Roth in Giessen.
m
(Siemens Roden
^Platz
von vornherein mit rcid)en und vornehmen Mitteln der Aus- flattum; arbeiten konnte, auijeröent aber durch eigene Werkstätten für Dekorationsmalerei, Tischlerei, Sattlerei usto. die Möglichkeit befibt, zu erschmiugliel)cm Preise wcrwollc Ergänzungen zu schossen, die den '.'(niorberungen der modernen Regie durehans. entsprechen. v
Wenn oben gesagt worden iit, für den Entwurf des ^picl- planes müsse eine mittlere Linie eingehalten werden, so gilt dies in gewissem Sinne auch für das Engagement des Personals.
Ein Personal, wie tn Frankfurt, Leipzig oder den gröberen Hofthcatcrn hier zu halten, verbietet sich aus naheliegenden (Gründen. Anderseits aber ist der Geschmack des Gießener Theater- publikitms — und hier hat ja and) der Theaterverein feit, viclat Jahren verdienstvoll vorgearbeitet — ein derartiger, da); Mitglieder mit den sogenannten Provinzmaniereu (in dem bekannten üblen Sinne,i hier feinen Aullong mehr nnben. Tas Gießener Theaterpubliknm verlangt und kann verlangen, daß die ersten Fächer feines Stadttheaters eine gewisse künstlerische Individualität und ein bestimmtes technisches Können besitzen.
Die Sranffurtcr UniversMsfrage.
Berlin, 6. Juli. Tie Verhandlungen ivegen der Errichtung einer Universität in Frankfurt a. M. sind heute im Kultusministcriurn zwischen dem Ober- bürgermeister Adickos Frankfurt a. M. und dem KultuS- Minister ausgeiiommen worden. Tie.Verhandlungen werden sich lange Zeit hinzichcn. Ihr Abschluß ist erst nach den Sommcrferieu zu erwarten, liebet- den Standpunkt der
Taß die Mitglieder im allgemeinen diesen Forderungen entsprochen haben, bewerft schon der Weg, den die größere Anzahl der unter der Tirektion Stcingoeitcr hier engagierten ersten strafte gemacht hat. Wir erwähnen von Tarnen Margarethe Hohl, die von Gießen ans Hoftbcalcr £ Ibenburg, dann ans Stadltheater Chemnitz ging, Lilth Tonerter letzt am Stadttheater Kiel), Elfriede Bayrhcmimer «jetzt am Houheater in Kassel, Helene Achter berg ijeyt am Schillertheater Berlin , Annn Röber • jefet am Hoitheafer £ Idenburg,, Toni Sylva letzt am iliesidenztheatcr Berlin. '2üid) (Starre Albrcdzt und Gusti Net) gehören in diese Reihe starker Talente. Von Herren seien in dieser Beziehung nur genannt Max Sandors jetzt am neuen Sladtlheater in Freiburg), Emil Tamcke jetzt am Hoftheater in Gera, Fntz Achterberg (jetzt am Sd)illcrtbcatcr Berlin, (Siemens Roden - feit 2 Jahren am Stadltheatcr in Basel , Mar Andreas (jetzt am Bremer Schauspielhaus und Reinhold Lüttiohann -bis letzt
ln (Taunus)
*aa 18. Oktober d
lve»*k«,nl05 H
am Berliner Hebbeltheater, geht vom Winter ab zu Max Reinhard).
Tie Nennung dieser Namen mit gewiß bei vielen bester-> freunben die Erinnerung genußreicher Stunden wattz. Soweit ein sorgfältig zusMiimengestellkes Personal die Bürg'chost des Erfolges in sich trägt, darf auch der kommenden Spielzeit nut Vertrauen entgegengesehen werden Es war stets das Prinzip der Bühnenleirung, bewährte Kräfte, ivenu cs irgend ging, zu halten und so fiuderr wir unter dem P rsonalbestand für 1911 12 mieöcr btc Herren Ba kos, Goll, Norden, G üb n e, Bold, sonne Frl. Scholz; auch Frau Baumeiftcr ist wieder als Gast für die Saison genronnen worden.
Die übrigen ersten Fächer werden neu besetzt fein und nur
Cream
uBserei
l stelle 1 ■ an “ Zcrtretci
Agadir.
Ter nach den inarotkauischen Gewässern eiitsandte Streu zer „B erlin" hat am Tonncrstog seinen Best im mungsort erreicht.
Wie die „Wiener Allgoiu Ztg." nu-5 sicherer Quelle erfährt, sind Frankreich und England endgültig davon a b g e k o m m c n, Kriegsschiffe nach A g a d i r zu senden.
Voraussichtlich wird am Freitag abend ein fron zösischer i n i ft c r r o*t abgehalten werden. Vor diesem Ministerrat wird also kaum etwas neues zu erfahren sein. Inzwischen' ist nur zu erwähnen, das; jetzt auch die sran zosischen Zeitungen, die gestern itoct) von einer kategorischen Note, die England nach Berlin gerichtet haben soll, erzählten, diese Meldung widerrufen. Es hat gar feine solche Kundgebung stattgefunden. Außer einer Unterhaltung zwischen dem englischen Minister des Aeußern Sir Edward Grey und dem deutschen Botschafter Grasen "Wolff Metterniet; in Loudon hat es keinen diplomatischen Meinungsaustausch über Agadir zwischen England und Teutsch land gegeben.
Im englischen Untern ans wiederholte "Mason seine Anfrage betreffend die Pflicht des Generatinspef- teurs, an das diplomatische Korps zu berichten, und das
Dom Eichener Stadttheatcr.
Ein Rückblick und eine Vorschau.
Tirektor 5 t e i n g o c 11 c r bittet uns um Aufnahme der folgenden Ausführungen, denen wir um so lieber Raum gewähren, als wir der Ansicht sind, daß ein Theater in einer verhältnismäßig I kleinen Stadt, die cntfd,'icbenftc Förderung verdient.
Bei allen Bühnen, die unter ähnlichen Bedingungen arbeiten, wie das Gießener Stadttheater, ist ein gesichertes, gleichmäßiges 'Abonnement die unerläßliche finanzielle Grundlage Tür die fünft - leriirtH'n Leistungen. Tie Tageskasse eines Theaters hängt von gar vielen Zufälligkeiten, z. B. dem Vorhandensein zugkräftiger ^leuheiten ab und kann leine Grundlage für eine vernünftige - Kalkulalion geben; das Abonnement dagegen ist für den Bühnen 1 eiter Veranlassung, je nach Ausfall aud) den AuSgabeetat zu i gulicrcu. Bei günstigem Abouneinentserfolge können daher für Personal, Anssvattimg usw. von vornherein größere Posten eingestellt iverben.
Es ist schon an anderer Stelle auf die großen Vergünstigungen . T.ingerciefcn worden, die das Abonnement unseres Stadttheaters bietet. Es dars aber auch bemerkt wserden, daß die Leitungen ü unserer Bühne den Vergleirt) mit den Bühnen anderer -stabte, । die unter ähnlichen Verhältnissen arbeiten, sehr wohl aushalten. Es seien da nur einige z. T. größere Universitätsstädte genannt, wie | Bonn, Göttingen, Heidelberg, Würzburg. Gießener, die in den * letzten Fahren Gelegenheit hatten, Vorstellungen solcher aus- ' wattigen Theater zu besuchen, haben sich daraufhin meist doppelt ihrer einheimischen Bühne gefreut und sind in der Kritik, zu der ja jeder Theaterbefuch-cr und vor allem jeder Abonnent neigt, bedeutend milder geworden.
Kritik, and) von Seiten des Publikums, ist ja ein gut Ting und kann auch einer gewissenhaften Bühnenleitung von Nutzen sein. Nur wird dem Bühnenleiter dabei gar vieles tn die schuhe geschoben, wofür er nicht verantwortlick) ist.
Ein Mitglied Z. B. ist bei feinem ersten Auftreten schlecht disponiert oder befangen — es bleibt bei einem Teile des Publikums, auch bet späteren guten Leistungen, für die ganze Spielzeit ein Vorurteil bestehen. £der, in Ermangelung wertvoller Neuheiten, wird ein zwar nicht bedeutendes aber überall gegebenes, neues Lustspiel aufgeführt, — denn Neuheiten werden verlangt — öic Folge ist Verstimmung bei einem Teil des Abonneiltenvubti- fmnS, oder der Tirektor gibt auf vielseitigen Wnitsch einen guten, alten, harmlosen Ben cd ft: nun ist ein anderer Teil des Publikums verstimmt. Der Verfasser halte jüngst Gelegenheit, em amüsantes Gespräch mit anzuhören: Herr Schulze und Herr Lch- mann begegnen sich.
und Betrieben, die eine höhere Krankenzisfor als die vom Schatzamt zu veröffentlichende Tafel länger als drei Fahre hindurch ausweisen u. a. Wenn man die lauge Liste der Vorschriften, die das Gesetz vorsieht, durchlieft, so muß
a,Wben Wien
‘ nUr 86gen bar
cm Führet' Nr. 2
-ahntal
bis zm* Mündung eu unteren und mittleren Stufet lüch Lucrsscn, Wetzlar.
b' Mneit 1 Aauarelldriit
1 UebemchiSkarie. - -?> '5O1C- tcr ÄiiSitimuiiü.
mit iHotidiuitt 2.-Ms. haildlunaen, gegen Sciragseit: neu vom Perlaa.
er Touriiteimereinc iit in herum i-,io das; ne nnrb äcm 'JMim aent iit. ^iebwflcbenciiMnvm flioiic Seuilidifiit ans n w.wi. emgeitvemeu güiistraiiomn VuiL ’ (limWlid) der !>aide mit ben 'nirfnrt wesemüch b?nw
verläisigsler itabntalnidrcr :
Herr Schulze: Nun ist ja wieder die Zeit, das Abonnement ür das Stadttheater zu erneuern.
Herr Lehmann: Jawohl, aber wissen Sic, mein lieber Schulze, ich schwanke, ob ich es wieder tun soll, die Stücke, die bei uns zuweilen ausgesührt werden---
Herr Schulze: Ta haben Sie recht. Wie kann man nur ein so unglaubliches Werk wie den „Grasen von Gleichen" geben.
Herr Lehmann: Erlauben Sie, das war eine interessante, literarische Darbietung; nein, ich ärgere mich, wenn solche Schmörter wie „Lentnantsmündel" ausgesührt werden.
Herr Schulze: Na, hören Sie mein lieber Herr Lehmann, da verstehen wir uns doch nicht; i d; habe mich dabei recht gut amü fiert.
Tie Herren einigten fich schließlich dahin, daß, wenn es ichon heiße, Einem Feden recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann, so sei doch das unmöglichste von allem, es allen Abonnenten eines Theaters recht zu machen.
In Bezug auf den Spielplan bleibt da nichts übrig, als eine mittlere Linie einzuhalten, unter besonderer Berück'ichtigung, daß Gießen Unwersitätsstadt ist und ein Rechr daraus hat, daß der literarische Einschlag des Spielplans nicht zu schwach sei. Es soll jedoch aud) fernerhin keine besondere Richtung in der Ausivahl der Stücke bevorzugt werden und interessante Werke, die aus diesem oder jenem Grunde den Widerspruch eines Teils der Abonnenten herausfordern könnten, sollen in sogenannten „Kamm erspielab enden" gegeben werden, die aber den Abonnenten gegen Gutschein zugänglich sind.
Beim Spielplan sei übrigens erwähnt, daß unsere Bühne stets eine der allerersten auf dem Platze war und auch bleiben soll, wenn cs galt, wertvolle Neuheften auf die Bretter zu stellen; in dieser Beziehung ist sie sehr oft den benachbarten großen Bühnen vorangegangen. Es sei aus den letzten Fahren da nur erinnert an Björnsons „Wenn der junge Wein blüht", Bahrs „Konzert", Thomas „Erster Klasse" und Schönherrs „Glaube und Heimat".
Ter künstlerische Erfolg der Fauftausfübrungei'. hat nun einen Fingerzeig und wertvollen Ansporn dafür geboten, daß beim Mangel auf führungswürdiger moderner Stücke, allere Hauptwerke der Weltliteratur sehr wohl einen Ersatz bieten können, wenn sie von einer großzügigen Fnszenicrung getragen werden. Zur Ein - slndieruitg in diesem Sinne sind deshalb für die kommende Spielzeit eine Reihe größerer Werke vorgesehen worden, n. a. F uli n s Eaesar, B raut von 'M essin a , Meister von Palin nra, Richter von Zalamea und einige der r-hake- s pea risch en Königsdramen. Es sollen hierzu alle Nitts- mittcl moderner Regiekunst, die den Stimmnngsgehalt eines Werkes durck) d)ara!teristifche Ausstattung, Beleuchtung u. a. zu heben trachten, Verwendung finden. Unsere Bühne iit babet im V ortest gegenüber den PwvinztHeatern gleichen Ranges, da Ite
asse 225. Lotterie beginnt 1
Juli 1911
\ ftr jede I 11TJ1- Klasse Lk zu beziehen durch die E ane-Einnehmer m Giessen. 1 p Fhw® |
Walltorstrasse bö |
-Anlage 5
Oie „Grohzügigkeit" der neuen englischen Arbeiterversicherung.
Tie ebenso üble, wie althergebrachte deutsche Manier, vor allem Ausläudifchcu in kritikloser Bewunderung zu ersterben, die Einrichtungen des eigenen Vaterlandes aber, ebenso kritiklos) herabzusetzen, Hal hinsichtlich des von Herrn Lloyd George vorgelegten englischen Arbeiterversichc rungsentwurses etn gründliches und wohlverdientes Fiasko erlitten. Fetzt nimmt die „Soziale Praxis" Anlaß, eine ihr, wie sie ausdrücklich bemerkt, von sehr beachtenswerter '.seite zugegangene Zuschrift abzudrucken, welche den vor eiligen Lobspendern wenig Freude machen wird. Diese hatten insbesondere die „Großzügigkeit" gepriesen, mit der England dem Arbeiterwunsch nach nueingeschräntter Selbst Verwaltung nachzukouimen sich anschicke. Mit diesem Phantom räumt die Zuschrift gründlich aus:
„Wenn man das Kapitel, das über die £rgauisatiou der als Versicherungstrüger zugelasfenen Krankenkassen Han delt, lieft, so findet man acht Zulassungsbedingungen für ine solche friendly soeiety. An erster Stelle steht die Forderung der absoluten S e lb st ve r w a l t u n g. An diese zwei Worte hat sich die deutsche Presse gelwlteu, obgleich einige der übrigen Bedingungen die absolute Selbst Verwaltung gehörig einschränken. Denn es wird weiter gefordert u. a.: für die Wahl der Vorstandsmitglieder, ihrer Stellvertreter usw. durch die Mitglieder gelten die Vorschriften, weiche die staatliche Aufsichtsbehörde, das Bei sicherungsanit, genehmigt hat, oder die das Gesetz vorsieht; örtliche wie zentrale Kontrolle der Maßnahmen zur ärz! lichen Versorgung der Mitglieder und der Auszah.ung von § ranlenuuteistützungen; für alle Streitfälle aus dem Ver- ficherungsverhältnis muß Berufung an ein Schiedsgericht vorgesehen sein, dessen Mitglieder vom staatlichen Verfiche- Tumjsamt bestimmt werden; die Kranlenkasfe muß eine Kaution stellen oder in anderer Weise den Staat schadlos l-alten können bei Unterschleifeu ihrer Beamten; für die iiaatliche Versicherung muß besonders Rechnung geführt juerben usw. Ter Verfasser zählt hiernach die sechs wich- ngsteu Bestimmungen aus, denen ein Versicherungsträger riitcrworsen sein soll. Es zeigt sich da, daß auch betreffs der Buch-- uud Rechnungsführung eine fd)arfe staatliche Kontrolle vorgesehen ist und daß die lünsligen englischen Krankenkassen bei Schritt und Tritt von behördlich?r Genehmigung abhängig sind. „Hiermit ist aber", d sagt die Zuschrift weiter, „die Aussichts- iftigteit des Staates noch lange nicht erschöpft. Ter aa'tlichcn Genehmigung unterliegen die Anlegung verfügbarer Bestände der Versicherungsträger; die Regierung ve.- langt, daß für die Verwaktungslosten besondere Rechnung sesührt werde: sie regelt die Abfindung der von einem Versicherungsträger ausgeschlossenen Versicherten, sie prust die Altersverteiluug dec einzelnen Kasseit und sie regelt die Teckung des anfänglichen Fehlbetrags, der durck) die Aur- nahmeu von Mitgliedern, die im Alter von mehr als 16 Fahren beitreten, entstanden ist. Ter Staat kontrolliert weiter die Kranlheitsverhältnisse in denjenigen Berufen
Nr. 157 Erstes Blatt W. Jahrgang 8rettag, J;3uIM0U
(Sicficitcr lliHCidcr s=| KJ l V11V11V1 UIHVIUVlss;
General-Anzeiger für Oberhessen LLL-M
iinnaD»e,«m »njdgen Hofationsbru» und Verlag der vrühl'schen Unio.-Bud). und Steinbruderei n. Lange, fiebaftion, drpebition unb Druderei: Sibulstratze 7. Land": E.Licß: für den tl; vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäfl5stelle vahnhosstratze |6a. Anzeigenteil: H. Beck.
stattfinden, id) wünsche, daß klar verstanden werde, daß die britische Regierung der Ansicht ist, das; die künftigen Entwicklungen die britischen Interessen direkter berühren, als dies bisher der Fall gewesen ist. Wir hegen das Ver trauen, daß die diplomatische Tiskussion eine Lösung sin den nftid, in dem Anteil, den wir an ihr nehmen, werden wir gebührende Rücksicht nehmen mir den Schutz jener Fn- lcressen und auf Erfüllung unserer Vertragsverpflichtungen gegenüber Frankreich, die dem Hause wohl bekannt sind (Lauter Beifall.)
Ter Korrespondent der Londoner Exchange Telegraph Eompanh telegraphiert über die Einzelheiten eines G e h e i m v ort r a o e s zwischen Fraukreidi uud de in Sultan von Marokko: Frankreich garantiert danach die Souveränität des Sultans und sorgt für eine militärische Streitmacht, die sto,rk genug ist, um die oufrülnerifriien Stämme der Autorität des Snktans zu niitciiverfcn, der alle Kosten für die Streitmacht bestreitet. Ter Sfliltan wird eß unternehmen, mit Unterstützung der französischen Militärkommisfiou eingeborene Polizeitruppen zu organi- ficren. Tiefes Weck feil binnen fünf Fahren vollendet sein. Frankreich wird die scherisische Regierung durch die Ge- Währung gewisser Vorschüsse in Stand setzen, die angeivor- bcneit Truppen zu bezahlen. Fn dein Vertrag wird weiter festgesetzt, daß die schcrinsche Regierung voUkonimene Frei heft haben wird, andere internationale Verträge abzu- schließen, wenn sie es kvünscht. Toch ist die Bedingung festgelegt, daß die Vorschläge zu irgend einem neuen ,91b- (oinnicn vorher der französischen Regiernng unterbreitet werden müssen. Tie französische Regierung erklärt itzre Bereitwilligkeit, zur Bestreitung der gcgcmvärhgcn Ausgaben der marokkanischen Regterung bei der Staatsbank einen Kredit bis 2' ^Millionen Frcrnks zu eröffnen.
Tie Agenee Havas versichert nach Erkundigungen aus absolut autorisierter Quelle hierzu, daß der angebliche Ge- beimvertrag zwischen Frankreick) und Marokko, der in London von der Exchange Telegraph Company veröffentlicht wurde, apokryph ist.
Wie die „Taily Mail" aus Ta u g e r aus guter Quelle erfährt, befinden sich mehrere Tentsche im ^us-distrikte, darunter von Firma Mannesmann angestellte Mineninge nieurc und andere, die nad) Handelsgelegenheiten suche n. Tie Eingeborenen verhalten sich sehr freund 1 i ch den Teutscbeu gegonüb'-r, die ungeheure Vorräte an Lebensmitteln mitbrachten und dadurch dem Ausbruch einer Hungersnot Vorbeugen. Tie Toutschou lieferten auch Saatgut zur Bestellung der Felder.
Tie Agenee Havas meldet aus Areila unterm ü. Füll: Heute morgen kam die spanische Kolonne unter dem Besohl dos' £ borsten Sylvestre hier an und lagerte eine Stunde vor der Stabt. £ borst SYlvestro Iteß Rai- suli seinen Besuch ankündigen.
Beschwerderecht, Artikel 8 und ü der A l g e c i r as a f t e , und fragte, ob Teutschland irgend eine derartige Beschwerde erhob. Sir Edward Grey erwiderte, er habe nicht gehört, daß eine solche Beschwerde erhoben worden sei. Mason fragte iveücr: Wenn leine Bofchwerde erhoben worden ist, welche Rechtfertigung gibt es dann für das Vorgehen Deutfchlands in Marokko? Grey erwiderte: Tie ganze Frage ist k iel zu ernst, um sie hier in Frage und Antwort zu b^hande:u und auf besondere Punkte zu antworten, die )ip' auö den Anfragen ergeben; der Ministerpräsident wird jedoch über die Frage eine allgemeine Erklärung abgeben. Asquith erklärte darauf: Tie kürzlichen Ereiguiiso ver- uiv vu-v _____aulaßten eine Tiskussion zwischen den in Marokko meist-
man zu der Uebeczeugung kommen, daß der Grundsatz der interessierten Mächten. Ich kann in diesem Stadium nur absoluten Selbstverwaltung, der vorangostellt wurde, doch wenig über die Verhandiuugeii sagen, die zwischen ihnen
nur aus dem Papier ficht. Man vergleiche einmal die eng tischen Vorschriften mit ihrer Unzahl von Sicherhoits schlossern mit denjenigen der deutschen R. V. £. über bi. Ersatzkassen, die den hauptsächlichsten Bersicherungsträgern in England, den sriondly soeioties, entsprechen, uud man wird zngebon müssen, daß die bciitirfic R V. £. doch bcu Kassen ein Maß von Selbstverwaltung gewährt, um ba? fic jede friendly soeioth später beneiden wird. Endlich kommt hinzu, daß die friendly soeioties kaum die .Hälfte der Versicherten umsassen: für alle anderen Versicherten aber stellt die neue Versicherung lediglich die Errichtung einer Z w a n g s s p a r k a s s o bei den Po st a n ft alte n dar, an deren Verwaltung die fogenannteu „Versicherten" überhaupt keinen Anteil naben."
So sieht die im engliscben Entwurf vorgesehene „Selbst vecwaltiing" nach dem Urteil eines Sachverständigen aus, von dem die „Soz. Praxis" bemerkt, daß feine Mitteilungen dec fachlichen Anftkäcung zu dienen geeignet feien. Tie „Soz. Praxis" fügt dem freilich hinzu, die Mängel in diesem einen Punkt gestatteten uod) keinen Rückschluß auf den ganzen Plan, dec trotzdem ein groß angelegtes Reformwerk darstelle.


