Schlachtgewicht 60—62.00 Mk.: vollfleischige
Da
48.00-40.00 Mk.,
Lebendgewicht 47.00—49.00. Lik.,
--
Conti
u m verein -5 für Marburg lt, daß 6ic Passiven 43527,97
und Uingegcnd wurde initgcreil:
Preis
8 Zin.
49—52
88-92
90
8j
50
88
42
79
37
106-110
45
89
44-46
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47
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60—61
60
47-48
47
58
45—46
58-59
45
59—60
59
. . 46—47
46
gewicht
Lpielplan öes Kurhaus-Theaters Bad Nauheim.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Mittwoch beit
Ter große 9lnme".
Montag den 12. Juni
Wetter
?
Ische Beobachtungen der Station Siehe».
90-95
76-81
Juni
1911
46
51
84—87
91—95
65
59
65
47
82—85
77—80
85
93
Lebendgewicht
Vollsleischige Schweine über 2'/, Zentner
Lebendgewicht
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend-
46
42
45—48
50—53
7 216 7* b“ 8. 1n
108
98
92
78
45-47
. 41-44
)( Marburg, 7. Juni. In einer heute int Amtsgericht abgehaltenen Gläuüig erv ers ammlung des in Konkurs geratenen Konsumve - c" mi* r ~ *
Bull en.
Pollfleischige, auSgewachsens, höchsten Schlachtivertes
" Freitag den 16. Juni Sonntqg den 18. Juni
Vollfleischige, jüngere . . . Fürs e n. Kühe.
O chs en.
Pollsleiscbige, ausaeniästete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt Junge, fleischige, nicht ausgeniäile und ältere ausgeinästete llngejochte .
Zimmer nebit li ab au uermi II Näheres 1
Märkte.
w. Alsfeld, 7. Juni. Zu dem gestrigen Psingstmarkt hatte die Sonne sich gut angestrengt, um der auswärtigen Jugend, die von allen Dörfern unseres Kreises massenhaft herbeigeströmt war, diese frohen Stunden nicht zu verderben. Ist doch auch dieser Tag für die Jugend beinahe der schönste Tag im ?>ahre. Aber auch aus den Dörfern des Kreises Ziegenhain hatten sich Mädchen und Burschen mit ihren schönen Trachten cingesundeir Kurzum, der diesjährige Psingstmarlt war sehr gut besucht und verlief in jeder Hinsicht in der schönsten Weise. Welche An- ziehungstraft der Markt besitzt, beweist, daß sich weit über 200 Kurgäste aus den nahen Bädern hier eingcfundcn hatten.
st. Schotten, 7. Juni. Der gestrige Prämiierungsmarkt war infolge der im Kreise herrschenden Maul- und Klauenseuche für Rindviehauftrieb verboten : an Schweinen waren rund 150 Stück ausgetrieben. Tie Preise für Ferkel waren hoch, während die Preise für Einlegerschweine niedrig zu nencn waren. — Der Vergnügnngsmarkt am Nachmittag war verhältnismäßig gut besucht, wenn auch das gute Wetter den Zuzug aus der Umgegend etwas beeinträchtigte, so war doch der Besuch des Marktes von den Stadtbewohnern sehr gut.
C) Nidda, 7. Juni. Ter heutige S ch w e i n e m a r k t war in Berücksichtigung der strengen Bestimmungen wegen der Maul- und Klanen!enche verhältnismäßig recht gut befahren. Dagegen war die Zahl der Kauflustigen mäßig. Die Preise blieben aui dem eitherigen Stande. Tas Paar 8 bis 10 Wochen alte Ferkel kostete je nach Qualität 50—70 Mk. Fette Schweine waren nicht aufgetrieben ; doch wurden solche an die hiesigen Metzgar für 55 Psg« und 56 Pfg. das Pfund Schlachtgewicht vertäust.
le. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 7. Juni. Ausgetrieben waren 501 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 46.50—49.00 Mk., Schlachtgewicht 61.00—63.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht
754,9
7 55,0 , . <54,3 ,
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 7. Juni. Die Seminaristen unserer Sradr, die 1859 das'hiesige Lehrerseminar verließen, hielten gestern int Saalbau zn Homburg v. d. Höhe eine Zu- fammenlunst ab. Sie harten dazu ihre Klauenbrüder, die 1858 und 1860 vom Seminar abgingen, eingeladen. 16 alte Herren hatten sich eingefunden. Auch waren Angehörige der alten Lehrer erschienen. Rentamtmann Sch äs er von Gießen, ein ehemaliger Seminarist vom Jahre 1859 hielt den Verles ;ab. 15 Lehrer des Jahrganges 1859 sind noch
odjn ’e.
Weidemastschase Schw eine.
Vollsleischige Schweine bts zu 2Zentirer
Schlachtgewicht 59.00—61 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 47.0a—49.00 Mk., Schlachtgewicht 59.00—61 Alk.: Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00-00 Mk. Sauen 00—00 Mk. Geschält mittelmäßig, säst geräumt.
Limburg a. d. Lahn, 7. Juni. Fruchtmarkt. Durch« schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,00 Mk., weißer Weizen (angebaute Jrenidsorte) 16,50 Mk., Korn 13,00 Alk., Gerste: , ultergerste 00,00 Alk., Braugerste 00,00 Mk.. Hafer Mk. 8,80, ( xbien 0,00 Kartoffeln 7,09-8,00 Bit.
E. 6. Wiesbaden. V ie h b o a r k t b e ri cht vom 7. Juni. Auftrieb: Rinder 92 (Ochsen 36, Kühe 56, Bullen 00), Kälber 100,
am 6. bis 7. JilNl — + 23,9’0. . 6. , 7. „ = -t- 9,5 "U
Schweine von 100—120 kg
Miiller'sche Badeanstalt.
W a s s erwärm e der Lahn a in 8. Juni: 1 8 0 R.
Höchste Temperatur
Lliedriglte , Niederschlage — 0,0 mm.
14. Juni: „Wenn der junge Wein blüht. „Kollegen." Hierauf: „Erster Klasse." „Ter dunkle Punkt."
Büchettifch.
— Die Schlacht bei Wörth. Ein Führer über das Schlachtfeld. Bon Ma,or Rtidoli Mohr. Zweite vermehrte Auflage. 'A’iit großer Uebersichtskarte und 9 kleinen Gefechtskarten in Farbendruck. Preis geheiiet Mk. 1,20, geb. 1,60. Verlag von Emil? R o t h in Gießen. Tie vor 3 Jahren in erster Auflage erschienene Schrill des früher dem Jnianterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 angehörenden Verfassers sollte zugleich als Führer über das Schlachtfeld dienen und den Verlauf der Schlacht auf Grund zuverlässiger Quellen in knapper, anschaulicher Form schtldern. Daß diese Absicht dem Verfasser in weltgehender Weise gelungen ist, geht aus den günftigen Urteilen hervor, die dem Buch besonders auch hl der militärischen Fachpresse gewidmet wurden, sowie and) aus der Tatsache, daß jetzt schon eine neue Auflage erforderlich geworden ist. Diese zweite illinmehr vorliegende Auslage stellt eine gründliche Durchsicht des Buches vor, das nach dem neuesten Stand der kriegsgeichichllichen Forschung ergänzt u>id dlirch wertvolle bis jetzt nock) nicht bekannt gewordene Mitteilungen bereichert wurde. Dazu haben zuverlässige MUleillmgen von an der Schlacht beteiligten Offizieren erheblich beigesteuert. Tie bel- gegebenen Kartenskizzen sind sehr anschaulich uiid bei aller Vermeidung allzii vieler Einzelheiten vollständig ausreichend zinu Ver- ständiiis des Buches und zur Cricntierimg auf dem Schlachtfelde. Ter Preis des hübsch ansgestalteten BucheS ist erslaiinlich geruch.
- Paul Rohrbach, T e u t s ch l a n d nute r denWel i- Völkern. 3. Auflage, 8. bis 10. Tausend. Buch vertag der „öilie", G. in. b. H., Berlin-Schöneberg. — Daß von dem Rohrbach'schen Buche bereits ivieder eine neue Austags herausgebracht werden kann, spricht ebenso für die Vorzüge dieser anerkannten Arbeit, als dasiir, daß allmählich im denljcben Volke der Sinn für die Probleme der ausivänigen Voluik zu wachsen beginnt. In knappen llmriffeu veisleht es Rohrbach, uns ein Bild von der Wirtschalls- machl und Entwickelung der einzelnen Völker zu geben, und indem er die geschichtlichen und politischcii Zusanimenhänge der ver° gnngenen Jahrzehnte und Jahrhunderte anelnaiiderreiht, schließt er das Verständnis für die historische und ivirtschastllche Grundlage der internationalen Gruppieruiigen mb. Seil der letzten ^Auslage des Buches sind im Zusamnienhang mit der türkischen Erneuerung, mit dem langsamen Austvacheil Chinas ganz neue Volksprobleme in das Bewiißtjein der europäischeil Nation getreten, und mit dem Tode des Königs Ediiard hat die europäische Politik selber einen anderen Nythrnus erhalten. Anschaiilich uni) temperamentvoll, ohne engen Nationalismus, aber doch getragen von vaterländischem Vlachtwillen, zeickmet Rohrbach die Stelle, die Tciitschland in der internationalen Kräfteverteilung entnimmt.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtwertes 48—52 36—91
Vollsleischige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 40—45 77—82
Steilere ansgeuiästete Kühe und wenig
gut entwictette jüngere Kühe u. Färsen 35—39 70—75
Kalber.
Feinste Mastkälber 64-66 1GG-1U
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 58—GO 96-100
Geringere Masi- und gute Saugkälber 54—37
Geringere Saugkälber . , .... 45—49
Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes^ I. V.: August Goetz.
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CO.Q
L-z!
Sport.
D. Süddeutscher R a o e c v erb a u d. Tic Meldungen zu der am Sonntag, 11. Juni, in Gießen stattfindenden 16. Regatta sind ziemlich gut ausgefallen, cie verteilen sich auf die einzelnen Rennen (die Reihenfolge entspricht der Startnummer- wie folgt: 1. Begrüßungsvierer: Gießener „Hassin", Kasteler „Germania", Mainzer „Fortuna", Offenbacher „Germania", Franifurter „Borussia". 2. Junior-Einer: Frankfurter „Alemannia" (K. Gugler), Gießener „Hassia" (F. Schußler). 3. Anfänger-Vierer: Mainzer Klub 1903, Frankfurter „Amicitia", Gießener „Hassia", Kasteler „Germania". 4. P reis der S!tadt Gießen (Vierer): Frankfurter „Amicitia", Gießener „Hassia", Frankfurter „Borussia", o. Junior-V i e r c r: Limburger R.-Cl. 1907, Mainzer El. 1903, Gießener „Hassia". 6. Verba ndspreis (Vierer): Gießener „Hassia", Offenbacher „Germania", Frautfurter „Borussia", Frankfurter „Amicitia", Mainzer „Fortuna". 7. L a h n P o k a l (Einer): Frankfurter „Alemannia" (K. Gugler), Gietzener „Hassia" (Ä. Jödt), Frankfurter „Amicitia" (E. Bechtolf). 8. 3. Vierer: Gießener „Hassia" 2 Boote. 9. Ernt unter ungSvicr er: Limburger R.-El. 1907, Mainzer Cl. 1903, Gießener „Hassia". 10. P r i n z- Heinrich-Preis (1. Achter-: Gießener „Hassia", Frankfurter „Amicitia^, Offenbacher „Germania". Für 1., 3„ 6., 7. und 10. sind von vormittags 8 Uhr ab Vorrcnncu.
Bei ben neueren von Professor Junghahn und Or. Badete uotgenomnicnen Uiitcrlucbunneii der bctanntciicn biohlenmuicjaoe des Handels erwiesen sich i>r. Zucker'S Kohlensäurcbadcr nut ocu Kissen als die wirksamsten u. dabei im Gebrauch einfachsten, iiiv1/.
Lebendgewicht 47—48
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner
Schafe 3, Schweine 315.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schale und Schweine mittelmäßig. ‘ Preis Durch.
Wolff in Bensheim. — Bestanden: die Postsekrctärprüsung Pvstassisteut A. Seeger in Mainz: die Telegraphcnassistcntcn- prüfung Telcgraphengcbilfe D a r rn stä d t e r in Darmstadt; die Postasslstentenprüfnng die Postgehilfen Görisch in Rieder-Ingelheim, Hisgen in Griesheim, Simmel in Lollar, Linker in Reichelsheim (Odcuw. , Matthes in Friedberg, S ch a r ch in Höchst, Stürmer in Erbach, Stolz in Kelsterbach, Nebel in Vilbel, Nhi in Jugenheim (Bergstr. , Wetzel und W olle mer in Mainz. — Angenommen: Landwirt Gg. H. Bend c r in Dietersheim als Postagent. — Freiwillig aus- geschieden: Telegraphengcbilnu Schomber in Gießen. — I u den Ruhestand tritt Postsekretär Gärtne r in Mainz. — Gestorben: Postsckretär a._ D. Hü11ig in Heegheim, Obertclcgraphcnassissteut a. T. Harting und Postgchllfin K ö h l c r in Darmstadt.
** T i e M ückenplage u n d ihre B c f ä m p f u n g. Die Belästigung durch Stechmücken (Mücken, Schnaken, Gelsen) ist in vielen Gegenden Deutschlands so groß, daß man mit vollem Recht von einer Mückenplage spricht. Bäder und Sommerfrischen, Wälder, die zur Erholung einladen, werden trotz aller Schönheit und sonstigen Vorzüge, wenn sic von der Mückenplagc heimgesucht sind, gemieden. Gelände in der Umgebung großer Städte, das sich zur Bebauung mit garrenumsäumteu Villen in jeder .Hinsicht eignen würde, bleibt der dort heimischen Mücken wegen oft unbewohnt oder doch minderwertig. So entstehen häufig nicht nur dem einzelneu, sondern auch Gemeinden und ganzen Gegenden recht empfindliche wirtschaftliche Nachteile. Es ist daher erfreulich, daß in neuerer Zeit die Bestrebungen, durch freiwilliges, gemeinschaftliches Vorgehen, durch behördliches Eingreifen und durch gemeinverständliche Belehrung der Bevölkerung diesem Hebet ab- z uh elfen, immer weitere Verbreitung finden. Zur Unterstützung dieser Maßnahmen hat jetzt das Kaiserliche Gesundheitsamt unter obigem Titel eine kleine Schrift herausgegeben, die nach einer Beschreibung der Entwickelung und Lebensweise der Mücken die planmäßige Durchführung der Belämpfungsmaßregeln durch Beseitigeu der Brutplätze und Vernichtung der Larven, Puppen und Mücken schildert. Die mit sechs Textabbildungen und einer farbigen Tafel aus- gestattete Schrift kostet nur 30 Pfg.
Landkreis Gießen.
r. Londorf, 7. Juni. Auch der gestrige Festtag des Gesangvereins „F r o h s i n n" verlief hier in schönster Weise. Vorn Montag ist noch zu bemerten, daß der Gesangverein Frohsinn den Hegarschen Chor: „In den Alpen" als Bcgrüßungslied sehr wirkungsvoll zum Vortrag brachte. Ein Vertreter des Mänucr- gesangvereins Grünberg überreichte als Angebinde ein prachtvolles Bild. Abends stellte der Turnverein Londorf einige gut gelungene Pyramiden. Gestern vormittag fand auf dem Fcstplatz Konzert statt, das gut besucht war. Um 2 Uhr wiederholte man den Festzug, in dem wieder die „Splnnstnbe" lebhaften Beifall fand. 9(ut dem Festplatz wechselten wieder Konzert, Tanz und Gesang. Ta auch einige benachbarte Gesangvereine erschienen waren, die ihre Lieder vortrugen, hatte das Publikum wieder einige sehr genußreiche Stunden.
— Lollar, 7. Juni. Am 2. und 3. Psingstseiertag feierte der „Turn- und Gesang-Verein" sein 50jährigcs Beste h c n in den schön eingerichteten Räumen des Vereinslokals „Zum Schwanen". Bei der schönen Witterung und der Mitwirkung aller hiesigen Vereine sowie der Sänger von Wieseck und Altenbuseck verlief das Fest sehr schön, wozu der tüchtige Dirigent, Herr Heim, Kümmel von Wieseck, wesentlich beitrug. Um 2 Uhr nachmittags bewegte sich der Festzug durch den Ort zum Festplatz, woselbst der Vorsitzende, Weißbindermeister Franz Tauber t, alle Gäste begrüßte und den Ortseinwohnern für die schöne Schmückung der Häuser und besonders dem Ortsvorstand herzlichen Dank aussprach.
t. Grünberg, 7. Juni. Daß eine Zeitlang bessere Preise für S ch l a ch t s ck>^v ein e bezahlt wurden, hat die Landwirte veranlaßt, sich namentlich auf die Schweinezucht zu verlegen. Das Ergebnis ist, daß jetzt so viel fette Schweine, aber keine Käufer vorhanden find. Da aber der Züchter die Schweine nicht ewig behalten kann, ist man zur Selbsthilfe geschritten. Die Züchter schlachten ihre Schweine selbst und verkaufen das Pfund zu 60 Pfg. Dieses hat aber einige Metzger in Grünberg veranlaßt, von ihrem Preise von 80 Pfg' auf 65 Pfg. herunterzugehen.
Kreis Schotten.
st. Schotten, 7. Juni. Einem schon lange bestehenden sehr dringenden Bedürfnis entsprechend will die Bayn- v'erwaltung in diesem Jahre die nun nicht mehr zu umgehende Erweiterung des hiesigen Bahnhofs aus- führcn lassen. Die Kosten sind zu 150 000 Mk. veranschlagt. Die interessierten Geschäftsleute begrüßen die Bahnhofs- erwciterung sehr, erhoffen sie doch dadurch eine sehr wesentliche Verbesserung der Ausladeverhaltniffe am Bahnhof. Seither kam es sehr oft vor, daß mancher Empfänger von Frachtgut oft eine oder zwei Stunden warten mußte, bis es ihm endlich möglich war, an den Waggon heranzukommen.
--- Rain rod, 6. Juni. Dem schwerverletzten Heu- Händler Hainbach von hier, von dem wir kürzlich berichteten, geht eS in der Klinik in Gießen besser. Es besteht Hoffnung, daß er am Leben erhalten bleibt. Deshalb wurde auch fein Bruder, der ihn geschlagen hatte und verhaftet war, wieder aus der Untersuchungshaft entlassen.
)( Sellnrod, 7. Juni. Der Fertigstell ing der im Bau begriffenen W af f e r 1 e i tu n g sieht man mit Spannung entgegen. Wenn in einem Ort, wie dem hiesigen, nur ein Hauptbrunnen sich befindet, bei dem die Anzahl der auf Füllung harrenden Eimer gar oft nach Dutzenden zählt, jo wird diese Erwartung erklärlich. Man hoffr auf Vollendung der Leitung bis zum 1. Juli d. I. und Betriebseröffnung am 15. Juli. Die Kosten der Leitung schätzt man für unsere Gemeinde auf 48 000 Mark, für tue Nachbargemeinde Groß-Eichen auf 60000 Mark. Bei den Erdarbeiten sieht man viele Italiener.
f. Aus dem westlichen Vogelsberg, 7. Juni. Tie Obstcrutc fällt nicht so reichlich aus, als man glaubte erwarten zu können. Tie Aepselbäumc )inb jo sehr vom Apfelstecher mitgenommen, daß viele gar keine Aepsel bringen. Leider geschieht in unserer Gegend sehr wenig, um diese schädlichen Käser abzuhalten. Ein Kalkanstrich im Februar oder März wäre schon von Nutzen. Noch besser wäre das Anlegen von Leimringen um den Stamm. Tie gewöhnliche Wagenschmiere tut hier schon gute Tienste. Es wird aber gern vergessen, daß der Leimring alle 4 Tage frisch angestrichen werden muß. Die Wintergold-Paromäne bringt noch einen leidlichen Ertrag. Auffallend ist, daß der immer so ertragreiche Gelbe Mecklenburger schlecht behangen ist. Ter Birnen- (rtiag ist gering. Tassclbe tarnt man auch von Zwetscheu und Kirschen sagen.
und die Aktiven 23 700,05 Mk. betragen. Tie Ucdcrschul- dung beläuft sich aus 19 827,92 Mk. Es wurde beschlossen, die Geschäfte vorläufig fortzuführen, ferner soll mit dem Einziehen der Haftsumme von 30 Mk. bei den etwa 600 Mit- glicoerit der Genossenschaft sofort begonnen werdett.
X. Hanau, 7. Juni. In dem Ueberfchwem- mungs gebiet des Kreises Gelnhausen ist heute eine aus 50 Mann bestehende Abteilung des in Hanau gar- nisonierenden Eisenbahnregiments Nr. 3 eingc- getroffen, um sich an den erforderlichen Aufräumung s - a r b e i t e n zu beteiligen. — In G c i s e l b a ch ereignete sich ein eigenartiger Unfall. Als der Schäfer Ries mit einem Gehilfen Schafe schor, wurde ein Schas unruhig und schlug dem Gehilfen die Schere aus der Hand. Tic Schere flog dem Schäfer Ries in den Hals und durch schnitt hier die Schlagader, wodurch eine lebensgefährliche Verletzung entstand.
-n- Tiez, 7. Juni. Gestern wurde nach dreiwöchiger Dauer die O r a n i e n st e iu e r Aus stellu u g geschlossen. Der Erfolg war sehr gut, es verbleibt ein Reinertrag von 1700 Mark..
K-Zmm- I rnit Zubehör und llscke Alice-Ludt
am Leben. Neun waren erschienen, 50 waren es, die 1857 ins Seminar eintrateu. Emer dieser Veteranen hat rn^ch heute den Lehrerstab in der Hand. Aus dem Jahrgänge 18o8 wareit fünf erschienen, darunter einer aus Homburg selber, der hier schon tätig war, als Homburg noch einen eigenen elb ständig en Staat bildete. Ter Jahrgaitg l860 hatte zwei Herren geschickt. Ein Mittagsmahl und eine Fahrt auf die Saalburg beschlossen den Tag. - Nachdem am 1. Juni d. I. in Bad-Nauheim ein Milchaufschlag statt- gesunden hat und das Liter zu 22 Pfg. verkauft wird, olgen mit dem morgigen Tage auch die h i e f i g c n M ilch- 1 ändle r. Sie nehmen vom 8. Juni ebenfalls 22 Pfg. ür das Liter.
x Steinfurth, 7. Juni. Tie ersten Rosen werden jetzt geerntet. Tie Rosenkulturen, die seit der Ver- mchtung des Löwschen Gutes an die Bauern imb durch die yelöbereiiügung sich bedeutend vermehrt haben, befinden ich in vorzüglichem Zustand und versprechen wie im Vorjahre wieder einen reichen Erlös. In unserer Gemarkung ind etwa 1000 Morgen Land mit Rosen bepflanzt. Einige Rofenzüchter bebauen allein je über 100 Morgen. Haupt- abfatzgebiete find Bad-Nauheim und der Berliner Markt. Tie Haupternte fällt in den August.
x Nieder-Weisel, 7. Juni. Am 9. Juni wird in der hiesigen Komtur kirche der Johanniter- t a g für Hessen und Hessen-Nassau abgehalten. Außer den üblichen Beratungen und der Besichtigung des Krankenhauses, das bedeutend erweitert wiro, findet ein Festessen statt.
x Bad-Nauheim, 7. Juni. Heute morgen fand in der russischen Kirche der erste G o t t e S d i e n st in der Saison statt; es war ein gut besuchter Festgottesdienst zu Ehren der Kaiserin von Rußland, den Propst v. Maltzew von der .russischen Gesandtschaft abhielt. Ter hier sehr beliebte russische Geisttichc hat im russischen Pfarrhause bei dem Vorsitzenden des Kur- und Verschönerungsvereins, Lehrer i .P. Wagner, Wohnung genommen.
Hessen-Nassau.
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Absolute Feuchtigkeit
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23,9
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