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** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Karl Theodor Klimin von Oberer l e n b a d> wurde zum Bürger m ei st er der Gemeinde Ober- Erlenbach wiedergewählt und bestätigt. — An Stelle des von seinem Amte zurückgetretenen Rechners Reuning zu Nidda ist find ind zu Geiß-Nidda zum Gemeinde-Einnehmer dieser Gemeinde ernannt worden.
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Aermandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere hebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau 901116 Maria Leng, geb. Fischer int Alter von 77 Jahren heute früh 7 Uhr plötzlich unerwartet verschieden ist.
Die trauernden Hinterbliebenen.
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Ph. Schäfer, Gastwirt.
Nieder-Gem linden, 22. Juli 1910.
Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 24. Juli nachmittags 4 Uhr. (<038
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Gestern nachmittag verschieb sanft nach kurzem Leiden unser lieber Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruber und Onkel
Herr Philipp Schäfer VI.
int Alter von 80 Jahren, was wir Berwanbten und Bekannten tiefbetrübt mitteilen.
Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Juug.
W i e f e ck, 22. Juli 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag den 24 Juli mittags 3 Uhr vom Sterbehause Kirchstratze 3 aus statt. (4034
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Düsseldorf, 22. Juli. In der heutigen Hauptversammlung der ^-tabekfen-Vereinigung wurde über die Verhandlungen zu einem festeren Zusammenschluß der Werke eine prinzipielle Verständigung erzielt und die weiteren Beratungen auf den 2. August vertagt.
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für den Winter 1910/11 ist kostenfrei zu beziehen durch das
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^5n Sossenheim erkrankte nach dem Genuß von Pilzen eine ganze Familie an Vergiftungserschei- n u n g c n. 3 Personen sind bereits tot, darunter em 20 Jahre alter lunger Mann und zwei Kinder.
Aus Plauen (Vogtland) wird gemeldet: Tie beiden Inhaber der pitzenfabrik Platte u. Tag licht sind unter Hinterlassung zahlreicher Schulden flüchtig gegangen.
Zwei führerlose Bergsteigergruvpen, die aus je drei Männern bestanden und Freitag früh bei ^chueewetter von der Guggis- hütte nach der Jungfrau ausgebrochen waren, wurden in einem gefährlichen Felsrevier von einem furchtbaren Schnee- jturm überrascht. Es gilt nach einer Meldung aus Bern als unmöglich, ihnen Hilfe zu bringen.
Aus Petersburg wird gemeldet: Unter Cholera- verdacht sind hier 8 3 P e r s o n e n erkrankt. Im Süden Rußlands verlassen die Arbeiter aus Furcht vor der Krankheit die Fabriken. Die Gouvernements Rjaesan, Nishnijnowgorod, Kasan, Simbirsk, Samara, Saratow und Stawropol wurden für choleraverdächtig erklärt. Ebenso wurde die Stadthauptmannschaft Baku für choleraverdächtig erklärt.
Im nördlichen Ontario und inBritisch-Colum- b i e n wüten heftige Waldbrände und richten großen Schaden an. Tausende bekämpfen die Feuersbrunst, um Häuser und Städte zu retten. Die im Westen herrschende Trockenheit erhöht den Ernst der Lage.
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Amtlicher Wetterbericht.
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Verlaus der Witterung seit gestern früh: Ein stark ent- wickelter Teilwirbel, der gestern nachmittag auf seiner Nordseste durch Ansaugen südlicher Lustströmungen starke Erwarmung brachte — Gießen 26, Darmstadt 28 und Worms 30 Gr. — gingen in der Nacht über Mitteldeutschland, strichweise von Gewitter und starken Ins stürmischen Lustbewegungen begleitet, hestige Regensälle nieder Eme neue Zyklone im Westen bringt weiterhin Regensälle.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 24. Juli 1910: Regensälle, stark windig, mäßig warm.
D e r h ä uf e.
vermischtes.
♦ $ie Motoromnibusse in London sind dort noch immer sehr unbeliebt, und wenn sie auch von einem großen Beil des Publikums jetzt bedeutend mehr benutzt werden als zuerst, so zeigt sich doch jedesmal wenn ein Unfall durch eins dieser Gefährte herbeigeführt wird, immer gleich eine große Ferndseltgkeit, auch wenn den Fahrer des Omnibus auch nicht die geringste Schuld trifft Am Donnerstag ereignete sich ein solcher Vorfall in Whitechapel. Ein Knabe, der auf der Straße spielte, rannte von hinten kommend direkt unter die Räder des Motor- ommüus, wurde überfahren und sofort getötet Gleich darauf versammelte sich eine groste Menschenmenge und begann eme feindselige Haltung gegen den Fahrer einzunehmen, der auch nicht die geringste Schuld an dem Unfall hatte. Die Leute warfen mit Steinen und anderen Gegenständen nach ihm, so daß er sich in das Innere des Wagens flüchten mußte, wo ihn mehrere der Passagiere schützten, bis die Polizei herbcikam und die Menge zerstreute.
* Menschenfresser in Haiti. Die in Newhork erscheinende „Evenmg Post veröffentlicht einen Bericht ihres Korrespondenten tn San Domingo, in welchem es heißt daß in Aalir und zwar an der Grenze von San Domingo noch immer Menschewreuerei in unglaublicher Weise vorkomme Z wer Personen wurden vor einigen Monaten deswegen bereits verhaftet und wahrend der letzten Tage wurde eine weitere Verhaftung vorgenommen. Zuletzt wurde eine Frau verhaftet die angelchuldrgt joar, verschiedentlich Menschenfleisch gegessen zu haben. Als sie von der Polizei vernommen wurde, gab sie au verschiedenen Zeiten drei Knaben, ein Mädchen und ü. eile eines erwachsenen 91? annes gegessen in finhptr Es ist bekannt, daß wiederholt Reisende, die in den entlegencrcn ^len von Haiti reiften, behauptet haben, es mürben dort noch Menschenopfer gebracht, aber alle diese Berichte wurden von leitenden Persönlichkeiten der Negerrepublik mit der größten Bestimmtheit dementiert.
Kleine Tageschronik.
In Berlin erschoß dcr Mechaniker Hans Lorenzen m feiner Wohnung tn der Kanzlerstrabe seine beiden Kinder verwundete durch zwei Schüsse seine Krau und er- st'wy üd) bann selbst. ’^cn Beweggrund der Tat bilden Schulden infolge leichtfmnigen Lebenswandels.
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domern nach der Türkei zur Folge gehabt hat, wo sie sich in Heine Banden einreihen wollen, trotzdem die Regierung auf die entgegenstehenden strengen Befehle erst jüngst von neuem hin- gewiesen hat. Die Grenzbehörden konnten diese Personen am Uebergang nad) Mazedonien nicht hindern, lveil die Grenze in den Berggegenden nur schwer zu überwachen ist und weil die Betreffenden einzeln hinübergingen. Infolgedessen ist der Sicherheits- inspcktor mit einer Brigade und Agenten zur V erst ärkung der U c b c r in a d) u n g nach K u e ft e n d i l a b g e r c i ft. In einem Interview mit dem Vertreter der „’Snebnir' hat der Minister des Innern erklärt, die Regierung habe niemals aufgehört, jeden! Versuch der Mazedonier zur Bandenbildung zu verfolgen. Die Meldungen, daß die Regierung diese Haltung aufgegeben habe, seien unzutreffend. Die Regierung sei genötigt, der öffentlichen .'“Cdjnung zu tragen und befinde sich daher in einer mißlichen Lage.
Gin Anschlag auf den früheren Ministerpräsident Maura.
B ar c e I o n a, 23. Juli. Auf den früheren Minister- Präsidenten Maura wurden bei seiner Ankunft im hiesigen Bahnhof zwei Schüsse abgegeben, die ihn an Armen und Beinen verwundeten. Der Täter ist verhaftet.
*
Nü rnberg, 23. Juli. Um Mitternacht herrschte hier ein P.e/ *1 9 e s G e Witter, das stärkste, das hier seit Jahren vor- fiel. Der Blitz schlug an dem Kaiserstall der Burg ein Stück des Gesimses ab. Mannsftarke Bäume wurden entwurzelt und Telegraph und Telephon vielfach zerstört.
London, 22. Juli. Wie das Reutersche Bureau aus Ottawa meldet, haben sich die Bemühungen des Ministers der öffentlichen Arbeiten, die Verwaltung der Grand Trunk Nailway und die Vertreter der Ausständigen zur Annahme eines Schiedsgerichtes zu bewegen, als vergeblich erwiesen Inzwischen bessert sich aber der Personenverkehr und auch der Verkehr der Güterzüge beginnt schon wieder so, daß die Beamten der Grand Trunk Nailway den Streik bereits als gebrochen ansehen.
. , ?.oulou, 23. Juli. Hier herrscht solche Trockenheit, daß die Wasserleitung die Marine nicht mehr mit dem für die Schiffe erforderlichen Wasser versorgen kann. ♦
©afaBianca, 23. Juli. Eine Karawane wurde von Wüste nraubern angegriffen. Ein Jude und ein Eingeborener wurden getötet und ein Teil der Waren und Postfäcke geraubt.
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Die Besorgnis der Fremden in Paris.
Paris, 23. Juli. Nach einer Meldung des „Figaro" reisen zahlreiche Fremde wegen des drohenden Eilenbahner-Ausstandes ab, was sich in Theatern, Hotels und Warenhäusern sehr fühlbar macht.
Eine neue Gärung in Mazedonien und Bulgarien.
. Sofia, 22. Juli. Die Strenge der türkischen Behörden in der Entwaffnung der Bevölkerung Mazedoniens und der Uebergang einer beträchtlichen Anzahl otto- m am scher Bulgaren nach Bulgarien haben im Publikum und besonders in mazedonischen Kreisen eine lebhafte Gärung hervorgerufen, die die Abreise einer beschränkten Zahl von Maze-
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