Ausgabe 
16.10.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

von

usw. liegen der kostenfreien Probe-

Verseh

GeicsW MsHUn ^vernnM

aus'/ 'M M ruhige Leute

<7^2

[2 Zig

W« yjermjh»^

Es starben an: Zufarnmen:

vom

Meteorologische Beobachtungen der Station Gletzen.

Alle, die an einer Erkrankung ?=

im Wochenbett Tuberkulose

14.

14.

5«

14.1'6.

9,8 e6.

1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr

1

1

1

Anm.: Tie in Klammern gesehen Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Türk. Tabak- & Clgaretten-FabrlkKlos** o E. Robert Böhme, Dresden« _____________Lieferant der französischen Caba/rfegie.

Erwachsene: im

»e*MTT' 98% rsssKLLHi

h . g(j

fortschreitet. Manche Wegeschranke habe bereits dem ^ruck der Allgemeinheit weichen müssen, cm den polltuchen Grenzen aber sei man bestrebt, den schiveren Panzer der wirtschaftlichen und handelspolitischen Rüstung noch immer zu verstärken, und es ser die Ausgabe des Vereens, den bestehenden Zollschranken, soweit dies möglich sei, nach Kräften entgegenzuarbcrten. Zum Schluß äußerte der Redner den Wunsch, in erneu regeren Verkehr mit hervorragenden Vertretern der Vereinigten -Staaten zu treten, der für die wirtschaftlichen Interessen beider Lander NUT Vorteil bringen könnte. Nach weiteren Begrußungsansprachm erstattete Geheimrat Prof. W o l f-Breslau den RelHenschafts- bericht und wies darin auf das Ziel des Vereins hm, welches in einer politischen Allianz der, mitteleuropäischen ^rkchr.- staatcn, ergänzt durch eine, wirtschaftsvolltlscheMiE.g^sele sowie denr Streben der deutschen Industrie, handelspolitisch einen möglichst großen, gesicherten und eventuell privilegierten Markt zu schaffen und ihre Produktionskosten herabzuictzen. ^er Ge- chästsführer des Vereins für §)ebung der und Kanal chiffahrt in Bayern, Steller, sprach über Nittel und We^e, den Tonauverkehr zu heben. Er kam zu dem Schluß, daß für den Tonauverkehr, abgesehen von technischen Verbesserungen, von allergrößtem Belang die Herstellung einer Großschilfahrtsstratz zwischen Tonau und Rhein sei. Hieran knüpfte sich eine längere

Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf die "^'wfolgung vermögcnSrechtlichcr Ansprüche gegen fremde S^DUld »er­st a a t e n". Professor O. Fischer- Breslau verlangte die Ein­richtung eines ständigen internationalen Schredsgerr cyr ev, welches im Anschluß an das Haager Schiedsgericht emzu- ^^Das' Direktorium des Vereins wurde mit Ausnahme der ausscheidenden Mitglieder Dr. Paasch und Geh. K.-R. Hartmann wicdergewählt. Den Abschluß bildete abends cm Festmahl, bei dem Prinz Ludwig auf den mitteleuropäischen Lüirlschastsrongretz toastete. Er sprach dabei den Wunsch aus, daß der Mitte europäische Wirtschaftsvercin mit unserem österreichischen pcachbarstaate dahm wirken möge, daß auch auf der D o n a u wieder em großer Verkehr ""^Jm^Änschluß an die Versammlung hat Prinz Ludwig die Ehrenmitgliedschast angenommen.

der Atmungs - Organe leiden, und die Symptome wie: Husten, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Schwäche, Traurigkeit, Angst- zustände usw. bemerken:

müssen sehr auf der Hut sein beim Witterungs-Umschlag,

da die im jähen Wechsel von warmen und kalten Tagen grassierende Influenza für Personen, die au einer Er­krankung der Atmnugsorgane leiden, sehr bedenkliche Folgen zu haben pflegt. 00

Leider wissen viele noch nichts von der neuesten Erfindung (palentamtüch geschützt), den K atal-Sa u ersto ff-I n li a l a- 1tonen von Dr. A. Schleimer, welche in so kurzer Zeit berühmt gewordenIrnd, wert sie o h n e j e d e n A p p a r a t durch ihren aktiven -Sauerstoff auf Asthma, Lungenleiden, Katarrhe, Keuchhusten, und insbesondere Influenza eine geradezu frappante Wirkung ausüben Tas bestätigen v i eie Merzte und Patienten, letztere in überströmender

Dankbarkeit, nachdem sic für ihre zum Teil veralteten Leiden durch diese neuen Dr. Schleimers Katal-Jnhalaticnen end­lich B e s s e r u n g gefunden haben.

Nachstehend nur ein paar von den vielen, täglich einlaufenden Danksagungen und Anerkennungen:

sertia^brachten, erreichten Ihre Katal-Jnhalationen in etwa vier­zehn -pagen. ^111) nur em 33ergnüQen sein, Ihre Inhalationen w-it-r SU emtJfeMen. Ich bm )id>et, mit Hili- Ihrer Inhalationen wieder ganz gesund, zu werden."

a cy f Wirkung getan!

- Herr o brt s h o f e r, München, schreibt:Mit Freuden Tann vi) Vhnen mitteüen, daß die von Ihnen be­zogenen Katal-sauerstoff-Jnhalationen ihre vollste Wirkung getan i)fauamitrte9mHrh?0mLe - Monaten bestehende Tuberkulose.

i'.nh^ (S&J!ni£er und speichelartiger: auch Brustschmerzen aM beste^ttnpfohlen^' bie äuhalationen meinen Bekannten

%Cnn5?r^iLflCffttttctJcboCrm kostenlosen Versuch!

Berlin WL"Sauerstoff-Gesellschaft m. b. H.,

Snpofhrpffp5 k' ^ne Postkarte zu schreiben, auf der man ma» Cir m b \ 0 enau und deutlich!) angibt, und. 3*S sugwt.e srati« unb ftanfp eine Probt-

bie Wirkung dieses einzig- Jünhiperr an sich selbst erproben, denn

$ der .Atmung zu bringen!

(V, pßr<?n rf?? A cyc Jeder Tag ist wichtig! Genaue

|Uei)iaud)janiDeifunq, ärztliche WnfnrfifPH ptnp nnit:e

Vermischtes.

* Die Flugmaschine als Beförderungsmittel. Der in der Nähe Berlins erfolgreich durchgeführte Versuch, eine Flugmaschine zum Befördern von Zeitungen zu benutzen, war nicht das erste Unternehmen, die Flugmaschine in den Dienst des Frachtverkehrs zu stellen. Bereits Anfang Juli hat in Eng­land der Erfinder der Valkyric-Flugmaschine, Barber aus Hendon, einen ähnlichen Transport ausgeführt, bei dem die Aufgabe des­halb noch schwieriger war, weil die Fracht nicht aus wenig empfindlichen Papierpaketen, sondern aus elektrischen Osram-Glüh- lampen bestand. Trotz lebhaften Windes gingen Fahrt und Lan­dung glücklich von statten. Beim AuSpacken der Sendung wurde von den Enipsängern festgestellt, daß sämtliche Lampen un­beschädigt waren.

kf. Eisen, das nicht rostet. Ueber die alltägliche Erscheinung der Rostbildung an Eisen sind die Chemiker noch lange nicht einig. Man weiß nur, daß jede Art des Eisens, die im Handel vorkommt, der Rostbildung ausgesetzt ist. Zwei englische Chemiker, Lambert und Thomson, haben nun Versuche mit einem Eisen ausgeführt, das nicht rostet. Der Stoff, den sie dazu verwendet haben, war chemisch reines Eisen, das aus einem Eisensalz durch Reduttion in Jridiumgefäßen gewonnen worden war. Dieses chemisch reine Eisen wurde nun mit ebenso chemisch reinem Wasser und chemisch reinem Sauerstoff, die beide auch eigens zu dem Versuche erzeugt worden waren, in Berührung gebracht, und der Erfolg war, daß das Eisen durchaus nicht rosten wollte. Brachte man icdoch Eisen, das nur die geringste Ver­unreinigung enthielt, unter gleichen Bedingungen mit Sauerstoff und Wasser in Berührung, so trat sogleich Rostbildung auf. Das Ergebnis dieses Versuches ist offenbar, daß die Vernnreinig- ungen des Eisens eine vermittelnde Rolle beim Rosten spielen.

Kleine Tagerchronik.

In Berlin fand die Festlichkeit eines Turnvereins im Nordwesthotel ein jähes Ende. Ter 32jährige Pelzwaren­händler Walter E h r m a n n beendete gerade einen mit vielem Bei­fall auf genommenen Trinkspruch, als er sich blaß auf einen Stuhl zurücklehnte und binnen fünf Minuten verschied.

In Catania wurde ein leichteres Erdbeben verspürt. Stärkere Erdstöße wurden wahrgenommen in Guardia und Santa Vcnerina, wo zwei Personen getötet wurden und mehrere Häuser zerstört worden süid, in Macchia, wo die Kirche einsiel, und in Rondinella, wo einige Häuser in Trümmer gingen. Auch in Giarre erfolgten mehrere starke Erdstöße, ohne Schaden anzurichten. Wie bisher festgestellt wurde, sind bei dem Erdbeben 10 Personen umgekommen, 15 wurden größtenteils schwer verletzt.

'S,'S»«

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter Dieter Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen? 15. Oktober.

Den Darlegungen des ersten Vorsitzenden der Nationallibe­ralen Partei in der Samstag-Nummer des Gießener Anzeigers dürfte nun sehr wahrscheinlich eine ebenso bestimmte Entgegnung des Vorstandes der Fortschrittlichen .Volkspartei folgen. Man wird, da ja beide Parteivorstände sicher das Recht in Anspruch nehmen,_ folgerichtig gehandelt zu haben, sich der Einsicht nicht verschließen können, daß in dem vorliegenden Falle lediglich kleinliche, politische, unter Umständen persönliche Händel in Frage kommen. Ganz Deutschland lacht über das Gebaren einiger Gießener Parteileute, die einen Berg ersteigen wollen, aber über einen Ameisenkuppel nicht hinweg gelangen; man staunt, daß emige Parteimänner, deren politische Einsicht über die Grenze Gießens nicht hinauszugehen scheint, mit dem Kops durch die Wand wollen. Jedenfalls aber wird die große Zeit, in der wir leben, nicht oder nicht richtig erkannt. Eine große, vielleicht die unwiderruflich letzte, Erntezeit steht dem Liberalismus bevor. Die enorme Verschuldung des Reiches und auch des Hessenlandes, die zaghafte innere und äußere Politik, die schon vor einigen sausend rm Treptower Park versammelten Männlein und Weib- lem erschrickt, die große Finanzreform, die rücksichtslose Ver­tretung einiger Stäupe, sowohl auf der rechten, wie auf der lozialdemokratischen Seite, die.Verteuerung der gesamten Lebens-

Hocyste Xetnpecatuc am

Niedrigst» ,

,-v r) r'S

W «ch. möb «mieten. Grab El 2idjön ml tenn. Näheres 2 «WlMÄrb wo Logis erh^S lM Schön möb iu vem. Gr. Mu W der West-An üSJ (4ön mi W uennieien, T, 38*= u. Sch, ^möbliert DMrairc i j ZIL.

Haltung, die große Dürre, mrk den kaum rm voraus zu be- stimmenden Folgen, die tiefgehende Unzufriedenheit in bett mitt- leren und unteren Schichten unseres Volkes wahrlich, das alles gibt zu denken unü erheischt dringend, den kleinlichen Zank zu begraben und an die Lösung großer Aufgaben heranzugehen. Bleibt der unnatürliche Hader im Wahlkreise Grcßen-Wreicck zwischen den beiden liberalen Parteien bestehen, so werden wir mit ziemlicher Sicherheit erleben, daß die Lichtstadt Gießen int hessischen Landtage eine rote Vertretung erhält. Wahrlich, ein beschämender Zustand, wenn man die Intelligenz in Betracht zieht, die sich in Gießen betätigt. Zwecks gründlicher Beseitigung Keses unhaltbaren Zustandes, der uns in den Augen des hessischen und des deutschen Volkes im ungünstigen Lichte erscheinen läßt, wird nichts mehr und nichts weniger in Vorschlag gebracht, die beiden rivalisierenden liberalen Kandidaten Klingspor und Urstadt aufzufordern, ih re, Kan­didaturen niederzulegen. Sodann wird eine öffent­liche Versammlung .einzuberufen Jein, zu der alle Anhänger der beiden Parteien einzuladen sind. Aus beiden Lagern darf nur ein Redner einmal zum Referat zugelassen werden. Alsdann folgt geheime Abstimmung, und derjenige Kan­didat Klingspor oder Urstadt, der die meisten (Stimmen auf sich bereinigt, ist gemeinsamer Kandidat für die hessische Land­tagswahl. Die kommenede Reichstagswahl bleibt selbstredend außer Frage, da hierbei die Fortschrittliche Volkspartei mit Rück­sicht auf den Ausfall der letzten Wahl den gemeinsamen Kan­didaten zu nominieren hat. Es ist dringend zu hoffen, daß die beiden liberalen Parteien Vernunft annehmen und ungefäuni' das Erforderliche in die Wege leiten werden.

Ein unparteiischer V o l k s p a r 1 e i l e r.

Gießen, 16. Oktober.

Kaum hat man erfahren, daß eine Einigung der liberalen Parteien nicht ftattgefunben habe, da erscheinen schon Erklärungen, bie vermuten lassen, baß es mit her politischen Wahrheit recht böse aussieht. M t _

Wenn bie Beschlüsse ber politischen Vereine, bie zur Zer­splitterung geführt haben, auf so schwacher Basis, auf Unrichtig­keiten und Entstellungen aufgebaut finb, bann ftiib bie Gießener Bürger, bie ja schließlich die Kosten bes mutwilligen Streites zu tragen haben werben, zu bebauern. Man hat bas Gefühl, daß man sich nicht hat einigen wollen! Wer hat benn über­haupt ein so großes Interesse daran (außer einigen Hähnchen, btc bei jeber lief) bietenden Gelegenheit krakehlen), ob der Gießener Vertreter nationalliberal oder freisinnig ist?! Bei der jetzigen Reibung bleibt es wohl nicht aus, daß ber Sozialdemokrat bie Palme beimträgt, und bas wäre ja wohl auch für bie Zukunft bie allerbeste Lehre.

Bei den letzten Stabtverordnetenwahlen hat man bie Sozialdemokratie herangezogen, weil man sich verpflichtet fühlte, auch sie zu Worte kommen zu lassen, und jetzt schlägt man die näherstehende liberale Meinung mit Knüppeln und Ent­stellungen tot, damit sie nur ja nicht zu Atem komme.

Was wir Gießener verlangen, ist eine liberalePersön- lichkei t", alles andere ist eitel Dunst, Lug und Trug!

Die Agitation soll nunmehr beginnen, man errichtet Wahl- bureaus. Auf gut Deutsch, man verhetzt die Bürgerschaft, man vergewaltigt sie, indem man mit den verwegensten Mitteln operiert, nur damit sie eine bestimmte Richtung gutheiße. Echt liberal!

Daß der Einzelne nicht seiner freien Meinung Ausdruck geben darf, sondern zwangsweise vorgeführt wirb, um als Stimm­vieh behanbelt zu werben, bas nennt man liberale Politik unb dazu hat man ein freies Wahlrecht geschaffen, mit bem man immer prunkt und Stimmenfang treibt. Wähler Gießens, weist alle Zudringlichkeiten entschieden zurück, weist allen denen, die sich als Vormund eurer Ueberzeugung aufspielen wollen, die Tür.

Wer in feinem Urteile schwankend ist, der lasse in den Ver­sammlungen, die sicher bevorstehen, die Persönlichkeit ber Kcm- bibaten auf sich wirken und entscheibe danach. Jeder andere zeige sich als Mann und nicht als Memme, bie ihre .Ueber- zeugung unb Ansicht für einen Silberling verkauft.

Handed um» verkehr, Volkswirtschaft.

Die Hauptversammlung des mitteleuropäischen Wirtschaftsvereins

M ü n d> e n14. Okt. Tie Hauptversammlung des M i t tel- europäischen Wirt scka f tsver ei ns in Deutschland wurde heute hier in Anwefenheit des Prinzen Ludwig von Bayern, Ver­treter der Staatsregierung sowie zahlreicher hervorragender Ver­treter der Wissenschaft, des Handels und der Industrie aus Deutschland und Oesterreich-Ungarn von dem Präsidenten Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein mit einer Begrüßungs­ansprache eröffnet, in welcher er mit Betzug auf das auf der Tagesordnung stehende Thema, Mittel und Wege zur Hebung des Donauverkehrs zu finden, ausführte, daß die Wasserstraßen eine um so größere Bedeutung gewinnen, je mehr dec Verkehr

Hat Wunder gewirkt!

Herr Diakon K. B i t1 m a n n , Templin, schreibt:Ich bitte mir umgehend per Nachnahme die nötigen Sauerstoff-Inhalationen zuzulenden, bie zu einer Kur erforderlich sind. Ich kenne Ihre Jnhalatwnen von Polen her. Ich gehöre zu dem dortigen Diakonenheim unb weiß Ihr Präparat zu schätzen. Ueberall wo wir es empfohlen haben, hat es Wunber gewirkt. Da ich sehr viel von unserer Anstalt verschickt werde, werde ich stets bemüht Hin, Ihr Präparat jebem Leibenden zu empfehlen. Wäre Ihnen lehr verbunden, wenn Sie mir gleich nach Erhalt des Briefes die Inhalationen zu|endm würden."

Ans vollem Herzen!

Herr Ingenieur MaxWust, Dresden, schreibt:Aus vollstem Herzen kann ich den Zuschriften beistlmmen, die Sie schon erhalten . ~~ fe*£.e sesit drei Jahren an einem bartiiäckigen Bronchialtatarrh. Starkes Ra||eln aus ber Luftröhre und Aus­wurf waren die Folge desselben. Nach Gebrauch von 25 Jnhala­twnen ging das Rasseln zurück und ist icijt fast vollständig ver­schwunden. Und erst hörte man cs drei Meter wen. Was in drei Jahren Bader und Inhalationen mit allerlei

wöcheittl. Uebersichl derToderWe i. ö. StaM Siehe«.

40. Woche. Vom 1. bis 7. Oktober 1911. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,300 (iukl. 1600 Mamr Militär). Sterblichkeitszisser: 13,30 °/08, nach Abzug von 4 Ortsfremden 6,60 c/00.

Kinder

- 1 (1

KD

-_______8(2) -

4(1) 8(2) 1(1)

Lebensschwäche_______8 (2)

Summa: 8 (4)

Nierenentzündung Blinddarmentzündung 1 (1) Krebs 1 (1)

schäftS- unb schloß mit ber Mitteilung, daß er aus Anlast bcr ?veier und im Hinblick auf das schöne Verhältnis, das stets zwischen ber Firma und ihren Arbeitern bestanden habe, eine Jub ilä um s sti f tun g von 20 000 Mar k errichtet habe, bereu Zinsen den Arbeitern mit mehr als zehnjähriger Tätigkeit im Geschäft zugute kommen solle

Außer dieser Stiftung überwies Kommerzienrat Noll den ältesten Arbeitern namhafte Geldbeträge und auch die kaufmännischen Angestellten und Meister erhielten nam­hafte Geldbeträge unb wertvolle Erinnerilngs-ZiFarren- ^Um 1 Uhr vereinigte bann ein Festm ah l die Familienangehörigen, behördlichen Vertreter, d^e Angestell­ten, Meister unfc ältesten Arbeiterinnen und Arbeiter, Ge- schäftsfreunbe usw. im Großherzog von Hessen, Ver­lause des trefflichen Mahles brachte Kommerzienrat Noll einen Trinkspruch auf ben Großherzog, als den ettrigen Förderer von Handel und Industrie, Kunst unb Willen­schaft, aus. Herr Fritz Walther brachte mit herzlichen Worten ein Hoch auf bie Firma Noll aus, wahrend bie Herren Meurer und Braun bie Glückwünsche ber An­gestellten in poetischer Form aussprachen. Oberbürger­meister Mecum übermittelte die Glückwüniche ber Stadt­verwaltung und ließ bie Familie Noll hochleben. Für bie Nachbarn des Hauses Noll unb bie eingelabenen Gaste sprach mit feinem Humor Kirchenrat D. Schlosser ber mit einem Hoch auf bie Zukunft des Haukes Noll schloß, wahrend Geh. Kommerzienrat Heichelheim Frau Komerzienrat Noll feierte. Herr Wenzel gebuchte ber Werkmeister als ber besten Stützen ber Firma. Zahllos waren bie brief­lichen und telegraphischen Glückwünsche aus nah unb fern und vielleicht mehr noch aus ihnen als aus allem Anderen konnte der bem Geschäft Fernstehende ersehen, wie zahlreich die geschäftlicheii Fäden finb, die von bem alten Geschäfts­haus am Burggraben hinausgehen in bie weite Welt, unb welche Bedeutung solche Firmen für das Blühen unb Ge­deihen unserer Stabt haben.

Heute gibt die Firma einem Teil ihrer Arbeiter ein Fest in Roo heim, währenb der andere Teil am Mittwoch hier feiert. Dann tritt bie Arbeit wieder in ihr Recht yjlbge es bem Hause Joh. Balth. Noll vergönnt sein, noch lange Zeit wie seither an der deutschen Mrbeit mit Erfolg teilzunehmen. ________________________________________

Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen­seuche in Hessen vom 7. bis 13. Oktober 1911.

vtZ 15. Oktober -4- , 15. , = 4-

M In der V (ine i&ne 3= tt wolmnog wwn aetmieien. '-W' "Eine 3- and Wobnung, neui jjoj.j.mm. Hm

Ml

Wshmß' \ Möb? ßiM Ä sofort oderidc 5199______Tte

WliM i 5733 Großer WdliM 15773] (fbtlif. man 6194 Äe

Peasion £

Wintn flaue £ u. an Staötcheattr, i , unb .Hin Ing.Äuientb.i.xin 3'mmer in ied.P, Acht, Zenttalheiz, »orziiglicher Pri

Kreis:

Am 7. Okt. waren verseucht:

Vom

7. bis 13. Olt. sind neu ver­seucht:

Vom

7. bis 13. Okt. ist die Seuche erloschen in:

Darmstadt.

Darmstadt

Bensheim .

Zwingenberg

Bensheim

Dieburg ..

Erbach . . .

Groß-Gerau

*

Heppenheim

Viernheim

Offenbach. .

Dudenhofen, Hausen, Dietesheim, Hainstadt, Weiskirchen, Klein- Auheim

Offenbach, Muhlheim, Klein-

Krotzenburg

Gießen..

Ettingshausen, Ober- Hörgern , Eberstadt, Obbornhofen, Utphe, Bellersheim

Steinberg, Arnsburg

Ober-Hörgern, Ettingshausen

Alsfeld . . .

Büdingen, .

Berstadt, Heuchelheim, Echzell, Ranstadt Bingenheim

Selters

Friedberg .

Gambach, Heldenbergen, Münzenberg, Wohn- bach, Büdesheim, Viel­bach, Griedel, Bön­stadt, Trais-Münzen- berg, Rockenberg, Beien­heim, Rendel, Klein- Karben, Ober-Wöllstadt, Dorn-Assenheim, Dor­heim, Ossenheim, Vilbel, Bruchenbrücken, Assen- heim

Rieder-Flor­stadt, Södel, Friedberg- Fauerbach, Nieder-Wöll- sladt, Groß- Karben,Klop­pen heim, Kirchgöns,

Bauernheim, Ilbenstadt,

Reichelsheim Wickstadt,

Södel, Weckesheim

Lauterbach.

Angersbach, Lauterbach

Schotten. .

Mainz . . .

- -

Alzey....

Bingen. . .

Flomborn

Grolsheim, Gensingen, Ockenheim

Oppenheim

Wolssheim, Nierstein

WormS..

Mörstadt, Eich, Pfed­dersheim, Hamm

Mörstadt, Eich Pfeddersheim

Oft.

1911

Baronreter auf 0° reduziert l

Temoeratur

der Luft |

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

Grad der Bewölkung in Zehntel der fichtb. Himmelsfl.

Wetter

15. 2n

'.52,4

14,0

9,9

84

NE

2

7

Bew. Himmel

15 95t

753,4

10,2

8,3

90

NE

4

10

Bed. Himmel

16 1"

<54,2

8,2

7,4

92

NNE

2

8

Bew. Himmel