Ausgabe 
20.12.1910 Erstes Blatt
 
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|to Trnirmm irtc&t aTIrin mir, sondern jedem Vaterlands freunde, der etwa- weiter zu sehen sich bemüht, die größten Bedenken imb Befürchtungen, was aus dem Reiche werden wird, sind die Wahlen vorüber? Wer in dem Kampfe der bürgerlichen Parteien in den Wahlkreisen Neustadt Landau, Koburg L i ch- tenfels und Friedberg gestanden hat, der hat mit tiefstem Bebauern sehen können, daß bei einem solchen Streiten bei der Hauptwahl ein Zusammengehen in der Sticlyvahl nicht möglich war. So ging es auch in Ludwigsburg, in Dalle und in anderen Wahlkreisen. Man wirft mir vor, reaktionär zu sein. Mein öffentliches Wirken liegt vor aller Augen, vor der Kritik der Oeffentlichkeit. J.st es reaktionär gewesen, in der Frage der Verein sgefttzaebnng, wo ich müh der Abstimmung enthielt, da mir die Beschränkungen für Dessen zu große waren; ist es reaktionär gewesen, bei der Erbschaftssteuer, bei der Einführung einer Besihsteuer, für die ich gesprochen habe, längst clx sie akut wurde. Ist es reaktionär gewesen bei den Verhandlungen im Landtage, wo ich für das direkte Wahlrecht mit aller Macht ein- aetreten bin. Ist das etwa reaktionär, daß man sich bemüht, den Streit unter den bürgerliä-en Parteien zu vermeiden? Ich sel-e dabei von den Kämpfen des Tages ab und blicke auf die Ge­staltung in der Zukunft. Wie wird es werden, wenn wirklich eine namhafte Vermehrung der soz-ialdemokratisc^n Mandate statt- fmbet? Dann wird aus dem unerschütterlick-en Turme des Zentrums heraus die maßgebende Parole verteilt und alle Er­rungen scha ft en der Wahlen von 1907 sind verflog-m. Dann ist aber auch eine Mehrheit für die neuen Zolltarifverträge kaum gegeben und wir gehen dann der schwersten Krisis aus wirtschaft­lichem Gebiet entgegen. Das ist nicht nur zum Verderb der Arbeitgeber, sondern auch besonders der Arbeiter.

Wer so die realen Dinge beurteilt, wer nicht kämpft deS Kampfes wegen, sondern auch über den Kampf binaus das be­trachtet, was geschaffen oder vernichtet werden kann, der muß zu der Ueberzeugung kommen, daß ein solch mörderischer Kamp, unter den bürgerlichen Pa.tc.ien nur größte Nachteile schaffen kann. Von diesen Gedanken ist die nationolliberale P ar- lei in Dessen bei den Verhandlungen mit der Fortschritt­lichen Volkspartei ausgcgangen; sie konnte sich den von vornherein gestellten Bedingungen nicht unterwerfen, sondern wollte die Verhandlungen auf einen breiteren Boden stellen. Man hat aber auch oei uns gezweifelt, ob es wirtlich Ernst war mit den Verhandlungen, da bereits einige Kandidaten während den Ver­band! ungen seitens des Freisinns aufgestellt wurden. Für un­seren Wahlkreis trifft es fich-r zu, daß eine Vorinstanz nicht inS Auge gefaßt war, denn die liberale Wochenschrift schrieb ja, daß aus die Llusstellung eines Kandidaten in Darmstadt unter keinen Umständen verzichtet werde. So mag denn auch hier der Kampf beginnen und weitcrgehen. Weder meine Partei nock> ich haben ihn zu fürchten. Wir sind fest davon überzeugt, daß tüir auf dem richtigen Wege sind, dem Wege der Veriöhnung der GeLenjäge. der Ausgleichung der Interessen, und dieser Weg wird uics auch ferner zum Siege führen.

In der Aussprache ergriff als erster Redner der sozialdemo­kratische Reichstagskandidat, Redakteur Quessel, das Wort, der die bekannten sozialdemokratischen Phrasen gegen den Mili­tarismus, die Sämbzollpolitik usw. vorbrcchte und die Haltung Tr. Osanns im Reichstag kritisierte. Unter großem Beifall der Versammlung wies Abg. Dr. Osann diese Ausführungen zu­rück und verwahrte sich nam-ntlich gegen die Darstellung, als ob er oder die nalionalliberale Partei cm Reichstag dahin strebe, dieReichen noch reicher und die Armen noch ärmer zu machen".

Viel Beifall sand denn auch der freisinnige Reallehrer Dr. Kahl, der darauf hinwies, datz in allen Bundes, maten sich die liberalen Parteien zu einem gemeinsamen Zusammen­gehen bei den Reick>stagswahlen entschlössen, nur in Seifen nicht. Tie Wählerschaft werde das nicht verstehen; sie verlange einen Zusammenschluß aller Liberalen zur Abwehr gegen rechts und links. Auch für Dessen müsse ein solche, angebahnt werden, zunächst in den Wahlkreisen Darmstadt-Groß-Gerau und Alzey- Vücgen und zwar in der Weise, daß in Darmstadt die Freisinnigen und in Alzey-Bingen die Natconalliberalen aus eine eigene Kan­didatur verzichten. (Lebh. Zustimmung.) Geschehe das nicht, so werde in beiden Wahlkreisen der Liberalismus ecnfach mund­tot gemacht.

Aba. Dr. Osann teilte unter lautem Beifall mit, daß dem­nächst der nat.-lrü. Landesausschuß zufamucentreten unb über diese Anregung eingehend beraten werde.

2lus Hessen.

Im Reichstagswahl kreise Mainz -Oppen­heim ist als gemeinsamer ReichStagsürndidat der Nativ- nalliberalen und Fortschritte: wieder d^r jungckberale Füh­rer Dr. Pag en stech er in Aussicht genommen worürn Die Sozialdemokraten nominierten als Kandidaten den j.tzi- gen Abgeordneten Dr. Eduard David, während das Z^u- trum den Juslizrctt Dr. Schmitt au,stellte.__________

Dcntsches

Wie dieDllg. Nordd. Ztg." meldet, begab sich der Staatssekretär des Auswärtigen von Kiderlen-Wäch- 1er mit vierzehntägigem Weihnachtsurlaub nach Süd­deutschland.

Aus Schwerin wird gemeldet: Als Antwort auf die Ablehnung des Landeszuschusses zu Lern Lan^esr.g nunt ist den Landtagskommissarien in Malchin ein Reskript der Negierung zugegangen. Darin wird ausgef..hrt:li: Ablehnung jegüchen Zuschusses aus der Land.ssteuerkasse, also auch die Ablehnung der Mittel, welche von den Stän­den selbst durch die bisherigen Bewilligungen als notwendig anerkannt wurde, offenbart den ganzen Ernst der Situation und legt klar vor Augen, daß eine ResormderLandes- versassung unter Gewährung des Vudgctr.ch.es unab­weisbar notwendig geworden, die Erteilung des Bndget- rcchts aber mit einer ständischen Versa,sung unvereinoar list. Es muß dringend verlangt werden, datz die Stände durch weiteres Entgegenkommen eine Verständigung über die Verjassungsreform herbeiMhren. Wenn eine Einigung nicht zustande kommen fahle, müsse die Regierung zu ihrem tiefsten Bedauern zur Durchführung eines geord­neten Landesregimes die Mittel aus dem Domanialkapi- talfonds oder aus einer Anleihe entnehmen.

Aus Allen stein w.rd gem..t; Der Reichst^gIabg. Hirsch berg (Ztr.) ist Montag früh in Wartenburg ge­storben.

Em deutscher Heimarbeitertag wird am 18. Januar 1911 in Berlin, in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Straße 9697, stattfinden, um, ehe im Reichstage über das Heimarbeitergesetz Beschluß gefaßt wird, in einer eindrucksvollen Kundgebung noch einmal die Forderungen zu erneuern, die durch das Hausarbeitsgesetz erfüllt weroen müssen. Die Tagung wird vorbereitet durch einen Attions- ausschuß, an des,en Spitze Professor Dr. Ernst Francko- Berlin steht. Den Hauplbericht hat Professor Dr. Robert W i l b r a n d t-Tübingen übernommen.

2lUdklii0,

Die französische Kammer nahm mit 445 gegen 65 Stimmen den Gesetzentwurf betres.eud the Verzol­lung von ein geführten Taschen,euerzeugen, Anzündern für Gas- und Azetyleruccht, Zündhütchen uno an­deren Materialien, die zu deren Herstellung dienen, an.

Heer unO Flotte.

Berlin, 19. Dez. Dastucuit,cLiwochenblatt" gibt /Die Beförderung des Prinzen August Wilhelm zum Hauptmann betannt

Berlin, 19. Dez. Durch Kabinettsordre vom 17. De­zember wurde der Vizeadmiral von Usedom in Ge- nehmiguna seines Abschiedsgesuches unter Belassung in dem Verhältnis als Lldmiral ä La suite des Kaisers zur Disposition gestellt. __________________________________

Die Wahlen in England.

London, 19. Dez. Gewählt sind:270 Liberale, 212 Unionisten, 43 Mitglieder der Arbeiterpartei, 73 Redrnon- dislen und 8 Obrienisten. Tie Gewinne sind unverändert.

21u$ Stadt und Land.

Gießen, 20. Dezember 1910.

TsgeSkalender für TienStaq, 20. Dezember. Stadt­theater: .Das Opferlamm" und .Erster Klasses Anfang 8 Uhr.

e

In Audienz empfangen wurde vom Groß- herzog am Samötag u. a. Oberstleutnant Schmidt, Rom» mandeuS des GendarmeriebeznkS Oberhessen in Gießen, Pro­fessor Stork von Gießen, Forstmeister Bär von Domberg. Lehrer Will von Rendel, Lehrer Mohr von Ober-Eschbach, Professor Schmidt von Alsfeld, Geh. Iustizrat Rektor Prof. Biermann von Gießen, Dledizmalrat Tr. Schäfer von Gießen, SanitätSrot Tr. Vogel von Laubach, Pfarrer Roth von Butzbach und Hochbauaufseher Hübner von Gießen.

* Ordensverleihung. Der Grobherzog hat dem Oberlehrer an der Gememdeschule zu Heppenheim a. d. B., Rektor Max. Schmidt, aus Anlaß seines üOjährigen Sienit» judiläumS die Krone zum Rnterkreuz 2. Klasse deS Verdienst­ordens Philipps deS Großmütigen verliehen.

** Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Grasen zu Erbach-Fürstenau auf bie Lehrersttlie an der Gemcindeschule zu Obcr-Smsbach präsentierte Scl)ul- amtsaspirant Gg Wilh. Bopp aus Lssenlhal, und der von Dem Grafen zu Isenburg und BÜdiuaen in Meerholz aus Die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu? Eckarts­hausen präsentierte Lehrer Ernst S a m e s zu Steinheim. Erledigt sind an der Volksschule zu Mainz 9 Lehrer­ftellen, von benen 6 (darunter 1 in Mainz-Kastes mit katho­lischen und 3 (barumec eine in Mainz-Kastel^ mit evaiigcli- schen Lehrern, sowie 5 Lehierinnenst.l.t.n, von benen 3 mit catholischen und 2 mit evangelischen Lehrerinnen besetzt werben sollen.

* LaudwirtschaftSkarnmer. Am Freitag, 6. Januar, an welchem Tage gelegentlich des VortragskurfeS der Land- wictfchaslskauimcr Professor Tr. S. v. ÄlathusiuS.Halle in Darmstadt über Pferdezucht spricht, findet nachmittags im Landgestüt zu Dacm stadt eine Vorführung der Hengste uolt, zu der alle Teilnehmer des VortragskucseS Zutritt haben.

LandeS-Geflügel-Ausstellung. Der Groß- herzog hat das Protektorat über die Landes-Geflügel- AuSnelliing übernommen, die Anfang März auf der ,liiebigS» höhe" staltfinbet. Weiler hat der Großherzog die Stiftung eine« Ehrenpreises zugesagt. Ter Geflügel- und Vogel­zucht-Verein Gießen Hal beschlossen, die Ausstellung besonders glanzvoll zu gestalten, da möglicherweise der Großherzog sie besuchen wird.

** E i n Mitteldeutscher Rotviehverband wurde kürzlich durch die Anregung des Landrais des Kreises Wiesbadcii- La.w, d. X)cunourß»X)ctmi, ins Leben .crujen. Der ibciuaiiü be­zweckt die Erhaltung des mittelschweren Viehschlags. Das Vogelsberger-, Obenroätber», Walbecker-, Harzer-, Bayerische-, Boigtländer-, Westfälische- unb Schlest.chc Rowieh wird in biefem Verband vereint. Im Sommer 1911 findet in Stand ein Vertretertag statt, in dem ber Vorstand gewaytt uno bie Satzungen beraten wervcn. v. Dcunburg teuer vorläufig bie Verbandsgesäfäfte.

** Stadttüeater. Zur Aufführung vonD e n König brückt der Schuh" am Mittwoch sei noch be­merkt, daß die Musik von Bogumil Z-p.er, die aucin schon den Besuch lohnt, alle Eigenfchasten b.s.tzt, um im befieri Sinne populär zu werden.Buhne und Welt" schrieb b.i der Berliner Aufführung:Boguniil Zep.er Hut zu dem Wer keine so reizvol.e und klangschöne Melod^ensulte ge- chafsen und damit vielleicht feine bisher beste, sicher aber feine liebenswürdigste Arbeit." Neben demNarrenduett" und zwei Liederti derUrsel" sprachen einKritderreigen", einÄiägdechor" und ein frisches prickelndesSchuster- bubenlied" bei den Berliner Ausführungen als ganz be- onders originell und gelungen an.

** Neuerungen im Postscheckverkehr. Die dem Pvstschcckoerkehr neu beitretenben Kontoinhaber Haden es bisher als einen Uebdstand empfunden, baß bie seit Erlaß ber Poslscheck- orbnung vom 6. 9coüanber 1908 eingetretenen Neuerungen nicht in einer zur näheren Belehrung bienenden Druckschcijt zusammcn- gesaßt waren. Diesem Mangel ist jetzt abgeholfen. Den neuen Kontoinhabern wird fortan bei Eröfsnung des Kontos ein Aus­zug aus den wichtigeren, ben Posticheckverkehr betreffenben Ver­fügungen vom Postscheckamt unentgeltlich überfaiidt. In bem Auszuge sind u. a. folgende Punkte behandelt: Die Uebernteifung ber für Konwinhaber durch Postauftrag ober Nachnahme ein- jejogenen Beträge mittels Zählkarte auf bas Postscheckkonto; bie Verwendung oon Sammelschecks zu Barzahlungen an mehrere Empfänger; die Erteilung von EinliesLrungsbescheinigungen durch bie Poftick>eckämter uoer Die ouru> !pouia-ea ooer Ucbtiiveiiung ge­gebenen Auftrage; bie Verbindung des Postscheckverkehrs mit dem. Reichsbankgiroverlehr, namentlich die Ueberrocifungen von Postscheckkonto auf Reiaisbantgirokonw, bie Begleichung von Ein- .ahlungen auf Zahlkarte mittels roter Reichsbankichecks und bie Übertragung von Zahlungsanweisungen auf 9ieick)sbankgirolonw. Ferner werden mitgeteilt die Bestimmungen über bie Begleichung von Fernsprechgebühren unb anderen Zahlungen an bie Post burch Postscheck und über bie Einrichtung eines internationalen Post­giroverkehrs zwischen Deutschland, Oesterreich, Ungarn, bet Schweiz unb Belgien.

Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Dannstadt, Regierungs- bczuk Pfalz; Siddernhausen, Regierungsbezirk Lüneburg; Getfenkirchen (Schlachthos), Reglerungsbezlrk Arnsberg; Bremen (Stadtgebiet).

Kreis Büdingen.

-I- Büdingen, Ij. Dez. Jahre 1911 finden im Kreise Büdingen und in einzelnen benachbarten Gebieten die nachverzeichneten Märkte statt: Altenstadt; 18. Mai und 16. Okt. Krämermarkt. Bermuthshain: 1. Au­gust Vieh- und Krämermarkt. Bleicheubach; 18. April, 21. Aug. Vieh- und Krämermarkt, 6. Juni Krämermartt. Büdingen: 21. Febr., 17. Okt (je 2 Tage) Krämermarkt, 21. Fevr., 25. April, 17. DEL Vlehmärlte. Crainfeld; 22. März, 24. Olt. Krämermarkt. Dauernheim: 25. Sept. Schweine- und Krämermartt, 24. April Schweinemarkt. DudelSyeim: 28. Aug. Krämermarkt, 14. März, 12. Sept. Viehmarkt. Echzell: 8. Mai, 9. Okt. Vieh- und Krämer­markt, 13. Febr., 13. März, 10. April, 3. Juli, 14. Aug., 6. Stobt Biehmarkt. Freiensteinau: 13. März, 2, Mar,

25. Aug. Krämermarkt, 1. Nov., 24. Aug. DiehmarN. Friedberg: 1., 22. März, 12. April, 3., 24. Mai, 28. Juni, 9. Aug., 6. Sept., 4., 25. Okt., 22. Nov., 20. Dez. Vieh- und Krämermarkt, 28. J^br., 24. Okt. Pferdemarkt. Gedern: 7. März, 4. April, 22. Aug., 19. Sept., 17. Okt. Vieh- und Krämermarkt, 5. Dez. Krämermarkt. Gelnhausen: 2 Febr.- 2. Mai, 27. Juni, 29. Sept., 30. 9Wv. Kramermarkt. Gießen: 14., 28. März, 25. April, 9., 23. Mai, 20. Juni,'' 4., 18. Juli, 1., 15., 29. Aug., 19. Sept., 10., 24. Dttj 7., 21. Nov., 5., 19. Dez. je zwei Tage Vieh- und Krämer­markt, 10., 24. Jan., 7., 21. Febr. je 2 Tage Viehmarkt- 29. Marz, 20. Sept. Pferdemarkt. Grünberg: 6. April, 18. Mai, 22. Juni, 26. Juli, 24. Aug., 21. Sept., 18. unb 19. Okt., 9. Nov. Vieh- unb Krämermarkt, 6. Juni, 30. Dez. Krämermarkt. Hanau: 12. Juni, 6. Nov. (je 7 Tage) Messe, 4., 18. Jan., 1., 15. Febr., 8, 22. März, 5., 26. April, 3., 17. Mai, 7., 23. Juni, 12., 26. Juli, 9., 23. Aug. 6., 20. Sept., 4., 18. Okt., 15., 29. Nov., 13., 28. Dez. Vieh­markt. Herbstein: 28. Febr., 21. Dez. Krämermarkt, 18. April, 6. Juni, 7. Aug. Krämer- unb Schweinemarkt, 2. Okt. Schweinemarkt. Herchenhain: 9. Mai, 21. Juni Vieh- unb Krämermarkt, 20. Juni Viehmarkt. Hungen: 27. März, 15. Mai, 19. Juni, 7. Aug., 25. Sept., I. Dtov., 4. Dez. Lieh- unb Krämermarkt. Langenselbolb: 1. März, 3. Mai, 5. Juli, 9. Aug., 11. Okt. Vieh- unb Krämermarkt. Leisenwalb: 6. Juni Vieh- unb Krämermarkt. Lichen- roth: 4. Jan. Krämermarkt, 7. Juni Vreh- unb Krämer­markt, 3. Mai, 13. Sept. Schweine markt. Lißberg: 17. April, 10. Juli, 9. Okt. Schweinemarkt. Nibba: 8. Marz, 10. Mai, 5. Juli, 4. Sept., 8. Nov., 13. Dez. Vieh- unb Krämermarkt. Cberfeeinen: 16. Aug. Krämermarkt, 13. Sept. Viel)- unb Krämermarkt, 15. Aug. Biehmarkt. Ortenberg: 31. Okt. 3 Tage Krämermarkt, 30. Okt. 2 Tage Fohlen- unb Pferbemarkt, 31. Okt. Viehmarkt. Ranstabt: 23. Mai Krämermarkt. Schotten; 8. März, 3. Mai, 18. Okt. Vieh- unb Krämermarkt, 9. Aug. Krämermarkt, 20. Dez. Krömer- unb Schweinemarkt, 6. Juni Bullen- unb Zuclckviehmarkt, 7. Aug. Rinbvieh- unb Pferdemarkt, 8. Aug. Rinder- und Sck)weinemarkt. Selters: 4. Mac, 9. dtov. Lieh- und Krämermarkt. Ulrichstein: 25. Avril, 26. Juli, 27. Sept., 8. 2Lov. Krämermarkt, 24. April, 24. Juli (2 Tage), 26. Sept. Viehmarkt. Windecken: 23. Febr., v. Juni^ 16. Okt. Vieh- und Krämermarkt. Windheim: 21. April, 18. Okt. Krämer-, Rindvieh-, Pferde-. Schroeine^ Schaf- und Ziegenmarkt.

e. Büdingen, 19. Dez. (Sitzung deS Gemeinde- rats der Stadl Bübingen.) Amoefimd: BurgermcisteL Fendt, Beigeorbiieter Dotter unb bie Gcmeinderäle: Die­me r, Hinkel, M e t b f e s s e l, Schäfer, Schulz, T r e s e r, W i 11 e k i n b. Das Lersteigcrungsprotololl für bie Wegar­beit e n im Eichhornsloch vorn 16. b. M. wirb, bis auf beiub ie Lieferung ber Steine betreffenben Punkt genehmigt unb Dem Antrag bet Bürgermeisterei auf Bewllligmig von 200 ML für bie Bruck-aufraumung in ber Steinröde zugestimmt. Zu bem Antrag ber fürstlichen Reut kämmet, auf Ablösung bes aus ber Kameralwejentaste zur zweiien VolkSfchullehrer- st e 11 e in Bübingen zu zahleuven Beitrags von 2 7,43 ML beschließt bie Versammlung, babm zu mitten, baß bie Ablösungs­summe in Höhe bes 25sacl)en Bettags beS Jahresbeitrags von 6bo/i5 Mk. auf 8UÜ Ml. erhöht nritb, ba es zweifelhast ist, ob b;e in Anschlag gebrachte Verziuiung von 4 Prozeitt erreicht wird. Zu Punkt 3 ber Tagesorbnuug: Das DachaufbemSchul- Hause, macht Bürgermeister Fenbt Mitteilmigcn über bie beschlossene Unieyuchung bcs für bas Neucindecken, bes Sck-ulback-es etforberlick-en Ziegel. Von ben Obligationen bes Anleheiis von 1904 werden ausgclost bie Nrn. 15, 38, 155, 185, 235 ä 500 Mk., Nr. 89 ß 2UU Mk., Nr. 170 ä 1U0U Mk., Nr. 2 d 2000 Mk. Der Gesamtbetrag von auSge» losten 5500 ML ist am L April 1911 fällig. Me Beschluß- l'aifung über bie Anstellung eines Rieten für bie in ber &b> marfung gehaltenen Schweine wirb bis zur Hkratiuig bej nächstjährigen. Voranschlages ausgesetzt.

Kreis Schotten.

OLaubach,29. De-. einem WeihnachtSkircher»4 konzert eröffnete gestern abend bie hiesige Konzert unb Vortrags Vereinigung ihr 3. Bereinsiaht. Sie ging babei wieder wn bent Grundsatz aus, nur auswärtige Künstlet zur Mitwirkung hetan- zu-ichen. Es hatten übernommen bie Violine Frau Dr. Spo hr- Gi.ßen, bie einLarghu^r ^r:cunoso" oon Tatiim iuü> ein Prälu­dium unb Loure aus ber Solooiolinsonate E-bur von Bach, mit meisterhafter Gewandtheit zu Gehör brachte. Stonierifanget Adolf Müller aus Frankfurt fang mit wohlkiingeiwer Banwnstimme eine Arie aus bem OratoriumPaulus" von Mendelsohn-Bar- tholdi unb eine solche nach Worten ber heiligen Schrift .Leite mich nach beiner Wahrheit" von Heine. Autzetbem iwch einige Licoer, worunter basDie Könige" von Cornelius, besonders h^r- vvrzuheben zu werden verdient. Würdig schloß sich diesen Künst­lern Derr P. o o n b e r A u aus Mainz an, ber bewundetungs- wetter Fertigkeit ein Taccata von Mussat sowie eine Konzertfantasiit über bas Wcihnachtslieb:O du fröhliche", für Orgelovrtrag. Das zahlreiche Publikum lauschte ben Vorträgen mit aroßa Aufmerksamkeit.

= Hartmanns Hain, 19. Dez. Ein im 16. Lebens­jahre stehender Bursche wurde wegen Vergehen gegen § 176 in Untersuchungshaft nach Ortenberg verbracht.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 19. Dez. Die hiesigen Schweine­märkte haben in ben letzten Jahren eine wachsende Zufuhr gehabt. Tie letzten DWnate konnten sie ber Seuchengefahr wegen nicht abgchalten werden, was Friedbergs Geschäften große Einbuße brachte. Bis zum 15. Januar k. J^würben b.e Vichmäikte für ben Kreis verboten. Ta aber ber Weihnachtsmartt alle Zeit von großer Bebeutung war, indem die Landleute gewohnt waren, an diesem Marktlage auch ihre Weihnachtseinkoufe zu besorgen, kam der hiesige Tetaillisten-Verein bei ber Behörde ein, ben Markt zu genehmigen. Unter bestimmten Q u a r a n t ä n e m a st­ieg el n bnrf ber hiesige Viehmarkt am21. b.M. abgehaltev werden. (

Starkenburg und Rheinhessen.

R. B. Darmstadt, 19. Dez. Der 1889 in Würz­burg geborene Nlaiirer Josef Wagen blaßt bat sich am Sonntag abend auf der Strecke der Odenwaldbahn zwischen üranichsleiner Straße unb Hohler Weg von einem Cisen- bahnzuge überfahren lassen. Es liegt zweifellos Selbstmord vor.

Kreis Wetzlar.

r--- Wetzlar, 19. Tez. Em Fischer bemerkte heute vormittag in der Lahn an der eisernen Brücke eine männ­liche Leiche. Nach deren Bergung wurde sie n. d. »Wetzl. Anz.i als bie deS feit mehreren Wochen vermißten Land­wirts Hch. Hofmann auS Atzbach festgeslellt. Hofmam? itand in den 40er Jahren und hinterläßt eine Frau mit 2 Kindern.

----- Wetzlar, 19. Dez. Die Buderusschen Eisen­werke haben am vergangenen Freitag für WeihnachlS- bclobnungen an ihre Arbeiter aus bem vorigjährigen Gewinn den Betrag von rund Mk. 42 000 zur Auszahlung ge­bracht. Die Höhe des Gefchenks richtet sich nach der Anzahl der Tienlljahre unb bewegt sich in ben Grenzen oon M k. 7,50 für einjährige Tätigkeit bis Mk. 29 nach zehn­jähriger Beschäftigung. Bei biefem Anlasse interessiert viel-