Ausgabe 
4.10.1910 Erstes Blatt
 
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Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ist gemeldet aus: 1. Torwiden, Kreis Heydekrug, Re­gierungsbezirk Gumbinnen; 2. Abbau Rosenfelde, Kreis Deutsch-Krone, Regierungsbezirk Marienwerder, bei Händler­vieh; 3. Zentral-Viehhof in Berlin am 30. Sep­tember 1910.

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^ct^lnUtCn °°C 10 U^r 00m Theater zunt Bahnhof

'^j6cncr Festsaail" (Eafs Leib, früher *'y'o(r* v«. von igrer wcutter am

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' , Stadttheater. Da der neue erste Held Oskar Rßmard im September ernstlich erkrankt war und noch der Erholung bedarf, so wird in den ersten Vorstellungen des ^Kaufmann von Venedig- Rudolf Goll die Rolle des .Basiamo- und Direktor Steingoetter die Rolle des f.Pnnzen von Marokko- spielen. .Buridans Esel-, das mene --ustspiel von de Flors und Caillavet, den erfolgreichen Werfaffern von .Die Liebe wacht-, gilt als das beste Werk der beiden Franzosen und dürft- in der hübschen Auffübruna Pe® hefigen Personals, die schon in Nauheim viel Beifall gefunden hat, sicher großen Erfolg erzielen. Die Neuheit,

?' ln Frankfurt fortwährend auf dem Spielplan ^teht, gibt der neuen Naiven Hilde Engel Gelegenheit sich m emcr größeren Rolle zu zeigen. '

( " Sonderwagen für die Theaterbesucher

«»den, w,e uns das Elektrizitätswerk mitteilt, auch in der kommenden Spielzest eingestellt. Es hallen zwei Wagen bis hach Schluß des Theaters in der Ausweiche am N-uemv-q von denen der eine über den SelterSweg zum Bahnhof' der andere nach Bedarf zum Wiefecker Weg fährt Da die Fremdmvocftellungen am Mittwoch häufig erst' nach 110 Uhr beendet sind, können die Sonderwagcn die I0-Uhr- tzüg- nicht mehr erreichen. In diesem Falle wird den

I.. Bad.Nauheim, 3. Okt. Unser Kurorchester wird am 13. Oktober unsere Stadt bis zum April 1911 ver. Jmfc «Tie beiden letzten Tage der Sommersaison finden Milltarkonzerte statt.

! Mainz, 3. Oft. Die Veranstaltung des gestrigen B I n menverkaufstags brächte eine Einnahme von etwas 30Z0 000 Mark, die Unkosten belauf sich ^us

3000 Ma^r, so daß ein Reingewinn von 16 000 Mark dem hCim >?L TL leicht die allzu große Strenge das § von dem erreichen kann, was sie soll, zeigt folgender Vorgang An elfi^riger ^unge verschwand vor mehreren Tagen aus Furcht vor Strafe aus feiner Eltern Hause. Man glaichte an em Unglück. Gestern entdeckte man den armen Kerl im Ge- 1 mauer her früheren Lederwerke, wo er vier Tage lang, auch zur auf9e6aItm batte. Nur unwillig kehrte er zu seinen

Hy Großen-Linden, 4. Okt. Gestern abnd durch- zvg ein Fackelz-ug aller Vereine unsere Straßen zu der Wohnung unseres Bürgernreisters Leun, der zum vierten Male von seinen Mitbürgern mit der Leitung der Gemeindeverwaltung betraut worden ist. Nach dem Gesang eines Liedes begrüßte Beig. Lang den Wieder-- gewühlten. In der langen Zeit von 27 Fahren sei schon manches Hagelwetter über das Haupt des Bürgermeisters gekommen, denn in einer aufstrebenden Gemeinde gäbe es

auch Meinungsverschiedenheiten; heute aber seien die Mit­bürger einstimmig gewesen in der Wiederwahl ihres be-j währten Oberhauptes. Nach einem Hoch und einem weiteren I Lred dankte Bürgermeister Leun für die Ehrung und be- tonte^die Verdienste des Gemeinderats bei der Entwicklung des Ortes. In unserer geräumigen Turnhalle wurde als­dann eine gemütliche Feier abgehalten, die von Dr. Platz eingeleitet wurde. Pfarrer Schulte hob noch einmal die Verdienste des Bürgermeisters, besonders die Wasserleitung und die Wiederherstellung unserer alten Kirche, hervor. Hauptlehrer Bach betonte, daß die Mitwirkung des Volkes an der Verwaltung wichtig und grundlegend sei für unser öffentliches Leben, auch in der Rechtspflege. Sein Hoch auf den Großherzog, der durch die direkte Wahl zum Land­tag seinem Volke die Mitwirkung bei der Gestaltung der öffentlichen Verhältnisse verstärkt, fand brausenden Bei- sall. Pfarrer Haine buch wünschte, daß das schöne Ver-- haltnis zwischen Bürgern und Ortsverwaltung noch lange bestehen möge; denn der Friede mache stark für die Auf­gaben, die noch zu losen wären. Bürgermeister Leun dankte nochmals für seine Wiederwahl und die schöne Feier; sein Hoch,?alt dem Kaiser, der als Friedensschirmer die Entwicklung auch des Gemeinwesens möglich mache; vor 100 Fahren seien die Zeiten anders gewesen. Die Gesang­vereineHarmonie" undGermania" verschönten die Feier! durch Lieder, die Turnverein stellte Pyramiden, die Musik spielte fröhliche Stücke und so verlief der Abend in schöner würdiger Weise. '

bildete die Posse:Ein Duell, oder auf Leben und Tod".

** daketadressen mit Postanweisung. Vom 1. yanuar 1911 ab sind ebenso wie im inneren Verkehr Deutsch- lanbs, auch im Verkehr mit dem Auslande zu den Paketen mit Je ad) nab m e nur Paketadressen mit anhänge n- oer, vorn Absender vorzuschreibenderPostanwei- j u n g zu verwenden. Derartige Formulare werden zum Preise von 5 Psg für 10 Stück von Ende Dezember ab zum Verkauf bereit gehalten werden. Es ist gestattet, die Formulare durch die Prtvattndustrie Herstellen zu lassen. Die nicht von der Post bezogenen Formulare müssen, worauf zur Vermeidung von Zurück- welsungen durch die Postanstalten besonders hingewiesen wird,

l 0 V ' 0 0rm und Vordruck, sowie in Stärke und varbe des Papiers den amtlichen Formularen genau entsprechen. Musterformulare können in einigen Wochen bei den Postanstalten eingesehen und von Interessenten kostenlos bezogen werden.

I Leipzig, 3. Okt. Heute fand vor dem Schwurgericht die Verhandlung gegen den Fabrikdirektor Dr. Ferd. Kohs aus Nürnberg statt, der im März 1910 in einem hiesigen Nestau- raut im Verlaufe eines Streites den StudeMen August Zimmer­mann aus Petersburg durch Revolverschüsse schwer verletzte. Die Anllage lautete auf versuchten Todschlag. Kohl behauptete, in Notwehr gehandelt zu haben, da Zimmermann mit einem anderen Studenten ihn tätlich angegriffen habe. Die Geschworenen ver­neinten nach einer langen Sitzung die Schuld frage; Kohl wurde fr ei gesprochen.

Kiel. 3. Okt. Der Arbeiter Basner, der am 8. Dezember 1909 den Tagelöhner Karl Kröger ermordete und be­raubte, wurde vom Schwurgericht zum Tode und zuw dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt.

9 2^1^ berwalgeru, 3. Okt. Heute wacht zwischen

ereignete sich, wie schon kurz gemeldet wurde, ru der Straße zum Bahnhof ein To t s ch la g. Zwei orts^ fremde Handwerksgesellen, die sich auf der Kirmes ange- m geriet en in Streit, in dessen Verlauf der

Weißbinder Wrlh. F e y aus Darmstadt den Sattler Wesche der Gegend von Magdeburg stammt, erschlug. Fev wurde verhasteü fleber den Vorfall erfährt man, daß begangen wurde, als eine An­zahl Burschen und Mädchen fremde Kirmesgaste zur Bahn begleiteten. Unterwegs stießen sie auf den betränken am! Boden liegenden Wetßbindergejellen Wllh. Frey, einen M^ Mann, der fett 2 Monaten in Niederwäldern

Einer der jungen Leute, der Sattlergehilfe I §erm. Wesche aus der Magdeburger Gegend stammend

und ebenfalls in Niederwalgern in Arbeit, suchte nun den Betrunkenen aufzurichten und bei dieser Gelegenheit wird es jedenfalls zu einer Rauferei gekommen sein. Als die andern jungen Leute wieder zurückkehrten, lag Wesche er­würgt in einem Graben. Nicht weit davon taumelle b« Betrunkene der denn heute früh auch verhaftet und ins Amtsgerichtsgefangnis nach Fronhausen gebracht wurde.

0 Marburg, 3. Okt. Fn der Nähe der Bahnhofsbrücke I wurde heute nachmittag eine weibliche Leiche, die anschei­nend schon lange im Wasser gelegen hatte aetänh^ haiidelt sich allem Anschein nach um das junge Mädchen von hier, das tm vorigen Herbst ui der Mhe von Wehrd^ m emem Anfall von Geistesstörung ins Wasser sprang

X Hanau, 4. Okt. Landrat v. Gröning in Geln-! Hausen wurde zum Vortragenden Rat in das Ministerium des Innern nach Berlin berufen.

X. Hanau, 4. Okt. Heute blickt die Einhorn- g,- , 0 .uuu uen. pot^cre in v000 auf ein 250jähriges Bestehen zurück

^^^rbesuch^rn empfohlen, den Kurswagen zu benutzen, der vom Vater auf den Sohn forterbend, ist die

00 ....... --- Apotheke bis auf den heutigen Tag im Besitze der Familie

Heraeus geblieben. Aus Anlaß der Jubelfeier haben die! jetzigen Besitzer der Apotheke der von ihrer Mutter am

Landwirtschaft.

-r. Vom östlichen Vogelsberg, 1. Okt. Die Ernte- ' arbeiten neigen sich langsam ihrem Ende zu, man ist jetzt mit

; der Ernte der Hackfrüchte beschäftigt. Im allgemeinen kann man 1 1 von der diesjährigen Ernte sagen, daß die inwlge des naßkalten - Sommers durchweg gehegten Besürchtunqen nicht in vollstem Liane ; emgetroffen sind. Gleich die Heuernte, die für den Landwirt unserer Gegend von größter Wichtigkeit ist, hatte zu Anfang des Somnrers , sehr unter der Ungunst des Wetters zu leiden und wurde wochen- ' lang verzögert; doch war der Ertrag sehr gut, in Bezug auf Güte ! aber sehr ungleich, wenn auch gänzlich verdorbenes Heu wohl wenia emgebracht wurde. Gleichfalls gut war die Kleernte; es sind des- ' halb die hier noch zahlreichen Weidegelegenheiten dieses Jahr nur ' wenig beansprucht worden und ist eigentlich viel schönes Futter : verdorben. Die Grasversteigerungen brachten durchweg einen i erheblichen Ernnahmeausfall. Voii Körnerfrüchten brachten Roggen ' und Hafer, namentlich der letztere, guten Ertrag in Stroh und 1 Kornern, wenn auch nicht in gleichem Maße wie das wohl eine Ausnahme bleibende Vorjahr. Weizen und Gerste sind nicht von j Bedeutung hier, doch war der Ertrag noch befriedigend. Sehr unter : Wltterungsungunst hatte auch die Grummeternle zu leiden, der Ertrag war aber im allgemeinen gut. Die Kartoffelernte ist ' namentlich im schweren Boden wenig zufriedenstellend ; der Knollen- wisatz ist mangelhaft und die Kartoffeln selbst sind klein geblieben wogegen die Erträge tn leichtem, sandigem Boden einigermaßen bemebigen. Tie Frühkartoffeln sind fast durchgängig mißraten.

I funkeln, Kohlrüben, Kraut und Gemüse werden genügend geerntet Vom Obst liefern Aepfel und früher schon die Beerenfrüchte einen

I jeiinenSroerten Ertrag; Birnen wurden wenig, Kirschen und Pstaumen sehr wenig geerntet. Der mit bezahlten Kräften arbeitende Besitzer hat freilich schon durch die infolge der ungünstigen AZltterung sich lange hlnztehenden Erntearbeiten einen fühlbaren Gewmnausfall zu verzeichnen, doch kann man sagen, alles in allem genommen, daß der Ernteausfall den hiesigen, hauptsächlich Vieh- ' zücht treibenden Landwirt in den Stand setzt, dem kommenden * Winter mit Ruhe entgegenzusehen.

L ** $er 6. allgemeine St allschweizer-Tag fant> 2?- Sept, unter großer Beteiligung aus fast allen Provinzen Deutschlands und Oesterreichs in Gör- l 1 tz statt- Iu der Vorrntttags-Tagung der SteUenbcrmiHtlem mürbe das Stellenvermütlergefetz besprochen: Die große Ver- schtedenartigkett der (Uühren (Beisp. Breslau und Berlin) kenn­zeichnen schon jetzt Mängel. Nachmtttags 2 Uhr wurde die b. vauptvers^ammlung des All gern. Stallschwei- S "bund es (Srtz Plauen, gegr. 1904) eröffnet Aus dem ^zahresberrcht entnehmen wir: Insgesamt stehen jetzt 4000 Stall- ichwetzer hinter dem Allg. St.-B., während 7000 bisher aufgenom« men mürben. Im veraangenen Jahr feien in 200 Fällen Rechls- au^funrte erteüt, 20 Prozesse wegen verweigerter Zeugnisse er­folgreich geführt worden. 247 abgehaltene Versammlungen be­zeugen dle rege Tätigkeit der Mitglieber. Aus der Unterstützungs- kasse wurden 2027,78 Mark ausgezahlt, während das Bundes- vermogen um 1/2 Tausend sich vermehrt hat. Das Bundesorgan Allgem. Schweizer-Zeilltng" sei von 4 auf 8 Setten vergrößert, u^> tterarztltche und fachliche Auskünfte seien 125 erteilt worden neben 558 verschiedener anderer Auskünfte. Eine Btttschrift an beit Reichstag, betreffend die auch vom B. d. L. und Lan§ wrrtschaftlichen Kammern geforderte Schaffung von Stall- schw ei-er schulen (MAtturse) wurde unter großem Beifall einftimmig angenommen. Ms Ort für den 7. Allgem. St -Tag wurde München gewählt a S

Luftschiffahtt.

I Zum Tode des Oberleutnants Haas.

s 7 lPriv.-Telegr.) Die Leiche des Ober-

leuttrants Haas ist am Samstag abend in das hiesige Garni- «uslazarett verbracht worden. Der Tod ist nach ärztlicher Begutachtung durch einen Schädelbruch herbeiaeführt I worden. Aus dem Umstande, daß zw ei Stangen an ihrem äußersten Ende nur mit einem Taschentuche zusammengebunden waren, wird gefolgert, daß viel- beigefiihr?^hat Unvorsichtigkeit das Unglück mit her-

Mißglückter Fernflug.

Lriit^ien< Nieger Jllner stieg heute vor-

nrittag tu der Simmeringer Heide auf, um sich um den von der Stadt Wien ausgesetzten Preis von 20000 tonen für den Ueb erlandflug Wien-Horn Wien, erne Strecke von 160 Kilometern, zu bewerben.

u^irrte W un Nebel und landete bei Krem s wo­bei die Flugmaschine leicht beschädigt wurde. Es ist ihm nicht Lelungen, die Bedingungen des Wettfluaes zu er- Men, nach denen die Strecke Wien-Horn ohne Zwischen­landung zuruckzulegen ist. &

Die Luftfahrt über den Ozean.

New York, 3. Okt. Wellmanns Luftschiff- L.etfc "ber den Ozean unterblieb infolge eine^ Maschlnenschader^. Wellmann erklärte, daß ein Aufschub Ja fe^ft Monaten möglich sei. Das

P. V.

,Bitterfeld, 3. Ott Das Luftschiff L V til Bent, früfe 7 Uhr 56 Min. m Chemnitz zur Rückfahrt nach Bitter- U? gelandet glücklicher Fahrt um 11-/,

[ Arbeiterbewegung.

' S rüffel, 4. Ott In den Glasbläsereien int Kohlen- Streik ausgebrochen wegen Streittgkeitw Stteinbettifigt15601108"' ? ' Arbeiter such an oem,

vermischte».

Manhen sich 90 Matrosen von"dmen°6^gttetL'

Mrdeiu IM SBoot flgict ch chx VM oMLrrfahreMu;

Aus Stadt «nd Land. Gestaltemes feschen TamcTKÖuartrtt?, das als I spielen, namenMch der alljährlichen Abhaltunq eines Turn.

Gießen, 4. Oktober 1910. Ii°Ue DrMner^OfsiAiere ebenso wieqls lustige Musen, f, fie S für die Hanauer Schulanstalten, dienen sollen. Auch _ " Ordensauszeichnung. Dem Botlkmb.miWtoeÄ «^8» und Arbeiter der, Firma W. C. Heraeus

Stadtverordneten Louis Petr. II. wurde aus Anlaß feiner als KierlicheS T^.^rnd VerwMdlunA.En Mble Mf Gm I ^°b°n namhafte Zuwendungen erhalten. 2öiahr>gen Tätigkeit bei der hesien-naflauischen Bau-BerufS- komisches Paar sieß sodann musikalische Vorträge vom genosscnfchaft der Rot- Adlerorden 4. Klaffe verliehen. Stapel, ein sächsischer Komiker zeigte sich in den bekannten " Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: EineISoldatenrollen, und die bäuerisch aufaeputzten Geschwister evangelische Schulstelle zu Auerbach, zwei evangelische Achten die Tyroler Jux-Kunst auf die Bühne.

Schulstellen zu Butzbach. I Srmplrnß Wlld trug eigne ernste uno ^eitere Gedichte vor,

- Erledigt ist die Stelle des ForstwartS der ?^bnrennuien.Ton in-en Spielab end brachten. Den Schluß fForstwartei Liederbach, D6erförftercM^^ bte <Rnffp

' Die schriftliche Staatsprüfung für den

höheren Finanzdienst findet am 16. November d. Js., won vormittags 6»/, Uhr an, und an den folgenden Tagen zu Darmstadt m einem noch näher zu bezeichnenden Prüfungs- lzimmer statt. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind Ibei der Prüfungskommission für den höheren Finanzdienst zu ^Darmstadt bis zum 1. November d. I. einzureichen.

* Eine Sitzung des Provinzial-Au§schusseS ber Provinz Oberhessen findet Samstag den 8. Okt. ,1910, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: il. Aufbringung der Kosten deS Geländeerwerbs für die Nebenbahn FriedbergFriedrichs dorf. 2. Teilung der gemelnschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. Die auf den 1. Oktober anberaumte Sitzung fiel wegen Beschlußunfähigkeit aus.

/ * Eine photographische Aufnahm e vom

'Zarenbesuch in Gießen pm letzten Sonntag ist an (Unterer Geschäftsstelle sowie bei Äug. Noll, Mäus- burg, ausgestellt. Das Blld, das von, einem hiesigen Ama­teur, der nicht genannt fein wils, ausgenommen wurde, stellt die Fürstlichkeiten am Teettsch bar.

, ** Sitz u nu g des geschäfts führ enden Ausschus­ses des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverban- 11 Frankfurt a. M. Anwesend waren: ProviMialdirek- wr (Mcunexat Dr. Breidert, Mainz, Vorf. Provinzraldtt. Geh. Rat sFey ^.Mnstadt, Proviuzialdir. .Dr. llsinger, Gießen, Landeshaupt- mrann Krekel, Wiesbaden, Oberregierungsrat Dr. v. Gizycki, Wies- Daden, Muujterialsekretär Pfeiffer, Darmstadt, Landrat von Grö- Gelnhausen, Landrat Büchting, Li.mburg a. L., Stadtrat Fttlch, Frankfurt a. M. Bürgermeister Dr. Schmidt, Mainz, Bürgermerjler Dr. Wevers, Worms, Bürgermeister Dr. Frenay, Bensheim a. B., Bartmann-Lüdicke (Vorsitzender der Landwirt- jchaftskammer Wiesbaden), Frankfurt a. M., Dr. Sprenger (Ver- tteter der Landwutschaftskammer Kassel), Kassel, Oekonomierat Lettheger (Vertreter der Landwirtschaftskammer Darmstadt), Darm- ?E, Sregnr Morgenstern (Vertreter der Handelskammer Frank- Wrt a '.R.), rz-rmcksurt a. M., Schuhmacher Fr. Koch (Arbeitnehmer-

M., Dr. Schlotter Geschäftsführer des Mttteldeutschen Arbmtsnachweisverbandes, Frankfurt a. M Ter Worfttzenbe teüte mit, daß die Handelskammer Frankfurt a. AI den Mttgttederbeitrag auf 300 Mark erhöht habe. Der Frage des Aus- paues der Orgarnjation des Arbettsnachweises in Verbindung mit i »rn ..rJ T1 c 9 11 n 9 ft ö t i o n e n wird im Berbandsgebiet die ^d)tun9 9eschentt. Die Lösung der schwierigen Auf- in schematischer Weise. Im Regimmgs- dezrrk Kassel ist die Frage durch bte Einführung des Wanberarbeits- Mattengesetzes das den Arbeitsnachweis an die erste Stelle setzt ^^rbettsnachweis für Wandernde auf gesetzliche Grund- leiajter zu lösen; im Regierungsbezirk Wies- fT11, lft bre r^rage bereits im letzten Kommunallanbtag ein- fgehend erörtett worden, mit dem Ergebnis, daß der Arbeitsnach- sivets als ^rrksangelegenheit gefördert werden soll. Im Groß- fMrzogtunt Hessen schweben zurzett in den Provinzialausschüssen gerbcmblungen. Die ProvnMaldirettion Gießen und Mainz veabftchttgen Xkrtreter der Kreise utib Städte in der Frage zu Pf1901; Prownz. Starkenburg sind die Verhandlungen über dre endgültige Regelung des Arbeitsnachweises dem Abschluß nahe Bwmellos bte Regelung des Arbeitsnachweises in Verbindung nut dem Verpflegungswesen ein wichtiges und Erfolg versprechendes Dattgkeitsgebret erösjnen, besonders, da auch die Stadt Frankfurt M Marn als erste un RegierungSb^irk Wiesbaden die Wander- wDettsftatteRoter Hamm", die vorläufig mit 60 Betten ver- ffchen wrrd und reickstich ?lrbettsgelegenHett im Hof, Garten und FP, rn nächster Zett eröffnen wird, so daß die Einführung pes Wanderarbettsstattengesetzes im Regierungsbezirk Wiesbaden pefartltcb erleichtert werden dürfte. In der Frage der Lehr- Ntellenvermrttlung vertritt der Verband den Standpunkt patz m Großstädten die Lehrstellenvennittlung zweckmäßig von be- konderen ^ugendfürsorgeverernigungen gÄettet wird, daß dagegen Mittel- mtb Klnnstadten die Lehrftellenvermittlung mit Nutzen den offentlrchen Ack»eitsnachweisen gepflegt werden könne, ^besonders wenn es möglich sei, mit den Innungen, Hmchwerker- jve^rnen, Gewerbevereinen und Jugendfürsorgeeinrichtungen Hand tttlHand zu arbeiten In der Frage des St eilender mi ttl er- ter Verband eine ab wart ende Haltung ehr bmläung soll versucht werden, die Stellendermttller zur Sta- wettere Feststellungen zurückzu- ^ksi^r geworden ist. Des WMeren wurdeBeschluß gefaßt über bte Bereitstellung von Mitteln Arbettsnachwetse, für den Jahresbericht des Verbandes, Or- ^on der ttetneren Arbettsnachweise, den Verkehr mit an- Verbanden und Korporationen. Erne Reihe geschäftlicher Mit- (Tagung deS Verbandes deutscher Arbettsnachweise, Ver-

-nferenien in Kassel, Worms und Friedberg) beschloß die

-g.