En ffros: Tribun & Sund heim, Giessen.
Gießen, 16 Oktober 1911.
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Fritz Rosen bannt
Löweugaffe 20
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Telephon 692.
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In unser Handelsregister Abt. A Nr. 10 wurde heute bei der Firma I. H. Jhring, Lich, eingetragen: Die Ge- sellschaft ist aufgelöst. Ter bisherige Gesellschafter Bier- brauereibesitzer Heinrich Jhring zu Lich ist jetzt alleiniger Inhaber der Firma.
Lich, den 13. Oktober 1911.
Großh. Amtsgericht
Brüssel, 16. Okt. Gestern fanden im ganzen Lande Ge- meinderatswahlcn statt, bei denen die Hälfte der Ge- mcindcratssitze neu zu besetzen waren. In allen größeren Städten siegten die gemeinsamen liberal-sozialdemokratischen Listen über die Klerikalen.
Madrid, 16. Okt. An Stelle des seinen Verletzungen erlegenen Generals Ordonnay wurde General Ariza n zum Gouverneur von Melilla ernannt.
Toulon, 16. Okt. Im hiesigen Hauptpostamt wurden z w e i B r i e f s ä ck e g e st o h l e n, die 160 000 Franken enthiellen.
Großh. Bürgermeisterei Stangenrod. K n a u ß.
lichen Unfall. Zwei Güter züge warm zusanrmen- g e sl o ß c n. Die Lokomotive und vier Waggons waren über den Palmdamm gestürzt. Ter Nachtzug ftrcijte die zertrümmerten Waggons, ehe es gelang, ihn anzuhatten. Drei Personenwagen wurden beschädigt nnd fünf Personen verletzt.
Am Sonntag wurde in Gegenwart von 150000 Menschen vom Präsidenten Taft der erste Spaicnstich zur Ausstellung in San Francisco vollzogen Tas G e d r ä n g e war so stark, daß über 100 Menschen ohnmächtig wurden. — Gleichzeitig fand ein Jubel s e st d e r F raue n statt, anläßlich der Einführung des Frauenstimmrechts in Kalifornien.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Wetterallsslchten in Hessen am Tienstag, den 17. Oktober 1911: Heiter, trocken, mild, vielfach Nachtfröste.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Krof- fcrfcr Straße zwischen Rodheimcr Straße uub Gleibcrger Weg teil heute an bis auf werteres für jeglichen Fuhrwerks- und Rad- lchLverkchr gesperrt.
Ai eß en, den 14. Oktober 1911.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Gebhardt,
Letzte Nachrichten.
Der Zelingebote-Hosmann in einer Eisenbahnerversammluug.
Berlin, 16. Okt. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet: Der Verband der Eisenbahnhandwerker und Arbeiter, der 92000 Mitglieder umfaßt, Hütte zum gestrigen Sonntag nach einem Lokal in der Hasenhaide eine öffentliche V e r s a m m l u n g einberufen, um zur Teuerung Stellung zu nehmen. Der Riesensaal war von. 5000 Anwesenden gefüllt. Als der Vorsitzende, Eisenbahn-. Handwerker S t o h r, die Versammlung eröffnet halte, meldete sich der Landtagsabgeordnete Hofmann zum Wort, um gegen die Aufforderung des Präsidenten, daß alle Nichteisenbahner den Saal verlassen sollten, zu protestieren. Unter ungeheurem Tumult und nach scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem Vorsitzenden und Hofmann verließ dieser den Raum mit dem Ruf: „Ich protesttere dagegen, daß Sie einen Abgeordneten ausgewiesen haben, der ihre Interessen vertreten wollte." Mit ihm erhoben sich über 1000 Eisenbahnarbeiter und marschierten unter Hochrufen auf Hofmann aus dem Saal. Ter Vorfall wurde shundenlang erregt besprochen.
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Lnftschistahrt.
Bern, 14. Okt. Ter Flieger Schmid aus St. Gallen, Teilnehmer an den schweizerischen Fliegertagen, ist aus 50 Meter Höbe abgestürzt. Beim Aufschlagen explodierte der Benzin- bchälter und das Flugzeug verbrannte; der Flieger wurde als verkohlte Leiche hervorgezogen.
Kreis Wetzlar. Krofdorf, 15. Okt. Tie freireligiöse Ge-
Danksagung.
Für die in so reichem Maße erwiesene Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Familie Wilh. Pletsch.
Bekanntmachung
Der Voranschlag der Gemeinde Lindenstruth für Rj. 1912 liegt vom 17. d. Mts. acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten auf unserem Bureau offen.
Lindenstruth, 14. Oktober 1911.
Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth.
Bekanntmachung.
Ter Voranschlag der Gemeinde Stangenrod für 1912 Rj. liegt vom Freitag, den 20. Oktober 1911 einschl., ab acht Tage lang auf unserem Bureau zu jedermanns Emsicht offen.
Stangenrod, 15. Oktober 1911.
Bekanntmachung.
Ter Voranschlag der Gemeinde Allendorf a. d. Lahn für Rechnungsjahr 1912 liegt vom 17. d. MtS. an acht
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Beltershain für 1912 Rj. liegt vom Freitag, den 20. Oktober 1911 einschl., ab acht Tage lang auf unserem Bureau zu jedermanns Einsicht offen.
Beltershain, den 15. Oktober 1911.
Großh. Bürgermeisterei Beltershain.
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Bekanntmachung.
Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Gießen, den 16. Oktober 1911.
Betr.: Landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs der Anlage einer Fußweguntersüürung durch den Damm der Oberyessischen Eisenbahn zur Verbindung der Ebelstraße mit der Stephan- strahe.
Die Pläne zur Anlage einer Fußwegunterwhrung durch den Damm der Oberbesfischen Eisenbahn zur Verbindung der Ebelstraße mit der Stevbansiraße zu Gießen liegen auf unserer Kanzlei vom 16. Oktober 1911 bis zum 24. Oktober 1911 zur Einsicht offen.
Innerhalb dieser Fttst sind Einwendungen gegen das Projekt, welche sich auf Ansprüche wegen Verlegung und Aenderung öffentlicher Wege, An- und Zufahrten auf Grundstücke, Einfriedigungen, Wasier- und Vorslutverbältnisse usw., sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehen, bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. [B^/io
Gießen, den 12. Oktover 1911.
Grobherzogliches Kreis amt Gießen.
I. V. gez.: Dr. Merck.
rcfluiuj in der letzten Atzung bei Stadtverordneten hin läßt die ötabt vorläufig 10 Waggons Kartoffeln kommen, die zum Selbstkostenpreis in Mengen bis zu zehn Zentnern an bic hiesigen Eimvvhner, die zum großen Telle ilyrc Winterkarioffeln noch nicht haben, abgegeben werden. Der Preis bürste 3.40 Mk. für den Zentner betragen, während sonst hier 4—5 Mark verlangt werden Aus dem gestrigen Woctienmarttc wurden für das Pfund Kartoffeln fogar 8 Pfennig bezahlt.
tv. Frankfurt a. 9)L, 14. Okt. Wie der Polizeibericht meldet, ist im Stadtteil Oberrad die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen.
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Tage lang aus hiesiger Bürgermeisterei offen.
Allendorf a. d. Lahn, am 14. Oktober 1911.
Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lahn.
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sich aus inSgesawl w bis Ende März an oGr. ■genflänbe berb«n* LuchsührungundlSksp per? tüchtige Sohnes St,0*n «e ffiiU« d-- * lU()anbroerfen> ta «"* innigen S** * btmg ein-8 £ bcn »«"9 ihn |lf (jittJ
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Uttivcrsitäts-Nacbricbten.
Hk. Marburg, 15. Okt. Ter Berliner Privatdozent Tr. Georg Misch hat den Ruf an die hiesige Universität angenommen. Seine Ernennung zum ctatsmäßigcn Exlraorbi- nariuS in ber philosophiscl>en Fakultät ist bereits erfolgt mit beim Lehrauftrag, das Gesamtgebiet der Philosophie im Verein mit den Ordinarien zu vertreten. Misch ist hier Nachsolger von Pros. H. Schwarz.
Gerichtssaal.
Leipzig, 13. Okt. Die Sprachlehrerin Thirion wurde vom Reichsgericht wegen Vergehens gegen § 49 a des Strafgesetzbuches zu sechs Monaten Gefängnis verurtellt. Auf die Strafe werden vier Monate der Untersuchungshaft ungerechnet.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rcbaklion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur Milchpreiserhöhung der Landwirte v o n W i e s e ck.
In Erwiderung auf das Eingesandt vom 14. i>. Mts. entgegnen wir folgendes:
Es entspricht nicht den Tatsachen, daß die in dem Eingesandt erwähnte Milchpreiserhöhung von bat Milchhänblcrn ausgegangen ist, sondern von den Produzenten in mehreren Versammlungen angeregt wurde. Tiefer wiederholten Aufforderung standen bic Milchhändler anfangs ablehnend gegenüber, icbod) unter Berücksichtigung der gegenwärtig herrschenden Futternot tuib der erhöhten FuUermittclpreise wurde ein Abkommen dahin getroffen, daß ein Preisausschlag von 2 Pfennig pro Liter erfolgen sollte. An diesem Ausschlag sollten beide Telle, sowohl Produzenten wie Händler, je zur Hälfte teilnehmen. In den von den Produzenten kürzlich wieder abgehaltenen Versammlungen wurde abermals eine Preiserhöhung beschlossen. Diesem Ansinnen tonnte jedoch von dem Mllchhänblerverein, in Anbetracht ber erst kürzlich vorgenommenen Preissteigerung nicht ftattgegeben werben. Tie so oft geführten Redewendungen, der Milchhäitbler wäre ber Urheber ber Preiserhöhung, muß als völlig aus ber Luft gegriffen bezeichnet werden. Tieser Umstand ist schon bcshalb leicht erllärlich, daß auch ber Milchhäitbler aus einer erneuten Preissteigerung keinen Vorteil, sondern nur Nachteil ziehen würbe, indem der Verbrauch an Milch aufs äußerste eingeschränkt wirb unb somit ein Rückgang seines Geschäfts cintntt. Wie aus vorstehenden hervorgeht/wird wohl jeber rechtlich benfenbe Mensch zugeben müssen, daß die geplante Preissteigerung nicht von bcn Milchhänblern, sonbern lediglich von ben Produzenten ausgehl.
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vermischtes.
kf. Gaby DcslYs über bas nächtliche Paris. Gaby Teslys, die Freundin König Manuels tritt gegenwärtig im Neu Yorker Wintergarten ans und erzählt den Neuyorkern, die sie neugierig nach ihrer Heimat Paris gefragt haben, in einem großen Blatte, wie sich bas Pariser Nachtleben abspielt. Eigentlich, so sagt sic, kann nur, wer in Paris geboren ist, Freude am Pariser Nachtleben sinden und es nrirllid) durchleben — bas ist ein kleiner Siitcnhicb gegen bic Amerikaner. Tas Pariser Nachtleben beginnt um 6 Uhr. Jetzt füllen sich bic Cafes mit bcn ersten Gästen, unb die Charnps Elysöes sind hell erleuchtet. Man sucht sich einen Tisch am Boulevard, von dem mau bas Straßenleben überblickt und ißt, und zwar viel, denn nach 9 Uhr gilt cs in Preis nicht für schicklich, hier zu essen, dann wirb vielmehr getanzt und getrunken Vom Cafe geht man in irgend eine Revue, Ijört. ein paar leichtfertige Lieder ober sieht eine mehr ober wenige Inrm- lose Posse, und um 11 Uhr beginnt dann bie wirkliche Nacht. Um den dritten Grab bei Pariser Nachtlebens grünblich kennen zu lernen, muß man sich nach Montmartre verfügen. Uebcrall herrscht reges Leben in bcn Nachtrestaurants. Man geht an ber „Toten Ratte" und ähnlich genannten Restaurants vorüber und betritt bas vornehmste, die „Abbaye bc Thclemc". Hier wimmelt cs Von jungen Mädchen, bie tags ihrer Arbeit im Konsektions- unb Putzmachcrgcwcrbc n-achgehen, bei Nacht aber ein lustiges Leben führen und tanzen. Wann sie schlafen, iveiß niemand. Außer den Einheimischen Verkehren Isier natürlich bic Fremden, bie das Pariser Nachtleben kennen lernen wollen, unb wenn sie auch samt Frau, Söhnen unb Töchtern basitzen, lassen sic sich doch unter bem Einflüsse ber Pariser Lust von irgendeiner Mimi ob?r Marie gern zu einem Tänzchen bewegen. Ter vierte Teil des Pariser Nachtlebens spielt sich toicber am anberen Orte ab. Wenn bic Morgenbämmcrung hercinbricht, geht man in irgend ein anderes Caf4, wo bie Marktleute verkehren. Man bestellt Wein unb bekommt billigen roten Wein vorgesetzt. Hier sind Hänbler, bic Geschäfte miteinander abmachen und Wein trinfnt wollen, man sieht Bauern in öddzen mit rosigen Wangen, aber getanzt wird hier auch. Punkt 8 Uhr, wenn die Uhr schlägt, verladen bie Hanbclsleutc bas Cafe, unb auch bie Pariser Nachtlebewelt bricht auf, um bcn letzten Schritt bcs Pariser Nachtlebens zu tun. Man geht nach bem Pr6 Catelan unb trinkt frische Milch. Tic Pariser glauben, bic Milch ber Kühe bes Pre Catclan genüge, den Schlaf einer verbummelten Nacht zu ersetzen, und wenn sie bann noch eine kleine Fahrt burchs Bois machen, glauben sic bem nächsten Tage unb ber nächsten Nacht Voll geioachsen zu sein.
Kleine Tageschronik.
Am Samstag entgleisten bei ber Einfahrt in ben Bahnhof von Rothfließ 17 Wagen eines Güterzuges. Ein Schaffner wurde getötet, ein Lokomotiv führer leicht verletzt.
Tic „Kölnische Zeitung" meldet aus Ucrbingen: Tic chemischen Fabttken Weiler-tev-Meer ftitteten zum Jubelest ihres 50 jährigen Bestehens 100 000 Mark für bic Untcrstühungskasse für Beamte unb Arbeiter. Ferner bewilligt bas Wett seinen Arbeitern zur Erinnerung an ben heutigen Tag einen jährlichen Urlaub unb gewährt den im Tagelohn stehenden Arbettem eine Urlaubsvergütung von sechs Matt täglich und ben Arbeiterinnen vier Matt für ben entgangenen Arbeitsverdienst. Außerdem erhält jeder Arbeiter ein Jublläumsgeschnrk im Bettag von 5 bis 50 Matt, je nach dem Dienstalter.
Ein heftiger Sturm richtete in Rownoje (Gouvernement Samara 3) große Verwüstungen an. 9luf der Wolga zerschellten viele kleine Schiffe, Getreibebarken wurden beschädigt, mehrere Häuser zertrümmert und Tücher wcggcriss'.'n.
Nach einer Meldung aus Außig (Böhmen) erlitt der Prag- Berliner Nachtzug in ber Nacht auf Sonntag einen gefähr-
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eute hmrbe unser ne< kiht. Nachdem br Jftt, hielt Lehrer Vrü- m lleberblick über bc trug ein Schuljunge ei ye vor und unter Mujf
Borantritt der sestli. -gung; es schlossen (i । dem Unuug aings jic Jin alten besindet. Nae )erm fang alles an" $ »e l eine weihevolle !■ ine Schülerin die Ikbr :en Vertreter des W lers übergeben tmir' igner bof Schulloli bie tobet tfrefiet vr bie reifete Jugend i
Me Abwässer der Zuckerfabrik Friedberg das Fischstrrben :^rbeigeführt haben.
Starkenburg und Rheinhrffen.
X Groß - Steinhcirn (Hessen), 15. Okt. Kaufmann Ladw. Meyer-Gemgroß, Inhaber der Firma Gerngroß in Mann- hkim, hat seiner Vaterstadt ein Friedensdenkmal gestiftet, aas eine Erinnerung bilden soll an bie vor ungefähr hunbert Zähren durch Großhcrzog Lubwig I. seinem Laube gegebene Vcr- iossung unb weiter eine Erinnerung an ben vor 40 Jahren v Frankfutt a. M. geschlossenen Fricben mit Frankreich. Heute nachmittag sand unter großer Beteiligung bie Einweihung )k- Tcnkmals statt, zu ber als Vertreter ber hessischen Regierung 'kreisial Lochmann aus Offenbach unb als Vcrtteter ber beutschen 1 rieben Gesellschaft Bankbirektor Hohenemscr aus Frankfurt a. M. rschiencii war. Bllbhauer Bu sch-Groß Steinheim hielt bie Be- i üßungsansprache, worauf burch bcn Stifter, Kaufmann Meyer- ierngroß, bie Uebergäbe des Denkmals an bie Gcmeinbe •ifolgte. Kreisrat Lochmann gab bas Zeicheii zum Fallen ,cr Hülle unb Böllerschüsse unb Fanfarenklänge begleiteten biesen ilkt. Die Festrebe, bi? ben Friebensgebanken würdigte unb zum izchlusfc eine Beschreibung bes Denkmals eitthielt, würbe von Gerichts-Assessor Dr. v. Eiff-Groß-Steinheim gehalten, ber nit einem Hoch auf ben Großherzog schloß. Umrahmt würbe lFie Feier burch Musik und Gesangsvorträcp'. An Kaiser unb '-roßHerzog würben Hulbigungstelegranrme geiandt. Noch währenb ,,cr Feier liefen Erwiberungstelegramme ein von bem Großherzog ;inb bem hessischen Minister bes Innern v. Hombergk. Auch Zusiizrat Tr. Tietz-Jugenhcim hatte als Vorsitzender bcs ättcuen rtuifdicn FttebencVereins ein Begrüßungstelegramm gcfaubt unb zur Enthüllung bes ersten deutschen Friebensbenkmals beglüd-
irteinbc Krofborf-Gleiberg feierte heute ihr fünfzigjähriges Jubiläum. 1861 burch bie gegen bcn Willen der Krosborfer erfolgte Berfetzung bes bamaligcn freigcfüintcn protestantii'cheii Pfarrers Geibel entftanben, Hal sich biese länb- lickc Gemeinbe ttotz ber oft ungünstigen Verhältnisse biese 50 Jahre baiburd) erholten unb entfaltet fidj heute unter ber Leitung bes Frankfurter freireligiösen Prebigcrs Klauke wieber prächtig. Tas bewies die heutige Jubelfeier, zu ber besonbers nachmittags so viele Teilnehmer herbrigeftrömt waren, baß sie ber Moossdw Seal kaum zu fassen vermochte. Vormittags fanb eine Fcst- (ftlxmung statt, bei ber Prebiger Klaukc bie Festprebigt hielt. Daran schloß sich ein Festessen unb nachmittags hielten Konzert, Gesang unb Ansprachen bic Erschienenen, zu benen auch Ge- iturainfldframbe aus Frankfurt, Offenbach unb Gießen gehörten, bis in bcn Abend hinein zusammen.
x Kinzenbach, 15. Ott. Das Fest ihrer golbnen Hochzeit feierten am heutigen Sonntag in voller Rüstigkeit die Jakob S t e i n m tt l l e r Eheleute. Die gesamte Gemeinde rahm Anteil an bui'cr erhebenden Feier, unb die Kirche war lif aus ben letzten Platz besetzt. Eine Traubibcl nebst einem < mabcugeschenk des Königs von 50 Mark wurden dem Jubelpaar siiigehändigt. (Steinmüller ist am 10. Juni 1836 in Heuchel 1 iio geboren und steht seit 1. Tezember 1884 in ber Muellerschcn j izarrensabrik zu Gießen in Arbeit.
z. .Hl öfter Altenberg, 15. Ott. In ber abgelaufenen Ihdie fanb ber Abtrieb ber Kreisjungvieh weibe auf Iri Altenberg statt. Trotz bcs überaus trockenen Sommers ergab bi (^ewlchtszunalmlc ber 47 Rinder 3641 Kilogramm, also im |$urdn"d)mtt 77',4 Milogramm glcid) 1 Pfuilb für jeben Tag tuib jedes Tier. Am stärksten von bcn Kreisgemeinben war auch d c-mal wieber Ätzbad) bertreten.
Hessen-Nassau.
Ii. M arbür g, 15. Okt. Tas Wintersemester an der Universität mürbe heute mit der (Einführung des ncugeroähltcn jeltorö für das Amtsjahr 1911/12 eröffnet. Sluch diesmal hatte fi.f; in der Universitäts-Aula ein zahlreiches, den akademischen l.iaiat angehörenbcS Publikum cingcfunbciL Kurz nach 11 Uhr begann der Festakt mit dem unter Orgel Hängen erfolgenden Einzug ber Chargierten der studentischen Korporationen mit ihren Fahnen, ihnen folgten unter Führung der Pedellen der derzeitige !h ‘fror unb ber gesamte akabemische Lehrkörper. Ein Teil ber ähofciforeit trug bereits die an vielen Uiriversitäten übliche Amts- hiirl’i, farbigen Talar unb Mütze. Nach dem Gesänge eines unlcr Leitung des Universitäts-Musikdirektors Professor Senner Krhenden gemilchten Chors gab ber scheibcnbe Rektor, Geh. Kons.- ttar Professor Bndbc, einen Mckhlick auf bas verflossene Uni« beriitätsjahr. Er gedackste der Fürsorge ber Regierung für unsere olma mal er Phllippina unb widmete dem Verstorbenen Kurator, kü'li. Rat Schmidtmann, einen warmen Nachruf. Tie Universität Viarburg sei in fortfd)rcitcnbcr Entwicklung begriffen und deshalb sinden wohl auch bic Wunsche nach (Schaffung neuer Räume für Ünterrichtszweckc balbigft ein geneigtes Ohr. Mit Frcube könne n von einer (Stiftung von 10 000 Mark, die dem staatswissen- siwsilichen Seminar zufalle, berichten. Was die geplante Universität Frankfutt anbelange, so sei wohl mlzimchmen, baß sie ärolgc ber erfolgten gemeinsamen Schritte ber verschiebcnen Hoch- fdnilcii nicht so wiirbe, wie man plane, salls etwas baraus würbe. Nach einem Rückblick auf bic verschiebenen Hodischuljubiläen, benen n beigewolmt, sdsioß ber Redner mit dem Hinweis, baß auch bi Univcrsllät Marburg in 16 Jahren ihr 400jähriges Bestehen feiern könne. Unter entsprechenben Ansprachen überreichte er bann seinem Amtsnachfolger, bem Tircktor bes physiologischen JMtutd, Professor Fttebr. Schcnck, bic Insignien seiner Düttw, r.nis letzterer seine Antrittsrede über das Thema: „Tie Phy loche der Hebung und Ermüdung in ihren Grundzügen mit leblicfen auf einige schwebende Untcrrichtsfragcn" hielt. Ein lang des gemischten Chors beschloß bie Feier. — Auf An-
Marke ..Faostring"
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