Ausgabe 
29.11.1910 Drittes Blatt
 
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* Im Ringkampf von einer Löwin zerfleischt. Wie wir bereits in unserer gestrigen Nr. mitteilten, wurde am Sonntag abend gegen 5y2 Uhr auf dem Berliner Vergnügungsplatz in der Greifenhagener Straße der 28 Jahre alte Tierbändiger Karl Meier, der dort in einer Menagerie angestelit war, von einer Löwin schrecklich zugerichtel. Nachdem man ihn mühsam aus dem Nachen des wütenden Tieres befreit und ihn ver­bunden hatte, wurde er sehr schwer verletzt im Krankenautomobtl nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Ueber den aufregenden Vorgang geht dem Tag folgender Bericht zu: Gestern abend fanden in der Menagerie von Charles Ahrens, hie sich auf dem großen Rummelplatz in der Greifenhagener Straße zwischen der Wisbyer und Kuglersttaße befindet, eine Anzahl

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L. Friedberg, 28. Nov. Heute iveMe der Vertreter der obersten MrchenbehSrde Superintendent Dr. Petersen bier Er nahm in allen 6 Nassen deS Lehrerseminars eine Prüfung tn Religionswissenschaft vor, Derf gestrige Sonntag, an dem zum erstenmale die Geschäfte bis 6 Uhr abends geöffnet waren, muß als sehr flau bezeichnet wer- dew Die Bewohner der Wetterau kamen in ganz geringer stabl und die Läden standen leer. Unsere Stad tver- ordnetenwahl scheint recht zersplittert werden zu wollen Für den zum 3. Beigeordneten ernannten Oekonom Falk und den verstorbenen Brauereibesitzer Steinhäuser sowie für den Komnierzienrat Trapp, der eine Wiederwahl abnelehnt hat, muffen unter allen tlmftänden neue Stabt, täte gewählt werden. Vier weitere ausscherdende können wiedergewählt werden. Mm werden aber so viele Namen

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nicht gefaßt.

-o. Mainz, 28. Nov. Leutnant Helm, der durch dieSpionage-Affäre" so bekannt geworden ist, hat fick nach mehrmonatiger Abwesenheit in seiner Garnison Mainz wieder eingefunden und ist beim 21. Pionierbataillon in Mainz-Kastel in Dienst getreten. Dem Vernehmen nach ist eine dienstliche Untersuchung eingeleitet, ob sich Helm durch die Vornahme seiner bekannten Zeichen-Hebungen in England auch gegen deutsche Gesetze vergangen habe, was indessen nicht sehr wahrscheinlich ist. Dieser Tage schlug beim Umbau des alten Karmelitenklosters eine schwere Steinsäule um und siel dem 24jährigen Maurer Karl Hamann, verheiratet, derart auf den K'ps, daß der Mann im Rochusspital gestorben ist. Nun hat sich durch die gerichtlichen Feststellungen ergeben, daß die Säule auf Wunsch des Denkmalrates stehen bleiben sollte und der mit den Abbruchsarbeiten betraute Bauunternehmer vom städti­schen Bauamt entsprechende Anweisung erhalten hatte. Der Unternehmer lehnt jede Verantwortung für den Unfall ab und beruft sich aus seinen Vertrag mit dem Bauamt, dessen Bestimmungen er genau gefolgt sei. Aber auch das Bauamt weigert sich, die Unfallfolaen zu tragen, indem es behauptet, ohne daß deshalb besondere Anweisungen nötig gewesen wären, hätte der Unternehmer die alleinstehende Säule stützen müssen. Wie im Diözesan-Amtsblatt bekannt ge­macht wird, ist der ehemalige Kaplan von Biblis, Joses Kriegs heim, der sich zurzeit in Heidelberg als Student aufhält, durch Urteil des Bischöflichen Offizialats vom 17. November d. I.für immer suspendiert und zur Erlangung und Ausübung kirchlicher Würden und Benefizien für dauernd unfähig erklärt worden. Zugleich ist Kriegs­heim, da er selbst seinen Abfall vom Glauben erklärt hat, der Exkommunikation (großer Bann) verfallen.

2lu» Stadt und Land.

Gießen, 29. November 1910.

* Veränderungen im Hess. Gendarmerie- korps. Die Negierung hat in Erwägung gezogen, die Gendarmen künftighin einzeln zu stationieren; es ist dies auch durchführbar und zweckentsprechend, denn andere Be­amte versehen ihren gefährlichen Dienst auch allein, z. B die ^orstwarte. Weiterhin soll die Zahl der berittenen Gen- oarmen bedeutend verringert werden; es sollen im ganzen Lcmde nur 12 Gendarmen mit einem Oberwachtmeister be­ritten bleiben. Diese Zahl ist für den Kriegsfall berge- schrieben, seither sind etwa 35 Mann beritten. An diesem Punkt kann wirklich gespart werden, denn die Pferde- halttmg ist teuer und unter den heutigen Verhältnissen überflüssig, zumal der Dienst zu Fuß oder mit dem Fahr­rad gerade so gut versehen werden kann.

** Folgendes wahre Geschichtchen wird in einem ob erkies fisch en Städtchen eifrig verbreitet und erregt stürmische Heiterkeit. Am dortigen herrschaftlichen Hofe fand eine größere festliche Veranstaltung statt, wozu zahlreiche Einladungen an die Honoratioren des Städtchens erfolgen sollten. Ein in herrschaftlichen Diensten stehender Schrei­ber war beauftragt, die Einladungen zu erledigen und dazuzuschreiben, daß als AnzugFrack und weiße Binde" gewünscht werde. Kurz vor Abgang dieser Einladungen sah nun ein im Dienste ergrauter Beamter sie noch­mals durch. Fast wäre er vor Schreck zu Boden gesunken, als er einige Einladungen lesen mußte, auf denen geschrieben stand:Einladung an Frau 3E." und darunter: Anzug: Frack und weiße Binde"; ferner: an Fräulein Soundso: Anzug:Frack und weiße Binde." Schade eigent­lich, oaß die Einladungen nicht in dieser Form in die Hände der Damen gelangten.

Landkreis Giehtn^

x Großen-Linden,28. Nov. Ant Sonntag abend feierte der Kriegerverein im Schaumschen Saale Großherzogs Geburtstag. Präsident Dr. Platz leitete die in schönem kameradsck>aftlichem Geiste verlaufene Feier mit einer kernigen Ansprache ein und brachte das be­geistert aufgeiwmmene Hoch auf den Landesfürsten aus. Hauptlehrec Bach hielt einen Vortrag über die Bedeutung des Tages von Sedan innerhalb der großen geschichtlichen Zusammenhänge. Das Präsidialmitglced Hauptmann a. D. Waldecker behandelte in klaren Ausführungen die Be­deutung desHessischen Kamerad". Auch für die Sterbe­kasse zeigte sich nach eingehender Besprechung reaes Inte­resse. Zwischendurch erklangen im Lause des Abends ge­meinsame Soldatenlieder.

KrciS Friedberg.

genannt, daß man bis fetzt nicht sagen kann, wer emiger- maßen Aussicht hat, gewählt zu werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

R.B. Darmstadt, 28. Nov. Die Errichtung einer elektrischen Zentrale für Starkenburg bildete in einer am Samstag abend im physikalischen Saal des Realgymnasiums abgehaltene Versamm­lung behördlicher Vertreter den Gegenstand eingehen­der Erörterung. Der Versammlung wohnte neben den Kreisräten und technischen Beamten der Provinz auch Pro­vinzialdirektor Fey und Oberbürgermeister Dr. Glässing, die Beigeordneten und die Stadtverordneten von Darmstadt, Professoren der Technischen Hochschule und zahlreiche länd­liche Bürgermeister bei. Zunächst hielt ein Vertreter der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft einen längeren Vortrag mit Lichtbildervorführungen über die Vorteile einer groß angelegten elektrischen Zentrale. Dem Vortrag folgte eine ehr eingehende Aussprache namentlich mit Vertretern der Stadt Darmstadt. Irgendwelche Beschlüsse wurden noch

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Vorstellungen statt, in denen Ahrens und der von ihm engagierte Dompteur Karl Meier dressierte Löwen, Bären, Wölfe und Schlangen vorführten. Beide Männer hatten sich im China- Feldzug kennen gelernt. Meier war dann zu Löwenjagden in Indien und Afrika engagiert gewesen, bis er endlich bei seinem ehemaligen Kriegskameraden hier Stellung sand Der verwegene, kräftige Mensch hatte schon mehrfach die Verberlöwin unnötig geneckt, weshalb sie ihm schon am Sonnabend mit ihrer Tatze einen leichten Dieb ins Gesicht versetzte. Das prächtige Tier, das vor 5 Jahren in Deutschland geboren und mit der Flasche großgezogen wurde, zeigte gestern wieder seine gewöhnliche Ruhe Als aber Meier abends kaum in den Käfig getreten war, fauchte es ihn in größter Erregung an, und der Ringkampf zwischen Mensch und Bestie gestaltete sich zu einem sehr aufregenden Schauspiel. Meier blieb mit seinen herkulischen Kräften und 'einer großen Gewandtheit Sieger, ließ sich aber durch den fre­netischen Applaus des zahlreichen Publikums verleiten, den Kampf über Gebühr auszudehnen. Endlr chlie ßer die Löwin im Hinter­gründe des Käfigs los, trat vor sie hin und verneigte sich mehrfach wr den Zuschauern. Die noch immer knurrende Bestie schien aber chon auf den Augenblick gewartet zu haben, in dem Meier sie ans den Augen ließ. Plötzlich sprang sie auf ihn loS. Die Kralls^ ihrer Tatze bohrten sich in sein Genick und rissen ein großes Stück Fleisch heraus. Ein starker Blutstrahl spritzte bis an die Käfig- wand. Einen Moment später war der Hals des zu Boden ge­stürzten Dompteurs von dem Rachen des wütenden Tieres um­spannt. Gleich darauf sprangen aber auch sck>on Ahrens und eine, ebenfalls in der Menagerie tätige Frau, die selbst früher als Dompteuse arbeitete, in das Behältnis und brachen mit einer Brechstange die Kiefer der Löwin, der einige Männer von außen mit Stangen und Stacheln zu Leibe gingen, auseinander. Man konnte Meier, der aus zahlreickien tiefen Wunden furchtbar blu­tete, aus dem Käfig in den Vorraum ziehen, wo der Arzt der Unfallstation in der Gaudystraße ihm den ersten Verband an* legte. Im Krankenautomobil des Verbandes für erste Hilfe wurde Meier dann in fast hoffnungslosem Zustande nach dem Krankens hause am Friedrichshain gebracht._______________________________

Spielplan der vereinigten granfturter Stadttheater.

Dptrnhaur.

Mittwoch, 30. 91oü.*) : .Mamfel AngSt/ (2. Akt ) Hieraus: Sonne und Erde." Donnerstag, 1. Dez.: »Tie Zanberflote."

Freitag, 2. Dez., geschlossen. Samstag, 8. Dez.: »Tieilaud.* Sonntag, 4. Dez., nachm. 3'/, Uhr: »Hänsel und Gretel.' Abends 7 Uhr: »Manon/ Montag, 5. Dez., abends 7'/. Uhr: ,Ti» geschiedene ftrau * TienStag, 6. Dez., abends 6'/, Uhr: »Lohen- grin/ Ritttivoch, 7. Dez^ abends 7l/t Uhr: Zum erste» Male: ,Tie Heine Prinzessin.*

Schauspielhaus.

Mittwoch, 30. Nov.: .Einer von unsere 2eutV Donnerstag.

1. Dez., abends 7»/, Uhr: ,DaS Konzert.' Freitag, 2. Dez.: .Don Carlos.* SamStag, S.Dez.: .Der Raub der Eabtnerinnen.^ Sonntag, 6. Dez^ nachmittags 8'/, Uhr: ,Att-hetdelbcr4.E AbendSi 7 Uhr: oral/ Montag, 5. Der.: »Eesar Borgia/ TienStagll 6. Tez.: .Slrandkinder/ Mittwoch, 7. Tez.: «Strandkinder/

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abend- um 7 Uhr.

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Hr. 280 Dritter vlatt 16V. Zahrganq

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