Ausgabe 
19.3.1910 Zweites Blatt
 
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Samstag L .März 1810

160, Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 66

Erschemt tL-Uch mit Ausnahme des Sonntags.

Neubau

von-biSvon-biS

Ochsen.

77

43

39

73

74"r

42

37

68

80-00

80

40

04üb 6971

54

70

des

3'/iO/o Reichsanleihe

37«

do.

f 180.80

Türkenlose . .

4% Griech. Monopol-Anl. .

112.10

äussere Argentinier

Io

Börse« 18. März. Aafaa?acun.

starke

3

Chauifetirkurse.

62

54

57

49

22.70

159.30

134.00

105.40

180.90

54

54

199.70-

175.80

Harpener Bergwerk Laurahtttte . . .

Lombarden E. B...~ Nordd. Lloyd.... .'*1 Türkenluso . e, < .«

6064

50-58

87-103

80-85

95

82

70

69

48.60

91.20

69.50

99.80

DieSiehemr $amilienblätter werden dem Anzeiger" viermal wschentlich beigelegt, das Krcisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Dortmunder-Union C."- Dresdner Bank . ,e Tendenz : fest.

sr? 242.20

111.50

54-55 6971

5455 6970

9310

84.20

93.10

, 84.25

91.80

92 00

. 99.90

. 98.55

. 95.30

. 104.80

. 65.30

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........

Vvllfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht .......

Fleischige Schweine

31

27

Hörgern findet die Uebergaoe der bereinigten Grund­stücke noch in diesem Herbst ftatt.

-X- Büdingen, 18. März. Die Arbeiten am Rathaus

Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber.........5262

'Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 4851

Schale.

Masllämmer und jüngere Masthammel 4000 Schweine.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersilätS - Buch- und Steindruckerei. 9L Lange, Gießen.

sind so gut wie beendet, und am 30. März, bemi Geburtstag des Fürsten Wolfgang, wird die Einweihung in Gestalt eines Festrnaihs mit nachfolgendem Bankett vollzogen. Tas 1458 unter dem Grafen Tiether von Asenburg erbaute Rathaus kehrt der engen Altstadt" die schmale Front zu, die von einem hohlen Staffel­giebel geziert ist. Das Ganze wird seit undenklichen Zeiten von einem Storchnest gekrönt. Ti« Front und der ganze Unterbau sind in Sandstein, ein Teil der oberen Stockwerke in Fachwerk crusgeführt. Tas ganze Erdgeschoß nimmt ein einziger ballen- artiger Raunt ein, dessen Tecke von vier mädjtigen Säulen aus Eichenholz getragen wird. Ter Raum hatte früher als Kauf­halle, dann als Stall gedient und befand sich in äußerst ver- mcchtzlostem Zustand. Trotz der Steinsockel war die Feuchtigkeit, da kein Keller vorhanden ist, in die Holzfäulen gedrungen, und die Pferde hatten das mürbe gewordene Holz zernagt. So war man genötigt, den unteren Teil der Mosten zu erneuern. Jetzt ist der ganze Raum stilgerecht hergestellt. Ter Eingang führt durch

L'cbenb» Schlacht» fl cwtchk

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten

Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 4245 7679

Junge, fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete...... 3841 7874

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

Stadt und Staat geteilt.

8 Astlar a. b. Dill, 17. März. Die Firma Berkenhoff und Drcbes hat ihre Drahtzieherei so vergröbert, dast etwa 200 Arbeiter mährend der Wintermonate eine lohnende Beschäftigung fanden. Auch im benachbarten Merkenbach hat die Firma ein gleiches Werk begründet.

X. Hanau, 18. März. Den Stadtverordneten lag ein Magistratsantrag vor, wonach den verheirateten städti­schen Arbeitern für jedes Kind unter 14 Jahren eine wöchentliche Lohnzulage von 1 Mk. gewährt werden soll. Nach längerer eingehender Debatte wurde folgender Antrag des Finanzausschusses angenommen:Die Stadtverordneten- Versammlung erklärt sich bereit, einer Vorlage zuzustinunen, welche bezweckt, die städtischen Arbeiter mit Kindern bei der Beschaffung gesundheitlich genügender Wohnungen zu unter­stützen. Sie ersucht den Magistrat, eine diesbezügliche Vor-^ läge durch eine gemischte Kommission vorbereiten zu lassen. Der Magistrat wird ermächtigt, bei Neueinstellung von Ar­beitern der 4. und 3. Lohnklasse, wenn solche Kinder unter 16 Jahren besitzen, über die Mindestlohnsätze der Klasse um 12 Stufen hinauszugehen.

3°;0 Portugiesen Serie I

3°;0 Portugiesen III 66.35 4,/,0/J russ. Staatsanl. 1905 100.25 4V2°/o japan. Staatsanleihe 98.30 4% Conv.Türken von 1903 94.80

3'/,"/, Hessen / -7..^.^".'A 3'/,"l Oberhessen : 4°/n Oesterr. Goldrente.- 4'/r,°/n Oesterr. Silberrente 4Ungar. Goldrente ...

4°. Italien. Rente . ... v

^Goldisan

Märkte.

F.C. Wiesbaden. Vieh hol-Marktbericht vom 18. März.

Austrieb: Rinder 82, Kälber 96, Schafe 83, Schweine 201.

Tendenz: Rinder schleppend, Kälber mittelmäßig, Schale nntlel- mäßia, Schweine mittelmäßig. Preis Durch-

pro 100 Psd. schnittspreis

. 182.60

. 136.40

-. 258.50

-. 94.30

. 165.30

Färsen, K ü h e.

Vollflelschige ausgeinästete Färsen höchst. Schlachtiverles . . 4044 7277

Vollfleijchige ausgemästcte Kühe höchst.

Schlachtlvertes bis zu 7 Jahren . . 3539 6770

Weitere ausgeinästete Kühe und wenig gut entivickelte jüngereKühe u. Färsen 3033

Mäßig genährte Kühe lind Järsell . . 2529 Kälber.

3°/0 Mexikaner .....

4/i% Chinesen .

Aktien:

Bochum Guss .... ...

Buderus E. W. . t

Tendenz: fest.

Berliner

Canada E. B. . . .

Darmstädter Bank .

Deutsche Bank . .

Vebeub« LLlacht« pro 100 Pfund gcwtchr - ..

bester Ersatzur eenten -------

14karätige Goldauflage. 10 jährige urkundl. Garantie für gutes Tragen, sonst verbürgter Umtausch. Elegante Original-Etuis. Billige Preise. Erhältlich in Goldwarenhandlungcn.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für vberhesien

Teäetfonäsche KurstoeirBcMe

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für. Handel und IndnstrM^ßl^seii.

Frankfurter Börse, 18. März, 1.15 Uhr.

Hierzu hot man die frühere 9ta lsdienerw-ohnung benutzt, die mit dem Hauptgebäude harmonisch verbunden und mtt großein Go­ch ick dem neuen Zweck dienstbar gemacht ist. Bon do tritt mait in den Saal, der einen ebenso behaglichen wie würdigen Eindruck madjt. Ter Boden ist sorgfältig trocken gelegt und parkettiert; an den Wänden zieht sich eine Täfelung aus Eichenlwlz hm, zwei, große, drmkelgrüne Tonösen spenden Wirme. Auch der »Jbcrjtmn hat sich sehr zu seinem Vorteil verändert. Bon dem großen, niedrigen Saal, der früher zu Konzerten, Bällen, Wählerverianttw. lungen u. a. diente, ist ein kleinerer Saal für die Sitzungen des Gemeinderats abgeteilt. TuS üb ritte nehmen.die lehr bel-aglichen und zweckmäßigen Räume der Bürgermeisterei ein. Tie land­wirtschaftliche Winterschule, die seither zwei Treppen IM unter- gcbic.ckt war, findet anderwärts ihr S?eim. Die Anregung zu dem!

Umbau hat Pros. W a s b e - Tarrn stndt gegeben, die Pläne im' einzelnen Regiernngsbanmeister Freu ausgearbeitet, bem auch dw Bauleitung oblag. In die recht erheblichen .Kosten haben nch

106.25 140.00

201.50 215 00

142.40

199.75

175.80

105.20

103.80

180.00

136.00

258.50

148.50 11'6.30

165 00

213.40

Rheinische* .........

TörhniLnm Rinnon Maschinenbau,Elektrotechnik,Bl

I eCnnlKUm Dingen Automobllbau, Sriiekenhau W:

3'/,% Konsole

3°/o do.

dengeschrei aus. , , .

Nachdem die Sitzung des Repräientantenyauses um 4 Uhr nachmittags wieder auf genommen worden war, wurde mit 164 Stimmen gegen 150 Stimmen e n Bertagungsmttag angenommen. Gegen die Verlegung de§ Amtrgerichtrgebänder in Friedberg.

Etwa 200 Einwohner Friedbergs haben eine mit ihren Unterschriften versehene Eingabe an die Landstande ge­richtet, in der ganz im Sinne der von uns aus Friedberg

Elcktriz. Lahmcyer . . ", . Elektriz. Schuckert . - .'v . Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk Laurahiitte . . . . > .

Nordd. Lloyd .

Oberscbles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. , . . Darmstädter Bank . .

Deutsche feank . . . . Deutsch-Asiat. Bank .

Diskonto - Kommandit . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . .. ... . Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn ... ,'i,"»

Gotthardbahn . . .Si.f;, Lombard. Eisenbahn .p. g. Oesterr. Staatsbahn Prince: Henri - Eisenbahn <*.

x ... .... ! veröffentlichten Artikel gegen die Verlegung des Amts- das schmale Rathausgäßchen. Mangelangt z nerst in die.Garderobe

(Eine Karte der englischen Oderwettherrschaft. qerichtsgebäudes Einspruch erhoben und der Ausbau des

Wir entnehmen derDeutschen volksw. Kvrr.": jetzigen Gebäudes befürwortet wird. Die Eingabe lautet

In manchen englischen Schulen sind sonderbare Welt- nach dem ,^Oberh. Anz." u. a. wie folgt:

karten zu finden. Nach der beigegebenen Erläuterung ist Dem Hohen Landtag in Darmstadt gestatten sich.die ergebenst Großbritannien mit roter Farbe bezeichnet, ebenso die eng- Unterzeichneten das Folgende zur geneigten Berücksichtigung zu

.Seiner Jagt die Cr. »e^ gebracht, b.8 Grotzherzogliche Re.

lischen Kolonien und Besitzungen, t läuterung, daß dieübrigen: englischen Besitzungen" mit sitzige"Ämtsgerichtsgebäud'e zu

blauer Farbe martiert )inb. Was versteht man ^igtanb ^e beS neuen Bahnhofs einen Ne

außerhalb der Kolonien unter denübrigen eng i|chen Be- errichten. Wir sind mit der hohen Regierung der Ansicht, sitzungen"? Die Antwort gibt die erwähnte Karte. Alle ba& bic jeti,gen Amtsräume für den Betrieb unseres Amts» Meere sind darauf mit blauer Farbe bezeichnet und iie geridjt^ unzulänglich sind. Aber schwere Bedenken hegen wir erweckt so anschaulich als möglich die Borstellung von der gegen die Absicht der hohen Regierung, das Amtsgericht von Oberseeherrschaft Englands. seinem retzigen Platz, inmitten der Stadt, an »>« }«Me

Im Kriegs,alle will offenfrar England diese Schulkarte sette der Stadt zu vcrlcgcu Unsere «arge b«uht aus den Er in die Wirklichleit Umsetzen. . Nach der Kriegserklärung be- «»«»«««.KU-UHes« «mSW i?ÄwÄ ansprucht es auf Grund seiner ^lottenmacht die unum- ^ ^d ben Geschäften in der Altstadt mit der Zeit verloren schränkte Herrschaft auf allen Meeren biv dorthin, wo die 6 0^ i)Qburd) 'ic^n 2ci( unserer Stadt uneinbringlicher

Wellen des LzeanS die feindliche Küste bespülen. InEas^ Schaden entsteht. Zur näheren Begründung dieser Befürchtungen siers Magazine" von 1897 schrieb Sir Charles Tilte: I yci bemerkt, daß der Bahnhof an das Südende der 2tcwt verlegt Bei einer Kriegserklärung müssen die Oberbefehlshaber wird. Daß dadurch eine starke Verschiebung des Zerkehrs em- der englischen Flotte und die Lords der Admiralität als treten wird, ist wohl unbestritten. Eben o unbestritten ist die H-uptaufaabo ins Auge süssen, unsere Grenzen bis vor die storke Entwertung aller Jmmob'ltm s^°bl -n dein alte^ Bahn

d-s°T°ind-s uurzudehn-n und die ganze Meeres,lache U mit

jn englischem Gebiet zu machen! der Verschiebung des Verkehrs wird eine Verschiebung des Ge-

Eine noch anschaultchere Rachbttdung dteser Weltkarte 5^-^ unfehlbar Hand in öanb gehen. Aber nicht nur der hat Dr. Alexander von Peez, der Nestor der osterreichi- Bahnhof wird nach dem Südende der Stadt verlegt werden: die schon Volkswirte, seiner neuesten inhaltvollen Schrift unter meisten staatlichen Behörden sind in Neubauten 1m Mdlichen dem TitelEngland und der Kontinent" beigegeben. Auf Teil bet Stadt untergebracht, und wenn nun das Amtsgericht dem Umschlag dieser Schrift finden sich die Karten der ebenfalls dorthin verlegt wird, ist dw AMtadt, d. h. der Teck beiden -Lalbtugeln der Erde in duntelrot, hellrot und weiß unserer Stadt, ni dem sich ausgeführt. Dunkelrot ist der englische Landbesitz markiert Verkehr^Kund^chaf^z^ in

und hellrot die xnglrsche Oberherrschaft über bie Tlcerc L n9 staatlichen Aemtern verkehrenden Publikum vollständig ab- Unter dieser Voraussetzung wurden annähernd ßter Fünftel ^sckmitten Die Befürchtung, daß sich der größte Teil des Ver- ber Erdoberfläche einschließlich des Meeres unter englischer bann in ben südlichen Teil der Stadt verziehen wird, Herrschaft stehen und England allen Staaten weitaus über- tzgmit doch sehr begründet. Wir wissen sehr wohl, daß wrr legen sein. die Verschiebung des Verkehrs nach dem südlichen Teil der Stadt

Indessen wird man die Peetzsche Karte zunächst als nicht aufhalten können und haben uns mit dem ©ebanfen einer eine Darstellung der größerbuitischen Aspirationen auffafsen schweren Schädigung unserer.Geschäfte vertraut machenmusiew müssen. England reklamiert für sich die i^t a^d) naä b ut & ei u e $ er-

wird aber genötitzt sem, sie immer wieder krisch en Schädig ng^d^ Altstädten *eiter gefördert wird,

Zeiten zu verteidigen und neu zu erkämpfen, da eme so der ungeheure Schaden, der uns in Aussicht steht, durch hochfliegende und weitgehende Aspiration niraends An- staatliche Maßnahmen noch weiter vermehrt wird. Die Möglich- erlennung finden kann. In der Markierung der Meere durch Ausbau des jetzigen Gebäudes die uot- ist Dr. von Peez hier und da etwas zu weit gegangen. Für wendigen Räume schaffen zu können, dürste wohl gegeben sein, das rote Meer läßt sich die rote F^arbe doppelt begründen, und wir dürfen uns der Doffnung Umgeben, daß unsere Be- nicht nur and dem Namen, sondern weil das rote Meer fürchtungen bei den Entschließung en ustl erer Volksv erlr etungauf uWweifelhaft unter der unmittelbaren englischen Dfrer^ !?nncn unb cinc ScrIe0Un9 bCy

schäft steht, die in Aden und am Sueztanal feste Stützen gerichtes vermieden wird. ~ -

besitzt und die Durchfahrt von Fall zu Fall überwachen «» fadt und £aitd»

kann. Dagegen läßt sich die rote Markierung des -schwären AN- -tdOl UUO

Meeres kaum aufrecht erhalten, nicht sowohl wegen der Be- Gießen, 19. Marg 1910.

Zeichnung schwarz im Namen dieses Meeres, sondern weil ** Justiz p sl eg e. Das Justiz Minister rum hat, es ein geschlossenes Meer ist und von englischen Kriegs- offerbar um eine raschere Abwickelung der Schöffen-, schiffen nicht befal)ren werden darf. Auch die rote Mar- g er i ch t s v er h a n d l u n g e n in unbedeutenden Fällen zu rierung der Ostsee ist nicht ganz zutreffend. Mindestens erreichen, an die Amtsgerichtsvorstände des Landes ein Würde es für die Engländer nicht leicht sein, sich> im Kriegs- Zirkular gerichtet, in dem darauf aufmerksam gemacht wird, fall auf der Ostsee zu behaupten. es sei nicht unbedingt nötig, daß sich das Gericht behufs

Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat England sein Urteilsiällung jedesmal ins Beratungszimmer zurückziehe. Macht- und Interessengebiet weiter ausge- Es sei nach dem Reichsgericht zulässig, daß Richter und de Hut als je zuvor. Während die englischen Staats- Schöffen sich im Gerichtssaal in für die Zuhörer nicht ver- männer versicherten, daß England nichts begehre, weder stündlicher Weise über das Urteil verständigen. Allerdings neuen Landbesitz, noch Goldfelder, legten sie die Hand au| tomme dies nur in Frage, wenn es sich um einen einfach Cypern, Aegypten, Birma, Natal, Rhodesia, auf die Buren- und klar liegenden Fall handelt und wenn die Schöffen republiken, auf gewisse Teile Siams usw. Tatsächlich haben sich nicht dadurch behindert fühlen.

sie in den letzten vier Jahrzehnten des neunzehnten Jahr- * In der Großen Mühlgasse sollen nun die alten Hunderts das Gebiet des britischen Reiches von 12i/d auf Häuser abgebrochen werden. Gestern sind die AbbruchS-- annäbernd 30 Mill. Quadratkilometer gebracht, also mehr arbeiten von der Stadt an drei Unternehmer vergeben worden, als verdoppelt. Immerhin darf man nicht übersehen, daß Hoffentlich blüht bald neues Leben aus den Ruinen. Die nach Manchen Richlungen hin England Emstuß. auchi eine beg [d)on fertigcn Teiles diei-s Strahenzuges

zchuten^^Jahrhuni>ertS stand Holland'intter^der^ Prestige wünlchen daß man die Straße in Grotze Mih-straße um. Englands. Auch im alten Königreich Hannover übten die taufen solle, denn die Bezeichnung als Gasse paßt nicht mehr Engländer weitgehenden Einfluß. Heute sind die Engländer für die veränderten Verhältnisse.

nicht nur aus Hannover, sondern fluch ans .Holland ver- " Leichenfund. Gestern mittag wurde m der Wieseck drangt worden und finden dort für ihre politischen Aspira- die Leiche des au§ dem Elsaß stammenden Musketiers rinnen keinerlei Stützpunkte mehr. In Spanien und Nor- Lutz der 10. Komp, des hiesigen Negts. aufgefunden. Lutz wegen ist der eirglische Einfluß, trotz der dynastischen Ver-Sonntag, 13. Febr., verschwunden und man nahm bindnngen noch nid)t merkbar gewachsen. aUaemein an, er sei desertiert. Er war an dem Abend zu-

man gut tun, auf ben neuesten Ddahnru, des Nest( 't m e,nec Wirtschaft in der Marburger Straße gesehen

UbÄevben und es .sl anzunehmen. d°b L>,tz den Weg nach der ^erkennem und sw, dage»^ na^Mäglichkeii M wappnen, ^/^^^kurzen^ w°M-.^u^er W.esen^ gmg^ un^s^.n

Line Dauersitzung des Repräsentantenhauses in = suienborf a. d.Lumda, is. März Am i.Apr, sind es 25 Jahre, daß dem Krersstraßenwar

. 1Q'/ ' n- Won Wießner dieses Amt übertragen wurde. Möge es

»rÄÄ; ^m , Jub.ln- °--g«nn. fein, auch nach sein sojähriges

mar heute mlorgcrt 9 Uhr noch immer nicht beendet. Die Ursache I Jubiläum feiern zu tönnen.

dieser außergewöhnlich lange andauernden Sitzung liegt in einem -ch. Eberstadt b. Gießen, 18. März. Das im vorigen Streit, in den der Sprecher Joe Cannlon .mit einer lehr |m Rohbau fertiqgestellte neue Schulhaus wird großen Minorität des Hauses geraten ist Du Tenvkltten haben t instand gesetzt; es soll bis im Herbst beziehbar

im Verein mlit einer lehr großen Anzahl bem Sprecher feindlick) I P üb i a b r s aus! a at ist hier und in der

gesinnter- Republikaner eine Entschließung eingebracht, noch welcher em. -^Dre- Fruyi av r s aus^aar rst mer uno m oer ein GeschäftsordnungsauSschuß gebildet werden soll, dem der Umgegend nahezu .vollendet. Die Fe ld ver ernr Sprecher selbst nicht angehören darf und der sich nut der Ausgabe I g ungsarbeiten in der hiesigen Gemarkung werden vor zu befassen hat, die Macht des Sprechers zu beschränken. Tie Herbst 1912 wohl kaum feniggeftellt sein. In Ober- Annayme dieser Entschließung würde wohl die Ternisiion des c"'k^ *

Sprechers im Gefolge parirn. Tie Länge der Aussprache zeigt, wie mächtig die Minorität bereits ist.

Um 2 Uhr nachmittags brachten die Anhänger des Sprechers im Repräsentanten hause einen Antrag ein, nach dem sich das Haus bis 4 Uhr vertagen sollte. Tiefer Antrag wurde mit 161 Stimmen gegen 151 Stimmen angenommen. Als das Ergebnis der Ab­stimmung bekannt gegeben würde, entstand ein unbeschreiblicher Lärm. Tie Anhänger Eannons brachen in ein betäubendes Freu-