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02/12/1910 Drittes Blatt
 
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Ur. 283 VrArr Matt

160. Jahrgang

dtbetn! StzNch mtt Wulne^me btf VsnntagU.

®tt ,#t|mer KamtiiendlStter" werden dem ,Anstiger* etermal roöttoentltd) bestiegt, bat Mrtisllatl flr de» Krets Oietzeu" 4ro?tmal W-chenitich. Die .^anvwtrtlchatMcheu ictt» trage»- erl ehernen monatlich irocimaL

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhesfen

Sreltag, 2. vezember 191»

RgtattonSbruck und Vertag der BrühNch«

UmverfilätS - Blich- tmb 6tetnbrudeteL R» Lange, Sieben.

Kebaftio«, Exvedtttoa imb Druckerei: Schnd» strage 7. Expedition tmb Verlag. E-E 02.

Redaktion: e^KUL. Tell-Ad r.: Anzeigers leben»

LJ H - ---

Die europäijche RüdenzuSerproüutlion stellt sich in der laufenden Kampagne 1910/11 nach einer vorläufigen Statistik auf 7 791 000 Tonnen gegen 6 082 000 Tonnen in der Kampagne 1909/10. Hiernach würde die Zu­nahme gegen das Vorjahr 1 709 000 Tonnen oder 28,1 Proz betragen. Gewählt wurden 1282 Fabriken, die sich auf die meisten Länder Europas verteilen, nämlich Deutschland, Rußland, Frankreick), Oesterreich-Ungarn, Belgien, Holland, Italien, Schweden, Dänemark, Spanien, Rumänien, Ser­bien, Bulgarien und die Schweiz. Deutschland, Rußland, Oesterreich-Ungarn und Frankreich haben zusammen 1074 Fabriken; die Produktion dieser vier Länder stellt sich für die baten Kampagnen 1909/10 und 1910/11 wie folgt (Tonnen): 1909/1U 1910/11

Deutschland .... 2 027 300 2424800

R 'glaub..... 1 123 600 2 085 200

Lenerieich-Ungarn . 1 246 6u0 1629 800

Frankreich . . . . 803 OOP________703 300

zus. 5 199 500 6 743 1 M

Hiernach Btefern die vier Länder zusammen in der lausenden Kampagne 86,6 Proz. der gesamten Produktions­menge Europas gegen 85,5 Proz. ün Borjahre. Die Pro­dukten Deutschlands hat fid) gegen das Vorjahr um 19,6 Prozent, Rußlands um 85,6 Proz., Oesterreich-Ungarns um 22,8 Proz. vermehrt, die Produktion Frankreichs dagegen um 12,7 Prozent vermindert. Rußland hat seine Pro­duktion so gesteigert, daß es unter den Pro du ktions ländern von der dritten an die zweite Stelle gerürkt ist. Die dies- jühnge Zunahme der russischen Zuckerproduktion wird natür- luh zur Folge Haden, daß der Zuckerexport Ruß- lauds ganz gewaltig toad^fl, und daß der russische Zucker, der bekanntlich Prämien genießt, namentlich auch auf dem englischen Markte .in schärferen Wettbewerb mit dem aus Deutschland, Frankreich usw. stammenden Zucker tritt. Schon jetzt wird russischer Zucker in großer Menge nach England angeführt. Wenn dies aus der englischen Statistik nidjt ersichtlich ist, jo rührt das daher, daß der russische Zucker über deutsche Ostseehäfen nach England geht und deshalb in der englischen Statistik als deutscher Zucker angeschrie- ben wird. Die deutscheZuckerausfuhristim laufen­den Jahr andauernd geringer als in früheren Jahren; sie hat betragen in den zehn Monaten Januar bis Oktober 1910 insgesamt 488 792 Tonnen gegen 630 835 Tonnen gleichzeitig 1909. Davon entfallen auf Rohzucker 165 892 (gegen 273 259) Tonnen und auf Raffinade 322 900 (gegen 357 576) Tonnen. Besondere Beachtung Derbient der starll Rückgang der Ausfuhr nach England; diese hat nur 30863t Tonnen betragen gegen 484 835 Tonnen im Vorjahr, da­von waren Rohzucker 95182 gegen 229 418 Tonnen.

Um» Stadt und Land.

Sieben, 2. L,czember 1910.

** Zur Feier beS 40jährigen Dozenten jubiläumS des Geh. Hofrat Prof. Dr. Pasch fand am 29. Nov. auf der Liebigslchhe ein Kommers der Stu­dentenschaft statt. Den Vorsitz führte der Mathematisch- Raturwissenschaftliche Verein, dessen Ehrenmitglied und Verdands-AUer Herr Dr. Pasch rst. Richt nur die aka­demische Jugend, auch zahlreiche Mitglieder des Lehrkörpern und ehemalige Schüler des Jubilars waren erschienen um den erfolgreichen Dozenten zu ehren. Die Festrede des zweiten Vorsitzenden des Math.-Rat. Vereins stud. math F Spiegelberg feierte den Jubilar und seine wissen- schafttiche Tätigkeit in einer Rede ungefähr folgenden In­halts: Am. 29. Rov. 1870 begann Geh. Hokrat Professor Dr. Pasch als junger Privatdozent seine akademische Lauf- bahn, so daß er haute auf eine 40jahrwe Dozententätigkeit, reich an Arbeit, aber auch reich an Erfolgen zurückblicken kann Rur einiges wenige möchte ich zur Charatterisierung seiner wissenschaftlichen Betätigung sagen. Im 19. Jahr­hundert hat die Mathematik eine ungeheure Entwickelung genommen. Run kann aber die Wissenschaft nicht vorwärts schreiten, ohne immer wieder ihre Grundlagen zu prüfen und zu festigen. Gerade hierbei hat sich unser Jubilar in ganz hervorragender Weise betätigt, oetneVorlesungen über neuere Geometrie", dieEinleitung in die Differenlial- imb Integralrechnung", dieGrundlagen der Analysis" find die Früchte dieser seiner Arbeit. Reben der Absicht, einen Vorrat von positiver Kenntnis zu geben, verfolgt er th seinen Schriften wie in seinem Unterricht stets deutlich den Zweck, zu mathematisch-logischem Denren zu erziehen. Die aut es ihm gelungen ist, seine Ziele zu erreichen, beweist das yobe Ansehen, das überall seinen Werken gezollt wird. Die aefamte Studentenschaft kann daher stolz darauf sein, ihn, den scharfdenkerrden Forscher, als Dozenten zu besitzen.

and oerbmöet mit den Gtuctwunityen zu dem yeutigen Feste den Wunsch, daß es dem Jubilar noch lange vergönnt sein möge, wie bisher zu wirken, der Wissenschaft zur Forde­rung, der alma mater ßubouiemna zur Ehre, ©in be­geistert exerzierter Salamander auf Herrn Prof. Pasch be­wies, daß der Redner im Sinne aller Anwesenden gesprochen hatte. Nachdem einige Lieder verllungen waren, sprach Direktor Dr. Pitz-Alsfeld im Namen der ehemaligen Schuler und betonte besonders, daß es der Jubilar wie kaum ein anderer verstanden habe, persönliche Beziehungen zu seinen Schülern zu pflegen. Gerade desyalb seien dies/ )o zahlreich hier erschienen. Sichtlich erfteut dankte der Jubilar für die Feier der Studentenschaft, für die Reden für das Geschenk des A.-H.-Verbandes des math.-nat. 23er eins und für das der augenblicklichen Schüler. Dann schil- derte er, oft in viel zu bescheidenen Worten, sein Wollen und Wirken während der vier Dezennien akademischer Lehr­tätigkeit und brachte zum Schluß ein begeistert aufgenom­menes Hoch auf die Ludovicnana aus. Nachdem Heri Schotterer vom Korps Hassia den Rektor, die akademi schen Lehrer und die Gäste im Namen der Studentenschaf begrüßt hatte, sprach der Rektor Geh. Justizrat Dr. Bier­man n in markigen Worten über das Verhältnis zwischen dem einzelnen Studenten und seinem Lehrer. Die Be­ziehungen zwischen dem Jubilar unb seinen Schälern seien stets vorbildlich gewesen, wenn nur der Schüler, wie es ihm zukomme, sie anzuknüpfen versucht habe. An den offiziellen Teil schloß sich eine Fidelitas, auf der auch noch manch kerniges Wort geredet wurde.

♦♦ Gegen den Ausstellungsschwindel. Der R e r ch s k a n z l e r hat an sämtliche Kaiserliche Missionenund Konsulate einen Runderlaß gerichtet, in dem es heißt: Wie namentlich durch Mitteilungen der Ständigen Ausstellungs- kommifswn für die Deutsche Industrie bekannt geworden rft, lassen Ausstellungsagenten, Mebaillenhärrdler usw. nicht selten Urkunden, die über bie Verleihung von Auszeichnungen aus Anlaß von Ausstellungen zweifelhaften Charakters ausgestellt fatb, amtlich beglaubigen. Es soll hierdurch der Anschein erweckt werden., als ob der Inhalt der Urkunden amtlich anerkannt worden sei. Der­artige Beglaubigungen sind geeignet, über den wahren Charakter der Ausstellungen und den Wert der verliehenen Aus-eichnungen Täuschungen zu erwecken imb den unlauteren SBettbeiperb zu för­dern. Dies gibt mir Anlaß, darauf hinzuweisen, daß es un- bedenklich und angezeigt ist, Anträge auf Legalisierung abzulehnen, weim der Jnhall des ?ur Beglaubigung vvrgelegten Schriftstückes geeignet ist, eine Täuschung des Acklckums herbeizufüh-ren, also unlauteren Zwecken zu dicuen.

** I n Amerika verstorbene Hessen. Johann Scherrer, 75 Jahre all, aus Biblis, in Columbus; H. Reu­bauer, 86 Jahre all, aus Albig, in Erie; H. Thorwart, 68 Jahre all, aus Gießen, in Chicago; H. W. Nickel, 77 Jahre alt, in Detroit; Jvh. Hamel, 71 Jahre alt, ans UdeuHauscn, in Detrvit.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 30 Nov Am evangel. Predigersennnar wird in diesem Winter tviiber ein sozialer Kursus t>mi )ier Borträgen Dom Sozialen Museum in Frankfurt ge­halten. Vorgesehen ftno: Psychologie des deutschen Ar­beiters, Geschrchte der sozialen Gese'-gebung des Deutschen steichs, wirtschaftliche uttö soziale B beutang des G noss -n- chastswesens, neue Strömungen bi der Armenfürsorge Den trsten Dortrag (-die Psychologie des Arbeiters) hält Professor Dr. Stein-Frankfurt am Donnerstag, 8. Dez. Hessische Theologen sind zur unentgeltlichen. Teilnahme am Kursus berechtigt.

L. Bad-Rau heim, 1. Dez. Ganz verändert haben sich die früheren Anlagen am Kurbrunnen. Man kennt sich kaum aus, wenn man in dieses Gebiet kommt. Verschwunden ist der Musiktempel, an dem die Morgen­konzerte ftattfanben. Die neuen gärtnerischen Anlagen da­selbst werden eben abgesteckt und müssen bis zum 1. April fertig gestellt sein. Hunderte von Arbeitest sind an den T rin lkuran statt en beschäftigt, die bestimmt bis zum 15. April dem Gebrauch übergeben werden. Den Zeichnungen nach werden die Trinkkur-Anlagen das schönste sein, was Rauheim a^fzuweisen hat.

L. Ockstadt, 1. Dez. Eine opferwillige (ge­mein b e für ihre Kirche ist unser Dorf. Es bat sich hier der Gebrauch eingebürgert, bei Hochzeiten uno allen sonstigen festlichen Gelegenheiten eine Sammlung für die Kirche zu veranstalten. So sammelt man eben für neue stilvoll« Bän ke in der Kirche.

Hessen-Nassau.

= Aus dem Biebertal, 30. Nov. Unsere Dorfmetzger sind gegen früher aeradezu mit Arbeiten überhäuft. Jnfolae der geringen Kartoffel ernte sucht man allgemein vor dem Weih­nachtsfest die Schlachtung vorzunehmen. Fette Schweine sind reidjlid) vorhanden und stellen sich gegen das Vorjahr verhältnis-

mäßig billig. Sie werden mit 68 Ml der Zentner Schlacht gewidst bezahlt, so daß auch der kleine Mann sich ein Schwei» schlackten kann. . j

0 Marburg, 1. Dez. In die hiesige chirurgischel Klinik wurde ein etwa 40 Jahre alter Mann eingeliefert/ Der auf dem Bahnhof in Treysa gestürzt war und sich schwerere Verletzungen zugezogen hatte. Da der Verunglückte bis jetzt nock nicht vernehmungsfähig ist, toraite fein Jterföjv» tichkeit auch Noch nicht festgeftellt werden.

fc. Wiesbaden, 1. Dez. Der früher in Rüdesheim amtierende Amtsgerichtsrat Ludwig A n t h e s , der vor kurzer Zeit 82 Jahre alt in Stuttgart, wo er im Ruhestände lebte, gestorben ist, hat dem hiesigen Evang. Kircben- öaufond 15 000 Mk. und der hiesigen Blindenschule 10 000 Mk. testamentarisch vermacht.

fc. Hadamar, 1. Dez. In dem nahen MolsberA erschoß sich der Oberrentmeister Longa rd, der in Diensten des Grafen Franz von Wallerdorf stand Longard ;atte den Posten seit 25 Jahren inne und geriet über eine in inem Limburger Blatte erlassene Anzeige, in der mitgeteilt vurde, daß die ihm von dem Grafen erteilte Generalvollx macht erloschen und ein Nachfolger ernannt sei, so in Auf­regung, daß er tobsüchtig wurde und in einem unbewachten Augenblick einen Revolver ergriff und sich erschoß.

ILirchlictze

Loangeiifche Gerneinoe. - i

Am 2, Advent, Sonntag ben 4. Dezember: 6ehe$bknft

3b brr öladttirche.

Vormittag? 91/, Uhr: Piarraiststeut Schorkemmer»

Vormittags 11 Uhr: Kinderklrche für die Mattlisgemeinde.

Piarrer Schwabe.

Abends 5 llbr: Pfarrer v. Schlosfer.

Beichte und heil. Abendmahl für bie MatthäuSgemeinde, wozu bei anders auch bie tonfirnuerte Jugend etugelaben wirb. An­meldung vorher bei dem Pfarrer der Gememde erbeten.

Montag den 5. Dezember, abends 8 Uhr: Berfammlrmg bet fonfirmicrien weiblichen Jugend der Diatthäusgemeinde.

DonnerÄtag den 8. Dezember, abends 8 Uhr, im Atarkussaal: Bibelstunde. (Bilder auS dem Leben Jefu.)

Pfarrer Schwabe.

Rächstkünttigen Sonntag, den 11. Dezember, findet im Abend- gottesdrenst Beichte und heil. Abendmahl für die '2)lartn6gemeinbe statt, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend emgelaben wird. Anmeldung vorher bet dem Pfarrer der Gentemde erberen«.

3n der Zohaonerkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Prof. D. C ck.

LormutagS 11 Uhr: 5llitderkirche für bie JohanneSgemetndo»

Pfarrer A u 5 f e l b.

RachmMaqs 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Berchte und hetltgeS Abendmahl für bie Lukas gememde. Anmeldungen werden vorher im PfarrHause, Liebigftraße 56, erbeten.

Abend« 7/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männ­lichen Jugend der L u k a 4 gemetnde nn Lulassaal.

Abends 8 Uhr: Derfammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.

'D(itimod) den 7. Dezember, abends 8 Uhr: MissionSstunde im Johannessaal. Piarrer Ausfeld.

kommenden Sonntag den 11. Dezember findet im Abend- gottesdlenst Beichte und heil. Abendmahl für die Jo Hann eS- gemeinde statt, wozu besonders dte konfirmierte Jugend eingeladen ivird. 2Utmeldungen werden vorher nn Pfarrhause, Süd-Anlage 8, erbeten.

Heute, Freitag den 2. Dezember, nach«. 51/, Uhr: Versammlung der konftrmterlen w e t b l i ch e n Jugend der Johannes gememde im Johannessaal.

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katholische «emelk-e.

Sotterbienst.

SamStag den 3. Dezember:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beü. Beicht.

Sonntag den 4. Dezember, 2. AdventS-Sonntag: Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Aiesse.

r um 8 Uhr: Austetlung der hl. llommunwn.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

r um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predtgt.

Nachmittags um 5/, Uhr: Chrtstenlehre: darauf AbventS-Anbacht,

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Zweckmäßige Ernährung.

ES gibt rricht wenige KrmckheibM, /die wusfchl restlich durch Ernährung übdtounbcn nxrboL

Thomas Hydenham ' 1625/1689.

NchenhE, ein Jberü^mter Arzt, den die Engländer ym ihren HippokrateS nennen, tour der erste, der in einer zietbewußten Ernährung die Möglichkeit der Heilung von Krankheiten erkannte. Wie recht er mit seiner Anschauung hatte, das wird von der Heilkunde der Gegenwart mehr Und mehr anertamit. Ist doch neuerdings in der Diätetik eine besondere Wissenschaft geschaffen worden, welche die Lehren, durch zweckmäßige Ernährung Krartkheiten zu ver­hüten und zu heilen, ausgestctttet hall In der Tat hängt tn vielen Fällen Besserung und Genesung ganz allein von dem vorhandenen Kräftevorrrrt und von der Möglichkeit ab, den Körper bei Kräften zu erhadten. Auch bei dem menschlichen Körper gilt der physikalische Grundsatz, daß bei jeder Kraftentwicklung Stofs verbraucht wird; das be- »ieht sich auf jede men/chliche Lebensäußerung, die von den Nerven und Muskeln auSgeführt wird Der Körper (Reicht diesen Verbrauch durch zivecklnäßigc Ernährung aus Und der gesunde Wrper ist imstande, sich diese Ersatzstoffe aus dv» gewöhnlicheu Rahrungsmillelu herauszulöjeu. Der go-

schwächte und kränkliche Körper bedarf eines leichter aus- Trutzbaren Nähr- und Kräftigungsmittels, um die gewoltten Zwecke zu erreichen.

Von allen Nähr- und Kräfti-gungsmitteln hat un­streitig das Eiweiß den höchsten Wert, und das alte Wort Liebigs, daß es die Quelle der Muskelkrarft sei, wird auch heute noch als voll zu recht bestehend anerkannt. Hat doch noch g>anz vor Lurzern der berühmte Kliniker Pros. Dr. von Roorden davor gewarnt, die Ciweißernähruug im Volke dauernd geringer werden zu lassen, indem er schrieb:Fast alle Vollsstämme, die in der Weltgeschichte durch Ausdauer und Energie jahrtausende lang Großes geleistet haben, sind von jeher große Eiweiß-Konfumenten gewesen." Eiweiß­reiche Kost ist also in erster Linie geeignet, die menschliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen und das ist ja auch für die Aufbesserung der Kräfte bei Sck)wäche- und Krankheits­zuständen das Hauptziell

Während aber die anderen Hauptgruppen der Emäh- mngselemente, Fette und Kohlenhydrate, in Form von Butter, Pflanzenölen ober Stärke und Zucker stets genügend rein erhältlich sind, ist es schwer, ein ganz reines Eiweiß für Ernährungszwecke zu erhalten, da die wichtigsten Ei- weißquellen, Fleisch, Eier und Pflanzeneiweiß, für den in feiner Verdauung geschwächten Organismus schädliche Nebenprodukte bilden.

Den Forschungen moderner Wissenschaft und der An­wendung moderner Technik ist es gelungen, in großem Maßstade ein solch reinstes Eiweiß herzustelleu, eS lös­lich zu machen und ihm einen wetteren Nährstoff auzu-

gliedern, dessen leicht verdauliche Ueberführung in den Säftestrom des Körpers die stets willkommene Kräftigung des Nervensystems herbeiftihrll Dieses Präparrtt ist da§ Sanatogen und die Erfahrungen, die die Aerzte mit diesem ausgezeichneten Präparat gemacht haben, bewahrhetten Den Ausspruch Sydenham's noch heute. Tausendfältig ist eS gelungen, durch Samatogenemähnmg Schwache und Krank« wieder zu stärken. Mehr als 12000 Aerzte haben ihre Zufriedenheit mit der Wirkung des Sanatoaens schriftlich zum Ausdruck gebracht und nachweislich nehmen nahe an 50 000 Menschen täglich dieses Präparat zu sich, das ihnen neue Leistungskraft verleihen soll.

©analogen ermöglicht es, dem Körper schnell imb leicht Kräftigung und Stärkung auf dem Wege der Ernährung zuzuführen. Es ist deshalb a-ugezeigt als GtärkungsmitteL bet allen Schwächezuftärck>en der Kinder und der Erwachsenen, bei Blutarmen, Nervösen und Neurasthenikern, während^ oder nach erschövfender Krankheiten, nach Blutverlusten undi Operationen. In der Verbesserung der allgemeinen Er» nahrung und des allgemeinen Befindens liegt auch das Geyeimnis der San-allogenwirkirng bei vielen nervösen Be­schwerden. Durch die Ernährung mit ©anotogen können die Nerven ihren durch He berat bei tu ng herbetgeführten Kräfte Verlust ausgleichen. Sie verlieren ihre krankhafte Reizbar-, feit und gewinnen die Wiederherstellund chrer Energie.

Ausführliche Mitteilunaen sind in einer übersichtlichen, reich illustrierten, Inter e^anten Broschüre zusammen» oestellt, die von den <Sanotogen-SSerten, Berlin KW. 48, wsttuloS versandt wird. C8/11