Ausgabe 
24.9.1910 Zweites Blatt
 
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Aeltere ausgemästete Kühe und wenig

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Meteorologische Beobachtungen der Station Siekea

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Am Nachmittag wurde die Aussprache über die W a hl- rechtsfrage fortgesetzt. Zunächst begründete Rosa Luxem­burg ben hierzu vorliegenden Antrag: Mit bloßen Demon­strationen werden wir den Zweck unseres Kampfes nicht erreicheir. .Die Reaktion tvird nicht freiwillig ihr stärkstes Bollwerk auf­geben. Wir müssen dann den Massen sagen: Ihr habt noch ein wirksames Mittel,

den politischen Massenstreik.

Wir nrüssen den Massen sagen können: Ihr seid nicht machtlos der säbelpolternden Reaktion gegenüber, Ihr habt den Massen­streik. Wir wissen, daß in den Gewerkschaften eins Bewegung dagegen besteht, daß man die Frage öffent­lich erörtert, daß man diese Forderung als ein Spiel mit dem Feuer bezeichnet. Diese Auffassung ist total verkehrt. Die Be­fürchtung, daß die Erörterung den Massenstreik ruiniere, ist ebenso abgeschmackt wie die Vorstellung vom Generalstreik.

jLimpertz (Essen a. d. Ruhr) bringt die Anweisung des vor zwei Fahren in Ungnade gefallenen kommandierenden Gene­rals des 7. Armeekorps v. Bissing zur Sprache, die Anord­nungen enthält, wie sich das Militär bei Straßenkämpfen be­nehmen solle. Der Redner meint, die Schulung jedes Genossen für solche Vorkommnisse müsse unbedingt durchgeführt werden.

Weil (Straßburg) erklärt, daß Bestrebungen im Gange feien, um in Elsaß-Lothringen Platz zu schaffen für einen arbeits­losen Prinzen. Wir wollen alle Anstrengungen machen, damit Elsaß-Lothringen ein freies Land wird.

Antrick (Braunschweig): Unser Landtag ist

eine Spottgeburt von Dreck, aber ohne Feuer. Wenn Sie sich diese Bauernstube ansehen, werden Sie finden, daß davon nichts zu erwarten ist. Wilhelm Raabe ist Ehrern bürger von Braunschweig, aber das Wahlrecht besitzt er nicht, ebenso nicht Professor Dedekind, der irrtümlich auf die Listege- kommen, aber wieder gestrichen wurde, gerade als er zum Mit­glied der Pariser Akademie der Wissenschaften gewählt wurde. Die Braunschweiger Arbeiter warten auf die Parole. Wir wollen Opfer bringen, hoffen aber auch auf den Sieg.

Ernst (Berlin): Wir Berliner sind nicht etwa prinzipielle Gegner des Massenstreiks. Vor der Anwendung des Mittels müssen wir aber auch die Gewerkschaften hören. Wir können den Massenstreik nur in Gemeinschaft mit diesen durchfuhren. Gerade weil Lto>rr auf alle Eventualitäten gefaßt sein müssen, bitte ich die Resolution Luxemburg abznlehnen.

Inzwischen ist eine Erklärung eingegangen, unter­schrieben von Sachse und einigen 30 anderen Delegierten, die lautet:

\ .Die unterschriebenen Parteitagsdelegierten legen die ent- Miedenste Verwahrung ein gegen die Einbringung des An­trages Luxemburg. Der Massenstreik, gleichgültig aus welchen Gründen und zu welchem Zwecke er geführt werden, soll, bedarf zu seiner wirksamen Durchführung der Beteiligung aller Organe der deutschen Arbeiterbewegung, besonders der Beteiligung und Unterstützung der Gewerkscha fts v er- bände. Es ist untunlich, daß die Frage der Erörterung und Propagierung des Massenstreikes zwischen Parieivorstand und Generalkommission vorher beraten wird, ehe sie an den Partei­tag zur Entscheidung gelangt. Der Antrag Luxemburg kann nur die Wirkung haben, das erfreuliche Einvernehmen zwischen beiden Vertretungen der deutschen Arbeiterbewegung zu stören." (Zustimmung und Widerspruch.)

Vogt Herr begründet dann einen Antrag. Er verlangt, daß die Reichstagsftaktion in jedem Jahre einen Antrag auf Einführung des allgemeinen gleichen, geheimen und direkten Wahl- c- rechts für Preußen im Reichstage einbringt. Die Frage müsse zu einer Reichsfrage gemacht werden.

Driesmann (Hanau): Es ist vorhin Verwahrung ein­gelegt worden gegen den Antrag Luxemburg. Das ist völlig überflüssig. Niemand will die .Gewerkschaften aushalten Ge­rade in den Wahlrechtstempeln haben an allen Orten die Ge- 1 werkschaften und die Partei zusammen gestanden. Die An­weisungen des Generals v. Bissing stehen nicht allein da, die blutigen Polizeiattacken sind ja bekannt und ebenso, daß zur Zeit . der Arbeitslosenversammlungen, als das Militär in Frankfurt a. M. im Manöver war, das Militär in Hanau bereit gestellt wurde, um sofort nach Frankfurt geführt zu werden.

Leinert (Hannover): Rosa Luxemburg hat mit ihrem An­trag kerne Disziplin bewiesen, ich bedauere, daß Lieb­knecht den Antrag mit unterschrieben hat, weil er doch weiß, daß 1 wir rn Preußen der Ansicht waren, daß der jetzige Zeitpunkt zur Erörterung der Frage des Generalstteiks ungeeignet ist. Der Antrag Luxemburg entspricht nicht den Ansichten der großen ' preußrschen Landesorganisation, er will einen Beschluß des deut- scheu Parteitages erzwingen. Wann die Zeit zum Massenstreik i twr ist, wissen der Parteivorstand und die Generalkommission, !

SRd Lux embürg (Widerspruch und Zustim- i mnng). Wollen Sie einen Appell an die Massen, im Gegensatz zu ! den Führern? Das ist ein Grundsatz, der schon einmal hier zum m selovinntnx ist und gegen den wir protestieren müssen, i (Beifall und Widerspruch.) }

Mgwrdneter Heine wertdet sich gegen die Forderung, daß 1 jedes ^ahr ein Antrag auf Aenderung des preußischen Wahlrechts im Reichstage erngebracht werden solle. Der Antrag ist überflüssig, als ich vor 13 Jahren in den Reichstag kam, lag er schon vor

Wir rm Reichstage können nicht sagen, wann ein Antrag zur Verhandlung kommt,

wir sind keine Kirche, die die Festtage festsetzen kann.

Klare Zetkin, Stuttgart: Wenn die Genossen bereit sern sollen für den Gebrauch der Waffe des Massenstreiks, müssen wir den Massen erst die nötigen Vorbedingungen schaffen Die Massen müssen auch die Tragweite eines solchen Streiks erkennen 1 Wir wollen ja auch nicht den Massenstreik für jetzt. Die Resolution soll nur den Gedanken weitertragen, wenn eines t Tages die Entscheidung über seine Möglichkeit, seine Notwendigkeit 5 fallen wird. <

Gerichr-saal.

A ü Marburg, 23. Sept. In mehrstündiger Sitzung beschäf- ttgte stch heute bte Strafkammer mit einer B e l e i d i g u n g s- k l c g e des Bürgermeisters H e i n z e von Gemünden gegen beit Stadtverordneten Katzen st ein von dort, derbem ersteren im Anschluß an eine Stabtverordneten ° Versammlung, in der ber Bürgermeister an bie wegen kommunaler Streitigkeiten zahlreich erschienenen Bürger eine Ansprache gehalten hatte, beleibigenbe Neuerungen zugerufen hatte. Der Angeklagte wurde, wie in der Vorinstanz, zu 25 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der Konflikt, bei dem es sich um bte Wasserleitungskosten handelt, hat auch schon mehrere Privatprozesse gezeitigt. Zwei Einwohner aus Amönau bei Wetter, bie in einer Militärreklamationssache eine mit der vom Bürgermeister befürworteteti Reklamation im Widerspruch stehende Eingabe an die Ober-Ersatzbehörde gemacht und auch bte Ver­werfung ber Reklamation erzielt hatten, standen wegen Beleidigung des Bürgermeisters vor den Richtern. Sie erzielten Frei­sprechung, weil ihnen das Gericht den Schutz des 8 193 m- billigte. 0

Boran mit einem wirklich demokratischen Wahlrecht. Preußens iForderungen sind unsere Forderungen.

Hug (Oldenburg) verspricht die Hilfe der oldenburgischen Genossen im Wahlkampfe.

,S t a r o s s e n (Rostock): Auch wir Mecklenburger haben ein Kroßes Interesse an einem guten preußischen Wahlrecht. Wir Haben bereits ein solches vor Jahrzehnten gehabt, das haben uns Über Junker und Pfaffen gestohlen. Es werde hoffentlich bald gelingen, Mecklenburg durch Preußen zu erlösen.

Alle diese Zustimmungserklärungen der nichtpreußischen Dele- gierten wurden mit nicht endenwollendern Beifall aufgenommen.

Darauf trat die Mittagspause ein.

@ibt es für Kinder im Wachstnm wohl etwas besseres als

^Üonbutnin - Witchpuddmg mit gedämpften Früchten? Frisches Obst gedämpft oder geschmort ist sehr zuträglich, der Mondamin- Pudding gibt den Nährwert dazu und macht daraus eine delikate Mahlzeit. Auch Erwachsene werden die erfrischenden Speisen nicht verschmäben.

Ausstellungen in Lauterbach.

-x. L a u t e r b a ch, 23. Sept.

Dre vorn Landwirtschaftskammer-Ausschuß E Oberhessen veranstaltete Kreisschau

nahm heute insofern schon ihren Anfang, als die Preis­richter tn den Gruppen VI bis X bereits ihres Amtes walten

gut entwickelte jüngereKühe u. Färfen 3539 7075

Mäßig genährte Kühe nnb Färsen . . 3034 CC 22

Sept.

1910

Förster (Hamburg): empfiehlt den Massenstreik als" eine vorzügliche und scharfe Waffe. Aber gerade weil das der Fall ist fafien mir Vorsicht bei der Anwendung der Waffe walten zu lassen' Ihre Schneidigkeit und Schärfe richtet sich gegen unsere Gegner, aber eventuell aud) gegen uns.

Severing (Bielefeld) wendet sich gegen die Resolution Luxemburg. Der Parteitag werde sich damit nur einseitig fest­legen.

Die Entschließung des Parteivorstandes wird mit großer Mehrheit angenommen, desgl. der er fte S a tz d e s Antrages Luxemburg. Der Antrag Vogtherr wird abgelehnt.

Der Parteitag nahm dann einen Bericht von Pleißner (Dresden) über die Genossenschastsftage entgegen. Danach wird bte Sitzung abgebrochen und auf morgen vertagt.

Die Liste für den Vorstand weist wieder dieselben Namen auf: Bebel, Singer, Molkenbuhr, Ebert, Müller, Pfannkuch und Frau Zietz.

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Markte.

Gieße»' 24. oept. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- >u°E° kostete: Du.ter pr. Md. 1.25-1.30 Mk, Hühnereier I S 8-9 V g Enteneier 1 Stuck 0 Psg., Käse pr. St. 6-8 M Kasematte pr. St. 56 Psg, Tauben pr. Pr. 0,80100 Mk' Hühner pr. St 1,00-1,60 Alk, Bahnen pr. Stuck 6,80-1 80 Mk ff'"»' vr. St 1,80-2,20 Mk, Gänse das P!d. 80-85

Rindfleisch pr. Psnnd 8084 Pia Kuhfleisch 70 Psg Schweinefleisch pr. Pfund 80^-96 Psg leitet) pr. ^^.8688 Psg., Hammelfleisch pr. Pid. 6084 Pfa bis 20 8.) D 1-00 bis 8.00 Alk., Weißkraut das Stück 10 Q;tr09n3fi';^ 9m- ^lülebeI,t ver Ztr. 6,00-8,00 Alk., Milch das Ä sx Ä'Ä 5L3 Sf S;' ,M.

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-th. Gießen, 24. Sept. Der Heumarkt ans

Garten erfreute sich in den letzten acht Tagen wieder einiger Zu­fuhren von Heu das willig mit Mk. 2,70-2,80 ber Zentner Sbl est Wochen gänjl°ch' on^eincnb vorltegt, seh,,

x.6. WieSbade«. V ie h h o f-M a r kt b e rl ckt »an, 94 ,

Atlstrieb : Rinder 72, Kälber 120, Schafe 48. Schweine 233 ' CP '

Tendenz: Rinder, Kalber, Schafe und Schweine gedrückt.

Kleine Tageschronik.

Deutschlands größte Landgenteinde Hamborn bei Duis­burg hat den 100 000. Einwohner erhalten. Die Gemeinde wurde vor 10 Jahren mit 29 000 Seelen selbständig. Die.Entwickelung gründet ftch auf bie Dhyssenschen Unternehmungen.

Durch Eitchruch in das Juweliergeschäft von Brieger am Rathaus tn Breslau erbeuteten die Einbrecher nachts Ju- ?«Ien,T.$8^Tte von 25000 Mark. Von den Tätern fehlt noch lebe Spur.

Von der Einbrecherbcmde, welcher seit Februar d. I. im Berliner Konfekttonsviertel P el z e und Seidenwaren int Werte von etwa 180000 Ma^ in die Hände gefallen sind, gelang es der Poltzet, etntge Mttglieder zu verhaften, nämlich den Arbeiter Doltzt und den Schrrmmacher Schöter. Der Führer der Bande, Reisende Göbel, entkam, doch entdeckte man in Brussel ferne Spur.

rber Einwohnerschaft in einer Nach- 5^0^ ben Markt besuchte, brannten in Kenty bei Oswiecin über oO gefüllte Scheunen nnb mehrere Besitz- Ern Feuerwehrmann und ein Besitzer stuften durch das Dach einer Scheune und verbrannten; auch vtel Vteh rst umgekommen.

Auf dem Güterbahnhof Köln-Gereon stieß eine Rangierabtei- lung mit einem Packwagen so Jheftig zusammen, daß ber ^agen zertrümmert wurde. Vier im .Wagen befindliche Personen wurden schwer verletzt.

In Madrid stürzte während eines Stierkampfes eine Tribüne ein. Eine Person wurde getötet, Pier Per­len wurden Perle tz t. Der Stier verletzte ein jun ges 'das tn bte Arena gestürzt war, tötete einen Torero und verletzte mehrere andere. ^orero

In Pellhan (Nordamerika) erschossen sich zwei der -ngesehensten Bürger gegenseitig, als sich ihre ^"llzierfastrt trafen unö sie miteina^>er 414 WlulL yCL LCLCll.

> sollen, (ut der Hauptsache die Gruppen ObstbiaU, GeMgel, landwirtschaftliche Maschinen). Die Ausstellung findet in

1 der neuen Turnhalle und auf dem angrenKenden Platz statt. .Heute herrscht noch rege Tätigkeit überall, man leat an . ben Einrichtungen die letzte Hand an. Die Turnhalle ist ; dicht besetzt mit Erzeugnissen des Feld- und Gartenbaues, sowie des Obstbaues, auf dem freien Platz

um die Halle sind in der Hauptsache Mo­

toren, Maschinen und Geräte ausgesteüt, wie sie der moderne Landwirtschaftsbetrieb verlangt, und zwar gleich­falls in ansehnlicher Zahl. Die Ausstellung gibt ein statt­liches Bild von der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft unseres Kreises, selbst vom hohen Vogelsberg liegen be­achtenswerte Erzeugnisse vor, die bezeugen, daß das Ge­birge. mit seinem rauhen Klima doch schließlich noch besser ist. als sein Ruf. Das Schwergewicht der Landwirtschaft im hiesigen Kreise liegt allerdings in der Viehzucht, deshalb baut man hauptsächlich nur die Produkte, welche mit ihr zusammenhängen, also Roggen und Hafer, Kar­toffeln, Runkeln, Kohlrüben usw., das tritt auch in der Ausstellung in Erscheinung. Ein Stiefkind des Landwirtes unserer Gegend ist der Obstbau, trotzdem ist Obst in über­raschend großer Mannigfaltigkeit und in vollkommen aus­gebildeten Früchten ausgestellt, ein Zeichen dafür, daß man trotz ungünstiger klimatischer Verhältnisse auch dem Obst­bau neuerdings mehr Beachtung schenkt. Die Geflügel- ausstelluna (Nutzgeflügel, Brieftauben, Eier) ist in einer besonderen Halle untergebracht und gleichfalls gut beschickt, sie zählt^235 Nummern. Die Ausstellung selbst war heute noch für "das Publikum geschlossen, morgen sSamstag) vor­mittag 10 Uhr findet die Eröffnung ^'tatt. Die Vrehschau nebst Prämiierung ^folgt ebenfalls am Samstag, die Vor­führung des prämiierten Viehes am Sonntag, nachmittags 4 Uhr. Gleichfalls am Sonntag ist ein Festzug mit Volks­trachten, Wagengruppen usw. Die Ausstellung ist dann noch am Montag vormittag geöffnet.

Gleichzeitig mit der Kreisschau veranstaltet der hiesige Volksbildungsverein eine Ausstellung von Erzeug­nissen der H eimatkun st aus drei Jahrhunder­ten im Saale zum Johannesberg. Wenn auch der Zahl nach ittcht bedeutend, so enthält bie Ausstellung doch be­achtenswerte Stücke. Die Einrichtung der Ausstellung hat man mit Geschmack getroffen, nennenswert und sehr hübsch sind je eine Rokoko-, Empire- und Biedermeierstube, außer­dem Bauernstuben nebst Küche. Weiter enthält die Samm­lung alte Zunftladen und Zunstcrrtikel hiesiger Gewerke, dar­unter solcher, welche nicht mehr vorhanoen sind, so die Strumpfwirker und Büchsenschäfter. Schließlich seien ge­nannt Kleidungsstücke unserer Groß- und Urgroßeltern, Hausgeräte, Waffen, darunter von Lauterbacher Meistern gefertigte Flinten, eine vom Lauterbacher Glockengießer Daniel Hardt gegossene Glocke aus der Kirche zu Landen- hausen, verschiedenes Handwerkszeug früherer Zeiten usw.

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Sept. 16. Emil Eidmann, Bureauvorsteher in Gießen, mit Lina Klippel in Lollar. 17. Emil Schäier, Metzger, mit Katharine Klein, beide in Gießen. Friedrich Luckhardt, Inspektor der Wach- uiib SchUeßgesellschait in Straßburg, mit Christiane Selig in Gießen. 19. Sept. August Schmitt, Ingenieur in Sosta, mit Anna Minna Matthea Gernegroß in Leipzig. Wilhelm Philipp Rohrbach, Taglöhner in Wieseck, mit Emma Lina Alban in Gießen. 20. Michael Lams, Fuhrknecht, mit Elisabethe Best, beide in Gießen. 21. Otto Siek, Gastwirt in Gießen, mit Emma Müller in Bottenhorn. Heinrich Küpper, Eisenbahnpraktikant in Gießen, mit Marie Margarete Johanna Klinger in Frankfurt a. M. Heinrich Zimmermann, Lackierer in Klein-Linden, mit Susanne Röhmig in Gießen. 22. Heinrich Otto Hochstätter, Kaufmann in Gießen, mit Maria Theresia Härdtner in Dunningen.

Eheschliehvngen.

Sept. 17. Ferdinand Lenz, Brauerelbesitzer in Herford, mit Elly Haubach in Gießen.

Geborene.

Sept. 13. Dem Wirt Friedrich Schneider ein Sohn, Artur. Dem Stukkateur Johann Josei Laberenz eine Tochter, Apollonia Luise. Dem Fuhrmann Wilhelm Franz Hammel eine Tochter, Franziska Karoline. 14. Dem Eisenbahngehilsen Friedrich Otter eine Tochter, Friederike Philippine. Dem Organisten Anton Wickert ein Sohn, Johann Adam. 15. Dem Steinmetz Karl Iödt ein Sohn, Friedrich Wilhelm Emil. 16. Dem Maschinen- techniker Heinrich Fischer ein Sohn, Erich Heinrich Wilhelnr Dem Lagerhalter Wilhelm Heinrich Ludwig ein Sohn, Karl Friedrich. Dem Lehrer Georg Valentin Reinhard Kling ein Sohn, Peter Ludwig Artur Karl. 17. Dem Metzger Julius Aulmann ein Sohn, Julius Karl Otto. 18. Dem Obsthändler Romano Mass ein Sohn, Justus. 21. Dem Spengler Karl Sauer ein Sohn, Heinrich.

Gestorbene.

Sept.^17. Anna Kathanne Dörr, geb. Hetche, 71 Jahre alt, Große Mühlgasse 43. 22. Philipp Wehrum, Privatier, 62 Jahr«, alt, Wolfstr. 14. Katharine Köhler, geb. Vogt, 58 Jahre alt, Neustadt 57. Karoline Dimpfel, geb. Ohnimus, 90 Jahre all, Liebigstr. 22.

pro 100 Pfd. schnittspreis

Gebend. Scktache. pro 100 Pfund

Ochsen. bis t<benb'

D-llfl-ischiq-, auäfltmdftete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 4953 8992

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 4448

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere.........3943

Färsen, Kühe.

Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 4650

Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 4044