Erster Blatt
Dienstag, 8. August 19R
M- Jahrgang
Eichener Anzeiger
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3m Luftschiff über den atlantischen Gzean.
Im Winter dieses Jahres soll -um ersten Male ein Lenkt uft- idrih auf ähnlichem Wege wie des Kolumbus ttaravellcn den atlantijchcn Ozean idberqucren. Tas Ervedittonsschin „5 uchar d" N'ird von Tenerissa aus die Reise antreten, seine Besatzung besteht ans einigen deutschen Lustschisfern Es handelt sich hier um rin ernstes, keinesfalls abenteuerliches Unternehmen, füc dessen gelingen die grössten Aussichten bestehen.
Tie L e nkl u sts chiffa hr t bat in Eurova , wo sie geboren wurde, keine idealen Fahrwerhältnisse angetrofien TaS ."Nima der gemässigten Breiten mit seinem steten Wechsel von nocken-ruhiger und feucht-windiger Witterung ist einer Eroberung ber Luft recht hinderlich. Tie Aufstellung einer mcteorologi l chen Bilanz der Luftschmabrl in unserem Mlima lauft im wetentlichen auf eine Feststellung der Tage hinaus, an denen int „Fahrwasser" der Luftschiffe, das ich bis 1000 m Hohe über der Erde rechnen mochte, befhmmte Windstärken angetrosfen werden. Tabei kann man von günstigen Fahrttagen sprechen, wenn sich die Geschwindigkeit der Luftströmung unter 10 Sekundenmelern <36 Stundenlilometer hi eil, während größere Windgeichwinoig feilen die Ausilducn wesentlich verschlechtern. Bet einer Luft bewegung von 15 in. p. S. ist eine Luftfahrt nicht mehr möglich. Die leit Beginn dieses Jahrhunderts in Entwickelung bcgri'hmen nerologticbcn Observatorien Haden das Beobaäiiungs- material geliefert, um die Fabruuisfiduen der LenHuftschifie auf Grund der bis 1000 m Höhe herrschenden Luirsttöimurgen zu untersuchen Es ;eigte sich das für die LuftschifsaHrr recht ungünstige Ergebnis, daß im 3ominerbalbiahr, während des sunt- jährigen Zeitraums von 1903—1906, nur an 61 unter 100 Tagen flute FabNaussickten vorhanden waren. An 39 Prozent der Sommertage berricklen Windgeschwindigkeiten von über 10 Sc kundenmerer, die bi-* Luftfahrt gefährden.
Zwei oieiche sind es besonders, denen die dlrmospbarc int gc Mäßigten Mlinta unterliegt und die eine Luftfahrt ungünstig be einflussen. 'Jiath dem e i st e n , dem Gesetze der Perdovoelung der Windstärke mit der x>öbe, erreicht bereits in etwa 500 m über dem Erdboden die Windgeschwindigkeit den hoppelten Betrag des Unterwindes, während über dem 500 rn Niveau eine viel langsamere, in manchen Schichten überhaupt reine Windverstirkung beobachtet nxrd. nach dem zweiten Gesetz ist die Wind zu nähme bis 500 m umso größer, je Lebhafter der Wind am Boden weht. Bei schlechtem, windigem Wetter, wie mir es häufig in früheren Sommern bei Anwesenheit von Tiefdruckgebieten hatten, findet der Molorballon eine lihe Windzunahme mit der Höhe, so daß er bereits 200 m über der Erde mehr als die dovvelic Windstärke antrim: nur noch 40 Pro;, guter Fahri tage bleiben bei dieser Wetterlage übrig. .Günstiger werden die Fahrt
sähe des Friedens den kriegslustigen Regierungen dieser friedliebenden Nationen ~"
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Aus Halifax wird durch Funlspruch gemeldet: Der britische Kreuzer „Eornwall" ist bei Cap Sable flcftrniibcl; das Schiff lynt kein Leck und scheint nicht ernstlich beschädigt zu sein.
Aus Cetinie mirh gemeldet: Bis Montag sind über 700 Albanierzurückgekelirt. Ter König bat den Sultan Zur Beilegung des Älbaneramnandes telegraphisch beglückwünscht Tie Meldungen auswärtiger Blätter, wonach Montenegro für den Unterhalt der Malissoren eine E-ni'ä'äbiMmg verlangen werd'-, wird amtlich als unzutreffend bezeichnet. Montenegro würd' tedcS berarhge Anerbieten entrüstet zurückweisen.
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56—60 51-55 46-50
Lisenvahnunsallverhütung.
Tas Bestreben, Eisenbahnunfälle, die sich leider nicht ganz vermeiden taffen, nach Möglichkeit zu verringern und wenigei fchwerwiegend zu gestalten, ist schon so alt, wie die Eisenbalm selbst. Ständig arbeiten Fachleute daran, d,e Gefallen der Eisen bahn zu mildern und die Sicherheit weiter auszubauen. Tie Vreußiiche Staatsbahnverwaltung hat für ihre Beamten einen Fond.' tür nützliche Erftnonngen und Verbesserungen, die zur Erhöhung der Betriebssicherheit oder Wirtschaftlichkeit beitragen Aus vieler 5tässe wurden 1910 an 52 Beamte und Arbeiter zu fammen 20 000 Mark an Belohiiungen ausgezahll. Und man bau wohl sagen, unsere bcutfdjen Bahnen sind die besten und sichersten Tie hauptsächlichste Schutzmaßnahme zur Streckensicherbert ist das Blvckshstein. So genannt, iveil bic gesperrten Sttecken durch Wagerechtstellen eines Armes, der an einem hohen und daher wen sichtbaren VLast befestigt ist, geblockt werden. Zn dieser Stellung bedeutet.das Zeichen- löalt. Erst nachdem der Arm schräg nad> oben gestellt wurde, darf d?r Zug iveiterfabrcu. Tie Bedienung dieser Semaphoren geschieht von den Haltestationen aus. Wo diese zu weit auseinander liegen oder wo das Gleis, infolge von Krümmungen, Gefällen ufw. unübersichtlich ist, werden fic von
69- * 60-‘ jj-4.
W i 1 b e 1 in s b 8 b f am Montag ben Vortrag vom Siellvertrere, » olebcimrato Streme 1, an meldet aus Bremen Trotz
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nid altere hrle ältere Lchlachl'v.
Nr. 184
Ter Gießener Lnzelget erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: viermal wachen!!
«ietzeaerKamllienblLttek, zweimal wöchentillreir bletlfürbenKret$#ieben 1T lenfltag undFreuoi,; iroeunal monatL taub wirtschaftliche reitfrag«'' Fernsorech - Anschlüsse - für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse wr Depeschen:
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aussichten, wenn Hochdruckgebiete das Wetter becinjluncn; es werden nach den Berechnungen 86 Proz. guter Fahrt tage erreicht. Hochdruckwetterlagen sind aber im gemäßigten Mlima verhältnismäßig selten.
Ta die Gunst oder Ungunst der Windverhältnisse darüber entscheidet, ob ein bestimmtes Mlima der Erde für bic Lenkluftscklffahrt günstig ist oder Nicht, kann man die gemäßigten Breiten, vor allem die benachbarten Küstenländer des atlantischen £;eans ohne weiteres als der Lustschinahrt hinderlich ansehen. Günstiger werden Efp und Südeuropa, und ein geradezu ideales „Fahrwasser" Inlbat die durch schönes Wetter und mäßige immer aus derselben Richtung wehende Winde ausgezeichneten P a s s a t g e b i e t c der Erde, die über den Cjeapcn am vollkommensten entwickelt sind.
Will man größere Fahttcn roic die Ueberauerung des L>eans ausiuhren, so wird man naturgemäß eben im Passatgebict zwischen 10 Grad und 30 Grad nordl. Breite den Versuch machen und Nicht wie W e 11 m a n n cs tat in einer Gegend, in der die Witterungs- Verhältnisse ausgesucht ungünstig ftitb. Tie Ostpassate, bic ,eit Kolumbus Zeiten zu ersttlassigen Handclswinoen für bic Segelschiffahrt gavorden find, werden auch für die Luftfahrt noch große Bedeutung erlangen. Zhre aerologi'che Erforschung ist in den letzten Zähren in Eingriff genommen worden. Tie wichtigsten Beobachtungen aus den höheren Luftschichten verdanken wir den Expeditionen des Fürsten von Monaco und Her gesell, wie auch gan; besonders den Meteorologen Teisserenc dc Bort und R o t ch , Oie verschiedene Passaterpeduwncn ausrüsteten. Eine eingehende Bearbeitung des gewonnenen Beobachtungsmarc- iials über dem ailantiidjai Paftalgebiet beftarigt die Anncht, daß dort eine Luftfahrt viel günstigere Windoerhält- n i s s e vorfindet als in unserem Klima.
Tie freie Atmosphäre zeigt dort wesentlich andere Wmdgcsetze als über dem europäischen Festlande. Zunächst fehlt das einem Luftverkehr ungünstige Gesetz der Windoerdoppelung in der Höbe. Ttc Berechnungen ergeben öis 500 Meter über dem Meere eine viel geringere Windzunahme als in unseren Breiten: oberhalb dieses 500-m-Nioeans hat der Wind oas 'dwackc Bestreben, abzuflauen. Tas sind für die Lenklufttch'.nahrt ictht gute Aussichten. Auch eine Skredmung der Häuf gleit des Br. kommens starker Winde über 10 Meter p. S. .m unteren vis 1000 Meter rcidicnocn „Fahrwasser" der Luftschiffe gibt ein ibn lidi günstiges Bild. Rur an 12 Prozent aller Tage rocht: der Wind mit einer größeren Geschwindigkeit als 10 Meter, an S3 “i rr zenr der Tage herrschten gute Fahrwerhöltnisse. Wie mnncrlidi, werden für Teutfdstand nur 61 gute Fahttiag- unter 100 fest gestellt.
Tte Fahrrgcschwindigkcit einer atianiiidien lieber querung hängt nun in erster Linie von der Richtung ab, in
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Ter Kaiser unternahm >n morgen einen Ausriii und horte des Ehcs des Zioilkabinetts, l>
Das ..Berliner Tageblatt"
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...... General-Anzeiger für Gberhesjen
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punkte aus dein Wege geschasst seien, mürbe- sich Nicht mir jeder Unionist int Königreich, sondern weite Schichten
■■en ‘.niiiuiths bic 11ogativ
lich mißbraucht sei, daß eine Fortsetzung des zurzeit bestehenden Zustandes unmöglich sei. (Skifall bei der Opposition 1
Asquith, der von langandaltendeni Beisall bei nisterieilen empfangen würbe, sprach ohne llntcrbrcdnm i seitens der Unionisten. Er erklärt/, Rat sei der Krone gc geben und von ihr angenommen lyorben im Hinblick am die gegenwärtige Lage. Nachdem Asquith auseinanbergesetzi hatte, baß er auf des Königs dringenden Wunsch Mitteilnn gen, bic bisher vom König und ben Ministern vertraulich behandelt imirben, bekannt geben könne, erklärt er, bau nach bi-m Scheitern der Konferenz das Mübinctt sich über btc Auflösung des Parlaments fchlüsjig gemacht, aber den König icht vil Berautwortung .>!--! nehmen könnte, die Auflöstvtg anzuraten, wenn es nicht wüßte, daß, falls die Rcgierungspolitik von einer ange luterhi uses gebilligt würde, r i Möntfl bereit sei, seine Prärogative auszuuben, um die Sicherheit zu gewähren, daß die Entscheidung über das Endergebnis dem Laude anheungcgebeit werbe Tie Minister hätten auch dem König mitgctellt, daß sic sich völlig der Wichtigkeit bewußt seien, den Namen des Königs aus dem Parteiftreit zu lassen und hätten die Zustimmung des Königs erbeten, int Staatsiuteresse Mitteilungen über die Absichten der Krone erst zu verössenllick-en, sofern und sobald sich die Notwendigkeit zu solchem Rat ergäbe. Ter König wäre nach sorgfältiger Erwägung aller Umstände zu dem Schluß gekommen, daß ec keine andere Wahl habe, als dem Rat des rtabinetts zuzustunmen, demgemäß verkündete Asquith am 16. November 1910 die Auflösung des Unterhauses. Asquith stellte weiter in Abrede, daß die zwischen dem Souverän und den Ministern bestehende vertrauliche Abmachung Un- wahrhastigkeit in die nachfolgende Tiskussion der Bill hineingebracht hätte. Tie Pili, erklärte der Minister, ist von uns immer so behandelt worden, und wird setzt so behandelt werden als eine 58111, die int Prinzip von der Wählerschaft gebilligt und die deshalb mit jeder uerniinitigen Äenoerung, die ihrem Prinzip nicht verhängnisvoll ist, zum Gesetz erhoben werden soll. Erft als meine Hoffnung, daß das Oberhaus die Bill annehmen werde, üergcblidj war, wurde der König gefragt und willigte ein, nötigenfalls seine Prärogative auszuüben Zch habe nichts zu entschuldigen oder zu verteidigen (Beifall bei den Ministeriellen-. Wir schlugen nut den Weg ein, der mit den Erwägungen der Ehre und der wahren Rücksichtnahme auf die Würde der Mrotte übcreiiihimmtc. Ter vou uns cingeschlageue Weg war korrekt, überlegt, verfassungsmäßig, und das Kabinett ist, was ihn anbetrifft, bereit, sich auf die Ent- idjcibung des Hduses und unserer Landsleute zu stützen. Tie Bill hat, als sie bas Oberhaus zurückbekam, nur noch eine oberflächliche Ähnlichkeit mit den ursprünglich beabfich- ttgten-rNaßnahmen getragen, unter der Voraussetzung, daß bas Land die Bill gutheiße, hat die Regierung keinen anderen Ausweg aus dieser Situation gehabt, als den von ihr gewählten. Es ist mir vergönnt gewesen, schloß Asquith, dxei britischen Souveränen zu dienen und dabei in nahen Beziehungen zu ihnen zu stehen, und mein Gewissen sagt mir, daß ich in dieser Eigenschaft unaufhörlich mich bemüht habe, die Würde und die berechtigten Privilegien der Krone
itgen Krimincholizti oder: übler fcftjunchmt- Öe des Kgl. McnbenMi. bmucksacheil im ®tr .bt hatten.
des amtlichen T,meniis bestätigt <s fick', daß hier cm rnq I i i di c r Spion verhaft et worden ist nnb olle iibcv die Spionaqeaffär gcinmitten Mitteilungen beruhen burifinii-1 mii Ridiligleil. Es ist >aaai al» feil stehend zu bezeichnen, baß b- ncue Aifare im Zusammenhang stehl nut den tu den letzten Wochen vorgenommenen Berl.afttlng.'n iiiahidier Spione, ms besondere um beut Fall Schnitz und nudi mit brr Anqrlkqenbeit der uort ob« flcurtriltcu Offiziere Frendi nnb Brandon Ter jetzt Bei- baitctc schcini genau und) dem Muster brr Irbigouinntru beiber Offizierr gearbriut ;u Iw bi: Die Behörden verweigern nodi
immer iebc Auskunft. Ter Verhaftete ist hi Breme, Hafen bcobadiht worben, wie et iu -lus-enbefettigungen pbotograplnrrl« Ter Verhaftete tst ein 25 jähriger engliitbcr Zurrst, der iitlcpt Offizier der Bcornnurb war.
Aus Wilhelmshöhe wirb gemclbet: Vizeober- zeremonieumeister vonde m u e s e b e rf ist am Sonntai abend 9.15 Uhr im Roten Kreuz-ttrcinkenhaus Kassel Wahlershausen unerwartet an Herzschlag gestorben. Tie Kaiserin verweilte am vormittag einige Zeil am Sterbelager des hochverdienten Mannes. Tie Beisetzung erfolgt in Bonn.
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. yuubc allein mit M z. 1 cgäfrc feftgenor »lehrere Karton-ur- .Sachen und Uhr,. |tc ^beik der Polizei: tm ganzen 20 be» wieder sreig, 13 sind sämtlich Unten Sachen wurden r 'bracht. Lb die Leger gestohlen morden sind,.
Ltn großer Tag im englischen Unterhaus.
London, 7. Aug Zin Unterhaus fragte M a fö n (liberal) bic Regierung, ob sie an die Verantwortung denke, die Großbritannien als hauptsächlichster Unter- zeichner der Algecirasakte habe, und ob fic zur Beseitigung der gegenwärtigen Ungewißheit und Unruhe für ben Handel und den Kredit, die durch die jüngste Aktion T<nttschlands in Marokko hervorgerufen feien, Schritte unternehmen wolle auf Wciinb bes Artikel 9 bei Algecirasakte, um bein biplvmatischon Korps ben Wunsch bekanntzugeben, Aufkläriing über bic in Frage stehende Aktion zu erhalten. Staatssekretär Greq erwiderte: Zch muß den Abgeordneten Mason bitten, sich zurzeit mit der Erklärung, die Asquith dem Hause über diese Angelegenheit gegeben hat, zufrieden zu. geben.
Hunt fragte an, ob Asquith bekannt geworden sei, daß Der Präsident des österreichischen Parlaments feinen Landsleuten geraten habe, sich mit Ztalien und Frankreich zu verbinden, um Englands Macht zu brechen, und ob er es für ratsam halte, die sofortige Einberufung einer neuen Friedenskonferenz zu verlangen, um bic Grund-
Grey erwiderte, er habe einen Bericht über die Rede gesehen, und wenn der Pericht richtig ist, .so war der :>iedner sehr schlecht unterrichtet, aber es ist nicht bcab- Hditigt, die Einberufung einer Konferenz zu fordern als Folge solcher Reden, denn sonst würden wir nie ohne Konferenzen' fein. (Heiterkeit.)
Tie innere KrifiS.
In Erwiderung auf die Anfrage Balfours betreffend dcu Zeitpunkt, zu welchem an tue -kröne bas Erfucheu gestellt sei, neue Peers zu ernennen, erklärte Asquith, dieses Ersuchen sei gestellt und angenommen worden, nachdem die Lords ihre .Amendements zu der Parlamentsbill eingebracht hätten. Es hatten vorläufig Verhandlungen vertrmilichen Eharakters zwischen dem König und den Ministern stattgefunden. Er werde im Laufe der Debatte über diese etwas mitt eilen.
Balfour beantragte hierauf ein Tadelsvotum nnb erklärte, bic Minister hätten ihre Rechte als Berater ber Krone gröblich mißbraucht und fick) burdi den Mißbrauch dieser Rechte über die Konstitution gestellt. Zln Vorgehen sei ohne Beispiel, sie hätten diesen Weg eingc|d)lagen nicht unter dem Zwang eines großen, iibertvältigcnbni Trumpfs ber öffentlichen Meinung, sondern um die parlameittarische Llbinachuiig zwischen den fic unterstützenden Parteien durchzuführen, zu dem Zweck, daS Volk daran zu Irinbeni, seine Meinung über bic Homerule zu äußern Balfour berührte int weiteren Verlauf feiner Rebe bie Meinungsverschiedenheiten in der unionistifchen Partei und erklärte, es stimme nicht mit der Ansicht einiger Unionisten überein, daß sie gegen die Parlamentsbill dadurch kämpften, daß sie die Regierung zwängen, die Prärogative der Krone bis zur äußersten Grenze zu mißbrauchen. Tiefer Mißbrauch sei im wesentlichen bereits vollenbete Tatsodie und die englischen Staats- cinridjtungeii feien gänzlich aus den Fugen. Trotz dieser Meinitngsperscknedenheiten unter den Unionisten dürsten diejenigen, welche die Regierung unterstützten, nicht glauben, daß sie aus diesem Zwiespalt irgend einen großen Vorteil für sich ein heimsen würden. .Beifall bei der Opposition.) Sobald diese, in zweiter Linie stehenden Streit-
cnblätfcrn zufolge im? lasteten 13 Personen rr ieder srcigelasscn, da ft nichts aus dem Serbin hnen gefundenen ftoftb^ ren Besitz gelangt sind.
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bei die Fahrt erfolgt. Ein Flug westwärts nadi Süd- und M itt clomerika geht mit dem Nord-Lsipafiat, dessen Gc schwindigkeit von etwa 6 Sehmbenmetern im Mm-i sich zu der Üigcngndmunbigfeit des Luftschiffes, die bei voller Kraft cntfaltuim ber Motore zu 15 Meter v. S. anqefetzt werben d.iri, tziuzugezählt, so baß 21 Seknnbenmcter ober 76 Stunocnhloniei. i zuruckgelegt werben können. Tiefe Fahrltcistungen iperoen aber nidit immer erreicht, ba bic Poffatc auch gelegentlich aus s e v c n und G e g c n ro i n b c auftreten können. Eine Ikbcraiicruiig des Ozeans in umgekehrter Richtung aut bic afrikani'ch. Küste zu finbet naturttd» roenifler gute Ausfichten, ba auf hem ganzen Wege ber Passat entgegen rocht. Unter btr Boran? fetzuug einer mittleren Paffatgefchwinbigkeii von 6 Meter p. S unb ber befanntcit Eigenleistung bcs Schlifts sinkt bic Fahrt gefdirouibigfeit auf 9 Sekunbenmetcr ober 32 2tunbcnfilomr!cr Bei oem starken Zuriicktretcn slürml>cher»Wlilbc in oer Palfatzonc und ber geringen Bewölkungs- und N,eder>chlagsipahrfchcnlid>kc.i nnb ai:di bei einer Fahrt gegen ben Lstpanat offenbar noch recht gute Fahrtaussichten vorhauben, so daß die meteorologischen Be bmgungen für bic Möglichken ciius trausatlaiui'd»en Luftver ' kehrs fpredicn. Tie tm Paf'atgebiet feiten nuhretenben iro - vi scheu Orkane zeigen sich fast nur in ben Monaten August, September unb Oktober. Diese Zahreszeit müßte bic Linktahr: meiden Allerdings Haden bic Beobachtungen Der acrolvgiidKit Expeb'.ttonen ergeben, baß der Ostpa not nur im Meeresniveau mit großer Bestänbigkeil rocht; mit junchmenDer Höhe treten immer mehr Wcstwtnbc auf, die von 2—3 .Kilometer ainroarts bic Cher !;anb i ber Die Cippinbe erlangen. Em in diesen Hobt »lagen fahrende-.- Luftt'chnf roürDc bei einem Flug nach Amcrila mit Gegenwind ;u fämpfen haben. Tiefe erst in ben letzten Zalireu genauer bekannt geworbene Eigentümlichkeit ber Paiiatzonc rr:nnt Die Luftschni', möglichst nie De re Schid'ten bei Der ic itu t< Ueberauerung Des Henns aufzufuche.i, um Den Nordosipanak oo.i auszunutzen, währenb es bet bt i Rückfahrt von Vorteil fein könnte, eine Fahrstraße in 1 1 'tilomcter Höhe wähl en, zumal nadi Den besetzen Der Luilströmungen liber Dem Meere keine gefährliche Winb.unahmc in Diesen Höhenlagen üii.uirrffcn wäre.
Bilbcr man sich ein Ge sa m tu r t eil, so ist eine U r b er querung bes attnnti'chen Ozeans im Vafsatgebiet ;:"olnc Der günstigen Winboerhöttm'ic sehr wohl ausführbar, im Gegensatz -u Den uüheren mißglückten Berfuchen, ben Cieen in höheren Brciien von Norbamerika aus von Westen :iad; Osten zu^ nber liegen. Honen roir, bar, dem deutscher. Eroeoftim .chi, ,,3iid d:D" ::r Zauuo'. des nächsten Fohres rin ! olier Erfolg
bcs Lustschiftcs zum Verkehrsmtttel geiau. Tr. Ä. P
zu wahren Aber ich habe mein Amt nicht nur durch die Gunst der Krone, sondern durch das Vertrauen des Volkes und würde midi des Vertrauen A'rudies schuldig Hindu n, wenn ich int entscheidenden Augenblick des großen Kampfes fein Vertrauen tauschen würde, lebhafter Beifall bei den Minister
Deutsches Seid?.
(Oriq.-Tclegr. des tigen Fruchtmartixl, rheislfcher Mk, Ä.OO-uit (hiesiger) Ack. MM lk. 21.00, Gerste, Vr r Mk. 11.50-18.50, v. 30.b0-30.7o, Weize« DU 2b.b0-2b.ld. te' iehl 0|k M. 24.2HI’ üuntkie 'llt. 11.00-11 r igeiülcic l'lt, UÄ-II' “ 13.00—13.2a, Rap» 27.0
(Otiß.-2.cicgt. be« M aw notierte: Hartoneln (nw janbel 'i’lf. 11.00—18.00 ün ;i arkc berichte» 7.^ Ochfcn, 2a MW, 65’ -h- 183« äcbivenie.
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