Erstes Blatt
M- Iahrgang
Gietzener Anzeiger
Olütr - M- Jahrgang Donnerstag, 8. Mi 1M
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für die Redaktion 112, VV^ if Verantwortlich für den
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Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.
Erdbeben in Merito.
Ter neue Präsident Madern vollzieht seinen pompösen Einzug unter verhängnisvollen Umständen. Ein gewaltiges Erdbeben störte die Festfreude und wird bei der Bevölkerung als ein sehr schlechtes Vorzeichen angesehen werden! Wir erhalten folgende Meldungen, die den schrecken des furchtbaren Naturereignisses ermessen lassen:
Mexiko City, 7. Juni. Heute um 4 Uhr morgens erfolgte ein Erdbeben. Mehrere Gebäude wurden zer stört, darunter die Artilleriekaserne; siebzig Soldaten wurden unter den Trümmern begraben. Tie Zahl der Verwundeten und Toten wirk auf 50 bis 70 ge schätzt.
Neuyork, 7. Juni. Wie dem „Sun" aus Mexiko gemeldet wird, dauerte das Erdbeben sechs Minuten und war d a s s ch w c r st e d c r l c tz t e n z e h n I a h r e. Ter schaden ist größer als anfänglich angenommen wurde und die Zahl der Toten ist größer. Mehrere Personen wurden durch hcrabfallende Gegenstände getötet oder verwundet. Im Bele-Gefängnis, das beschädigt wurde, erlitt eine Anzahl Gefangener Verletzungen. Bei dem Erdbeben erloschen die dichter. Tie Bevölkerung lief angsterfüllt auf die Straßen, wobei viele Personen in der Tunkelheit über die entstandenen Erdrisse stolperten und zu schaden kamen. In den Zei- lungsgebäudcn versagten die Truckprcsscu infolge der Erschütterung. Tie Panik, die dem Erdbeben folgte, inay umso größer, als Tausende von Fremden gerade in der Stadt weilten, um dem Einzug Maderos beizuwohnen.
In der Artilleriekaserne ereignete sich kurz vordem Erdbeben eine Gasexplosion. Auch die Mr cif 1- station der Straßenbahn stürzte ein, wobei mehrere Pcr- foncii gelötet wurden. Es ist unbekannt, wieviel Tote unter den Trümmern der eingefallenen Häuser liegen.
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11 c b" c r 'b i f F l u ch k de S E x p r ä i i de Uten P o r - jirio Tiaz berichtet der Sonder-Aorrespondeul des „Taily Telegraph" wie folgt:
General Porfirio Tiaz, der entthronte Herrscher Meri- lo^, verließ mit gebrochenem Herzen und in geschwächter Gesundheit Havana, mit sich nach Europa einzuschiffen. Aus Montag in Ncunork eingetroffenen Telegrammen geht her- vor, daß die Abschiedsszene eine pathetische war. Ter Sohn des entthronten Präsidenten, Oberst Tiaz, gab den Berichterstattern ben ersten authentischen Bericht über die Flucht des Präsidenten von Mexiko Eitp bis nach Vera Eruz. Erst nach zweitägigem Aufruhr in der Hauptstadt, uuE nachdem ihn seine Angehörigen inständigst augefleht hatten, sich dem Willen der Revolutionäre zu jügen, gab der greise Tiltator feine Einwilligung ,,ur Flucht. Tie eiligen Reisevorbereitungeu im Hause des Prä iiöcntcn, während der Mob in den Straßen wütete, wurden durch den Umstand wesentlich erschwert, daß die Gattin des Obersten Tiaz erst vor zehn Tagen einem Kinde das ^'eben gegeben hatte. Trotzdem verließ die Wöchnerin bas x;ett und nahm an den Reisevorbereitnngen teil Am frühen Morgen, während die Straßen noch von nächtlichem Tuntel erfüllt waren, rasten die Automobile, die die Familie Tiaz beherbergten, zum Bahnhof. Um vier ll.hr morgens verließ der Zug die Halle Zwei Lokomotiven fuhren an der Spitze des Zuges. Tiefen schloffen sich zwei
Expreßwagen an, die von einer Abteilung Infanterie mit zwei Maschinengewehren besetzt waren. Tann tam der sondcrzug des Präsidenten Tiaz, dem sich eine mit einem Regiment Pioniere gefüllte Anzahl Wagen anschloß. Ilm 10 Uhr vormittags wurde der Zug von R c b c l l e u auf g eh alt cii. Ohne die Zeit durch Parlamentieren zu ver licrcn, wurden die Maschinengewehre sofort in B e r e i t s ch a f t g e st c l l t und schon lichteten sich die dichten Reihen der Rebellen. Tie Infanteristen verließen den Zug und nahmen längs der Strecke Aufstellung, wobei auch ihr Gewehrfeuer feine mörderische Wirkung begann.
Unterdessen lonntc der Zug seine unterbrochene Fahrt fortsetzen. Präsident Tiaz befahl den Frauen und Kindern, sich flach auf den Boden zu legen. Tic minder schrien anfangs heftig, beruhigten sich aber bald. Ann verließ Präsident Tiaz mit seinem Sol.n ben langsam fahren den Zng, um ben Fortgang dps Gefechts mitanzufehen. Tie meisten ber Rebellen waren beritten. Tie Mafchincnge wehre brachten sie bald in eine solche Verwirrung, daß sie nach 3 Minuten in panikartiger Flucht ben Schauplatz verließen, indem sie 29 Tote zu rück ließ en
Gleichzeitig mit der Nachricht über die Einschiffung des greisen Generals liefen in Neuhort Berichte rin über den Triumphzug Generals Madcro nach der mexilanischen Hauptstadt. Au jeder Station wurden ihm Blumensträuße überreicht und das Volk begrüßte ihn allenthalben als den Befreier Mexikos!
Dns ttaiserpaar in Neustrelitz.
N e u st r e l i tz, 7. Juni. Ter Staijcr und die Kaiserin sind mittete Sonderzug um 11 Uhr 50 Minuten hier ein getroffen Am Bahnhof war großer Empfang. Ter Großherzog und die Großherzogin, der Erbgroßherzog, her Hof und die Spitzen der Behörden waven auf dem Bahnhof versammelt. Ter Kaiser und der Großherzog nahmen im Schimmelvierer mit Spitzreitern, die Kaiserin, die Großherzogin und der Erbgroßherzog im zweiten Wagen Platz. Unter Hochrufen setzte sich der Zug durch die Straßen der Stadt in Bewegung. Unter dem Baldachin wurde die Kaiserin von neun Ehrenjungfrauen mit Blumen und Versen begrüßt. Ter Kaiser wurde von bem Bürgermeister von Neustrelitz, Geheimrat Wolsahrr, unter bem Kaiserzelt ruppfangen.. Ter Bürgermeister ,einru.erte. in feiner Ansprache an die früheren Besuche bes Kaisers in Neustrelitz und iagte u. a.: Sollte ber Kaiser ic genötigt sein, einmal zu ben Waffen zu rufen, so würden die Mecklenburger mutig und voll Gotivertra uen für Kaiser und Reich, Fürst und Vaterland deut Feind eiugegeiitrcten.
Ter Kaiser banltc dem Bürgermeister für feine Be orüßungsworte. Er drückte feine Freude aus wieder einmal Gelegenheit zu haben, hierher zu lommen um feine Verwandten, insbesondere die ehrwürdige Großherzogiuwitwe zu besuchen und zwar gerade ein Fahr nach ber Hohenzieritzer Feier zur Erinnerung an den hundertsährigen Tobestag der hvchseligen Königin Luise. Tie Mecklenburger seien ein urdeutsches, kräftiges Volk. Sie verehrten wie das preußische Volt die unvergeßliche Königin Luise wie eine Heilige. Dann wurde die Fahrt nach dem Rcfi benzschjoß fortgesetzt.
Trinksprüchc.
Um 1 Uhr fand im Rc,ioenz,chloß Galataf cl statt. Ter Großherzog brachte folgenden Trintsvruch aus:
„Gestatten Majestät, mir meiner hohen Freude darüber Aus- Drud zu geben, daß Eure Majestät und die Kaiserin meinem Hause die hohe Ehre Ihres Besuches erweisen und die Bande der Freund schast, Die seit der Königin Luise zwischen den verwandten Häusern bestanden, auch aus mich übertragen haben. Tie Mecklenburger werden immer treu zu Großherzog wie zu Kaiser und Reich stehen. Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin Hurra! Hurra! Hurra!"
Heues aus der ttlemwelt der Spinnen.
Tie Spinneu haben sich ja im allgemeinen keines guten Rufes zu erfreuen, sondern werden als recht häßliche und iin sympathische Tiere verabscheut. Aber auch hier i)t der Mensch, n*ic nicht selten, ungerecht, und wenn er sich ic lief.r ui di. Ktcinwelt dieser eifrigen Arbeiter vertiefen wollte, so würde in ihm sicherlich ein Gefühl der Neigung und der Bewunderung für die verachtete Spinne aufsteigen. Einen solch varurteilsloi.n Einblick in dcte Leven und Treiben der 1 luge» Nep weder innen, das jur Gerechtigkeit und Liebe hinlcitcn kann, crö'inen uns Die neuesten Forschungen über die Svinuen, von deren Resultaten Henri Eoupin in der Revue berichtet. Weben anderen ich l im men Tingen hat man ja den Spinnen auch uorgcivorfen, daß das Weibchen das Männchen verspeise, .Tas mag in wohl auch hin und wieder Vorkommen, aber es ist durchaus nicht die Regel, lüic der Toulouier Zoologievrofcffor Leeaillou durch Versuche nut den verschiedensten Spinnenarten nachgewiesen hat. Um das Ebeleben der Spinnen zu verstehen, mutz man sich zunächst über die Bezichllngen klar werden, in die die veiden Geschlechter ^einander Sieten. So lange die Spinnen noch ganz klein sind und int Nest »Der aus dem Rücken ber Mutter tl r Tasein fristen, nehmen sie leine Nahrung. Tritt das Bedürfnis der Ernährung ein, dann erfolgt eine Trennung, und jedes Individuum lebt für 'ich Wie bei allen, besonders den fleischfressenden Tieren, iu.es auch ki bin spinnen nicht erstaunlich, baß iie ihre '.'(rtgeiioncn nicht fininuv schonen, aber bas geschieht nur int Falle der höchsten Not. Für gewöhnlich wird eine Kreuzspinne das Leden einer anderen Ärcuzspiune streng respektieren, und bas Weibchen idiont dab.-. ebenso das Männchen, wie das Männchen das Weibchen. Und io wird es auch in der Zeit der Hochzeit und der Flitterwochen gehalten. Niemals endet unter normalen Verhältnissen das Liebe: leben mit dem Tod des männlichen Teils, sondern sie leben in einer vollkommenen Harmonie, und der Mensch kann von der verleumdeten spinne das Ideal ber jjlücHidjcn Elie lernen. Tu rührende Mutterliebe, mit bei" die Spinne den Kokon, das ' nn gesponnene Behältnis der Eier, verteidigt, zeugt von ihrem aus geprägten Familiensinn. Nimmt man ihr ihren Kokon weg, io taumelt sie unruhig umher und geht^ in ihrer -trauer io^ wen, irgend eilten anderen Gegenstand, ein Stückchen Pavier, ein <zadeit- lnäulchen oder sonst euvas mit ihrem Gespinst zu umgeben, wie toenn sie nur das Fortschleppen eines ähnlichen Gegenstandes
über ihren Kummer hin w egt rösten tonnte. Wu der Familien- sinn, so ist nueb der Gesellistleitssinn bei den Spinnen weit mehr ausgebildet, als man im allgemeinen glaubt. Auf einer Reue durch Venezuela hat Eugene Simon drei Spinnenarten beobachtet, die unter sich ganz teste Gesellschaftsformen ausgebildet haben. Tie eine dicier Spinnen, die auf der untersten Stufe eines ge- meiilichaftlichen Lebens iteht, ist cim Verwandte unteree Kreuz spinne. Wie diese webt auch die Kreuzspinne Venezuelas ihre Neye getrennt von ihren Nachbarinnen und stellt ihre Failen ganz für eigene Rechnung. Erst im Augenblick ber Legezeit tritt Der soziale Instinkt hervor. Tann vereinen sich mehrere Weibchen, um gemeinsam auf einem Strauch ein großes gelbliche-, wolliges Gewebe auszuführen, in dem >:e »ich eimchiießen, um Eier zu legen unD ihre Kolons auszuarbeiien. Fünf oder »eck'-s Weibchen teilen sich in die Muttermlichten. Wenn di. jungen Spinnen kräftig genug sind, verlassen ne das mutter liebe Nest, um jede für sich zu leben. Viel entwickelter in die Geselligkeit einer anderen spinncnart in Venezuela. Von diesen sog. Gesellschastsspiunen leben Tarnende zusammen und arbeiten gemeinsam, um ein leichtes durch'tä tiges Gewebe von -ehr großer Ausdelnuing hcrzustcllcn, das bisweilen einen ganzen Äatseebaum vorn Wiv'el bis zur Wur-el umhüllt. In die-em iveilen Netz, in dem nd> sehr unregelmäßige Abteilungen, gleich'am bestimmte Wohnstuben iür das einzelne Fnsckt, beiinßcit, Laziereu nun bie Spinnen bel^glid) atü und ab, verkehren ireundscha'tlüch mtieittanber und beteiligen iid) nickt 'eiten ;n mehreren, um eine besonders umtangreiche Beute zu vcrivciseit. Bet der sog. Re- xublilaneripmite neidet sid- dann ein rtchtigec Genos'-emd »nsstaat ausgebildet, m dem jeder der Neybewohner ’ür die Ge'amri.eit arbeitet. Mehrere Hundert leben hier in einem riesigen Gespinst zusammen, denen dichterer mittlerer Teil für Die Männchen be- stimmt ist, während tue Weibchen sid) an dem äußeren Ilmtreis ihre besonderen lrciS'örmigen Reiter errichten. Zerstört ein Vogel aut »einem Fluge ein Stück dieses gewaltigen Geivinsts, das sid) bisweilen über die ganze Lichtung eines Waldes bin aiisdehnt, Dann machen iid) sofort mehrere spinnen Daran, den schaden wieder auSznbesscrn. Tas Eierlegen wird von allen Acibck.it derselben Kolonie zu'ammcn vorgenornmen. Sie begeben sich dann in einem laugen Brautzug in das Mittelnetz zu Den Männchen unD verseriigeu hier ihre Kokons. Tiefe Kokons haben ganz ?■: Form von trockene»^Blättern, so daß Vögel Daöiird) gciauidit werden und sie achtlds. fallen laßen, während sie sie verspeisen
Ter Kaiser erwiderte:
„Mein lieber Vetter! Gestatte, daß iä» Tir meinen und issprcche li-. die gütigen Worte, die wir soeben vernommen haben. Es ist meiner Frau und mir eine große Freude gewesen, hierher zu kommen. Ter Empfang seitens der Mecklenburger bat uns auf das tiefste gerührt. Rament Iid).bäte ich mich gchreut, so viele alte Kriegskameraden liier $n sehen, auch die jüngeren Generationen waren stattlich vertreten Ich empiinde es danlbar, daß mir ein Jahr nach der bünbertjäbrigcii Gedächtnisfeier für die .n öni g i n.L u t i c ivieder Gelegenheit gegeben ist, dies Haus zu besuchen, welches die Hobe Entschlafene ui ihrer Jugendzeit beherbergt hat. TieieS Land Hat uns einen Edelstein geschenkt Tic Königin ist das Vorbild Der deutschen Frau, sie Hat dieses Vorbild in einer Rein beü uns allen vorgelebt, daß iie inneres Volles guter Genius geworden ist. Möge ihr Bildnis unserem deutschen Volke und Vaterland allezen vorschwebell als eine ewige Brücke zwischen unseren beiden Häusern Tir jur Großherzogin Witwe gewandt, meiner hohen Frau Großtante gegenüber, möchte id» nicht ver fehlen, der schönen Eindrücke zu gedenken, Die id» und die Kaiserin in London erfahren hoben, und die Freundlichkeit zu erwähnen, -die Tein Großneffe und Deine Großnidne uns angetan haben. Mit großer Warme bat der König in seiner Rede die srciindsdmft- lidjcn und naben verwandtschaftlichen Beziehungen unserer Häuser besonders hervorgehoben. Fd» erhebe mein Glas auf dos Wohl des Großberzogs, der Großherzogin und des großberzoglid)en Hauses. Hurra! Hurra! Hurra!"
Ter Maifer verlieh eine Reihe Ordensanszeichnungen.
Tic Abfahrt des Kaiserpaares nach Berlin erfolgte gegen 6 Uhr.
Der Sultan auf Helfen.
Saloniki, 7. Ium Ter Sultan ist heute uach- niittag au Bord des Pauzerfchifkes „Haireddiu Barbarossa", dem das ganze Geschwader folgte, hier cWgetroffcn. Eine viettcuiseudlöpfige Menge begriißte begeistert die cmsaliren- ben Schisse. Ter Sultan bleibt heute an Bord des Kriegs schisses und begibt sich erst morgen früh nach Konak.
Neue Ausschreitungen der Winzer in Zrantteich.
- Paris, 7. Juni.
Tic Entscheidung des Staat-.rates über die „Ehatn- pagnes" bat, wie zu erwarten stand, die erregten Gemüter in der Anbe keineswegs beschwichtigt, wo es bereits am Pfingstiuoutag zu sehr uuliebsameu Austritten und Zu- jaminciistößeii kam. Tic Sturmglocke lu.irbe gegen Abend in mehreren -Ortschaften um Bar-snr Aube geläutet und etwa dreihundert Winzer aus Fontaine und Barville zogen unter den Klängen der „Internationale des Bignerons" nach Bar, wo sic in der Nähe des Stadthauses aus ein starkes Aufgebot vou berittenen Gendarmen und Tragottern stießen, die angesichts ber biohenbcu Haltung vom Leder zogen und die Umzügler langsam zurückdrängten, wobei zahlreiche Per- haftuuge.i vorgenornmen wurden Fm Laufe des Abends waren alle Straßen von Bar-fur-Aubc militärisch besetzt, so daß es zu keinen weiteren Kunogebungen kam. Das Zentral-Komitee hielt eine längere Sitzung und genehmigte ba eine Tagesordnung, in der oie Entfchcibuug des Staats« rates als ungesetzlich bezeiciinel mi;b, Da bas Gesetz von 1905 bem Staarsrate Nicht bas Recht einräumte, neue Be- zeichuungeu zu erfinden. Im Augenblicke des Inkrafttretens dieses Gesetzes gab es, so wurde geltend gemacht, nur eine einzige Eampagne und ba hatte ber Staatsrcrt bie Befugnis, der Aube bie Zugehörigleit zu ber Ehampagne auzuerkcuneu ober zu verweigern, aber keineswegs bie, eine völlig neue Bezeichuuug zu erfinden. Tas Komitee ver- wahrt iid) auf bas Entschiedenste dagegeu, irgendwelche KundgOuug zu veranlass.'! und macht die Regierung für die eventuellen aufrührerischen Bewegungen ocr Winzer veranlivorrlick Tes weiteren erklärt bas Komitee, cs könne in Zukunft kein Vertrauen zu ben Versicherungen der Regierung mehr haben, da diese, statt dem Staatsrale volle
wurden, wenn iie wüßten, was in enthalten? Außerordentlich mannigfach iinD nad» Den Untersuchungen Lseoillons die Arten Der Arbeit, Die die Spinnen verrichten. Tic höchst leiten Fäden, bie sie Herstellen, dienen ihnen zur Anfertigung von Netzen, in Denen »ic ihre Beute fangen,zur Anbringung von sinnreichen Verstecken on mit mehreren Lcisnungen, in Denen sie iid) vor ihren FeinDcn verbergen. Eine weitere Webtätigteit, gilt Den beionDcien Nestern, in Denen • ic ihre Hochzeit feiern, andere Formen haben iie wieder für Die Wocheniiuben, in _btc sie sid) zum Eierlegen -urückzicben. Fhr Faben bient Der Spinne, die sehr schlecht lieht, aber auch zur Fortbewegung uno besonders jur Orientierung. Setzt man eine ihren Moton iragenDc Spinne nur einen runden glatten Tisch, so befestigt Dos Tier ^eilten SeiDcnfaben an bem Moton unD entfernt sick) dann. Den Faden aus Dem Tisch gelangt, befestigt hier das andere Eiide ocs Fad.'ns unD zieht einen neuen Foden zu Dem Kolon zurück, so d.iß ihr, wie der Ariadne Der antilen Sage im Labyrinth, Der Fodc:i stets als Wegweiser dieni. So kann sie "d". mehr als 50 Zentimeter weit entfernen; zerschneidet jnan Den Faden, dann ist cs dem Tier unmöglich. Den Weg zurückzufinbcn.
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— Tic Ticrircli Des 2 üb v als. In der Pariser AtaDcmie der Wissenschaften bchamdte Bo uv i er auf Grund der wissenschaftlichen Ergebnisse der Forfchungsterie von Eharcot die Tatsache, baß Die Tierwelt am Südpol -w.i'ellos zahlreicher unD mannigfaltiger ist als am Nordpol Allein in o.r sehr rnerk- würdigen Gruvpc ber Was' .gliebertierc, Der_ Rüsselasseln, die gewissermaßen Dem Leben im Basser angevaßu Spinnen oarfteHen, wurde eine gon-c Anzahl neuer Arten inbeckt. Darunter eine be» icnbers bemerlenswene, weil sie zehn Füße anstatt Der odn aus- keist. Bei einem einzigen Fug mit Dem Schleppnetz war die Halste ber heraufgebrachten Tiere bisher unbekannt. Ti?fc Tal- sacke erklärt iid) dadurch, daß am Südpol rin großes Festland oder nnndeslens eine gewaltige Jwelwelt gelagert ist, währenD sich am Nordpol tiefes Meer befindet. Es gibt also am Südpol viele Küstengebiete, unD diese iinD cs. Die im Meere Die meisten Tiere beherbergen, weil nur hier zwischen 0 und 15—20 Meter Tiefe Gewächse und Algen vorkommen, cie den von pflanzlich n Nah- rungsiioffen sich nährende i Fische t ?o-:- Fortlommcii >.möglichen,
Reiches Tierleben gibt es tm Meere nur on den yriijten»


