Ausgabe 
6.2.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

I.

?

... i

j» . flibt i

dieue

OSRAM

n Elchl n Kiese

, Buch n Eiche n kiese

42 1&3

1

79

71 M 3,7

Beetbewährte Glühlampe 70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910 Durch die Elektrizitätswerke und InstaUatlona* geechirte zu beziehen.

AnerMesellschaft, Berlin 0.17

2lus Stadt and Land.

Gießen, 6. Februar 1911.

** Tageskalender für Montag, 6. Febr. Flotten- verein: Vortrag von Alarinepfarrer Wangemann: Die Ausgaben unserer Aiarine daheim und im Auslande. Abends 87a Uhr im Einhornsaal.

Handel.

* Der ReichsbaukdiSkout ist auf 4'/, % und der Lombardzinsfutz auf 5 7, % ermäßigt.

" Mi . ^Die 3u der Nahe des

Freitag flhtnenb, sollet Blockswald, tu 5 Eichen-Si 10 80 4 Buchen- 7 EichewT 13 Fichten.

1U5 n i

115 Shit Luc

Aus ben C Me, «lause, dem i

,'Ä* ; v. :

vni.

» ix.

X 8id

» XI.

- XII. 1

Iii.

XIV. ' «Le Gebots ZA [Rieben tz»

Q

s'; n da; (

K

b« LP r-'K 'Mit.

taffen. ®*. folgten, u^J Ua beansl" dann kam J« wurde gerettet

3n lehrsmimster Bayrischen Ci ftc rben.

Am Son Moselbahnsta Steinbruch ; gerüst hielt,s Gerüstteile |i gleisung i .Sperrung wurde leich bigt Der erhalten. Da ahrbar.

Ein Lan! ment Wer) Gutes an : Bronzemi von denen b: aus der Dic Christe Gebu

Das burd Ionien hm!

lo^Äjchl ha

SM

malten 'M ' , £ DonH i

n.jfä SJlon

fit**1.

Ausland.

Fm Unteraüsfchuß des französischen Senats für die Einkommensteuer erörterte ,A i m o n d das System für die Besteuerung der ausländischen Wert­papiere und schlägt für die Staatsanleihen eine Steuer von 3 Proz. und alle zehn Jahre eine periodische Zusatzsteuer von 1 Proz. vor und beantragt ferner für sonstige in Frank- reich im Umlauf befindliche ausländische Wertpapiere, daß die Coupons in Frankreich zahlbar sein sollen und bei der .Auszahlung der Coupons eine Steuer von 4 Proz. erhoben werde. Poincare und Aimond teilten mit, der Finanz­minister würde in das nächste Fin anz gesctz Maß­nahmen einfugen, die den Vorschlägen Aimonds ent­sprächen, jedoch beabsichtige der Finanzminister nicht, an ber Gesetzgebung über Staatsanleihen zu rütteln. Der Unterausschuß vertagte seine Entschließung bis zur nächsten Sitzung.

Wie das .AmsterdamerAlgemeen Handelsblad" durch Privatdepeschen erfährt, ist der Ort T a n d j o e n g - P a n - dan auf der Sundainsel Billiton von Eingebo­renen überfallen und niedergebrannt wor­den. Der dortige Leiter der Billiton-Gesellschaft wurde ermordet.

Der frühere Burengeneral Piet Cronje ist in Transvaal gestorben.

weisen. Es steht zu hoffen, daß Dr. Schirmacher, die in : hohem Grad die Fähigkeit besitzt, ihren Gedanken klar und scharf zu formulieren, hier in Gießen das Verständnis sindct, : das eine wertvolle Saat aufgehen läßt.

** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der : Seuche sind gemeldet aus Brühl, Amtsbezirk Schwetzingen, r Landkreis M e tz, Bezirk Lothringen; Aachen (Schlachthof); Hil- . fart, Regierimgsbezirk Aachen.

Landkreis Gieszen.

A Münster b. Lich, 5. Febr. Unsere Jagd wurde ' dieser Tage für 400 Mark an hiesige Jäger verpachtet. Sie : kostete seither 355 Mark.

A Ober-Bessingen, 5. Febr. Statt seither 400 Mark, kostete unsere Jagd jetzt nahezu 800 Mark. Pächter sind Gießener Jäger. Die große Preissteigerung hat ihre Ursache darin, daß unser Ort Bahnstation geworden ist.

A Nieder-Bes singen, 5. Febr. Unter Leitung unseres Lehrers Graulich fand heute Abend im Saale zum Löwen ein VolksunterhaltungSabend statt, der von hier und den Nachbarorten sehr stark besucht war. Die schönen Vorträge und Theaterstücke, die Lehrer Graulich zum größten Teil mit seinen Schülern aufführte, ernteten lebhaften Beifall und verdienen allgemeine Anerkennung.

Kreis Büdingen.

-l- . Büdingen, 5. Febr. Tie freiwill. Feuer­wehr hielt gestern abend im festlich geschmückten Rathaus­saale ihren Jahresball ab, der sehr stark besucht war und einen schönen Verlauf nahm.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 5. Febr. Im Geiverbcoerein hielt gestern Abend Rechtsanwalt Bergheimer aus Alsfeld, vor zahl­reich erschienener Zuhörerschaft einen Vortrag über den ^Werk­vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch." Die gemeinverständige Darstellung fand den ungeteilten Beifall der anwesenden Handwerker und Gewerbetreibenden und gab zu Fragen, die nach Schliiß des Vortrags aus der Praxis des Geschäftslebens gestellt wurden, Veranlassung. Kreisstraßen- melstec Sommerkorn sprach dem Vortragenden den Dank der Zuhörerschaft aus.

A Groß-Elchen, 5. Febr. Das Gruppenwasser- tverk für Groß-Eichen und Sollnrod wird im Frühjahr begonnen und soll bis etwa August vollendet sein. Die Quellen, welche sich oberhalb Wohnscld befinden, sind schon gefaßt. Unser Hochbehälter kommt auf die Anhöhe Rotelohm. Auch der Abfluß des Wohnfetder Wasserwerks wird unserem Werke zugeleitet.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 5. Febr. Die Platzfrage unseres neu zu erbauenden Postgebäudes steht gegenwärtig im Mittelpunkt des Interesses unserer Einwohnerschaft, besonders der Geschäftswelt. Da der m allernächster Zeit in Angriff zu nehmende Neubau unseres Bahnhofes vor die seitherige Stadt, wett entfernt von der hiesigen Geschäftswelt, zu liegen kommt, so hat auch die Post hier Gelände in Aussicht ge­nommen. Dadurch würde die jetzige Geschäftslage eine Ver­änderung erfahren, trenn nicht im Zentrum der Stadt eine Postfiliale errichtet wird.

m. Friedberg, 6. Febr. Der erste Präsident des Ka­vallerie- und Train-Vereins, Gendarm i. P. K r i e b , der wegen vorgerückten Alters sein Amt niederlegte, wurde von dem Verein einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Gleick>zeilig wurde ihm heute von einer Abordnung eine prachtvoll ausgeführte Urkunde überreicht. Krieb gehört dem Verein als Präsident seit der Gründung an und ist der älteste Veteran am Platze. Er erfreut sich der besten Gesundheit.

1^. Bad--Nau Helm, 5. Febr. Sonntag, 12. Febr., wird in unserem Stadthause hier eine größere Ausstellung von GaSapparaten eröffnet. Zur Ausstellung kommen Gasöfen, Gasbratöfen, GaSbügelösen. Gaszimmeröfen, Gas- motore und Apparate für das Kleingewerbe rc. Mit der Ausstellung ist zugleich eine Vorführung der verschiedensten Apparate verbunden. An den beiden Sonntag und Montag Nachmittagen finden im Ausstellungslokale Vorträge mit Vor­führung verschiedenartigster Kochapparate statt.

-I- Butzbach, 5. Febr. Am Samstag den 11. und Sonntag den 12. Februar findet in der städtischen Turnhalle eine große allgemeine Geflügel- und Kaninchen- Ausstellung statt. Da die Anmeldungen sehr zahlrelch eingelaufen sind, so muß die AuSstellungskommtssion schon jetzt eine rege Tätigkeit entfalten. Der Naturmensch Gustav Nagel erregte, als er gestern wiederholt barfüßig durch die Stadt ging, überall Aufsehen. Im Nu war er von einer großen Schar Kinder und Neugierigen umringt, die ihm durch die Stadt folgten.

Starkenburg und Rheinhessen.

X. Darmstadt, 5. Febr. Den vom Kaiser für die besten Leistungen in den alljährlichen Dauerritten ge- tifteten Ehrenpreis für Offiziere der Kavallerie hat für >as Jahre 1910 im 18. Armeekorps Lt. v. Werner vom Leib-Drag.-Regt. (2., Großh. Hess.) Nr. 24 erhalten. Die Beteiligung an dem im Herbst v. I. vorgenommenen Dauer­ritte war geringer als in den Vorjahren, da unter dem Pferdebestand des Thüring. lllanen-Regts. Nr. 6 in Hanau die Rotlaufseuche herrschte und die Offiziere dieses Regi­ments nicht an dem Ritte teilnehmen konnten. Die Zähl der Teilnehmer betrug 1910 16, 1909 31 und 1908 38. Die Gesamtentfernung der zurückzulegenden Strecke aus gebahn­ten Wetzen betrug 71,2 Kilometer, die Gesamtentfernung >er zurückzulegenden Querfeldeinstrecke 7,3 Kilometer. Der Sieger hat für 1 Kilometer der Strecke auf gebahnten Wegen 5,1 Min. und für 1 Kilometer der Querfeldeinstrecke 2,6 Min. gebraucht.

m Offenbach a. M., 6. Februar. Kommerzienrat Ernst Heyne hat zu dem Erweiterungsbau der Beerdigungs- )alle auf dem Offenbacher Kommunalfriedhof 10000 Mark gestiftet. In Besorgnis erregender Weise mehren sich unter der Offenbacher Schuljugend die Eigentumsvergehen. So stahlen zwei Schüler einem Lehrer aus dessen Speisekammer i roei Würste und einen halben Laib Brot. Vier wettere 12jährige Schüler schwänzten anderen TagS den Nachmittags­unterricht, umein Ding zu drehen." Auf einer Betteltour kamen sie in das HotelStadt Kassel", ivo sie an§ einem

Die pest in China.

Trotz der Maßregeln, die man gegen das Umsichgreifen der Pest anwendet, nimmt die Seuche beständig zu. Ganze Orb' schäften sollen ausgeftorben sein. Es scheint eine gräßliche Ver­wirrung zu herrschen. Wir erhielten folgende Drahtnachrichten:

Petersburgs. Febr. Die unter dem Vorsitz des General­gouverneurs von .Irkutsk gestern zusammengecretenc Pest- konferenz bezeichnete es als wünschenswert, den Chinesen« die Ueberfahrt über den Amur nur in gewissen, unter Beobachtung^ gestellten Punkten, zu gestatten. Personen, die sich aus der Mandschurei nach russischen Städten begeben, sollen ärztlich unter­sucht und einer fünftägigen Beobachtung unterstellt werden. Die Leichen der Chinesen sollen verbrannt und die in den Flüssen schwimmenden Leichen aufgefischt und ebenfalls verbrauM werden. Wie aus Kwantschoengtsu gemeldet wird, sterben dort täglich 100 Pestkranke.

Charbin, 4. Febr. Der vorgestern an der Pest erkrankte Arzt Dr. Michel ist gestorben. Gestern erlagen der Seuche 40 Personen, darunter zwei Europäer. Im Chinesen- viertel Fudsjadjan sterben täglich 150 Personen, so daß bic Einwohnerschaft von 40000 a u f 6000 zusammen- schmolz. Die chinesischen Behörden verbrannten etwa 2000 Leichen. Der Verbrennung harren noch 4000. Die Meldungen aus anderen Städten schildern die Lage nicht wenigen schrecklich. In dem Hulan haben sich Berge von Leichen angesammelt. Ein Teil von ihnen ist auf dem Eise des Hulnn und seinem Nebenflüsse Sungari aufgehäuft, offenbar in der Absicht, sie mit dem Eisgang im Frühjahr sorttreiben zu lassen.

** Lehrerperfonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Gg. Lampert zu Dietzenbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Beedenkirchen. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Wcrtheim-Itosenbere und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirch- Brombach, präsentierte Schulamtsaspirant Jak. Schlamp aus Neu-Bamberg.

** Das Vorlesungsverzeichnis der Lan- desuniversität für das Sommersemester ist erschienen und für 20 Pfg. käuflich zu haben. Von allgemeiner inter­essierenden Vorlesungen sind u. a. angezeigt Kirchen- geschichte von Prof. Dr. Krüger, Kur jus für Jugend- fürsoge von Prof. Dr. Mittermaier in Gemeinschaft mit anderen Dozenten, Deutsches Reichs- und Lande^verwal- tungsrecht von Prof. Dr. van Catter, praktische National­ökonomie von Prof. Dr. Biermer, Allg. Geschichte des 19: Jahrhunderts v. Prof. Dr. Rolosf, Deutsche Reichsverfassunc von Dr. Vogt, Baukunst und Denkmalspflege von Dr. Rauch, Erkläruntz des Nibelungenliedes von Prof. Dr. Behaghel. Der Beginn der Immatrikulationen ist am 24. April und der der Vorlesungen am 26. April.

** Postpersonalnachrichten. Angenommen als Postagent Gemeinderechner O f e n l o ch in Bürstadt und Porte- ieuiller Jörg in Heusenstamm. B e st a n d e n die Poslassistenlen- prüfung die Postgehilien Ahlheim in Wörrstadt, Hartkops in Waldmichelback), Heßler in Monsheim, Lautz in Offenbach- Bürgel, Schubert in Reichelsheim (Odemv.) und Wildner in Sprendlingen (Kr. Offenbach); die Telegraphenassistenten- Prüfung die Telegraphengehilsen B e g e r in Worms und Ehr- Hardt in Darmstadt. Versetzt Ober-Postpraktikant T h ü m e n von Münster (Wests.) nach Darmstadt; Telegraphengehilfin Schramm von Gießen nach Jena. Freitvilltg aus- geschie den Postagent Gras in Heusenstamm. Entlassen Postagent B r ü ckmann in Bürstadt. Gestorben: Ober-Post­sekretär I o st in Gießen.

** Stadttheater. Nochmals sei auf das Gast­spiel des Rehoff-Ensembles am morgigen Diens- tag hingewiesen, das Ibsens dramatischen EpilogWenn wir Toten erwachen" bringt. Der erste Teil von Faust wird an zwei Abenden, Dienstag, 14. Februar und Mittwoch, 15. Februar, zum ersten Male gegeben werden. Der erste Abend endigt mit der Hexenküche, der zweite Abend beginnt mit der ersten Gretchenszene. Die beiden Vorstellungen gelten als Dienstagabonnementsvorstel­lungen und zwar als die 16. und 17., da es nicht angebracht erschien, zwischen den beiden Abenden eine achttägige Pause zu machen. Die Mittwoch- und Freitagabonnenten erhalten Faust ebenfalls an zwei aufeinanderfolgenden Abenden.

** Konzert de§ Kronbauer'scheu Quartett- Vereins am Sonntag den 12. Februar im Gesellschafts­verein. Die alljährlich iviederkehrenden Wohltätigkeitskonzerte dieses Vereins erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit und nicht nur deshalb, weil sie einem wirklich guten Zweck dienen, sondern weil auch die zahlreichen Zuhörer musikalisch zu ihrem Recht kommen. Als Stern des Abends wird un§ genannt die Pianistin Fräulein Wynni Pyle, eine jugendlich schöne Amerikanerin. Die Wilmersdorfer Zeitung-Berlin schreibt im Dezember:

In dem letzten Sinsonie-Konzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung des Kapellineislers Dr. Ernst Kunwald wirkte als Solistin Frl. Wvmu Pyle mit, auf die wir schoit gelegentlich ihrer Mitwirkung im Blüthnerkonzert rühmend aufmerksam gemacht hatten. Sie spielte Griegs Wmoll-Konzert mit Orchesterbegleitung. Ihr rassiges, geistvolles Spiel, das mit souveräner Künstlerschaft alle Tonlagen vom stärksten Forte bis zum zartesten Piano gleichmäßig beherrschte, riß das vollbesetzte Haus zu stürmischem Beifall hin. Immer tvieder mußte sich auch die äußerlich sehr sympatisch wir­kende junge Amerikanerin auf dem Podium zeigen. Wir folgen ihr gern auf dem Wege zu den Höhen ihrer Kunst und hoffen, sie bald in einem eigenen Konzert spielen zu hören. Das Zeugnis der Reife besitzt sie längst.

X. Frauenstimmrecht. Man schreibt uns: Die Gießener Ortsgruppe für Frauenstimmrecht hat in der Person von Dr. Käthe Schirmacher eine Rednerin für ihren nächsten Vortragsabend, Montag, 13. Febr., gefunden, die all denen, die sich viel oder wenig mit der modernen Frauenbewegung beschäftigt haben, mindestens dem Namen nach feine Fremde mehr ist. Als Vorkämpferin für er­weiterte Rechte und Berufsmöglichkeiten der Frau hat sie sich folgerichtig ganz besonders den Erziehungsproblemen zu- gewendet und zwar denen beider Geschlechter. Dr. Schir­macher hat sich die Aufgabe gestellt, hier über ein besonders schwieriges Thema unter dem Titel .Mutter und Söhne" (die sittliche Frage) zu reden. Gilt es ihr doch, ein der ^rau ganz eigenes Gebiet zu durchleuchten, deren unberechen- baren Einfluß gerade auf die männliche Jugend aufzu-

DcrmifcMcs.

* Das Ergebnis der Volkszählung in Preußen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Volks- zählung am 1. Dezember 1910 ist die Bevölkerung Preußens seit der letzten Zählung von 37 293 535 auf 40157 573 ge­stiegen. Die Zunahme beträgt 2 364 038 gleich 7,68 v. H. Für die einzelnen Provinzen ergaben sich folgende Zahlen: Ostpreußen 2 063 746 und 33 570 gleick) 1,65 Proz., West­preußen 1 703 542 und 61668 gleich 3,76 Proz., Stadtkreis Berlin 2 064153 und 24 005 gleich 1,18 Proz., Brandenburg 4 091 620 und 559 764 gleich 15,85 Prozent, Pom­mern 1 716 445 und 32100 gleich 1,91 Prozent,

Posen 2100 096 und 113 459 gleich 5,71 Prozent,

Schlesien 5 226 293 und 283 567 gleich 5,74 Proz., Sachsen 3 088 778 und 109 529 gleich 3,68 Proz., Schleswig- Holstein 1619 673 und 115 425 gleich 7,67 Proz., Hannover 2 942 546 und 183 030 gleich 6,63 Proz., Westfalen 4 127 904 und 509814 gleich 14,09 Proz., H essen-Nassau 2221249 und 151197 gleich 7,30 Proz., Rheinprovinz 7 120519 und 684182 gleich) 10,63 Proz., Hohenzollern 71009 und 2727 gleich 3,99 Prozent.

* Hat sich das Klima der Mittelmeerländer ge« ändert? 4.ie Mitielmeerländer zeichnen sich, tote Dr. Eckardt in derBalneolog. Zeitung ausführt, abgesehen von ihren nördlichen Grenzgebieten, in ihrem Klima durch eine scharf ausgeprägte Regen- und Trockenzeit aus. Aber auch in den Ländern höherer Breiten, wo dieses Verhältnis nicht besteht läßt sich eine dauernde Klima- änderung nirgends nachweisen, wenn auch dem oberflächlichen Beobachter eine Reihe enorm milder Winter in Mitteleuropa wäd- ?enb der letzten Jahrzente auf den ersten Blick dafür zu spreche" chemt. Dauernde Kltmaänderungen geschehen nur bann, wenn die Zangen» und Breitengestaltung der sZestländer sich merklich ändert. Diese tn historischer Zeit vor sich gegangenen Aenderungen sind aber so gering, daß nirgends dauernde Klimaänderungen emireten konnten. Tas Verhalten des Sonneukörpers ist und bleibt daher die einzige Triebkraft aller meteorologischen Veränderungen auf der Erde.

Jackett ein Portemonnaie mit 2 Mark Jnhalt^stahlen. Daß Geld verteilten sie unter sich, während der vierte das leere Portemonnaie erhielt. Für das auf diese Weise erbeutete Geld kauften sich die jugendlichen Taugenichtse, die aus Not gehandelt haben wollen, Brot und Wurst.

Kreis Wetzlar.

= Wetzlar, 5. Febr. In ihrer letzten Vollver­sammlung wählte Die Handelskammer für den Kreis Wetzlar für ba§ Jahr 1911 Generaldirektor Kaiser zum Vorsitzenden, Fabrikant Ad. Neumann zum stell vertretenden Vorsitzenden und Bankherr O. Kellner zum Schatzmeister.

-f- Naunheim, 4. Febr. Nachdem im Herbst unter reger Beteiligung ein Haushaltungskursits für angehende Hatts- frauen hier stattgefunden hat, kommt nunmehr auch der K o ch- ttnterricht für die ältesten Schulmädchen zttr Ein­führung. Unter Anleitung von Frau Wtv. Bttrzel machen an jedem Samstag die Mädchen des oberen Jahrgangs jetzt 11 an der Zahl die ersten Kochoersuche.

Hessen-Nassau.

( ) Marburg, 4. Febr. Der auf den 16. Februar angesetzte Viehmarkt fällt wegen der drohenden Seuchengefahr aus.

F. C. Wies bad en, 4. Februar. Endgiltig ist jetzt die Ver­pachtung des Kttrhaus und Restaurants geregelt. Der seitherige Pächter Hofiieserant Ruthe hatte, da ihm die von der Stadtverwaltung verlangte Pachtsumme von jährlich 90 000 sl^f. zu hoch erschien, einen Gegenvorschlag gemacht, auf den hin jetzt eine Einigung erfolgt ist. Die Pachtsumme beträgt nunmehr 85000 Mark. Tie Liebestragödie in der Walramstraße hat das zweite Cofer gefordert. Die von ihrem Bräutigam dem Matrosen Stornier aus Mainz, gebürtig aus Doriparzelten bei Aschaffenburg, durch mehrere Revolverschüsse schwerverletzte Prosti­tuierte Else Bock von Braunschweig stammend, ist den Ver­letzungen erlegen.

Landwirtschaft.

Saatgutmärkte. Um den Landwirten die Mög­lichkeit zu geben, auf Grund von Proben sich Saatgut unserer ertragsreichsten Sorten von Gerste, Hafer, Sommerweizen und Kartoffeln zu beschaffen, veranstaltet die Landwcrtschaftskamm.r eine Reihe von Saatgutmarkten. Auf ihnen werden Proben von Getreide, sowie Kartoffeln und zwar nur aus den Seatbuu- stellen der Landwirtschaftskammer ausgestellt. Es iönn.n hierbei Bestellungen auf Saatgut von den Landwirten aus^eführt w.rden. Da nur von der Landwirtschaftskammer angekörtes Saatgut her Saatbaustellen auf den Märkten zur Ausstellung gelangt, werden die Landwirte auf diese günstige Gelegenheit zum Ankauf von Saatgut besonders aufmerksam gemacht. Es finden Märkte statt in Butzbach Donnerstag, 9. Februar, von vormittaas 10 bis nachmittags 21/2 Uhr im Gasthaus zum goldenen Löwen und in Groß-Gerau Montag, 13. Februar, von vormittags 10 bis nachmittags 4 Uhr im GasthausZum Slbler".