Nr. 76
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WvrtGaS und seine Geschi chts. Der belgische Chemiker Johann Baptist van $el nto n t (1577—1644) hat als Erster die Bezeichnung „Gas" in die Sprache eingeführt, und die F-achaelehrten sowie die Sprachforscher haben sich lange darüber gestritten, woher er die Bezeiüxuung genommen hat. In der „ChemiLerzeitung" gibt Max Speter ausführlichen Bericht über die Geschichte dieses Streites und Über die Ableitung deS Namens Gas. Temnach ist, die Annahme, Lelmoitt habe „Gas" durch Umbildung des griechischen Wortes Chaos, die lange Zeit Geltung hattt-, barm aber in Verruf kam, neuerdingS w-ieder äusgenvmmcn worden. Andere hielten nicht Chaos für das ursprüngliche Wort, sondern das Sanstrttwort Akasha, womit die Vedenuteratur seit uralten Zeiten den Lichtäthcr benennt. Ramsey wiederum ist der Ansicht, bafj. das Wort Gas von Geist abgeleitet sei. Wichtiger als die Etymologie des Mortes Gas ist »aber seine Geschichte.
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'Jtadt Öelmoiits Tod geriet es mer liuurdigerwrii in Bergest enheil! and wurt'e erst von Macquer in seinem 1778 enapenenen < A.ictv;>n* aaire de (Slxntie wieder aufgenommen. Daraus überilaym dann chmoisier das Dort in fein System (Tratte elementairc, 1 röyi. Zu Deutschland kam die Bezeichnung „Gas" fajon iw, tm An schlich an die SBeriditc über die Eallonaufftiege Ptontgolfters zu Varis, in n)ebrauch. Es hieß damals noch „der Gaz . Tas Sgci-t kam bald allgemein in Anwendung, aber noch der bekannte Wörterbuchversasser I. Chr. Adelung sträubte sich heftig gegen
,,barbarichte Wort", das L>elmont, ein „Sclstv armer und Alchh- mist der ersten Graste" aus dem tzebräichien entlehnt, wenn er es nicht vielmehr aus dem Lolläiidisdieu Geest (Geiste verstumuielt nabe; ec hofft, ,ü»st unsere Ncaturkundige ein schicklicheres Wort, ,,-chches nullt so sehr das Gepräge der Alclchmie an sich hatte, ausfündig maditat." Tie Jokge hat di^'en Wunsch Adelungs in Erfüllung sehen lassen. Trotzdem der Begriff „Ga^ mannigfachen und großen Wandlungen unterworfen war, ist das von van Belmont geprägte Wort bis auf uns erhalten geblieben.
* „Nun, hat Ihnen Ihre Spazierfahrt in der Taxameterdrvschke gefallen ?" — „91W bedeutens. Meine Aufmerksamkeit beschäftigte sich sehr mit dem Taxameter."
* Alles verstehn, heißt. . . „Sixt, ZeMzi, immttt hast g'schimpft, wann i an Schwips g'habt hab-', und jatzt hast selbst an’n!" — ,La, wvastt, Se-ppl: w schon hab t Mirs halt nimmer denkt!"
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einspritzung zu geben, wodurch metfanid erzielt wurde, dast auch das kranke Vieh nicht in don Quarantänen reagierte.
Ssche^Regierunysblatt „Politiken" lägt sich aus an- seblich guter Quelle Mitteilen, day der Aus.chust,. welcher die strengen Tubertuliuprüfungen der letzten Zett veranlaßt habe, nicht ton der Zenttaladministratfan in Berlin, sondern von der Re- oierung in Schleswig ausgesandt sei. Tae „Politiken bemerTt, Has- höchsiwahricleinlich diese spezielle Untersuchung Mit den Beratungen in Verbindung stehe, welche in dw,er Zeit beim kaiser- lichm Gesundheitswesen fast täglich betreffs der neuen Ge,ctz- aebung über Viehkrankheiten und Anjteckuug stattfinden. Auch weist das dänische Regierungsblatt auf die Tatsache hin, dast vor vier Wochen in Apenrode ein neuer Kreistierarzt fern Amt an- gctteten habe: dieser Hobe festgestellt, dast eine ausfallend yroße -'»al>l dos eingesührten dänischen Viehs auf die Tuberftilmprutung reagiert Halo: diese Tatsacl>e habe den bei der schleswigschen Liegierung beschäftigten Tierarzt veraiklasst, in Apenradc, Flensburg und Altonw-Bacenieid die in Frage stehenden Unttrsuchun^m vor- zunohmen, und hierbei habe sich denn l-erausgeitellt, dast sak- tisch 28 bis 29 Prozent des dänischen Viehes aus bic'^uberhthit- Prüfung reagiert habe. Ter Berliner Korrespondent der „Politiken" bat ein Gespräch mit dem Ches der Vetminarabteilung des kaiserlichen Gesundheitsamtes, Derrn Geheimen Regierungsrat Pros. Osteitag, gehabt und diesen gebeten, sich über die geick^rfte Kontrolle gegenüber der Vieheinftchr aus Dänemark auszujprechen. Ter h^chrime Negieriuigsrat erklärte, daß er von der Entsendung emcs Ausschusses nichts wisse und überhaupt nicht wünjche, sich über diese Sacl)e auszusprechen. Er verwies den dänisclien Korrespondenten cm dos Landwirtschaftsministerium: aber auch hier wollte man eine ofsivefte Tarstellung der Angelegenheit nicht geben. Ter Landwirtstlxistsminister erklärte aber, dast von ihm aus die Anordnung der schärferen Kontrolle nicht getroffen worden sei. Bon „Politik" iisznh welcher Art iei aber hier keineswegs die Rede! .
Tänische Sachkundige haben erklärt, dast Man sich hier in Tänemcrrk bisl)er vielfach darüber gewundert habe, dast in Den deutschen Quarantäneanstalten die Tuberkulinprüsung wirklich in den allermeisten Fällen einen so außerordentlich günstigen Ver- lcruf gcnommxm habe: deSlwlb sei die NachrM van den Ergebnissen der von der deutschen KoMmisschn jetzt angeordneten strengeren Prüfung, iverm sie auch zwar zunächst wie ein Mitz von '.Harem! Himmel aus die Tänen gewirkt habe, — wenn man ruhig (über die ganze Sache nachdenke, nicht geeignet, „Sensation" zu erregen. Ln Dänemark ist mau in maßgebenden Kreisen der Ansicht, daß die im Jahre 1897 preußischerseits angeordnete Tuberkulinprüfung von Vieh, das in wenigen Tagen geschlackMt werden sollte' vernünftigen Sinn sei, weil man ja gerade nach dem schlachten eine viel günstigere Gllegcichoit bekomme, die etwaige Krankheit ber Tiere zu beurteilen a.s durch die Tuberkulinprüfung In den ersten Jahren nach 1897 ließen die dänischen Viehextwrte dachenige Vieh, welches sie ausführen wollten, in Dänemark schon mittels Tuberkulin prüfen: dichenimn Tiere, welche reagierten, wurden tn Tänemark geschlachtet. Nach und nach erfuhr man aber hier, dast die Untersuchung der Tiere in den deutschen Quarantänen teilte strenge war; und nun fingen die dänischen Exporteure an, den aus »uführemwn Tieren hier fdjon eine nicht zu schwache Tuberkulim
Die deutsche vieheinsuhr aus vänemarf.
Begreiflicherweise ist man in Tänemark durch, die Nackuicht ton dem lebhaften Reagieren des nach Lhleswig-Volstein aus- geführten lebenden Viehes auf die Tuberkulinprobe lehr unan- flenebm berührt. Eine offizielle Erklärung aus. dannchen Jit' gierungskreiscn liegt aber, lesen wir m einem Briei der „Natto- nalztg." aus Kopenhagen, noch nicht vor, und die dortigen Zeitungen er Hären, daß der vom „Koldings Folkcblad" angeregte Gedanie, die dänische di^ieriina möge Unterhandlungen mit der ^taats- regierung in Berlin über die fragliche Awgelegenheit em leiten, sicher ganz unpraktisch fei. „Das einzige, was wir .men tun können, um svlci'7 Kalamitäten zu vermeiden, — p erklärt ein einflustreiclies Blatt „ist dies eine, in Zukunft nur solche Tiere auszuführcn, die bereits hier die Tuberkulinprufnng bestanden haben; gleichzeitig müssen Kr mis aller Kraft daran arbeiten, durch das Tuberkulin die Tuberkulose m unseren Vieh-
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W» Ein n. aut. Sabrrab iebtb. u vett Aabrungoberg 7. r27‘28) Guletbntt Toia z. verkam __________Rooniiranc 30 v. Diöbcl: zwei Leim. m. Mair, 'tinöerbelt und Sovba bittia jn jerf. stumkiuner Ltt.7II. IO Waich' u. Jrcbfrbüttc Ä-ucrl hiieiLi'MKr.'LleinwegS.jMtt tonte» icchsiitriace' 'Lircak u. ne Laümaichinc bitim zu ver- uiien. Karl Euler, >7^1 frMiuntw nt- o- _
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Die neue Sahn vad - Nauheim —Sntzdach.
T-ie landespolizeiliche Abnahme der Wettcr- talbahn Bad-Nauheim —Rockenberg fand gestern vormittag in Amvefenhett von Vertretern der Eiienoahndirektion Frankfurt a. M., den RegierungSraten Drelckstr und Lohmeyer, den Veitrelern der Staalsregiermig, LbcNinanzrat Rhode, Geh Oberbaurat Kilian und Gel). Rat Düffert, den Vertretern d.s Kreisamts F-riedberg, Kulturtnspekdor X)erl, Bercmigungstimmst 1 ar Schnittspahn und Baurat Gom-'el, dcm^ Vertreter Großh Badedirektion Bad-Nauheim, Gel). Baurat x<r Eier, den Vertreterii der Eiscnbahngeseli>chast Lenz u. Camp., Geh. Baurat M-Hr und den Negieirrngs >aumeisbern Reh und finunann, dem Vertreter der Stadt Bad--9?auheim, Beigeordn. Lentz, sonne den Vertretern der beteiligten Gemeinden, Bürgermeister J-alk-Steinjurth, Ächnirdü Oppershofen und Wettner-Nockenbera, statt. Um ' _>11 Ulst jetztt sich der Zug in Sciuegiing, um nach kaum 2 Minuten Idjon Die ersten Protestier in Empfang ni nelstwen. So ging es die kurze Stteckc bis nach Steinfurth beinahe zivei Stunden lang. Am Steinfurther Bahnhof hakte sich fast die ganze Gememdc eingesunden, um einesteils das Weltwunder zu betrachten, auderw teils aber, um Einspruch gegen das zu kleine Bahnhossgebaude und vor allem gegen deii zu heilten G'tterraum zu erheben. Lteimurth nämlich hat außer dem freien Gelände iM für ll6 000 Mark Obliaativnen der neuen Bahn übernommen. Da nun die Gartner dieses Ortes allein in den Monaten Oktober und November ctioa 100 Waggons Rosen usw. zu versenden haben, muß em großer Güterraum erbaut werden, was denn auch von der Beiichtigungs kvmmission bereitwillig zugesaigt wurde. Damit war die,e Aiv- gelegenheit erledigt. Ein weiterer Umstand bot schiverwiegendere Bedenleii. Ter nach Steinftirth bestellte Stationsvorsteher, ein verheirateter SDiattn mit Familie, kann beim besten Willen keine Wohnung erhalten, weil die Steinfurtlstr dann erst nachgeben wollen, wenn der Bahnhof vergrößert wird.
Bon Steinfurth aus ging die Fahrt nach Oppershofen und während dieser wurden innerhalb einer Stunde die ebenfalls zahlreichen Eiwrendimgen zur gegenseitigen Zufriedenheit gelöst. Jii kurzer Zeit gelangte bann der Zug an die Endstation Rv cke ii- ber g , da von dieser Genreinde keine Einwendungen erfolgt waren, und 'das gestellte Oöelünde fast lediglich Gemeindeelgentum war. Um V»3 Uhr war die Arbeit erledigt.
Bezüglich der Rentabilität der neuen Bahn ist zu Grunde gelegt, daß die beiben Quarzitbruchstern-Gesellsrl-aften einen jährlichen Versand von 2000 Waggons haben. Dazu kommt noch der Versand einer großen Koffersabrtt, der lebhafte Handel mit den Jndustrieerzeugniisen des Landcszuchthauses Mcarienschlvß usw., sowie die überaus große Produktionsfahigkeit der ganzen östlichen Wetterau. Die neu eröffnete Linie luit ihre Fortsetzung nordöstlich nach Lich-Grunberg, westlich nach Butzbach in die Main-We>er- Bahn. Die neue Strecke wird am 2. Ap'ril dem Verkehr übergeben: vorerst sind 4 Dirrchgangszüge nach jeder Richtung vor-
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