Gedenket der hungernden Vögel!
feier luifltommcn.
" Llangelhast verwahrte Schaukasten bieten Langfingern häufig leicht Gelegenheit zum Stehlen. So wurde in den letzten Nächten ein vor einem Erker in der Bahnhofstraße angebrachter Schaukasten zweimal geplündert. Eine Partie Handtücher und Handschuhe fielen dem Dieb in die Hände.
** Dupot-Stiftung fürdieZwecke derevange- tischen Gemeindepflege im Grobherzogtum Hessen. Dkan schreibt unS: Um das Andenken des um unfere hessische Landeskirche hochverdienten Pfarrers D. Joh. Guyot, weiland in Heppenheim, in einem dauernden Ehrenmale festzuhalten, haben sich die sieben hessischen Gemeinden und die sechs kirchlichen Vereinigungen, die zu ihm in besonders nahen Beziehungen standen, vereinigt zur Errichtung einer Gliyot-Stiftung, deren jährliche Zinsen zur Unterstützung evangelischer Gemeindepflezestationen, zu Stipendien für den Besuch deS GenieindepsiegeseminarS dcS hessischen Diakonie- vereinS und dergl. verwendet »verden sollen. Wer einen jährlichen Beitrag von mindestens 1 Mk. oder einen einmaligen Beitrag van mindestens 30 Mk. leistet, erwirbt damit die Mitgliedschaft der Stiftung und Stimmrecht in der Mitglieder- ücifammhmg. Näheres ist dem Werbeblatt der Guyot- Stiftung zu entnehmen, das gern an alle, die sich für diese LicbiSarbclt interessieren, abgegeben wird. HauptnicldesteUc ist die Bank für Handel und Industrie in Darmstadt. Vertrauensmann der Guyot-Stiftung für das Dekanat Gießen ^Stadtkreis) ist Privatdozent Lic. Glaue hier, Frankfurter Straße 24, der auch Beitrittserklärungen und Einzahlungen
Au» Statt mit Laut.
Gießen, 30. Dezember 1910.
** Tageskalender sür Freitag, 80. Dez. Stadt- heater: ,Uebcc die Kras te. Anfang 8 Uhr.
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( e* Vortrag über Mutterschutz. Am Freitag, 6. Januar, wird Fräulein Dr. AliceSalomon aus Vec- anlasjung unserer Frauenvereine einen Vortrag über „M utterschutz" halten. Dieser Vortrag rechnet aus die Teilnahme weile,ter Kreise un.erer Stadt, und zwar ebenso um dec Persönlichkeit der Vortragenden, als um des Gegenstandes willen. Frl.Dr. Salomon ist eine der hervorragendsten Vertreterinnen der Frauenbewegung, und zwar in der Richtung, daß es ihr nicht in erster Linie darum zu tun ist, den Frauen Rechte zu erkämpfen, sondern vielmehr, ihnen Luc vollen Entlastung und Betätigung der ihnen eigentümlichen Gaben, und damit zu einem reicheren Lebensinhalt ju verhexen. Wie sehr aber gerade die Frage des „Mutier- schutzeü" eben die Gemüter aLer VoUSsreunde bewegt, ist ja allgemein bekannt. Bei uns in Hessen ist sie besonders durch Die Begründung der Zentrale für Mutter- uno Säug- liligssürsorge in Fluß gebracht worden lieber dieses Thema Frl. Saionion reden zu hören, ist ein wirtlicher Genuß. ÄIS sie es vor zwei Jahren in Hannover beim Kongreß des Deutschen Vereins für Armenpsleae und Wohltätigkeit be- handelte, war das geradezu ein Ereignis. Die große Zu-! Hörerschaft, aus hervorragenden Vertretern der Wohl-! sahrlspslege aus ganz Deutschlaird zusammengesetzt, stand! unter dem Banne dieser von eoenfuotel nüchterner Sach- Zuuoe und Besonnenheit, a!S von warmheiziger Menschenliebe und höchster weiblicher Würde getragenen Aussüh- tun gen.
Bachen Durand überreichte tmb ihm die Ansicht deS Degnadi- gunn^auSschuffeS mitteilte.
Dem „Temps" zufolge habe Trtnn in Madrid Nachrichten (ru8 Lissabon er Halter:, welche die Lage in Portugal als ziemlich gespannt darstellen. Die Handwerkerzünfte erheben Forderungen, welche man unmöglich befriedigen könne. In der Armee seren zahlreiche Fälle von Disziplinlosigkeit vor- gekommen. Drei Kreuzer seien unter verschiedenen Borwänden entfernt worden. Die provisorische Regierung sei weder der Armee nock der Marine sicher. Die Bevölkerung sei sichtlich beunruhigt. „Diario de Noticias" behauptet, die Negierung in Lissabon habe eine geheime Gesellschaft entdeckt, welche ein Komplott zur Wiedereinsetzung des Exkönigs Manuel angezettett hätte, Mehrere Verschwörer seien verhaftet.
In der bulgarischen Sobranje begründete Kraefs den Antrag auf Versetzung der früheren M i n i st e r in den Anklagezustand. Petross, Ehenadieff und Schischmanoff waren persönlich erschienen. Eadesf uno Haladscheff batten x\yc Fernbleiben schriftlich entschuldigt. Schischmaneff wies die einzige gegen ihn erhobene Anschuldigung bctrchdiib die Ausiicbung zurück. Petro ff widerlegte die Ansckmldigung der Verfassungs- Verletzung. Der frühere jfriegsministcr General Savoff fuditc | die Anklage wegen Mißachtung der Gesetze bei militärischen Bc-! stellunpen zu entkräften. Er wird seine Rede morgen fortsetzen
D:e serbische Skupschtina nahm endgültrg den Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn an.
Kreis Schotten.
x Herchenhain, 28. Dez. Wie Pelzkappen fallen die Schneeflocken herab, und der Fremde, Der in den letzten Tagen hier oben weilte, konnte glauben, dec Weltunter-^ gang sei nahe. An manchen Stellen Liegt derSchneebiS 11/2 Meter hoch. Telephonleitungen liegen um und der Verkehr ist gestört. Das läßt aber gerade den Winter- sportler ntcht in den vier Wänden, täglich sieht man Trupps (auch vom zarten Geschlecht) auf dem Wege zum Ernstberg und dem Hoherodskopf. Die Schibahnen finb in gutem Zustand, die Rodelbahn am Forsthcms wird fahrbar gemacht,
Kreis Friedberg.
x Steinfurth, 28. Dez. An der Straße nadji, Bad-Nauheim hat man in der großen, zu unserer Gemarkung gehörigen Lehmgrube, die aus mächtigen Löß- schichten besteht, schon verschiedentlich ganz interessante Funde gemacht, die auf die älteste geschichtliche Epoche oder gar auf vorgeschichtliche Zeiten Hinweisen, ähnlich wie die großen Lößgruben bei Friedberg. Auch neuerdings ist man bei Aufräumungsarbeiten in der hiesigen Grude wieder auf einen interessanten Fund gestoßen, auf ein Pferdegrab. Man sand darin eine Menge Scherben und sämtliche Knochen des Tieres außer den Schädelknochen. Dieser Umstand weist mit ziemlicher Bestimmtheit darauf hin, daß es sick) um ein Grab aus germanischer Zeit handelt. — In derselben Grube wird man voraus- sichtttch bald auf ein weiteres Grab stoßen. Alte Anzeichen weisen jetzt schon auf eine prähistorische Grabstätte hin.
A Mün ft er, 2S. Dez. Im Basa ltste tn b euch dec Firma Lenz & Co. am sog. StemeS verunglückte der Arbeiter Kaspar Nachtigall auS Ober-Bessingen dadurch, daß ihm beim Sprengen der Felswand em schwerer 6tem gegen daS Bein flog und dieses zerschmetterte.
Starkenburg und Nheinhessen.
N. B. Darm ft ad t, 29. Dez. Generalmajor z. TL v. Eckenbrecher, der frühere hiesige Stadtkommandant und seitherige Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes des Deutschen Luftflottenvereins, wird demnächst nach Mannheim übersiedeln und das Amt des g.schafts, uhrenden Direktors des deutschen Luftflottenvereins übernehmen.
Darmstadt, 29. Dez. Ein AusbildungSkurS für Weißbinder und Dekorationsmaler findet in dcm Neubau der Landesbaugewerkschule unter Leitung des Malermeisters H. I. Nover vom 16. Januar bis 4. Februar 1911 statt. Der Unterricht erstreckt sich auf Bemalung von Wänden, Decken, Holztetten, Möbeln in den verschiedenen Techniteu, ©diifiereii von Holz und Marmor, Faß- und Freskomalerei, Pinseltechniken, Patinieren, Schrif- tcnmalen, Kalkulation und Materialienleyre. Unterrichis- .geld 10 Mk. Handwertsmeistern, die Lehrer an hessischen Handwerkerschuleu find, kann im Bedarfsfälle eine Beihilfe gewährt werden. Anmeldungen nimmt die Zentral teile für die Gewerbe bis zum 12. Januar entgegen.
rm. Darmstadt, 29. Dez. Im Schnee verirrt hat sich in der Nacht auf Mittwoch ein Postkutscher, der abends 8 Uhr von Ernsthofen L Odemv. nach dem eine Stunde ent,ernten Brandau fahren wollte. Durch den starken Schneefall konnten die P,erde nicht Wetter, o daß der Kutscher den Wagen stehen ließ und die P,erde weiter führte. Das eine P,erd trat fehl, fiel den hohen Rain herunter und ertrank. Der Kutscher kam dann vom Wege ab und wurde halberfroren von zwei des Weges kommenden Lehrern mit feinem Pferde unter großen Hindernissen, da auch sie sich verirrten, und bedenklicher Liebend* gesahr nach Brandau gebracht, wo sie alle halb tot durch Kälte und Strapazen gegen 2 Uhr nachts anlongten.
m. Ofsenbach a. M., 29. Dez. Zum letzten Mal im alten Jahre und aleichzeitig zum letzten Mal unter der bisherigen bürgerlichen Mehrheü hatten sich heute abenb nufere Stadtväter versammelt. Unter den Piüteilungcn verdieiU eine Eitigabe dcS Verems für Kunstpflcge Erwähnung, die eine Verschönerung des Straßenbildes erstrebt. Tie Eingabe soll bei der Revifwn der Bauordnung berücksichtigt werden. Tie Ucberweisung von Ruhegeld städtischer Arbeiter ober Witwengeld ihrer Hinterbliebenen für Krankenhauspflege wurde dahin geregelt, daß Rupe- und Witwengelder dann nickü zur Deckung von Krankeuhauskosten übtuvirfcn werden sollen, wenn die Empfäilger mit Angehörigen zusammen einen Haushalt führen. Die Erbauung des neuen Ävhdbauied ür das Krankenhaus bildete den Gegenstand einer längeren Beratung. Schließlich wurden die erjordcrlicheu Mittel bewilligt
Kreis Bübingen.
= Nidda, 28. Dez. Tie langersehnten, hach, willkommenen Wintergälle, Frost und Schnee, die nun endlich siegreich eingekehrt find, haben unter dem sports- freundlichen Volk eine wahre Begeisterung entfacht. Im 91 u waren gestern olle Rodelschlitten mobil und heute tummelt sich daS Jungvolk auch zum Teil schon auf der Eisbahn. In der Tat verfügt Nidda aber auch nicht nur über eine ideale Eisfläche, sondern auch über eine ganz herrliche Rodelbahn, die von dem hiesigen Eisverein in mustergültiger Weise vorbereitet worden ist. Sie befindet sich in der Nähe deS KnrlShofS, 8—10 Minuten von der Stadt entfernt, ist 400 Nieter lang und dielet eine einzigartige Gelegenheit, sich deS NodelfporteS zu erfreuen. Zweifellos ist in weiter Umgebung eine gleiche oder auch nur ähnliche Schlittenbahn nicht zu finden, und e« lohnt sich wahrlich selbst einer kleinen Bahnfahrt, um sich dem prächtigen 9laturgenuß auf ein paar Stündchen hinzugebm. Rodelschlitten sind leihiveise zu erholten. Der EiSverein — Wettergunst vorausgesetzt — wird demnächst auch em Ei «fest für Schulkinder abhalten, falls ihm die nötige Unterstützung der Einwohnerschaft in hin» reichendem Mage zuteil werden wird, was wohl nicht zu bezweifeln ist.
KreiS Alsfeld.
X Kirtorf, 29. Dez. Unsere Wasserleitung ist vvsi- enbet und wurde in Betrieb gesetzt. Auch die Zuleitung nach Lehrbach ist beendet und die dortigen Hausanschlüsse sind in Arbeit. Das Quellgebiet unseres WasseriverkS liegt in der Gemarkung Ohmes. Nach Fertigstellung der QuelljasiungSarbeilen liefern die Quellen täglich rund 500 Kubikmeter Waisen Dur ausführends Behörde war die Kulturinspektiou Gietzeu,
KreiS Lauterbach.
s. Lauterbach, 29. Dez. Die Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellfchaft und die Bezirks,pai> kaffe Lauterbach haben dem Landwirtschaftl. Bezirksverein des Kreises Lauterbach aucy für dieses Jahr Beiträge bewilligt. Von ersterer wurden dem Verein <9 Mk. und von letzterer 200 ML. zu Vereinszwecken über* wiesen. — 9älchdem erst in diesem Frühjahr eine Scharlachepidemie unter den hiesigen Kindern herrschte und zahlreiche Op,er forderte, sind auch letzt wieder oerschie- oene Kinder von dieser Krankhett befallen. Da mtt dem Eintritt des Winters kein allzu frühes Erlöschen Lu erioartett ist, ist die Besorgnis unter den Etteru Heuitt üttwer sehr groß.
*Krast wagenverkehr. Im heutigen KreiSblatt finden unsere Le/er eine Bekanntmachung über die Berkehrsvorschrsiten für Krastwhrzeuge, worauf wir Interessenten Hinweisen.
4 Lich, 28. Dez. Mit dem Schnee und dem Frost, der über Nacht kam, hat auch der Wintersport gleich eingesetzt. Aus der Hardt, von wo aus eine prächtige Schlittenbahn hinunter nach der Jhringschen Brauerei fuhrt, wurde heute sck)on fleißig gerodelt; jung und alt huldigte mit großem Vergnügen dem gesunden Sport bis in Die späten Abendstunden hinein. Ncben dem alten Handschlitten sind seit vergangenem Winter auch die „offizielleren^ Tau- nusrodel und bad Davofer-Modell, vereinzelt sogar der große Bobsleigh, vertreten. — Auch vereinzelte Schlläuser versuchten heute auf der Hardt ihre Kunst.
X Londorf, 28. Dez. Am 1. WeihnachtSseierwge fand in der diesigen Kirche unter sehr starker Beteiligung sowie unter Mitwirkung des diesigen Kirchenchors die B e s u, e r u n g s f e i e r ,ür die Schüler bet oberen Klassen von Lonbors und Kesselbach statt, am 2. Weihnachtsjeiertage eine solche für bie Schüler bei Unterklassen, sowie bie Kleinlinberschulc von Lonbors und Kessel- bach. Die beiden Schweitem haben sich.an diesen Veranstaltungen ganz besonders verdient gemacht.
Deitficbe Kolonien entgegennimmt, über bie in der Presse von Zeit zu Zeit
OK an K . öffentliche Rechenschaft gegeben werben wird. Möchte bad
/tu hpr h p II Hrft rh u!, id,öue LiebeSwerk vielen offenen Herzen und Hänben begegnen !
tau ausgebrochenen Krisis wirb von unterrichteter Sette kam pf-Kon kurr en z. Im Kolos,eum würben
mitnrteili bnfi hm ISprrm Q p r n f rh unh c* h t k gestern bie Kamp e ortge etzt. Zuerst gab es ein hochinteressantes
vatz, ven.Verrm Jerosch sei- Treffen zwischen bem neu eingetrosfenen Bilkan, England, unb
iiCtt JdkJ!.1 ar1 e*?m8 0 e k ü n b i g t würbe, weil bas bent Bayern Hitzler. Der Englänber zeigte sich als ein äußerst Unterbleiben der kunbiQimg vor Ablau, der vereinbarten tüchtiger Ringer unb griff seinen Gegner unausgesetzt an. Im Probejahre eine langfristige Binbuna zur Folge gehabt Verlaufe bes äußerst hitzig geführten Kampfes gerieten beibe
hätte, bie angesichts Der noch im Werden begriffenen Ver- Gegner einige Male in Gefahr, konnten sich jedoch immer wieder hältiiisse ttwpportun erschien. Jrn übrigen handelt es sich infolge ihrer Geschicklichkeit retten, bis es Hitzler bann nach
um flclinfje Mißhelligkerten inbezug aus die Schulordnung Minuten gelang, seinen Gegner zu besiegen. Reich an intet- die derzett einer Revision unterzogen wird und es ist Quanten Momenten war auch der zweite Kamps Del ie-Rheinland
mtt Beüimmtdett äu hohen dast die Reoiiion tu pfnrni gegen Bll l-Mexiko. Zwar erwies sich ber Rhemlanber als em
iür T^e l^slnebiaenden Ergebnis küt^ 6 eincm QuW beachtenswerter Gegner unb verteibigte sich sehr gut; er ;ur aue ^eue oeineDigcnDen Ergebnis führe. | konnte es aber nicht verhindern, baß ber Indianer nach 12 Min.
siegte. Das Hauptinteresse erregte dann der Entscheibungskamps Eggelbera gegen Christensen. Letzterer ist bebeutenb leichter als ber mnnlänber, ersetzt biefen Mangel aber burch eine fabelhafte Technik. Er wußte sich allen Angriffen Eggelbergs zu entziehen, so baß sich ber Kamps sehr in bie Länge zog. Nach mühevollem Kamp,e gelang es Eggelberg, burch Schleudcrgrif zu siegen. Insgesamt hatte ber Kämpf' 47 Minuten in Anspruch genommen. Großes Interesse dürste bie Teilnahme Heinrich Eberles, bes bcmtschen Meisterringers, an ber Konkurrenz erregen, ber heute hier eintrif'ft. — ES sei noch hinrugesügt, baß bas 93aii6t6- programm biesmal besonbers hübsche Leiftungen ausweist. Namentlich bie vorgesührte Dressur von Hunben unb Tauben war reizvoll. Das babei beteiligte junge Paar zeigte sich später noch in gefälligen unb anmutigen schwebijchen Bauerntänzen. Die gymnastischen Leistungen von Jahn, seines Vaters unb seines Sohnes, waren von ungewöhnlicher Art. Wie ber flinke Junge aus hoher Leiter, bie sein Vater mit ben Fußen trug, seine Kopfstellung minutenlang auöhielt, toar beshalb so sehenswert, weil bas alles mit ber größten Leichtigkeit von statten ging.
Steuerhinterziehung. Nach der soeben erschienenen Uebersicht der hessischen Zentralstelle für die LandeSstatistik wurden ttn Rechnungsjahr IUOj 73ö Strasvei> fahren weg cm Steuerhinterziehung eingeleitet und zwar gegen 526 Einkommen- und 213 Vermögenssteuerpslichtige. Dazu kamen noch 86 (61 und 25) Fälle, die aus früheren Jahren übernommen waren. Bis zur Jahreswende waren rechtskräftig erledigt 753 (529 uno 224) Fälle, darunter nut 28 (13 und 15) zugunsten der Betroffenen durch Einstellung ded Verfahrens. In 725 Fällen erfolgte aifo Bestrafung wegen Sleuerhinterzlehung und zwar ausfchließ- lich tnjotpe Strafbescheides durch das Finanzamt. Tie Gerichte be,chästigten nur solche Fälle, in denen gegen den Strafbescheid Einspruch erhoben wurde. Ties geschah nur in 18 Fällen, wobei in 9 Fällen auf zusammen 11 910 Mk. Strafen wegen hinterzogei.er Einkommensteuer und in neun Fällen auf 111 M5 Strafen bett. Vermögenssteuer erkannt j q- 4 y f k w ., u - ; f
wurde, und zwar fast nur auf Ordnungsstrafen, nicht eiaent- K L 2 1 $ u , ^er Anzahl von Fuhrleuten
liche Hinterziehungsstrasen. Der Gesamtbetrag dec ersann- Oedachte zu Weihnachten der hiesige Tierschutzverem, indem ten Orbnungsstra,eu ist bei der Einkommen teuer 206'1 Mk !? ihnen für gute Pflege und humane Behandlung der bei der Vermögenssteuer 2225 Mk., der Gesamtbetrag der en anvertrautcn Pferde je 5 Mk. als Anerkennung be- ,HinterziehungSstra,en bei ber Einkommensteuer 05141 Mk ^lligte. Etnem der Belelligten wurde ein Anerkenuungs- !bei der Vermögenssteuer 11555 Mk. Diese Strafen batten Drplom für: feine 2ojal)ugcn treuen Dienste Anerkannt. Auch Die weitere Wirkung, daß den Betreffenden Nachlräae fest- Feld schütz en wurde eine Geldprämie zuteil, die zur gesetzt wurden an Staatssteuern 16367 und 1607 SKF / an öorberuna be3 Vogelschutzes dem Raubzeug und den wil- Gemeindesteuern 17 573 und 602 Mk. . dernden Katzen zu Leibe mngen. Die prämiierten Fuhrleute
** KolkSiüblunaSerapbnlssp mA* hr Hln.b: Joh. Barth bei Btckenstocc & Schneider, Gg. Müller zählung hat der Kteis Erbach jetzt eine Seel en zahl von bei AbermannL Kling, Jakob
4 8 4 1 6 gegen 47 707 im Jahre 1905. ’ Zimmermann bet K. Sievers, H. Krauskops in der Union-
Der Kreis Groß-Gerau zählte 1864 33 938, 1875 35 697 Brauerei, Ant. Wcippert bei Karl Huhn, Jost Bergener 1885 39 805, 1895 44 331, 1900 60 798, 1906 66 072, 1910 bei Bauunlernehmer Becker, K. Möbus bei Bauunterneh- 62 928 Einwohner, davon mämüich 32 083, weiblich 30 845. wer Seipp. Peter Trechsler bei H. W. Rinn, K. Müller ** Der Hessische Fechtverein Waisenschutz bei I. Balth. Noll, Joh. Laub bei Scheppelmann, Ballh. ?weigverein Gießen hält, wie er uns schreibt, am Sier bei I., Kann Söhne (Diplom).
Januar abends int Hotel Einhorn seine Weihnachts- ** Maul- unb Klauenseuche. Neue Ausbrüche feier ab. Dank der Unterstützung einer Anzahl Bürger der Seuche finb pemelbct aus Giggenhausen, Regierungsbezirk hiefiger Stadt, die ein Herz und eine offene Hand für A^baycrn; Meinheim, Negierungsbezirk Mittelfranken unb einen guten Zweck haben, ist es bem Verein möglich, dieses Aschaffenburg (Viehmactt), Mal 21 Halbwaise Mnber zu beschenken und zwar mit Landkreis Gießen.
Kleidern, Unterzeug und gutem Schuhwerk. Tie Tätig-! Watzenborn-Steinberg, 30. Dez. Wie in keit des Vereins verdient volle Anerkennung, denn die früheren Jahren, so sind uns auch wieder in diesem Jahre ytot gerade der Halbwaisen ist großer als man allgemein zum Weihnachtsseste reicheGaben für arme Becamanns- vewahr wird. Der noch vorhanDene Elternteil muß dem familien unserer Gemeinde von Herrn C. W. B. Fernie Verdienst nachgehen, die Kinder sind sich völlig selbst über-!durch Herrn Aug. Pascoe-Dutenhofen überwiesen worden lassen. In den weitaus meisten Fällen reicht der Ver- Viel Not wurde damit gelindert.
dieiist aber gerade aus um bei den jetzigen teueren Verhalt» ^Lich,29.Dez. Der V o g e l s b er g er H ö h en klu b nifsen nur das äußerst Notdürftigste — Nahrung und Woh» veranstaltete gestern abend in Steins Saalbau einen Fa- nuiig — und dieses noch recht unzureichend zu bestreiten, m iliena b end, in dessen Mitteipnnll eine Chnstbaum- £>ier flmit bann der Verein ein. Freunde des Vereins Verlosung stand. Ansprachen, humoristische und musika- und der wohltätigen Nächstenliebe [inD zu Der Weihnachts- lische Vorträge und vor allem ein flottes Tänzchen hielten die Teilnehmer bis in die frühen Morgenstunden beisammen. Die gestrige unb auch bie kürzlich an Großherzogs Geburts- tag veranstaltele erste Feier zeigten, daß der hiesige Zweigverein des V. H. C., der beinahe ganz eingegangen war, sich wieder neu belebt hat. Auch die Hauptaufgabe eines Touristenvereins, touristisch tätig zu sein, soll in Zukunft mehr beachtet werden. Fürs nächste Jahr wird bereits ein Wanderprogramm, wonach nach dem Bei» spiel anderer Tonristenvereine monatlich Wanderungen aus- gesührt werden sollen, ausgestellt.


