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General-Anzeiger für Oberhessen
Rr. 286 Erster Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 5. Dezember |9U
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NoiaNoN5druck im» Verlag der vrShl'iq«, Unio.'Bud). und Steinörudtrei n. lange. Redaktion, drpcöition und vruckerel! rchulftrahe r. .e>ad^ und
biL vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästrstelle Bahnhofstraße 16». Erzeige «teil: H.'Beck.
Die heutige Nummer umtobt 14 Seiten.
Der erste reld)slanöi|d)C Landtag.
Tin denkwürdiger Moment für die Geschickte Elsaß- Lothringens! Am Mittwoch wird im staiserpalast zu Straßburg durch den Statthalter Grafen Wedel der erste rcichs- ländische Landtag eröffnet werden. Elsaß-Lothringen hat damit, mag auch hie und da die Verfaffungsreiorm nicht den Wünschen der Bevölkerung entsprechen, das Ziel er* reickt, nach dem es seit Jahrzehnten strebte. Es hat eine parlamentarische Vertretung erhalten, die bei der Zusammensetzung der Ersten Kammer infolge der kaiserlichen Ernennung eines Teils der Mitglieder und der Körperschaftswahlen wohl noch gewisse Erinnerungen an das bisherige Notabelnregiment wachruft, die aber hinsichtlich der Zweiten Kammer das demokratische Prinzip des allgemeinen, gleichen und direkten Stimmrechts in einer Weise hochhält, wie sie von Mecklenburg, Preußen und einigen anderen Bundesstaaten bisher vergeblich erstrebt wurde.
Unter schweren parlamentarischen Kämpfen ist das Werk der elsaß-lothringischen BersassungSresorm im Mai dieses Jahres im Reichstag zustande gekommen, nachdem die preußische Regierung unter gewissen Kautelen ihren Wider- stand gegen die Vertretung der Reichslande im Bundesrat aufgegcben hatte. Elsaß-Lolhringen ist als nahezu vollberechtigter Bundesstaat den übrigen älteren dcutsaien Bundesstaaten gleichgestellt, es ist in den Sattel gesetzt worden, und nun wird man ja sehen, ob diejenigen Recht haben, die da befürchteten, Elsaß-Lothringen würde sich in seiner Selbständigkeit dem Reiche immer mehr entsremden, oder diejenigen, die da hofften, die Reichslande würden wohl eine ihrem BolkScharalter entspreaiende eigene Entwickelung nehmen, sich aber trotzdem um so fester an das Reich anschließen.
ES ist natürlich äußerst schwer, schon im gegenwärtigen Moment vorauszusagen, aus welchen Bahnen Elsaß-Lolhringen in Zukunst wandeln wird. Aber selbst wenn es den Versuch machte, in seiner Zweiten Kammer französischen und klerikalen Tendenzen Eingang zu gewähren, so mürbe es damit keinen Erfolg haben, da zu dergleichen Beschlüssen, ehe sie, z. B. auf dem Gebiet der Schulsprache und Schulverwaltung, Gesetz ioerben, nicht nur die Zustimmung der Ersten Kammer, sondern auch die des Statthalters als Vertreter des kaiserlichen Landesherrn notwendig ist. Tas Sicherheitsventil für Deutschland und deutsches Wesen in Elsaß-Lothringen hat jedenfalls der Statthalter und die Erste Kammer in der Hand, die auch hier ein retardierendes Moment darstellt gegenüber den Auswüchsen eines Parlamentarismus, der nicht auf den Charakter Elsaß-Lothringens als Glacis Deutschlands Rücksicht nimmt und es auf dem Umwege über den in nationaler Beziehung unzuverlässigen Klerus mit Frankreich zu galten sucht. Gerade in heutiger Zeit wird die Statthalterschaft alles aufbieten müssen, um ä. B. das Ueberfliegen Elsaß-Lothringens durch französische Luftschisse, die zeitweise Niederlassung von Franzosen und die berühmten Jagdpachtungen angeblicher französischer Privatiers mehr denn je auf dem Verwaltungswege zu unterbinden, weil es sich dabei in vielen Fällen nur um Svionagezwecke handelt. Graf Wedel wird deshalb wahrscheinlich sehr ost in die Lage kominen, in der zweiten Kammer entsprechende Anfragen za beantworten, da die elsaß-lothringischen Rationalisten, gleichviel welck)er Partei sie angehören, diese Dinge als durchaus harmlos hinzustellen belieben.
Aber Graf Wedel, der — ein alter Kavalleriegeneral — feit 1907 an der Spitze der reichsländischen Regierung steht, fürchtet sich vor die,en parlamentariichen Kumpfen nicht: jedenfalls ist die Meldung, daß er sich in Anbetracht der neuen Aera mit Rücklri.t-.ab ichten trage, einwand rei dementiert worden Zwar befinden sich msolge der schastswahlen in der ersten Kammer, aus die er sich namentlich in der ersten Zett wird stützen müssen, einige Elemente, die, wie z. B. der demokratische 9cationallstenfüi,rer Bürger- meister Blumenthal-Kolmar, einige unabhängige Lothringer und Elsässer, politisch unzuverlässig sind. Aber die vorgestern erfolgten 18 laiserlichen Ernennung n, von denen allerdings fünf dem Zentrum angehören, oas damit in der ersten Kammer durch neun Mitglieder vertreten ist, bringen es doch im Zusammenhang mit den Ergebnissen der übrigen Körperschaft^:wählen mit sich, daß in der im ganzen 41 Abgeordnete zählenden Ersten Kammer der Liberalismus das Uebergewicht hat, und dazu noch, soweit das besonders die kaiserlichen Ernennungen angeht, das nationale elsaß-lohtringische Tcutschtum.
Um so verdrießlicher muß es für den Statthalter fein, daß, wenn er sich auf die erste Kammer auch verlassen kann, die Sache in der zweiten Kammer bedeutend anders steht. Tenn von ihren CO Abgeordneten gehören auf Grund der Wahlen vom Citobcr einmal 21 dem früheren Landes- ausfchutz an, sind also von vornherein in großdeutscher Beziehung unzuverlunig zu bezeichnen, und zweitens Haden es, von parteipoKtischer Seile aus betrachtet, die Wahlen trotz aller Eroßblockpolitik mit sich gebracht, daß in der Zweiten reichslandischen Kammer das Zentrum mit feinen 34 Mandaten <intiu|iöe der 10 „unabhängigen" Lothringer) dominiert, wahrend es die Grogdlockparteien, also berate, Demokraten und Soziachemoiraten, zuzüglich vier Unabhängiger, nur auf 26 Mandate brachten. Ta nun in den Reichslanden, mag auch das Zentrum hierbei den Bogel abschießen, alle Parteien mehr oder minder partikularisli,ch sind, so wird die Regierung mit einer Zweiten Kammer, in Der das Zentrum schon allein die Mehrheit hat, schlecht auskommen, und es steht daher zu erwarten, daß die Gegensätze zwischen Statthalter und Volksparlament nur zu bald aufeinanderplatzen.
Das wurde anders fein, wenn nicht der liberalen Landespartei bei den Lktoberwahlen trotz aller Anstrengungen und behördlichen Forderung nur fünf Mandate zugeiallen wären, während es die Demokraten auf sechs und die Sozialdemotraien auf 11 brachten. Eine Opposition gegen das Zentrum (34) in Stärke von 22 ober — unter Einschluß ber vier Unabhängigen — von 26 Abgeordneten ist Attjar an sich nicht zu verachten und könnte unter Umständen die Auslieferung Elsaß-Lothringens an den Klerikalis- mus und das in seinem Gefolge einherziehende Franzosen- tum verhindern, da das Zentrum nicht durchweg französischen Tendenzen huldigt und ein Teil der Lothringer auch keineswegs fleriCalen. Das schlimme ist nur, daß die liberale Landesparlei im ersten reichslandischen Landtag nur zu bald die Führung der Lpposuion an die Sozialdemo- iratie wird abgeben müssen, teils ivegen ihrer numerischen Schwäche, teils auck), well sie — und das bei ganzen ö Mann — schon heule in sich gespalten ist. Sind doch aus ihrer Wählerschaft die wirklich naiionailiberalen Elemente ausgeschieden, weil sie mit den Linksliberalen Nau- mannscher Richtung nicht weiter Zusammenarbeiten wollten, und haben sich selbständig organisiert. Außerdem ist die Gründung eines bcuifd^naiionalen Wahlvereins, ber haupt
sächlich die Altdeutschen umfaßt, criolat, und die Gründung einer den Freikonservativen nahestehenden christlichen Bauernpartei im Werden. Es will sich also alles das, was zwischen dein Zentrum und der Sozialdeuiokrarie steht, in drei, ober mit Hinzurechnung ber ja bestehen- bleibenden Demolraten, in vier Parteien teilen. waS fäton jetzt die Stoßkraft ber Liberalen und der Opposition über Haupt lvesentlich verringert und dem Liberalismus für die nächsten Wahlen keine guten Aussichten eröffnet.
Und wie leicht kann eine Auflösung des ersten reichS- ländischen Landtags erfolgen! Er soll feine ersten parlamentarischen Gehversuche machen, aber zu den sonstigen Schwierigkeiten eines jungen Bollsparlaments gesellt sich bei ihm noch der Zwiespalt zwischen der allen Liebe zu Frankreich und der neuen zu Deutschland. Es ist daher sehr begreiflich, daß unser Kai er unter diesen Umständen nickt als Landesherr Elsaß-Lothringens den ersten Landtag eröffnet. So kann man nur die Hoffnung auSspreck)en, daß der Landtag seine Arbeiten beginnen und fonsetzen möge zum Hell und zum Segen des neuen Bundesstaates selbst. Das tatsächliche Aufgehen Elsaß-Lothringens in Deutsch, land wird vorläufig wohl noch lange ein frommer Wunsch bleiben müssen.
RcichstagslanöiOaturcn.
Eine sorlfchriuit^e W.ll/iver.ammlung stellte am Montag den Stadtverordneten F e 111 ch, Obermeister der Mcller- Jnnung, für den fünften Berliner Reichstagswahl t r e i s als Kandidaten auf.
Aus Düsseldorf wird gemeldet: Bankdirettor Tr. Friedrich, der Kandidat der Zentrumspartei bei ber jüngsten Reichstagsersatzwahl, hat seine Kandidatur für die Reichstags wähl zurückgezogen
Der Verband der 'üiationalliberalen des Wahlkreises A l - tena-Jferlohn hat der liberalen Einigung für Dortmund-Hörde, Bochum-Gelsenkirchen und A l - tena-Jferlohn jugeftimmt. Die Nationallibe^ raten unterstützen danach die Kandidatur des fortschritt- lichen Abgeordneten Müller-Iserlohn gleich im ersten Wahlgang, ioährend in den anderen Wahlkreisen die Fortschrittler die nationalliberalen Kandidaten unterstützen. Das Zentrumswahltreiskomitee für Iserlohn beschloß die Unterstützung des christlich-sozialen Kandidaten LberlandeSge- richtsiekretär Börnemann-Hamm gleich im ersten Wahlgangs________________________________________________
Die Russen in Persien.
Teheran, 4. Tcz. eine Tepe,che aus Kaswin berichtet, daß die russischen Truppen in Rescht die dortige persische Miliz entwaffneten und das Telegraphenamt besetzten. Aus allen Teilen ber Provinz treffen Telegramme ein, bie dem Mebschlis Unter- stützung anbieten.
Vie Revolution in China.
Eh ar bin, 4. Dez. Wie aus chine,ischer Quelle gemeldet wird, haben die Revolutionäre bie Regierungstruppen in der Nähe von Futschou, Foenghwangtschou, Liau- jang und Hainjang nahe bei Liaujang angegriffen. Durch Zufall sei auch ein j avani) eher Offizier von der Kugel eines Revolutionärs verwundet worden. Die Revolutionäre befehlen in der Nähe von Futschou zwei Befestigungen. Tie Regierungstruppen verloren 14 Tote und Verwundete und zogen sich auf Futschou zurück.
Wie der Haifa operiert wurde.
Die Briefe Ernst v. Bergmanns — zusammen- zesaßt in der von Tr. Buchholtz t>erfaßten, bei F. C. fa. Bogel in Leipzig verlegten Biographie des Berliner Chirurgen — geben nicht nur einen erschöpfenden Slusschluß über fein Verhältnis zu Kaiser Friedrich, sondern enthalten auch An- aaben über die Beziehungen, die Bergmann als ärztlicher Ratgeber zu Kaiser Wilhelm II. hatte. Danach nahm der Monarch seine Hllfe im Mai 1894 in Anspruch, und Bergmann berichtet darüber in einem Briefe vorn 3. Juni jenes Jahres wie folgt:
„Sonntag, also gerade heute vor acht Tagen, als ich zur Segelfahrt des Kaisers eingeladen war, nahm mich Majestät beiseite und zeigie mir seine linke Wange, an der eine etwas weniger al3 walnußgroße Geschwulst dicht über dem Unterkiefer saß. Sie war ganz beiveglick und mit ber Haut nicht verwachsen. Seit zwei Zähren wollte er sie bemerkt haben, in letzter Zeit sei sie aber größer geworden und langweile ihn, well bei allen Berichten und Inspektionen die Leute ihm auf die dicke Wange schauten. Leuthold hätte gesagt, es sei eine Balggeschwulst, von einem Haarbalge angegangen, und sei leicht zu entfernen. Nun, eine einfache Balg- und Grützgeschwulsl war es nickt, oder insofern nur eine Balggeschwulst, als sie gut eingekapselt lag. Es war das, was man eine Speichelzyste nennt, ein kleines, abgefchnürtes Säckchen aus dem Gefüge der Ohrspeicheldrüse, sie sind auch meist leicht zu operieren, allein der Bewegungsnerv des Gefichts, Zazialis geheißen, liegt mitunter in unangenehmer Nähe von diesen nut speickelähnltcker Flüssigkeit erfüllten Blasen, imb leine Verletzung bat eine unreparable Lähmung, das heißt dauernder schiefstand des Mundes zur Folge! Unter diesen Umständen kannst Du Dir denken, daß die ersten fünf Tage der Woche mir voll krauser Gedanken steckten. Run tarn die Fahrt^ am Montag nach Dresden, die Fakultätssitzung und die Fülle llinischer Arbeit. 'W'ontag und Donnerstag erschien L em hold bei nur in der Klinik, um alles genauer zu besprechen. Er ivollte zuerst nur mit mir allein operieren: „es sei ganz einfach." Aber ich machte ihn doch durch die Erwähnung stutzig, daß die Geschwulst zwar eine Baiggeschwull', aber icine oberflächliche, und ban ihr der iniuii c Ge ! .usnerv hart Dorbeilaufe. Weiter fetzte ich auseinander, daß ich
sckmerzlos operieren muffe, und keiner fo gut die Kokain- jettionen zu handhaben verstünde, als Schlange. So wurde auch von Majestät Schlange akzeptiert, allen strengstes Stillschweigen aiidefohlen, da nicht einmal die Kaiserin eher von der Sack)e erfahren sollte, als bis sie vorüber.
Freitag 7 Uhr 5 Min. fuhren wir mit Leuthold hinaus, ausgerüstet mit durchaus neuen Instrumenten und frisch sterilisiertem Verbandsmaterial. Der Kaiser schlief noch, als wir ankamen, war aber in wenigen Minuten zur Stelle und wurde rasiert, desinfiziert uno kokainiiiert. Es ging alles ganz glatt und programmäßig Tie Kokar- nisierung gelang so schön, daß er, wie er iclbft versichert, „keine Spur" von Schmerz empfunden hülle. Tie Scheren- schlüge — ich präparierte zum Teil mit der Schere — hatte er gehört, aber gefühlt nichts. Der Balg war eine Speichel zyste. Naht und Verband wurden angelegt: bie ganze Sache hatte kaum eine Viertelstunde gedauert. Nun galt es, Geduld zu haben und Ruhe durchzusetzen, was bei der überaus lebhaften Natur des Kaisers nid)t leicht."
Nack ber Operation begab er sich zur Kaiserin, bie nicht wenig überrascht war: ebenso waren cs die Prinzen, mir der kleine Joachim hat geweint und seine Äermchen um den Hals des Kaisers gcia)lungen mit den Worten „Mein armer Papa, das hat wohl furchtbar weh getan ?" Als der Kaiser das verneinte, schrie aber das gan^e Prinzen chor: „Ja, du bist so tapfer, deswegen sagst du das nur fo!"
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— Eis auf dem Mars. Bon Zeit zu Zeil wird irgendetwas aus dem Mars entdeckt. Diesmal ist es Eis. Eine Reihe neuer Beobachtungen über die Beswas^enheit dcs Mars wird von dem amentamschen Lowell-Ld ervatorium vcrönentlicht und bildet die Grundlagen für bie Erklärungen des bekannten Astronomen Prof. Perctral Lowell, der auf dem Mars Frost und Tauericheinungen ie.igeiteUt haben will. In den letzten 14 Tagrn sind mit den ftärtnen telellooi'chen Apparaten neue, sehr scharse Aufnahmen der Marsoderiläche gemacht worden, und cur diesen Bildern laßt 'ich mit großer Genauigkeit das 2luftauchen von Frostersä>einungen ie.lstellen. Am 14. diooember wurden besondere Mes>unge.t und Auinahtnen oorgenommen. Die am klarsten das Blld dieser Frost- und Neuerscheinungen wiedergeben. Es zeigte 'ich, daß sick auf dem Rande der Sonnenausgangsi'eue Veränderungen ooiljieljen. Deren Sichtbarleu sich jeDoa) niajt aus Die inneren Telle ber Fläche eritreckt, woraus unzweideutig hervor
geht, daß unter der Einwirkung der Sonnenstrahlen sich ein Schmelz- oder Tauprozeß vollztehl. Tie Annahme, die die Polar- kappen des Mars und Die mit ihnen zusammenhängenden Erscheinungen auf Kohlenstossdioxyd zurücksuhren will, ist nach den An gaben des Lowell-Lbservatoriums überholt: die Hypothese ist von einer Seite ausgestellt worden, die mit der Chemie nicht genügend vertraut war, um ihre Unanwendbarkeit aus den Mars zu erkennen. Tr. Lowell hat diese Annabme bereits vor Jahren widerlegt, und sein Gegenbeweis stützt sich auf die Tatsache, daß Kohlenuofsdiorud unter dem Truck von einer oder weniger Atmosphären sich verflüchtigt, ohne zu schmelzen. Tie blauen Bänder an Den Rändern ber Polar kappen beweisen jedoch, daß hier der Verflüchtigung ein lauen und Schmelzen voraufgeht. Alle anderen Erzchetnungen auf dem Mars bestätigen auch diese Behauptung, denn sie sind unvereinbar mit einer so niedrigen Temperatur, wie sie für bte Verhärtung von Kohlenstoffdioryd Bedingung wäre. Tr. Slippers Svekwgramm des Mars, das im Lowells Observatorium ausgearbeitet worden ist, beweist das Vorhanden- ictn von Wafserdämpsen und Sauerstoss au: dem vielumstrilt'nen Planeten, während Kohlenstofsowxyd nicht sestgcstellt werden topnte.
K. Eine Zeitung, bie nur einmal im Jahre erscheint ist das „Esktmo Bulletin". Wenigstens smdet sich diese Angabe auf dem stopfe des Blattes und cs ist nicht anzu- nehmcn, daß das Eskimo Suhehn irgendein 'tonrurrenzun'er- nehmen zur gleichen Erscheinungsweise ier aus gefordert hat. Wie das „Wide World-Magazine" zu einer photographischen Wi^ei gäbe einer Seite des „Estimo Bulletin" berichtet, erscheint diese Idtfame Zeitung feit einigen Jahren in Eape Prince os Wale- an der Behringstraße. 4.1c ersten Europäer, die sich dort anliebelten, brachten den Eskimos die europäische oder eigenilich amerikanische Kultur und als bt? Eskimos Schreiben und Lesen gelernt hatten, wurden aus den Bereinigten Staaten eine Heine Truckerpreiie geholt, und au* Dieser wird alljährlich einmal, uno »war im Mat, diese merkwürdige Zeimng hergestellt
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Aiss a» schäft. Ter ui Koin tagende Entscheidungsausschuß iür das Bismar ck T entrnal aus der Elisenhöhc bet Bingerbrück-Bingen b^eichnete nach einer eingehenden Erörterung mir 31 gegen 10 ihmmen Den neuen Kreis scheu Entwnrs 2.. Eruniiage für die llussührung geeignet. — Der Dichler Hard Lauptm^nn ist zum Ritter de- bairischen ans-
ordens ernannt worden. — Zum Nach folger Ticku 2 is , ....er der Königlichen Galerie, soll der Lener dec Mi.e cuen (j/aicrie Berlin, Professor Terndörser, ernannt werden.


