Größere Geschäfts-Anzeigen für die SamStagSauSgabe beliebe man schon am Freitag oormittog zu bestellen. Nur dann ist eS möglich, der Satz. auSstattung der Anzeigen diejenige Sorgfalt angedeihen zq lassen, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 1b. Dezember 1910. Das Schaufenster.
Kreis Alsfeld.
-x-. Alsfeld, 13. Dez. Nach den letzten Zusammen- stellungen stellt stch das Ergebnis der Volkszählung für unsere Stadt auf 5 00 2 Seelen. Hiermit tritt die Notwendigkeit einer Zuwahl von drei weiteren Gemeinderatsmitgliedern ein, da bei Gemeinden über 5000 Einwohnern der Gemeinderat aus 15 Mitgliedern besteht. Die ursprünglich gezählte Ziffer 4963 hat sich dadurch erhöht, daß versehentlich einige Familien nicht mitgezählt waren. — Mit der Erbauung der neuen 12klassigen Volksschule wird im nächsten Frühjahr begonnen werden. — Die Frequenz der hiesi- gen Ober real sch ule hat sich trotz Erhöhung des Schul- gelbes gesteigert. Die Schülerzahl der hiesigen höheren Mädchenschule ist gleich geblieben.
△ Burg-Gemünden, 14. Dez. In unserer Kirche ist eine neue Orgel aufgestellt worden. Sie ging aus der Werkstätte des Orgelbauers Bernhardt in Gambach hervor. Die neue Orgel ist mit 14 klingenden Registern, 18 Druckknöpfen und zwei Manualen ausgestattet. Die feinen In. tonation der Stimmen, die Weichheit der Pianoregister, die Stärke der Jortezugen, das Fehlen jeglichen störenden Geräusches der pneumatischen Anlage stempeln diese Drgel in ihrem Rahmen zu einem Meisterwerk moderner Orgel- baukunst.
| KuftoS, fm Aua. 1904 zum OberbibllotyeTkr an bet Meßerrey Universitätsbibliothek ernannt
•* Lehrer als Schöffen. Zahlreiche Lehrerkonferenzen Rnben in diesen Tagen statt, die sich vielfach mit der Frage des Rechtes der Lehrer, als Schöffen zu wirken, befaffen. Nächsten Samstag sind Konferenzen der Bezirks, vereine Darmstadt, Groß-Gerau, Kirch.Brombach, König, Neckartal, Reichelsheim i. 0., Wolfskehlen, Dieburg, Echzell', Gedern, Großen-Buseck, Großen-Linden, Grünberg, Herbstein, Homberg, Hungen, Laubach, Lich, Londorf, Nidda, Ohm. Felda, PhilippScck, Selzerbrunnen, Windhausen und Undenheim.
•• Die Weihnachtsausstellung d-r Kunst- und Handarbeitsschule Landmann findet Samstag und Sonntag statt; sie wird eine Fülle praktischer und seiner Arbeiten auS allen Techniken aufweisen.
Landkreis Gießen.
ch Heuchelheim, 13. Dez. Hier scheint der Frillslny nahen zu wollen. Alle Anzeigen dafür sind vorhanden. Statt Schnee und Eis, milder Sonnenschein. Auch die Blumen des Frühlings beginnen an geschützten Orten zu blühen. So fürdet man in dem Garten der Heuchelheimer Mühle, bei an einem Südabhang liegt, eine Rabatte mit Primeln be- pflanzt, die aufbrechende Blutenknospen zeigen. Noch 2—3 Tag? gelinde Witterung und man kann das schönste blühende Primel, beet bewundern. Es ist wohl eine Seltenheit, Mitte Dezember blühende Primeln, die sonst nur als „erste" Blumen den Früh. I*ng ankündigen, im Freien zu sehen.
= Stangenrod, 14. Dez. lieber Pflege nnd Zucht der Ziege spricht am nächsten Sonntag nachmittag hier im Gasthaus von Karl Echter auf Veranlaffung bet Landwirtschaftskammer Oekonomierat Weitzel-Lich.
deshalb zogen viele weg. Ein Steucmachlaß würde zur Be- toHLpfung der Vtotlage ein völlig unzureiä-endes Mittel fein. 'Eie Regierung sollte größere Barmittel zur Verfügung stellen, reip. ben betreffenden Gemeinden auf ein oder zwei Jahre zins- tr^e Kapitalien überlassen, damit die nötigen Materialien wie tzo<hwnel, Kupfervitriol, Maschinen usw. zur einfreiüidjen Be- lampNing der Rebschädlinge beschafft werden könnten. Tie Landes- yypolhekenbank leihe nur ungern und niedrig ihre Kapitalien. Redner hofft, daß die Regierung bald durch Hergabe einer größeren Summe helfend ringreifen werde.
Nach alledem ist eS wohl nur allzu begreiflich, daß der eingangs erwähnte, von dem maßgebenoen Beamten der Zentrale verfaßte Artikel, in welchem dem hiesigen Verein oorgetoorfen wird, die Opfer an Geld usw., welche für das Säuglingsheim gebracht wurden, seien nicht ge- rechtjertiSt, in welchem der Verein aufgefordert wird, zu dem „früheren richtigen Prinzip, auch kranke Säuglinge auszunehmen", z-urückzukchren, damit „der schwer haltbare Zustand" beseitigt und die Grundlage einer Unterstützung durch die Zentrale gegeben werde, als eine schwere Kränkung
Abg. Finger (natL) empfiehlt die vorherige Prüfung &r Mvweyrmulel.
Landesökonomierat Müller dankt dem Abg. v. Qrertmw für bu Erkürung, daß er (Redner) ein warmes Herz für den Weinbau habe. ^Lie üble Meinung über das Reblausgesetz müsse er zurückweisen. Zu beklagen wäre, wenn die in Hessen eiw- gesuhrten Maßnahmen wieder abgeschafft würden, da Rheinhessen für das am besten geschützte Weinbauaebiet in Deutschland gelte. Der Anbau der amerikanischen „reblausfesten" Reben sei kein Heilmittel. Regierung stelle schon feit Jahrzehnten Vcr- lucoe an nach einem Plan, der auch bei der Reichsregierung und den anderen weinbautreibenden Bundesstaaten Zustimmung ge- funden habe. Sie werde die Frage auch lösen, brauche aber 4eit. Jtie Beurlaubung von Militär zur Bekämpfung der Schäd- befürworten,^ dagegen nicht die Verwendung von
Indern, un Interesse der sachgemäße Ausführung der g, „2er Gegenstand ist bamit erledigt. Die Sitzung wird nach, fe Uhr auf Donnerstag, den 15., vormittags 9 Uhr, vertagt.
Ibis yirm hewklgen Tage keinerlei Veränbermrg erfuhr, Ketek täglich 80—100 Kindern der Stadt einwandfreie Nahrung in den verschiedensten Zusammensetzungen; in dem Säuglingsheim wurden allein feit Februar dieses Jahres 65 Kinder verpflegt, und die Erfolge, welche durch beide Anstalten gezeitigt wurden, sind außerordentlich günstige. Gar manches Kind kam in elendem Zu stand zu uns und wurde durch die fubtile Pflege, wie sie eben allein eine An - ft a 11 bieten kann, gekräftigt für seinen Lebenskampf entlassen^ Dabei sind selbstverständlich auch Kinder, die in dem Heim krank wurden, wie die in einer Familie Erkrankten, verpflegt worden. Nur hat man „kranken" Kindern, d. h. solchen, die vor allem an ansteckenden Krankheiten litten, die Aufnahme verwehrt, da für sie die Universitätsklinik in Betracht kommt oder eine sehr wünschenswerte Kinderkrankenanstalt, und da in dem Hause, in welchem das Säuglingsheim dank dem großen Entgegenkommen der städtischen Behörden untergekommen war, eine Kranken-! station schon aus Rücksicht auf die in demselben Hause be- findliche Vorschule des Realgymnasiums nicht errichtet werden durfte. Das Säuglingsheim wollte eingedenk seiner speziellen Aufgabe z. B. einem Kinde, bei dem Verdacht auf Scharlachinfektion vorhanden war, keine Aufnahme gewähren, es wollte Kinder nicht in die Anstalt aufnehmen, bei deren Behandlung und Pflege Aerzte und Schwestern I sich wegen Ansteckungsgefahr mit besonderen Schutzmaßregeln versehen müssen.
Bei der Verfolgung dieser seiner Ziele wußte sich der Verein eins mit den Tendenzen der „Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge", wie sie bei ihrer Gründung und auch gelegentlich verschiedener Unterredungen mit der gegenwärtigen Leiterin des Säuglingsheims Herr Minister Braun, Exzellenz, aufs llarste und entschiedenste vertraten, der stets betonte, daß sich die geplante Fürsorge auf gesunde, und nicht auf kranke Kinder erstrecke. Und der Verwaltungsdirektor der Zentrale, Herr Regierungsrat Vistor, hat selbst in einem Vortrag, welchen er auf der Konferenz des Verbandes evang. kirchl. Frauenvereine am 11. Mai d. I. in Darmstadt hielt, bemerkt, daß es „in erster Linie darauf nicht ankomme, kranke Kinder gesund zu machen, sondern gesund geborene, aber durch die Verhältnisse gefährdete Kinder gesund zu erhalte n".
Das Säuglingsheim in Eieben.
Don Pfarrer Schwabe-Gießen wird uns geschrieben: ™dem Bericht des „Gießener Anzeiger" über die am 11. Dezember d. I. in dem hiesigen Regierungs- gebaude abgehaltenen Versammlung erhellte, hat der lingsf ürsorge gegen den Artikel des Herrn Regierungsrates Pi stör, der am ver- gangenen Samstag erschien, bereits ausdrücklich Einsprache erhoben Zur Aufklärung der Oeffenllichkell möge noch .folgendes bienen. ö J
Es hat ohne Zweifel die Leser jenes Artikels befremdet i7ia2ren/-ber Verein, welcher seit Mai 1907 eine Milchtutt-e für Säuglinge, und seit Marz 1908 ein Säug-! liugsheim unterhält, der dazu seit Oktober dieses Jahres
Einem Arzte geleitete Mütterberatungsstelle in allen prägen der Kinderernährung einrichtete, eine „un-
Sache betreibt, daß die dafür aufgewendeten I "b tragen, die sie tragen sollten"!!
5>err Regieruugsrat Pistor geht von der nach seiner Ansicht unwiderlegbaren Behauptung aus, daß ein Säualinas- ?öt ?aA!Fe Arider aufnehmen müsse, andern- ier.ev eine halb und halb zwecklose Anstalt und habe keine Existenzberechttgung. Der hiesige Verein für Saua- hnS9 ■ ljat fbie &raÖe, ob kranke Kinder in das Säuglingsheim aufzunehmen seien, ehedem des öfteren einJ mI0Ctern Veranlassung gehabt und ist in seiner
I öu welcher alle unterstützenden
Mitglieder eingeladen waren, zu dem Beschluß gekommen von solcher Ausnahme abzusehen. Man wollte [!ie Kinder ™o;ÄTJa,,ens blC fTe oeeignete Aufnahme in gad miiie sanden und einer besonders sorgfältigen Pflege be- durften, lowie ine an Ernährungs^ömngen ieftendeu Naü^ der °°n der Grobh. Zentrale f'ur Mütter" und Säuglinas-
Hessen herausgegebenen Statistik der Säug. Irngsgerblichkert in unserem Äroßherzogtum ist die fttaae über die Säuglingssterblichkeit in allererster Linie einT^L nahrungsftage" und die planmäßige, täglich von einem Ärzt e überwachte, von besonders ausgebildeten Schwestern durcl)geführte itrnahrung der minder in den ^obcnsmonaten, zumal der schwächlichen, dünkte dem Lerem die Hauptaufgabe. Die Mitchkiiche, welche > kit von Herrn .Professor Dr. Koppe eingerichtet Le mW I
totarfftrtmg der Kommission, die au8 der LanbkKrtschastSLmrmcr feniCTjeit gewählt worden war.
Abg. U e b e l (Zentr.) bedauert, daß die Derbandlungen Über diesen wichtigen Gegenstand vor so wenig besetztem Hause stattfindcn. Die Regierung habe seit 1906 manches getan, und mit geteilt, daß imm die Lano-oirtschaftskammer eingreisen müsse. Dieser fehle über die lokale Organisation. Dann sei auch kein Geld oorharchlm Und der Kredit zurückgegangen. Die Unterstützung der Winzer !tn Rheinhessen sei eine finanzpolitische Klugheit, denn Rheinhesscin bringe von den drei hessischen Provinzen die meisten Staatssteuern auf, 17 Mart pro Kopf, Starkenburg nur 15 Mark und Oberhessen 12 Mark. Auch Arbeitskräfte feien nicht vorhanden, deshalb solle die Regierung die Schulbehörde atnvcisen, etwas mehr Entgegenkommen zu zeigen. Auch die Militärbehörde möge Mllüär beurlauben zur Mitlstlfe bei der Bekämpfung des Heuwurmes. I Was für die rheinhessischen Winzer gelle, gelle auch für die an der Bergstraße.
Abg. Wolf- Stadecken (Bbd.) spricht von der herrschetrden Geldkirapphcct. ’/io aller rheinhessifchen SB intet spekulierten mit ihrem eigenen Gewächs, das sie in eigenen Keltern und Kellern verarbeiteten; der größte Teil von ihnen sei schon lange ge- -nnrngen, das Rohmaterial, die Trauben, zu verkaufen. Der Ausfall in seiner Heimatgegend betrage eine Million. Zur Abhilfe der Not fei ein Steuernachlaß ein Tropfen auf einen heißen Stein. Seil 50 Jahren habe in Rheinhessen keine so große Armut aeherrschl wie in diesem Jahre, wo man nicht nur keine Weinernte, sondern auch eine schlechte Getreideernte gehabt habe. Die Regierung sei verpflichtet, nach Möglichkeit zu helfen.
Abg. Best (natl) warnt vor einem Nachlassen mit der Reblausbelärnpfung und kritisiert sodann die verschiedenen Arten der Sä-adlingsbekämpsung. Die Vernichtung mit Bier sei nicht Su empfehlen, da man nach einer Berechnung 100 000 Liter Bier brauche, um 1000 Liter Wein zu retten. Auch neue Abarten der Schädlinge treten auf. An den Eisenbahndämmen solle man Hecken pflanz-n für die Vögel.
Abg. Pennrich (Zentr.). Auf eine Besserung der Er- tnäge in Rheinhessen fei lange nicht zu hoffen, was zu einer Katastrophe führen müsse. Redner gibt sodann das Erträgnis an Wein in einer bestimmten Gemeinde bekannt, das im Jahre 1905 35.22 Hl. pr. ha betrug, 1910 nur noch 1,92 Hl. Der Gesamtschaden int Jahre 1910 fei auf 430 000 Mark zu schätzen, was nur auf die Rebschädlinge zurückzuführen sei. Die Parole müsse fein, zunächst Selbsthilfe, dann Staotshllfe und Gemernde- £ilfe; vor allem tue schnelle Hilfe not
Dbg. Bähr (wild) hält eine längere Rede über die Bekämpfung der Rebschädlinge; er glaubt, daß das jetzige Ministerium v. Hombergk der Landwirtschaft freundlicher gegenüberstehe, als das frühere Ministerium Braun.
. Minister des Innern v. Homberg k bemerkt, er wolle auf dre Äußerungen des Vorredners nicht weiter eingeben. Er müsse aber Verwahrung dagegen einlegen, wenn Abg. Bähr behauptete, daß fein Vorgänger im Amte es an Wohlwollen der Landwirt? I schäft gegenüber hätte felgen lassen. Vor allem müsse er sich aber dagegen venvahren, daß der Vorredner sagte, der frühere iDllnister des Innern fei bestrebt gewesen^ der Landwirtschaft „Knüppel zwischen die Beine zu werfen". (Zustimmung^
. x Ober-Obmen, 14. Dez. Eine hiesige jungt Frau, Deren Mann auswärts in Arbeit steht, stürzte beim Slroh- holen vom Gerüst in die Scheuertenne. Beim Fallen .te sre sich den einen Arm aus, und das Blut quoll ihr aus Mund und Nase hervor. Glücklicherweise blieb sie von schweren inneren Verletzungen verschont.
8 Vom nordwestlichen Voge 1 sberg, 14. Dtz. Nicht t ■ n -i k i- tol,r ’? "ahe vor Weihnachten, sondern vor Ostern ständen.
Zu keiner Zeit des Jahres bieten die Schaufenster ber £ wild, so frühlingsartig ist die Witterung. Eine Ladengeschäfte ein so reizendes, beinahe festliches Bild, wie ^.a9c5temperatur von 8—10 Grad R. um diese Jahreszeit, das °°r Woftn°chtcn. Manl findet da wiettich- Ll-ist-rle.st.mgen j!uch?-n tefieÄ7O6t‘ w5rü«“Ä"e
öec DekorallonSkunst. Hier sind die Schaufensterwände nut Tie Bienen kommen aus ihren Stöcken heraus und fliegen im grünen Reisern außgeschmückt und Watteflocken rieseln nieder, warmen Sonnenschein. Die Arbeiter im Freien und die Holz- Da steht ein beschneites Tannenböuinchen mit Glaskugeln arbeiten hemdärmelig. Frühlingswetter, wirk-
in denen elektrisch- Lichtchen glühen; ringsum gruppten sich lL'dann Ostern^der
°£ec O^ngUufen, als bewunderten sie die Weihnacht- spate Saat der Winterfrucht ist das milde Wetter sehr von Vor- Uche Pracht. Tort wieder kommt Knecht Ruprecht, beladen tcnl; sie nimmt zusehends eine gute Entwicklung. So schlecht mit den schönsten Spielsachen, oder das Christkind peäfentiert mUk-Sa' war, so gut ist er jetzt. Aus derartige
sich in magischer Beleuchtung. Und bie^ud)DaJungen,
Modemagazme, schokoladen- und Konfitürengeschäfte! Schien- gcwöhn.ichen Milde ein Rückfall mtt strenger^Källe folgt!^So?che > dert man ]o durch die Ltraßen, von Laden zu Laden, f^ ^^lerstürze find ja in diesem Jahrgange keine Selleu-Hellei^ Ill's eme wahre Augenweide. Wieviel Sehnsucht erwacht da Starkenburg und Ahcinbesfen.
in den Herzen der Lllnder, vor allem in den Herzen der d- Mainz, 14. Dez. In der heutigen Sitzung btt armen Zi in der! Sie stehen vor den Scheiben, drucken Stadtverordneten-Versammlung wurde von Oberbüraer- I daran ihr vtäschcn platt und sehen voll Beivunderung a«s lueister Dr. Göttelmann mitgeteill, daß das schätzungs- ble auSgcbrcitelen — ach, so verführerisch schönen — Sachen mitgetetite Ergebnis der Volkszählung mit die in allen Farben winken: nimm mich! nimm michl! „ Einwohner zu hoch angegeben war. Die Einwohner- Fa, wenn man so mir nichts, dir nichts durch di- Scheibe m1?9* mlts.öen, Reiben Vororten 110670, also mehr hindurchgreifcn könnte! Ader die kalte Scheid? ist hart; f-e l)1 Mainz hatte im Jahre 1905
laßt nur das Auge hindurch, nicht die Land jetzt ^3ä04, also eine Zunahme von nur
h3‘,ppe' >ch°n ausg-twtzt, wird da von kleinen Mädchen nicht 6406 7595 Anw°hne?geftieg^nEN°^W^PZ^^
’üJ"ißfc oergöttirt wie spater eine Theaterdwa, die sich mehr ober 16 Proz., Kastel von 8763 auf 9671 oder 908
biloiicQ im Slaiten der Kunithandlung präsentiert. Und Personen mehr ober 9 Proz. — Der Vorsitzende ließ sich
manches Lp-elzeug wird nicht weniger heiß gewünscht wie ^ch über die hervorstehenben Hu t n a d e l n der Damen aus,
Ipater das große Los. Und wie mel Kindersehnsucht wird ^o^urch rn ben Straßenbahnwagen, bei Konzerten usw. ! ungestillt bleiben muffen, weil die Eltern . . . arm sind. Feil I an.~)e^c Oeute in Gefahr gebracht würben. Er hoffe, daß der Liede und Freude, schütte durch wohltätige uuö krin. oem öintoctä auf diesen gefährlichen Mißstand auch herzige Hände deinen Segen nach allen Seit n auS -- öo Abhilfe erfolge. In'einer der
alle.» dorthin, wo entbehrende tirnder find! ' Stadtv. liebel Klagen über die
1 yrenoe «mdcr find, do'.zerasslstenlm Schaprro in der Jugendfürsorge vor-
. . .M Igebracht. Beigeordneter Berndt erllärte daß ficki bic
verein to .- g- , • "P°Ur°7 rfler1 ^anstaudunaen als gerechtfertigt herausgestellt u,!d Vor-
rtiedia-itaboratürinms, gehalten 'oon P °l°swr Tr"s°'!!!°, M 8.^offenh tootöen sei, daß derartige Kille in Zu, :l>üuQtDojc,u u .ho m ne undA?chit-t! B-r-. Abends ü'/ ^t mehr Vorkommen wurden. - Kür die Kriegs-
u» flroiicn llinvertuaishörsaal. 9 ' 1866, 1870/<1 wurde ein Kredft von
r e । d)1 cl> 15 p e r c i n: Vortrag von Privat- -'^ark bewilligt. Es soll ben Veteranen, die sich H1/8 nf; ^ie Entstehung des Minnesanges. Abends ^^^ben, und die nicht über 1500 Mark Einkommen haben.
«/, Ul)r m. (Ime Übel. . -me Ehrengabe von 20 Mark zuteil werdew In
**2Sjähriges Dienstjubikäum Am Ennntnn » 9ta,rtetei1. &äHen sollen auch die, die über
ben 18. Dezember werden 25 Jahre verflossen fein feitbem ^a^en-..ble>e11 Ehrensold erhalten. — Für die
der dcrzertrge Oberbibltothekar Dr Emil S e ük e r le n Am i °'ts °senunterftuhung wurden lOGOu Mark bewilligt an der Universitätsbibliothek Gießen annctreten bnt «nr t bl°tC er^aUen pro Woche 3 Mk., kinderlose Ver-
her an der Marburger Uneversitätsoibliothek^tälia n 4,50 ™aJ£' Verheiratete mit Kindern 6 Mark. Dic Dr. Heuser mft Wlrbrug vom^ SL Ä r w»d vom 19. Dezember bis zum 11. März
U ^Ciembet lb8d ruml iur üochltcns 50 Tage gewühlt. a Dem Karuevawerei»
l^bg. Eibach (fortschr. Vp.) führt aus, die Stimmung unter Den Weinbauern sei eine trostlose und zwar umsomehr, als man vielfach annimmt, daß in Zukunft Mit den gaiizen Bekämpfuugs- , - v v o
Tnrrtcln nicht mehr zu rechnen fein wird. Die Folge des jetzigen empjunden werben mufjte. Unb bas untjo mehr, als es
sttvillosen Zustandes sei, roie die neue Stattstck erweise, eine in dem Berick)t des Vorstandes ber Großherzogi. Zentrale
der Bevoltenrngsziffer m den Weinbau treiben den Gegen-ausdrücklich heißt: „Jemehr bie Ueberzeuauna burchbringt,
a '^^üesetzten Mitzentten seien die Winzer nicht baß bie Zentrale nie versuchen wirb bie auf gleichem Ge- sjsä. WÄS-Ä stewftewsW schönen Aufgabe weiter widmen. Man hat Die Ziele ber Zentrale falsch verstauben, wenn man glauben konnte, daß sie zu ihrer Organisation in bie Tätig kett ber Privatvereine störenb eingreifen müßte. Sie hat im Gegenteil ein Interesse daran, sie ungehemmt unb uneingeschränkt tätig zu sehen unb wirb bauach streben, gerabe diese, wo sie kann, zu fördern. ... In erster Linie wollen wir nicht für kranke Kinder sorgen, sondern vor allem danach streben, gesunde Kinder gesund zu erhalten."
Der hiesige Verein wird seine Ziele unentwegt weiter verfolgen und hofft nach wie vor auf tattrdfhge Unterstützung seitens der Bürgerschaft, denn er ist sich bewußt, wie immer seine Tätigkeit von anderer Seite beurteilt wird, für bie bedrohte Ktnderwelt segens- voll zu wirken.


