Ausgabe 
21.3.1910 Drittes Blatt
 
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DieEichener Famllienblätter" werden dem ,9lnneifler* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Nr. «7 Drittes Blatt 160. Jahrgang * Montag 21. Marz 1010

Erscheint ISglich mit Ausnahme deS Sonntags. AM A

©Ivgvllvl ZllijulJvl General-Anzeiger für Oberhesstn

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Die llrise im Repräsentantenhaus zn Washington.

W L f b i n g t v 'N, 19. März. In der heutigen Sitzung des Repräsentantenhauses herrschte große -Cup regung, da. für heute die Entscheidung über den gestern von den Demokraten und einer großen Anzahl dem Sprecher feindlich gesinnter Republikaner gestellten Antrag aus Er­nennung eines Ausschusses Zur Abänderung der , Ge­schäftsordnung, der jedoch der Sprecher nicht angehoren dürfte, zu erwarten stand. Zunächst verlas der Sprecher, Cannon, einen Antrag, in dem der eben genannte Antrag als geschäftsorduungswidrig bezeichnet wird. Herauf appel­lierte der Einbringer an das Haus und ein Anhänger des Sprechers stellte demgegenüber den Antrag, über die Ente schlicßung zur Tagesordnung überzugehen, wurde jedoch nicdergestimmt, da sich 35 Republikaner den Demokraten anschlojsen. Der Appell an das Haus fand sodann eine Unterstützung von 182 Stimmen, denen nur IGO republika­nische Stimmen gegenüberstanden. Da das Ergebnis vor- auszusehen war, reagierte das Haus nur mit geringem Beifall. Die Bedeutung dieser Abstimmung liegt darin, daß Cannon und seine seit sieben Jahren unwidersprochen geübte Geschäftsführung zum ersten Male eine Niederlage erlitten hat und ebenso sind die Republikaner durch das Zusammengehen einer großen Anzahl ihrer Anhänger mit den Demokraten in eine kritische Lage gekommen.

Das Haus nahm schließlich mit 193 Stimmen gegen 153 Stimmen den Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses zur Aenderuug der Geschäftsordnung unter Ausschluß des 'Sprechers an. Darauf teilte der Sprecher mit, daß er sein Amt niederlegen wolle. Als hierauf ein ^emotrat den Antrag stellte, das Sprecheramt für vakant zu erklären und den Sprecher abzusetzen, kam es zu stürmischen Aus­tritten. Der Antrag wurde abgelehut.

Vermischte».

* Der gepfändete Gallon. Ter Vorsitzende des Nieder, rheinischen Vereins für Lustfchifsahrt, Herr Prozessor Dr. Bamler, schreibt deinTag" zu der Pfändung des nach ihm benannten BallonsBamler" des genannten Vereins:Wie sich in ^.enlsch- land der Fiskus an der Förderung der Lustschlffahrt beteiligt, da­von kann die Lektion Essen des Niederrheinischen Vereins ein de- zeichnendes Stückchen erzählen. Diese Sektion befaßt stch feit zwei fahren besonders mit der Förderung der Flnginaschmen: lie hat bereits eine iolche erbaut und durch ihre kilomelerlangen Probe- finge deren Brauchbarkeit nachgeiviescn. Eine zweite Maschine 'N nahem vollendet und stellt einen ganz neuen Typ dar, der nach dem Urteil aller Sachverständigen Aussicht hat, Großes z i lenten. Da die Sektion diese Bauten nicht ganz aus eigenen Mine n be­streiten konnte, so traten Herr Krupp von Bohlen und Haloach uno das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat der Sektion als leben*- , . .. _ , , ____k 01 IrttHanÄan «MH»

maligen veuvag um ouuu iciv. uU i'it. -ter Fislus, der viele . Lummen aus dem Jahresbericht des Vereins kennen gelernt hatte, : ist der Ansicht, daß das keine Mitgliederdeitraqe sind, sondern Lchenkungen, und verlangt 10 Proz. Schenkungs'teuer, nachdem die , Gelder schon längst für den Bau der Flngmaschinen ansgegeben worden sind. Der Verein glaubt sich natürlich in vollein Recht, : wenn er die Zahlung der Schenkiuigsstener verweigert, denn ei hat überhaupt keine Schenkungen erhalten! Was wurde ivohl das eutsche Volk gesagt haben, wenn der Fiskus seiner Zett von bei evvelinspende eine SchenkungSsteuer erhoben baue! Eder wenn V von der Rheuusch-Westfäluchen Motorlu'lschiff-Äesel schäft, die om Riiegsniinuter durch eine namhafte Loumme unterstützt wird. mc Schenknugsstcuer verlangt hätte! In diesem ffalle über glaub, ich der Fiskus so weit im Recht, daß er sogar das Hausrecht an» er ZecheRhein-Elbe" in Gelsenkirchen bricht, wo die Ballons 'er Leluon aiifbewahrt iverden, und dort den BallonBainler omndet, trotz des energischen Protestes der Zechenleuunq und des ckeiemsvorslandes. Tas nennt man in Teutschland Forderung der Uugteelnuk!" c ~ r #.

* Die Wirkung der modernen Seeschlacht. Bon der verheerenden Wirkung, die künftige große Seeschlachten auch aus oen Geisteszustand der Kämpfer ausüben werden, geben die Ex- peiimente einen Vorklang, die die französische Marme bei den Lcharfschießübungen auf das Wrack derxSena angestellt, lab Btan wollte die Wirkung der Ga,e erproben, die bei der Explosion moderner Gefchosfe fick bilden und denen die Eigench-ast zuge- fchrieben wird, Menschen zu betäuben und zu ü er giften. B.u diesem Zwecke, so wird im Matin ausgeführt,.hatte man ini Die Türme und Scküsfsräume der ,,-J.ena Hunde ^ngef^to,,Lrt. Nach jedem Bombardement wurden die Hunde untersucht. Es zeigt. licl1, daß man die verheerende Wirkung der Gase überschätzt hatte, denn keiner der Hunde war erstickt oder zeigte auch nur -Lergiftungs- . rscheinungen. Aber auf die Verfassung der stiere hatten Die furchtbaren Erschütterungen, die Wucht der ProiektAe urck' das Krachen der explodierenden Geschosie eine uberraichendi Wirkung, sie wurden anfangs niedergeschlagen, träge und melancholisch, an den folgenden Tagen, nach der Fortsetzung des Bombai.De- mentS, erkannten die Hunde ihre Herren mch wieder und schließ­lich begingen zwei der Tiere regelrecht Selbstmord, ste 'prang.n ins Meer und ließen sich untersinken, ohne auch nur einen Venuch zu machen, zu schwimmen. r

* Televhoniswe Ziigsignale. -L ie größten Eisen bahnaesellschasten der Vereinigten Staaten haben gemeinsam den Beschluß ge'aßt, innerhalb ihres ganzen Betriebes ihre Lohnen telephonisch 511 signalisieren. Ans der 'Northern Pa et sic, ivo der ' Betrieb schon auf einer Strecke von 470 Mellen besteht und sich auSneAeidmet t-emährt 6«t, wirb er noch weitere

ausgedehnt. Tie Norfolk und Western Eisenbalmgesel schäft wird - ihre ganze Strecke von 710 Meilen Länge auf einmal nut Tete- phonbetrieb ansrüsten und wenn Die angeknnbigte 3nltallation von iveueren 200 Meilen zu den schon betriebsfähigen 2oO Weden Der

Richigan Zentral vollendet sein wird, kann die Newyor Eentra über einen Sehienenweg von 1000 Meilen verfugen, der telephonisch

Der -stiruethaltung der Banken der Wunsch mitsprechen, oie ver­schiedenen großen Rentengeschäfte dieses Aahres zu Ende zu fuhren. Dieser Politik der Banken kommt zu statten, daß sich int ^umitum Ermüdung bemerkbar macht, die ui dem Maße ftetgt, al3l ba£ Frühjahr Enttäuschungen bereitet hat. Die erhoffte r^uhfahrs- Haufse ist bis jetzt ausgeblieben, uiid cm anderes Moment, auf das man große Erwartungen setzte, ^ibt neuerdings Anlaß zu Bedenken: Der internationale ö e 1 b m a r f t pai H® uj jüngster Zeit versteift. Die Bank von England hat sich v«- anlaßt geichen, eine Diskonterhöhung von ^mProzeW auf 4 Prozent vorzunchmen, eine um diese Zeit seltene W nähme. In erster Linie die durch die Verwerfung des Budgets hervorgerufcnen Geldkalamitaten des Staates sind die Ver­anlassung, aber auch die Goldbewegung, die sich zu ungunsten Englands gestaltet hatte, kam m Betracht. Wenn die Londoner Börse auf das Ereianis nicht stärker reagierte, ,o war die Ursache wohl, daß man sich mit dem Gedanken an teures Geld bereits vertraut gemacht hatte, den politischen Beigeschmack der Gihvhung in Betracht zog und dem hohen Satze keine längere Dauer in Aussicht stellt. Ob unsere Reichs bank zu einer ü^tchartigett Rtaßregel gezwungen wird, bleibt abzuwarten, ^cr Status der Bank gibt vorerst keinen Anlaß dazu, immerhin mit Sicher heit zu erwarten, daß die nächsten Ausweise eine uark^e An spanuung bringen werden. Vor allem ist nut großen ftabital bedürfnissen zum Ultimo zu rechnen und auch nachher wird mwa die Wiederkehr der billigen Zinssätze kaum erwarten dürfen, da durch den lebhafteren Geschäftsgang m der Industrie und durey den Anleihebedarf der Kommunen dem Geldmärkte große Betrage entzogen werden dürften. Betrachtungen uoer den Geldmar t haben hauptsächlich dazu beig.etragen, das Ge^° t,an der Borse einzuengen, zumal es an sonstigen Anregungen VV

Dörfer Börse Der lehrte wieder in sehr schwankender Hal­tung, da günstige und ungünstige Faktoren sich andauernd die Wage halten. Aus dem heimischen W irtschaftsleb en lagen wohl Nachrichten vor, die die Spekulation vielsach zu Deckungen ver­anlaßten, indessen überwogen doch schließlich wieder Realisationen, so daß gegen die Vorwoche auf fast allen Güteten wieder wehp ober weniger große Kursrückgänge zu verzeichnen sind. Privat- Diskont 3VS Prozent. ________

füHlr*ll<5ein einziger Hörer. In Paris^ist vor einigen Taaen der greise Professor d'Arbois de u b a i n v i l l e> geiSen, der am College de Franee den Lehrstuhl für keltische Sprachforschung inne hatte. Es scheint nicht viele krairzosuche Studenten zu geben, die keltische S p r a ch st u d i e n treiben, jedenfalls war der Lehrsaal des Proseuors^dadurch bmrhmt, daß nie in ihm ein Hörer zu finden war ^pas Amck des lehrten bestand schließlich nur noch darin, täglich zur festgesetzten Zeit seinen Hörsaal aufzusuchen und sich zu überzeugen, daß wie gewöhnlick) niemand da war, worauf er gelassen an leinen Schreib­tisch zurückkehrte. Eines Tages besucht, ein bekannter Barster Karikaturenzeichncr das College, steht auf dem Gange den alten Professor, dessen schöner, geistvoller Kopf ihm,auffallt, und folgt ihm in den Hörsaal. Höchst erstaunt und mißtrauisch fragt ihn der Gelehrte, was er denn hier eigentlich wolle ,Der Zeichner erwidert:Hören und lernen." Worauf der Gelehrte resigniert auf sein Katheder klettert und eine Stunde lang über das Wesen des keltischen Sprachgeiftes lieft. Der Zeichner aber benutzt die Gelegenheit, er zeichnet eine Reihe Karttaturen, die dann wenige Tage später in einem großen Pariser Journal er scheinen: als der Dank, den dieser einzige Schüler seinem keltuchen Lehrer

BücherUsch.

In Kröners billiger und guter Taschen!^ aus gäbe (Leipzig) sind nützliche und interessante Werke neu erschienen:Der Charakter" von oamucl Sm 1 le«. Deutsch von Dr. Heinrich Schmidt (Jena), undDie v ier Evangelien", Deutsch, mit Einleitung und Anmerkungen voU Dr. .Heinrich Schmidt (Jena). ...

Einführung indie RechtSwis s ensch af t. Vvit Privatdozent Dr. G. Radbruch. Mit 2 Bildnisseii. 13o S. (Wisseistchast und Bildung, Bd. 79.) Verlag von Quelle u. SW m Leipzig. IN einer Zeit, in der man nut Recht burgerkundllchü Kenntnisse zu einem wesentlichen Bestandteil unserei: allgememen! Bildung zählt, ist eine Einführung in die Rechtswissenschaft be­sonders willkommen. Denn wie wenige kennen die inneren Be­ziehungen des Rechts zu unserer Kultur, seine Zusammenhänge mit unserer Staatsauffassung und Weltanschauung. Das sind vor­nehmlich die ProbleUie, die der Verfasser in gemeinverständlicher Tmstellung herauszuarbeiten sich mit Erfolg bemüht hat.

Stanöailj.itcu m der russischen Rciaisöuma.

Petersburg, 19. März. In der Reichs duma > ertlärte bei der Beratung des Haushalts der Unlerrichtsver- ( Wallung der Abgeordnete Pur isch kewits ch: Auf den russischen .Hochschulen gebe es nichts als S i t t e n - , Verderbnis. Aus der linken Seile entstand hierauf starker Lärm, der in ein anhaltendes Geschimpfe zwischen der Linken und der Rechten überging. Der Sozialdemokro. Gegetschori rief Pnrischkewi.sch das WortSchurke" zu." Der extreme Rechte Timoschkin rief dasselbe, worauf Fürst Wolkonsky beide Abgeordnete für hwe Sitzungen ausznschließen beantragte, («türm scher Bei.a rechts; Schmährufe im Zentrum und betäubendes Pult- tlapperu links.)

Mit den Stimmen des Zentrums, der Nationalisten, der Kadetten und der Progrefsisten wurden beide Abgeordnete auf zwei Sitzungen ausgeschlossen. Tas Mitglied der Ar beitergruppe Bullat erklärte von der Rednertribüne aus daß er den Worten beistimme, welche von den Ausge- sr^ossenen gesagt worden seien und unter fortdauerndem Lärm wurde er auf Vorschlag des Präsidenten auf fünf­zehn Sitzungen ausgeschlossen. .

Purischkewitsch versuchte darauf, seine Rede fort- zusetzcn, wurde aber von den Sozialdemokraten daran ge hindert, von denen einer nach dem andern erklärte, Purijch- kewitsch werde nicht reden. Einer nach dem andern wurde pon dem Fürsten Wolkonsky für eine Sitzung ausgeschlossen Dagegen legte der Kadett'n ü ,-rer M il j ukow Verwahrung ein und erklärte, der Präsident bringe die Duma in eine unmögliche und erniedrigende Lage. Deswegen wurde auch er mit den Stimmen des Zentrums und der Rechten für eine Sitzung ausgeschlossen. Die Sozialdemokraten fuhren fort, zu erklären, daß sie. Purischkewitsch nicht sprechen la , n würden. Ter Kadett Schingarew erklärte, die gesamte Kadettenpartei schließe sich der Ansicht Mistukows an. Die Sitzung wurde unterbrochen. .

Als nach Wiederaufnahme der Sitzung Purrsch te- witsch abermals die Rednertribüne betrat, wurde er von furchtbarem Lärm und Pultklappern emp­fangen. Ein Sozialdemokrat schrie, wir wurden Purischke­witsch nicht reden lassen; er wurde von dem Präsidenten für zwei Sitzungen 'ausgeschlossen. Unter betäubend em Ge­schrei und dem Gekrache zerbrechender Pult­deckel verlas darauf Purischkewitsch ettvas vom Blatte, während die Rechte die Tribüne umdrängte, um Horen zu können. Nackchem Purischkewitsch zu Ende gelesen, warf er das Blatt den Stenographen zu und verließ unter dem lärmenden Beifall der Rechten und dem Geschrei der Linken die Tribüne. Sodann ging die Duma zur Tagesordnung über. _______________

Spidplan der vereinigten $ranf|urter Stadtthealrr.

Opernhaus.

Montag den 21. März, adenDS '/,6 Uhr:Die geschiedene Fran." Dienstag den 22. März*):Guntram." Mittwoch den 23. Marz, abends */,8 UhrAlessandro Stradella." Donnerstag den 24. 'März:Der Troubadour." Freitag den 25. Marz ge­schlossen. Samstag den 26. März:Jzeyl." Sonntag den 27. Atarz, nachm. 3l-2 Uhr: ..Prima Ballerina." Abends 7 Uhr:Oberon." Montag den 28. März, nachmittags T/,4 Uhr:Hänsel und Gretel." Abends 7 Uhr:Die geschiedene Frau." Dienstag den 29. März: Dtignon." Mittwoch den 30. März:Der Freischütz."

Schauspielhaus.

Montag den 21. März'):Ter dunkle Punkt." Dienstag den 22. März: Zum ersten Male:Niniche." Mittwoch den 23. März: ,Hans Lange." Donnerstag den 24. März:Tie Räuber." Frei­tag den 2.).' März geschlossen. Samstag den 26. März:Maria Stuart." Sonntag den 27. März, nachmittags 3% Uhr:Tie fremde Frau." Abends 7 Uhr:Tantris der Narr." Montag den 28. Ptärz, nachmittags 31/, Uhr:Der dunkle Punkt." Abends 7 Uhr:Niniche." Dienstag den 29. März:Hamlet." Mittwoch den 30. Ntärz:Niniche."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

je' die Frau erschaffen Wurde. Von dem Ur­sprung und der ErsckMffuna der Frau gibt eine uralte D 1 n D u - l-gende Bericht. Twaschtri, der Gott Vulmn der Hindumytho- liogie, schuf die Welt, aber als er mit der Erschaffung der Frau beginnen wollte, da entdeckte er, daß er alles fchipferstche Material bereits verbraucht hatte. Der Gott war erstaunt und traurig und verfiel in ein tiefes Sinnen. Ms er wieder aufstand, tat er folgendes. Er nahnt: die Rundheit des Mondes^ die gleitende Kurve der Sckstangc, die anmutige Windung der Schlingpflanze, bas helle Glänzen der Grashalme und die Schlmikhett der Wewe, er nahm Den Santtnet der Blumen, die Leichkigteit Der Feder, bcu schönen Blick der Hindin, die FröhlichLit der Sonnenstrahlen, die Tränen der Wolken, die Wandelbarkeit des Windes, er nahm die Furckcksamkeit des Hasen, die Eitelkeit des Pfaus, die Harte des diamanten, die Grausamkeit des Tigers, er nahm die Kalte des Schnees, das Schwatzen des Papageis und das Girren der Turteltaube. All das mischte er miteinander und daraus formte er das Wcib. _______

* Aufbesserung.Herr Direktor, ich bin jetzt zehn Jahre bei. Ihrer Truppe: ich glaube, es wäre nicht mehr zu früh, wenn Sie mich mit einer Ausbesserung bedachten!

Gut, Sie dürfen von jetzt ab alle Rollen spielen, in denen ge­gessen wird."

Börfen-Wochenbericht.

= Frankfurt a. M., 18. März.

Die an der Börse seit Anfang des Jahres mit geringen Unterbrechungen herrschende luftlos e H al tu n g gab in dieser Woche dem Verkehr das Gepräge. Es fehlte an der rechten Unternehmungslust, aber auch an triftigen Gründen, um einer pessimistischen Anschauung zu huldigen. Die Folge davon war ein sehr ruhiger Verkehr bei schwankenden Kurfen. Die Speku- fation wagt sich nicht recht hervor, da sie auf Unterstützung der Kapitaiiftenkreise nicht rechnen kann, so lange die Banken sich nicht entschließen, ihre Kundschaft mehr für Dividendenpapiere in interessieren. Neben einer wohlberechtigten Vorsicht mag bei

bis 20. März = -f- 6,1 0 0.

20. = 4,6 °C.

Meteorologische Beobachtungen -er Station Giehen.

März

1910

Barometer auf 0° reduziert

Temveratur der Luft

Absollite Felichtigkett

Nklative Feuchtigkeit

Wind- ridfhing

Windstärke

Grad der Beiiötkung in gehn ei der ftdjtb. ßimmelsfl.

Wetter

20. 2 ! 751,0

6,0

4,2

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20. 9M 752,6

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78

21.1 76ll 752,7

0,2

3,9

87