Die heutige Nummer umtobt 16 Seiten.
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— Kurze Nachrichten auS Kunst und 23 ih c n«
München zum Tr. Phil, h. c. ernannt.
und
a^en, um vor der Wählerschaft angesichtS des 12. Januar fam in den RcichstagswuhNarnpf eintreten mit flei'chücbcriidicii Taren aufwarten zu können, die feine werden. In einigen gemctinamcn ^i^ungcn habcn Ser- bAin?en £ünbcn bei der Reichsfinanzreform verschleiern lreter der nalionallibera.en und der wrt,chnttlichen Bolk^- sollten _____________________Partei auf Veranlassung und unter Mrttvlr.ung einer Ab-
Erfrenlicherweise scheint die liberale Einigung in un- ferem Reichstagswahlkreis Gießen, die so oft gefährdet, aber immer wieder erstrebt worden ist, jetzt unmittelbar bevorzustehen, so daß beide liberalen Par.eien gemein-
Am nächsten, itellenrociic sogar ganz nah i: Norden als rhesckeuer James. Lein Sviel hatte _ . Berre Herr Goll svieltc den gi'ten, etwas schwerfälligen -mel- ball Gerald mit ergebener Geduld und suchte seine Manneswurdc so weit als ihm t:e Verfasser das gestatten, mit guter Miene zu nahen. Flott und frisch war Herr Rappeport als »yrcbbic, verlieh und geschmeidig Frl. 5 efi m i b t als Nelin. Frl. Brehm hätte als Ladt, S.llcnger den etwas höher tragen dürfen und den Kontrast »wischen der hochnäsigen Selb't-ufriedenheit und der gewöhnlichen Lebensaussanung schärfer unterstreichen ,ollen, sie gab mebr ein 2mcf-crireibrf':n, allerdings recht roirfiam. Zu erwähnen sind noch Fräulein Scholz als Tante und b;c Herren 3 i n b u r n (Tiener , 83 o I cf Rechtsanwalt) und Hilbert iLchneider'.
Hatte der Bülowblock, toenigftend hinsichtlich der Reform deS Vereins- und Bersamniluiigsrechtes, der Börsengesctz- xeform und der Kolonialgesetzgebung (unter Wernburg) einige Erfolge im Sinne einer fortschreitenden Gesetzgebung auszuweifen, so versagte der Reichstag unter Bethmann- Hollweg in dem, waS man von einer, wenn auch nicht liberalen, so doch wenigstens natürlichen Entwickelung Deutschlands verlangen tonnte, fast vollständig. Herr von Bethmann-Hollweg hätte es an den Ergebnissen der Reichs tagsnackwahlcn seit dem Juli 1909 merken müssen, daß sich die Meinung der Wählerschast gegen seine Politik wandte, er ließ sich aber dazu bereitiinben, die Tätigkeit eines absterbenden Reichstags noch bürd) eine Herbstsession zu cr-
. a - Univ rsttät hat Prof, schick
fantin sah Ta lag ein Band „Seneca und rt Paul" von Aubertin, die Essays von Emerson und von Montaigne, Ibsen, schwedische Bucker, anscheinend Swedenborg, und daneben die Proleaomcna von Kant. Und mit solcher Lektüre stimm, auch die senden; ihres Werkes überein; die Jnsantm bat sich von den Vorurteilen ihres Standes in stiller Geistesarbeit frei- gemacht; Charakter, Reinheit des Herzens und der Wert des Individuums sind die letzten Ziele ihrer Philosophie. , habe keine große Vorliebe für die „Repräsentation", äußerte sie sich ohne besondere Zurückhaltung. „Tie Repräsentation cn sich ist etwas Unzureichendes, sie muß eine innere schäftende Bedeutung haben, ohne das verkleinert sie nur ein w'llensb-.gobtcL Wesen." Mit der ruhigen Klarheit des Verstandes leint sie die Ängst vor der Umwelt ab, die Furcht vor der Lackerlid Feit, die Gefahren aller Vorurteile sie, die von einem der größter und traditionsreichsten Geschlechter abstammt, will den Menschen nur nach seinem eigenen Wert beurteilt wissen, und 'ie bekämpft die Bestrebungen der „Traditionalisten", die nack, ihrer Anftcht „eine schwierige und verderbliche Arbeit verrichten".
Tie Infantin ist auch nicht darüber im Zweifel, aus weichen Gründen die Veröffentlichung ihres Werkes, das sich mit her spani'chen Königsfamilie nicht im geringsten beschäftigt. in Madrid Empörung beroorgeruien hat. „Mein Buch ''oll unter drückt werden, weil ein Abschnitt sich mit der Ehescheidung bc schäumt, die es in Spanien nicht gibt, und weil ich eine positive Moral suche, die abseits der Religion steht, atto etwas, was die Jesuiten nie zugeben können, öahritf em'uf) wird man mich exkommuniziere n " Tie Infantin lehnt es ob, „ein irdisches Band als „heilig" anrusehen, die Ehe beruh nv* inem Vertrag, und jeben Vertrag muß man verbessern, anbei-. n > wenn es not lut, auch brechen können " Daher fordert sie eine
Aus der Betbmann Hollwegschen Zeit haben mir an gesetzgeberischen Resultat en außer Kleinigkeiten die Bei- fassiingsre''orm für Elfaß Lothringen, die Reform der Reicks- vcrfickerungsordnnng mit Einschluß der Hinterbliebenenversorgung, die Priratangestelltenversicherung, das Haus- arbeitsgesev, die die Reichsfinanzreform ergänzende Reichs- wertzuwachsstcucr, das Reichskaligesetz und die Sckifsahrts- abgabcn zu verzeichnen. Alle diese Ersetze sind aber durch Kompromisse zustande gekommen. ES ist nur gut, daß von der Turchdrückung fron Gesetzesvorlagen, wie der Straf- Prozeßreform, der Erhöhung der Telephongebühren, dem Arbeitskammer, und .dem Kurpfuschergesetz, abgesehen wurde.
Ter Schrei nach dem Ausbau der parlamentarischen Rechte des Reichstags, wie er von allen Parteien angesichts der Rovemberdebatlen vom Jahre 1908 anSgestoßen wurde, ist zu einer leisen Klage über daS Nichtkonstitutionelle in unserer Reichsverfassung Iierabacminbcrt, und die Anträge, wie sie gelegentlich der Marokkoaussprache von der Mehr- I;eit des Reichstags in der Richtung einer Beschränkung der kaiserlichen Befugnisse über Gewinn und Abtretung von Kolonialgebiete,i eingebracht wurden, harren noch trotz alles theoretischen Entgegenkommens der Regierung ihrer die Rechte des Reichstags wirklich schützenden Fixierung.
Noch schlimmer stand es um die Betätigung auf dem Gebiet der äußeren Politik. Die Ueberhebung des Vatikans durch die BorromättS-Enzhklika, den Modernistetieid und die vom Papst geforderte Exemtion der Geistlichen von den weltlichen Gerichten ist eine Lache für sich. Sie geht den preußischen Ministerpräsidenten an, nicht den Reichskanzler, und darf daher hier nur angedeutet werden. Aber was haben wir außerdem unter Belhmann Hollweg in Sachen der auswärtigen Politik nicht alles erleben müssen! Tie unter ihm erfolgte Erneuerung der Handelsverträge mit Portugal, Japan und Schweden wird dem wirtschaftlichen Leben Teutschlands ungünstiger denn je sein. _ Und haben wir schon in Marokko unseren politischen E.niluß eingebußt, so läßt die Entwickelung der Tinge in Persien und China uns ahnen, daß es auch hier bald mit Deutschland Hahn in Ruh sein wird, wenn nicht die deutsche Politik eine ganz energische, die Macht des Deutschen Reiches betonende Hal- tu na ein nimmt. £b gegenüber England und Frankreich hinsichtlich Marokkos von Deutschland der richtige Standpunkt eingenommen wurde, bleibt heute noch ein Buch mit sieben Siegeln. In London und Paris sagt man so, in Berlin so, und daran ändert auch die zweite Marolkorede des Reichskanzlers nicht das mindeste. Wem soll da das deutsche Volk Glauben schenken?
In der inneren Politik also Kompromisselei, in der äußeren Schwäche und Ungeschick — das ist die Last, die Deutschland bisher zu tragen hatte. Jetzt, am Schlüsse der zwölften Legislaturperiode des Reichstags gilt es, d.ese Last abzuschütteln und für den 12. Januar alle Wähler auf die Schanzen zu rufen, um ein neues Deutschland in Er- scheinung treten zu lassen, das sich in auswärtigen Angelegenheiten nicht von den Ementemächten die Butter vom Brote nehmen läßt und in seiner inneren Politik die Gewißheit dafür bietet, daß es in Deutschland vorwärts geht.
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Liberale Einigung in Gießen.
Gießen, 6. Dez.
glückliche Großmutter nennt, will mit ihrem Werke b - . ’ n daß „selbst eine Frau ihres Alters nicht unnütz zu sein l . t"
v'e Philosophie der 3neantm.
Bei dem lebhaften Aufseh n, das der Zwist zwischen König Alivns und der Infantin Eulalia erregt, iit esj)on Interesse, einige Ein-elbeiren über den Inhalt und ihrc_ -ten- dcnz des Werkes tu enabren, das die Infantin demnächit vcr- öricntlicht und das die Ursache jenes kategorischen Telegramm? d's Königs von Spanien an die Schwester seines Vaters bildet.
Die Infantin Eulalia, die meistens in Paris lebt, hat die Absage an den spani'chen Königshof, wie sie sagt, mit^ einem gewissen Gefühl der Erleichterung abgcfandt, denn die Freiheit von höfischem Zwang auf geistigem Gebiete stimmt auch mit der Richtung ihres Werkes überein, das durchaus nichts mit den berüchtigten Lebenserinnerungen von Prinzessinnen gemein bar, sondern rein philosophischen Inhaltes ist. Das Buch soll den Titel „Am Lebensfaden" erhalten und gibt in Form von Re- slepionen eine Weltanschauung, deren Grundlagen der Wen der Persönlichkeit und die Entwicklung des Einzelwesens bildet. Tie Die Hauotkavitcl beschäftigen 'ich mit dem Wege -um Gluck des Menfckcn, mit der Er iebung des Di lens, mit der Unabhängigkeit der Frau, mit dem Ausgleich der Klassengegensase durch Er iehung und Bildung, mit dem Sozialismus, mit Rel gwu. Ehe, mit Vorurteilen und den Gefahren der Ueberliefcrung.
Jules Bois, der die Infantin in Paris ausgesucht bat, vermittelt einen charakteristischen Einblick in die Geistes well, in der diese Prinzessin lebt: er nennt ein paar Werke, die er bei seinem Besuche mit Notizen bedeckt, auf dem Schreibtisch der In-
Gicszeuer Stafcttbcatcr.
Mr». Tot.
Gastspiel der Kgl. Sach,. 'i:' '
Reid)stagsab;d)ieb.
DaS deutsche Volk wird erleichtert aufatmen, wenn ber im Januar 1907 gewählte Reichstag jetzt endgültig seine Pforten schließt und es damit des grausamen Spiels mit den Interessen Deutschlands auf dem Gebiete der inneren, wie der äußeren Politik genug ist. Formell hätte fn bet Reichstag noch länger tagen können, z. B. bis zum 25. Januar, wo er gewählt wurde, ober auch bis zum 19. Februar, wo er zusammentrat, — über bi es en Punkt sind sich die StaatsrcchtSlehrer nicht einig. Aber das hätte keinerlei praktischen Wert gehabt, denn in Rücksicht auf die für den 12. Januar 1912 anberaumten Neuwahlen und die damit verbundenen Agitationsrcisen der Srbgeorbnctcn wäre der Reichstag doch beschlußunfähig gewesen. UcberdicS sah sich die Regierung in Anbetracht der rechtzeitigen Der- abschiedung des Voranschlags für 1912 vor dem 1. April veranlaßt, den Termin für die Neuwahlen vor dem 25. Januar anzuberaumcn Cb der Reichstag jetzt nur vertagt unb erst aufgelöst wird, wenn die franzöfische Kammer das Marokko-Mommeu Mitte dieses Monats verab'chicdet hat, oder ob die sonstige, höchst ernsthafte politische Lage zu seiner Wiedercinbernfung Anlaß gibt, ist eine Frage von untergeordneter Bedeutung. Jedenfalls ist jetzt die gesetzgeberische Tätigkeit des Reichstags erschöpft.
Der Reichstag hatte, wollte er ein wirkliches Volks- Parlament fein, seine Berechtigung eigentlich schon verloren, alS er im Juli 1909 die Vorbedingungen durchbrach, unter denen er 1907 gewählt worden war. Damals galt eft die Vorherrschaft des Zentrums und der mit ihm in der Kolonialpolitik an einem Strange ziehenden Sozialdemokratie zu brechen und aus Konservativen und Liberalen cuic Blockmehrhcit herzustcllcn, die nach dem Rezept des Fürsten Bülow das in nationaler Beziehung unzuverlässige Zeu- irum und die antinationalc Sozialdemokratie bclämpfcn iollte. Aber das konservativ-liberale Bündnis scheiterte an dem Egoismus der Konservativen, die bei der von 1907 bis 1909 im Vordergründe des Jntereftes stehenden Reichsjinanzrefomi gegen die Nachlaßsteuer opponierten unb ben Fürsten Bülow stürzen wollten, weil er in Erfüllung Der Worie der Thronrede dem preußischen. Landtage eine Wahlreform hatte zugehen lassen, mit der sich die >tön- servativen, wollten sie nicht ihr Uebcrgewicht in Preußen verlieren, um keinen Preis einverstanden erklären konnten. Sie schwenkten datier vom Bülowblock ab unb fanben bei dem Zentrum umso größeres Entgegenkommen, als das Zentrum, die „Partei für Wahrheit, Recht unb Freiheit", heute feine Stellung nur noch nach Nützlichkeitsprinzipien einrichtet, um in Deutschland die Herrschaft des Ultramon- tanismus immer mehr zu befestigen.
Gesetzgebung, die eine rationelle Ehescheidung -uläßt, ein rechtes bk'ep, bas beiden Teilen die Möglickstllt gibt, nach streu Selbstprüfung eine. Gemeinschaft auf'uheben, die nach err Wollen vielleicht geickeitert ist. Tie Infantin, die sich mi 2i
schäft. Die i
Gießen, 6. Tezembcr.
In Gießen ist immer ungewöhnlich ^'iel „las", viel mehr, als ein halbwegs normaler Mensch ohne Lch^bigung i-nner iamt- liehen körperlichen unb geistigen Systeme eigentlich ertragen lann. und die Folge bicics UeberaugcboteS in bann ort eine inerktrürdigc scdicu vor elwas Neuem. mfl9
eine gewisse Bindigkeit mitsprechu — bei anderen wieder eine mehr von materiellen Rücksichten abhängige Zuruck- haihmg — aber bedauerlich ist eö, wenn bann ein Gast mit besonderen Fähigkeiten und mit gutem Namen vor einem nur mäßig besuchren Haufe fpiclcn muß, wie e: geiiern obciu bad Schick-'ak van Frau Charlotte Basts vom x?e;ih:ater in irrten war. Auch in Rücksicht auf bc Direktion fi das bedauerlich, denn ivenn die Gastspiele nicht besser besuch! werben, daun hart iich füglick niemand darüber wundern, wenn man ichtieplich von solchen, mit besonderen Kasten verknüpften „Leckervinen aanem.
Nun kann man ia allerdings veriaiiedener Meinung über die Zugkraft des von Frau Baste e .rählten Stückes icm, bas trotz seiner Berliner (Erplgr i:n Reiche nahezu unbciannt nt. von N r s. Dot. der enl'chlcsfenen, nach ihrer eigenen Aiis'age unverschämt reichen Hierbrauerswitwe haben nur wenige -.cute ctivas gehört, und wenn auch die < v’iöbic lustig und unterhaltend tfi, versäumt haben sie damit nicksts weiter als einen remr heiteren Abend. Aber der wiegt mitunter reckt schwer, rvrau Baste lebte mit allen Nerven in dieser kecken, geistreichen Witwe, die sich ihren Liebsten mit schlauen Künsten zwischen Braut und Schwiegermutter beraushoir, leb', io sehr darin, ban ne ben Eindruck des SpielcnS aufs a .i . - uc rerr. fte und nichts als blanke, bare Natur ;u geben schien
Boll und rund stelli: sie die inmpr. eiicke Gena,: cur Zwei kerngesunde Beine — unb unsere heimischen Danieller mutzten höllisch aufpassen, damit sie wenigstens einigermaßeii gleiä^n Schritt betten konnten. Das sott keine i?crabic9ung rar die me- figen Künstler bedeuten: -es 'ist :a nur natüi .ch und ganz i'-lo-r- verständlich, daß sie mit ihren, neuen Rollen im Hmlertressen bleiben müssen gegen einen Gast, der eine ihm durch und durch bekannte Fig^r spiell.
orbitung des Hansabundes fick über das gemcinfaine Vorgehen geeinigt, und es ist wohl keine Frage, baß bie beiberfeüiqen PertrauenSmännerversamm-
t dazu ihre luftimmung geben roci d n fnmc liberale Kandidat wirb danach her besann re Verbands- sekretär Erkelenz von den Hirsch-Dunkorschen Gewerkschaften fein. Wir erhalten von dem erwähnten Ausschuß folgende Mitteilung:
Tie fort'chriltliche Volkspartei be8 hiefigkn Reickslagswahl- freile« beabfibtigt. als Reickftiagskandidatkn Herrn Arbeiter- lekretär Anton Erkelen; anfznstkllen. Tie Entscheidung darüber, ob die nationaHiberale Partei diese Kandidatur unterstüht, wird durch die für nächsten Sonntag einberufene Setiraucntmänntr Versammlung getrosten w rden. Wir hosten, da^ die lange an- gestrebte Einigung der liberalen Parteien in unserem Lkahlkreir, tim die sich die ! iestge Gruppe de« Han abondes ein großes Verdierft erworben hat, nunmehr zustande kommt.
Anton Erkelcnz wurde im Jahre 1878 als Sohn einet Schlossermcisters zn Neuß a. Rh. geboren. Er arbeitete wich ersolgreickiem Schulbesuch Zunächst in den Benrather Maschinen fabrifen und biente dann in Zobern t Elsaß, ^cbon frühzeitig 18915/ schloß er sich der liberalen Arbeiter-Vewegiuip, den Hirsck Tunkerschen Gewerk ereilten au. 1902 wurde er Arbeitersekretär in Düsseldorf unb Redakteur des GeiverkvereinSboten, des Bei banbsorgans des G.werkoereins der Metallarbeiter. Seil dieser Zeit ist er auch schriftstellerisch benrorgetreten und zwar auf dem Gebiet der nationalen Arbeiterfrage, namentlich in der „Hilfe" unb in der „Sozialen Praxis". Daneben machte Erkelenz Stu- o i c n r e i i e n in Holland, Cesterreich unb Großbritannien, lieber die Eindrücke, namentlich der Ictzttn Reise beruf e c er in einer Artikelserie in der „Frankfurter Zeitung", die in
England große B"achtttng sand. Seit kurzer Zeit ist er in Berlin als Verbandssekretär der Gcnm:koereine tätig Frühzeitig politisch interessiert, beschäftigte er sich hanptiächlici mit der Frage, wie die deutsche Arbeiterschaft dem Liberalismus erhalten, dem. wiedergewonnen werden könne. Außerdem trat er stets für die Einigung des Liberalismus ein, war Mitbegrun der des das gleiche Ziel verfolgenden Nationalvereins und erregte. wie uns mitgetcilt wird, in der Gründungsversammlung des Vereins großes Aussehen mit seinem Vortrag über „Liberalismus und Arbeiterschaft".
ar. 28? Erster Blatt W. Jahrgang Mittwoch, 6. Dezember Ml
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WW General-Anzeiger für Oberheffen MM ir.ncbmt1 von e ]«n Rotütionsbrud und Verlag der vrüdl'fchen Univ.-Vnch- und Steinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druderei: Schnlftraße 7. ^anb-: dei;-iün den bi! !öttnumgs s'uL vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäflzflelle vahnhofftratze 16a. dinzeigenleii: H. Beck.
Deutsche» Ueich.
Aus Pleß roiro ßct.t.’^^: . . । ic.istag nachmittag begab sich der Kaiser nach herzlicher Verabschiedung in Begleitung des Fürsten zum Bahnhof. Bereme, schulen und die Körperschaften der Bergleute bildeten Spalter. Ilm 3 Uhr 10 Min. fuhr der kaiserliche Soudcrzug nach Breslau ab. T^r Kaiser traf kurz nach 7 Uhr dort ein und begab sich sofort mit Gefolge tn Automobilen zum Lfsizierskasino des Leibkürasjicrregiments „Großer Kurfürst", Schlesische? Nr. 6 in Kleinburg, wo der Kaiser das Abendessen ein nahm. Vom Kaiserplatz durch die .Kürassierstraße bis zur Kaserne bildete daS Kürassicrregiment Spalier.___________________
Ausland.
Bezüglich oer betör,iX .anzösisch-spanischen Verhandlungen schreibt der ,,'JJlatin": Ministerprundent (Sana lei ad habe in der Eiscnbahnfrage die Lösung tu» Auge gefaßt, einen schmalen Gebiets st reifen der ipanii'cket Zone an die französische Regierung abzutreten, um ihr den Bau der E i s ei n b a h n c n von L a r a s ch nach Tanger zu ermöglichen Wenn mes nur cinigcrmaiun ndv tig sei, dann würde einer der wichtigsten Punkte d:s franün'i-d’- ,vann'chen Zwistes geregelt sein, flnbererieild hätte der gegen- märtig mit der Leitung der politn'dien Angetegenheilen des Ministeriums des Aeußern betraute Botschafter Louis und d.r Boi- schäftet in Paris Geoffran eine Formel gefunden, durch die das künftige französische Protektorat mit dem Regime der fpaniich.-i Zone in Einklang gebracht werden könne. Man gebe sich in Pans auch der Hoffnung bin, daß Spanien ein sehen werde, wie not- wendig cs sei, zwischen feiner und der französischen Zone eine natürliche aus F!u . Riff- und G"bt-"sietten beitri" nde Grenze


