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5.5.1911 Zweites Blatt
 
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161. Jahrgang

Zweiter Blatt

Nr. 105

Erscheint lSgstch mit Ausnahme des Sonntag?.

Aus den Aus­

verein noch nicht bestand.

Stadw. Winn betont, daß bezüglich der Kieebachtalbahn von der Stadt alles geschehen sei, was in ihren Kräften stano. Aber man habe ihr prcußischcrfcits viel Schwierigkeiten gemacht und anfänglich sogar die Projektbearbeitung nicht erlauben wollen. Tie Stadt Wetzlar sei mehrfach gefragt worden, was sic zu der Dahn geben wolle, aber ohne jeden Erfolg. Wenn Gießen allein die Dahn bauen wolle, werde von Preußen jedenfalls nichtls

Stadtv. Eichenauer wendet sich gegen die in jener Ver­sammlung ausgesprochene Anschauung, bau seither in Bahnfragen voll den berufenen Körperschaften etwas versäumt worden sei. Besonders die Handelskammer habe sich stets um die Verkehrs­verbesserungen bemüht.

Stadtv. Grünewald bemerkt, es sei in jener Versammlung gesagt worden, daß früher in Eisenbahnfragen mancl-es versäumt worben sei. Er habe dies aber alsbald widerlegt.

Stadw. Friedberger betont ebenfalls, daß die Handels­kammer in dieser Beziehung stets ihre Schuldigkeit getan habe, während Stadw. Haubach dasselbe für die Ltadtvervrdneten- Bersammlung in Anspruch nimmt.

Ter Vorsitzende bemerkt, bau die Lladwerwaltung beide Bahnprojekte schon zu einer Zeit betrieben habe, als der Bürger-

dazu gegeben. , ,

3ur Frankfurter Universitätsfrage mhrl Ltadto.

Haubach aus, die Stadt werde zweifellos durch die Frankfurter Gründung geschädigt werden. Das sei auch die Ansicht der Regierung, die fchon Stellung gegen das Frankfurter Projekt genommen habe. Jedenfalls sei cs nicht richtig, wenn man bic ö-ranfhrrtcr Gründung mit Freuden begrüße. Frankfurt ,olle es dem preußischen Staate überlassen, Universitäten zu gründen, wenn er es für nötig halte. Bei den Frankfurter Plänen spielten nicht nur ideale, sondern auch wirtschaftliche Gründe mit.

Stadw. Löber hält es für sicher, daß eine Universität in Frankfurt uns wirtschaftlich schädigen werde. Was man dagegen tun könne, solle nuyt tun. .

Ter Vorsitzende meint, die ^acke gerate in cm falsches Fahrwasser, wenn man sie vom Mrämcrstandvuntt aus betrachte.

Redakrion, Erpcdition und Truckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 51.

IRcbanioir.e^l 12. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

TieGießener Zamiliendlätter" werben dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Ereisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Zeit- fragen erscheinen monatlich zweimal.

Aus dcn Rcichstugsausschüjsen.

Berlin, 4. Mai.

Die Fernsprechgebuhrenordnung.

Ter Budgetausschuß beschäftigt sich heute mit der Fernsprech­gebührenordnung, die nach der letzten Berichterstattung in zweiter Lesung nicht behandelt, sondern an den Ausschuß zurückverwiesen wurde. Es liegt ein Antrag vor, der von den Mitgliedern der konservativen Partei, der Reichspartei, der. Wirtschaftlichen Ver­einigung und dem Zentrum unterzeichnet ist und im allgemeinen eine Verbilligung der Fernsprechgebühren gegenüber den Beschlüssen des Ausschusses bedeutet. § 2 soll folgende Fassung

Stadw. Petri führt aus, nach ihm gcwvrdenen Mitteilunac n wolle Frcmkftlrt die Universität imtci allen Umständen Die nachteilige Virkmig ihrer Gründung auf Gießen werde sehr er­heblich sein.

Stadw. Löber wendet sich dagegen, daß der Oberbürger­meister ihm einen Krämerstandpunkt vorgeworsen habe, wenn er rfchaft einen Warnungsruf auSgc'pro habe. Die Universitär habe der Sradr Gießen erhebliche Vv'. teile gebracht, diese solle man zu erhalten suchen

Stadw. Dr. Ebel führt aus, der Standpunkt seines Bor redners komme ihm vor, wie bic alte Zwistausfassung '-'lud» aus wissenschaftlichem Gebiet werde der Fortschritt von der Konkurrenz bebinat. Auch er hätte gewünscht, daß. Frankfurt eine Vol': Universität ober ein reine-? Forschungsinstitut grünben würde Aber es sei zu verstehen, daß mau die Ergebnisse der Forschung unmittelbar auf jugendliche Hörer wirken lassen wolle. Al? ArbeitsiMlvcrsilät, die inan in Großstädten nicht haben könne, werde Gießen immer feinen guten Ruf behalten.

Stadw. Haubach spricht sein Bedauern aus, daß der Vor sitzende, nachdem hier von den Schäden der Frankfurter Gründung für Gießen gesprochen worden sei, das häßliche Wort vom Krämer standpunkt ausgesprochen habe. Taß man Schaden von einer Franlftrrter Universität haben werde, sei sicher, deshalb brauch? man bic Gründung nicht zu begrüßen.

Baugesuche und dergl.

Ein Baugesnch von Karl Horn für die Marktstraße hat die Versammlung schon früher beschäftigt Man hat damals bi? verschiedenen Tispense abgel-hnt, nrorrui das Bauproickt neu bearbeitet wurde. Nunmehr ist nur noch ein Dispens wegen b"' nicht genügenden Hofgröße erforderlich, den aber bic Baudeputation nicht zu befürworten beantragt.

Stadtv. Löber spricht sich für bic Befürwortung des Bau gesuchs aus. Ter Baiwlatz komme sehr teuer und der Neubau verbessere den bestehenden Zustand locfentlid).

Tie Stadw. Schaffstaedt, Plank, Winn, Troß, I u g h a r b t und Wallenfels sprechen sich in gleichem Sinne aus, während Bcig Keller, SDbcrbürgcrmciitcr Mecum, so­wie die Stadtv. Grünewald und Vetters sich grundsätzlich aus hygienischen und sanitären Gründen gegen bic Tispens - befürwortung aussprechen. . ...

Ta bic Wstimmung über ben Antrag zunächu zweifelhaft bleibt, wird nochmals namentlich abgeftimmt. Mit 16 gegen 14 Stimmen wird beschlossen, den Tispens zu befürworten.

Hch. Launspach sucht für seinen Neubau in der Liebig- straßc um Genehmigung nach, daß die Einfriedigung falt nur aus Mauerwerk bestehen soll. Ta hierdurch d?-. Einblick in den Garten fast ganz verwehrt wird, soll das Dispensgesuch nicht be­fürwortet werden. Tcni Gesuchstctter wird anhänt gegeben, ben Plan umarbeiten zu lassen.

Ein Gesuch des Bildhauers Kalbfleisch um Genehmigung zur Ausstellung von Grabsteinen im Vorgarten Marburger Straße 76 findet unter ben üblichen Bebingungcn Genehmigung.

Emil Koch will bei seinem Neubau in der Ederstraße da? Einfahrtstor aus Holz Herstellen lassen. Die Versammlung ist damit einverstanden.

Karl Hartmann will an dem Hause Frankfurter Straße 62 ein Firmenschild von l Meter Ausladung anbringen lassen, was abgclehnt wird.

Tie Vetcrinärklinik läßt einen Stall erbauen, dessen Wandstärke statt der vorgeschriebcucn 38 Zentimeter nur 25 Zenti- mctcT stark werden soll. Tic Versammlung stimmt dem zu, ebenso auch der Anbringung einer Holzeinftiedigung

Archftekt Ph. Nikolaus hat ein Gesuch um (Genehmigung einer (Grabcnübcrbrücfung und Anlegung eines Zuganges in b?r Süd-Anlage eingereicht, dessen Genehmigung von grnnbsätzlich r Bedeutung für die Gestaltung der dortigen Straßenverhällniss- ist. Schon früher war ersucht worden, in der Mitte zwischen d?r Süd-Anlage und dem Seltersweg eine Straßc anzulegen, doch schefterte dies an dem Einspruch der Kirchengenicinde, die bic Kirche nicht an eine öffentliche Straße haben wolle, welcher Stand­punkt berechtigt sei. Ein anderer Vorschlag, den Schorgraben mit einer Straße zu überbauen, ist zurzeit nicht ausführbar, weil gegenwärtig fein öffentliches Interesse vorliegt. Die Ausnutzung der Grundstücke ist für bic Besitzer aber möglich, wenn für bi? zu erbauenben Häuser von der Süb-Anlage aus nur ein Zugang geschaffen wird, während die Einfahrt vom Selterswcg aus bleibt. Um der Stadt die Möglichkeit zu lassen, später eine Straße üb?r dem Schorgraben anjulegen, ist Herr Nikolaus bereit, bann einen

Aeitag, 5. INaf 19U

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwer'itäts - Buch- und Steindrnckerei.

R. Lange, Gießen.

3 Meter breiten Streifen umsonst abzutreten, wenn die übrigen Besitzer es auch tun. Die dort zu erbauenden Häuser müssen so erbaut werden, baß sie ben Eharakter ber Anlage nicht verändern. Tie Stabt räumt Herrn Nikolaus bas Recht zur Anlage einer Uebcrbrüdung unb eines Zuganges ein unb bcsürwortet unter den oben erwähnten Bebingungcn bic bei seinem Neubau erforderlichen Dispensc wegen Anbringung eines Erkers unb Errichtung des oberen Stockwerkes in Fachwerk.

Stabtv. Eichenauer ist für den Dispens, bittet aber, bet ber Anlage bes Zugangsweges auf die Erhaltung bes Baum­bestandes Rüch'icht zu nehmen.

Stadw. Wallenfels ist ber Meinung, man solle lieber eine Straße anlegen, als durch die Gestattung von Zugangs- roegen dieselben Zustände zu schaffen wie der Ost Anlage zu nächst der Landgrafenstraße. Auch die Kirche werde dabei nichts verlieren.

Ter Vorsitzende erwidert, die Verhältnisse lägen hier doch anders als in der Ost-Anlage, da dort die Häuser feine Einfahrt hätten. Tic Benutzung ber Wege in ber Ost-Anlage als Einfahrt werbe er burch entsprechende Vorfehrungen unmöglich machen.

Bäg. Em melius rechtfertigt die Haltung der Kirchen- gemeinde, die damit an der Johann eskirche die Uebdftänbc ver­meiden wolle, die man an ber Stabtkirche so sehr beklage.

Eine Frage bes Stadw. P e 11 e r s , ob mit der vorgeschlagenen Lösung nicht die Anlage beänträchtigt würde, beantwortet der Vorsitzende dahin, daß grundsätzlich nichts von der Anlage an Private hergegeben werde.

Nachdem sich noch die Stadw. Winn und Tr. Sommer für die vorliegenden Anträge ausgesprochen hatten, denen das Interesse der Stadt genügend gewahrt, finden die Dor- schlage einsttmmig Annahme.

Städtische Straßen« unb Gruudstucksangelegenheiten.

Nachdem sich herausgestellt hat, daß die Kanalisation der Seitenstraße zwischen den Grundstücken von Brann und Beil an der Marburger Straße von letzterer Straße aus möglich ist, soll der Ausbau der Straße bis zu ben Wiesen schon jetzt erfolgen. Die Versammlung ist bamit einverstanden.

Ein Nachttag zu dem mit dem Staat abgeschlossenen Kaus- verttag wegen Ankauf von Straßengelände hinter d?nt Iustizgcbäude, ber bic Ucbergabe und Bezahlung am 1. April 1912 statt 1. 2lpril 1911 vorsieht, wird genehmigt

Bei dem Rückkauf von Bau getan du von der Bau­genossenschaft des cvangel Arbeitervereins, das diese nicht bebauen kann, war vereinbart worden, baß bic Stadt alle Kosten mit Ausnahme des staatlichen Umsatzslempe'S tragen solle. Man ging dabei von der Anschauung aus, daß die Genossenschaft wegen ihres gemeinnützigen Eharakters von dem Stempel befreit. ' Nachdem die Abgabe aber jetzt von der Genossenschaft angeforbert

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderheften

erhalten: . .. .....

Die Grundgebühr ist die Vergütung für bic Uebcrlanung unb die Unterhaltung ber Apparate, sowie für den Bau unb bic Instandhaltung der Sprechlcitnng. Sie beträgt in Netzen mit mehr als 100 Anschlüssen 50 Mk., mit mehr als 100 bis em- K'^^ckk W »Nv-U- >ankiut. nich.

<0000 Anschlüsse 100 Mk., mit mehr als 70 000 Anschlüssen für und alles, was man tun könne, ^nc ^cfatngung^ jebe anqcfanqciien weiteren 50 000 Anschlüsse 10 Mf. mehr und! abzuwenden, ici, in Gcmeim chatt mit bem ^taat bamr iu orgen, ür ieben Anschluß, ber nicht weiter als 5 Mm. von ber Vermut daß lieh unicrc UntDerntat gunihg roetter entrouflc lunafie Xit S 4ic Einzelgebühr beträgt 4 Psg für Stadw. Grünewald m ber Annckst, daß ber - tarn mehr Se SBerbinbm'g Sie '$aui<6gebü6r beträgt bei nicht über 3000 für bic Entwickelung ber .Unwenüat nm tonne unb mA b« cinschlichlich SOOO Verbindungen 130 MI. und bi- 7000 Ser- Stabt hierbei muimrlate xwe (Menntn« habe ber statt binbunqen 170 Mf., bis 10 000 Bcrbinbuiigcii 200 Mk. Tie auch ichon rn^bte g.at umgejetzt. . .

Höchs! zahl ber von einem Anschluß aus zulässigen Verbindungen Stadtv. -tr. Simm e n au er ichliext lich den .lusst-hrungen

beträgt 10 000 jährlich. Sind mehr als zwei Pauschgebühren- des £bcrbürgcrmeutcr5 an. .taj innen

anschlüsse desselben Teilnehmers für den Fernsprechberried so ver-I Frankfurter Unwermatsgmnbung noch nicht |o nage m^ io einigt, daß bic Anschlüsse beliebig zur Herstellung ber Verbinbungen gesichert, wie ricttach .in genommen werbe. ±er vrnltz'.lck.e ^taat benutz, werben können, so erhöht sich Die Zahl ber auf jebe ber I werde ihre Errichtung nur erlaubten, rmmn nach der ow^m ber vereinigten Anschlüsse zulässigen Gesprächsverbindungen auH übrigen Umpcniiarm^cgrunbci unb ba» Ausiicht-?rechr bc- ^taa.^s 14 000. Die P ausch g c buhr für bic Gesprächsverbinbungcn aenckiert werde Lb o-ranlrirrt |ich baju Deritehen werde, nur zu über 1014 000 beträgt für jede angefangenen 2000 Verbindungen! zahlen, aber nichts mnzureben,wolle er dahm gcitält jem laiun. 20 Mk. Wird bei Anschlüssen gegen Einzelgebühr die Höchstzahl! Tic bis jetzt vorhandenen Jcutel reichten ledenialls Tur eine der .Gesprächsverbindnngen überschrftten, so ist sür jede Verbindung« Unwern.tälsgrüiidung noch nuyt

Blumentage, Mutterschutz und Säuglingsffirforge. 'ÄÄt

Gießen, o. 9Jlm. richten. Wird Anschlüssen gegen Pauschacbühr bic Höcklt-

Bei der Einspruchsverfantmlung gegen die Rcicftsver-I zahl der Gävrächsverbindungen um mehr als 6 Proz. über- sicherunasorbrtung hat sich ber Rcichstagsabgeordnekc Bu- schritten, so ist für je 10000 Berbiiidungen oder einen Teil davon folb scharf aeqen die Blilmcnkaac ausgesprochen und mit unb im Falle bes Absatzes 6 jur ic 14 000 ober einen Teil NchLheNta staatlich- Fürsorge für Mltti-rschutz und dao-uund auü-rdew bi, Srunba^nh- für -äaglmg-pfl-g- v-rlanm anst-ll- der privaten Wohltattg üLÄ SistiMngsantrag Tarn ,8 heul,

keil Wohl unb auch wir ber Ansicht, dai; bic Gesetzgebung Ijcht g?ach längeren Auscinanbcrsctzunqcn würbe bic Weiter in dieser Frage eine überaus wichtige unb für unser ganzes ^tunq vertagt, bis bas Rcichspostamt zur Prüfung bes An- Vollstum hochbedeutenbe Aufgabe zu löfen hat, aber bei bcr|ttflgC« öaj nötige Zahlenmaterial vorgelegt hat.

gegenwärtigen Finanzlage ist eine solche Belastung des Der Anschuß gegen die Mißbräuche im L^eilqewerbe Staatshaushalts einfach noch nicht möglich, ohne neue ^^t hmlc ben gestern inhaltlich nuigetälten 5 der Vorlage, der Mittel aus',ubringen Taß hier nun bic private Mildtätig lhon bcr Untcriagung des Gewerbebetriebs gegenüber Kurpfuschern leit cingrcift, ist nicht nur hoch anzuerlenueu, sondern es Kandell. Ter Paragraph würbe mit unwesentlichen Aenbcrungen sollte auch auf allen Seiten mit uneigennütziger Hingabe! jm Sinne ber Regierungsvorlage angenommen. Von sortschritt- für den großen Zweck gearbeitet werden, anstatt mit terro I licher ärztlicher edtc wurden härtere Strasen als gegenüber ristischem Schneid und der Geberde eines Mark Anton diese den Murpsufchcrn gegenüber 'olchcu Aerzten verlangt, die unter Art der Fürsorge weit von Heb adzuweisen. Taß dies von Verletzung ihrer <-taiidcsehre sich zum ^.c ck m^a n t e l s u r das ,htem Vertreter ber .iirrii.e für beinon "ei^ Stile mit' Sitt,ballen L0,r®l&."sür to

IN allererster LtNik, ja fast ansichlicstlich, ocianltoltct wird, Lesung bes Aussckutsscs wurden Anträge in dieser Rick>- ift nicht nur merkwürdig, sondern auch bedauerlich, xw I tung angeknndigt

Frauen unb Mädchen, bic sich in ben Dienst der Sache gestellt Ter Schiffahrksabgaben.Ansschuß.

fiaben, verdienen UN beding, werniste Anerlcnnnng unbes 3»iffa6r«abaabenauätou8 ianb H-UI, bic Aussvriich-

wäre unbanfbnr und taktlos, »breit Eifer und ihre Arbeit über Artikel 8 statt, der das Tarifwesen regelt. Aus ben Aus- badurch Ijcrabzudrückcn nnb 51t schmähen, daß man bic fl°n5c|führUngcn bes Berichterstatters wie auch ber Regierungsvertreter Veranstaltung in der besonderen Art barftcllt, wie das ber Ljnq hervor, baß man nicht geneigt ist, ben .Reichstag über Abg. Bus 0 ld getan hat. Gerade das Gegenteil ist her I tünftige 'Jlcnbcrungcn des Tarifs entscheiden zu lassen, sondern Fall. Wenn irgendwo bann finden hier unsere Frauen die Tarifsänderung ausschlieAich den Verwaltungsansschusien zu- und Mädchen ein reiches Feld lohnender und ersprießlicher gewiesen werdni sollen.

Arbeit, viel mehr Segen unb Gedeihen als in langatmigen, ebte r ö

praktisch bct)cutung61o[cn Auseinandersetzungen übtt ctloa bc{ biefer Festsetzung zu sogciianntcn fis-

Fraucnstimmrecht und Frauenrechtlcrei. Mit diesen ein- Echcn Erzcssm kommen könnte. Er legte auch dar, datz es festigen thcorctischeu Erwägungen und Bejchlus|cn, die laum richtig sei, anzunebmen, baß ein großes Schiff im all- über ben Mreis ber Beschließenden hinaus wirksam Hub gemeinen billiger fahre, als ein kleineres. Zn bezug aus die gc< und Bedeutung haben, ist gar nichts getan, nnb bic Frauen- wünschte Abgabcnfrähät für kleinere Schiffe äußerte er sich^nicht rerfjtl er innen täuschen sich sehr, wenn sic hiermit etwas zu birckt ablchneiib. Er wies baraui bin, baß aus dem M am schuft erreichen vernieinen. Wo etwas O'roßes erreicht wirb auf Ibis zu 200 -tonnen bereits von Ibgabcn Tret gclancn )inb. L- ber mit, oa wird--talmin^Wit =rrC^

Scheinerfolge beweifeu nichts dagegen: zudem entpuppen nciucrcn griffe, bic -/» oder % seiner gesamten Schissszahl aus- fic sich nach einiger Zeit immer als Mißerfolge. Wir wollen wachen, von ben Abgaben frei lassen würbe.

nun diese theoretischen Arbeiten nicht ganz ausgeschaltet, Von fortschrittlicher Säte mürbe darauf hingewiescn, dag in sondern zugunsten der prakkischcit Tätigleit nur beschränkt der Vorlage nichts darüber enthalten ist, ob Personen,chnse unb wissen, und diese praktische Arveit sinbet aus keinem sozialen Flöße von Abgaben frei sein ^tten Nach dem ^tlaut des Gebiet ein derartig g1°9.,"sCC 5qq5t Aussvrachc' fand'darüber'stall, ob die erstmalige Festsetzung des auf dem Gebiete bev .Nnttcrjchutzcs nnb bei ^auglings bcn Reichstag ersolgcn soll. Tic verbünbeten Re-

sürsorge. , . giernngen stehen bicsem Gebankcn ablchnenb gegenüber.

Tu ich einen wenn auch nur losen Zujammcnjchlust - ^tc Beratung wirb Freitag weitergesührt.

kiIler in Betracht kommenden Vereine ließe sich hier außer- » - _ " -----'----------- ---

ordcntltch viel erreichen. Turch Vermittctung eines de- SitilltUX der Stadtverordneten.

sonderen Amtes, das vielleicht aus den Borsi^cnbcn der ~ Gießen, 4. Mai 1911.

einzelnen Vereine zu bilden wäre, würde bic bauernbe Anwesend: Oberbürgermeister Mecum; die Beigeordneten Fühlung mit den in Frage kommenden Streifen zu nehmen Acller und Emmelius; die Stadtverordneten Tr. Ebel, Eichenauer, jein. Bevorsteksende Geburten in Arbeitcrkrcisen usw. könn- Fricbbcrgcr, Gabriel, Grünewald, Tr. GutsleiiA, Haben,cht. Hau icn hier anqcmelbct, die Gcdurtcnliste des Standesamts back', Helftich, Helm, Huhn, Zonn, Iughardt, Löber, Loos, Orbig, u».

Ä «ÄSÄÄÄ j; -Ä L ii-°ch-7n und Ms- bic S,oht U,tm

beiftänben und wo erforderlich alle notwendigen Born Bürgcrvercin sind die zwei in seiner letzten Ver- Schrittc veranlaßten. Es wären natürlich in erster Linie sawmlung zur Universitätssragc und zur Bahnftagc gefaßten Ivanen zu wählen, bic selbst Mütter sind, deren Hilfe nicht Entschließungen eingegangen.

nur in theoretischer Weisheit bestände. Weiterhin könnte I Cf.i rfiennii er u

eine besondere Ausbildung für derartige Tätigkeit einge­richtet werden, bei der der Hauptwerk auf bic Pflege der Wöchnerinnen und Säuglinge zu legen wäre, und andere Einrichtungen, deren Notwendigkeit sich später hcrausslellte. All diese Leistungen müßten natürlich völlig kostenlos sein, das Geld aus den Mikglicderbeiträgen und freiwilligen Spenden gewonnen werden. Mit dieser freiwilligen lieber» nähme von Pflichten kämen schließlich die von den Frauen­rechtlerinnen so heiß verfochtcneit Rechte ganz von selbst, ohne Beschlüsse und ohne Versammlungen, und eine wahr­haft große soziale Aufgabe wäre in ber Hauptsache glücklicher gelöst, als dies der Gesetzgeber jemals lönnre. Wenn ber Blumentag in dieser Hinsicht einen schritt porwärts be­deutete, bann hätte er sich noch einer weiteren schönen Auf­gabe entledigt, als durch die Beschaffung der Mittel allein.