Ausgabe 
5.12.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

un-

büde die

X

betreffende Straße fordern tönntc.

X

B»/u

e-

7316

-

Asltlilhe ScfflnDtmadinDgti 6er Ltakt 6ie|tik

krästung vorzubeugen, gedeckt werden. Dies kann durch den Gebrauch von Scotts Emulsion geschehen, denn Scotts Emulsion ist von hohem Nährwert, dabei leicht verdaulich, sowie appetitanregend und daher wohl geeignet, bald eine dauernde Kräftigung herbeizuführen.

Das Betriebskapital

im Körperhaushalt ist die tägliche Nahrung. Ein entkräfteter Körper vermag aber nicht, ihr gc, nirgend Nährstoffe zu entnehmen. Der so ent­stehende Ausfall muß, um einer weiteren Ent-

it

pi»

Tagesordnung:

Wahl des Direktors.

ErgänzungSwahl deö AufflchtßratS.

Vereinsangelegenheiten.

Gießen, den 30. November 1911.

Der Großh. Kreisbauinspektor.

Hechler.

Nur echt mit dieser Mo rt cd« m k^i > cher dem ©CTontte» Zeichkn drt CcDtt« lesen Onfattenil

roanbi|d)ah mit dein utblanci nacbrocifen können. Tiefe romantische (ictlibo t, aber die eine englische Zeufchrist nährte (rinjelbciien be­richtet, hat rtne nicht aUiäglicve Vorgeschichte. Legen Mule t*4 ls. Jahrhunderts wanderte ein ln Falkirk geborener ieier Taolor nach Holland aut, nachdem er sich mit seinem Bruder William aeflriiten hatte. Teter wurde in Holland (^eireibebänöler, scku' 'ich im Laute der Jahre ein großes Vermögen und heiratete schließlich noch eme ebenfalls sehr reiche däniiche Tarne, lir ftaib gegen linbe deS Jahrhunderts kinderlos und hinterließ die 9hii)nieBung feinet nach vielen Millionen zählenden Vermögens einem Nefien, der eben- iall» Teter Taylor hieß. Tas Testament wies tedock eine besondere Klausel aui: dem Neffen wurde nur die Nutznießung deS Ver»

21milid)cr U)ctterbcnd)L

WettermiSslchten in Hessen am Mittwoch, den (L Dezember 1911 Trüb, Regenfälle, Temperatur wenig verändert

Baden-OoS, 4. Te,. TaS Luftschiff6 cb ro a be n* unter- lahm aeftem seine leßte diesjährige Fahrt. Tie nächsten Aus- liege werden voraussichtlich im Februar stattffnden.

6jar= uni) Halt.

l.k'Nilir *|ta k ^Cbermoe. Wligte 8t, Erzählt, V, kursvenvallkt timlällt Tei Mn von he i kannten bt.

Bekanntmachung.

Das Großhervvglichc Ministerium der Justiz hat durch Ber- fugung vom 24. November L Js. den L Dezember L Js ben Ätg bestimmt, an dem mit der Anlegung des Grundbuchs Ar die Muren V und VI der Gemarkung Gießen zu beginnen ist.

Gießen, den 2. Dezember 1911.

Großherzogliches Amtsgericht.

1.

2.

3.

Allendorf an der Lumda, den 4. Dezember 1911.

Spar- und Vorschußverein Allendorf an der Lumda eingetr. Genossenschaft mit unbejchr. Haftpflicht.

Wallenfels, Direktor. Rein, Rechner. Lotz, Kontrolleur.

LuS der ettftnna der Kinder und Erben des flommer$ia^ rats Gcora Karl Gail find für daS Jahr 1912 an 4 tehürftige tu Gießen wohnende Familien ober alleinstehende Personen Gaben von je 30») Mark zu vergeben.

Meldungen nimmt das Städtische Armencuru, Äfterweg btS 20. Dezember 1911 entgegen. #/*

Ein ca. 20 Ztr. schwerer, L Qual.

fetter Vogelsberger Bulle soll verkauft werden. Schriftliche AngÄote pro Zentner

des

Lirschlltztmiis |u MMrs an dcr 8mli

Bekanntmachung.

Mittwoch, den 13. Dezember 1911, vormittag» i/3ll Uhr, findet im Rathause zu Allendorf an der Lumda

Generalversammlung

tita

Ätz

m de» L *

Nationen, 7, ittl b

Aifc

Studien h>,

>'Ä

Wn vttlauft.

Beraiistalwng de aung brachte ut-' ?rag des W® Gießen über ,n über den v- 4 einer W J* Sin anschaE Landes m £ baut unter c

Wi-d°-E «eben** triefen

* ; trotz des K ben tvurd^'

Publikum 1^

Knaben oder Mädchen, welche die Schule besuchen, ist daS Beste gerade gut genug. Wir sehen sie gerne frisch und mit roten Süden mittags au5 der Schule nach Hause kommen und sind ängstlich, wenn sie bleich und müde sind. Dte fürsorgliche Mutter wird daher darauf bedacht sein muffen, daß die Linder gleich am Morgen eine Taffe Ban HoutenS Cacao bekommen, welcher kräftigend und leicht verdaulich ist. Fangen Eie einmal mit Ban HoutenS Cacao als erstes Frühstück an, und Sie werden sehen, wie gerne diese Marke von Kindern und Erwachsenen genommen wird. Kaufen Sie aber Dan HoutenS Cacao, und lassen Sie sich nicht durch sogenannte billige Angebote verleiten, etwas weniger Gutes zu nehmen.

[<7,

Lebendgewicht sind bis zum 7. d. M., nachmittags 6 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Berkaufsbedingun- gen werden hierselbst bekannt gegeben und Angebote zur Neuanschaffung von aleicher Rasse entgegen genommen. Be­sichtigung des abzuschaffenden Bullen ist wegen Seuchen- gefahr ausgeschlossen.

Leihgestern, am 4. Dezember 1911. 7308

Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.

Heß.

tbt^tvTuin

ajhlna H M nen ÄranM | lleberblick ubt I ttgabe des Do»! Mg im Aonall ein gemeinschaj!^ mlimg. J ;e|igen Liehhan-i iche m verjchif I .ejchleppl roorbti llerShausev | 'tanb des hiesige: hier stürzie ae m Fahrt in UM* er bllltüberslroe im S-Iicht ; in Anspruch S»

mögens äugel proeben, daß Geld selbst sollten erft leine Rmber er­halten. Für den Fall aber, daß der Neffe kinderlos sterben sollte, war bestimmt, daß das ganze Vermögen auf HmS gelegt und antastbar hundert Jahre lang liegen sollte (rr't bann dürfe

Mr unsere Kleinen

Erbichast unter den Verwandten beS CrblafferS verteilt werden Tiefe hundert Jahre sind nun versoffen, die Aufrufe in den Zeitungen sind erfolgt, und unter den Taylors von (rnglonb und Schottland gibt es natürlich unzählige, die die Möglichkeit einer Beiwandtichait mit jenem nach Holland auSgewanderten i:etcr Taylor nicht für auSgeschloffen Halten und aui jeden ,3all Ansprüche erbeben. Bei einem der Erbkaudidaten ift dte Berechtigung der Erd'olge bereite anerkannt, der Glückliche ist ein 80Jalne alter Herr namens William Taylor, der auf Coxyill Farm bet Falkirk lebt. &r ist in direkter ÜUiie verivandt und will sich iioch erinnern, daß fein Vater ost von Geschäften mit Peter Taylor dem Jüngeren gesprochen habe. Peter Taylor b. I. war ein leichtlertiger junger ^eiellc, der ot von seinem reichen Onkel in Amsterdam sprach und schließlich auch nach Holland fuhr. Nach dem heutigen holländi'chen igelet} märe üb­rigens jenes Testament von l» nicht mehr nachzuahmen. es kann heute niemand mehr bestimmen, daß sein Nachlaß hundert Jahre lang nicht verteilt werden bart, beim em Geien vom Jahre 18>2 seßt lest, daß olle ErbschastSgelder, die nach ö Jahren nicht in die Hönde der Erden übergeaanaen sind, der Ltaatskaffe oeriaden. Ta aber der alte Peter Taylor seine legtrolllige Verfügung bereits 1785 getroffen hat, bleiben die Bestimmungen deS Gesetzes aus dieses wunderliche Testament unanipenbbar.

* Durchschaut. TZ arm:Ich will mir Aktvu der Löwen- brauerei laufen; hrie denkst du darüber?" Fr at :Dummes Zeug; du möchtest ja mir Grund Habpt, die 1 Dividenden mit in die höhe saufen zu heften!"

* Reflexionen. Sonntagsjäger sals er den zehnten Hosen verfehlt):Ich dachte, daß es einst Völker gab, die von der Jagd gelebt haben; da ift aber doch wohl ein btsscrl Schwindel habet'

ff'iitA ® *

8ntbtod)tnt ... >

99 wutöen

*s*

ini

be ..rsÄl

Auf das Eingesandt in Nr. 284 deSG. A." gestatten sich viele Hausbesitzer der Alice st roße ergcbenst zu bemerken, daß keine außergewöhnlichen Umstände vorlicgen, die die Einführung der offenen Bauweise für den Teil der genannten Ltvaße, der zwischen Frankfurter Straße und Ludwigstraße liegt, bedingen, sondern daß, wie man hört, auf Veranlassung eines Stadt­verordneten dieser Beschluß herbeigeführt worden ist. Kopf­schüttelnd siebt hierbei der gewöhnliche sterbliche Bürger vor dem ehemals v. Ritgenschen Haus in der Frankfurter Straße, dem die Fenster umubauen und das Dachgesims abzuschneiden erlaubt war, während hier das Interesse eines einzelnen, das solche Gefahren gamicht in sich birgt, dazu genügen soll, eine ganze Straße unter eine Ausnahmebestimmung zu bringen. Tie Herren Stadtverordneten haben diesen Beschluß in geheimer Sitzung ge­faßt, doch ist es recht unverständlich, bau über eine heran wichtige Sache nicht in öffentlicher Sitzung verhandelt wird und daß man einen Punkt von so weittragender Bedeutung nicht vorher auf die Tagesordnung setzt, damit sich jeher rechtzeitig seiner baut wehren kann. Wohin sollte es führen, wenn jeder, öcm die in normalen Grenzen gehaltene bauliche Ausdehnung seines Nachbarn unvorteilhaft erscheint, dieoffene Bauweise" für die

Bekanntmachung.

8 eit": Sonntagsruhe im Handelsgewerbe.

An den drei Sonntagen vor Weihnachten '10 , '< und 24. Dezember l. Js.) dürfen Gehilfen, Lehrlinge

Arbeiter im Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends, «doch nicht über 10 Stunden, beschäftigt werden. , Der Gewerbebetrieb in den offenen Ber- -Eufsstellcn ift ebenfalls bis 7Uhr abends gestattet.

Gießen, den 2. Dezember 1911.

LwßbcrLoaliches) Poli^eiautt Gießen,

Eingesandt.

^Für Form und Inhalt aller unin vieler Rubrik stehenden Artilel übernimmt hie Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Berim iwortung.)

Gießen lern Eingesandt in der Samstag-Nummer ge bührt dao Verdienst, au (tv.higrnbe Bemmmungen aufmerk»un gemacht zu haben, iwldie bei der Reichhaltigkeit des Gießener Anzeigers und dem Kleindruck der städtischen Bekanmmachung^m von vielen Interessenten übersehen wurden. Wie ist eS nur möglich, fragt man sich, ter die Stadwäter ihre Zustimmu'ig ;u einer Vorlage geben konnten, welche eutc schwere Schädigung für die Betroffenen bedeutet und für die Allgemeinheit kein n besonderen Nutzen. Zur Entschuldigung möge dienen, daß die Uneingeweihten nickt mußten, waS sie taten. Rach dner an­strengenden öffentlichen Sitzung von über drei Stunden und weiteren Verhandlungen in geheimer Sitzung haben diejenigen, welche bis zum Schlüsse auShielten und zuletzt ihre Zustimmung zu einem neuen Ortsstatut für die alte Alicestraße gaben, sicher so unter dem Einfluß der geschickt auSgeführten Vorlage gestanden, daß sie es vergaßen, sich besser zu infor­mieren und dafür Vertagung und Verhandlung in öffentlicher Sitzung zu beantragen. Vielleicht genügen hie eingehenden Er­örterungen und die nickt ausbleibenden (Etnfmürbe der beteilig­ten Hausbesitzer für Zurücknahme des Beschlusses, damit die obere Verwaltungsbehörde dies nicht erst zu fordern braucht.

Kleine Tageschronik.

ÄuS Göttingen wird gemelbct: Ein Bahnwärter fand am Sonntag etwa 150 Meter küdlich vom Bah» bof N ö r t c n auf der Mariensteincr Tour einen weiblichcu Leichnam ohne Kopf. Die Untersuchung stellte fest, daß es sich um einen Mord handelt. Die Frau ist zweifellos nach ihrer (mnorbung auf die Schienen gelegt worden, um den Anschein eines Selbstmordes zu enveden. Die Leiche wurde als die 38 jährige, seit zwei Jahren von ihrem Manne getrennt lebende Arbeiterin Minna Brandt, geb. Friedersen, aus Marienstein erkannt. Bon dem Täter fehlt jebe Spur.

In Ludwi gshaf en ist der Geheime Kommerzienrat Ritter Tr. veinrich von Brunck, langjähriger Vorsitzender deS Auflichtsrates der Badischen Anilin- und Sodafabrik, infolge Lungenentzündung gestorben.

Bei der Einfahrt eines Znaes in den.Hanptbahnhof von Lissabon platzte der Kessel der Lokomotive. >16 Per­sonen wurden schwer verletzt.

In einem Tunnel bei O l l i e r g u o s (Departement Puy de Dom) stieß ein Personenzug mit einer Lokomotive zu­sammen. Der Lokomotivführer und der Heizer der Loko­motive wurden getötet, 10 Reisende schwer ver­letzt.

M w«"* ,

WcihimW-Wcriiiiß Jtr fllriufiiiiirr=$cniol)tanitült.

Wie alljährlich, so wünschen mir auch in diesem Jahre, unteren Kindern eine Weihnachtssreude zu bereiten, lieber 250 Kinder von 21/. bis 6 Jahren sind in der treuen Pflege unterer vier Schwestern. Die menten von ihnen kominen ans Familien, die mit dcr Not des Vcbenß schwer au tampicn haben. Ahnen zu Weihnachten zu tcftlidicv Freude zu bclien. ist eine schöne und dankbare Aufgabe. Wir rechnen dabei auf die bewahrte Unter» itünunq aller und neuer Freunde unterer Anstalt und richten an sie die Herzliche Bitte, unS Gaben an Geld. KleidungSfiucken, Stoffen und Spielen zuwenden zu wollen Tie Schwestern unterer Anstalt und die unterzeichneten Borstandsmitglicder sind bereit, solche Gaben in Empfang zu nehmen. Außer diesen ift niemand be­rechtigt, Gaben für unsere Anstalt zu erheben, auch wird keine Sammlerin beauftragt.

Ter Vorstand der Kleinkinder-Bewabranftalt.

Fr. Justizrat Grünewald, Viebinftr. 21, Fr. Johanna Haas, Öst-Änlage 3L Fr. Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7, Fr. Geh. Rat Vcift, Moltke'traße 32, Fr. Marie Schwan, Leiters- weg f4 Fr. Avoiheker Schwieder, Lchnlstraf e L Frau Geh. Rat Ltrahl, Stephanstrake 1. Fr. Karola Walther, Neuen Baue 29, Schwester Lenchen Walfch, Diezstraßc 15, Pfarrer Ausseld, Real- lebrer dann, D. Schlaffer. v/

Vorsitz der & 18- im Saafijai mmlung bt- lch in Genitiv Vereins fton cht. Nach (h- sitzende beianm, nd Arbeiter, du in Vorschlag 15 Tiensijaorm Eherne Medailli osche vorgesehr: instherr zu ocr- ferner lml! der und die sfraua dekorieren ifin injialPmui, btr werden Seifer

Vergebung von Vauarbeiten.

Die für den Neubau eines Schull-Luses mit Neben» gebäude, der Einfriedigung und der Hofanlage sowie den Neubau eines Backhauses zu Bersrod erforderlichen Ar­beiten und Lieferungen, nämlich die Erd- und Maurer-, Steinmetz- (Lungstein), Zimmer-, Dachdecker-, Schindler-, Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Tapezier-, Pflaster- und Chaussierungsarbeiten, Blitzab­leiteranlage, Träger-, Eisen-, Rühren- und Zementlieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen, Pläne, Voranschlag unb Be­dingungen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichnete^ Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen.

Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und posffrei, spätestens bis zum 15. Dezember 1911, vormittags 10 Uhr, bei Großh. Bürgermeistern BerS- rod einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt.

Freie Dahl unter den Bewerbern bleibt vorbehallem

Stott« entuffion rotrb von uns autzschl'ekltch tat groben oertauft, und zwar nie lote nad> Gewicht ober Matz, fonbtrw nur in versiegelten Crtguiaifloiden in Karton mu unterer Schutzmarke (Yischer mit dem Dorsch) Scott & Sonne (M. m. b. H_. Nrankfutt a. M-

!6eftonbtetle: finster MedstlnalFLebertran 150A prima «Llvzerin bo,o, untetpbosvhongsau' er Rolr 44, unterpkioephoriglaures Natron >A, £ulo Tragant SA f einher ar ab. ®umml »ulo. IX), wasser 1

lkohol HX> Hleriu aromatisch« Smulsian mit ZimU. Maares- unb A DaultheriaLl je 8 Tropfen.

vermischte».

* Die erste Tagung des Groß-Berliner Zweckverbanoes fand am Montag imtct dem Vorsitze dcS Oberbürgermeisters Kirschner (Berlin) im Berliner jRathaus statt. Als Vertreter der Staatsregierung waren trrschienen Oberpräsident v. Conrad und Oberpräsidial- rai Graf v. Rödern. Nach den üblichen Begrüßungsan- ipradicn wurde in die Tagesordnung eingetreten, auf der ediglich Wahlen standen.

' Eine seltsame Erbschaft. Unter den tmnbert- nisenden von Engländern unb Schotten, die heu weitverbreiteten Urnen Taylor führen, herrscht fett einiger Zeit erwartungsvolle Unruhe, (ritte RechtSanwaltsirma von Glasgow hat bekannt ge­macht, daß nach ben seltsamen Bestimmungen eine« Testament-, )ot im Jahre 1785 ein nach Ipollanb anSgewanderter reicher Schotte nomens Taylor gemacht habe, baS inzwischen auf nahezu 1C«O 'Uhllionen -Dlarf angeivachsene Vermögen des Verstorbenen unter allen TavlorS zur Vertciluttg kommen soll, die eine direkte Ver-

^Aentenbc aschafznchr preisgegeben, die Schafherde wurde m Herbft verkauft.

Heflen-Nafsau.

w Frankfurt a. TL, 4. Dez. In der Otto-Straße jlt. 10 stürzte heute mittag hie 25 Jahre alte Ehefrau -Inna Wolf vom zweiten Stock herab in den Hof, obei sie schwere innere Verletzungen erlitt. Die Wolf wollte ich an einem Strick in ben Hof herunterlaffen, in dem Glauben, durch die Tür einen Einbrecher einbrinqen zu <jen. Es ist anzunehmen, daß bei der Verunglückten Geistes- lörung oorliegL

(flcricbtsfaaL

* Gießen, 4. Dez. Das Kriegsgericht der 25. Di- r ton, bestehend aus dem Major Freihemi v. Bibra als Bor- i zcnben, dem K-riegsgerichtSrat Dr. Heß als Berhandlungs- hbrrr, dem Hauptmann v. Strucnfee sowie den Lberleut- r-nts Firm en ich und Mattel als Beisitzern, verhandelte t.i heutiger Sitzung im Gerichtszimmer her Zfugdanskaserne gegen Vn Musketter S t öhr der Leib-Kompagnie 5. Großh Hess. Jns.- fkgt$. Nr. 168. Tie Anklage vertrat der Kriegsgerichtsrat B u x- nan n. Verteidigt wurde der Angeklagte vom Justizrat Metz, frkgen Stöhr war durch den Gerichtsherrn der 25. Division am 24. November 1911 die Anklage wegen des Vergehens gegen t u : 81 MUitärftrasgesetzbucheS verfügt, weil er am 10. Cti. dieses Jahres versucht bat, sich durch Selbstverstümmelung zur Erfüllung seiner gesetzlichen Verpflichtung zum Heeresdienste un» t.-uglid) zu machen. Ter verheiratete Angeklagte, der bereits uoeimal bei der Musterung zurückgestellt war, hatte wohl ge­hisst. auch in diesem Jahr nicht eingezoAen zu werden. Ter Angeklagte soll sich die Verletzung nur zufällig beim Holzzerklei­nern durch einen Beil hieb zugezogen und nicht die Absicht gehabt toben, sich dem veeresdienste zu entziehen. Er begab sich am ladtmittag des 10. Oft. 1911 zum Arzt, wo das beinahe ob- getrennte Glied wieder angenäht wurde. Nach Angabe des Sach- ^ständigen war der ftnochen des Fingers vollständig durch- nenni. Turch die einwandsfreien Aussagen her Zeugen wurde c vom Anklagevertreter für schuldig erachtet und zu 4 Mona- tm (Vcfängnid verurteilt.

Leipzig, 4. Dez. DaS Reichsgericht verwarf die Revision M TaglöhnerS PSllmann, der vom Schwurgericht in Frank» furt a. M. am 17. Oktober liegen Raubmordes, begangen im leicmbcr 1910 an dem Agenten Biener, zum Tode verurteilt mttben war.

Als Mörder seines eigenen Sohnes hatte sich vor dem Schwurgericht Straubing der Landwirt Georg kopfensberger zu verantworten. 'Der Ermordete war 17 Jahre alt und lebte mit seinen Eltern, namentlich mit dem Jatfr, in ständiger Unzufriedenheit, da ihm von Jugend auf U viel Freiheit gelassen worden war. Im Mai d. I. hatte es Bieber einmal Streit gegeben. Als der Sohn in der Nacht im tiefften Schlafe lag, erschlug ihn sein Vater mit einer Hacke. ruf ging der Täter ruhig zu seiner Frau unb erzählte ihr, der Junge nun hin fei. Die Mutter jammerte lediglich darüber, daß der Sohn so unvorbereitet habe sterben müllen. 11 ad) der Tat ging der Mörder nach Landshut, wo eine Tochter von bm diente und erzählte ihr ebenfalls, daß der Bruder tot fei. rann stellte er fick) freinnllig dcr Polizei. Der Spruch der Geschworenen lautete auf Totichlag unter Versagung mildernder Umstände Darauf verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten u acht Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust.

Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch, und Brotpreise am 4. Dezember 1911.

Schlachtviehvreise in Frankfurt a. TL

Fleischpreife in Gieß en

Ochsen

Kälber

Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7495 Mk.

'/, Kg. Schlachtgw 69-95 Pi.

. 58-63 ,

'/, Kg- 82-90 Pfg.

7i , 76RO , . 64-86 ,

Gell eidepreise In Mannheim

Brotpreise in Gießen

Weizen 100 Kg. 21.60 - 00.00 Mk.

Roggen 100 Kg. 19.00-19.25 Mk.

Weißbrot 2 Mg. 62 Pta.

Schwarzbrot 2 .sig. 54 Big.