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7.1.1911 Zweites Blatt
 
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eS ttfg erschwerend bezeichnet, bcfo dieser Beamte, Me fit ijtemj Dienst waren, beschimpft habe. Was für-impfworle smd ober von den Subalternen Beamten gegen aiiftänbic r Frauen ge­braucht worden, es ist eine ekelerregende widerwärtige ihlte. ES ist klar ernnesen, daß die Beamten in verschiedenen Fällen diese gemeinen Ausdrücke nur der Roheit wegen gebraucht l-aben. Ww haben zur Lopalilät des Gerickftshoses daS Vertrauen, daß die vielen Fälle von Ausschreitungen seitens der Beamten, bie ivifl vorgebracht haben, genügen werden, um das Gericht zu der Auf­fassung zu bringen, daß hier tatsächlich die Beamten nicht nt AtuSübring ihrer Ticnstgetvalt waren. Der Verteidiger geht dann noch auf den Fall des Angeklagten Eisenreich ein und hebt hier ebenfalls die rechtlichen Momente hervor, die zu einer mUberal Auffassung der Sache führen müssen.

Morgen werden die Plädoyers fortgesetzt.

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<2d)lad)hi>erie., höchstens 6 ^ahre alt 4850

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Schenket der hungernden Vögel!

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Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.

Wetter

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solche Bezichtigung, die auf daS Strafmaß von Einfluß sein Tönntc, mit aller Macht wehren? Wenn der StaatSanwalt sagt:

Führer war der seit langem geschürte Daß gegen die Polizei und Streikbrecher, so liegt darin: diesen Daß haben die Sozial-

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t'scinOe "Diaft* (Votlniilchniast) und beste

Langlälver

Mittlere Mail- und gute Saugkälber . weruigere Saugtalber s eh a ' e.

Maftlammer u. jüngere Plasthammel Schweine.

gehen.

-0. Wiesbaden, 6. Ian. Die Stadtoerwaltunq Hai angesichts der nicht mehr zu verkennenden schädlichen Wirkung der Nurtaxe beschlossen, das gänzliche Fallenlasse» der Taxe in ernstliche Erwägung zu ziehen und mit de» Pensions- und Hotelbesitzern einen geeigneten Ersatz dafür zu beraten. Lian dentt in erster Linie an eine Bett- r1** eine Bädersteuer, da infolge der Kurtare nicht die Zahl de

Ochsen.

VoNsleifchige, ausaemäsiete, hSdiften

Schlacht wertes vis zu i Zähren . . 3842 Weitete ausaemasleie Mühe unO wenig

gui enliuidclle iinigereMühe u. Fär>e>i 3237

Junge, fleischige, nicht mißgeniäiiete imö ältere aiisgemäuele......

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte allere oärien, Rübe.

Wollsteischige anSgeinästeie «Zärsen höchst.

Schlachttveties .

l otlfleuchige allsgemäslete Ruhe höchst.

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Kräftigend.

Tiefe Eigenschaften machen ihren Ge» brauch unluibehrtich in allen Fallen von Enttrübung und ganz besonders auch in der iÄenesungszeit. sttiemand ist zu jung oder zu all, um ScotiS Emulsion zu nehmen, beim dant itnet

märhe.

Gieße», 7. Ian. TIatfiberirht. Auf heutigem Wochen- mailte foitete: Butter vr. Ptd. 1,001.10 3NL, Hühnereier 1 St. 1011 Vfg., Enteneier 1 Stück 0 big., Möse pr. St. b8 Pf Kasematte pr. St. 56 Vig., rauben pr. Vr. 0,80-1,00 1)1 L. vnibnev pr. St. 1,001,00 l>«k., vnhnen vr. Stück 0,"01,80 Vck,. Enten pr. St. l,"0-2,20 Mk., Gänse daS Pid. 75-80 Big., Ochsen-

Die nnch- A orvto *ind am Sonntag dem 8. .Ian. »teilenden Ävl ulv von 1 Uhr uiiiia«- »'S 12 Ihr uacuia nur fnr drintrrnd- Kälte sicher anzntreften : D 1li

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Lebendgewicht 5355 6870

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Ved- nd. S vtachc« pro 100 hlund fle uidji xieueno« äoilu ui* ClULtJt

bmu>fraten gesät; wenigstens wird man daS draußen im Lande glauben. Alle politischen Bezichtigungen in dieser Sache sind gespenstig. Wer lange in Moabit gelebt hat, in den Arbeiter­vierteln, der gewinnt den Eindruck: diese Bevölkerung ist himmel­weit davon entfernt, eine Gesellschaft von Desparados zu sein. A)ie Moabiter Arbeiter stehen viel besser da, wenigstens relativ, als große Teile anderer Arbeiter. Es fehlt ihnen nicht an Sinn für einen gewissen Komfort. Immerhin sind es Leute mit den Lebensbedingungen der Nichtbesitzenden. Die Frauen müssen viel auf der Straße sein, die Scheu vor der Straße der sogenannten besseren Stände kennen sie nicht, und daher kann man sich nicht wundern, wenn sich bei solchen Gelegenheiten die Straße schnell füllt. Dazu kommt, daß die Bevölkerung sehr dicht wohnt, bi3 ßOO Personen in einem Dause. Wo das der Fall ist, kommen vrchr Leute zusammen, wenn etwas passiert. aLI in ben teinen

bis 30 Big., Zwiebeln per Ztr. 5,006,00 Vik.. HiiLh das euer 2<> big., Birnen per Ztr. 12-15 Mk., Aemel per Ztr. M bis 12 TU,Jhilie 100 Stuck 5000 Vig per ^tr. 000 Mk«, Bohnen ver L-fb. 00-00 Big Tiaifueit von 82 Uhr.

fc. Frankfurt a. M., 6. Fan. v e u- n n d S t i o h m a r k t. Angeiahren waren 6 Magen £>cu und 2 Wagen Sttol). Man notierte: Heu 3/ 03,- 0 'Mk., Stioh (WornUingHtou) 2,50 bis 2,7 , 'Mk., 'b. irrftrvh',00-0,00 Tlf. Dilles per 5u Kilo. Geschäft flott. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und dein Kreise vanan. /

f.6 Wiesbaden. V i e h b o <-M a r k t b e r i cht vom 6. Jan. Auftrieb: Ninder M. Kälber 115, Schale 45, Schweine 204.

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber und Schale flott, Schweine nulielniduig. PrelS Durch-

pro luo l>fb. ichmlivpreis

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aus der Seite ihrer Gegner findet, namentlich auch in den ivtrt- schastlichcn Kämpfen. Es sind Ausschreitungen der Streikenden vorgekommen. Hätte die Polizei aber mit Umsicht gehandelt, hätten diese eingedämmt werden können. Durch daS rücksichtslose Vorgehen einzelner Offiziere und '-Beamten ist auch die nicht am Streik beteiligte Bevölkerung aufgereizt worden. Und dann geschieht das Unglaubliche: Die Polizei überläßt für i 1 */» Stunden die Straße luirtlid) bem TZ ob, und io kam es zu bedauerlichen Ausschreitungen. Tie weiteren Maßnahmen gingen i dahin, die Massen anzusammeln, statt sie zerstreuen. Es zeigte sich ein absoluter Mangel an sachgemäßer Leitung. Xie Polizei hat durch ihre Operation verursacht, daß ganz Unbeteiligte ' sich in den Streik einmischten. Dabei haben ganze 150 Leute g(-streikt In Berlin haben schon 150 000 Bauarbeiter gestreikt

unb es ist nicht- vvrgekommen. Es war auch das erste Mal iür Berlin, datz den Arbeitswilligen gestattet wurde, mit Ne- volvern umherzulaufen. Die Revolver, das war überhaupt der - , reine Unsinn, das hat ja schließlich auch Major Klein eingesehen obci Unb hat den Arbeitswilligen die Wafsen wegnehmen lassen.

Unnötig, zum mindesten unvorsichtig, war auch die Kavalkade,

------- _ri , die Begleitung, der Kohlenwagen durch die Polizei m der Mtttags- 93nbe- und Kurgäste, sondern die der nur kürzeren Jluient . bi(? $rbeilcr $au)-e hatten. Daß Steine geworfen wur- hall nehntenben BcrgnügungSreisenden wesentlich Qbgenoimnen ^xi, daran zweifle ich nicht. Ader die fragliche Strecke durch­bat Dies schließt man daraus, daß die Zahl der verab fährt man in 30 Sekunden: es kann sich also nur um eine Bäder .m, 26 000 h-.., menn nut de. Ä &Ä

gleichen Zeit deS VoriahreS verqltchen wird, die Ziffer d Polizei das nicht verhindern kann, so ist daS ihre Schuld

Fremdenverkehrs aber um 20 000 zuri'tckgfganqen ,lt. La n)Qr direkt eine Marotte von der Palizri, die Straßen leer

Berichte über den wirtschaftlichen Niickqang Wtesbade'S " I Äü halten. Tas Unsiimigste war das Vorgehen der 'Polizei n,.e W«.t Qc6an9rn sind n..d tchon Ä.ÄÄlRS

von einem Znsatnmeubruch geredet w.rd, will die ^tadl Qmy V^den liegende Personen Tiefe Dinge mutzten erörtert Verwaltung eine zuverlässige Darstellung der Lage Der. IÜCrbcrL um ,u prüfCn, ob Aufruhr vorlag und mit Rücksicht üsscnlltchen. auf das Strafmaß. Schuldige sind unter den Angeklagten und

" ; 1 unter der Masse, aber die Schuld, datz die Tinge dreien Umfang

annahmen, liegt bei der Polizei. Daher sollte man vermeiden, über die gesetzlichen Mindeststrasen hinauszugehen.

Bors.: Sie haben schtvere Ausdrücke gegen Polizeibeamte gebraucht, eS gilt das doch nicht gegen alle? Berteidigert 1 Selbstverständlich nicht.

taiK U>irru*pafC* hieraus tritt die Mittagspause ein.

** Darmstadt, L. Jan. Am 4. Lage des Vortrags. btr <gaufe erhebt sich der Erste StaatSanwalt

x kursus der LandwirtschastSkamNier waren etwa 000 folgender Erklärung: Die Vorwürfe, die der Verteidiger R.-A. Landwirte ainvcienb. Des erste ^traflenbe,Öcine^egcn die 'Polizeibehörtxn gegen Offiziere wie Mannschaften Wer der Deutschen Gesellschaft für Zuckstungskunde, Dr W. gc0ge9n bjc Spitze dieser Beamten erhoben hat, sind so un- darf- Berlin, erörterte runachst einige allgemeine F^gen der ^uer schwer, daß ich mich genötigt sehe, sofort darauf zu R i nb Viehzucht, namentlich auch iin Einblick aus die F lei sch' antworten. Der Verteidiger hat in ironisckier Weise gejagt, er Versorgung der Bevölkerung Er tarn dünn auf bw Staatsanwaltschast dankbar, die auS politichen Gründen

banpoäd)ltd)ften Fragen der Zucht und daltung zu die Verbindung der einzelnen Straftaten h-rbeigesührt habe. Daß

Vei der Kälberaufzucht sei noch viel zu verbessern. ^cre Verbindung nicht aus politischen Gründen erfolgt ist, habe

gang für das Zungvich sei unbedingtes Erfordernis. Jedoch . Breits erörtert, sie erfolgte in voller Uebercinftimmung mit l.euzeiU^>e-r Weidebctrreb, Nicht die alte Keltach n^ ublich Gericht. Wenn hinterher die Verteidigung diese Verbindung £?unueibe ohne Pflege und ohne Dungung. Die Lcmdschlage feien mihtinemad)t hat, um h er Hunderte von Zeugen vorzufichnn, kif»t allen Mitteln ju erhalten und zu verbessern. Die Leistungs. getan um, wie ich fest überzeugt bin, nicht der

fähig keil sei durch exakte Lerstungsprufungen noch im Kleinbetriebe w hat sie c>as gern 'uf'l>c,unt der Behörde eins zu haben. AuchdieStamnibaumforfchungbieteein gutes Mittel, «acheru nutzen, sondern um oer -oeyorve mit Sxlfe ber Erkenntnis der Verwanbschasts- und Perwertmrgs. « n -u b in £>cinemann: Ich möchte darauf hin-

tiü^ülcnfü^n3g°bnnridnUCl91umni?nCftÄhii »"Ä M

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Grund der Beobachtungen aus diesen Ersck>einungen müsse mani Verfehlung en der ^oiize g IP ) dieMöalich-

L? Llg^bÄnw-rd^' ^Den.und nachh-^rn^wtnl ^Ich^m^M^demselben

müsse im ersten Jahre füttern, was in das Fohlen hineürgehe. die Polizei auf treten zu können ., ,

Daneben unbedingt Werdegang für das wachsende Tier. Dre Verteidiger R.-A. Cohn unterbrechend. Ich sehe Mich eben» Auszucht müsse der Zucht als gleidimertig unb gleichbedeutend falls genötigt, um den Schutz des Vorsitzenden zu bitten; das an die Seile gestellt werden, damit die im Pferde schlummerndenI geht doch unter keinen Umstünden.

guten Anlagen auch voll zur Entwicklung gebracht würden. An! Wors: Wir werben beraten,

der Vererbung selbst habe Dengst wie Stute den gleichen Anteil. . ßalbftünbigcr Beratung frkünbet der Vorsitzende:

Tie Dererbungskraft sei am höchsten m ber Vollkraft semer Jahre den Herrn Ersten Staatsanwalt nach ben gesetzlichen

und bei normalem Futterzustanbe. Bei Paarung von Tieren Zustimmungen nicht zwingen, diese Ausführungen -u unterlassen, tickt entgegengesetzten Fehlern dürfejuan ^^1^bitte ibn aber in einmütigem Auftrage des Gerichts, die Aw »i^i erwarten, e» treten vielmehr nur versdarkte Fehker bet --- Verteidigung zu vermeiden, da sie geeignet sind,

olchm Zuchtprodukten zutage. Tie inteTc^^anlen 9[u§fuhTungm gfeU\eQ(^Utniä6e Erledigung der Angelegenheit zu geläbrbcn. An- dcs Redners, welche durch verschredene and^.ZuchtigungsgriUib- ole wchÄ v gleichfalls in einmütigem Auftrage des Ge- erlfanzt wurden, wurden mit großem Beifall aufgenomnien. ^^^ Vann die Verteidigung, umgekehrt, solche Angriffe auf orsührung der Landbeschaler schloß sich nacki S^atsanwaltschaft zu unterlassen, die dahm gehen, daß die der Mtttagspaufe dem Vortrage an unb eine rege Bespreckmii<i ^nllage aus Gründen, die nicht in der Sache liegen, so auf» tirrcrnigle danach nockmals die Landwirte, die tn ber Sage waren, ® ~ h = ;n

dus den Vorträgen reiche Belelfrung unb Anregung mitzunehmen. oeftellt wurden wie das gefck-ehen M

. Erster Staatsanwalt fort fahrend: Ich hake felvft- 7)pr )liKnnnn Apq mAnhibr verständlich nur die Absicht, die schwere.. Angriffe auf die Staats-

<4UdgUttg QCS mOUVllir anwaltschaft zurückzuweifen, die dahin gingen, daß die Verdin-

> Berlin, 6. Jarr. tmng ber einzelnen Strassack-eri aus politisck>en Grünben erfolgt sei Nach Eröffnung der heutigen Sitzung fährt Rechtsanwalt Das steht rm krassen Widerspruch mtt den^lihrirnsen der Deine in seinem Plädoyer fort: Anklagefchrift, so daß ich mrch berechtigt glaubte, vmhm zu sagen

Trotz aller Schwierigkeiten, die ber Beweisaufnahme er- Mt dem,eiben Rechte . . . Dn Verteidiger hat Ywere Angr fte wachsen sind, haben wir sehr viel bewiesen. Wir bestreiten aber allgemeiner Natur gegen die Polizetbeamten gerichtett Es find nicht, daß an einigen Orten und zu einigen Zeiten in Moabit Mißgriffe in einer Anzahl von AU^vorgekommemdas habe ich die Momente des Landfriedensbruches Vorlagen. Es bereits zugeftanden. Aber daß die Mißgriffe in solcher Zahl und ist ein sonderbarer Zustand in Berlin, daß Nächtelang der Säbel in solcher Art ftattgehinben hätten, daß man fagen Tonnte, Die und der Browning auf den Straßen dominierten. Wer trägt Beamten hätten eme Luft an Roheiten, das muß ich zurückweisen, die Schuld daran? Der Staatsanwalt hat angebeutet, eS wäre Die Polizei h a t n a ch b e ft e mi ® 111 e n f u t ßt bn u n g eine planmäßige Leitung nicht erwiesen, aber wahrscheinlich. Tamil »u sorgen versucht. Sollten sich die Beamten in oen ein» konnte er nur die sozialdemokratische oder gewerkschaftliche Leitung zelnen Mitteln vergriffen haben, so kann man ihnen daraus keinen meinen. Deutlicher hat sich die polizeioffiziös inspirierte Presse Vonvurf machen. Ter Verteidiger hat weiter den Vorwurf er- ansgesprochen. Ist es da ein Wunder, wenn wir uns gegen eine hoben, die Beamten hatten es nicht mit der Wahi bett gehalten, ----- ' ' ------$ e hätten ihre Eibespflicht verletzt, ja er hat sogar in­

direkt gegen ben Polizeileutnant Falte ben Vorwurf der Feig­heit erhoben. Polizeileutnant Folte hat bewiesen, daß er ein äußerst tüchtiger Mensch ist, und der Gerichtshof hat ihm auch das befbe Zeugnis ausgestellt. Wenn er sich geirrt haben sollte unb die Frau Pflaumbaum recht hat, so liegt eben ein menschlicher Irrtum vor. Was den Vorwurf der Feigheit anlangt, so brauche ich ihn dagegen nicht zu verteidigen. Wir haben gesehen, wie mutvoll er gegen die mit Steinen bewaffneten Arbeiter vorging unb wie er trotz seiner Verletzung weiter auf seinem Posten blieb.

hierauf pLäbiert Rechtsanwalt Heinemann: Bon den Ver- hanblungen gilt das Wort Mephistos: Du mußt es breimal sagen. Tie Geduld des Gerichts ist auf eine hohe Probe gestellt worden, unb ich will daher das von Herrn Heine gefügte nicht wieder­holen. Ter Verteidiger geht bann auf die Fälle ber von ihm vertretenen Angeklagten ein unb bittet zunächst bei ben An­geklagten Wanbt unb Schulz, deren jugendliches Alter sowie den Umstand zu berücksichttgen, baß sie unter bem Einfluß der Masfcn- lugsestion standen. Iw Fall« Heinemann hat der StaatSanwalt

v"llkommen leichten Verdaulichkeit wird sie von Äiubrrn und Erwachsenen gtrich gut vertrnsien.

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ffrflMffvrt t W. 6 tfrm. IBre AuSstelluna!M«»ckn des Westens. Bn den harmlosen Elementen gehören

sss ÄtötoÄ s sms war ju-äss Vis zum Sck)lnß 10 000 übersteigen. Mcht mrtgerechnet sind ^mal frech wird. Allerdings gibt es auch andere Elemente, hierbei die Aussteller selbst, die zu den eifriaften Besuchern einem Stadtteil, wo tausende von unverheirattten Arbeitern Xalilten. Auch in anderer Hinsicht ist die Ausstellung er* I (eben, macht sich natürlich die Prostitution breit. Wo die Dirnen hrulid) verlaufen: loeite Kreise der Oesfentlichkeit l)aben sind sind auch ihre Zuhälter, und die bilden natürlich ein go einen Einblick actan in das manniafache ideale Streben, sährliches Element. Dazu kommt die unmittelbare Nahe von

f?ÖbK ftomUienbefdiäfäaung, die ungekannt Plätzen, wo sich ebenfalls immer arbeitsscheue Leute aufhalten.

2 ; M irf w boffeh daß daS Ber- Die solide Arbeiterschaft von Moabit ist, das gebe ich zu, orga-

lin misse n Volke lÄben. Csi istzu l offen dav lms llificrt Wenn diese Arbeiterschaft durch die Arbeiterbewegung tauditts für den Wert der Volksbttdungsarbeit, die Dteic c}n geroiffcd GI)rgefabI bekommen hätte, so datz sie sich Kräfte pflegen und m hte reckften ^u^n lenken will, Beleidigungen auibäumt; wenn sie die Prügel wie vor durch die Ausstellung wachsen wird. Für die Aussteller lu0 gaf)rcn mit bem blöden Lächeln eines russischen Muschik enl- clbst bot die Ausstellung viel Anregung durch die Gelegen^ I gegennehmen würde, bann wären die Unruhen nicht vorgekommen, uftt, das Sckfassen anderer mit dem eigenen zu vergleichen! Daß das aber nicht mehr der Fall ist, diese Verantwortung nmintt um den Nutzen für die Aussteller zu vertiefen wurden sie von die Sozialdemokratie gern M sich. F-r Haß d^ Arbeiterschaft «yinnihoirnt Dr Hüller rweimal unter kriti cher Be^ gegen die Polizei, der in gewissem Maße vorhanden ist, ist er* 1 ? LS- ' QruaftPf na nefiHirt Es bestell! wachsen aus dem Gesühl, daß die Arbeiter chast die Polizei immer

spccchuug dttZch die AuSstrung gesiU)rt, VS veucyi \ n ihrer Gc-gner findet, namentlich auck in den wirt- Nickst die Ab icht, die Ausstellung in den naaftten ^aorcn zu wiederholen. Es genügt, wenn nach einem längeren Zeitraum einmal wieder durch eine Stichprobe gezeigt wird, wie unser Volk feine Freistunden ausuützt, und in welcher Weise dies sich im Lause der Zeit ändert. Dagegen er schc-iiit es imiiischelisiveit, daß auch in vielen anderen Städten von Zeit tzu Zeit solche Ausstellungen veranstaltei werden. Dadurch würden sich Vergleiche über das Volks leben und -Euipsindcn in den verschiedenen Gegenden er-

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