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1.12.1911 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

161. Zayrgang

5St oft,

Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten.

Emulsion.

Lin GoetheMuseum in Budapest.

vor einer großen Flügeltür nut der Äußchrii

verhe-szsoa"

Ziemer Mutaji

bes­am

zu Es

Aus dem Reichstagswahlkreis Lfsenbach-Tieburg.

Wie baC'Mainzer Journal" schreibt, schweben im Wahl- kreise Lfsenbach-Tieburg Verhandlungen zwilchen Freisinn und Nationalliberalen, wonach der Freisinn zugunsten der letzteren die Kandidatur Garnier zu- ruciziehen will, mit der ausgcivrochenen Absicht, das Zen­trum von einer Stichwahl auszuschalten. Als iseßeiueiftung'

Zahlreiche tiditoilber gaben zum Llylusse ein gutes Bild bereinen Gebietes im allgemeinen und von Land und Leuten Tendaguru im besonderen.

Nr. 283

Ter Gießener anjet$tt erschein« täglich, außer Eomuagi. - Beilagen: viermal rood'eiultd) GlebenerZinnlliendlätter, iiuiiinalroixheml.Kietsa bialt,ür6tnKrtl$6ie6en (T ienr-kag und Freiing l; gircmtol inonnil. Land» «lrtlchaftlicheSeitfra^en Feriuvrech - Auichliisie: Hit die Redaktion 113, Verlag u. (ixpedinon 51 Adresse iür Teveschenr «uzeiger Gießen.

Znnal.mc von Lnzeigen hlr die Tagernlnilinec bis Domunaflb 9 Uhr.

Das ücutsch-inglische Verhältnis und das englische Unterhaus.

London, 30. Nov. Im Unterhause frayte LanS- b u r y, ob Grey in Erwägung ziehen wolle, einen Spe­zialgesandten nach Berlin zu entsenden, um mit dem Staatssekretär von ttiderleu- Wachter irgend­welche außenstehende Fragen und Difserenzen zu erörtern, die etwa noa) zwischen den beiden Regierungen bestehen, und um herauszujinden, ob Deutschland willens sei, Schiedsgerichts -Verhandlungen z w i | cb c ii Deutschland und England in Erwägung zu ziehen. Grey erwiderte: Es bestehe keine Nolwendigleit, einen Sondcrge,andten nach Berlin zu entsenden, um Fragen zn erörtern, die unter den gegenwärtigen Verhältnis,en in Ber­lin und London erörtert werden könnten. Es sei bereits der Schiedsgcrichtsvcrlrag zwischen Tcuijchlanb und Eng­land in Kraft. Lansbury stellte weiter die Ansrage, ob der Vertrag ähnlich ,ei Demjenigen, der zwischen England und Ameriia zur Verhandlung flehe. Grey erwiderte: -ter Vertrug i,t von dein üblichen Typus, aber etwas etngeschräiikteren Ehar atters als Derjenige, über den gegenwärtig mit Amerika verhanDelt wird. ES ist aber meine Meinung, Dag das HauS Gelegenheit haben ,uU, bui Dem ameriluni,chen Vertrag schon seine Meinung Darüber zum Ausdruck zu bringen, bevor wir uns auf ähn­liche Vertrage mit anderen Landern einlassen.

Srhcnfelfiwdjen, zu dessen Beförderung an die Küste eine Trager- iolonne von 90 Mann erforderlich war, um die Berliner Sam.n- lungyDtriaaltung zu veranlassen, eine große Expedition Dorthin ausznrüsten. Zwei und ein halbes Jahres hat diese am Tendagurr« gearbeitet nnb eine Unmenge von sosulen Knochen ,73 000 >nlo- fliamm nadi Berlin befördert, die dort nun präpariert und zu­sammengesetzt werden. Es ist zu hoffen, daß es gelingen wird, aus den Fnnd'luckcn ein ganzes Skelett zusammcnzusetzen und Damit unserer Reichshauptstadt e;n nalurnnsi enschast.ich. s Schau lud -u sia.crn, Das bis jetzt auf der Welt nicht seinesgleichen hat. Tie Wcrtilien, um die es std) hierbei handelt, gehören zu den Tino saurieren oder Schreckenssaurieren und stellen die größten Land­tiere vor, die wohl jemals gelebt haben. Wenn wir uns vor Augen halten, daß ein Oberarmknochen über 2 Meter und ein Halswirbel überfeinen halben Meter im Turchme" r mißt, so kommen wir zu Tierriesen von etwa 35 Meter Länge uno ü bis 6 Meter Höhe, die ihren NamenGigantosauricr" Nic emaurin durchaus redincnigen. Wenn man die vor 30 Fahren m Amerika beim Ausgraben der etwa 25 Meter langen Brontosaurier, ge­wonnenen Tierformen auf die neuen ostairrkanischen Sauriersunde überträgt, so tommt man zu Riesengeichövfen, die die Bezeich­nungwandelnde Berge" vollauf verdienen: Ein plumper tiiiciei.- törver, getragen von gewaltigen Beinen, war gekrönt van einem kleinem Kopfe aur langem valse uno endigte in einem langen Lchwanze. Mit etwa 75 Zentimeter langen Nägellrall.n rin en diese Reptilien den Boden auf, um allerlei saftige Pslan.cn nahrnng zu erbeuten, wahrend der lange Hals zum Ansuchen Der Sümpie vorteilhait verwendet werden konnte.

scheitern drohe, entspricht nicht im geringsten den Tatsachen.

wird also and) demnächst durchaus keine gemeinsame Sitzung von Vertraucnsmumtern ter vier Parteien stattfinden zur Ent- iG,cii.iing, ob die Kandidatur «stratf aufrecht erhalten werden soll oder nicht. Man merkt die Abncht jener Mitteilung. Die vier Parteien, die die Kandidatur itrad aufstcllten, sind ohne das allergeringste Bedenken entschlossen, sie aufrecht zu erhalt^ in der festen Hoffnung, sie zum Steg zu führen.

fei Der ernsteste Wunjch der beiden Regierungen, zu ver­hüten, baß das Ucbctcinfommcn verletzt werde. Ich zweifle nicht daran, schloß der Minister, das; eine Lösung gefunden werden wird, luie sie am besten in Beratung nm der riiqi- schen Regierung gejidjert werden kann. Sie bcschäf.igt Die Aujinetljainkeii Der bründreu Regierung in besonderem Maße. x

Scotts Mtigung§;

!ie gut ^ird sie nch boi diesen "eist nicht lei: echen, die nicht Ähre zurück: rcotts Emul- ; Nachahmung rt nutzlos Zeit

kf. Es ist in weiteren .'treuen wähl völlig unbekannt, oaß sich eines Der schönsten Goethe-Museen in Der ungarischen Haupt­stadt befindet. Im Auslande gibt es überhaupt leine Zweite Goethciammlnng, Die sich mit Der Budapester vergleichen tonnte. Sie ist in Werk Balthasar Elischers, Der an 'einen Gaeth. schätzen mehr als 40 Jahre gesammelt und denen .erbe später Die Sammlung nebst Geldmitteln zu ihrer 1-liege der ungarischen Atadcmie der Wissenschaften vermacht hat. Wer durd) eine 3cnen- Vforte in Das Renav ancegaoäude der Aiadenrn mntriti, stcht

tretet .

'Ugstide,.

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beizuwohncn. Aus demselben Grunde sind zwei andere Personen bei der Kaserne von Berghs erschossen worden. Außer diesen Verbrechen begehen die Italiener nodj alle Arten vcxatoriscker Taten zum größten Leib der Bewohner der Gegend. So wollte Die Bevölkerung, die sdjimpflidjcn Szenen wie Der oben beschriebenen bei.^rvohnt hat, in Mas en nach einer anderen Gegend der Türkei auviuanDcrn. Sie ist daran verhindert worben. Eben o haben alle Personen, die sich wegen Erlaubnis zur Aus- tcaiiberung an die Italiener gewandt haben, stets denselben ab­schlägigen Vesdjeid erhalten. Tie Italiener s.nd soweit gegangen, daß sie durch össentlicye Anschläge den Verkauf von Grund- Nöcken verboten und so der unglüdlichen Bevöllerung eines der unbestreitbaren Sicajte genommen haben.

Andererseits fd.iat Der Kommandant der ottomani» scheu Streitkräfte in Trivo 11s fvlge.iaes Telegramm: Tie Italiener haben aus ihren F l u g s ch i s i e n zwei B o m - den auf unser Hospital in Ain Zara g e io o r f e n , o b w o h l auf ihm d i e Fahne des R o t c it Kreuzes gehißt war. Sie haben es Darauf bombardiert. Tie Splitter der Bomben sino ausbewahrt ivorden. Tie Bevölkerung von Menchiä hat Die W assen niebergclcgt. Tie Italiener haben sie nie der gemetzelt, um die 'Jieocrlagc der Versag! ieri- Rcgimenter a.l ihr zu rüajen. In der Verteidigungslinie, d.c der Feind verlassen mußte, haben wir eine große Za hl Leichen von <y tauen u .. . ...au . ii ql ... ...... . . ., mr vale, a b g e \ ch n i 11 c n und die Arme z u f a nt m e n g c b u n b c n waren. Durch die Aucsag.n bet gc.angenji Jia.i.ner ist sestge^.Ztt worben, bau dies au| Beseht ihrer £) f fixiere geschehen ilt. ilvir nnb davei, die Liste der Lp,er auszuiteUen. Am 22. November Haven die Itanener daS lurkisa-e Hospital von 5uleb Tjuma zum zweitenmal bombardiert.

iGoethe-Zimnlt.r>, unD neht sich, wenn er Durch ne euigeiretat ist, in einer wahren Goethe,chatzkammer. Tr. i gibt von Diesen; Budapester Goeihemuseum un Scoveniberyefte

Aus Lichen.

Xie Eröffnung des Landtages.

X-er Zusammentritt Des Landtags ist, wie der amt­lichenTarmft. Ztg." mitgeteilt wird, durch landesherr­liches Edikt vom heutigen auf Dienstag,19. Dez. b I, bestimmt worden. Tie feierliche Eröffnung des Landtags wird am Mittwoch, 20. Dez. d. I., stattfinden.

AuS dem Reichstagswahltreis Friedberg-Büdiugeu.

Auch aus Friedberg wird uns berichtigt:

Tie Mitteilung, daß die E i n i g u n g s k a n d i d a t u r Strack

Der Druck auf Persien.

Int englischen Un^ryauS er.....a ^..tats'ekretäc Grey, mit Dem r.ts,ischen Vorgehen gegen Persien ganz einver- sianden zu sein. Es wird schließlich doch auf eine Teilung Des Son.tenreiches hinaus.oinmen:

SonDoit, 30. Nob. Im Unterhanse erklärte Staa.ss.'.rctär Grey auf mehrere Anfragen, welche die russischen Forderungen an Persien betrafen: Es wird Dem Hanse klar sein, daß die Direkten ober indirekten Wirkungen Das Vorgehen Siustlands, zu dem es sich ge­zwungen gesehen haben mag, für Persien sehr ern­ster Natur sein können, obgleich wir von den Ereignissen, welche Die Krisis zivilen Rußlarid unD Persien beschleu­nigten, nicht unmittelbar betroffen werden. Wir flehen mit Der russischen Regierung in Perbindung und Haven Zusicherungen über den vorläufigenEharatlerder unternommenen Schritte erhalten. Was Die Ur­sachen Der gegenwärtigen Lage betrifft, so habe ich keine Belrachlungcn über Das taurü|tiße Vorgehen oDcr Die guten Absichten Morgan Shusters anzustellen, aber die sort- Qcfcvtc Besetzung von Verwaltungsposten mit britischen Untertanen in Rordpcrsien hat die Lage unhaltbar gemacht. Großbritannien habe dies nicht unterstützen können und er habe jeden Rat über Diesen Gegenstand zurückgewiesen. Tie Ernennung fremder Untertanen werde jederzeit als ein Mittel betrachtet werden. Das der Einführung Des aus­ländischen Einflusses dienen könne, und wenn sie ohne vor­heriges Bcsragen Der rus.ischen unD englischen Regierung sortgesetzt weroen sollte, so werde sie immer einen Anlas) zur Einmischung oder politischen Störungen geben. Die Der UmiM,uiigtgrcit Persiens schädlich seien. Tie gegenwärtige Krisis machc es Dringend notwendig, in Teheran eine Lisung zu finden. Die Die Wiederkehr Derartiger Zwischen­fälle unmcgtidi maa)e, die Dazu angetan seien. Die Grund­lage des engtiich-russischen Uebereiniommens zu stören. Es

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Sreitag, Dezember I9U vcznqOvretS: monailicb7LPi., viertel- fährNch Mk. 2.20; Durch Adhole- il Zweigstellen monatlidi 65 Bi.: burdj die Post Alk. 2. viertel- jälnl. mioidiL Bestellq. ZeilenpreiS: lokal 15 HL, auswäiir 20 Pieinnq. Ehelredakteiir: A Goriz. VeranIwortNch für den

. - General-Anzeiger für Gberhefsen

Kotanonsonitf uno Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch- und Stcinörutferd R. Lange. Reöaftion, drpcöition unö vruckerei: Schulflratze 7. -e,a.b.tnb

vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschäftzftelle vahnhofsirahe fbs. Ä>'zeig«nest?'

der jdrid,riitJung-Ungarn" eine anziehende Beschreibung. Zn' einer reichen >- verbc Libliothet tritt Lier eine schöne Sammlung von Goethe-Bildnissen. Tabei sindctt sich zwei Unifa.' Ldiattcnriiie Goethes, eie nur in dieser Sammlung vorzufülden >ind. Ter eine von 1763 ist der früheste Schattenriß, der von Goethe überhaupt elidiert, une zeigt ihn im Alter von beiläufig 14 Jahren, ter audere'stammi aus dem Jahre 1776. Aud) Die Persöntidzieiten Dee Goeihe^Kreties nnb in zahlreichen Bildnissen vertreten. Tirrner benot Die Sammlung eine Anzahl von Goethes ZiInnungen uno ijiaoienuigni, von Denen Die Federzeichnung inner iialieniia.en Landichau am bedeutendsten sein dürfte. An Vaiüschri'.en Eaethes^werden nad) dem Kataloge 31 v.rich.edene üüäe auibewahrt. Sie 'inc sehr verschiedener Art. eine ein lade üimatung, ein Bivlivtbetsrdiein, ein Bestellzettel eine Bc- iG.cinigung liber Su rcibmateriai. Inseralenkonzepte an das Weimarer Morg.ublatt unc allerlei sonstige Unbedeutendheiten aus Len hunderterlei Kleinigkeiten des Alltags stehen neben Gc schanvaUen, wissenschaftlichen Konzepten und Gediditmanuilriplen. Tas Budapester Museum besitzt die llridmrt jenesModernes" letiielten Gerichtes, wonn Goethe van Eyck und Phibias mit-« etnanter vergleicht oder vielmehr den Berglcid) ablchnt. Ganz anderer Natur ist die Handschn't eines Rätsels, Das in bu stets wohlbestellte Kammer uno .'-.Üchc des iöerrn Gchcimrars fühtt:Tes Morgens rund. Mittags ga'tampfi, Tes Abends

-

lcmber 181H. Besonders reid-haltig lind aber in Budapest aud) £<c Brieie ton Goethes Zeitgenossin verlreten. Tie Perle diescr Ad.'erlung büect Schillers schöner Brief an Körner vom 21. Januar lt?O2 Auch em paar lange graue .vaare von Goethes Sd;taren, ioiiic sonstige mit Die- Llpmmetp Person zusammen hängende Religuen icUen in dieser schonen Sammlung nicht, Cie wohl von reichsdeutschen BeGchern der ungarischen Haupt­stadt ötter aufgeiucht zu werden verdiente, als Dies bisher dcr Fall ist.

versteinerungssunüe in Deutsch-Gstasrika.

Gießen, den 1. Tezcnrber.

Vor derGcsellschatk für Erb und Völlerkunbe" in Gemciii- schast mit derLberhesfischen Gesellschaft für Natur- unD Heil­kunde (naturiüiö. Abt.-" fvratt) gencrn abend Prof. Tr Eberhard praas aud Stuttgart über bic Saurier Lager statten in Tentschostafrika u n b 11) r c Ausbeutung

Auögehenb vorn gcologiidten Aufbau bes zentralafrikanischen Festlandes schilderte der Borlragenbc die landschainia-e Gestal­tung dieser aus Urgestein -Gneis uub Granit bestehenden .<?Gd) stäche, deren ursprünglidwr Gebirgsmarakter buren Die Einwiekung von Wind und Wasser säst völlig geschwunden ist. 2ic stellt firtj ald ziemlich einförmige, wellenartig gestaltete Steppe dar. bic m reizvollster Weise überragt roirb von dem 6000 Meter hohen cdjneefegei des Kilimandscharo. Mächtige Grabeneinbrüche Durch» Jtcbcn dieses Gebiet und geben Veranlagung zu den eigcnnim-- nckenSchlauchseen" Rayassa und Tankanjikosec. And) bet Lietoria-Nyanza ist zu biet er Art von Seen zn reamen. nur etwas «bgeänbert durch eine hervorgetretene Bodenwelle, Die eine Ziirück- Itauen seines Wassers veranlaßt hat und Den Mtltiß 5um Nil eridiwert. Tie Mhänge dieses L-entralamliiniidien Vochlandes vielen den landschaftlich höd)ften Reiz durd) Den Urwald. Der sic Wlcibet und namentlich im Unterholz, das in der Hauptsache aus «aumformen besteht, wundervolle LandschaftsbilDer ersteben läßt. Ln geologischer L>initcht gehört Der 'Jlbiall Der Küste teils der Trias. Icils der Iura und der Kreidcformalion an, während Die Küste ist ost von einer Risszone umgeben ist, die in den letzten zwci- lundert Jahren, wie an den Ruinen von Mombasia deutlich rtlichtlich ist, einer Oszillation von mindestens 25 Metern untir= toonen war.

Tie Reise, über die berichtet wurde, sand vor vier Jahren »att und ging ursprünglich mit der Zentral- und der Uganda- «ahn zum Victoria-Nyan;a mit bandelspolttiscken unb mirhdmit» luyen Absichten. Als aber bnrch den Ingenieur Sattler aus »cm bilden von Teutsch-Ostafrii.r die Kunde kam, daß dort xiiodienreite von rieieuhafien Formen geiunben worden seien, ranöte sich Proseyor Fraas über die Küstenstadt Linbi borihui, »m am «tenbaguru Nachforschungen zu veranstalten. Mit Untcr- rutzung Sattlers würbe sestgestellt, daß es sich hier tn der Tat

Ueberreste handelte, bie dem Mmelalter unserer Erbe, ber Kc]o3oijdxn Pertobe, entstammen unb uns Kunoe von riefen- Wten ^ebtüien. Den eauricren, geben, Die Damals anstelle ber ^augettere Lcurd und Waner bevölkerten. Wenn es auch bcm Ent- ll!n?rv b:eiC5, .wertvollen l'Aaterials aus Mangel an Hilfsmitteln nV(u-?VC'i,n Krankheit (Tyienteric nicht mögiiaj war, den Fund -a*Si6euten' 10 war doch sein Bericht darüber eüie winen- lwa,utc^c 4-at und genügte in .Verbindung mit dem mitgebrachten

W u 111 e m b e r g i >' ch e K u n st s ch a u 1013. Wie da ' Neue Tagblatt" aus Stuttgart berichtet, bat eine vorn Äultu rnminer Fiet' chhauer einbennen: Ver'ammlung bie porb reitenden ^dritte *ur die Lcrannaltung einer srürttemb rgi Kunstauscstel'ung beschlossen, mit ber im Frühjahr 1913 0 an Stelle Les abgebt 1

Mumiau5HdUng:.- L .u.: er. .. ;n jlt. Zu t; ,

nnb k2erie Der bütJiDat Künste, D.r ..ccletci und Bild­hauerei, nicht abtr solche cer .ird;iteimr uno o..- rcunst geiuerbe» suge.n >.n. üt int nie .:" ,d)en. d unchen Eharutt . tragen mit einem nittcnaiionacen Einschlag. Sie tui u roeroen jo reichlich bemessen sein, daß jur den Vlntaui von Werten etwa 200 000 Mapk zur Verfügung stehen.

Der ltaliemsch-tüttj.che Krieg.

Bei Tripolis und Benghasi herrscht not!) den amtlichen italienischen Berichten noch immer Gewchrgekna ter und Kanonendonner. Seit vielen Tagen meldeten die I a.iencr von ihrenkleinen Ersolgen". Wenn man sie a L zusam­menrechnet, müßten die Türken Doch eigentlich schon ver­trieben fein. ES wäre interessant, die i.a.ienischen Zifserit von den angeblichen Verlusten der Türken uno Araber zu addieren, um Dann feslzusteUen, ob überhaupt noch wesen- liche Streitkräfte im Felde steiKn unb sogar zu Angriffen übergehen können. Wahrscheinlich ist, Das;, tcovD.m hi.r unD da ein Srl) lesgeben mag, in Den kriegerischen Unter­nehmungen ein Siillstanb cingctreten ist. Tie Italiener aber scheuen sich, Durch Stiltsiyweigen cinzugestetün, daß sie nicht voran kommen. So haben sie denn auch über türkische Grausamkeiten sehr beweg.ich Jhage ges.thri. Es mag sein, Daß solche wirklich vorgekouiinen sind. Tann aber sind sie auf Das schleclue itatlenija-e Bciipiel zuruc. zuführen. UnD Yente lommen von t n r ki s ch e r Seuc Be­richte, wonach die Italiener neue Unmeusi.Iichieiten be­gangen hätten. E-.' ist traurig, da?; in unserem Zeitalter Der Frieoensbeweguiiq feine Gioßmacht den Fing, e rührt, um diesen die ganze Menschheit in Empörung versetzenden Vorkommnissen uacbzngeyen. Wo bleibt hier der Welt- schulmeister England? u :- ke nnten Dou miiibi |iCiid Urmitie- lungen in bicfeit Tingen ange.teut uhj ent,prechende Vor- ftchuiigcii eryoben weroen. Ao er o.i bdv tniimuaui|uic Unternehmen auf einer Veravr o.iug unevr bet eugei,c.-en Duldung beruht, i,t etn isinfcijcciicu wieoer einmal niuit möglich.

Wir erhalten folgende Meldungen:

Tripolis, 30. Nov. Agenzia Stesani.) Tie Arbeüen zur 93 c r )t ä r t u n g der neuen italienischen S t e 11 u n - gen werden sortgc-etzt, während der Feind immer wieder v e r s u ch t, störend ei n 5 u greifen. Wegen des zu starken Wmdcs können die 7tlugfa)ii]c und Trachenvallons nicht aus steigcil. 1 ag tu r a wurde beschösse n. K uni schauer bc ;ätig.n, daß der Feind am 26. November bebeutenbe Verluste hart..

Aus B c n g h a s i wird gemeldet, daß s e i n b I i d, c Trup ben gegen Die vorgeschobencit italienischen Stellungen vor gingen, aber Durch K a n 0 n e n s ch ü s j e - u 1 u ck g c t r i e b e 11 wurden, ohne daß die Iraliener Verluste hatten. Bei Dem letzten hechte bet Benghasi hatten Die Italiener 22 Tote unb 44 Ver­wundete, der <yeutD 15J Tote, barunter zwei türii|ü)c Lffiziere, unb cbcnioDicl Verwundete.

AuS Homs, Terna und Tobrik ist nichts neues zu Melden.

Paris, 30. Nov. (Reuter.) Ein italienisches Kriegsschisi begann das Bombarbement bes Forts SchcchsaiD, bad annähernd zwei Meilen östlich von Perim liegt.

Ztalieuijche Graufamtciteu.

Berlin, 30. Nov Tic 0 11 0 m a n i s ch e B 0 t s cd a s t teilt folgendes mit: Aus ben Ertlärungeit j)i a n f 11 r P aschas , bic in Gegenwart bes mit ihm nad) KonstantinvpK zurückgekehrten Abgeordneten für Benghasi abgegeben worben sind, geht hervor, da ß die Italiener n 0 ch immer i 0 r 11 a h r c n , in Xt tuoliö Grausamkeiten z n begehen. Um nur ein Beispiel zu zitieren, ijt ein junger Mann aus Terna, ben man alö -träger einiger Patronen ergriffen hatte, auf der Stelle erschossen worben. Um bas Maß Der Grau'am fetten Doll zu machen, haben bie Italiener die alte Mutter unb den invaliden Bäte r Des U n g l ü ck l i w . ,i g e ijuungcn,derHinrichtung ihreseinzigen Sohnes

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