Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten.
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Nationaler Seutjcher Rundflug.
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gemeine Aufsichtsreckt des Staates werden nicht leicht zu lösen sein. Der Einfluß der Stiftungen auf bic Gestattung und die ganze Verwaltung der Universität können Icictn die notwendige staatliche Autorität und Fngeren; beeinträchtigen. Auch müßten Garantien geschaffen werden, das; die Ärftungsmittel für alle 3eiten ausreichen und dem Staate später leine Lasten entstehen 'JUich die Konkurrenz rage für Marburg und Gießen ist zu prüfen, "oa diese Universitäten später vielleicht durch die Frankfurter Stvii lurrenz größerer Staatszuschüsse bedürfen.
Kassel—Nordhansen des Deutschen uudfluges statt. Als erst r startete W ienc-zier-Z um 1 Uhr 20 Min.; er kam bald in
22o. Lotterie beginnt
111911
Die Frankfurter Universilätzsrage.
Aus Berlin wird uns geschrieben:
Die Verhandlungen wegen der Errichtung einer Universität in Frankfurt a. M sind im Kultusministerium zwischen dem Oberbürgermeister Abickes und dem Kultusminister ausgenommen worden. Die Bei Handlungen werden sich längere Feit hinziehen, ihr Abschluß ist erst nach den Sommerferieu zu erwarten, lieber den Standpunkt der U n t e r r i ch t s v c r w a l t u u g in dieser Frage erfahren wir: Tie Errichtung einer staatlichenVolluniversität kommt für Frankfurt nichtinF r a g e. Bei Errichtung einer freien kommunalen Universität hat neben anöeren Gesichtspuulten die Staats- regieruug vor allem bas Interesse der Frankfurt benachbarten Universitäten im LI uge zu behalten und sich auch mit Baden und Hessen in dieser Frage auseinanberzusetzeu. Was die Errichtung einer freien Universität in Frankfurt anbelangt, so steht die Unterricktsver- rvaltung zunächst diesem Plaue nicht sehr smupathisch gegenüber und zlvar aus folgenden Gründen. Frautfurr wäre die erste Stiftungsuniversitäi privaten Charakters, bei der Errichtung dieser Universität müßten die Interessen des Staates genau geprüft werden, da das auszuarbeiteirde Gesetz — denn die Errichtung kann nur auf Grund eines Gesetzes erfolgen — leicht unabsehbare Folgen für den Staat zeitigen kann. Der freien Universitätsbildung würde Tür und Tor geöffnet, in 3ukunft werden von anderen Kommunen ähnliche Bestrebungen in die Wege g. leitet werden. Die Fragen des Einflusses des Staates auf den Lehrgang und die Besetzungen der freien Universität, das all-
2lus Ijcjicn.
Entschädigung für die an Klauenseuche gefallenen Tiere.
Königin Maria Pia f.
Turin, 5. Juni Königin Maria Pia ist 3.15 Uhr nachmittags im Schlosse St uvini gi infolge plötzlich ein getretener Urämie gestorben. Nach dem offiziellen Krank- heitsbericht war die Königin am Nachmittag des 1. Juli von einer sehr hestigen, von Fieber begleiteten Leber folil ergriffen. Der Zustand verschlimmerte sich dann infolge der hinzutretendeu Störung der Nierenfunktion.
Die Königin Maria Pia war die Witwe des 1880 gc torbenen Königs Ludwig I. von Portugal und die Mutter des 1808 ermordeten Königs Karl I. Ihr Vater war König Viktor Emanuel II. von Italien. Die Verstorbene erreichte ein Alter von 63 Jahren.
entschädigt werden.
Hilfe für Mittel-Gründau Eilten dringlichen Airtrag hat der Abg. Bähr an die Zweite Kammer gc richtet, in dem er die Kammer bittet, die Negierung zu er suchen, entsprechende Mittel für die durch den Wolkeiibruch geschädigten Bewohner in Mittelgrüudau einen angemeffc neu Betrag zur Verfügung zn jtcHeii.
Z u m Fall Svxlet h W a g n e r, über den das gc richtliche Verfahren noch schwebt, hat Prof. Wagner soeben eine 125 Seiten starke Broschüre mit einem über 30 Seiten starten Anhang mit graphischen Darstellungen und Tabellen erscheinen lassen, m denen er sich gegen die von Soxleth erhobenen Angriffe rechtfertigt. In scharfer Weise weist er alle gegen ihn erhobenen Vor würfe zurück, die in erster Linie von Soxleth aus Gehässigkeit und Neid überfeine (Wagners) Erfolge erhoben icorbcn seien.
Alsfeld-Lauterbach Schotten Von Vorzug lich unterrichteter Seite wird mitgctcilt, daß von der nalio- nailiberalcn Partei Herr Heck- Alsfeld, der Direktor det Landwirtschaftlichen Winterschule daselbst, als K a u d i d a l für bei nächste Reichstags wähl aufgestellt wird.
In einer in Mainz abgehaltenen zahlreich besuchten Vertrauensmännerversammlung der Zentruinspartei der LandtagSwahllreise N ie d er-O lm-Go u s enhe i m und K o st h e i m - B o d e n h e i ul wurden bic seitherigen Lanbtagsabgeorbiieten Kommerzienrat M o l t h a u und Justizrat Dr. Zuck mauer einstimmig als Kanbibaten für bic bevorstehende Landtagswahl aufgestellt.
chel, Leun und Gen. haben folgenden
Zweiten Kammer eingercicht: Nachdem durch Ausbruch der Maul und Klauenseuche iu den Orten Ettingshausen iuid Golzheim im Kreise Gießen erhebliche Schäden entstanden sind, beantragen wir, hohe Zweite Kammer wolle bc schließen, Großh. Regierung zu ersuchen, dem nächsten Landtag alsbald ben nach $ tiV des Viehseuchengesetzes vorzu legenden Gesetzentwurf über bic Eutschäbigung einzubringen und darin vorzusehen, daß auch die im Großherzogtum nach dem 1. Januar 1011 cingctrctcnen Fälle nachträglich
Der Ausstand der Seeleute.
Rotterdam, 5. Juli. El i holländische Dampfer mir deutscher Bemannung, oic kfeule morgen hier cintraf, gingen ab, darunter „Baravier 3", dessen frühere Mannschaft gleichfalls in den Ausstand tnu.
London, 5. Juli. Auf den Kais der Grafschaft Surre>) ist die Arbeit wieder ouigeiiommcn worden.
South Shields, 5 Juli. Tie ausständigen .s? nie na r beiter am Tune nahmen ein von ihren Vertretern den Arbeitgebern unterbreitetC5 Lohnabkommen einstimmig an, beschlossen aber, später eine weüere Forderung zu stellen. Tie Arbeit wird morgen ausgenommen.
legen ist und der natürliche Hasenort für die an Naturprodukten reiche Provinz Sus und die dahintergelegcncn Wüstenprovinnn war. Aber 1760 sand seine Blüte ein ,ähes Ende. Tie Provinz Sus empörte sich damals gegen den Sultan Sidi Mohammed Ben Abdalla, und die Rache, die der Herrscher an dem ungetreuen Untertanen nahm, war grausam und schrecklich, wic.es ja auch jetzt noch bei den marokkanischen Herrschern üblich ist. Er zerstörte Agadir, den Herd des Aufruhrs, sperrte den Hasel und vernichtete auch jede Hoffnung für die Zukunft, indem er etwa 150 Kilometer nördlich auf den Ruinen einer kleinen vortugu fischen Niederlassung eine neue Stadt gründete, Mogador, ivohin auch die Bewohner von Agadir überführt wurden. Seitdem war Agadir dem europäischen Handel fast völlig unzugänglich, wahrend Mogaoor aus seinem Niedergang den Grund für fein mächtiges Auiblühen zog. Die^ltc Feste verödete, und in ihren heutigen, «och von einstiger »traft und Größe erzählenden Mauern wohnen kaum mehr als tausend Einwohner, die größtenteils von Fischerei leben. Aber ein Umschwung durste nahe sein, und vielleicht wird Agadir wieder das Glück lächeln, das es dereinst zur blühenden Hafenstadt machte. Keiner der acht marokkanischen Küstenplätzc, die jetzt hauptsächlich dem europäischen Handel dienen, verfügt nämlich über einen so vorzüglichen Hasen wie Agadir. Schon 1887 erklärte ein so genauer Kenner Marokkos wie her frühere Konsulatssekretär Viktor I. Horowitz, daß Agadir bestimmt sein dürste, „in nicht zu ferner Zeit wieder ein hervorragender kommerzieller Platz zu werben, icdensalls aber eine politische Rolle zu spielen". Tie Stadt besitzt, wie gesagt, den beiten Hafen Marokkos, der geräumig, tief und gut geschützt ist. Als der äußerste südliche Hafenort des Landes ist sie viel besser als Mogador geeignet, das Handelszentrum^ für das ganze Hinterland zu bieten. Tie Umgebung der Stadt ist zwar gebirgig, aber sehr fruchtbar : der bedeutendste Stamm in seiner Nähe sind die berberischen Ait-Bnmara.
Ausland.
Der böhmische Statthalter Fürst Thun ist in Wien eingetrotfen und teilt morgen dem Minist. rpräsiden den Gautsch mit, daß der böhmische Großgrundbesitz bereit ist, wie im Vorjahr die Vermittelungs rolle zwischen den Dellt scheu und den Tschechen zu übernehmen, um den Ausgleich in Böhmen zu Ende zu führen. Man nimmt in führenden parlamentarifck^ii Kreisen an, daß der wgeuaunle kleine Ausgleich diesmal zustaildc kommt miö dadurch der böhmische Landtag arbeitsfähig wird. Tie Verhandlungen werden erst im Herbst ausgenommen.
Das englische Oberhaus hat heute Nackt die von Lord Lansdowne cüigebrächten Amendements zur Vetol> ill trotz des energiichen Widerspruchs der Regierung mit 253 gegen 46 Stimmen angeiwmmen. Zn politischen Kreisen herrscht all gemein Die Ansicht, daß, nachdem das Unlerhans die Amendements zur Vetobill verworien und Asquith die Absicht der Regierung funbgegeben habe, der ,'trone die Ernennung neuer Peers anzuraten, oas Oberhaus nack)gcben wird.
In Lissabon soll es gestern zu einem Kampfe zwischen Militär und einem Teil der Bevölkerung sonne von Monar d) i fr e n angestifteten Seeleuten gekommen sein. Tic Truppen hätten schließlich die Oberhand behalten In Lissabon herrsche Panik.
lieber die Bedeutung von Agadir gibt die nach- fieliciiDc Beschreibung Äuskunsl: Agadir, der kleine Hasen, der südlichste an der Küste von Marokko, hat eine uralte Vergangen- heil, wie wir anneljinen dürfen, eine nicht unbedeutende 8 n 1 u n f t. Der Ursprung der Stadt geht auf eine feste Burg zurück, die ein Portugiese erbaute, um Den Seefahrern, die an dieser Küste wegen ihres Fischreichtums sick) aushielten, eine Zu flucht zu gewähren. Er nannte _bie Burg und das fick) all
mählich darunt bildende Oertchen Santa E r u z. Turcl» Kauf ging bann Santa Eruz in ben Besitz des Königs Portugal über, bis es 1536 von ben Marokkanern er obert würbe. Agadir, wie es nun genannt wurde wickelte sich zu einem bedeutenden Hafenplatz, Da es an der Mündung eines der größten Ströme des Laiwes, des Sus, ge-
M a u1- und
Der Aufstand in Albanien.
Der montenegrini|ü;c König teilte den Gesandten mit, er stelle ab 15. Juli, wo der den Aufständischen zur UnteriDcrfung gestellte Termin abläuft, 7 000 Mau u an den Uebcrgängen der t ü r t i s ck - m o n t c n e g r i n is ch e n Grenze auf, um den llcbcrtritt der Aufständischen nach Montenegro zu verhindern Dor König er Wärt c auf das entschiedenste, er Hoge bic friedlichsten Absichten und werde den Frieden so lange wahren, als er nicht angegriffen werde.
Tie Pforte ließ im Hinblick auf die Mobilisierung montenegrinischer Truppen durch ihre Botschafter den Mächten mittcilen, sie wolle b cit Krieg nicht, müsse aber die Würde des Reiches gegen alle Angreifer verteidigen. In demselben Sinne äußerte sich der türkische Minister des Innern, dieser higte b/wr - We-'re Zuge stäub nissc könne bic Regierung ben Malisforen nicht machen, ba cs ihrer Würde nicht entspreche, mit Untertanen auf bem Fuße von Macht zu Macht zu vcrhanbeln. Rifaar Pascha äußerte sich: Montenegro verhindere bic. malissorischcu Flüchtlinge, nach ber Türkei zucückzukehren. Der Kriegs miniftcr betonte, bic Türkei suche ben Krieg zu vermeiden, so lange ihre Würbe nicht leibe und erklärte, bic Melbang von montenegrinischen Truppenkonzentrationcn entbehre noch ber Bestätigung
In Wiener politischen Kreisen gibt man ber Ansicht Ausbruck, bic Begründung Montenegros, es schicke Truppen an bic Grenze, um ben llcbcrtritt von Aufstän bischen auf montenegrinisches Gebiet zn verhindern, zwar plausibel Hinge, trotzdem sei bicsc Maßregel sehr beben kl ich. Man wäre hier babon überzeugt, baß durch große militärische Maßnahmen Montenegro Die Malissoren in ihrem Widerstand bestärke unb borauf bestehen würbe, baß bic türkische Regierung alte ihre Forberungen akzep tiere, auch jene, auf bereu Erfüllung bic türkische Regierung sich bisher nicht cinlassen konnte.
Nach Mitteilungen informierter albanesischer Kreise greift bic Au f st a n b s b e w e g u u g trotz ber Verhanb- lungeii in Pobgoritzc im Norbcn und Süden Albaniens weiter um sich.' Tie Aafstänbischcn siub fest entschlossen, auf ihren Forberungen zn beharren. Tic Mission bes Erzbischofs von Skutari wirb erfolglos bleiben.
In türkischen Armeekreisen herrscht große (S r b i 11 c r u n g g e g c n 9)1 o n t c n c g r o ; sic befürworten ein aktives Vorgehen unb sinb gegen zuweit gehende Zn geftänbnisse au bic Malifsoren.
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Agadir.
Nach einer ansckfcincnb offiziösen 9Rittcilung hätte sich dst französische Regierung bereit erklärt, in Besprechungen einzutreten, an welchen, angeblich einer gung zufolge auch Spanien in zweckdien liehet Weise leilnehmen töinitc. Ta auch Englanb mit Ruck sicht auf seine eigenen Interessen ben Wunsch geäußert i ave, an den etwaigen Verhandlungen teilzunehmen, io wür- sprechungen zu viert und zu fünft stattftndcn, wenn Rußland, wie matt an nehme, sich mit Frankreich solidarisch erklärt.
Ucber bic Einflüsse, bic für ben Slimmungsumschwung in französischen Regieruugslreisen maßgebenb gcroejen sinb, iegeu äußerst verschiedene Versionen vor. Sicher ist, baß hl)oit am Tage der Abreise bes Präsibcnteu Falliercs nach vollonb in der nächsten Umgebung des Staalschess die Entsendung eines Kriegsschiffes nach einer atlantischen Ma- lüUolüfte als derzeit untunlich betrachtet wurde. Tic gleich- ,.itig ersolgle scharfe Zurückweisung jener Absicht durch 'i) erfahrene Staatsmänucr wie Ribot und Frcycinet usw. ijaben dazu beigetragen, Herrn Eaillaux in seinen sried- -ichen Absichten zu bestärken. Tann trnf die Tcpeschc des Botschafters Paul Eambon aus London ein, deren Tendenz vollkonnncn geeignet war, auch die bis dahin fchwankend gewesene Minderheit des Ministeriums Eaillaux für die dec des Einlenkens, oder wie man sich hier aus drückt, bei Gewährung bes deutschen Wunsches nach einer Aussprache zu gewinnen. Besonbcrs zufrieden mit ber jetzt etenen Wenbung ist der Botschafter Jules Camdon, dcl' uuninel-r wieder reichlich Gelegenheit haben wirb, seine diplomatischen Fähigkeiten in ben Dienst einer großen politischen Sacke zu stellen.
Tie meinen pariser Blätter erörtern auch jetzt noch bic rage: „W a s will T e u 1 s ch l a nb?" Die Mehrzahl ber eil äugen scheint immer mehr zu ber Ansicht zu neigen, baß 5 - n.schianb burch bic Entsenbung eines Kriegsschiffes nach ’igabir eil-. P anb in ber Hand l oben wolle, um im Hinblick uif etwaige Vcrhanblungcn in einer vorteilhaften Lage (iu sein.
c- i rsatz des Kanonen er" burck
ben Kreuzer „Berlin" wirb lebhaft von mehreren Pariser Blättern erörtert. „Paris Journal" meint, bic deutsche Regierung verstehe es, bi? Affekte zu steigern D r „Figaro" sagt, diese Maßnahme sei nicht ohne Bedeutung. Ter „Panther" habe nur schwer Lanbungstruppcn liefern löiincii. Gewiß, bic Entsenbung bes Kreuzers „Berlin" bc- luei)c noch nickt, baß eine Landung vorgenommen werben soUe, jedenfalls hat aber Deutschland nimm ehr die Mittel dazu.
des Zwischenfalles von Agadir bespricht her „Tcmps" Die seit 1909 geführten Verhaudlu ng c n über ver- |d)tchcnc d e n t s ch - s ra n z ö f i s ch c U n t c r n c 1) in unge n und Projekte in Marokko und m den afrikanischen Kolonien. Ferner k'irb aut die Verhandlungen über den Bau einer K amernn - Kongo-Bahn hingewiesen, weldic von Kamerun nadi Fran- zöfifch-Kongo führen und womöglidi nad) dem belgischen Kongo- siaat verlängert iverden sollte. Obgleich eine mit den diesbezüg- lidicit Vorarbeiten zu betrauende Gesellschaft geplant und eine Kilometer Garantie seitens der französischen und deutschen Re- gicrung ins Ange gefaßt war, gerieten die Verhandlungen, die int April d. I. zwischen dem damaligen Finanzminister Eaillaux lind dentsdierseits angeknüpst worden seien, im Juni ins Stocken: ebenso seien die über die deutsche Beteiligung an den Marokko- Bahnbaulen geführten Verhandlungen seit dem Rücktritt des Kabinetts Br.and ins Stocken geraten. 2er „Temps" bemerkt bierzu, diese Verhandlungen zeigen, daß auf beidcii Seiten der Wiuisd) nach Verständigung bestand, leider hätten bic inncrpoli- tüchen Streitigkeiten Frankreichs diese internationalen Angelegen- leiten in bedauerlicher Weise beeinflußt. Wie bem aber and) sei, Frankreich und Deutschland könnten unsdfwer in Besprechungen eintreten, sie braudnen zu diesem Zwecke nur die seit langem begonnenen Verhandlungen mit größerem Eifer wieder auf- zunchmen.
In der italienische n K a in ni er beantwortete der Unter» staatssrkretär des Auswärtigen, Fürst di Scaleas, die Marokko- V. n trag c. Er erklärte, daß keine Ausschiffung deutscher Truppen >u Agadir statisaird unb gab den Inhalt der deutschen Note bc Innnt. Die deutsche Regierung habe hinzugefügt, daß das nach vignbir entsandte Sckiss den Hafen verlassen werde, sobald die ' ngclcgenheitcn in Marokko wieder in Den früheren ruhigen instand zurückgekehrt seien. Von Den Fragestellern erwiderte n.i.'ckst Galli auf bic Antwort di Scaleas, er glaube, das Vor- ib'l'.n Tcmscklands sei eine Kundgebung Der Absickt, Den tatsäch- lu. cn rcditlidieii Statusquo unverändert aufrecht zu erhalten, der auf her Aigecirasakte beruhe. Tarin stimmten die politischen nüi'aüungcil Deutschlands mit den Interessen Italiens überein, i. r wurde wünschen, daß die italienische Regierung einen Beweis der notwendigen Energie in der Vertretung des italienischen Stand- vunktes in den Miltelmcerangclegenbcitcii gebe. lBcisall.) — Las!ini erklärte sich von der Antwort nicht befriedigt und wandelte di? Anfrage in eine Interpellation um. — Pala erklärte, die Vervsln.l lungen aus her Algceirasakte bestünden weder für Frank reich nod) für Spanien noch für Tcutschlaiid mehr. Er Hoffe, daß die Regierung angefickls der neuen internationalen Lage die Interessen Italiens zu wahren missen werde.
Nr. 156 Erstes Blatt W. Fahrgang Donnerstag, 6. Znli 1W
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Nnnabme von Anzeigen Uotationsdnlck und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Schulstratze 7. Lmd-: L.Heb:°ür den bis vormittag • vüdingen: Zernsprecher Nr. 50 Leschäfttstelle vahnhofstrahe l-a. Anzeigenteil: k». Beck.
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