Ausgabe 
25.2.1910 Zweites Blatt
 
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600,000.

1,350,000.

Paris, 24. Febr.

Ges. ü. 26. 5, 09.

Diese Ziffern sprechen für

von iVtart 20,501 Einkommen ab ein solcher von 20% cintritt,

TUL obiger Tabelle nicht ersichtliche, ungemein starke

Lüftung bcderüct.

*

des

1

Oberschles. Eisen-Industrie

X

114,75

Gotthardbahn

n

Berliner Börse« 24. Februar. Antau^s'iirsi.

92.30

. I'VIUU. U1U) U. .-

_ . 166.40 Türkeulvse

8.

ein Der

Kammer die Be-

180.60

137.40

257.70

Elektriz. Lahmeyer .

Elektriz. Sehuckert .

10

15

20

328,700

152,000

Berliner Handelsges.

Darmstädter Bank y. Deutsche Bank . Deutsch-AsiaL Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank / . .

65.00

66.20

99.95

92-00

100 25

9940

95L5

204.60

185.00

184.50

106.20

107.15

180.60

137.50

257.90

157.00

197.6C

166.50

212.40

Harpener Bergwerk ,n

Laurahütte . . . ,. L

24.3)

162.00

134,00

nach r M.

109.20

134.80

204.70

ab: Tllgung nach Maßgabe deS sogenannten LudmigSbahn-Gesetzes" von 1896 . erübrigt zur Deckung laufender BetriebS-- ausgaben usw. .......

Die' dec medi^ii an den 5ßi werben.

Ossel schlossen n össminqsle'

Lamsti bezüglich iionen sm

Lamst einzureich

Prc UNd 15 . juffyli;

&iiüt W'&n

der öffentlichen Abgaben der­selben .

der s.Z. weggefallenen Staats- ftenem

vorn 12. 2lugust 1899 zu Ende, die nach den Vorschlägen der Regierung angenommen mürbe. Berichterstatter ist Abg. Reh.

Der Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer genehmigte heute die verlesenen Berichte über die beschlossene, Ungültigkeitserklärung der Wahl des Abg. Dr. F r e n a y und die Bestätigung der Wahl des Abg. Eibach an, Stelle des Abg. Pitthon.

ist. Durch den Vertrag mit der Kolorrialgesellscbaft mußte diese günstige Errungenschaft definitiv wieder beseitigt werden und zwar allein zugunsten eines Ewigkeitsmonopols der Kolonial­gesellschaft. Nach den iit der Lüderitzbuchtcr Depesche gemachten Anerbietungen erscheinen die Leistungen der Kolonialgesellschaft verschwindeird. Es muß auf das entschiedenste Ginipriufi gegen den Abschluß eines Vertrages mit der Kolonialgesellskixift er­hoben merben, in dem nicht ganz wesentlich höhere Leistungen annähernd wie in der Depesche angeboten, erreicht werden können; und es muß vor allem auch verlangt werden können, daß Teile des Sperrgebietes auch an! andere Gesellschaften überlassen wer­den, um eine hier wie überall notwendige Konkurrenz zu er­möglichen.

3000 Mk. belaufen.

** Verschwunden. Seit Dienstag abend ist Einjähriger unseres Regiments verschwunden.

Der Besuch der Grasen Aehrenthal

Wolffs Telegr.-Bureau teilt mit: Seit dem Bestände eines engen Bundesverhältnisses stoischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn gehört der persönliche Gedankenaustausch zwischen den führenden Staatsmännern beider Reiche zu den Traditionen der Kabinette von Berlin und Wien. Eine Bekräftigung dieses alten Brauches darf in der Reise v. Aehrenthals nach Berlin und in dem Besuche erblickt werden, den der austroungarische Minister des Aeußern dem Reichskanzler in Erwiderung dessen vorjährigen Be- uchs in Wien abstattet. Beide Staatsmänner hatten neuer- )ings die ihnen erwünschte Gelegenheit, sich über die ver- chiedenen politischen. Fragen, die in letzter Zeit zur Dis­kussion standen, aussprechen zu können. Antnüpfend an ihre Unterredungen vom vorigen Herbste waren sie in der Lage üstzustellen, daß ebenso Deutschland wie Oesterreich-Ungarn die Erhaltung des status quo im nahen Orient anstreben und die weitere. Konsolidierung der inneren Verhältnisse des vttomanisch. Reichs mir ihren Sympathien begleiteten, v. Aehrenthal und v. Bethmanu Hollweg verblieben bei ihrer ruhigen Beurteilung der nächster! Zukunft sowohl was die Lage in Europa im allgemeinen als die Entwicklung im nahen Orient anbelangt. Diese Zuversicht stützt sich vor allem auf das Bundes Verhältnis beider Staaten zu Italien sowie auf die günstige Entwicklung der Be­ziehungen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns zu den anderen Mächten, welche die so notwendige Erhaltung der Eintracht unter den Mächte:! wirksam zu fördern geeignet ist,

Berlin, 24. <yebr. Bei dem Staatssekretär des 9lus- wärtigen, v. Schoen, fand heute abend ein Diner statt, wozu Graf v. Aehrenthal, sein Begleiter Graf Szapary, die.Herren der österreichischen Botschaft, der Reichskanzler und "bie Herren des Auswärtigen Amtes geladen waren.

Berlin, 24. Febr. Graf v. Aehrenthal hatte nach 5 Uhr wiederum ei. neKonferenzmitdem Reichs­kanzler. Die 2lbreise erfolgt heute abend.

Berlin, 25. Febr. Gras v. A e tz r e n t h a £ ist gestern abend mit dem Aiünchencr Schnellzug abgereist; das Ge­eit zur Bahn gaben ihm der äst er r eichis ch -un g ari s che Bot- chafter und der Staatssekretär des Aeußern.

Laurahütte . *.> Nordd. Lloyd

T|C-I iverksgän" »uie vergeb «ureau bei ter Joia: v

Die A ter Laundil * Bollen

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gieße Tje $ 3 Ußr.

Die zu erwartende Einnahm e ist also 1 950 000 Ml. -tat Stelle der im Budget ursprünglich vorgesehen gewesenen 650 279 Mk., bezüglich welch letzteren Betrags vorgeschlagen war, ihn ganz neben dem Rest des Ausgleichsso-uds von 1059 920 Mark zu Tilgungszwecken zu verwenden.

Zn 3. Ausfälle, Abgänge und Nachlässe. Der Finanzausschuß der 1. Kammer glaubt an seiner Schätzung fest­halten zu müssen, wonach dieser Posten schon mit Rücksicht aui die weit unter dem Vorschlag des Herrn Finanzministers bleibende Stenererhöhung . nur 300 000 Mk. geringer sein wird, als budgetiert. Er macht übrigens darauf aufmerksam, daß auch an sich der Ausfall im Verhältnis zu der vorgeschlagen gewesenen Steuererhöhung: 30% auf Einkommen-, 462/s% auf Vermögens-Steuer, um Mark 80,000. zu hoch angesetzt war.

Zu 4. Einkommen- und Vermögens-Steuer. Der Herr Finanzminister hat am 18. Februar bereits mitge- leilt, daß diese Steuern nach der nunmehr durchgeführten. Ver- janlagung pro 1910/11 ohne Steuererhöhung um Mark 220,000 höher sind, als im Budget veranschlagt; da die Nachträge^, auch bei Einführung einer mäßigen Stenererhöhung, mindestens Mark 180,000. mehr als vorgesehen fein werden, ;ergißt sich hiermrs ein Einnahmeplus gegenüber dem Budget oon Mark 400,000., während der Fmanzartsschuß der Ersten ftommer ein solches von Mark 500,000. veranschlagt hätte.

Zu 5. Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke. Dieser Posten bedarf einstweilen keiner weiteren. Besprechung.

Aus den vom Herrn Finanzminister angeführten Vergleichs- Äffern geht hervor, daß die ganz hohen Einkommen schon heute in Hessen fast genau so stark besteuert werden, als sie in Preußen cs für die Dauer von drei Jahren nunmehr sein sollen; ferner bestätigt sich, daß die mittleren Einkommen übermäßig getroffen merben, wenn sie den preußischen Aufschlag aus die iLtzige hessisck)e Steuer tragen sollten.

Canada E. B. . . . . Darmstädter Bank'. Deutsche Bank .

Dortmunder-Union C.e.

Dresdner Bank - . .» Tendenz: lustlos.

** Aenderung von Kreisgrenzen. Infolge der Durchführung von Feldbereinigungen sind folgende Gemarkungs­grenzen, die zugleich Kretsgrenzen sind, verlegt und damit die Grenzen der Kreise Gießen, Alsfeld, Büdingen und Schotten verändert worden: Zwischen Ober-WidderSheim (Kr. Büdingen) und Steinheim (Kr. Gießen), zwischen Unter-Widdersheim (Kr. Büdingen) und Steinheim (Kr. Gießen), zwischen Harbwald (Kr. Büdingen) und Rodheim a. d. Horloff, Rabertshausen I und II (Kr. Gießen), sowie Ulfa (Kr. Schotten), zwischen Weitersham (Kr. Gießen) und Atzenhain, Schadenbach und Bernsfelo (Kr. Alsfeld).

** Vermißt wird seit gestern morgen die 24 Jahre alte Verkäuferin Elisabetha Horst au§ Ober-Ohmen. Nach einem von ihr znrückgelassenen Zettel zu schließen, hat sie jedenfalls den Tod in der Lahn gesucht und gefunden. Die

Es berechnet sich daher die Einkommensteuer wie folgt: iu Preußen in Hessen

Sc licke W

TeSeffomscfoe

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der..Bank für. Handel nnd^IndustrieyGiessen.

Frankfurter Börse, 24. Februar, 1.15 Uhr.

bisher nach Aufschlag gemäß preuß. Gesetz:

Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften

Frankfurt a. M. Dao Vorlesungsverzeichnis für das am 2«. April beginnende Sommersemester, das auch sämr liche Fächer bet Handelshochschule einschließl, sowie die Prüfungsordnungen s. d. kausmann. Divlom, die Handels lehret- u. die Bersichcrungsversiandlgen Prüfungen werden unemgelilick von der Quästut zugesandl. Der BerwaD umgsausschuß: Dr. Adickcs, Obcrbürgermcutcr.

Mr gießen soll- ßubmission a) ui kahlen, zick b) di mren, S; huitci und and Pugw (vi, Potze!

C) do Mgabe vc 1 and leeren

Der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten brachte heute unter Vorsitz des Abg. v. Brentano ratung über die Novelle zum Gesetz über den Urkundenstcmpel

politische Lagesschatt.

Äolouialamt nnb Deutsche Kolomalgesellschaft für Südwestafrika

Dem Reichstag ist ans Südwestafrika, und zwar aus Lüdcritz- bucht. eine außerordentlich wichtige Depesche zugegangen; sie lautet:

Rcckch soebeir emgetroftenem, von Budgetkommission bean­standetem Vertragsentwurf wollte Kolonialamt der Kolonial- gesellschaft dauerndes Abbaurecht auf Diamanten und alle anderen - Mineralien im Sperrgebiet erteilen und bereit Konzession er­heblich erweitern. Kolonialgesellschaft sollte nach Abzug Ge- winmmgskpsten, beliebiger Abschreibungen und einer Dividende von 20 vom Hundert oom verbliebenen Reingewinn 2o v. H. an Fiskus abgeben. Gewinnbeteiligung des Fiskus sollte auf 8 Millionen limitiert werden. W i r o f f e r i e r e n dem Landes- ftskus für Abbaurechte' im Sperrgebiet gegenüber obigen Be­dingungen 80 v. H. von bilanzmäßigem Reinge- w i n n, welcher itach Abzug der Abschreibungcit und Gewiitnungs- losten zur Ausschüttung gelangt und limitieren Gewinnbetei- ligung des Fiskus statt auf 8 Millionen auf 100 VcfJc iIlion e n Mark. Wir garantieren Ausbringung min- ^^stcns gleichen Kapitals wie Diamanten-Gesellschaft, unter- iDt^n uns der Aussicht der Reichsbehörden und bestimmen statutenmäßig, daß nur Reichsdeutsche Gesellschafter wer­den dürsen; wir sind' bereit, das Kapital zur Hälfte in Deutsch­land und zur Hälfte im Schutzgebiet aufzulegen und übernehmen icbc Garantie für sachgemäßen. Abbau. Im Auftrage der Jn- tereffenten Stauch, Schmidt."

Von den beiden Unterzeichnern repräsentiert der eine die Ko­lo uial-Bergbau-Gesellschaft, der andere die Gesell­schaft Weitz de Meillon und Schmidt; beide find, wie von vornherein betont, werden muß, außerordentlich leistungs­fähige, gut situierte Gesellschaften.

Man wird mm abzuwarten, haben, was das Kvlonialamt dazu sagt. Schon schreibt zu der Depesche dieKreuzztg.":

Rach der üorliegenben Depesche aus Lüderitzlmcht müssen diese Leistungen der Deutschen ^lolomalgesellichast als ziemlich un­zureichend angesehen werden, und man sieht, daß der Reichstag sehr recht daran tat, durch rechtzeitiges kritisches Eingreifen den Abschluß dieses Vertrages mit,der Kolonialgewsischast zu ver­hindern und zu verlangen, daß in den wesentlichsten Punkten erheblich größere Vorteile für den Fiskus er­reicht werderi müssen. Der Deutschen Kolonialgeiellschaft für Südwestasrika steht feit dem Bergrezeß vom 17. Februar bi-5 2. April 1908 eia ausschließliches Bergwerkseigentum nicht zu; durch § 1 dieses Rezesses ist Schürffreiheit eingesühn, welche durch die Sperre vorläufig bis zum 1. April 1911 befestigt

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Lombard. Eisenbahn .

Oesterr. Staatsbahu Prince :.Henri: Eisenbahn1,

Vermißte hatte m letzter Zeit Anfälle von Schwermut, roorouf die Tat zurückzuführen ist. Auf Auffindung der Leiche isi vom Vater eine Belohnung ausgesetzt worden.

** Verhaftet wurde gestern abend ein junger Mann auS Heuchelheim, der in einem hiesigen Geschäft tätig war und sich Unterschlagungen zu schulden kommen ließ. Er fertigte sich Quittungen an, kassierte hinter dem Rücken deß Geschäftsinhabers und behielt dann die Beträge für sich. Die Gesamtsumme der veruntreuten Gelder soll sich aus

In Preußen werden aus Grund des, Gesetzes vom 26. Mai 1909, auf das Einkommen der Privatpersonen aufgeschlagen: auf Einkommen von 1,200 Mk. bis 3,000 Mk. 5°/

über 3,000 w w 10,500

10,500 20,500

20,500 30,500

30,500

Tie A «liisgabe de fteiaerung d £ UaiöL * 0

sich selbst. Es bleibt aber dabei zu berücksichtigen, daß nach dem mehrerwähnten Gesetz in Preußen von Mark 10,501 Einkommen ab bereits ein Ausschlag von 15%,

Kreditaktien .... -v«?

Baltimore- and Ohio-Dst'

Eisenbahn .^7

was, auf die schon bestehenden hessischen Sätze berechnet, eine, ALehrire-

Lumbarden E. B. 24.0jl

Nordd. Lloyd..r.O.S:. 106.0V ~ 177.60

zus. rund , 11,350,000. bleiben also zur Verfügung ..... M. 1,950,000.

Hi > Toni *r Viinni'bv' Mtidiiebeucn weiter Rui. ^Shr. lang I W liirfic (2 u Sfe 27 E. «Mvclrcis .. Freit .Weichen -r Wwarteie! Wd und 2r- neii, K/Ä Zrri «°nnzuM ^tünbt «1

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41/9°/o russ. Staatsanl. 1905

4l',°/0 japan. Staatsanleihe 97.80 4% Conv.Türken von 1903 94.80 Türkenlose . . .-$. r. 178.20

4% Griech. Monopol-Anl.. 47.40 4% äussere Argentinier ,. 91.90 3°/0 Mexikaner 68.90

4l/,% Chinesen .' 100.00

Berliner Reise des .Grafen Aehrenthal: Dieser Besuck) ent- pricht demjenigen, welchen der deutsche Reichskanzler vor einigen Monaten in Wien gemacht hat und er ist mehr als selbstverständlich bei den Staatsmännern zweier Länder, welck)e seit länger als 30 Jahren durch die Bande eines engen Bündnisses miteirmnder verknüpft sind. Man hat be­hauptet, daß die österreichisch-russische Besprechung eine Er­klärung gegenüber Deutschland notwendig mache; das scheint eine etwas kindische Auslegung zu sein. Der .Gedanken­austausch zwischen Oesterreich und Rußland hat durchaus nichts außergewühnliches an sich. Deutschland hat, ebenso wie.Frankreich, gewustt, was für Dritte interessant sein konnte. In Berlin wie in Paris kann man Oesterreich, und Rußland nur dankbar sein; denn je mehr sie sich ge­wöhnen, über ihre gegenseitigen Interessen yii sprechen, )esto weniger ist der Ausbruch eines Konfliktes Mischen ihnen M befürchten. Die europäischen Bündnisse haben heute nicht mehr ihren früheren Eharatter und die amt­lichen Kundgebungen, durch welche sie ihre Existenz be­kräftigen, sind für niemand beunruhigend. Diese Allianz hat das Gleichgewicht wieder hergestellt, welches die Grund­lage des Friedens bildet. Deshalb verfolgt die öffentliche Meinung Frankreichs die so natürlichen Berliner Besprechun­gen wohl mit der Aufmerksamkeit aber ohne einen Schatten von Aufregung.

Wien, 25. Febr. DasFremdenblatt" bespricht das Kommunique über das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und dem Grafen v. Aehrenthal; es erklärt: Die Auf­fassung der internationalen Situation durch die leitenden Staatsmänner beider Kaiserreiche wird gewiß überall auf­richtige Befriedigung Hervorrufen und ebenso wird die Be­gründung dieser Auffassung mit Genugtuung gehört wer­den. Die Bundesverhältnis)e zu Italien einerseits und an­dererseits die günstige Entwickelung der Beziehungen Oester- reich-tlngarns und Deutschlands zu den übrigen Staaten erscheinen dem Reichskanzler und dem Grafen v. Aehren­thal als die wichtigsten Sympwme, aus denen sie eine günstige Prognose für die nächste Zukunft ableiten. Die Richtschnur der äußeren Politik Deutschlands und Oester­reich-Ungarns hat sich seit dem Herbst ebenso wenig ge­ändert Ivie die Gefühle herzlichster Bundestreue und auf­richtigster Freundschaft, welche die beiden Reiche verbinden. Die Berliner Tage des Grasen v. Aehrenthal sind hierfür eine Gewähr.____________________________________

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. Februar 1910.

* TageSkalen der für Freitag, 25. Febr. Stadt- iheater: Benefizvorstellung \üt Oberregisseur Bakof: «Klein Sorrii0. Anfang 8 Uhr.

. trotzdem die Rheinschiffahrt das ganze Fahr, auch den Winter über, : offen blieb enorm erhöht: im Fiskaljahr 1910/11 werden sie ttorf> erheblick weiter steigen, da die Bergleichsquartale 2. und 3. Quartal 1909 schwache waren.

Es scheint unter diesen Umständen vollkommen berechtigt, anzunehmen, daß angesichts des andauernden wirtschaftlichen Auf­schwungs des Deutichen Reiches die Nettoeinnahme aus der Be- triebsgemeinfchaft im Fiskaljahr 1910/11 für das Großherzogtum auf mindestens Mk. 13 300000,

Au beziffern sind.

Abzüglich der Zinsen derEisen»'

bahnschukd M. 10,869,021

zeche

Eschweiier Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk .-152U

Hamburg - Amerik. PaketL 138.8V

Harpener Bergwerk 304.60

DerT c m p s" schreibt über die

junge Mann war verspätet zum Dienst angetreten und hoi einem Hauptmann über den Grund der Verspätung eine alsche Auskunft gegeben. Ter Hauptmann mußte ihn des­halb mit drei Tagen Arrest bestrafen. Die Strafe veran­laßte anscheinend den Einjährigen zu seiner unüberlegten Handlung.

** Ein eigenartiger Unfall betraf hier einen jungen Mann von Burkhardsfeldeit. Als er von der Plock- ftratze in die Johannisstraße einbk gen Nwllte, glitt er aus und fiel so unglücklich, daß er in das Schwesternhaus getragen werden mußte. Wie man hört, soll der Hüft- tvochen verletzt sein.

= 31 ieder-Bes singen, 23. Febr. Der Militär- und Kriegerverein hielt am 19. Februar bei Gast­wirt Lotz seine Generalversammlung ab. Nachdem der Jahresbericht erstattet war, erfolgte Rechnungsablage für 1909 durch den Vereinsrechner Walther. Der seitherige Präsident lehnte eine Wiederwahl ab, an seine Stelle wurde Gastwirt Wilh. Lotz gewählt, der übrige Vorstand wurde wiedergewählt und zwar nach den neuen Satzungen auf die Dauer von drei Jahren.

Hochweisel, 24. Fcbr. Die Bürgermeister­wahl für den von seinem Amt zurückgetretenen seitherigen Bürgermeister Konr. Wörner findet am Freitag, 4. März, statt. Bis jetzt sind als Kandidaten vorgeschlagen Landwirt Konr. Phil. Diehl, Untcrerheber Jak. Frey und Landw. Johs. Jmbcscheid III.

-b. Aus dem Ohmtal, 24. Febr. Ein nettes Stück­chen passierte vor kurzer Zeit einem Bauer aus dem Ohm­tal. Zwei reisende Handwerksburschen, die anständig ge­kleidet waren, aber keinen Pfennig in der Tasche und einen mächtigen Hunger hatten, wußten Leinen Rat, sich Essen zu verschaffen. Der eine tam auf den Gedanken, sich als Viehhändler auszugeben, denn wenn Vieh gekauft wird, gibt es den sogenannten Winlosf. Sie fragten im nächsten Dorf nach Vieh, uns es fand sich wirklich ein Mann, der ihnen zwei Stück verkaufte. Die angeblichen Handelsleute gaben an, sie seien aus der Marburger Gegend und hätten noch mehr Vieh im Ort gelaust, nächste Woche sollten die Tiere gegen sofortige Zahlung geholt werden. Der Ver­läufer, der einen hohen Preis erziel! hatte, trug auch> die Kosten des Winkoss allein, es wurde Wurst, Speck, Brannt wein und Bier aufgetragen, zuletzt gäbs noch Kaffee und Brötchen. Nachdem die Handw-ertsburschen sich tüchtig falt gegessen hatten, zogen sic chrer Wege, um das nächste Dorf äbzubetteln. Der Verkäufer wartet heute noch, das das Vieh geholt wird.

n. Schlitz, 24. Febr. Seit dem vorigen Samstag wird in Pfordt ein Müllergeseile vermißt. Er soll vor seinem Verschwinden geäußert haben, man werde chr im Wasser finden. Man vermutet aber allgemein, daß er dies nicht lansgefuhrt hat. Da er im Besitze einer größeren Summe .Geldes war, neigt man zur .Annahme, daß er un bekannt wohin abgereist ist. Zür seine Eltern, die in großer Sorge um den Vermißten sind, hegt man allge meine Teilnahme.

X. Hanau, 24. Febr. Heute nachnnttag 3 Uhr 17 Min. trug sich hier ein schreckliches Unglück zu. Als am Ost- Bahnhofe der O°Zug FrantsurtBerlin auslief, fiel der 65 Jahre alte Zugführer Heim. Klipp vom Trittbrett her» unter und geriet unter die Räder, die ihn buchstäblich zer- mal mtcn.

3',0Hessen .A7L-.D.xg.

3 Oberhessen

4°/0 Oesterr. Goldrente . 41/6°/ Oesterr. Silberrente: 4Q'O Ungar. Goldrente ...gy. 4°/0 Italien. Bente

.3% Portugiesen Serie 1 -. 8° , Portugiesen III -

3: Beichsanleihe 7=r. . 93:85

3°/. t do. 84.90

3'///<, Konsols '^3»85

30/2 84.90

,.;r Aktien: l -.;

Bochum Guss .245.40

Buderus E. W. stI0L0

Tendenz ruhig.

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