Vie Hochzeitrfeierlichketten in Lich.
(Bon unserem Sonder-Berichterstatter.)
y. Lich, 23. Mai.
Tas Städtchen Lich mit seinem Wahrzeichen, dem Turme bei der Marienkirche, und dem im schönen Schloßpark hinter Bäumen versteckten Fürstensitze, ehrwürdig und lieblich, ernst und heiter zugleich inmitten eines Kranzes von blühenden Bäumen, mir fr schon anmutig aus jeden, der es in gewöhnlichen Tagen sieht. Wird aber gar wie heule ein übriges getan, Tannen und Maiengrün, Fahnen mit) Standarten dem Alltagsbilde hinzugefügt, dann streitet das alle „Lichom" mit der Landschaft um den Schönheitsprei,
Schloß und 3tat)t, lohne die stattliche Marienkirche sind seitlich geschmückt. Flaggen in solmsischen, stolbergischen, hessischen und deutschen Farben wehen von dem Äblosse und den Gebäuden, die Straßen mit ihren altertüm.ichen Häusern prangen im Tannengrün. Ter Hochzeitsfeier der Prinzessin Torothca zu Solms-Hohensolms-Lich mit'dem Prinzen Hermann zu Stolberg-Wernigerode gilt der Fest- fchmück. Zahlreiche fürstliche Hocbzeilsgäste sind im Laufe des heutigen Tages eingetroffen. Ter Bräutigam traf am 21. im Schlosse ein, kurz nach 4V2 Uhr nachmittags am gleichet! Tage der G r o ß h e r z o g von Hessen, von London' kommend. Er hatte den D-Zug 2 Uhr 28 Min. in Wiesbaden verlassen und war mit dem 9üito direkt nach Lich gefahren. Großherzog und Großherzogin werden im Laufe des 25. Mai nach Darmstadt zurückkehren. Ter. Großt-erzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin hat gestern abend wegen plötzlick)er Erkrankung an Halsentzündung seine Teilnahme an den Festlichkeiten abgesagt und seinen Adjutanten v. .Heintze als Vertreter hierher entsandt.
Das Schloß^und die Gasthäuser der Siadt vermögen die Geladenen nicht zu fassen. Auf dem nahen Solms-Laubach- ischen Sch vsse A.nsb rg bat ein Teil der Gäste Quartiere bezogen. Doch nun) Liefe reichten nicht aus. Da wußte Großherzog Ernst Ludwig Rat: er stellte bereitwill gst s ine beiden auf Station Lich haltend eu Salonwagen zur Per ügung, und zehn Herren schlugen hier während der Festtage ihr .Heim auf.
Auch Fremde aus nah und fern, aus dem Solm-
fer Lände sowohl, wie aus dem übrigen Oberhessen und dem Kreise Wetzlar, aus Frankfurt a. M., Tormstadt, Hanau, Gelnhausen, vom Rhein sind zahlreich erschienen, um die Festtage hier mit zu verleben. Heute, am Vorabend des Hochzeitstages, fand im Schloßgarten am Teiche eine glänzend verlaufene Soiree mit Aufführungen statt, nachdem vorher der Tee in den Salons des Schlosses eingenommen worden war. Weit über 100 Personen waren geladen, darunter auch der Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen, Geheimerat Dr. Breidert-Mainz.
Tie Braut trug bei dieser Gelegenheit ein prachtvolles Brillant-Kollier, ein Hochzeitsgeschenk ihres Bruders, des Fürsten.
Als die Glocke vom Kirchturm, der neben der mittelalterlichen Kirche einsam und trutzig sich erhebt, die 9. Stunde verkündete, da sammelten sich am Rathause die hiesigen Vereine: Gesangverein „Cäcilia" u. „MLnnergüariett", die Freiwillige Feuerwehr, der Turn und der Kriegerverein und zogen vor das Schloß, um dem Brautpaar ein Ständchen zu bringen. Nachdem der erste Ehor ver klungen war, hielt Bürgermeister Doermer eine Ansprache an die Verlobten. Dem ersten Lied Prinz-Bräutigam dankte
zwischen Standesherrschast und Bevölkerung besonders pries. Unter .Hochrufen endete die Huldigung und der viclhunderkköpfigc Zug bahnte sich mühevoll einen Weg durch den Menschenwall, der das Schloß umgab. Im Schlosse iaud schließlich ein Tanz statt, bei welcher Gelegenheit der Großherzog dem Fürstlichen Oberförster Kuntzc Hohensolms den Verdienstorden 1. Klasse Philipps des Großmütigen verlieh.
Lich, 24. Mai.
Ter heutige Hochzeitstag wurde cingeleitet durch ein Ständchen, das die Kapelle des KaHer Wilhelm-Regi- ments aus Gießen dem Brautpaare im ^-chloßgarten dar- brachie. Uni 9 Uhr wurde von den Gästen das Frühstück im Eßzimmer und Landschafts'immer d.'s Schlosses Eingenommen und turz vor U ? Uhr in dem Zimmer des Fürsten die Ehepakten in Anwesenheit des Präsidenten Lohmann-Wernigerode und des Kammerrat Freiherrn Löw von und zu Steinfurth von dem Brautpaar abgeschlossen, woraus die standesamtliche Trauung durch den Großh. Standesbeamten Karl Vogt IV. vollzogen wurde Tie Fürsten zu Stolberg-Wernigerode und zu Solms-Hohensolms-Lich waren Trauzeugen.
Um IS Uhr versammelten sich die Herrschaften in der am nördlichen Eingang der Kirche befindlichen Seiten- lapelle, wo sie das Brautpaar erwarteten und wohin sie mit Automobilen vom Schlosse durch die geschmückten Straßen an spalierbildenden Ehrendamen, Vereinen und Schulen vorbei sich begehen hatten.
folgte ein zweites, worauf der und das ernte Einvernehmen
MW,
HricdhosrlapLlle uno Sladttirchlurm.
Gießen, 24. Mai.
In der gestern abgehaltenen Versammlung der Evangelischen G e s a m t g e m e i n d e - V e r t r e t u n g stand die Angelegenheit des Eigentumsrechts an Siaokkirch urm und der alten Friedhofskapelle zur Beratung und Beschluß- fasfnng Zn einer erneuten Verhandlung der Vertreter der Stadt und der Kirchengemeinde vor Großh. Kreisamt ist ein neuer Vergleich vereinbart worden, den der Vorsitzende, Kärchenrat D. Schlosser, auf einstimmigen Beschluß des Kirchenvorstandes zur Genehmigung empfahl.
Er gab dabei einen Ueberblick über die gesamte Sachlage, aus dem wir bei dem lebhaften Interesse, das dieser Angelegenheit in der Bürgerschaft entgegengebracht wird, im Nachfolgenden das Wesentliche mitteilen.
Die Verhandlungen, so führte er aus, sind veranlaß durch das Staatsgesetz vom 6. August 1902. Dies Gese wurde erlassen, um in die durch die geschichtliche Eittwicklunc der letzten hundert Fahre vielfach verwirrten Besitzver hältnisse an den kirchlichen Gebäuden Klarheit zu schaffet und deren Ordnung ohne richterliche Prüfung der viel fach verwickelten Rechtslage zu ermöglichen. Waren c zunächst die vielfach ganz unerträglichen Verhältnisse ii Rheinhessen, wo durch die Napoleonische Gesetzgebung das gesamte Kirchengut für Staatseigentum erklärt, und bann beim liebergang der Provinz an Hessen den bürgerlichen Gemeinden überwiesen worden war, die dies gesetzgeberische Vorgehen dringend nötig machten, so lagen doch in den übrigen Provinzen die Tinge vielfach nicht anders. Früher waren ja bürgerliche und kirchliche Gemeinde völlig eins Die Sorge für Befriedigung der religiösen Bedürfnisse war genau ebenso die Aufgabe des Gemeinderats, als z. B. die Fürsorge für Schulwesen, Gesundheitspolizei usw. Wo Kirchen und Pfarrhäuser zu bauen waren, lag das selbstverständlich dem Gemeinderat ob. Dementsprechend standen sie int Grundbuche vielfach auf den Namen der „Gemeinde", da es eine „kirchliche" neben einer „bürgerlichen" Gemeinde nicht gab. Tas wurde im Laufe der Zeit anders. Mit der zunehmenden Konfessionsmischung der Gemeinden traten bürgerliche und kirchliche Gemeinden auseinander, und infolge dessen entwickelte sich eine setbständige kirchliche Verwaltung. Dabei wurde aber vielfach versäumt, dieser Scheidung auch im Grundbuch Rechnung zu tragen und die kirchlichen Gebäude auch^aus den der kirchlichen Gemeinde zu überschreiben.
Tiefe Sachlage war sogar meist ganz unbekannt; z. B. wußte man hier in Gießen bei den Verhandlungen über die Ablösung der Beitragspflicht der Stadt zu den kirchlichen Bedürfnissen, die im Fahre 1884 geführt wurden, zwar von dem Stadtkirchturm, daß er auf den Namen der Stadt stand, hielt es aber für selbstverständlich, daß die Kirche selbst Eigentum der Kirchengemeinde sei. Erst int Jahre 1893 wurde entdeckt, daß auch sie im Grundbuch auf die Stadt eingetragen mar, woraus die Stadtverordnetenversammlung ohne weiteres in die lieber)d)rcibung einwilligte, während sie die Rechtsverhältnisse bezüglich des Turms noch nicht für genügend geklärt hielt. Für diese lieber» schreibung auch des Turms bot nun das genannte Gesetz die Möglichkeit. Denn es bestimmt in feinem grundlegenden Artikel 1: „Steht bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes das Eigentum an einem Gebäude, das gottesdienstlichen Zwecken gewidmet ijt (Kirche, Kapelle, Bethaus) oder als ^sarr- wohnung bient, der bürgerlichen Gemeinde zu, oder ist ein solches Gebäude auf den 'Namen der bürgerlichen Gemeinde oder auf die Gemeinde ohne weiteren Zusatz im Grundbuch eingetragen, so geht das Eigentum an dem Gebäude auf die betreffende Kirchengemeinde über, falls diese den Eigentumsübergang vor dem Zeitpunkt, in welchem das Grundbuch für das Grundstück als angelegt anzusehen ist, beantragt und die bürgerliche Gemeinde nicht binnen drei Monaten nach der Zustellung des Antrags Widerspruch erhebt."
Es ist wohl von niemand ernstlich bezweifelt worden, daß bezüglich des Stadtkirchturms die von dem Gesetz auf- gestellten Erfordernifse völlig §utreffen, und daß unsere Kirchengemeinde nur in ihrem Recht war, als sie den Antrag auf Ueberschreibung stellte.
Etwas anders steht es mit der alten Friedhofskapelle. Dem Kirchenvorstand war es freilich nicht zweifelhaft, daß der in Artikel 5 des Gesetzes geforderte Nachweis eines „kirchlichen Benutzungsrechtes" bezüglich dieser widerspruchslos zu führen sein werde, und daß sie sich daher als „ein Gebäude, das gottesdienstlichen Zwecken gewidmet ist", darstellte. Tenn Leichenfeiern ohne gottesdienstlicksen Charakter kannte man zur Zeit der Erbauung der Kapelle überhaupt nicht; Leichengottesdienste waren Gottesdienste im vollen Sinne des Wortes, d. h. kirchliche Gemeindefciern. Das wird ja auch unwidersprechlich durch die Tatsache dar- getan, daß sie wie jedes andere gottesdienstliche Gebäude, z. B. nach ihrer Restauration von dem Superintendenten aus eigener Machtvollkommenheit und ohne den Stadt- vorftand zu fragen, der vielmehr wie alle anderen nur dazu eingeladen wurde, eingeweiht wurde. Der Kirchenvorstand mußte aber doch mit der Möglichkeit einer anderen Auffassung und bei der mit dieser Sachlage nicht vertrauten Bürgerschaft auf eine weniger entgegenkommende Stimmung rechnen, und war darum von vornherein bereit, sich bei bc*t zu erwartenden Bergleichsverhandlungen auf die Sicherung der Benutzung der Kapelle im seitherigen Umfang zu beschränken und einen Rechtsstreit zu bermcibcn. Bestimmend war für ihn dabei nicht die Sorge um den Aus- gang des Rechtsstreits, als vielmehr die Erwägung, daß doch der weitaus größte Teil unserer Mitbürger Mitglieder zugleich der bürgerlichen und der kirchlichen Gemeinde sind, und daß ein solcher Prozeß eigentlich jeden Bürger in einen unerfreulichen inneren Widerstreit zwischen seiner bürgerlichen und seiner kirchlichen Eigenschaft bringen würde.
Mit solchen Gesichtspunkten sind wir in die Behandlung dieser Angelegenheit eingetreten. Da sie aus mangelnder Sachkenntnis vielfachem Mißverständnis begegnet sind, hielt ich es für meine Pflicht, sie Ihnen noch einmal etwas ausführlicher darzulegen. Wir haben in dieser Sache ein gutes Gewissen, daß wir nicht ans Eigennutz, und weil es tins nach Streit gelüstet hätte, sondern in einfacher Erfüllung unserer Pflicht gehandelt haben.
Umsomehr freuen wir uns, daß die zwischen der Stadt und Uns gepflogenen Verhandlungen, wenn auch nicht ganz ohne Schwierigkeiten, doch einer friedlichen Erledigung cnt- gegengeführt werden konnten.
Tic Versammlung nahm nach kurzer Aussprache darüber den Vergleich einstimmig an. Dadurch ist der Kirche das Eigentumsrecht am S t a d t k i r ch t u r m , der Stadt das an der alten Fried hofskapelle, und beiden die bisherigen Benutzungsrechte, der Stadt bezüglich des Stadtkirchturms, der Kirchengemeinde bezüglich der Fried- hossrapelle, gesichert. Es ist zu hoffen, daß nun auch die Stadtverordnetcnvcrsammluiig dem Abkommen beitreten werde.
Brände
Heringsdorf, 23. Mai. Tic Kaiser Wilhelm-Brücke steht seit 6> 2 Uhr in Flammen. Das Feuer erhielt durch mchrers explodierende Benzinbehälter, die unter der Brücke lagerten, besondere Nahrung. Ten vereinten Wehren von Heringsdorf, Abl- beck und Bansins gelang cs, die Gefahr von der linken Seite der Brücke abzumenden. Auf dem Brückenkopf sind das Wächterhaus und das Musikzelt vollständig niedergebrannt.
Bautzen, 23. Mai. /Priv.-Tel.> Heute nacht ist die 300 Arbeiter beschäftigende Papierfabrik in Obergurig einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Ein Feuerwehrmann wurde erheblich verletzt.
Getreide-Wochenbericht
der Preisbericht,:ellc des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 10. bis 23. Mai 1910.
Tic günstige Gestaltung der Ernteaussichten in den meisten Ländern hat in Verbindung mit drängenben und zum Teil nn- reiwilligen Verkäufen Rußlands zu einer allgemeinen Verflauung nid zu scharfen Preisrückgängen geführt. Von amerikanischer Seite unternommene Versuche, die Preise mit Hilfe mehr ober icniger berechtigter Saatenstandsklagen zu stützen, blieben ziem- .icT erfolglos, und mich bei- Umstand, daß die russischen Offerten tnrl) Erledigung größerer Zwangsverkäufe zeitweise etwas mehr Festigkeit zu befunben schienet!, vermochte die Unternehmungslust n keiner Weise anzurcgen. Sehr empfindliche Rückgänge haben die Getreidepreise während der letzten 14 Tage auch in Teutsch-- .anb erfahren. Tie Nachgiebigkeit der ausländischen Weizen- Verläufer und die seit ungefähr 14 Tagen herrschende fruchtbare Witterung waren auch hier die treibenden Faktoren für die rasch jorbringenbe Abwärtsbewegung. Wenn der Saatmstand nach der amtlichen Berichterstattung um die Mitte Mai nicht den tad) der günstigen Turchwinterung gehegten Erwartungen ent- prach, so ist dabei zu berücksichtigen, daß die Wirkimg der kurz oor der amtlichen Erhebung einsetzenden Witterung in den Berichten vom 15. Mai noch nickst zum Ausdruck kommen konnte. Mehr Beachtung sand die Feststellung, daß kaum in einem anderen Zähre so wenig Umackerungen nötig waren, wie in diesem. Auf dem Berliner Lieferungsmarkte verlor Weizen per Juli seit 14 Tagen ungefähr 17 Mark, per September 14 Mark, während Mai, für den immer noch einiges Interesse besteht, nur 10 Mark ctngebüßt hm. Zu Andienungszwecken herangezogener Plata- weizen entsprach nickt den kontraktlichen Anforderungen. Nicht minder schwach mar die Stimmung für Roggen, denn der Absatz des ziemlich ftärtoi Angebots gestaltet sich schwierig, zumal bei der warmen Witterung niemand Roggen auf Lager nehmen will. Die Provinz ließ infolgedessen Juli verkaufen, wodurch dessen Wert um 12 Mark herabgedrückt wurde. Etwas geringer war der Rückgang für September, da die billigen Preise hier und da zu Käufen benutzt wurden. Hafer war aus der Provinz dringenb angcboten und selbst zu wesentlich billigeren Preisen schwer verkäuflich. Die rückläufige Preisbewegung für Futtergerste hat gleichfalls weitere Fortschritte gemacht. Mais blieb zwar weiter unbeachtet, ohne indes fDubcrltdi int Preise nachzugeben.
Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide nnr letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr ( + ) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in
Klammern () beigefügt ist, wie
folgt:
Königsberg
Weizen 212 (— 12)
Roggen
Hafer 146 (-
8)'
143'/..
(-
9)
Danzig
227 (— 2)
158
(—
)
160
(-
)
Stettin
212 l— 9)
141
(—
10)
150
(-
7)
Vosen
208 (— 16 •
141
(-
7)
148
(-
2)
Breslau
205 (- 11)
141
(—
71 H)
147
(—
5)
Berlin Piagdeburg
211 (- 11)
144
(-
165
- —
5)
210 (— 9)
146
(-
o)
165
(—
)
Leipzig
212 (— 8)
152
(-
2)
162
(—
5)
Dresden
212 (- 10)
150
(—
4)
157
(—
6)
Braunschweig
203 (— 11)
148
(-
3)
160
(-
3)
Rostock
)
140
(-
8)
150
(-
6>
Hamburg
208 (— )
155
(-
)
173
(+
3)
Tüst'eldorf
215 (- 7)
160
(-
)
——
(-
)
Frankfurt a.M.
202'/, (- 20)
155
(-
71/.)
157'/,
(-
5)
Pianiiheiin
212'/,X(-12V,)
162'/..
(-
4)
162'/.
(—
27,)
Straßburg
215 (-7'/,)
170
(-
2'/J
175
(—
)
Stuttgart
230 (—2*/..)
170
(—
5)
160
(-
5)
München
214 (— 10)
158
(-
)
155
(-
)
Weltmarktpreise: Weizen : Berlin 9)lni 211.50
(-
9.75),
Juli 198.25 (— 16.75), Sevt. 188 50 (— 14.00). Budapest Oki. 166.45 (— 10.90). Paris Akai 21)5.60 (-> 1.15). Liverpool Juli 152.70 (— 12.55). Chicago Mat 170.60 (— 6.95). Roagen: Berlin Mai 14h.00 (— 7.25), Juli 147.00 (— 11.75),J Sept. 148.25 (— 10.50). Hofer: Berlin Juli 148.00 (— 9.00) Alk.
Märkte.
F.C. Wiesbaden. B i e h b o f - M a r l t b e r i ch t vom 23. Mai. Austrieb: Rinder 70, Kälber 68, Schafe 38, Schweine 318.
Tendenz: Rinder gedrückt, Kälber mittelmäßig, Schafe mittel» mäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch-
pro 100 Pfb. schnittspreis redend, schlacht. pr0 100 Pfund gerutan ... Lesend' schlacht, vou-dlävon-bls stcwlchc
Ochsen.
Vollfleischige, auSgcniäftete, höchsten
Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 42—46 76—80 44 78
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und
ältere ausgemästete 37—41 71—74 39 72
Mätztg genährte junge und gut ge
nährte ältere 33—36 C6—70 34 68
F ä r i e n, K ü h c.
Vollfieu'chige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtwertes 40—46 72—80 43 76
Bollflelschige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 34—38 65—69 36 67
Aeltere ausgemästete Kühe und wenig
gut entwickelte tzuigereKühe u. Färsen 30—34 60—65 32 62
Mäßig genährte Kühe nnd Färsen. . . 24—3j 49—60 27 54
Kä Iber.
Feinste Plast- <Bollmilchmast) und beste
Saugkälber 56—60 92—100 58 96
Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 51—55 85—93 53 89
Schafe.
Mastlämmer und jüngere Masthammel 41—42 82—84 41 83
Schwein c.
Vollsteischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht 53—55 68—70 54 69
Vollsteischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 53-55 68—70 54 69
Fleischige Schweine 51—54 66—68 52 67
rLirchiiche Nachrichten.
Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Mittwo ch den 25. Mai:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Donnerstag den 26. Mai: Fronleichnamsfest.
Vorrnittags von 61,. Uhr an: (velegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Tie erste heil. Pceffe.
„ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
w um 9 Uhr: Hochamt nut Prozession in der Kirche.
„ um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.
Militargottesdienst.
Nachmittags um 2 Uhr: Fest-Aridacht mit Segen.
Am Mittwoch — 25. Mat — liachinittags niid ant Fron« leichnamsseste — 26. Mai — vormittags und nachmittags wird ein polnischer -Priester Beicht hören.
Den ärztlichen Not befolgt. Schwelm (Westf.i, 20. Okt. 1909. Teile Fhnen ergebend mit. daß mir das von meinem Arzt febr warm rmpfofilcnc „Biosan" febt gut geholfen hat. Ich habe mich nomliäi im vorigen ,'tabr einer Operation unterzogen und mar dadurch tchr zurückgekommen. aber Dank Ihrem vorzüglichen „Bioson" habe ich ietzt meine vollen .Kräfte wieder erlangt. Seitdem ich dieses gute Morgen und Abcndgetränk kennen gelernt, habe ich 10 Pmnd »genommen und dies zwar im Zeitraum von 7 Wochen. „Biofon" mundet vorzüglich und befomnu nur auch »ehr gut, so daß ich es nicht mehr missen möchte Ich halte es für ein probates Nähr und .Krafti'stmgs- inittel bei Blutarmut und Nervosität, ivas bei mir hauptsächlich der Falt ist. Ich werbe „Liofou" stetig weiter trinken und in meinem Bekanntenkreis wurm empfehlen. Hochachtungsvoll Heinrich Schlüter, Sattler, Ostenditraßc 34 I. Unterschrift beglaubigt: Ernst 31 eg ne r, Notar. Biofon ist das beste und billigste Äräftigungsmittel. Paket 3 Mark in Apotheken, Drogerien.
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