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22/04/1910 Zweites Blatt
 
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Freitag 2S. April 1910

160. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 93

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?.

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stens 25 Proz., gezogen werden.

des

Frankfurter Börse,

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III .

; Deutsch - Asiat. Bank

100.35

Dresdner Bank

110.90

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Prince - Henri-Eisenbahn

Beobachtungen der Station Stehen.

196.00

172.53

3'/,°/. 3°/n 3'/,°/c

47* 47°

21.10

159.20

135 50

Harpcner Bergwerk Lanrahtitte . . .

Lombarden E. B. .

Nordd. Lloyd . .

Türkenluae , , .. .

206.10

140.90

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158 25 ^08.30

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84.65

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Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio Eisenbahn ._ .. .

Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn. Oesterr. Staatsbahn .

100.10

98.50

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105.40

65.90

66.60

21. April, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Sehuckert . .^. Eschwciier Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harnener Bergwerk . .. . Lanrahütte . . . . .! . Nordd. Lloyd .t- . . . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . .

r. 21.20

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; 95.00 ' 179.00 . 49.10

. 91.40

. 69.70

. 99.80

236.00

. 109.50

Reichsanleihe do.....

Konsols ..

do. -.. .fr Hessen Oberhessen -

. 182.10

. 133.20

. 249.40

. 92.60

. 157.80

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläts - Btlch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

zu Lindheim zu richten, die ebenso wie btc Landwirttchasts- tammer selbst auch ausführliche Programme und Anmeldungen auf Verlangen versendet. Bei nach dem 1. Juni 1910 eingehenden Anmeldungen ist Berücksichtigung zwenellwft.

4- 13,3 C.

-f- 5,1 °C.

Lin oberstes Kolonia!gerid)t.

Aus Berlin wird uns geschrieben:

Der Entwurf betreffs Errichtung eines obersten Koloirial-Gerichts, der vorn Bundesräte verabschiedet wurde, und dem Reichstage demnächst zugehen wird, will für alle in den Kolonien anhängig gemachten Prozesse eine oberste Berufungsinstanz schaffen und zwar als dritte Instanz. Die neue Behörde wird im allgemeinen nur wenig Arbeits- stoff zu bewältigen haben, deshalb sollen die zehn Mit­glieder ibre Aemtcr nur nebenamtlich verwalten und vom Kolonialamt diese Nebentätigkeit bezahlt erhalten.

Schließlich wird der neuen Belstirde auch noch die Be­fugnis als oberster Konsulargerichtshof übertragen und diese Berufungsinstanz dem Reichsgericht abgcnommen. Dem Reichsgericht wird dadurch eine kleine Entlastung zuteil. Die neu zu schaffende Behörde wird dadurch ein höchstes Gericht für alle Prozesse, die im Auslande von Deutschen unter Vorsitz deutscher Richter oder Konsuln geführt werden, an dieses Gerücht sind alle Rechtsmittel gegen die Ent­scheidungen von kolonialen richterlichen Beamten, von Kon­suln und von Konsulargerichten zu leiten. Das Konsular- gesetz vom 8. Nov. 1867 bedarf deshalb einer Abänderung, die gleichfalls vorgeschlägcn wird. Einen Teil der Besoldung der "neuen Behörde übernimmt das Auswärtige Amt. Der Sitz der Behörde ist Berlin, weil sowohl Kolonialamt als Auswärtiges Amt aus Cpportunitäbegrünten mit der neuen Behörde im engen Zusammenhang stehen müsse.

Tiirkenlose ...... 4" 0 Griecb. Monopol-Anl. 4"/g äussere Argentinier 37° Mexikaner . . . - 47a% Chinesen .

Aktien: ßoehnm Guss Buderus E. W.~-, . . Tendenz : schwächer

bis 21. April =

, 21. =

ixiit EnNvun eine. ^)Uivaa^>ueuergewtz^s Stellung genommen, indem er an den Reichstag eine Eingabe richtete, in der A b -

DieStetzener Zamiliendlätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblati für den Kreis Siehen" zweimal wöchentllch. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweunaL

,n Oesterr. Silberrente Un^ar. Goldrente . Italien. Rente . - Portugiesen Serie I

* Y g Allert

Die Hausbesitzer und die Zuwachrfteuer.

-4 Berlin, 21. April.

Der Zentralverband der städtischen Haus- und Grundbesitzer Deutschlands, der gegen 160 000 Mitglieder umfaßt, hat als erster der interessierten Verbände zu

Universitäts-Nachrrchten.

s M a r b u r g , 21. April. Als P r i v a t d o z c n t der philo­sophischen Fakultät der hiciiqcn Universität habilitiert sich am nächsten Montag Dr. phil. Flade mit einer Antrittsvorlesung über die Bedeutung der Atomtheorie für die Ehemic .

Berliner »Jörne, 21. April. Aufaursci-n.

iung 1910.

r zu recht zahlreichem »tjd

Der Vortzwt

Darmstädter Bank . .

Deutsche Bank . . . iJortmunder-Union C. .

Dresdner Bank . ...

Tendenz: schwächer.

Höchste Temperatur am 20.

Niedrigste , , 20.

Vtieoerschlag: 3,0 mm.

Redaktion, Expedüion und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: s^»51. Redaktion:L^112.LeL-Adr.:AnzeigerGießen.

en*en.

Stiefel

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Pflege deine Stimme.

Nicht nur im strengen Winter, sondern sozusagen das ganze Jahr hindurch gebrauchen viele Mr-nschen regelmäßig irgendeine Tablette oder Bonbon, um ihre Stimme zu pflegen, sie vor Ka­tarrh zu schützen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß die in der Schweiz seit 60 Jahren geschätzten Wybert-Tabletten auch in Deutschland leichten Eingang gefunden haben. Denn eine einzige. Probe davon zeigt sofort deren einzigartige Wir­kung auf die Stimme.

Hustenreiz, Heiserkeit, Ver^chi.- mung verschwinden sofort nach deren Gebrauch und soviel steht fest: Wer einmal die an­genehmen Eigenschaften der Wybert-Tabletten erprobt hat, wird dieselben nie mehr missen wollen. Wybert-Tabletten sind daher für Sänger, Raucher, Redner, Sportsleute und alle, die ihre Stimme pflegen wollen, ein unentbehrlicher Begleiter. In Original schachteln ä Mk. 1. sind dieselben in den Apotheken erhältlich. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. ss*/n

Neue Aendenmgen der preußischen Wahlvorlage.

:: Berlin, 21. April.

Der Wahlrechtsausschuß des preußischen Herrenhauses trat heute in die zweite Lesung der Vorlage ein. Der in erster Lesung auf Antrag des Grafen Dort beschlossene Ar­tikel V, wonach bei künftigen Wahlrechtsänderungen eine Zwei dr ittcl-Maj or i t notwendig sein sollte, wurde, nachdem sich der Minister des Funern noch einmal lebhaft dagegen gewandt hatte, mit 14 gegen 6 Stim­men abgelehnt. Die §§ 14 wurden unverändert, wie in der ersten Lesung, nach der Fassung des Abgeordneten^ Hauses angenommen. 8 o, der die Bestimmungen über die Stimm bezirke enthält, wird ebenfalls in der Fassung des Abgeordnetenhauses genehmigt. Der Anfang des § 6 lautet in der Fassung des Abgeordnetenhauses:Die Wähler jedes Stimmbezirks werden nach den von ihnen zu entrich­tenden Steuern in drei Abteilungen geteilt usw." .Hier wurden nach einem neuen Anträge des Grafen von Behr- Behrenhoff die Wortejedes Stimmbezirks" gestrichen und folgender neue Absatz in den § 6 eingeschaltet:

Die Gesamtsumme der Steuerbeträge wird berechnet: 1. für den Umfang des Stimmbezirkes, wenn dieser aus mehreren Gemeinden gebildet ist: 2. für den Umfang des ganzen Gemcinde- bezirkes, wenn dieser nicht mehr als 5000 Einwohner zählt; 3. für den Umfang besonderer, von der Gemeindeverwaltungs- behördc zu bildender Drittclungsbezirkc von nicht weniger als 1749 und nicht mehr als 5000 Einwohnern, wenn die Gemeinde mehr als 5000 Einwohner umfaßt. Die Drittelungsbezirke sollen tunlichst räumlich Zusammenhängen und abgerundet sein. Sie müssen, wenn die Gemeinde in mehrere Wahlbezirke geteilt ist, innerhalb dieser liegen."

Ter vom Rcichstanzler in seiner bekannten Erklärung vom Dienstag als allein geeignete Grundlage für die Dritte- lung bezeichnete ursprüngliche Antrag Behr-Behrenhoff der von anderer Seite wieder ausgenommen wurde, und die Gemeindedrittelung in Orten bis zu 20 000 Einwohnern, in größeren Orten Trittelungsbezirke von 1020 000 Ein­wohnern verlangt wurde mit 11 gegen 9 Stimmen ab- gelehnt, ebenso eine Anzahl kleinerer weiterer Abänderungs- anträge. Zur Frage der Maximierung, die nach den Be­schlüssen des Abgeordnetenhauses .5000 Mark und für Ge­meinden mit mehr als 20000 Einwohnern 10 000 MHrss betrug, blieb es bei den Beschlüssen erster Lesung, nach der diese beiden Summen 3000 Mark und 6000 Mark be­tragen sollen.

§ 8, der sogenannte Kulturträgerparagraph, wurde nach einem Anträge des Unterausschusses in folgender Fassung angenommen:

Aus der Abteilung, der sie nach ihrer Steuerleistung an­gehören, werden der nächsthöheren Abteilung Wähler der 2. und 3. Abteilung zugewiefen, die entweder: 1. dem deutschen Reichstag oder dem preußischen Landtag als Mitglieder ange­hören oder gewählte Mitglieder eines preußischen Provinzialrats, Provinzialausschusses, Landesausschusses ober Bezirksausschusses oder Handelsrichter sind; 2. Mitglieder des Vorstandes einer preußischen.Handelskammer, Landwirtschaftskammer, Handwerks­kammer oder Arbeitskammer find: oder 3. Kreisdepulierte, gewählte Mitglieder eines Kreis- oder Stadtausschusses, un­besoldete Mitglieder des Magistrats ober unbefolbete Beigeordnete eines Stadtkreises sind: oder 4. eine der zu 13 genannten Stellung, wenigstens zehn Fahre lang ein­genommen haben: oder 5. vor wenigstens zehn Fahren vor einer akademischen deutschen Behörde oder einer staatlichen oder kirchlichen Behörde in Preußen eine Prüfung bestanden haben, zu bereu Ablegung ein wenigstens breijähriges Studium auf einer Universität, ober einer sonstigen beulschen höheren akabemischen Lehranstalt erforderlich ist. Durch die Wahlordnung wird be­stimmt, welche deutschen Anstalten als höhere akademische Lehr­anstalten zu gelten habe."

Außerdem wurde ein Antrag Gras Wedel-Piesdorf an­genommen, der entsprechend der ursprünglichen Regierungs­vorlage bestimmt, daß die Offiziere der Armee und Marine, die 10 Fahre gedient haben und mit Ehren verab­schiedet sind, mit unter die Kulturträger aufgenommen wer­den. Hierauf trat die Mittagspause ein.

Der Msschuß des Herrenhauses hat in seiner heutigen Nachmittagssitzung den Rest der Vorlage unverändert an­genommen, und schließlich das ganze Gesetz mit 11 gegen 8 Stimmen bei einer Stimmenthal­tung. Die Feststellung des Berichts soll am nächsten Mon­tag erfolgen. Am Donnerstag, dem 28. d. M., tritt dann die Vollversammlung des Herrenhauses wieder zusammen, um die zweite Lesung der Wahlrechtsvorlage auf Grundlage der Beschlüsse des Ausschusses vorzunehmen.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

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Giessener Anzeigers, mitgeteilt vou der Bank für Hande' nnfl Indn8trAX*Oie$sen.

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»Junkies Bier

3'1,°L

4°/0 Oesterr. Goldrente

ändern ngsvor schlüge gemacht werden:

Bezüglich der Wirkung der Zuwack?ssteuer auf die kom- munalc Finanzpolitik heißt es in den Vorschlägen zu dem § 49 des Entwurfes: Die Zuwachssteuer ist eine Steuer, welch: bereits durch die Gemeinden genutzt und diesen nun durch das Reich geschmälert wird, insofern, als ihnen nach § 49 künftig nur 40 Prozent der ReickrszuwackMeuer zufließen sollen. Wenn auch den betreffenden Gemeinden noch auf fünf Jahre der jührlick?e Durchschnittsertrag der Steuer garantiert ist, so dürfte bei" Anteil der Gemeinden in späterer Zeit schwerlich dreie Höhe erreichen. Schon aus diesem Grunde wird die Mehrzahl der Gemeinden genötigt sein, andere Steuern einzuführen, bezw. bestehende zu erhöl)en. Es schneidet dieses Gesetz an sich schon sehr tief m die kommunalen Steuerverhältnisse ein. Roch un­sichrerer wird aber die Lage der Gemeinden durck) die Bestim mung des 8 49, welck>e der Landesgesetzgebung das Recht gibt, über die Höhe des den Gemeinden zuzuweisendcn Anteils auch eine andere Bestimmung zu treffen. Es steht zu befürchten, das; einzelne Staaten unter dem Zwange dringender Finanznote den Gemeinden den ihnen zugedachten Anteil an der Zuwachs - steuer noch weiter schmälern oder ganz entziehen könnten. Gin? solche Möglick/keit darf aber durch das Gesetz nicht geschaffen werden, vielmehr muß der Anteil der Gemeinden unverrückbar und jedem Eingriff entzogen sein. Von dem Grundsätze aus­gehend, daß die Stenern vom Grundbesitz in Gemeinden zur Nutzung zu überlassen sind, erscheint eine Beteiligung der Bundesstaaten und Gemeindeverbände an dem Ertrage der Steuer überhaupt nicht ge­rechtfertigt. Eine Teilung des Ertrages lediglich zwischen Reich und Gemeinden märe umsomehr geboten, weil den Ge­meinden seitens der Staaten in neuerer Zeit immer weitere Aufgaben und Lasten, namentlich solche sozialpolitischer Art, zugewiesen werd'n. Es würde sich dann auch die im § 49 vor­gesehene Ermächtigung erübrigen, mit Genehmigung der Landes­regierung Zuschläge zu den Steuersätzen zu erheben Denn dies .ist ebenfalls eine Bestimmung, die zu den allerschwersten Bedenken herausiordert, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Reichs umachSsteuer in ihrem Höchstsätze schon über 36 Proz. anfteigt und bei einem Gemeindezuschlage von nur ein Drittel schon fast die Hälfte der Wertsteigerung fortgesteuert würde. Will man den Grundstücksverkehr nicht töten und die Ver­äußerung der Grundstücke verhindern, was die schwersten Nach­teile für die gesamte Volkswirtschaft zur Folge haben wird, so kann den Gemeinden unmöglich gestattet werden, Zuschläge in beliebiger Höhe zur Reichszuwachssteuer zu erheben. Wenn diese Zuschläge nickst ganz beseitigt werden, so müßte hier (wer aus jeden Fall eine unüberfteigbarc Grenze, vielleicht hoch-

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Giessen, irnnann :: telufonft 'Bärtige, neuengagierte Programm °l, musikal. Clown, Rich«* Rolf-Roland. Dao u. ar i Md gültig.

onerihnnen täglich bei freiet bW-kch L ürektion Albert Ravvmao- ►♦♦♦♦♦♦Hi tt @iejjen nss 9 tthr im nhorn

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(ßcridHsiciiil.

X. Hanau, 21. April. Die Strafkammer verurteilte heute den 14jährigen Schüler Otto Väth aus Offenbach a. M wegen Brandstiftung zu 6 Monaten Gefängnis. Der Junge war in Offenbach durch schlechte Gesellschaft ans eine ithicjc «ahn geraten, weshalb ibn seine Eltern nach Langenselbolds bet Hanau in Pflege gaben. Dort setzte er eines Morgens cm Stallgebaude in Brand, wodurch ein beträchtlicher Schaden entstand.

»anbei unb Verkehr, Voltsu>irt|d>aft.

* Rohstoffe b er Seife nfabrikation. Seit der letzten Woche haben die Preise weiter angezogen. Die Haupt sächlichsten Rohmaterialien sinb seit Jahresfrist um zirka 40 Mk. bis 45 Mk. für 100 Kilogramm gestiegen, io kostet z. B. Palm kernöl etwa 90 Mk. unb Leinöl etwa 80 Mk. für 100 tttlograntnr Die außerorbentlichc Preissteigeruitg bes Palmkernols ist durch den großen Verbrauch dieses Fettes für die Pflanzenbutterfabu- kation bedinge und die Steigerung von Lemöl wurde durch Mtst ernten hervorgerufen. Die Scifcnfabrikanten waren daher gr uvungen, die Preise der Seifeit zu erhöhen und zwar je nackt ihrer Qualität um 4 bis 6 Mk. per 100 Kilogramm. Wettere Erhöhungen stehen bevor.

märüe.

' Gieße«, 21. April. Viehmarkt. Bei dem am 19. unb 20. April abgehaltenen Markte waren 1440 Stück Rindvieh und 646 Schwetne aufgetrieben Der nächste Markt findet am 3. und 4. Mat stall, am letzteren Tage auch Krämermarkt.

d Mainz, 21. Aprtl. Eni I u n g v i e h m a r k t kommt dem­nächst hier zur Ennührung. Ter Markt foll vorläufig jeden Monat auf dem freien Platz im Schlachlviehhof abgehallen werden. In der nächsten Sitzung der Stadlverotdnelen-Vcrsammlung wtrd btc Bürgermeisterei einen dahingehenden Antrag stellen.

II Marburg, 21. April. Ter heutige Schwetnemarkt brachte einen lebhaften Verkehr. Zugefahren waren 1230 Jettet, Käufer und Einlegfchweine, die bei reger Nachfrage auch znm großen "eile verkauft wurden. Es kosteten 46 Wochen alle Ferkel 50 bis 65 Alk., 3-4 Tlonatc alte Läufer 80-90 Mk. und größere Ware 100 -130 Mk. das Paar, je nach Größe und Qualität.

fc. Wiesbaden, 2i. April. Heu- und Strohmarkt. Anaefahren waten 12 Wagen mit Heu und Stroh. Alan notierte: H e tl 10.60 bis 11.40 Mk., Stroh (Richtstroh) 6.006.80 Mk. F r u ch t m a r k t. Hafer 16.40-17.00 Alk. ?llleS für 100 Kilo.

3°/0 Portugiesen

4'/,% rass. StaatsanL 1905 100.35 ; Deutsch-Asiat. Bank

4' ,°/0 Japan. Staatsanleihe 98.45 ' Diskonto - Kommandit 4°/0 Conv.Türken von 1903

Kirche und Schule.

N.-V. Darmstadt, 21. April. Der Evang. Pfarr­verein im Großherzogtum Hessen hielt am 20. April in Darmstadt seine 2 0. Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Der kurhessische und der nassauische Pfarrverein waren burdj Abgeordnete vertreten: fast alle Mitglieder des Kirchenregimcnts waren anwesend. Ter Vorsitzende, Kirchenrat Schrimpf, legte zunächst den Jahresbericht ab, der von einem einträchtigen unb erfolgreichen Arbeitsjahr Zeugnis gab. Ter Rechner, Pfarrer R ö s ch e n - Frcienseen, trug bie Rechnung vor, bie günstig abschloß, unb Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg refe­rierte über das letzte Jahr des.Hessischett Kirchenblattes", an dem er 68 Mitarbeiter hatte. Beide wurden erneut für ihr Amt ernannt. Besonberes Interesse erweckten die Vorträge von Pfarrer B e y c r - Güttersbach unb Pfarrer Fritsch, von wel chcn ber erste an einem besonberen Beispiel, ber anbere im Blick aufs Ganze die Verschiedenheit der Arbeit humanitärer Fürsorge und der Inneren Mission, sowie die daraus entstehenden Kon­flikte schilderten und Abhilfe dagegen anrieten. Tie Aussprache gab auch andersartiger Anschauung Ausdruck. Pfarrer Brill- Ober-Widderslieim empfahl Anlage eines Amtstagebuchs zur Selbstkontrolle der Geistlichen; von zwangsweiser Einführung eines solchen wollte jedoch die Versammlung nichts wissen. In kurzen Worten zeigte Inspektor Weimar, daß es eines jeden Pfarres Gewissensvflicht sei, in der ihm sich aufdrängenden Weise am Kampfe gegen die Alkoholgefahr teilzunehmen, auch soll er sich fragen, wie er ein aus dem Trinkerafhl ent­lassenes Gemeindemitglied in der Nüchternheit erhalten helfe. Er beantragte, daß diese Frage auf dem Königsberger Verbandstag des Deutschen PsarrvereinS behandelt werde. Von Pfarrer D i 11 - mar- Offenbach und Pfarrer Stürmer- Vielbrunn wurde für Abstinenz geworben. lieber Stellenbesetzung berichtete Pfarrer Brill. Ter Verein beantragt, daß Großh. Oberkon- sistorium gebeten wird, die gesetzlichen Bestimmungen über Stellen­besetzung aut Identisch auszulegen, damit sie nicht falsch angewandt werden. H i l f s k a s se und S t e r b e k a sse hielten ihre Jahres­versammlungen. Sie entwickelten sich gut.______________________

Landwirtschaft.

' Landwirtschaftliche Haushaltungsschule zu Lindheim. Die Landwirtschastskammer Darmstadt eröffnet, wie sie uns schreibt, am 1. Juli den zweiten fünfmonatlichen Haushaltungskursus für dieses Jahr an ihrer Haushaltungsschule zu Lindheim. Der praktische unb theoretische Haushaltungs­unterricht erstreckt sich auf bie Anleitung im fclbftänbigen Kochen mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des ländlichen und bürgerlichen Tisches, Zubereitung und Aufbewahrung der, Speisen, in der Käse­bereitung, Federviehpflege, Gartenwirtschaft, im Waschen und Bügeln, Neinhalten des Hauses und Buchführung. Da in diesem Kurse auch ein sehr gründlicher Handarbeitsunterricht, in dem Stricken, Wäscheschnittzeichnen, Wäschezuschneiden, Hand- und Niaschincnnähen und Ausbessern erlernt wird, unb auch allgemein bilbenbe Fächer wie Aussatz, Rechnen, Singen, Gesunbheitslehre unb Krankenpflege gelehrt werben, ist bie Teilnahme an bem Unterricht nicht nur Töchtern von Lanbwirten, sonbern auch benen des Mittelstanbes sehr zu empfehlen. Hinzuweisen ist noch auf die gründliche Ausbildung in den laufenden Arbeiten im Obst­und Gemüsebau, speziell auf die Konservierung, das Einmachen des Obstes unb ber Gemüse. Ebenso werben ber Ernte unb Winteraufbewahrung des Obstes unb ber Gemüse große Beachtung geschenkt. Daß zur Erlernung eines so großen Lehrplanes wie des oben angeführten ein mehrmonatlichcr Lehrkursus notroenbig ist, ist als seldstverstänblich zu betrachten. Wenn auch in letzter Zeit vielfach kurze Wander-Haushaltungskurse errichtet würben, auf denen in wenigen Wochen bie Einführung in einige Obliegen­heiten bes Haushaltes bezweckt werden soll, so muß boch feber Vater, ber seiner Tochter bie grünbliche AuSbilbung in den haus­mütterlichen Pflichten geben lassen will, seinem Jtinbe einen längeren Unterricht zukommen lassen. Die Landwirtschastskammer kommt den Eltern sehr entgegen, indem sie den Unterricht und Pensionspreis denkbar niedrig festgesetzt hat. Für Unterricht und Logis sind für den Kursus für Hessinnen 25 Mk., für Nicht- heffinnen 40 Mk. zu bezahlen. Die Kosten für Verpflegung berechnen fich nach der wirklichen Aufwendung Anmeldungen zur Teilnahme an dem am 1. Juli beginnenden Kursus sind als­bald an die Ortsschulkommissioy der Haushaltungsschule

April

1910

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Sonnenschein