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1.5.1911 Erstes Blatt
 
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Die lungtürkische Kammerpartei beschloß am Sonntag vormittag in einer Konferenz nach langer Beratung dre Wahl des Darteibureaus auf den 25. Mai, den Ablauftermin des Mandates des jetzigen Bureaus, zu ver­schieben. In Parteikreisen verlautet, die Erörterung sei ruhig verlaufen. Bei einem großen Teil der Dissidenten scheint eine ruhigere Auffassung der Lage Platz zu greifen.

der fchnellite und mächtigste der englischen Kreuzer sein. Das Schiss verdrängt 26 350 Tonnen, ist 700 englische Fuß oder 213 Meter lang und entwickelt 7075 000 Pferdekräfte. Es kostet über 2 Millionen Pfund Sterling. Am Montag wird ein Schwesterschiff derPrinzeß Royal", derConquerece", vom Stapel gelassen.

Deutsche Kolonial.

Die Unruhen auf Ponape beendet. Wie der kleine KreuzerCondor" aus Jap meldet, verließ er am 2. April Ponape und ging nach Tsingtau ab. Auf Ponape ist alles ruhig. Irgendwelche Unbotmäßigkeiten der Eingeborenen sind nicht mehr vorgekommen. Die ständige Anwesenheit eines Kriegs­schiffes wird nicht mehr für nötig gehalten.

Die sozialdemokratische Maifeier.

Stuttgart, 29. April. Die süddeutschen Holzindustriellen betrachten das Ruhenlassen der Ar­beit am 1. Mai als einen Vertragsbruch und schließen für die Feiernden die Arbeitsräume bis einschließlich 4. Mai.

Memel, 29. April. Die Memeler Holzindu- trie tritt am 1. Mai in eine Betriebs ein st ellung ein, die einer völligen Aussperrung gleichkommt, nachdem die Verhandlungen und die Aufstellung eines Tarifs gescheitert sind. In einer von ca. 1500 Personen be­uchten Versammlung stellten die Arbeiter eine Entschließung auf mit den Forderungen: Mindeststundenlohn 35 Pfg. bis 31. Dezember, vom 1. Januar 1912 eine zehnprozentige Lohnerhöhung.

vom Ausstand in Mexiko.

Neuhork, 3o. April, T^pe.u^.e aus der Hauptstadt Mexcko entwickeln die Auf ständig en in der Nähe der größeren Sladre des Innern, oie außerhalb der Was fen- still st and s z o n e liegen, eine rege Tätigkeit. Die Aufständigen sind überall in Fühlung mit den Regierungstruppen, die sich augenscheinlich auf ihre Verteidigung beschränken und über­all zurückgedrängt werden.

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tagswahlen im Wahlkreise Nordhausen, GrafschaftHohenstein, die nationalliberale Kandidatur aufrechterhalten werde. Damit werde eine unabweisliche Forderung für die Durch- führung des Abkommens hinfällig.

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Deutsches Aeich.

DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: Der Kronprinz war von dem Kaiser Nikolaus eingeladen, auf der Rückkehr von seiner Ostasienreise Petersburg zu be­suchen; für die Fahrt durch Sibirien hatte die russische Negierung bereits Vorkehrungen getroffen. Der Kron­prinz wird nunmehr mit der Kronprinzessin Mitte Mai sich nach Petersburg begeben, um seinen Dank für die ihm zugedachten Aufmerksamkeiten auszusprechen und Kaiser Nikolaus zu seinem Geburtstage am 19. Mai die Glück­wünsche des Kaisers zu übermitteln.

Der Parteitag der Fortschrittlichen Volks- varter der Provinz Sachsen sprach sein Bedauern darüber aus, daß entgegen den Vereinbarungen über ein taktisches Zusammengehen der Fort^chrituichen Boltspartei und der National liberalen bei den nächsten Reichs-

Der Kaifer in Korfu.

Achilleion, 30. April. Der Kaiser verweilte gestern mittag bei den Ausgrabungen, wo ein Teil der gepflasterten Straße aufgedeckt wurde, die vermutlich zum Altar vor dem Tempel führte, wo die Säulenstücke gefunden wurden. Zur Abendtafel waren geladen der Präfekt und der deutsche Konsul.

Heute vormittag hielt der Kaiser Gottesdienst in der Schloßkapelle des Achilleions ab. Zur Mittagstafel waren der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland geladen. Es wurden zahlreiche Orden verteilt.

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4?cer und Flotte.

Berlin, 29. April. Das ,,Marineverordnungsblatt" ver­öffentlicht eine Kabinettsorore, wonach die Panzer­kanonenbooteMücke",Skorpion",Krokodil" und Natter" aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen worden sind.

Wilhelmshaven, 30. April. Das von der Werft- AktiengesellschaftWeser" in Bremen erbaute Linienschiff Thüringen" hat heute bei der Uebergabe seine Probefahrt nach Wilhelmshaven erfolgreich erledigt.

. S t u t t g a r t, 29. April. Der General der Infanterie, ä la Suite des Infanterie-Regiments Alk-Württemberg Nr. 121 und dienst tuender Generaladjutant Freiherr von Bils finger wird wie derStautsanzeiger" meldet, in Genehmigung seines Ab­schiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition ge­stellt. Er verbleibt ferner in dem Verhältnis als Generaladjutant und ä la Suite des Infanterie-Regiments Alt-Württemberg. Zu­gleich hat ihn der König zum VkitgliedderErstenKammer aus Lebenszeit ernannt. Der Generalleutnant von der Armee, Frhr. v. Starklo ff wurde zum diensttuenden Generaladju­tanten ernannt.

Aus Hessen.

Ueber die Einführung eines Inland-Le­gi ti m a t io n tz z w a n g s für die in Hessen beschäftigten ausländischen Arbeiter fand vor einigen Tagen eine Besprechung im Ministerium mit sachverständigen Ver­tretern der Landwirtschaft, der Industrie und des Hand­werks statt. Es wurde hierbei festaestcllt, daß die hessische Landwirtschaft ohne die Hilfe ausländischer Arbeiter nicht auskommen könne, daß jedoch für Industrie und Handwerk im Lande ausreichende Kräfte vorhanden seien. Immerhin würden, ausländische Arbeiter in Ziegeleibetrieben, oer Zementfabrikation, Steinbrüchen, dem Berg-, Bahn- und Tiefbau, der Portefeuille-Industrie, Zuckerfabriken und Korkstopfengeschäften, sowie in der Kleidermacherei und der Seidensabrikation beschäftigt. Mißstände und besonders schlechte Erfahrungen lägen bei der Verwendung Auswär­tiger nicht vor. In einzelnen Fällen seien Gewalttätig­keiten zu verzeichnen, die sich jedoch nur unter den Ge­nossen derselben Nation abspielten. Auch Klagen über Lo hn drücke r ei en seien nicht laut geworden. Italienische Arbeiter seien gewerkschaftlich organisiert, Polen, Kroaten usw. nicht. Diese könnten als Qualitäts­arbeiter gegenüber den Italienern nicht in Betracht kom­men. Die scharfen Maßregeln, wie sie in Preußen, besonders an der Ostgrenze, für nötig befunden würden, seien für Hessen entbehrlich. Ueber Kontrgkt- brüche habe auch hier die Landwirtschaft besonders zu klagen; es werde vermutet, daß ein Teil der Schuld hieran aus die Agenten falle. Der Einführung des Legi- ti mationszwanges für Hessen wurde von allen Seiten zugestimmt. Eine Wirlüng verspricht man sich aber nur, wenn auch die süddeutschen Na.^barländer sich diesem Verfahren anschließen. Eine Beschränkung der Arbeitszeit oder der Beschäftigungsart, wie sie Preußen für polnische Ausländer kennt, wird hier nicht für notwendig gehalten; die Erkenntnis, ob Kontraktbruch vorliegt, soll den Verwaltungsbehörden obliegen.

EineVertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte tagte am Sonntag in Fried­berg. Bezüglich des Wahlkreises Friedberg-Bü­dingen wurde ein Ausschuß gewählt, der mit der natio­nalliberalen Partei wegen gemeinschaft­licher Auf st ellung eines Reichstagskandida- ten verhandeln soll. In diesen Ausschuß wurden gewählt: Fr. Fenchel-Griedel, Prof. Gebhard-Friedberg, Dr. von chelmolt-Friedberg, Otto Hirscheb-Friedberg, Hch. .Gg. Ja- cobi-Rodheim und Rohde-Fimdörferhof bei Büoesheim. Als Kandidaten für die nächste Landtagswahl sollen für Rod­heim-Ass en heim Dr. v. Helmolt, und für Echzell-Reichels- beim der seitherige Fbg. Breidenbach-Dorheim aufgestellt werden.. In Vilbel soll eine Vertrauensmännerversamm- lung des Wahlkreises selbst die Entscheidung treffen, ebenso im Wahlkreis Büdingen, wo man der Wirtsch. Vereini­gung die Ausstellung des Kandidaten überlassen will. Der Bund wird den dort voraussichtlich wieder aufzustellenden Abg. Bähr unterstützen. Dann wurden noch einige durch die neue Wahlkreiseinteilung notwendig gewordenen Neu­wahlen von Wahlkreisvorsitzenden vorgenommen.

x Fried b er g, 30. April. In einer von der Fort­schrittlichen Volkspartei einberufenen öffentlichen Versammlung, die Fabrikant Langsdorf leitete, shrach .gestern abend im Saalbau Reichstagsabgeordneter Rek­tor Ko p s ch-Berlin. Er besprach eingehend die Reichs- äinanzreform und das Resultat der Ersatzwahlen, die für die liberale Sache einen gewaltigen Fortschritt bedeu­teten. Jirdern sich der Redner mit dem Ter­min der nächsten Hauptwahl beschäftigte, kam er auf die Hauptarbeiten zu sprechen, die der jetzige Reichstag noch erledigen soll, auf das Arbeitskammergesetz, das Reichsversicherungsgesetz, die Reform der Strafprozeßvrd- nung, das Versicyerungsgesetz für Privatbeamten und die Verfassungsfrage für Elsaß-Lothringen. Eingehend erör­terte Rektor Kopsch die Stellungnahme seiner Partei zu diesen Gesetzesfragen. Besonders trat er für das Arbeits­kammergesetz ein, das als ein Akt ausgleichender Gerech­tigkeit eine alte liberale Forderung sei. Der Redner ver­langt eine Arbeitskammer, in der im Gegensatz zur sozial- 'demokratischen Auffassung Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen sitzen und beraten sollen; auch Eisenbahnar- beiter und Arbeitersekretäre müßten mit einbegriffen wer­den. Die die Strafprozeßreform betreffende Vorlage be­zeichnete der Redner als die Erfüllung eines Versprechens, , das Fürst Bülow einst den Liberalen gegeben. Die For­derung der Liberalen gehe dahin, auch für die Straf- , kämm er eine Berufungsinstanz zu schaffen, in der auch das < Laieneleprent vertreten sein müsse.

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Gießen, 1. Mai 1911.

In Audienz empfangen wurde am Samstag vom GroßHerzog u. a. Bürgermeister Dr. Kayser von Bad-Nauheim.

Von der russischen Gesandtschaft. Der russ. Minislerresident Baron von Knorring Hot die Führung der Gesandtschaftsgeschäfte vom 29. April ab wieder über­nommen.

**, Ein interessantes Preisausschreiben. Der hiesige Akademische Ausschuß für Leibes­übungen hat zur Anregung der Wanderlust fol­gendes Preisausschreiben erlassen: Alle im S. S. 1911 immatrikulierten Studenten und alle Assistenten der Ludo- viciana werden zu einem Wettbewerbe um die besten Photographien,ZeichnungenvderBilder aus der näheren und weiteren Umgebung Gießens eingeladen Preise: 1. Preis 30 Mk., 2. 20 Mk., 3. 15 Mk., 4. 10 Mk. Bedingungen : 1. Zu gelassen werden alle Photo­graphien von mindestens 6x9cm Blei- und Tuschzeich­nungen, Aquarell-, Gouache- und Oelbilder. Die Bilder müssen technisch fertig und gut aufgezogen sein. 2. Ihre Gegenstände müssen aus der Landschaft, der Heimat- und Volkskunde der Umgebung Gießens genommen sein und sollen möglichst etwas dieser eigentümliches darstellen. Als Umgebung rechnet die bis zu einem Wandertagsausflug (Vogelsberg, östlicher Taunus, nähere Teile des Wester­waldes und Hinterlandes). 3. Die Bilder sind spätestens am Samstag den 15. Juli, 6 Uhr nachmittags, an den Akademischen Ausschuß für Leibesübungen einzureichen und können hierzu verschlossen beim Hausbeschließer Ritter im Kollegienhause abgegeben werden. Sie müssen den Namen und die Adresse des Verfassers offen tragen. Die Bilder werden vom 19. Juli bis zum Semesterschtuß im Kollegien­hause ausgestellt; die Preisverkündigung erfolgt am 29. Juli vormittags. Preisrichter sind die Herren Dr. Kaiser, König, Rauch, A. Schmidt, Watzinger. Bei der Preiszuerkennung wird auf die künstlerische Auffassung, den der Umgebung charakteristischen Gegenstand und die gute Ausführung ge­achtet. Von besonderer Seite ist eine Summe zum An­kauf von passenden Bildern für einen Führer durch Gießen und Umgebung zur Verfügung gestellt worden. Die Ver­fertiger und Einsender wollen deshalb angeben, ob sie die Bilder zur Anfertigung von Klischees gegen entsprechende Vergütung zur Verfügung stellen oder nicht. Zum An­kauf können auch Bilder in Frage kommen, die keinen Preis erhalten haben.

Fürst Georg war als Sohn des Fürsten Adolf von Schaum­burg-Lippe und seiner Gemahlin Hermine, geb. Prinzessin zu Waldeck, am 10. Oktober 1846 zu Bückeburg geboren, vermählte sich 1882 mit Prinzessin Marie Anna, der Schwester des Herzogs von Sachsen-Altenburg und folgte feinem Vater nach dessen, am 8. Mai 1893 erfolgten Tode in der Regierung. Der Fürst war preußischer General der Kavallerie und Chef des westfälischen Jäger-Batail­lons Nr. 7.

Der Erbprinz, bisher beim Husarenregiment Nr. 7 in Bonn im Dienst, trat die Regierung als Fürst Adolf an.

** Die Architekturausstellung, die gestern abend geschlossen wurde, war von über 4000 Personen besucht. Am Samstag wurde sie u. a. von einigen Ver­tretern des hessischen Ministeriums (Geh. Oberbaurat Klingelhöffer, Oberbaurat .Paul und Bauinspektor Haag- Friedberg) besichtigt. Von den hiesigen Ausstellungs- vbjetten seien heute noch zwei erwähnt, die namentlich zur Hebung des ll^ordviertels beitragen würden: Ein Neubau

Kreis Schotten.

x Vom Vogelsberg, 30. April. Am 18. und 19. Juni findet in Hörgenau das Bezirks fest des Hassiabezirks Herbstein statt, an welchem zahl- rerche Kriegervereine des Vogelsbergs teilnehmen werden. Der Krieaerverein in B r ä u n a e s h a i n hat beschlossen, einen Schießstand anzulegen und Scheibenschießen abzu­halten. An einer Ge nick starre ähnlichen Krau?-, heil gestorben ift; die 33 Jahre alte Frau des Polizei­dieners in Eschenrod. Kreisarzt Dr. Koniger ordnete die nötigen Vorsichtsmaßregeln an.

b- Lindenholzhausen bei Limburg, 30. April. Die Frau des Mühlenbesitzers Schmidt geriet in das Räderwerk der Mühle, wobei der Unglücklichen der linke Arm ausgerissen und das linke Bein durchgebrochen wurde. Der Tod erlöste die Frau von ihren Qualen.

Kreis Lauterbach.

-j-Lauterbach,30. Aprü. Sein 40jährigesDienst- iubtläum beging gestern der Forstwart W i e n o l d in Wernges, welcher int Dienste der Freiherrn von Riedesel steht. Es sand eine kleine Feier im Beisein der Riedeselschen Beamten statt. Wienold erhielt den Titel Förster und eine Ehrengabe, die Forst- cat Euleseld übergab.

Kreis Friedberg.

X Bad-Nauheim, 30. April. Ein Unglücksfall er­eignete sich gestern nachmittag an der Ecke von Karls- und Park­straße. Das Pferd einer im Galopp die Parkstraße herab- kommenden Kutsche scheute und rannte in das Schaufenster eines Porzellan- und Glaswarengeschäftes. Das Tier wurde so erheblich verletzt, daß es sofort auf der Stelle geschlachtet werden mußte. Die Erkerscheibe war vollkommen zertrümmert, eine Menge werwoller Schmuckgegenftäirde wurde vernichtet oder beschädigt, so daß sich der Schaben auf einige hundert Mark beläuft. Der Kutscher ist in der Haftpflichtversicherung.

Starkenburg und Rheinhessen.

D. Offenbach, 30. April. Hier fand heute vormittag eine außerordentliche Hauptversammlung der hessischen Gerichtsvollzieher statt. Es wurde be­schlossen, die Regierung zu ersuchen, die am 1. April d. I. er­lassene Gebührenordnung wieder aufzuheben, da sie die Gerichts­vollzieher je nach ihrem Wohnort in drei verschiedene Klassen teilt und sie zwingt, Zustellungen unter dem Posttarif zu be­sorgen. Ferner wurde die Befreiung von den niederen Diensten bet Gerichtsverhandlungen und an Arrestlolalen gewünscht und endlich mit größter Stimmenmehrheit Verstaatlichung des Gerichtsvollzieherwesens gefordert. Bei der Vorstandswahl wurde der seitherige Vorstand wiedergewählt und als Vertreter für den in diesem Jahre zu Köln ftattfindenden Bundestag der erste Vor­sitzende, Gerichtsvollzieher Licks, Worms, bestimmt. Die ordent­liche Hauptversammlung, die in diesem Jahre in Mainz ab gehalten werden sollte, fällt aus.

rm. Oppen heim, 30. April. Die Vertreter-Ver­sammlung der Sterbekasse für Mitglieder des Hess. San d esgewerbevereins fand heute hier statt. Den Vorsitz führte Stadtv. Sam es -Darmstadt. Den Ver- waltunasbericht erstattete der Geschäftsführer Syndiküs

^.6 b.l b a ch-Darmstadt. Dem Vorstände und der Ge­schäftsführung wurde Entlastung erteilt und beschlossen, einen Monatsbeitrag als Dividende zu erlassen. Den Hess. Mitgliedern steht für kommende Jahre weiter ein Betrag von 690 Mk. Provision aus der Haftpslichtversicherung zur Verfügung, lieber die Verhandlungen mit auswär­tigen Verbänden ist zu erwähnen, daß neben den württem- bergischen Gewerbevereinen nunmehr auch Mitglieder aus dem Verband bayerischer Gewerbevereine der Kasse bei­getreten sind, auch in den nassauischen Gewerbevereins­kreisen macht sich das Bestreben zum Anschluß an die Kasse geltend. Der Vorsitzende gibt bekannt, daß die vor­jährige Satzungsänderung, wonach der Sicherheitsfonds an­stelle von 10 Prozent der Prämienreserve mit ö Prozent abgeschlossen werden soll, vom Reichsaufsichtsamt geneh­migt wurde. Neue Ortsrechnerbezirke wurden geschaffen in Nürnberg, Lich und Bürstadt. Einer Anregung des Vorstandes, bei Neuaufnahmen eine anderweitige Rege­lung der Ortsrechnerbezüge eintreten zu lassen, stimmt die

Die Blatter melden aus London: Der am Samstag vom Stapel gelassene PanzerkreuzerPrinzeß Royal der schnellite und mächtigste der englischen Kreuzer sein.

des Hotels Einhorn, bei dessen Durchführung die jetzt sebr enge Straße um 4 Meter verbreitert würde, und die von der Hoch-- und Tiefbaugesellschaft geplante Anlage einer Villen(Einfamilienhaus)-Kolonie an der Marburaer Straße.

** In dem Bericht über die Bürgerverein^r- Versammlung sei mitgeteilt, daß die Aeußerung des Land­rates von Biedenkopf über die Notwendigkeit einer Verbindung mtt Gießen von Stadtv. Gabriel (nicht von Justizrat Grüne­wald^ mitgeteilt wurde.

** Seltenes Jubiläum. Am heutige Tage sind c5 50 Jahre, daß Helene Schäfer aus Wieseck bei der Firma Gg. Heinr. Schinner hier in Arbeit getreten ist. Aus diesem Anlaß fand die Jubilarin beim Betreten der Arbeits- ilätte ihren Platz reich mit Blumen geschmückt. Der Inhaber der Firma, Kommerzienrat Schirmer, überreichte der Jubi­larin als Anerkennung für ihre treuen Dienste einen nam­haften Betrag in Baar. Auch die Mitarbeiter ließen eS sich nicht nehmen, ihr sinnige Geschenke zu überreichen. Die Jubilarin erfreut sich noch einer großen geistigen und körper­lichen Rüstigkeit.

** Ein Kleinbahn idyll trug sich auf der Vogels­bergbahn zu. Zivischen Grebenhain und Bermuthshain hielt plötzlich der Zug auf freiem Felde. Eilig öffneten die Weisenden die Fenster, um zu sehen, was los sei. Da sahey lie auch schon die Mütze des Zugführers den Bahndamm entlang rollen, die scharfe Morgenluft hatte sie ihm entführt. Ein Lchassner versuchte den Wettlauf mit der davon eilenden Kopfbedeckung und bald schwang er siegreich die Entflogen in der Hand. Unter allgemeiner Heiterkeit dampfte nun das Zügle gemächlich bergauf.

Landkreis Gießen.

1. Rödgen, 30. April. Bei der gestern hier vorgenommenen Beigeordnetenwahl wurde Landwirt Hch. Wagner III. mit p6 Stimmen ^zum Beigeordneten gewählt. Sein Gegen- kandldat Landwirt Ferdinand Schwalb erhielt 46 Stimmen. Von 102 Stimmberechtigten machten 102 von ihrem Wahlrecht Ge- brauch Demnächst findet eine Ersatzwahl für ein Gemeinderat-- mitglred statt.

-m. Hungen, 1. Mai. Der von Gießen aus wegen hier verübter B e trü gere ie n steckbrieflich verfolgte 38jährige Lteinhauer Heinrich Löw wurde am Freitag auf Veran- (affung der hiesigen Gendarmerie, die den Aufenthalt des Gesuchten ausfindig gemacht hatte, in Frankfurt verhaftet.

Kreis Büdingen.

6. Büdingen, 30. April. Am Dienstag wurde in Franksurt auf der Kaiserstraße der 19 jährige Weißbinder Bartet von hier von einem Automobil überfahren. Bartel ist nunmehr an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Der Verunglückte war ein ordentlicher und tüchtiger Arbeiter und wird allgemein be­dauert.

= B ü d ingen, 30. April. B l u m e n t a g. Große Freude herricht bei den Verkäuferinnen in der Stadt Büdingen über die Nachricht, daß sie allesamt am Blumentag bei den fürst- lich en Herrschaften im Schloß, im Oberhof und im Palais Alsred empfangen werden.

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