Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben
3’/»% Reichsanleihe .5r.
66.60
Prince - Henri - Eisenbahn S. 136.60
Berliner Börse« 30. März. Aafa.ii rscum.
Elektriz. Labmeyer . Elektriz. Sehuckert . Eschweiier Bergwerk
179.70
49.35
91.75
69.40
99.75
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank -. Deutsche Rank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . .
Baltimore- und. Ohio-
Eisenbahn .
Gotthardbahn . . .1 Lombard. Eisenbahn.: Oesterr. Staatsbahn .'
3°/n 3'/»% 3% 37,7, 3V,"l.
Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk ... Lanrahütte . .
Nordd. Lloyd .t . . . . Oberscbles. Eisen-Industrie
-16 20 144.30 200.30 172.00 105.30
99.50 181.50 137.00 253.00 154.00 Ji>1.60
166 00 215.10
Briefkasten der Redaktion.
(Anonyme -(«fragen bleiben unberücksichtigt.)
B. S. Nach Art. 21 des hessischen Volksschulgesetzes von 1874 haben Rinder, die das Ziel der Volksschule in den wesentlicheren Nnterrichtsciegenständen, namentlich in Religion, deutscher Sprache, Lesen, Rechnen lind Schreiben bis zum Ablauf des 8. Schuljahres ilicht erreicht haben, die Schule aui Aiiordnung der Kreisschul-- kommlssion ein Jahr lang weiter zu besuchen.
Harpener Bergwerk Lanrahütte . . .
Lombarden E. B. . si
Nordd. Lloyd . _ Türkenluse . «.
Die Marktpreise für Lieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise ___________ am 30. März 1910.
LLrrchiiche Nachrichten«
Israelitische Religionsgenwmöc.
Gottesölenst in der Synagoge (Süd-Anlage), Satnstag den 2. April 1910:
Vorabend 6.45 Uhr.
Alorgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbatausgang 7.45 Uhr.
MarNe.
X Groß-Felda, 30. Dlärz. Unseren gestrigen Oster- mar k t begleitete ein Wetter, das stark an /iveifee Ostern" gemahnte. Ter Schweineinarkt war gut befahren, allein die Nachfrage übertraf bei weitem das Angebot, so das; viele Läufer unbefriedigt bleiben mussten. Ter Handel ging sehr gut bei recht hohen Preisen. Bezahlt wurde das Paar Reifel erster Sorte mit Alk. 75, zweiter mit Mk. 70 und dritter mit Alk. 60—65. Ter Markt war in kurzer Zeit geräumt.
^-L ich, 29. März. Der heutige Schweineinarkt war gut befahren. Bei hoben Preisen ivurde fast alles obgesetzt, so daß gegen 11 Uhr der Markt schon leer war. Für Ferkel wurden 50—70 Alk. das Paar bezahlt, Läufer kamen aus 70—80 Alk.
47,% rass. Staatsanl. 1905 100.20 4'/,7„ japan. Staatsanleihe 98.40 4% Conv.Türken von 1903 94.50
do.
Konsols jj.
do. *7 Hessen . ■?. Oberhessen
9345 85.10 93.40
85.05 9330
91 50 99.75 88.60
95.25
In allen KliktrlilltUwrr und InelaUaHone-Oe.cUkU rbUlllcb. — Man acht* i den Keaet.llch ,eechUt»ten v Mn* n .O.ram-Lampe“.
■ .r-gesellsthatt Berlin 0.17
Telefonische Ku^sbsipichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie1i*,GlAsqerr.
Frankfurter Börse, 30. März, 1.15 Uhr.
Lustschiffahrt.
Düsseldorf, 30. Alärz. Tie Sladtverordnetensitzung stinnnte heute einem Vertrage mit der Deutschen Lnftschifsahrt- Gesellschaft über die Veranstaltung von Flügen von Tüssel- dorf aus in der Zeit vom 18. Juni bis 31. Juli und vom 1. Oktober 19L) bis 31. Mai 1911 zu, in dem sich die Stadt verpflichtet, außer entsprechender Verrichtung des Landungsplatzes eine Ballon- Halle zu bauen. Die der Stadt entstehenden Kosten werden 109 0 0 Mk. betragen. Außerdem wurde beschlossen, der Düsseldorfer Ortsgruppe des Deutschen Lustflotten-Vereins zur Veran- stoltung von Schauflügen mit Flugmaschinen eine Beihilfe von 3000 Alk. zu gewähren.
Beim Rauchen.
xu ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unver- standlich, daß so viele Männer am Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte.
Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzendes Gefühl, das nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tabletten im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch und angenehm. Jeder Raucher sollte daher Wybert-Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen Apotheken in Originalschachteln ä Mk. 1.— bezogen werden. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. ss“/»
Türkeulose r.
47» Griech. Monopol-Anl.
4% äussere Argentinier77
37» Mexikaner . .
47,7» Chinesen . ■
Offenbach, 30. März. Vertr ete r v er s a M m - lnng des „Katholischen Lehrervereins int Großherzogi- timt Dessen" tagte gestern hier unter dem Vorsitz des Lehrers I Schorn-Mainz. Tie 17 Bczirls.ereine des Hauptvereins toar : durch 83 Delegierte bertreten. Ter Verein zählt zurzeit 1204 Mit i glieber, das Vereinsorgan, „Hessische Schulblätter", 1155 Abon-i nenten Von den zur Beratung gestellten Anträgen seien der auf Herausgabe eines eigenen Le hrer käsenderS und der auf Gleichstellung der Ferien der Viollsschulen mit den Ferren der höheren Schulen hervorgehoben: beide Anträge wurden angenommen. Tie Für sorge käste, die sich in <rne Unterstü^nngs'kässe für erkrankte Schulverwalter und in eine Sterbe lasse gliedert, zeigt einen günstigen finanziellen Abschluß.. Die erstere Klasse weist ein Gesamtvermögen von 9402,05 Mark und die Ster belasse ein solches von 50 509,52 Mark auf bei 457 Versicherten. Angesichts dieser sehr günstigen Entwickelung soll auf einstimmigen Beschluß die Sterbe- icnte vom 1. Januar 1910 ab mit 3 Prozent Erhöhung zur Auszahlung gelangen. Zum Vereinsovrsitz-enden würde Herr Schorn wieder gewählt.
X* 105.10
.... . , . 178.80
-. 106.50
I. 143.70
202.15
Israelitische Keligionsgesellschast.
Gottesdienst.
Sabbat^eier am 2. April 1010:
Freitag abend 6.30 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Auch mg 7.45 Uhr.
Wochengoltesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abends 6.30 Uhr.
Zentralverband zur Bekämpfung de; tllfofyolismus.
4- Berlin, 30. März.
Ter heutige Tag der Wissenschaftlichen Vorlesungen zum >Dtu- dinM des Allo Holismus brachte zunächst einen Vortrag des Reg- und Medizinalrats Tr. Svlbrig (Allcnstein) über ,.Staatliche und städtische Maßnahmen gegen den Alloholismus". Tas zweit? Thema betraf die „psyckuophysischen Wirtungen des Alkohols" und würde von Prof. Tr. Sommer (Gießen) behandelt. Die klinische Untersuchung der alkoholistischen Geistesstörungen in Verbindung mit der experimentell-psychologischen Untersuchung hat allmählich eine Reihe von Einbacken in die psycho-physischen Wirkungen des Alkohols gewährt. Schon bei der häufigsten Krankheit dieser Art, dem delirium tremens, tritt ein motorisches Symptom, nämlich das Zittern, besonders an den Fingern, aber auch an anderen Teilen des Körpers, hervor. Dieses äußert sich in sehr charakteristischer Weise an der Lchrift, so daß mehrfach wiederholte Schriftproben einen Einblick in den Ablauf der Krankheit geben. Ter Redner hat diese Zitterbewegungen mit bestimmten Slpparaten, die sie in allen drei Tämensionen registrieren, festgehalten und studiert. Es zeigen sich habet eine Reihe charakteristifcher Züge. Auch' im psychischen Bilde des deliriums findet fick) ein motorisches Moment in den Visionen bewegter Gegenständ^, besonders in Fvrm von Tiervisionen. Im Anschluß daran wurden die motorischen Wirkungen des Alkohols methodisch studiert. Diese bestehen 1. im Wegfall von automatischen Hemmungen, die normaler- to'cifc die reflektorischen Bewegungen sestlmlten und gewissermaßen bremsen. Dieser Verlust macht sich z. B. in bestimmten Veränderungen der Kurven des Driereflexes bemerklich. 2. In der Steigerung von reflektorischen Vorgängen, die mit oder ohne Wegfall der nachträglichen Bremsung austreten kann. 3. In dem Wegfall von Reflexen bei höheren Graden der Alkoholvergiftung. Psychologisch -entspricht diesem Vorgänge der Ausfall bestimmter Funktionen. — Tiefen drei G nmderscheinungen entsprechen viele psyckiologische Züge der Alloholwiriung: V r.nst von H. mmungen, «Steigerung der Erregbarkeit; bei höheren Gradm der Vergiftung: Lähmung der Funktion. Sa taffen stch z. B. die sexuellen Folgen des Alloholismus: Steigerung der Erregung, .Haltungslosigkeit und bei höheren (traben Jm^potenz leicht erklären. Tie Kriminalität der Alloholisten äußert sich dementsprechend wesentlich in Körperverletzungen, Roheitsdelikten und Sittlichleitsverbrechen. Tarn kommen, be> . nders 'bei impotent gewordenen AUoholisten mandy mal Eifersuchtsrerbrechen oder wenigstens brutale Behandlung der 6begatten mit Eifersuchlsideen. Tie anregende Wirkung des Alkohols beruht auf der Anschaltung von quälenden und hemmenden Vorstellungsgruppen, der Steigerung der motorischen Erregung, besonders im motorischen Äprechapparat, dem physischen Wohlbehagen. Ter AlkoholiÄnus ist die Kehrseite einer einseitig auf Hemmung von Trieben zugeschnittenen Zivilisation, und daher haftet er so lange in der menschlichen Gesellschaft. Praktisch stellt der Redner bei seiner Bekämpfung das Bewegungsspiel in den Vordergrund, da hier motorische Erregung mit Wohlbehagen ohne geistige Schädigung auftritt.
März -- ch 5.3 0 C. „ = — 0,3 UC.
470 Oesterr. Goldrente
47s7o Oesterr. Silberrentc.'1
47O Ungar. Goldrente
4" „ Italien. Rente . - ,-»a 3% Portugiesen Serie I 370 Portugiesen „ III .
gibt, daß eine Beitragserhöhung bald llommen dürfte, zumal mit dem 1. Juli 1911 ber Deu tsche Lehrer verein die Haftpflicht übernimmt. Das gibt für jedes Mitglied 25 Pfg. Mehrkosten. Ti« Ausgaben betrugen 1909 14 742 Mark, die Einnahmen 14 765 Mark, der Ueberschuß nur 23 Mark. Ter Understütznngsverein zeigt ein Vermögen von 18 076 Mark. An erkrankte Schulverw-alter wurden 3005 Mark bezahlt. Dem Rechner Heck-Zwingenberg wurde Entlastung erteilt. Ter Feuerverfiche- rungsverbano hat dem Hauptverein 100 Mark bewilligt. Eine längere Aussprache entspinnt sich über einen Wunsch des Bezirksvereins .Hungen, betreffend die Schriftleitung des Entboten. Schließlich gelangt folgender D r i n g l i ch k e i t s a n t r a g zur Annahme: „Tie Vertreter-Versammlung ist der Meinung, daß der Vorstand satzungsgemäß gehalten ist, jeden Antrag rechtzeitig in geeigneter Weise zur Kenntnis zu bringen." Tie Satzungsänderung des Unterstützungsvereins wurde genehmigt, ebenso zwei Unterstützungen für dauernd erkrankte Schulverwalter. Ter Bezirksverein Darmstadt beantragt eine zeitgemäße Umgestaltung des Vorstandes, er stehe zu der Größe des Vereins und der wachsenden Arbeit in keinem Verhältnis mehr. Es wird beschlossen, den Vorstand zu beauftragen, Vorschläge über Satzungsänderungen und Erweiterung des Vorstandes auszuarbeiten und der nächsti ihrigen Vertreterversammlung vorzulegen. Ter Antrag Michelbach, der die Unterstützung des Antrags Köhler und des Gießener Bürgervereins betreffs der Fe rienordnung fordert, wird angenommen. Nach dem Antrag Osthofen wird beschlossen, dem Titelblatt des „Schulboten" zum Andenken an Johann Schmidt beizufügen: „gegründet von Johann Schmidt". Ter Antrag des Bezirks Friedberg-Bad-Nauheim betreffs Gewährung der früheren Ortszulagen findet die Sympathie der Versammlung. Dem Airtrag des Landtagsabgg. Pagenstecher und Schmitt betreffend Witwen- und Waiserversor- gung steht der Vorstand vorläufig abwartend gegenüber, während der Antrag Gonsenheim, Weisenau und Nieder^lm, der die Regelung der Lehrerwohnungsfrage fordert, einstimmig Annahme findet. Gegen 4 Uhr waren die 5Vs stündigen Verhandlungen beendet. Es schloß sich ein gemeinsames Essen und die Besichtigung der neuen Werke und Anlagen des Bade- und Salinenbetriebes an. — Die Hauptversammlung des Feuerversiche- r u n gs ve r b a n d e s fand in der Restauration „Burk" unter dem Vorsitz des Hauptlehrers Knauß-Gießen statt. Sowohl Rechenschaftsbericht, als auch Jahresrechnung für 1909 zeigen ein erfreuliches Bild des Aufblühens. Die Mitgliederzahl stieg auf fast 1800, die Versicherungsfumme auf 9,7 Millionen Mark, der Reingewinn auf 5255 Mark und der Reservefonds auf 36 000 Mark. Der Ludwig- und Alieestiftung wurden 500 Mark, dem Landeslehrerverein 100 Mark überwiesen, die Satzungen wurden, dem Ansinnen des Reichsaufsichtsamts entsprechend, geändert.
hessischer Lehrertag. u
• vad-Nauhelm, 30. März.
Etwa 600—700 Lehrer aus allen Teilen Hessens hatten sicks heute ant 30. Mach zu ber Vertreterversammlung dcS Landeslehrervereins eingefunden. Gleichzeitig tagten noch der Feuerversicherungsverband hessischer Lehrer und der Unterstützungsverein für provisorisch, angestellte Schul Verwalter und -Verwalterinnen. Tie Eröffnung der Versammlung im Sprudel-Hotel bildete eine Trauer-Kundgebung für „VaterBacke s", den Ehremobmünn des Landes- Ikehrervereins. der am 12. NvveMber 1909 int Alter von 72 Jahren zu Darmstadt verschieden ist. Stehend hörten die Lehrer den Nack^nj d.s Obmannes O u f f - Darmstadt an. Dem hervorragenden Vorkämpfer und Strecker für Lehrer internen werden Helsens Lehrer ein bleibendes, ehrendes Gedächtnis bewahren. Tann gelangte die vom Vorstand entworfene Geschäftsordnung jur Annahme. Aus dem Jahresberickch sei entnommen, daß die Mitgliederzahl auf 3430 gestiegen ist. Der Schulbvle erschien rm 50. Jahrgang in 3500 Auflage Lv tz-Offenbach wünscht Beseitigung des § 50 des Schulgesetzes. Wie Landtags- abgeordneter Lehrer Bach ausführt, ist die. Beseitigung einzelner Bestimmungen nickst möglich, vicl.nehr muß ba4 ganze Schulgesetz geändert werden. Tie Beseitigung des L e i che n s i n g e n s wird ebensalls angestrebt und die Regierung zeigt sich hierbei sehr entgegenfommenb. Ter jetzige Landtag sei einer Revisimi des Schulgesetzes nicht günstig. Tie Rechnungsablage für 1909 er-
T ., . 200.20 tz.L. 171.90 C.r. 31-90
Run glaubten sieben Herren von Dorsgill die alten Gebräuche antasten Zu können und benutzten nicht den Weg jdes Verwaltungsstr'eitverfahrens, sondern wollten eine Lücke nach dem B. G. B. suchen, um die Gewählten — die ihnen nicht paßten — >durch Klage bei dem Großh. Landgericht der Provinz Obcrhessen zu beängstigen mit dem Kiagcantrag:
„Die Wahl für ungültig zu erklären und die Beklagten ^Gewählten) kostenpflichtig zu verurteilen und auf die Wahl als Markvorstände zu verzichten und das Amt niederzulegen."
Dieses taten die Gewählten mit Fug und Recht nicht, da sie weder ein Amt angenommen hatten, noch bestätigt waren und den Markteilhabern doch nicht wehren konnten, sie mit Stimmenmehrheit als Vorstände zu wählen.
So beschäftigte sich das Landgericht MM erstenmal mit der Marlvorstandswahl und entschied: „Die W chl w rd für ungültig erklärt unter Verurteilung der Beklagten in die Kosten." lieber diese Auffassung und Entscheidung war man geteilter Ansicht und legte Berufung gegen das Urteil beim Großh. Oberlandesgericht mit dem Anträge ein: „Die Kläger mit der unbegründeten Klage abKuweisen und ihnen auch die sämtlichen Kosten des Verfahrens, unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils, auf^ulcgen."
Der Ansicht der Beklagten (Gewählten) trat denn auch das Oberlauoesgericht durch Urteil vom 15. Februar 1905 bei und wies die Kläger nach dem Klageantrag (Berufungskläger) ab.
Der Artikelschreiber hat, wie das Oberlandesgerichtliche Urteil richtig ausgeführt, ganz richtig geschrieben, das; bis jetzt gesetzliche Regelunb seitens der hessischen Landesgesetz- gebung noch nicht herbeigesührt worden ist.
Aus 'diesen Gründen unterblieb bis jetzt jede Wahl, um nicht wieder einen unliebfam.n Prozeß herbeizuführm. E..d lich, «am 7. >März d. I., erwachten wähl wieder die sieben Herren von Dorfgill und sammelten sich um einen ihrer Heerführer, um eine Mitgliederversammlung mit noch anderen nach § 37 B. G. B. zu verlangen. Um nun die Mark Grüningen und Dorfgill in die richtigen Bahnen zu leiten, was schon lange mein Wunsch ist, ohne die konstitutionelle Regierungswei)e nach 2000 I ihren ihren Einzug halten zu lassen, bin ich dem Wunsche der Einberufung nachgekommen und habe eine Mitgliederversammlung auf Samstag den 2. April d. I. einberufen.
Ich wünsche rechte Aussprache zum gedeihlichen Fortbestehen der Mark Grüningen und Dor,giU.
.Grüningen, den 31. März 1910. er t, Großh. Bürgermeister, als Vorsitzender der Mark Grüningen und Dorsgill.
Höchste Temperatur am 29. bis 30.
Niedrigste , „ 29. „ 30.
Nieoerschlag: — 1,5 mm.
Canada E. B.......—
Darmstädter Bank ... . 137.10
Deutsche Bank . ... . 25-'.80
Dortmunder-Union C.^. . 93.90
Dresdner Bank . ...... 166.40 Tendenz: ruhig.
Dcrimicbtcs.
* Graf $ io I ft io i über den Weltuntergang durch denK-o meten. Graf TTlstoi gehört zu den g!anz seltenen Menschen, die sich über die Möglichkeit eines Weltunterganges^ durch den Zufawmenstvß mit beut in Aussicht stehenden Halleyschcn Kometen höckitst erfreut zeigen. Wie der ,^liif." aus Petersburg geschrieben w ird, gibt -er darüber in einem Briefe an feinen Der bannten Freund u. Sekretär Nikolai Gussew Auskunft, der ihn um seine Ansicht über diese wichtig« Frage ersucht hatte. Tolstoi schreibt: „Mir ist die Möglichkeit, daß die Erde mit dem Kometen zusammenstoßen und dadurch zugrunde gehen werde, sehr angenehm. Die fDZcnfdyen machen sich darüber durchaus falsche Vorstellungen. Die Folgen sind lange nicht fo schrecklich, w>ie man int1 allgemeinen glaubt. Desgleichen hat der ht Aussicht stehende Weltuntergang nicht die Bedeutung, die man ihm zuschrcibt." Es sei klar, fo führt bet greife Dichter des weiteren aus, dast alle materiellen, sichtbaren, begreiflichen Folgen — nichts sind. Tas geistige Leben kann durch die Vernichtung der Erde ebensowenig ausgelöscht werden, wie das Leden der Welt durch den Tod einer Fliege. Noch viel weniger. Wir glauben bloß nicht daran, weil wir dem materiellen Leben eine unnatürliche Bedeutung beimessen. Tas geistige Prinzip besteht an und für sich und steht außer Zeit urtb Raum. Zech und Raum sind nur Illusionen des tierischen Lebens, ein Betrug der Sinne, in dem Sinne etwa, wie es uns scheint, daß der Mono vorübergeht, während die Wolken vor ihm vorüberziehen. Der Greift ist ein und derselbe bei allen Menschen und in der ganzen Welt. Er ist nur in unserem Körper begrenzt, aus dem er, zu unserem Wohl, sich zu befreien strebt. Sterben ist nichts mrderes ajls was wir Leben nennen), d. h. eine allmähliche Befreiung des Geistigen vvm Körper."
* Eine amüsante Wirkung hatte eine Beschwerde im „Spreck^saal" einer ungarischen Pwvmzzeitung. In der Stadt T«ls kaufte der Glashändler Peter Fekete fünf Kilo Zucker. Als er zu Hause den Einkauf besah, fand er, daß der Zucker zu einem Fünftel wenigstens Reibsand enthielt. Boller Wut veröffentlichte er mt „Offenen Sprechfaul" der „Tcher Zeitung" folgende Auf- Itirberung: „Bn einem hiesigen Kauf manne kaufte ich heute fünf Kilo Zucker, darin war aber wenigstens ein Kilo Reibsand. Wenn mir der Gamrm innerhalb 24 Stunden den Schaden nicht ersetzt, 1v werde ich feinen Namen nennen." Und prompt erhielt Fekete am nädjüen Morgen van sämtlichen Spezereihändlern von T4s ic fünf Kilo des besten und reinsten Zuckers zugeschickt!
* Verschn appt. „Sind Sie wirklich Alkoholgegner geworden?" — „Gewiß, — ich trinke keinen Tropfen 'Wein und keinen Twpfen Wer mehr, jeden Abend Tee." — „Aber wo bl mit Kognak?" — „Allerdings!"
* Kleines Mißverständnis. Hausfrau: „Auguste ich sehe oft einen Soldaten bei Ihnen in der Küche; das kann gefährlich werden." — Dienstmädcktcn: „Ach nee; er sckmallt ja seinen Säbel inrirter gleich ab!" '
• .i :• in.50
I. .V — —
21.90
16 >.00
Aktien Sattel
Bochum Guss.....242.60
Buderus E. W.-.~ . <.,^110.95
Tendenz: fest
Neue elektrische SlUhlempe
70% Stromersparnis
16—600 Kerzen«
Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. Dl.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen halber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 76-81 Mk.
Kg. Schlachrgeiv. 96-104 W.
7, n w 08 — 71 „
7, Kg. 76-84 Pfg.
7, , 72—76 ,
7, . 80-96 ,
Getreidepreise in Dl a n n h e i in
Brotpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. 00.00 00.00 Dlk.
Roggen 100 Lg.-.0.00-00.00 Dlk.
Weißbrot 2 Mg. 62 Pig.
Schwarzbrot 2 Mg. 54 'Big.
März i
1910 £
auf 0® reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke ||
M esf*» COjd
Wetter
30.
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3,8
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