiten Massen ber Arbeiter der Mut au1, dem der Üamöf um die 3 beule einer gcivtrticbaitl'dxm Selbst Hilfe allein bmrtignoditni werden konnte. Schon ÄYtteler wies mit ganzem 'Juidiörurt auf bi? Berechtigung de. Arbeitergewerkfchasten hin. 3ji ieinen nachgclaiicneu Papieren finden wir nngebcnhr Grund mge au»gfnrbeitct über eine allgemeine deutsche Gewerkschafts­bewegung.

Mn i'türmiid-iem Beifall empsangeu, nimmt hierauf Buchos ,ü irsteiu Mainz» das Won zu folgenden bcmerkenswerten^'.'lus- 'uhrungen. Tie ganze Bcdeutuun meines Erfcheutcns bei 3bnkn liegt eigentlich mir darin, daß ich ein Mitglied des deuticken Episkopates bin und die Gelegenheit mahmehme, Zhnei' in diefer Eigenschaft vincrtciuiung für Zhre eifrige Tätigkeit E;uiprcck>cn. Und ich 'vreck-e gleia>zcmg die Eiivariung aus, dast der Zentral- Vorstand voll unb ganz begeistert ist mr die katholische .Kirche, daß er Tag und Rackn überleit Wie können wir mtt dem Volksoercin ber großen laibolischen Sacke Oienal Möge diese edle (^kiüuiung immer leben in dem Herzen ihres Vorstandes, der uh jage cS mit Nachdruck eine große Vcrantn'ortung bat. Sie haben bic große Verantwortung, T icner zu itftn ber großen katholischen Sache, und daher bofie ich, daß der Zenrralvorftaitd stets m engster Fühlung mit Cem dcmichni Eoiskopar arbeiten möge. LÄHajter Bei sali. Mög.-u die Mitglieder ces Bolksoerems davon überzeugt fein, daß das Herz Der Bischoie warm schlagt für den Volksvereui, und daß bas Herz der Bischöfe nur her. euren Wunsch hat, daß dieser größte soziale Verein Dienen solle Der Sache Der heiligen katholischen Religion, und daß Die Bischöfe Nickis andere? wilnscm'N, als in ihm ein schlagfertiges .Vcc i zu haben, das hinter Dem Episkopat steht, das mit ihm lämpit, bas mit ihm streuet, das mit ihm liegt Der Büchof erteilte Darauf der Versammlung, Die nicbergehtic: war. Den bisckoklickieii Segen.

Der Vorsitzende Brandts versicherte hieraus den Bisckwf der üollfommcntn Anhänglichkeit Der latholiichen ^Arbeiterschaft und crtläne unter großem Beifall, Daß ber Volksocreiu stets gearbeitet habe und arbeiten werde zusammen nrc dem Episkopal.

Das verschwinden des Sauctrourms.

Wenn die Hitzwclle, die über Westeuropa gezogen ist, in ber Lanbivirtschast nnd auch dort, wo in den letzten acht

:hn 2agen in her W inb 1 worden ift,

Sd)nöeit angeridftet hat, so Hal sie bi?fb Dein Weinbau einen außerordentlichen Ticiiir geleistet Schon seit langem sehnten sich bic Winzer itam einem rcdit heißen, trockenen 3ahr, hauptsädnich in ber Hoffnung, das; dann ihr größre. Feind, der Sauerwurm, vernichtet würde. Diese Hoffnung ift nicht betrogen worden, wie folgende, von einem Mil Arbeiter derKöln. Vollsztg." gemachte Beobachtungen unb Feststellungen ergeben dursten: (Eine Anzahl Heuwürmer wurde in Gläsern zusammen mit Weinlaub brr Sonnen Hitze bis zu 42 Grad Celsius ausgesetzt. Solange nod) auv dem Laub Feuchtigkeit kam, blieben bic Würmer am Leben. So wie Die Gläser aufhörten, inwendig vesdilagen zu sein, starben die Würmer sofort: Puppen in ocrid)iebrnen Gläsern blieben lebend, wenn über die Glcifcr ein feudil gehaltenes Tuch gelegt wurde, sonn starben sie-^sogleich

rima »aturrciuki

WM . empiiebh biuifli, Schbf*r

-E^Ltranc!i.

1 über brachte als Präsi

Prima neue Kartoffeln SSÄS ivid Grünebaum.

Telephon RI p

'M« und SiM

in brr Voltsvrrem nir das fatboliichr Dcui'ckland hier in Mainz acarunöc: morsen unb Hai ut den ersten fahren auch hort fein Tommi gehabt Auf der Mainzer .Üa?beii!entagung im Fabre 181'2 murdc .um erstenmal htc Genecalveriammlnng bes Volk» verein» abgcbaltcn |tc Üatholiffnom'ammlung hat babindi nicht wenig iu feiner Blüte be,getragen Mamz ist uifllach btc Ge burisstadt d^s iozialen Programms, das uns M-'ttrler gegeben Hai Tann bat *cmrr inirr beroorraatnöc falboliirtie Mann, der am' Der ersten <*enrralt>eriammlung in Mainz Präsidem geraden ist, der babliche Hofrat Ritter von Busch, schon 1837 ,111 badischen Vanbtagc zum erstenmal den Antrag auf Erlaß einer modernen Fabrikqdekgkbnng ruigcbracht und emgebenb begründ.! Ter Redner verweist auf die Beziehungen zwischen dem sozialen Pro- gramni des Volksvereins und ber Stadt Mainz und kommt dann am Dir Renten zu iprecken. Die soziale Gdetzgrdung betmrit des ran lernt Ausbaues und der Ergänzung, nnntenthd> zu Gunsten bc* Mittelstandes unb ber Privatbeamten, weiter aus dem Gebiete der gcmnnnüDtflcn Wohliahrtspslcge. linier Verdn will wirten nur aus der Fülle der Ura't ber katholischen Kirche. (Anhaltender Beifall.

Ein Vertreter Ungarns schildert die dortigen Ver­hältnisse und teilt mit, daß der vor 3 fahren in Ungarn ge­gründete Volksvcrcin bereits 270000 Mitglieder habe. Ter zweite Vorsitzende, Mbgeorbncter T r i m b 0 r n schloß darauf bic Versammlung.

Um 11 Uhr vormittags fand

bic zweite geschloffene Versammlung statt und zwar im großen Saale des Frankfurter Hofes. Dcn -tzorsitz führte h r »weite Vizepräsident, Landtagsabgeorbnetcr Brentano iCffcnbad) . Zunächst bcgrünbctc Amtsgerichts btrehor (Hj cf cler (Mannheim) die Anträge über bic Heiden Mission. 3n ber Aussprache bczcicknete Abgeordneter Erzberger das Missionswesen nicht nur als eine Partei fache vom katholischen Ste.iibpunkle aus, fondeni als eine allgemeine baitidpnationalc Sack, Besondere Aufmerksamkeit verlange auch Die Mission in Japan Tort werde ui den nächsten Zabren die Emschddung fallen, ob das große Kulturland bic katholische ober pro tcstantische Religion zur Sta a t s r e 1 i gi 0 n er­klären werde.

Hieraus wurden die Anträge zur Missionsfragc an genommen Znzwisdien war ein

Telegramm be- Großherzogs von Hessen cingelausen, das der Präsident Graf Galen verlas unb das fvl genden Wortlaut halte:Ich bitte Sic, meinen auiridnigen Tank für den ?lusdruck 3hrcr treuen Wünsche für midj und bic Meinen entgcgcnzunchmcn "

Als nädiftcr Tagungsort wurde Aachen einstimmig gcimibit. Es wurde darauf hiiigcroicfeii, daß int nächsten Fahre bet löu Geburtstag Winothorüs fei und daß Winothorn zum ersten Male ui Aachen auf einer Kalholikenverfammlung aufgetreten fei.

Prälat Wertmann erstatte Dann den Ausfchußbcticht über bic Anträge aus dem so-ialen Ausschuß.

Tic zweite öffentliche Hauptversammlung begann bei afrikanischer Hitze um 5 Uhr nachmittags in Der Festballe unter Dem Vorsitze des Rechtsrats Rumpf .Prünchcn». Rddistags unb Landtagsabgeorbnetcr Trimb 0 rn Köln sprach . b . bft so-iale Lage Er ging von ber T t aus. Der »uerst ben Mut gehabt habe, unb nvar zu einer . t, ivo das Manchestertum die ganze öffentliche Meinung bcherr'cktc, Die Fahne einer christlichen Soüairciorm auizuvilaiizcn lieber 30 Fahre Sozialpolitik! Wieviel unerfüllte Wunfdic, wieviel Enttäuschungen liegen auf dieser Bahn! Unser Wirtsckastslebcn Pat eine neue Gestalt gaoonnen, cs hält den Vergleid) aus mit dem, was frühere Fabr^indertc hier geschaffen haben und oic 65 Millionen Menschen, bic diesen Rcubau bewohnen, leben darin besser, als irühcrc Gcschledstcr mit ihrem Wirtschaftsbau. Durch die Versickerungsgesetzgebung sind dem deutschen Arbeiterstanbe bis beute mnb 10 Milliarden zugeftossen, von denen über die Hälfte von Den Arbeitgebern unb dem Reicke stammen. Das B e stehen der Sozialdemokratie gibt nicht das Recht, über unsere Sozialpolitik den Stab zu brechen Wie luärc er ft bic Sozialdemokratie allmächtig, wenn ihr nicht eine cfirirtlidknationale Arbeiterbewegung entgegengetreten wäre. Weiter muß bic, Parole lauten: Staatsbürgerliche Aufklärung, nicht bloß über das Standes- interefje, witberit and) über die Stelhutg des einzelneu Standes ini Volksganzen. Dann wird man aud) BerstündniS finden für die große Bedeutung einer S t en er r c f 0 r m. Langanhaltender Bei fall und Händeklatschen

Landesrat Dr. Sckmidtmann (Düsseldorf) sprach hierauf über Charitas und Lebe n.

Den letzten Vortrag hielt Generalsekretär Tr. D 0 nbers über den Bonijaciusverein

3m Laufe des Nachmittags ioar das Antraorttelegramm des Vavstcs auf die Huldigungsdrahtung des Dcutfchen Katholilen- tages cingctroficn. Es hatte folgenden Wortlaut:Tet heilige Vater nimmt berzlichen Anteil an der Versammlung der deutschen Katholiken und soenbet nochmals seinen Segen."

Morgen geben Die Berarnngeil toäter.

MU

c SW -