Ausgabe 
7.3.1911 Zweites Blatt
 
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Meteorologische Beobachtungen -er Station Gietzen.

66

Wetter

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am 5. bis 6. März

6.

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Fleischpreise iu Gießen

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Brotpreise in Gießen ticiybrot 2 5\g. 62 Psg. Schtvarzbrot 2 Kg. 54 Pig.

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Höchste Schlachtviehpreise mFranksurt a. M,

747,0 748/8

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Marz

1911

5,7

23

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4,1

N NW N

den Prozeß verloren hätte. Der reuige zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt.

58-64

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in Scotts Emulsion enthalten und so vor­züglich verarbeitet, daß jedermann dieses hervorragende Stärkungsmittel mit größtem Nutzen gebrauchen kann.

Man hüte sich vor Nachahmungen und bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion zu erhalten.

78-81

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4657

zu bedei hoben

4Z

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 9193 Mt.

'/, Kg. Schlachtgew. 96-107 Pi.

Getreidepreise in Mannheim

Weizen 100 Kg. 2D.75-21.uu Mk.

Roggen 100 Kg. 16.00-1635 Alk.

Querschnitt eine« gesunden

Äerbenbünbtle.

42-45

40-43

3440

2933

2025

6.

6.

7,

ollten alle, die sich angegriffen, matt und müde fühlen, >ie Lebenslust und Arbeitskraft durch den Gebrauch von Scotts Emulsion wieder heben, denn Scotts Emulsion ist für jung und alt gleich gut.

K äl b er.

Feinste Mastkälber .

Mittlere Mast- und befte Saugkälber .

Geringere Mast- und gute Saugkälber Schaie.

Stallmastschafe:

Mastlämmer und jüngere Masthammel Schwelne.

Äollfleischige Schweine von 80100 kg

Lebendgewicht

Vollfleffchtge Schure ine unter 80 kg Lebendgewicht. . ......

Dollfleischige Schweine von 100120 kg

Lebendgewicht

Vollfleischige Schweine von 120150 kg

Lebendgewicht

Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 6. März 1911.

Lvtmgettlche Gemmroe.

3n der Ltadttirche.

Mittwoch den 8. März, abends 6 Uhr: 2. Pasfionsandachst.

Piarrer v. Schlosser.

Nur echt mit dieser MartedemFischer dem ©arantte» Ze'chen btS Scott« schm Verfahrens!

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8

Landwirtschaft.

X. ALlendor f a. Lda., 6. Mürz. Gestern nachmittag hielt der Bienenzüchter verein £umbatal im Gasthof zum Bahnhof hier seine Frühjahrsversammlnug ab. Nachdem

Biocitin ist in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. In keinem Falle versäume man, sich näher über die Me­thode rationeller Nervenpflege durch eine Broschüre zu orientieren, welche von der Biocitin-Fabrik, Berlin 8. 61 Er., nebst einem Geschmacksmuster Biocitin vollkommen kostenlos versendet wird. (b4/.

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T8.00.000030, Rap« Mk. 2330-00.00^ Biertreber 12.001230. Alles per 100 Kg. ab hier.

fe. Frauksnrt a. M., 6. März. (Orig.-Telegr. des .Gieß. Anzeigers*.) Lartoffelmarkt. Man notierte: Kartoffeln \n Waggons Mk. 6.508.00, tm Kleinhandel Mk. 9.00O.uO für je 100 Kg.

k«. Frankfurt a.M. Di ehhof-Markt bcri cht vom6. März. Auftrieb: 1405 Rinder, 430 Ochsen, 57 Bullen, 918 Kühe und Färsen, 290 Kälber, 284 Schafe, 2096 Schweine.

Tendenz: Rinder lebhaft, geräumt, Kälber lebhaft, Schafe ruhig, ausverkanft, Schweine mäßig rege, kein Ueberüand.

Preis für 100 Pfd.

Lebend- Schlacht-

Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Dollfleischige, jüngere Färsen, Kühe.

Dollfleischige aus gern. Färsen höchst. Schlachtw. Vollfleischige ausgemästeteKühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ausgemästete Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen .... Gering genährte Kühe und Färsen ....

gewicht Mk.

handel.

§ Elpenrod, 6. Marz. Bei der heutigen Brennholz- verstcig erung aus den umliegenden staatlichen Walvdistrikten blieben die Preise auf normalem Stande. Bezahlt wurde für den Raummeter Buchenschrit 66.50 Mk., Buchenprügel 55.50 Mk., Bucheureiser 0.700.80 ML, Buchenstöcke 33.40 ML, Eichew- knüppel 3.504 Mk., Kieferprügel 33.50 Mk. Da ein großes Quantum Holz zur Versteigerung gelangte, war eine starke Zahl Steiglickhaber zusaurmengekommen.

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trgte sich ferner mit einer Anklage gegen den früheren Kanzleigehilfen am Amtsgericht zu Vöhl, Karl Meyer, letzt wohnl)aft in Kassel. Der etwa 35 Jahre alte Mann hatte sich im vorigen Jahre et^t Automobil für 2500 Mark zugelegt. Bei dem Kaufe hatte/er 500 Mark direkt anbezahlt und für den Rest von 2000 Mark Wechsel ausgestellt. Als er diese nicht einlöste, wurde et verllagt. Die Zahlungs­befehle, die nun beim Llmtsgericht eingingen, brachte er beiseite und vernichtete sie so lange, bis die Sache herauskam. Er wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Breslau 8, Marthastraße 3, Hth. I, 24. Juni 09.

Veranlaßt durch meinen Arzt und früher gemachte gute Er­fahrungen habe ich meine 4 Kinder dieses Frühjahr hindurch regel­mäßig Scotts Emulsion einnehmen lasten. Das gute blühende Aus­ehen meiner Kinder ist der beste Beweis für die Vorzüglichkeit des Präparates. Meine Töchter Herta und Helene haben sich zu prächtigen Mädchen entwickelt, und mein Herbert, der sonst em chwächlicher Junge war, hat sich so herausgemacht, daß sich so- " sein Klassenlchrer über die mit dem Zungen vorgegangene Veränderung und über die rege Aufmerksamkeit, die er beim Schulunterricht zeigt, wundert. Alle haben einen guten Appetit, und die Mutter braucht nicht mehr die Hälfte des Mittagessens wegzutragen, (gez ) Max Schröter.

Nur die ausgesucht besten Rohstoffe sind

Gesunde Nerven

geben Arbeitsfreudigkeit, Energie, Erfolge in Berus und Leben. Beginnen die Nerven zu versagen, so entschwinden Wohlergehen und Wohlbefinden bald, um der Untätigkeit, Sorgen ober gar Schlimmerem Platz zu machen. Aus Schwäche und Defekte der Nerven sind auch die meisten körperlichen Leiden zurückzu­führen. Man achte deshalb bei der Körperpflege vor allem auf Kräftigung seiner Nerven! Die normale Lebensfunktion des Nervensystems wird hervorgerufen durch eine eigentümliche, in den Nerven enthaltende Substanz:Lecithin^, oder auch direkt Nervensubstanz" genannt. In den Nerven der an fort- schreitender Entkräftung Leidenden kann man mikroskopisch auch einen fortschreitenden Schwund dieser Nervensubstanz nachweisen, und umgekehrt, hat man, sobald Schwachen und Zurückgebliebenen die fehlende, bezw. geschwundene Nerven­substanz in geeigneter Form zugcführt wurde, stets eine auf­fallende Besserung des Allgemeinbefindens wahrgenommen, mit der in gleichem Maße ein mikroskopisch nachweisbares Anwachsen dieser Nervensubstanz in den einzelnen Nerven einherging. Kraft und Gesundheit der Nerven sind also ab- hängig von ihrem Reingehalt an Nervensubstanz. In der Tat stellt die Ernährung der Nerven mit Lecithin bei allen Schwächezuständen einen der glücklichsten Erfolge der modernen Wissenschaft bat. Längere Zeit schien zwar die Gewinnung

LaerschnM eine» Oegcncriertcn JtcrvenbünbeW; ein großer Xeil der Nervenfasern ist vollständig zugrunde gegangen durch Mangel an geeigneter Stosfzufubr (reine! Lecithin-.

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GerichtssaaL.

( ) Marburg, 6. März. Das Schwurgericht, welches heute unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Klingenbiel seine Tagungen begann, beschäftigte sich zunäck)st mit einem Diederauftiahmeverfahren. Der Dienstmecht Casten aus Langen darf, ftüiher in Gladenbach, stand unter der Be» schuwigung, bei einer Alimentenklage vor dem Amtsgericht Gladenbach falsch geschworen zu haben. Im Jahre 1898 war er vom hiesigen Schwurgericht freigesprvchen worden, hatte jedoch nachträglich Reue empfunden und emgestan-- den, daß durch seinen Falscheid das betrogene Mädchen

Ochsen. Mk.

Dollfleischige, anSgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 47 Jahre alt . 5053 die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 4649 Junge fleischige, nicht auSgemästete und ältere ausgemästete 4145

'/, Kg. 84-92 Pfg.

7. , 84-88 , * 80-96

Sehwrnkgericht.

th. Gießen, 7. Mär^.

Gestern vormittag eröffnete als Vorsitzender Landgerichksvat SBicncr das SctMwrgarrcht brr Provinz Oberhessen flrr das erste Vierteljaln Verdmrdett ronröc grgen den "24 Jahre alten unbestraften Togsöhntn Christoph Harbach von Großen ^useck wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg. Die Anklage vertrat ©tnaii-aiinmlt T r n m p er 1. Die Verteidigung führte Rsclstsanwatt Di. Leopold Katz. G« waren 15 Zeugen und al? medizinische Sacl'pcrständige der Oberarzt Dr- Thies und Kreisarzt Medizinal rctt Tr. Haber körn ;u hären.

Der Angeklagte runr gcilänbig, am Sonntag den 11. De-ember vorigen Jahres ntnhlU llW abends auf der fitii|erftra6c in Großen- Duseck mit cineni Messer ben Weißbindergesellen Walter verletzt zu haben. Er will an dem Tage zwar die Getränke gespürt haben, erklärt aber, er sei nicht betrunken gewesen, er wisse nicht, wie er dazu gekommen, $inn Messer zu greifen. Es sei nicht sein Wille gewesen, ben Walter zu töten. Er wisse überhaupt nicht, daß er Walter gestochen habe. Er habe es aber angeittmrmen, well er sich selbst am Messer die Hcmd verletzt hat.

Auf ben Vorhalt des Vorsitzenden, daß er doch früher ein Geständnis abgelegt habe, gibt Harbach keine andere Erklärung ab.

Durch die Beweisaufnahme wird festgestellt, daß der An­geklagte am Tage der Tat Bier und auch Lckmaps getrunken hatte, aber ine Zeugen können nicht sagen, daß er betrunken war. Nach dem Nachtessen kehrte H. um V28 Uhr in der Wirtschaft vvn Brück ein, wo er mit Bekannten bi5 9 Uhr Karten spielte und dabei zwei Glas Bier trank. Er begab sich daraus in die Gerlachsche Wirtschaft, wo er ebenfalls zwei Glas Bier trank. Hier befand sich auch der Weißbindergeselle Heinrich Walter im Kreise von Be­kannten Einer davon hatte ihm Juckpulver an die Backe ge­schmiert, weshalb es kurz nach 10 Uhr im Flur zwischen Walter und dem Maurer Karl Wagner, der das Juckpulver besorgt hatte, zu einem Wortwechsel kcun, den der Wirt schlichtete. Harbach begann nun mit Walter zu streiten, sie wurden aber von Bekannten ge­trennt, wobei Walter sagte 1 Schustevchen, du bist mir nicht recht, daß ich mich nut dir anlege. Walter ging darauf fort. Harbach wollte ihm nach, wurde aber, wie der Zeuge Milchkutscher Schild bekundet, von ihm festgehalten. Hierbei will Schild wahrgenommen haben, daß der Angeklagte etwas in der Hand gehabt hat, was er nrr ein Messer gehalten hat, so daß er jenem sagte: Steck das Ding ein Der Harbach riß sich jedoch los und lief dem Walter nach. Nack> der Angabe des Angeklagten hat er nun vvn Walter einen Schlag ins Gesicht erhalten. Die Zeugen haben in der Dunkelheit überhaupt nichts gesehen. Walter kam in derselben Nacht m die Klinik, wo er am andern Abend, starb. Der Angeklagte hat dem Bürgermeister Schwalb gestanden, daß er dem Walter zwei Stiche viersetzt hat. Dieser Zeuge gibt dem Angeklagten und dem Walter das Zeugnis von ruhigen Menschen; der Angeklagte sei allerdings etwas vorlaut.

OberaaHt Dr. Thies hat bei der Leichenschau drei Ver­letzungen am Unterleib festgestellt: ein Stich in der Nähe des Herzes, ein Stich oberhalb des Nobels, der die Leber und den Maoen verletzt hatte und ein dritter Stich, der eine Rippe ge­soffen hat. Der Verletzte mußte sofort, als man ihn in die Kliiuk brachte, operiert werden. (Ä ist infolge Bauchfellent- zündung und starkem Blutverlust gestorben.

Medizinalrat Dr. Haberkorn schließt sich diesem Gut­achten an.

Staatsanwalt Trümpert plädiert im Sllnre der Anklage, da nach der Beweisaufnahme Körperverletzung mit Todesfolge vorliege.

Rechtsanwatt Dr. Leop. Katz ist her Ansicht, daß der An­geklagte in Notwehr gehandelt habe, weshalb er sreigesprochew werden müsse. Bei einem anderen Spruche der Geschworenen müßten mildernde Umstände Platz greisen.

Der Obmann der Geschworenen, Kaufmann Karl Malkomesius- Gteßen verkündet bat Wahrspruch, welcher den Angeklagten, der Körperverletzung mit Todesfolge unter Bejah­ung der Frage nach mildernden Umständen schuldig spricht.

Der Gerichtshof erkannte daraus, dem Antrag des Staats­anwalts gemäß, auf eine Gefängnis strafe von zwei Jahren sechs Mo n at en, worauf die Untersuchungshaft vom Tage ihrer Dauer (12. Dezember v. I.) in Anrechnung zu bringen ist. Der Angeklagte erkannte die Rechtskraft des Urteils sofort an.

Märkte.

Kartoffelmarkt-Bericht vom 6. März 1910. Krefeld: Rote Daber Mk. 0.00O.Ou, andere rote Sorten 0.000 00, Magnurn bonum Mk. 3.703L0, Gelbfleischige rote Mk. 8.70 bis 3.80, weiße Mk. 0.000.00. Dortmund: Magnum bonum 3.600.00, weiße runde 2.700.00, Gelbfleischige weiße 0.00, rote Mk. 3.800.00. Plaidt: Rote Daber 0.00 bis 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnurn bonum Mk. 3.700.00, weiße runde 4.00, Gelbfleischige rote 3.700.00, werbe Mk. 0.000.00. Regensburg: Rote Sorten Mk. 2.202.35, Magnum bonum Mk. O.OO-O.uO, weiße runde Mk. 0.000.00. (Alles für 50 Kg.)

ic. Frankfurt a. All, 6. März. (Orig.-Telegr. oesGieß. Anz.") Amtliche 9lotterungen der heutigen Frucht markt preis e. Wetzen All. 20.1520.25, Kurhesf. Mk. 20.2020.30, norbb. 00 Mk., La Plata Kansas Mk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) All. 16.00 bis 9Jlf.16.lo, Gerste (Wetterauer)Mk.l8.0019.00, Gerste Franken Pfälzer Rieb Mk. 18.5019.50, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 15.75 bis Alk. 17.00, Mais Alk. 13.6014.00, Weizenmehl 0 Alk. 29.50 bis 00.00, 2. Qualität Alk. 23.7500.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bt5 Alk. 00.00, 4. Qualität Alk. 00.0000.00, Roggenmehl 0 Alk. 22.5023.00, 1. Qualität Mk. 00.0000.00, 2. QuaL Alk. 00.00 bis 00.00, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Weizenschale Mk. 9.259.50, Roggenkleie Alk. 9.00 bis Mk. 9.50, Malzkeime von Nervensubstanz (Lecithin) im großen zur allgemeinen Anwendung sehr schwierig, ja unmöglich.

Seitdem es aber Professor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld gelungen ist, ein wirklich physiologisch reines Lecithin (Nervensubstanz) aus Eidotter nach einem patentamllich ge­schützten Verfahren und zu mäßigem Preise herzustellen, das nur für Biocitin verwendet wird, sind auch alle bisher fehl­geschlagenen Versuche mit alteren, weniger geläuterten Leci­thinpräparaten auf das glänzendste überwunden; die günstigen, aus den Werkstätten physiologischer Forschung gemeldeten Erfolge mehren sich in ungeahnter Weise, und jeder hat Gelegenheit, sie an sich nun durch Anwendung mit Biocitin selbst kennen zu lernen. Die Ergänzung der täglichen Nah­rung des körperlich oder geistig Schwachen durch einige Kaffee­löffel Biocitin bewirkt bald in den meisten Fällen Wieder­erlangung bczw. Steigerung seiner früheren Nervenspannkraft. Energie und Gesundheit erwecken ihm wieder neue Hoffnung und neue Freude an Beruf und Tätigkeit.

Biocitin ist ein wohlschmeckender, pulverförmiger Extrakt aus den leichtest verdaulichen, natürlichen, also chemisch un­veränderten Wertanteilen von Eidotter und Milch (alles schwerer Verdauliche ist daraus entfernt) und enthalt von diesen ca. 10 Prozent solcher physiologisch reinen Nervcn- substanz Lecithin nach Professor Dr. Habermann und Dr. Ehrenfeld. So bildet Biocitin das vertrauenswerte Nähr- unb Kräftigungsmittel für jeden erschöpften Organis-

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stattete Rechner Okto bat Kasfachericht des vorigen Jahres, der mit einem Uebttschuß abschloß. Hierauf hielt Bahmncister Hilz-Hter einen sehr attcegatben unb originellen Dartrag über die so nötige Verbesserung ber Bicnenweide. Durch den immer mtenfiherat Betrieb der Land- uttd der Forstwirtschaft werden viele Pollen und H«vg spendende Pflanzen fortgesetzt auS- gerzrttrt, für deren Ersatz der Imker Sorge tragen muß. Dies kamt mir geschehen, wie der Vortragende gang richtig «ussuhrte, durch Anpflanzung vvn größeren Mengen geeigneter Pflanzen: Dockhaar-, weißer Klee, Stachelbeerhecken, Phapelin, Schneebeere, Inkarnatklee, Buchweizen n. a. m. Besonders empfchlonswett ist die Aussaat von Phapelln, die nach der Blüte zur Gründüngung des Ackers vortreffliche Dienste lerftet und so dem Imker wie dem Landwirt dient. Hoffentlich werden die gegebenen An­regungen auch befolgt, bann ist, gutes Wetter vorausgesetzt, im laufenben Jahre den Dienen der Tisch gedeckt und ber Imker darf auf eine bessere Belohnung seiner Mühen rechnen, als im Jahre 1910. Zu dieser Hoffnung berechtigt auch der Umstand, daß die Völker im allgemeinen gut überwintert haben und wenig Verluste cm Menen unb Völkern zu verzeichnen sind. An schönen Tagen sind jetzt die Stocke darauf üachzusehen, ob noch genug Futter vorhanden unb genügend Brut angesctzt ist. Ein ccks weisellos befundenes Volk vereinige man kurzer Hand mit seinem Nachbar. Die beste Fütterung ist jetzt die mit Honig. Das gibt Volker, die zur ersten Tracht die nötigen Stöcke hoben unö etwas triften können.

Eingesandt.

Zu einer nachgerade unerträglichen Kalamität hat sich in den letzten Monaten in immer zunehmendem Maße für die Anwohner der Jo Hannes stra ße unb Süd-Anlage der bis in den Hellen Morgen hinein mährende rnhestörende Lärm in diesem Stadtteil gestaltet. Offenbar steht er im Zusammenhang mit den beiden Kaffees, die dort gelegen sind. Nun gönnen wir den Inhabern dieser Lokale sicher ihre Einnahmen unb denen, die es dorziehen, anstatt §u schlafen, bis 6 ober 7 Uhr früh in durch­räuchert en Lokalen jich mit Alkohol zu vergiften, ebenso sehr dieses fogenormte Vergnügen. Aber dafür ist es auch die einfachste Pflicht deS Anstandes, daß diese Nachtschwärmer beim Heimweg sich ruhig verhalten und nicht durch SingQr^Johlcn und Gröhlen ihre Mitbürger um ihren so notwendigen Schlaf bringen. Und denen, welchen dies Anstandsgefühl fehlt, soll es die Polizei in nachdrücklichster Weise bcibringen. Aber daß es eine solche in Gießen gibt, davon merkt man leider bei diesen nächtlichen Ruhe­störungen nichts, und dabei spielen sich diese allnächtlich in der sogenannten vornehmsten Gegend unserer Stadt ab. SlcunMhlen ist sicher kein Vergnügen, aber der verständige Bürger tut es in dem Bewußtsein, damit auch das ©einige brizutvagen zur Auf­rechterhaltung und Förderung des städtischen Gemeinwesens. Er wird deshalb mit Recht verstimmt, wenn er sieht, daß die für die Erhaltung von Ruhe und Ordnung in ber Stadt doch auch aus den Taschen der Steuerzahler angestellten unb bezahlten Polizei­organe ihrer Pflicht in dieser Hinsicht so wenig Nachkommen, rote es leider hier der Fall ist Mit allem Nachdruck zu fordern, daß dies anders und besser werde, ist der Zweck dieser Zellen.

Einer für Virile.

ScoltS Emulsion wirb von unS anLILUetzluL tm großen verkauft, unb zwar nie lose nach Gewicht ober Maß, sondern nut iu versiegelten Original flaschen 11t ftarton mit unserer Schußmarke tFischer mit dem Dorsch). Scott & tioronc, G. m. d. H., tzranksurt a. M.

Bestandteile: Feinster Medizinal-Leberrran 150A prima Glyzerin 60,0, unrerphoSphortgsaurer Kalk 4^, unlerphosphorigsaured 9tatron pulo. Tragant SA), feinster arab. Gumrn, pulo. Wasser 139A Alkohol im. Hter;u aromatische Emulsion mit Zimt-, Manbel« unb Gaultberiaöl ic 2 Tropfen.

rnus jeder Altersstufe in geistiger und körperlicher Hinsicht; es bildet für den Schwerkranken ein gern genommenes, leicht verdauliches, krastspendendes, überhaupt ideales Nah­rungsmittel, schafft eine fundamentale Nährquelle für schwächliche und blutarme Personen, kräftigt und fördert den Substanzersatz der Nerven allmählich zu gesunder Funktions­tätigkeit und ist für geistig ermüdete und erschlaffte Zustände von kaum je erhoffter Nutzbarkeit.

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Höchste Temperatur Niedrigste , ,5.

Niederschlag: 0,0 mm.

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