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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
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Kolumbia, das ja auch heute noch das Land der Smaragde ift Am berühmtesten sind dort die Gruben von Muzo. Tre Regierung, deren Eigentum sie srnd, verpaä)tete sie vor fünfzig Jahren noch für 60 000 Marl. Tod) nach und nach erhöhte man dre lahrlrche Pachtsmnme aus 1*, Millionen Mark. In tzter Zeit übergab mau die Minen einem englischen Syndikat. Tie Regierung Hal einen Anteil am Gewinn. Wie groß mag dieser lern? xie c,nen sagen, er betrage tahrli« et.oa 4 MiUion n Llarß, »Lb«» andere von 25 Millwnen reden. Die Unglnchhert der Ausbeute uns die Willkür des Liebhaberpreises lauen erne genauere Berechnung wohl kaum zu.
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zösischen ElemcMcs und damit wohl sein Ertrinken und wirtschaftliche Auflösung befürchtet. Solch hinterlistigem Gauch macht sich die Polizei dienstbar, beschämend für sie clbft und das ganze Neutralitätsprinzip.
Ter Vorfall kann sich dem von Air-leS-bainS würdig ur Seite stellen, als Symptom des Haffes, der den Tmt chen im Ausland vielfach entgegengebracht wird, der uns aber in Anbetracht unserer vaterländischen Erfolge aus allen Gebieten des Lebens und gestutzt auf unsere militä- rische Macht nicht weiter zu bekümmern braucht. Gerade der letztere Umstand ist ganz dazu angetan, da« uns Deut chen der Aufenthalt im Ausland nicht allzusehr vergällt wird, wenn auch der passive Widerstand oft fchwcr genug zu empfinden ist. Teutfch will selbst an der Grenze nie- mand verstehen, nicht einmal die Bahnbeamten, die d:c einfachsten fragen mit Achselzucken und der Begleitung „Je ne comprend pas allemand" quittieren. Zn Geschäften kann sofort auch deutsch gesprochen werden, wenn man sich anschickt, das Lokal zu verlassen. Wenn daS Geld im Kasten Hingt, die Seele in den Himmel springt.
Ein erfreuliches Zeichen ist es, da» der Deutsche seine Erholung mehr und mehr im Ausland sucht, es ist für ihn selbst und für das Vaterland von großem Wert, lernt er doch dann einmal die ös,entwichen Einrichtungen deS AuS- landes kennen und sie vergleichen mit den heimischen. Wir Deutsche können unS freuen, daß unser Haus nicht nur fest gesagt, sonoern auch sauber und rein ift und daß vor allem peinliche Lronung in ihm herrscht, dies madjt auch die »eunichr immer wi.oer wünscheuswerl und bekräftigt das ^Zort: „Ans Vaterland, ans teure schließ dich an, hier sind die jiurlcii ^uryi ö-tner straft
Frau war Josephine von Baden, eine Tochter der Großherzogin Stephanie, der .'tdoptivtochler Napoleons 1 Bon seinen Söhnen war der älteste jener Fürst Leopold, der 1870, von den Lories zum König von Spanien erwählt, die unschuldige Ursache des deutsch-sranzöslschen Krieges wuidc. Sein zweiter Sohn Karl ward 1866 auf b<n Thron von Rumänien erhoben, den ir noch cinnimmt. Sem dritter Lohn Anton starb den Heldentod: der musikalisch hoch begabte Prinz erhielt in der Schlacht von König- aräv eine Wunde, an deren Folgen er verschied. Em vierter sohn, Friedrich, ist als preumschcr General gestorben. Eine Tochter war die Gemahlin deS KoniaS Pedro von Portugal, cme andere ist die Witwe deS Graten Philipp von Flandern: ihr Lohn ist der König von Belgien. So haben die ikindcr des Fürsten Karl Amon in der curopäisck-en Fürstengeschichte eure große Rolle gespielt.
— Ein Denkmal für Ambroise Thomas. AuS Paris wird benchlet: Mehrere amerikanische SWuharoare haben anläßlich der Hunderlzahr^icr der Geburt von Ambroise Thoma- cinen Ausschuß gebildet, oet eS sich zur Ausgabe macht, em Denkmal für den französischen Komponisten zu errichten. Am Pieckstal iollen die beiden volkstümlichsten Frauengcualten aus den Kompositionen des Meisters oargcilellt werden, Mignon, für bie man die Züge Sigrid Amoldsons wiedergeben wird, und Lvhelia, die durch die Gestalt Ehnstme Nilsons verkörpert werden soll.
— Im Motorboot auer durch Afrika Nach den letzten Meldungen hat Lkxrleutnanl Graetz, von dessen interessanter Forschungs-Expedition wir vor einiger Zeil berichteten, Blantyre, die vauplstadt deS Nyassaland-Protektorates, et- rc.du. Aber nicht ohne Schwierigkeiten und Ju'älle ist bie Reise bis dahm von Statten aegangen: wäre doch das Boot bei dem notwendig gewordenen EitenLahntransvon von Port fcciaib b'S Blantyre durch die Funken auswerfende Lokomotive beinahe in Flammen ausgegangen : Der Geiste-gegenwart des Herrn Graetz und eines MupasiaaierS gelang es, dieie Gefahr abzuwenden. — za der Lhire>Flutz bis Molopc durch Katarakte und Strom- schnellen selbst für das kleinst- (Ein geboten m-iöoot unschn'sbar ift, so muß ein weiterer Lanotransoort erfolgen. Bon Matopc aus geht die Fahrt den Lhire aufwärts m d.n Nyassafee^ diesen nad) Nord kreuzend bis katonga, von wo d»e sogenannte Lteven- sonroad nach dem langanjilaice führt. D-.e'er Ltraße folgend bis zur englischen Station Fise, wo der Fifefluß erreicht wird, har das Älotorboot auf seiner Fahrvorrichrnng die Wafser'ch?ide ;u ürerwinden, um dann im Fiic'luß den Zamb sisluß und mit oiejcni endlich den geheimnisvollen Bangueto-Sec zu erreichen.
schon herrschte in Kiel reges Leben. Zu den vielen Tausenden von Menschen, die bereits gestern auf verschiedenen Verkehrswegen eingetroffen waren, kamen mit den heutigen Frübzngcn trotz deS regnerischen Wetters immer weitere Scharen von Schaillustigen, so das; die im Handels- Hafen liegende Flotte von über 50 Begleitdampsern ijiit festlich gestimmten Menschen alSbald voll besetzt war. Noch lag die Kaiserjacht „Hohenzollern" an der gewohnten Liegestelle im KriegShafen, als die lange Reihe der un Flaagen- dimurf prangenden Begleitdampfer sich in Bewegung setzte. Vorbei ging es an den neuen Linienschiffen der verheuerten Nafsaudivifion „Thüringen", „Oflfrieelanb“ unb^jvflflo-
8 kleine Kreuzer, 2 M i n cnju ch d i v is i o n e n. Den Schluß blldete eine Unters eebooltlottilleoo nacht Booten. Die Tonnage aller an der Parade beteiligten Kriegsfahrzeuge belief sich auf rund 420000 Tonnei, mit über 25000 Mann Besatzung.
Nach Beendigung der Flottenschau folgten Borsich- rungen der Hochseeflotte nach besonderem Programm, und die Schiffe mit den Zuschauern mußten sich von den Kriegs- sahrzeugen entfernen. Um 2 Uhr war Mittagstafel bei dem Ches der Hochseeflotte für die auf der „Deutschland" ein* geschifften Fürstlichkeiten und Gäste.
Nach Vorführung der Hochseeflotte ging der Kaiser um 11 Uhr von Bord der „Hohenzollern" und schiffte sich mit den Fürstlichkeiten und Gästen auf dem Flottenflaggschisf „Deutschland" ein. Unteredessen trennte sich bie Flotte, und zwar nahmen das erste und zweite Geschwader nut den Panzerkreuzern, nachdem )te ostwärts abgeschwenkt waren, bei dem Feuerschiff bei Gabelsflach abermals Aufstellung in Kiellinie, wahrend das Reservelinien^eschwadec
— Karl Anton von Hohenzollern. Der letzte^regierende Fürst von Hohenzollern-Sigmarmgen, crurlt Start Anton, dessen militärische Verdienst- ein Zenhnal tanben, ald Raijn Shihchn im Jahre 1880 dem Hohenzollern,chen Funlierrcgunent Nr 40 den Namen „Füsilicrregiment Karl Anton von> vohcn- zollern" beilegte, erblickte vor einem Jahrhundert daS Lichts der Welf am 7. September 1811. iSr war ireilich mchl lange tfurn des Hohenzvllemlandchen-. gewesen: die Revolution, die auch an dem Ueinen Staate nicht vorüberging, haue ihn vor ,em es Vaters Tode auf oen Thron erhoben. Dem er aber >ehr bald eiu- sagte. Sem Vater haue betens bem Lande eine lanb’tunbndje Verfassung im Jahre 1gegeben, allem oic Verwaltung des kleinen Landes icar iür die geringe Koch zahl der ^ewol-nerichoii eine so lost'vielige geworden, ba'c die steuern innerhalb bteibig Fabien 1818-48- um das Leckssache gc,liegen waren. . zae Saue am 27. August 1848 zur Abdantmrg des Vaters gemhn, und ein Jahr frater, am 7. Dezember 1819, imdjöem preuemhc Truppen dem Fürsten zum schütze gegen DaS Volk zu Düte gc kommen ivaten, dazu, daß Furu Karl .niwn inn Marti) an ‘StruBen abtraz. Der Fürst iie^itc nach Tuliechon über und erhielt durch königliche Leber un Jahre 1850 ba« Prädikat «PoheU mit den Vorrcck'.en eines nachgeborenen Pruijkv. ix» konigU^cn joau.ej, im Jahre 18*il erstell er dann das 'Träo-ckat .-tonis.iche Hoheit Mn. xail »nton fton» ,e.t ten 3«6rc 1831 m wiuBvfcv-n Militärdienften, und er und ferne ro-me haben dem maiemhen ">tc-e anerlennenswerte Dienn: geleutcl. 18^8, al» m Ireujen eine neue Acra umer dem Lrlnzregenten begann, erhielt er das Präsidium im Miniftcrnon und un ^tanUral, wurvc auch ücm- manoiernbet General des 7. Armeekorps und wurde im ^ehrc ix- 3 nachdem er aus dem Siuunenum auszeichieoen war, als General der Infanterie »um «iliiätgou3ctncut der Rhein- vrovinz und Wemalc» ct:unn: au tc.i l®w er
sann in Sigmaringen, wo er am -. Januar Ivo^ ftarb. Furu Larl Anton wai per SvüN einer N'.ckt,. Joachun IkuraiS, iciac
Die glottenparaöe in Oer Kieler Sucht.
Ziemlich gieichzeii.g haben die iranM.che und die deutsche Flottenschau stattgefunden. Man braucht solchen Paradeschauen leine überragende Bedeutung be.znleg.n. Tic Uricgstuchiigleit ist die Hauptsache. So verdient eS Beachtung, daß Herr DelcassS, der französische Marinem,nister, nach seiner Flottenschau in einer ziemlich praylerischen Kundgebung, die beinahe wie ein drohender LSink über den Rhein aussah, die Kriegstüchtigkeit der französischen Flotie besonders herausgestria-cn hat. Gr sagte einem Berichterstatter des Exzelsior:
„Ich habe keine Parade vorsühven wollen, viel eher eine Kundgebung. Was Sie dort gesehen haben, sind Wirkiichkeitcn. Ich habe bie Wirtlichkeiten vor Augen führen und zeigen wollen, bau unsere Marine nicht lediglich eine Einheit von »dunen ist, sondern eine attionfcberrite Flotte darstellt. Ich wüniche, datz man mich in dieser Beziehung nicht falsch verstehe. Alle Schiste, die an der Besichtigung teil genommen haben, können auf da, erste Zeichen hin abgehen und an dem Kamp teilnehmen. Eine Viertelstunde ist genug, um d,e Anordnungen für eine S ch l a ch t zu treiien. Sie sind vollständig verproviantiert und das Material besindct sich in sehr gutem Zustbndc. Ich habe nicht in Toulon etwa» zeigen wollen, rote man es in Kiel macht, wo in der deutschen Flotte unvollständige Riesensdilachtschifse, die noch nicht einmal ihre Versuchsfahrten auSgeiührt haben, figurieren. Alle m Toulon vor- geführten Sckisfe sind in kriegsmäßigen Zustand geletzt und bereit, sich unter guten Bedingungen zu schlagen.'
So grundlos dieser ^>i>itveis uui iitct vtel.eicht ist, so berechtigt ist die Mahnung, an Aeußerlichke.ten sich nicht zu berauschen. In diesem Sinne ist auch der nachstehende amtliche, etwas höfisch abgcsaßte Bericht über bic K-eler Flottcnschau aufzunehmen:
Kiel, 5. Sept. In den frühesten Morgenstunden
velgische Ueutralität am mcercsftranOe.
von einem unserer Leser erhalten wir folgende AuS kühntngen:
Wie die französisch-italienische Nordküste am Mittel- indischen Meer den zusammenfasfe den Namen „Riviera" -rdflt, so bat auch der belgische Badestrand in gleichem -inne die Bezeichnung „Litteral" erhalten. Der belgische Strand erstreckt sich von „La Punne" über Nienport, Lst- rnbe, Blankcnberghe, Henst und Knocke bis zur holländi- 'chen Grenze und ist in seinem bedeutenderen mittleren Teil von Destende bis Blankenberghe sehr gut angelegt und unterhalten, besonders die Verkehrs- und Promenaden »ege, die in einer Breite von 4 bis 5 Metern mit geriesel- ien Tonplatten belegt sind Eine elektrische Bahn führt von Westen de nach Blankenberghe und verbindet alle stwischenliegcndeii Badeorte. Diese Bahnverbindung wird von Besuchern der belgischen Seebäder außerordentlich ge- schätzt, denn sie bietet die Möglichkeit zu abwechselungs- vollen Vergnuguiigsfahrtcn, die um so notwendiger sind, ie weniger an den einzelnen Orten an Vergnügen, musi- lalischen und sonstigen Unterhaltungen geboten wird, und dies ist in den kleineren belgischen Seebädern reichlich wenig. Wenn eS viel ist, so konzertiert vielleicht an Sonntagen vvischcn 6 und 7 Uhr abends eine schlecht geleitete und herzlich schwack, besetzte Militärkapel.e, deren Gaben man übrigens vermissen mochte, da man bann auch die Bc luitigung nicht zu genießen braucht, die von den Mitgliedern der Kapelle während deren beschäftigungslosen 3eit ausgehen. Nicht nur, daß sich die Musikanteii, wie d.cS - angst in Middelkerke geschehen, als Herren des Platzes betrachten, stets in größerer Zahl fest zmammengesugt die i ronienadenwege beengen und den Vertehr stören, sie nehmen auch keinerlei Rücksicht auf die ruhebedürfligen Badegäste. An einem Montag wurden die erholungiuchenden --äste in der Morgendämmerung gegen 3 Uhr durch laute uommandorufe aus dem Schlaie geschreckt, eine Rotte von 10 bis 15 angeheiterten Musikern vergnügte sich mit der Vorführung von militärverspottendem Exerzieren, und sonderbar, für solch destruktives Vorgehen mar keine Cbng Ceu vorhanden Als sich aber die Kinder deutscher unb ^'sterreick'ischer Eltern in harmlosem Spiel ein paar Tage ।pater zujammensauden und nach deutscher Badesitte Burgen bauten und diese mit den Reichs- und LandcSsarben Ironien, alS diese Kinder ihre Kompagnien bildeten und zur Freude der Envachsenen sich in solch unschuldigem Treiben die Zeit verkürzten, da auf einmal schien das belgische Vaterland, wenigstens das Franzosentum in ihm, für seinen Bestand zittern zu müssen, da auf einmal wurde die hohe Polizei mobil gemacht, und das Hissen der deutschen Fahne verboten, ja sogar mit Ausweisung gedroht, wenn diese Anordnung nicht befolgt werde. Um die französische Triko- iore kümmert sich der neutrale Belgier selbstveritandlich nicht, diese durste anstandslos weiter iin Winde flattern; ja Bauer, dies ist ganz waS anderes. Man symp'athisiert eben im allgemeinen mit „Marianne", vom deutschen Michel aber braucht man nur das Geld. ES ist vielleicht nicht uninteressant, zu erfahren, daß der Urheber der Polizei- lidicn Machtentfaltung ein armseliger fianzchijcher -panz- Mlstcr mit dem unvermeidlichen Henry quatre gewejen tft dem der deutsche Andrang ein Schreckgespenst jcheint und der durch das Deutschtum eine Ueberslutuiig des sran-
wiesen hatten.
nm das Bülker Feuerschiff in der Kieler Bucht sämtliche Begleitschiffe versammelt, um zunächst die Vorbeifahrt bet „Hohenzollern", bereit Naljen durch den von Kiel berüber- bröhnenbeil AbschiebSsalut augekünbigt würbe, abzuwarten. Um 10 Uhr kam daS Kaiscrschiff und hinter ihm das De- peschenboot „Lleipner" in Sicht Gleichzeitig setzte sich die bei Gabelsflach liegende Hochseeflotte mit dem Kurs auf bie „Hohenzollern" in Bewegung Inzwischen war baS Wetter aufgeklärt: die Sonne durchbrach plötzlich bas Gewölk und nun bot sich dem Auge ein maritimes Schauspiel, wie eS bic Lstsee in dieser Pracht noch nicht gesehen Den Begleitdampfern voraus traf die „Hohenzollern" gegen 10* . Uhr aus bie Spitze der Flotte, die sogleich mit einem Kaisersalut von 33 Schüssen einsetzte. Die Schisse führten im Vor- lopp bic deutsche, im Großmast bic österreichisch'Ungarisckje Kriegsflagge. Das Linienschiff „Preußen" führte bic Flagge mit dem preußischen Adler. Tie „Brandenburg" hatte die Flagge mit dem brandenburgischen Adler gesetzt- Tie Mannschaften paradierten und brachten beim Passieren der Kaiserjacht drei HurrahS aus Der Kaiser befand sich mit dein Erzherzog Franz Ferdinand auf der oberen Kommandobrücke feiner Jacht. Sämtliche Schiffe passierten in einreihiger Formation unter genauster Innehaltung der vorgejchriebenen Abstände Die vorbeifahrt der Schisse, deren Linie sich über nahezu 14 Kilometer erstreckte, währte etwa eine halbe Stunde. Voraus fuhren Torpedobootsdivisionen, insgesamt 6 6 Boote, bann folgte daS Flottenflaggschisf, das jedoch sogleich auS der Linie schor, um der „Hohenzollern" zu folgen, darnach weitere 20 Linienschiffe, 4 Panzerkreuzer,
Der Mode-Ldelftein.
Unter den Edelsteinen erfreut sich der Smaragd gegenwärtig •x Ehre als das wahre Mode-Juwel zu gelten. Tenn infolge gewisser Vorgänge aus dem Edelstemmarktc sind die Preise für die köstlichen grüne» steine nicht unbeträchtlich in die Hohe gc schnelli. Aber auch schon zuvor waren die mummen, bie man mr wirklich fehlerfreie Smaragde — die sehr gelten find i^hltr. gewiß mdu medrig. Emen tadellosen -Ltein un Gewicht von 1 Karat (0,2 Gramm), der weder Rille noch wolkige Trübungen aufweist, bewertet man, wie auch d^ b^hnlle Edelsteuikuiwig. Pwfessor Dr. l’Jiai Bauer angibt, auf 400 bis 500 Mark, xoeb ist von „Marktpreisen" bei diesem Gegengand eigentlich kaum iu reden Tenn schon recht kleine Steine werden on mit Lieb- daberpreisen bezahlt. Natürlich gilt das auch m erhoh.em Maße iur große Exemplare. Gro»e Smaragde an hch fuü) nicht gerade selten, nur sind sie meistens „moosig", d. h- rrstig und trübe Im Uralgcbirgc immentlich ianb man auifallend große ©leine, und so ist denn auch der Zar von Rußland allem .lnichein^nack der Eigentümer des größten Smaragden der ^ier «inn ist 25 Zentimeter lang und 12 Zentimeter dick. Auch in der Schatzkammer von Dien bewahrt man einige ,el r g^»e Lniaragde 4uf; einer davon soll zu einem Tintcnsaß zurechlgeschniUen icin.
Bon ungewöhnlich großen Smaragde» »>ar schon un Altertum bic Rede. Die frühesten »ns bekannten (junbitattcn bes kostbaren, grünen Juwels lagen in Lberagyplen: der Smaragd- 'chmuck der Königin Kleopatra war berühmt. Auch IredU es ö»e schöne Maiestäl, Smaragde, aui denen ihr Bildnis cingrauicrt Dar, zu verschenken. Aber die ägyptischen Funbitältcii. von dcnen niA bie alte Welt sich mit dem begehrten Edeigesiein oenorgte, gerieten allgemach m Vergessenheit, und wenn man water^ auch an anderen Orten aus Smaragde stieß, so rtich-ni bieie cunbe Joch nicht aus, bie Nachfrage auf dem europauche» Markte zu be- inedige» Tarutn ward im Mittelalter über die ^clienlH’it der jrünen Sterne viel gellagt. Doch da sandte uns Amerika bie l'ielverlangien in reichster Fülle. Als n» 16. Jahrhundert d: Spanier unter Cortez in Mexiko und Peru nnbrangen, landen ie die Eingeborenen im Besitze der hcrrllchnen Mlcuwbien, barumer auch prachtvoller Smaragbc. Als bic „Gottheit der ^maragbe verehrten bic Peruaner, bet Ucbcrlicietaug nach, t ialS einen smaragd von der Größe eines ^sttaußeneies. Buchstäblich Zentner- weise ivanberten die Smaragde nun aui spanischen sckinen in die Alte Welt. Corte; selbst brachte einige wundernnen.. m Fisch., Bogel-, Schmetterlings- und Blumensormen geichnurene steine mit nach vauie. -t n l-uu. t ... 'auOt
Die glückliche» Eroberer nicht in Mercko und P<ru, sotwern in
„Thüringen", „Cüfricölanb" und^.^clgo- ice. an ihren Boic» nahe der „Hohenzollcin" Der- diesen Tagen die Ehrenbezeitgnngen int Hasen er- Bald nach 9 Uhr vormittags hatten sich der Kieler Bucht sämtliche
Nr. 20Y Erster Vlatt W. Jahrgang Mittwoch, 6. September Ml
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen LKM
annahme von »njeig« RotQtionsbmd ind Verlag der vnihl'fchen Unio.'vuch. vnd Stelnörudtrel R. Lange. Redaktion. Expedition und vrockerei: SLufftraße r. Land»: Eveb:^.' drn 8i Dorm^mg4n9niibc vstdingen: $cmfpred)« Nr. 50 Seschäflrftele vahndofftraße 16a.__-lutr.gemeii- o. ^ect.


