Ausgabe 
29.8.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Lebend- Schl ach t-

Mk.

48-53

87-91

43-46

77-82

41-45

7580

70,00-71.00

56.00-57.00

soweit bis jetzt bekannt ist, habert'

und

den

Baumstamm,

Löwengassc 20.

Telephon 692.

73-80

66-71

80-85

70-77

4447

3842

4448

40-43

mit das

3738

3100

67-76

5266

51-56

96-104

88-95

8486

78-85

74-00

70.00-73.00

72.0074.Oo

72.0073.00

Fritz Rosenbaum

56.0057.50

56.0057.50

56.0057.00

auf Antrag des Herrn Meersmann in eine Prüfung der Arp- gelegenheit eingetreten."

Zu dieser Nachricht teilt der Verteidiger der Frau Meersmann, Rechtsanwalt Linnartz, folgendes mit: Die Nachricht Don der Entmündigung der Frau Meersmann wegen Geisteskrankheit ist r i ch t i g. Ich habe von dieser Tatsache erst durch ein Schreiben des Vormundes vom 20. August, also nach dem letzten Termin, Kenntnis erhalten. Die Entmündigung ist in persönlichen In­teressen der Frau Meersmann erfolgt, nachdem sich ebenso viel Gutachter gegen wie für diese ausgesprochen haben. Die Ent­mündigung wäre längst aufgehoben, wenn nicht Frau Meersmann infolge eines mehrjährigen Aufenthaltes im Auslande es unter­lassen hätte, Schritte mid) dieser Richtung hin zu unternehmen. Frau Meersmann ist nach dem Gutachten des bekannten Psychiaters Placzek zurzeit vollkommen geistig gesund. Auf die Prozeßbehaup- tungen bleibt die Entmündigung materiell ohne Einfluß, da sie nicht auf Behauptungen der Frau Meersmann, sondern auf Briefe des Geuerals v. Gagern beruhen, die ich im Interesse der Fa­milie Meersmann sowie zur Wahrung der persönlichen Frei­heit der Entschließungen des Generals o. Gagern nur auszugs­weise vortragen konnte."

Immerhin, diese Wendung zeigt, wie einseitig der von uns besprochene Fall in der Presse breitgetreten worden ist.

58-62

5256

5051

der BestattungSgcnossenschaft der freien Schreiuervereinigung Gießen

Baden-Baden, 29. Aug. Hier fand gestern eine Sitzung des internationalen Renntomitees statt, in dem als Renntage für nächstes Jahr die Zeit vom 25. August dis 3. September festgesetzt wurde. Der große Preis von Baden-Baden und das.Goldpokalrennen wurden wieder mit je 80000 Mk. und das Fürstenberg-Memorial mit 50 000 Mk. ausgestattet. Für den 'Neubau oer großen Tribüne und sonstige bauliche Herstellungen wurden 300 000 Mark bewilligt.

Danzig, 29. Aug. Die Hohenzollern mit dem Kaiser an Bord ging um 1/27 Uhr in See.

Paris, 29. Aug. Der Plan, bei Ehcrbourg für die M a r i n e ein F l u g s e l d zu schassen, wird demnächst aus- aeführt.

San Sebastian, 28. Aug. Der Minister des Aeußern hat nunmehr vom Vatikan eine Antwort aus die spanische Note vom 1. August erhalten. Der Kardinal- staatssekretär beschränkt sich in dieser Antwort darauf, seine Ansicht über die verschiedenen Schritte der Madrider Ne­gierung gegen die römische Kurie während der Verhand­lungen über die Kongregationen zum Ausdruck zu bringen und die vom päpstlichen Stuhl angenommene Haltung zu rechtfertigen.

Schweine.

Doll fleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgeivicht

Vollfleischige Schweine über 2l/33enmev

Lebendgewicht

Fettschwerne über 3 Ztr.Lebcndgew. .

Fleischige Schweine

Amtlicher Wetterbericht.

O effentliche Wetterdienststelle Gießen.

Verlauf der Witterimg seit gestern früh: Das gestern über Westeuropa sich neu entwickelnde Tiesdruckgebiel hat an icinem Ostrande kleine Wirbel abgesoiidert, die nachts und früh morgens Regen brachten. Bei leichtem Südost blieb gestern das Wetter trocken uiid zeitiveije heiter. Wen>i and) über Ostdeutschland und der Ostsee em Hochdruckgebiet lagert, so werben doch wegen der Nähe des westlichen Wirbels wiederholt, besoiiders nachts, Reget! eintreten.

Wetteraitssichten in Hessen am Dienstag dem 30. August 1910: Wiederholt Regenfälle, dazwischen zeitweise ausheiternd, etwas kühler, lebhafter Südwest.

* Auf Sine kurioss Weise verriet sich in Ostende ein Einbrecher, so daß er, ohne den geringsten Widerstand zu leisten, verhaftet werden konnte. In der Nähe des berühmten Seebades liegt die Villa Merkur abseits auf einem kleinen Hügel. Eines Abends hatten deren Bewohner eine Mondscheinfahrt unternommen, und es befand sich in dem ganzen Hause außer der Wirtschafterin nur ein junger Mann, ein Chemiker, der ich weil er krank Ivar frühzeitig schlafen gelegt hatte. Die Abwesenheit der Bewohner hatten zwei Einbrecher benutzt, um der Villa einen Besuch abzustatten. Während nun der eine Schmiere stand, kletterte der andere auf den Balkon und gelangte von dort aus zufällig in das Zimmer, in dem der junge Mann, chlief. Dort durchwühlte er alle Schränke und Schubladen und üllte sich die Taschen mit wertvollen Gegenständen. Er war tfjon wieder im Begriff, mit seiner Beute zu verduften, als er auf ein kleines Kästchen ausmerksam wurde, in dem sich ver- chicdene Chemikalien befanden; u. a. lag auch ein Schächtelchen mit Niespulver dabei. Wahrscheinlich hatte der Spitzbube bei dem Durchsuchen des Kästchens sich nicht genügend vorgesehen. Denn plötzlich drang ihm eine Wolke dieses Pulvers ins Gesicht, so daß ihm die Augen übergingen. Und nun fühlte er einen, unwiderstehlichen Reiz, zu niesen. Nur kurze Zeit vermochte er dieses Gefühl- zu unterdrücken. Dann aberpl. ipte" er los. Der junge Chemiker vernahm die unartikulierten Laute. Er übersah ofort die Situation, sprang aus dem Bett und hielt dem Ein- irecher den Revolverunter die Nase". Tas war aber absolut nicht nötig; der Spitzbube hatte so viel Niespulver verschluckt, daß er ununterbrochen krästig niesen mußte und dadurch direkt kampfunfähig gemacht wurde. Zufällig gelangten auch die Aus­flügler an. Als sie der Spießgeselle des Einbrechers bemerkte, verschwand er schleunigst. Der andere aber wurde dingsest ge­macht. Er machte sich über die Art, wie er sich verraten hatte, noch obendrein lustig.

* Eine mysteriöse Spiritistenaffäre steht^ zurzeit int Mittelpunkte des Interesses der Einwohner von Florenz. Seit einiger Zeit bewohnt ein Fräulein Emma Krause die Villa Bonci bei Florenz. In idrer Nachbarschaft nahmen in der Villa Mazzuoli ein angebliches deutsches Apothekerpaar Behnke und eine Frau aus Hannover mit ihren zwei, Kindern Wohnung. Bei diesen weilten seit dem Mai die Spiritisten Albert und Her­mine Grote zu Besuch. Es wurden spiritistische Sitzungen ab­gehalten, bereit Kosten Fräulein Krause trug. Die Geister scheinen alles vorhanbene Geld in die Hände des Apothekenbesitzers gespielt zu haben, der auf großem Fuße lebte. Als sich die Polizei mit Dem Geisterhaus befaßte und den Apotheker und seine Frau ver­haftete, stellte sie fest, dwst diese schon von der deutschen Polizei gesucht seien, und daß die angebliche Frau Behnke eine Frau Sander, die Gattin eines deutschen, Eisenbahnbeamten ist. Die Polizei verhaftete ferner einen gewissen Viktor Blank aus Berlin. Bei diesem fand man einen aus Berlin datierten und von Albert und Hermine Grote unterzeichneten Brief, in dem cs heißt: Das Geld der alten Jungfer Krause ist Wucher gelb und muß vollständig für unser Geschäft aufgebraucht werden." Ein anderer, aus Leipzig datierter Brief roüii)cl)t Vixtor Blank Glück zu seinen spiritistischen Unternehmungen. Fräulein Krause bemühte sich um die Freilassung der Verhafteten, die Polizei weigert sich, die Festgenommenen auf freien Fuß zu setzen.

Kleine Trrgcschronik.

Der Leiter des St.Lazaire-Spitals in Paris, Dr. Emery, der Geheimrat E h r l i d) in Frankfurt besucht uud vou ihm eine Anzahl Dosen des Präparats 606 erhalten hat, erklärte einem Berichterstatter, daß die Entdeckung Ehrlichs einen großen Schritt vorwärts bedeute im Kampf gegen die Lues.

Briefkasten der Bedaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

Ein Abonnent." Ter Zusaimnentritt wird von Fall zu Fall beflinimt. Unsere Erkundigungen blieben erfolglos.

Griginat-Draytmelöunsesr«

Ein Cholerasall in Spandau?

Berlin, 29. Aug. Gestern Dormittag erkrankte der Ehemann einer am Samstag an Fleischvergiftung unter. choleraähnlichen Erscheinungen gestorbenen Frau in Spandau. Da die Kcaitlljeitserscheinung als ver­dächtig angesehen wurde, erfolgte seine Uebersührung nach Der Isolierbaracke des Krankenhauses. Der Regierungspräsident in. Potsdam, um authentische Auskunft gebeten, erklärte, daß die Cholera in Spandau noch nicht fest gestellt sei. Tas Er­gebnis der Untersuchung müsse abgekartet werden. Gleichwohl! seien sofort alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, im Falle es sich um .Cholera handeln sollte, eine Weiteroerbreitung zu verhindern,

Wahlen in Portugal.

vom Fürsten Eulenburg.

Berlin, 27. Aug. Die von einigen Blättern gebrachte Mitteilung, daß das Verfahren gegen den Fürsten Eulen­burg von der Staatsanwaltschaft auf zwei Jahre sistiert worden sei und daß der Fürst innerhalb dieser Zttt von allen, gerichtsärztlichen Untersuchungen verschont bleiben solle, daß ferner die Staatsanwaltschaft dem Fürsten auch kein Hindernis in den Weg legen würde, wenn er eine Erholungsreise antretm wolle, ist, wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, nach einer Mit­teilung des ersten Staatsanwalts beim Landgericht Berlin I, des Oberstaatsanwalts Preuß, unzutreffend. Tie angeb­liche zuverlässige Quelle, so bemerkt bie_Nordd. Allg. Ztg.", woraus die Nachricht desTageblattes" stammt, mag zwar Ein­sicht in Die Gcrichtsakten gehabt hab:n, sie ist jedoch weder über Die Absichten der Staatsanwaltschaft noch über deren anderweitig verfügte Kontrollmaßnahmcn unterrichtet.

45 Abgeordnete geschätzt.

Ein Zwischenfall in Belgrad.

Belgrad, 28. Aug. Während der Aufführung der von dem Fürsten Nikolaus von Montenegro verfaßten dramatischen DichtungDie Ballanzarin" im ser­bischen Nationaltheater ereigneten sich st ü r m i s ch e K u n d - gedungen gegen den Fürsten. Als der Vorhang! aufging, wurden aus der Galerie Pfuirufe laut, gleichzeitig­begann ein Pfeifen und Schreien. Trotz des Einschreitens der Polizei dauerte der Lärm während Der ganzen Vor­stellung an und setzte sich nach Schluß auf der Straße fort.

Todes-Anzeige.

Gestern abend 8V2 Uhr verschieb sanft nach kurzem schweren Leiben mein geliebter Mann, unser guter Bater und Bruber

Herr Anton Zirbns

im 43. Lebensjahre. . ,

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fran Katharina Zirbus, geb. Walter u. Kinder. Gießen (Kaiser-Allee 40>, ben 27. Aiigun 1910.

Die Beerdigung findet Dienstag den 30. August, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4öo3

ke. Frankfurt a.M. V i e h h of-M a r k t bericht vom 29. Ang. Auftrieb: Rinder 1456, darunter Ochsen 519, Bullen 91, Kühe 876, Kälber 278, Schake 229, Schweine 1769.

Tendenz: Rinder gedrückt, Uebcrstanb, Kälber lebhaft, geräumt. Schafe ruhig, Schweine mäßig rege. Preis pro lOOPsdL

* Idyllisches aus Cetinje. In Cetinje ist das neue montenegrinische Parlament zusammengetreten, um Montenegros Erhebung zum Königreich ju proklamieren. Wird dieses Er­eignis die patriarchalischen Sitten und Gewohnheiten des Fürsten Nikolaus und seiner Familie irgendwie wandelit und 'ändern? Ein Berichterstatter desPiccolo", der gelegentlich Der Ver­mählung der Prinzessin Helene von Montenegro mildem da­maligen Kronprinzen und letzt regierenden Äöntß von Italien in Eetinje weilte, erzählt allerlei von dem idyllischen Leben des montenegrinischen Hofes. Es war an einem Sonntag, und es regnete in Strömen. Der Berichterstatter, der vom Fürsten emp­fangen werden sollte, wartete int Erdgeschoß des unscheinbaren. Palastes in einem Zimmer, dessen nach Der Vorhalle führende Tür weit geöffnet war. Plötzlich stürzte, ganz durchnäßt, aber trotzdem fröhlich lachend und scherzend, eine ganze Schar junger Damen ins Haus. Die eine von ihnen schloß rasch ihren Regen- chirm, Tief den anderen ein paar fidele Worte zu, stieß eine Tür auf und verschwand. Das war die künftige Königin von Italien, Die soeben aus Der Kirche heimgekommen war. Fürst Nikolaus mußte in diesen Tagen mehreren echt nationalen Banketten bei­wohnen; wenn bet diesen Festmahlzeiten der traditionelle .Hammel auf den Tisch kam, nahm der Fürst sein Dolchmesser aus Dem Gürtel, um das Tier zu zerlegen und jedem Gast sein Stück zuzuweisen. Der Fürst wirkte auch als oberster Gerichtshof, indem er sich einmal 'wöchentlich unter eine große Ulme setzte und die Klagen seiner Untertanen anhorte. Zu Weihnachten ging der Fürst wie der letzte seiner Untertanen in den Wald, holte sich einen Weihnachtsbaum und trug ihn selbst nach Hause. Die Fürstin Milena empfing ihren Gatten auf der Schwelle des Hauses mit den Worten:Willkommen, 0 Weihnachtsbaum!" warf dann, wie es die Sitte will, .Getreidetörner über

Ochsen.

Vollfleischige, ausgcmästcte, höchsten Schlacht- wertes, höchsteiis 6 Jahre alt......

Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemastete............

Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen.

Vollsleischige, ausgewachfene, höchsten Schlachtiv. vollfleischige, jüngere ..........

Färsen, K ü h e.

Vollfleischige ausgem. Fällen höchst. Schlachtw.

Vollsleijchige ansgemästcleKühe yöchstcnSchlachi- wertcs bis zu 7 Jahren........

Acltere ausgeinästete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe und Färsen ....

Mäßig genährte Kühe und Färsen.....

Gering genährte Kühe imb Färsen.....

Kälber.

Feinste Mast- (Vottniilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Mast- imb gute Saugkälber .... Geringere Saugkälber Schafe.

Mastlänuner imb jüngere Masthcumnel . . . Acltere Masthcmnnel unb gut genährte Schafe

35-40

2633 2225

Lissabon, 28. Aug. (12 Uhu nachts.) Die Repu­blikaner haben bei den heurigen Wahlen in ver­schiedenen Bezirken von Lissabon unb Oporto Mehr­heiten erzielt. C "r '* 1

jich die Wahlen in voller Ruhe vollzogen.

Außer in Lissabon und Oporto Haven auch in Beja Die? Republikaner bet den Wahlen Mehrheiten erzielt. Dia Wahlen werden nicht vor dem 30. ds. Mts. beendet sein. Die voraussichtliche Regierungsmehrheit wird auf 35 bi£.

gewicht Mk.

Die Cholera.

Wien, 27. Aug. Wie dasFremdenblatt" meldet, stellte der Arzt bei der am 25. August erkrankten 55 jährigen Arbeiter­frau Hänsel Cholera nostra fest. Die Frau ist gestern nach­mittag gestorben. Die Obduktion, die im Laufe des heutigen Tages vorgenommcn wird, wird ein endgültiges Urteil ermög­lichen. Wie dasNeue Wiener Tageblatt" meldet, sind noch zwei andere Frauen» als .choleraverdächtig im Franz- Josef-Spital eingeliefert worden, doch stellten sich beide Fälle als harmlos heraus.

Prag, 27. Aug. Die Abendblätter bringen Gerüchte über angebliche Eholerasällc in den böhmischen Bahnstationen. Nach zuverlässigen Informationen sind drei Personen aus Ruß­land über Podwoloczyska nach Böhmen gefahren und in Pardubitz ausgestiegen. Eine vierte Person, ebenfalls aus Rußland, ist in Leikmcritz aus gestiegen. Ta diese Reisenden aus verseuchten Gegenden stammen, wurden sie nach den bisherigen Vorschriften einer fünftägigen Beobachtung unterzogen. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß sie vollkommen ge­sund sind.

Rom, 27. Aug. In den letzten 24 Stunden sind in Bar­letta elf Erkrank ung en und neun Todesfälle an Cholera vorgekommen, in Andria ein choleraverdächtiger Fall, in Spinazola zwei choleraverdächtige Fälle, in Nuvo di Puglia em choleraverdächtiger Fall, bei dem der Erkrankte gestorben ist, in den übrigen Gemeinden der Provinz Bari hat sich kein neuer Fall ereignet. In Cer ignola wurden außer zwei choleraverdächtigeit Fällen ein Todesfall fest- gestellt, in Trinitapoli Drei Erkrankungen und zwei Todesfälle, in Margherita di Savoia fünf Erkrankungen und Drei Todesfälle, in San Ferdinands di Puglta eine Erkrankung und zwei Todesfälle.

Rom 28. Aug. In ben letzten 24 Stunden (von Samstag aus 'Sonntag) wurde in Andria eine .Erkrankung unb ein Todesfall an Cholera festgestellt, in Trant eine Er­krankung und drei Todesfälle, in Barletta sechs Er­krankungen unb vier Tobesfälle, in Moletta zwei Er­krankungen, in Can 0 sa bi Puglia unb in Bitontoje ein choleraverdächtiger Fall. In Cerignola sind zwei cholera­verdächtige Fälle vorgekommen, in Trinitapoli fünj Erkran­kungen, in Margherita bi Savoia eine Erkrankung unb brei Tobesfälle unb em choleraverdächtiger Fall. Aus ben übrigen Gemeinben der Provinzen Bari und Foggia wurden keine wei­teren Fälle gemeldet. ~

Konstantinopel, 28. Aug. Im Wilajet Erz er um wurden acht neue Cholerafälle festgestellt, von denen fünf tödlich Verliesen.

* Durchschaut. Herr (zum Soldaten):So, so, meiner Köchin wollen Sie anbänbebt; nein, lieber Freund, schlagen Sie sich nur aus dem Magen!"

* Zerstreut.Guten Tag, Herr Professor, einen hübschen neuen Hut haben Sie ba auf, und gar nicht teuer!" Ja woher wissen Sie denn ben Preis?"Nunes steht doch, vorn groß und breit daran: Sechs Mark sünszig!"

* Etikettefrage.Donnerwetter, da kommt der erste Mann meiner Frau! Muß ich den zuerst grüßen oder er mich?"

Hasswäsche ?1

.3-13 (mindestens 30 Pfund trocken ae-

Wertze ^den), gewaschen, gebleicht, geblaut

und zentrifugiert lausgerungen), also fertig bis sum Trocknen, kosten Mk. 2.10, jedes weitere Pfund 7 Pfa.

Trocken-Gclegcnbeit auf unserer mit verzinkten Drähten bespann­ten Bleiche (der Korb, ca. 30 Pfund, tur 18 Psg.f. Ab unserer Bleiche kostenlose Rückbeförderung in Ihre Wohnung durch umeren Wagen. Dampf-WaschanstaltEdelweiss amerikanische Neupiätterei für Herren-Wäsche Hrofdorfer Str. 12 Telephon 487

* Bei dem am 24. Juli in Stuttgart abgehaltenen Wett­schreiben des Deutschen Stenograph enbundes Gabels­berger foniUen von den 2300 Wettschreibern 1719 mit Aus­zeichnungen bedacht werden: 551 mit ersten, 567 mit zwecken, 423 mit dritten Preisen und 178 mit lobenden Erwähnungen. 174 Personen erhielten für ganz vorzügliche Arbeiten Ehren­gaben. Tie Hessen und Hessen-Nassauer, die größten­teils in dem Hessisch-Nassauischen (Mam-Rheiugau-) Verband Gabelsbergerscher Stenographen (Vorsitzender Lehrer W. Müller- Offenbach) organisiert sind, haben insgesamt 338 Auszeichnungen errungen, und zwar 129 erste, 123 zweite, 65 dritte Preise und 21 lobende Erwähnungen. Davon kommen auf 320 Silben 1, 280 2, 260 1, 240 3, 220 5, 200 35, 180 8, 160 52, 140 115, 120 116 Auszeichnungen. 38 Wettschreiber wurden mit Ehrenpreisen ausgezeichnet, u. a. bei 200 .Silben Hans Rolosf- G.ießen.

* Das Grab Napoleons III. Aus London wird berichtet: Das Kaiserliche Mausoleum in der Benediktiner-Abtei- Kirche zu Farnborough, das von der Kaiserin Eugenie als letzte Ruhestätte ihrer Familie mit einem Koftenauswaub von über 2 Millionen Mark errichtet worden ist, hat in letzter Zeck einen bemerkenswerten Ausbau erfahren. Zu beiden Seiten beö_ Hoch­altars stehen die Grancksarkophage, die die sterblichen Reste des Kaisers Napoleon III. und des kaiserlichen Prinzen enthalten. Hinter dem Altar führt eine kleine Tür zu dem Kloster, und über dieser ist jetzt einArcosolium", ein von feinem Bogen überwölbtes Nischengraü, wie es die alten Christen in den Katakomben zu bauen pflegten, in die Wand eingclaiien. Der von einem franzö­sisch en Architekten entworfene Bogen ist ganz aus Stein gearbeitet. Das Grab selbst ist noch leer unb ist augenscheinlich für Die Gattin unb Mutter bestimmt, die hier bei ihren Lieben Die ewige Ruhe finden will.

Märkte.

fe. Frankfurt a. M., 29. Aug. (Orig.-Telegr. desGieß. Ain.") Amtliche Notierungen Der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 20.7020.75, Kur-hessischer Mk. 20.7021.00, La Plata Kansas Nik. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mk. 15.15 bis Mk.15.35,Gerste (Wetterauer) Mk.16.0017.00, Gerste Franken Pfälzer RiedMk.l6.50-17.50,Klcie Mk.00.00-00.00,Hnser(alter)16.0016.75, (neuer) 15.09-15.25, Mais Alk. 15.00-00.00, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 dis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75-00.00, 3. Qualität Alk. 22.25 bis Mk. 00.60, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Mk. 23.0023.25, 1. Qualität Mk. 19.0019.50, 2. Qual. Mk. 00.00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Atk. 9.50, Weizenschale Mk. 00.0000.00, 9ioggcnkleie Alk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeune Mk. 00.0000.30, Raps Pik. 23.00 - 00.00, Biertreber 12.2512.60. Alles per 100 Kg. ab hier. , , . ,

fc. Frankfurt a. M., 29. Aug. (Orig.-Telegr des ,,Giev. Anzeigers".) K a r t o f f e l in a r k t. Man notierte: Frühkartoffeln m Waggons Mk. 5.500.00, im Kleinhandel Mk. 6.500.00 für je 100 Kg.