Ausgabe 
28.10.1910 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

** Der Stand" der Ma'uV- und' Klauenseuche im D eu t s che n R e i ch e. Nach uns gewordenen Mittei­lungen herrscht die Maul- und Klauenseuche gegenwärtig in den preußischen Regierungsbezirken Königsberg in 8 Gemeinden und 8 Gehöften, Regierungsbezirk Gumbinnen 15 (32 Gehöfte), Menst ein 60 (153), Marienwerder 39 (87), Potsdam 6 (13), Frankfurt a. d. O. 9 (17), Stettin 1 (1), Köslin 47 (143)/ Posen 104 (210), Bromberg 130 (237), Breslau 13 (21), Liegnitz 15 (24), Oppeln 12 (36), Magde­burg 17 (85), Merseburg 2 (3), Erfurt 7 (7), Hannover 1 m, Hildesheim 2 (3), Arnsberg 1 (1), Kassel 1 (1), Wies­baden 1 (1). Luchsen: Kreishauptmannschast Leipzig 5 (10). Chemnitz 1 (1). Baden: Kreis Mannheim 3 (4). Sachsen- Weimar 1 (1). Braunschweig 1 (1). Anhalt 1 (3). Der Ausbruch der Seuche ist gemeldet aus: Lotzdorf, Amts­hauptmannschaft Dresden-Neustadt, Kl in g enb e r q Amtshauptmannschaft Dresden-Mstadt, bei Händlervieh; Jodi tz, Bezirksamt Hof, Regierungsbezirk Oberfranken^ am 25. Okt. Die Seuche ist erloschen in Berlin, Zentral- Piehhof, am 25. Okt.

Landkreis Gießen.

-- Wieseck, 27. Okt. Die 1. Bezirksv erb and s- Ausstellung Oberhessischer Kaninchen-- und Geflügelzüchter am nächsten Sonntag verspricht einen guten Verlauf zu nehmen. Es sind mit der Jungtierkla-se über 100 Tiere angemeldet und es wird sich in ihr eine günstige Gelegenheit bieten, für die nächstjährige Zucht etwas gutes anzulaufen. Der hiesige Verein hat keine Mühe ge­scheut, die Ausstellung gut zu gestalten. Am Samstag abend findet ein Kaninchen-Essen und ein Vortrag über rentable Kaninchen- und Geflügelzucht statt. Sonntag morgen ist Prämiierung und Frühschoppen, nachmittags Konzert und Prciskegeln. Das Eintrittsgeld beträgt zur Ausstellung 20 Pfg , während die übrigen Veranstaltungen umsonst be­sucht werden können.

A Großen-Linden, 27. Okt. Ein Doppel- KriegerverbandSfeft wird nächsten Sommer in unserem Städtchen abgehalte* werden. Das Kriegerbezirksfest des Hassiabezirks Gießen findet in Verbindung mit dem Ver- bandSfest des Hüttenberger Kriegerverbandes, dem meist Vereine aus dem Kreis Wetzlar angehöcen, hier statt. Etwa 40 Vereine werden Vertreter entsenden.

d-. Hungen, 27. Okt. Anläßlich des Geburtstages der Prinzessin H.^niann zu Solms-Braunfels brachte der evang. Kirchenchor heute abend im Schloßhof ein Ständ­chen dar und trug zwei sehr schöne Chöre vor. Dekan Hainer richtete an die Prinzessin eine Ansprache, in der er die Treue urk Anhänglichkeit der Bewohner unserer Stadt zu dem fürstlichen Hause hervorhob und zugleich der geschicht­lichen Bedeutung dieses Tages, nämlich der Uebergabe von Metz vor 40 Jahren, gedachte. Er erwähnte ferner, in welch hochherziger Weist die Prinzessin an allem, was unsere Stadt beträfe, lebhaften Anteil und Interesse zeige und mit den Glück- und Segenswünschen verknüpfte er ein dreifaches Hoch aus die Prinzessin, tv erfreut dankte.

Kreis Alsfeld.

' Aus dem ychm tat, 27. Okt. Der Erfolg der Mäusevertilgung durch M äu s ety p h u s - B az i l - len tritt schon in'die Erscheinung. Die Kleeäcker, in denen hauptsächlich die Mäuse nach Entleerung der Fruchtfelder hausten, zeigen jetzt bei Ihrem Umpflügen, da wo Vergiftung stattgefunden, eine Verminderung der schädliche Na­ger. Was noch an Mäusen sichtbar ist, zeigt Krankheits­spuren. Auch an den Chausseerainen, in denen die Mäuse sich besonders zahlreich angesiedelb «haben, erblickt man nicht mehr die starke Zahl wie vorher.

Kreis Schotten.

= Sch otten, 27. Ott. Die gem einnützige B au- genossenschaft zu Schotten beabsichtigt auf ihrem Grundstück an der Vogelsbergstraße.ein weiteres Doppel­haus bauen zu lassen. Für die eine Hälfte des Doppel­hauses hat sich bereits ein Käufer gemeldet.

n. Ulfa, 27. Ott. Schon gar ost sind mit Hilfe eines Polizeihundes Verbrechen ausgedeckt worden, aber daß allein schon sein guter Ruf genügt, einem Bestohlenen wieder zu seinem Hab und Gut zu verhelfen, dürfte in der kurzen Ge­schichte seiner polizeilichen Dienstzeit vereinzelt dastehen. Der Oberhessische Obstbauverein in Friedberg hatte seinen Mitgliedern bei vorkommenden Obstdiebstählen einen Poltzeihund zur sicheren Ermittelung des Diebes zur Verfügung gestellt. Nun wurde einem hiesigen Land­wirt während der Nacht ein Sack schönster Aepfel ge­stohlen, die er im Freien bei seinen Bäumen hatte stehen lassen. Sofort erinnerte der Bestohlene sich des Anerbietens, die Obstbaustelle in Friedberg wurde sofort telephonisch benachrichtigt und der Polizeihund von dort auch zugesagt. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich int Dorfe diese Nachricht: Der Spürhund kommt. Und siehe, der Poltzeihund half, ohne daß er kam. Am anderen Morgen fand der Bestohlene seinen Sack Aepfel wieder an seinem Platze und das ge­fährliche Vieh konnte durch den Fernsprecher wieder ab­bestellt werden. Der Ruhm aber des wackeren Spürhundes erscholl weithin in die Lande.

Reichsgerichtsbrief.

(Nachdruck verboten.) js. Leipzig, Oktober 1910.

Haftpflicht des Eig entümers bei mangelhafter Unterhaltung von Gebäuden.

Die Klägerin hatte mit ihrem Ehemann von dem Beklagten ein Grundstück gepachtet, das hauptsächlich im Dienste der Landwirtschaft stand. Als sie im Juni 1904 auf dem Dachboden mit Heuarbeiten beschäftigt war, brach der schon seit längerer Zeit morsche Boden durch, so daß die Klägerin durch das Loch stürzte, aber mit einem Arme hängen blieb. Sie hat sich hierbei erhebliche Verletzungen zugezogen, die sie auf das Verschulden des beklagten Gäundstückeigentümers zurückführt. Dieses Verschulden begründet sie hauptsächlich damü, daß der Beklagte den Mangel des Dachbodens gekannt und daß sie ihn auch mehrfach darauf aufmerksam gemacht habe.

Landgericht Münster und Oberlandesgericht Hamm haben den Anspruch der Klägerin dem Grunde nach als gerechtfertigt erklätt. Das Oberlandesgericht sieht den Be­klagten als Eigentümer des Hauses für die mangelhafte Unter» Haltung des Dachbodens für haftpflick>tig an. Wenn auch dem Beklagten darin bcizupftichten sei, daß er die. Ausbesserung wäh­rend des Winters, wo der Boden mit Heu angefüllt sei, nicht habe vornehmen können, so sei doch int Frühjahr schon genügend Gelegenheit gewesen, diese Arbeit vornehmen zu lassen. Zum mindesten hätte das im April oder Mai gesckiehen müssen, zu welcher Zeit ihn die Kläger nochmals aufgeforderl hatten. Das nod) auf dem Boden lagerrrde Heu hätte leicht umgepackt werden können. Der Vorwurf, der Kläger hätte seine Frau nicht auf den Boden lassen dürfen, sei nicht stichhaltig, ebensowenig der, daß die Klägerin eigenes Verschulden treffe.

Gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hatte der Beklagte Revision beirrt Reichsgericht eingelegt, die aber

kernenErfolg hatte. Der 4. ZivMertat des höchsten Gerichts­hofs erkannte auf Zurückweisung der Revision, indem er ausführt, daß § 254 B. & B. keine Anwendung finden könne, weil das überwiegende Verschulden an dem Unfälle dem Beklagten zur Last zu legen sei.

Gcricht-saal.

[] Marburg, 27. Okt. Tas Schöffengericht verurteilte zwei Burschen aus Reddehausen, die ein Automobil mit Steinen beworfen hatten, zu je 15 Mk. Geldstrafe.

Lustschiffahrt.

S t. L o u i s , 27. Ott. Von den für die G v r dv n - Ben­ne t-Fahrt ansgesetzten Geldpreisen entfallen auf die BallonsAmerika",Düsseldorf undGer­mania" je 1000 Dollars, fürHelvetia" 500 und für Harbur g" 250 Dollar.

Newyork, 27. Okt. Wie aus St. Ambroise telegra­phiert wird, erzählten die Insassen des BallonsAmeri­ka", sie hätten den Michigansee und die Waldungen im nördlichen Quebec in schöner Fahrt überflogen. Am 19. Oktober seien sie aber in einen Sturm geraten, der sie gezwungen habe, auf einem unbekamtten, 1500 Fuß hohen, Berge zu landen. Die Luftschiffer verbrachten die Nachtin derGondel und brachen am folgenden Morgen zu Fuß auf, um in bewohnte Gegenden zu kommen. Am vierten Tage trafen sie einige kanadische Jäger, die sie in einem Canoe nach St. Ambroise übersetzten, wo sie ein- ttafen, ohne ernsten Schaden genommen zu haben.

Die amtlichen Ergebnisse der Gordon- Bennetfahrt.

S t. L o u i s, 27. Ott.Amerika" 1355 Meilen,Düssel­dorf" 1230,Germania" 1190,Helvetia" 850,Harburg" 795,Azurea" 772,Jsle de Fin France" 725,St. LouiL" 550,Condor" 410,Million Population" 315 Meilen. Wieder ein Todessturz eines Luftschiffers.

Rom, 27. Okt. Auf dem Militärftugfelde von Cento- celle bei Rom ist heute der Genieleutnant Josef Sag- l i e 111, als er mit feiner Flugmaschine niedergehen wollte, abaestürzt. Er erlag auf dem Wege nach dem Kranken­hause seinen Verletzungen. Der Verunglückte bemerkte die ihm drohende Gefahr fünfzehn Meter vom Erdboden und versuchte vergeblich, seinen Apparat wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Als ihm dieses nicht gelang, versuchte er dicht über dem Erdboden abzuspringen, aber die Flugmaschine riß ihn um und fiel auf ihn. Man fand Sagliettt unter den Trümmern mit dem Gesicht auf der Erde liegen.

Drei Flieger in 10000 Fuß Höhe.

Newyork, 27. Okt. In später Nachmittagsstunde sttegen gestern auf dem Fluafelde von Belmont Park die Flieger Johnstone, Hoxey und Graf Jacques de Lesseps zu Höhenflügen auf. Der Tags über wehende Wind hatte nachgelassen und man sah in großen Spiralen die drei sich immer höher und höher schrauben. Allmählich ent­schwanden die Apparate in der zunehmenden Dunkelhett. Große Richtungsfeuer wurden entzündet, um den bang er­warteten Fliegern den Weg zu zeigen. Schon lag die Nacht über dem Gefilde, als die drei Flieger fast gleichzeitig zu­rückkamen. Jeder von ihnen hatte die Höhe von 10 000 Fuß noch überflogen. Halb erstarrt mußten sie von den Sitzen gehoben werden. Graf Lesseps berichtete, daß er eine Kälte von 15 Grad Celsius angetroffen habe. Hoxey hat beide Hände erfroren, Johnstone an der Linken Frostschaden genommen.

*

Paris, 27. Ott. Die sechste Konferenz des Internationalen Luftschifferverbandes wurde er­öffnet. Die Konferenz beschloß, int Prinzip für alle Län­der, die dem Verbände angehören, einheitliche Führer Zeugnisse für Freiballons, Luftschiffe und Flugmaschinen einzuführen.

vermischte».

* Wohltätigkeitslotterien sind in heutiger Zeit etwas Alltägliches; man dari aber nicht glauben, daß die Idee, durch öffentliche Losipiele geivissen wohltätigen (Stiftungen größere Geld­summen zuzuführen, neueren Datums ist. Schon Karl der Kühne ermächtigte 1476 die Stadt Saint Amer, zur Deckung ihrer außer- ordenlliwen Ausgaben eine Lotterie zu veranstalten. Vierzehn Jahre später erlangte derselbe Ort von Maximilian von Oesterreich ein gleichartiges Zugestäildnis. Im Jahre 1559 wurde Dünkirchen von dem 'Marschall von Thermes erstürmt; die siegreichen Truppen plünderten die Stadt, steckten sie in Brand und 'ließen die Ein­wohner über die Klinge springen. Ter 'Marschall mußte sich dann aber vor den anrückenden Scharen des Grafen von Egmont zurück­ziehen. Bei dem großen Brande war das Hospital der Stadt voll­ständig vernichtet worden und es fehlte an Mitteln zum Wieder­aufbau. In dieser Not erhielten tue Aeltesten der Stadt auf ihre Bitten vom König von Spanien die Erlaubnis, in Antwerpen eine Votierte zu veranstalten; von dem Ertrag sollten sie das Hosmtal aufvatien und die Berluste, die sie erlitten hatten, wenigstens einigermaßen wieder embringen; ein bißcheii merkwürdig war die Bestimmung, daß die Lotterielose nur heimlich verkauft werden durften; man kann daraus schließen, daß der König die Lotterie sirr etlvas Unsittliches hielt, das das Licht der Ceffentlichfeit zu scheuen hatte. Gewährt wurde die Lotterieerlaubnis einer Anzahl Barmherziger Schwestern, die sie jedoch für eine hohe Summe an einen Unternehmer weiter verkauften; um seinen Untertanen mit gutem Beispiel voranzugehen, nahm Philipp II. 5000 Lose. Andere Lotterien zugunsten von Kranken- und Armenhäiisern ronröen im Jahre 1560 in Armentteres und im Jahre 1787 in Paris veranstaltet.

* Ein ominöser Albumspruch. DieDeutsche Juristen- zeitung" hat der Berliner juristischen Fakultät zum Universltätsjubiläum eine Geschichte der Fakultät ge­widmet und diefer als Anhang ein Album mit handschrifklicheu Beiträgen hervorragender jurillrsch gebildeter Männer beiqeqcbeii. Unter diesen Eintragungen befindet sich auch ein Bibelspruch, den der Kultusminister v. Trott zu Solz betgefieuert hat und der also lautet:Ein König richtet das Land auf durch das R e d) t*, Sprüche Salomonis 29, 4. Wenn der Herr Minister, so bemerkt hierzu ein Bibelkundiger in dem Frankfurter WochenblattTie Gemeinde', in den Sprüchen Salomonis noch eine Zeile weiter gelesen hätte, hätte er sich vermutlich eine andere Losung erwählt, zumal angesichts unserer politischen Lage, wie sie durch die Reichsfinanzreform des vongen Jahres geschaffen worden ist. Der zweite Teil des zitierten Verses lautet nämlich wenigstens in der Uebersetzung von Kautzsch:Wer aber Steuern häuft, richtet es zu gründe."

* Automobilverbindung Bad Reichenhall- Lofer. Das südöstlichste Grenzgebiet des deutschen Reiches, die Gegend südlich von Bad Reichenhall ist reich an hervorragend schönen Punkten, die bis jetzt von der Touristenwelt wenig be­achtet wurden. Nur teure Privatgesährte oder langsame Post- und Stellwayen Dermittelten seither den Verkehr dorthin. Mit Beginn der nächsten Reisesaison werden diese landschaftlichen Glanz­punkte rasch und bequem erreichbar sein, da zwischen dem bayerisch«: Kurotte Bad Reichenhall und dem österreichischen Hochgebirgsdors Loser staatliche Automobilsahrten eingerichtet werden, wie solche feit längerer Zeit int bayerischen Hochlande mit dem. besten Er­folge im Betriebe sinh.

Die Nationalbank in Brüssel schickte am Dienstag 100000 Fr. in 20-Francs-Scheinen, in einem Sacke eingenäht, nach ihrer 3 ro c i g ft e l ( e tu Antwerpen. Als dort der Sack geöffnet wurde, enthielt er nur P a p i e r s ch n i tz e 1. Es war unterwegs eine Vertauschung mit einem ganz ähnlichen Sacke vor­genommen worden.

Handel.

* * Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen bc6 Bäckers und Wirts Georg Wilhelm Breunig zu Beerfelden wurde am 12. Okt. das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Schäfer in Michelstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderiingen sind bis zum 1. Nov. bei dem Amtsgericht Beerfelden anzumelden. Ueber das Vermögen der Martin Jakob Muth Ehefrau Margarete, geb. Ruhl zu Vilbel wurde am 20. Oktober das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Balzer zu Vilbel rourbe zum Konkursverwalter ernannt. Kon- kilrsforderuugen find bis zum 5. Nov. bei dem Amtsgericht Vilbel anzumelden. Ueber das Vermögen des K o n s u m v e r e i u s Leusel, eingetr. Genossenschaft in. unb. H. i. Liqu., rourbe am 19. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Schuchar in Alsfeld wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforder­ungen sind bis zum 8. November bei dem Amtsgericht Alsfeld anzumelden. Ueber den Nachlaß des Landwirts Philipp Adain D i ck l e r in Eich bei Pfungstadt wurde am 22. Okt. das Konkurs­verfahren eröffnet, öterichtsvollzieher i. P. R e i b st e i n in Darm­stadt wurde zum Konkiirsverivalter ernannt. Konkursforderungen sind biS zum 9. November bei dem Amtsgericht Darmstadt II. an­zumelden. Ueber das Vermögen des Dletzgermeislers Georg Nolde zu Offenbach a. SJ)L wurde am 18. Okt. das Konkurs­verfahren eröffnet. Gerichtstaxator Jobs. Nied erhof zu Offen­bach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 17. November bei dem Amtsgericht Offenbach anzu- melbeu.

Spielplan des Gießener Stadttheaters.

Direktion: Hermann Steingoetler.

Sonntag, 30. Okt. (die Nachmittagsvorstellung fällt wegen be8 Orchesterkonzertes des Konzertoereins aus), abends 8 Uhr, unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie-Regiments, bei gewöhnlichen Preisen:Tie Forster-Christel." Ende gegen 108/4 Ubr. Montag, 31. Oktober, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (Abonnenten genießen Ermäßigung): Einmaliges Gastspiel der Schlaftänzerin und Mimikerm Madame Madeleine T r i l b y. VorherIm weißen Roßl." Ende gegen 10'/, Uhr. Tienstag, 1. November, abends 8 Uhr: 5. Tienstags-Aboimements-Vor- slellung:Juqend'reuude." Ende 10 Uhr. Mittwoch, 2. Nov.. abends 7 Uhr: 5. Mittivochs-Abounements-Vorstellung:Sappho." Ende gegen 97, Uhr. Freitag, 4. Nov., abends 8 Uhr: 4. Freitags Abonnements-Vorstellung:Jugendfreunde." Ende 10 Uhr. Sgküs- tag, 5. Nov., nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen: Schüler- Vorstellung :Sappho." Ende 6 Uhr.

In Vorbereitung:Taisun"Graf von Gleichen"Franz. Gesellsch. Roubaud."

kirchliche Nachrichten^

Lvangelijche Gememoe.

L3. Sonntag nach Trinitatis, den 3 0. Oktober: Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Psarrassisteut Schorlemmer.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst.

Pfarrer Schwabe.

Nachmittags 2'/, Uhr: Kindeckirche für die Matthäusgemeiirde.

Pfarrer D. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Dienstag den 1. November, abends 8 Uhr: Versammlung des Frauenoereins der Markus gemeinde.

Mittwoch den 2. November, nachmittags 5 Uhr: Versamm­lung des Frauenvereins der M a t t h ä u s gemeinde; abends 8 Uhr: Versammlung der Vereinigung konfirmierter Mädchen der Markus gemeinde.

Donnerstag den 3. November, abends 8 Uhr, im Matthäussaal: Bibelstunde. (Bilder aus deni Leben der Apostel.)

Pfarrer D. Schlosser.

Nächstkünftiqen Sonntag, den 6. Novbr., als am Reformations- fest, findet im Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Malthäiis» und AiarkuSgenieiude geuieinsam statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

3n der Zohannerkirche.

Ordentliche Kirchenvisitaiion diirch den Großh. Superintendenten der Provinz Oberhessen, Herrn Geh. Oberkonsislorialrat

D. Petersen- Darmstadt.

Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas- und Johan nesgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer und Pfarrer A u s f e l d.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer AuSfeld.

Zugleich Christenlehre für den zuletzt konfirmierten Jahrgang aus der Lukas- uni) Johannesgemeinde.

Abends 77, Uhr: Versammlung der konfirmietten weib­lichen Jiigend der Liikasgemeinde.

Abends 874 Uhr: Gemeindefamilienabend in Steins Garten, wozil alle Gemeindeglieder herzlich eingeladen werden.

Mittwoch den 2. November, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Liikasfaal. Pfarrer B e ch t h o l s h e i m e r.

Freitag den 4. November, abends von 7,6 bis */,8 Uhr: Ver­sammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannes- gememde.

Freitag den 4. November, abends 8 Uhr, im Konfirmanden- faale der Johanneskirche: Vericht des Pastors Rambaud aus Lüttich über die "Arbeit der belgischen Mtsstonskirche, wozu beson­ders die Alilqlieder des Gemelndesrauenvereins und des Evangel. Bundes einqelnben werden.

Nächstkünftiqen Sonntag, den 6. Novbr., als am Neformations- feft, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johaniiesgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Auch wird in beiden Kirchen die alljährliche Kollekte zum Besten deS Evang. Vereins der Gustav-Adolfs-Stiftung erhoben werden.

Katholische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag den 29. Oktober:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 30. Okt., 24. Sonntag nach Pfingsten:

Boriniltags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste heil. 'Messe.

f um 8 Uhr: Austeiliing der hl. Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt nut Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.

Nachmittags um 6 Uhr: Ehristeulehre; daraus Rosenkranz-Andacht mit Segen.

Montag, Tienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und SamS- tag abend um 67, Uhr ist Rosenkranz-Andacht nut Segen.

Eine wertvolle Eigenschaft

der St. Georgsaueüe Btskirchcn a. d. Lahn ist, daß dieselbe diev.-nttnUe, die sich m den Gelenken abgelagert haben, in kurzer Zett Itfit und durch den Urin ausscheidet Dem Blute werden vermöge der vorzüglichen Zusammensetzung dieser Quelle alle bteicnmen Beitandteile zugeführt, die es braucdl um den ge amten Organismus zu krättigen und in seinen ge­sunden Zustand zuruckzuversetzen. Ein kleiner Versuch wird zeigen, dav dies volsttandig den Tatsachen entsprich

Preis für 25 Flaschen Mk 9. w '

infl. Verpackung ab Station Stockhausen a. d. Lahn, (hv10/^