Nr. 347
Drittes Blatt
160. Jahrgang
Freitag 21. Oktober 1910
Gießener Anzeiger
Erscheint tÜgstch mit Hu5nabme deS Sonntag#.
General-Anzeiger für Gberheffen
Die wet<||<ner LamiNendlätter" werden dem ,91n3eigere viermal wöchentlich beigelegt, da« ^Kretsblatt ffir den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Seit- fraget" erscheinen monatlich zweimal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schsn Universität« - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion: 112. Tel.-Adru Anzeiger Gieß en.
jer überaus weihevoll verlief. Da war keiner, der nicht am Schluß beim Glockengeläut und Klang der Orgel gern .n das alte Danklied „Nun danket alle Gott" einaestimntt hätte. Als äußeres Ergebnis des Festes konnte dieser Tage ein ganzer Leiterwagen voll Früchten aller Art an das hessische Krüppelheim und an das Gießener Schwesternhaus gesandt werden; das Hungener Krankenhaus hatte wegen der Ueber- fülle sonstiger Gaben für die unsrigen gedankt. Die Kollekte des Tages erreichte die für unsere Verhältnisse ganz tuvi gewöhnliche Höhe von 35 Mark.
-g. Groß-Alten st ädten, 20. Okt. Dte Gemarkung Altenstädten, im Tale der Aar gelegen, ist in einer Grüße von 424 Hektar in der Zusammenlegung begriffen. Dabei gilt es gleichzeitig zwei Brücken über den Bach im Anschluß an das neue Wegenetz anzulegen. Die Gemeinde verfügt außerdem über einen schönen Waldbestand oon 403 Hektar.
vermischtes.
* Ein T e ft ament zu Gunsten von Tieren. Fräulein Lucy Eleanor Constance Thomas, eine Dame der Londoner Gesellschaft, die im Hhdepark-Viertel wohnhaft gewesen und unlängst starb, hat ein beträckstliches Erbe zur Nutznießung „unserer armen stummen Freunde" hinterlassen, und zwar 1000 Pftürd zu Gunsten der englischen Anti-Vivisektions-Gesellschaft, 350 Pfund zur Errichtung von öffentlichen Trinkstellen für Pferde und Vieh, 300 Pfund für das Heim verlorener und verlassener Hunde in Battersea, 100 Pfund für die Gesellschaft zum Schutze von Katzen. — Auch andere tierfreundliche Einrichtungen hat die Dame mit ausgiebigen Spenden bedacht, so daß die Beträge, die sie Menschen hinterlassen hat. verhältnismäßig bescheiden erscheinen.
* Tie Füße der Japaner. Professor Lanelongue, der bekannte französische Chirurg, machte jüngst in der Akademie für Medizin zu Paris interessante Mitteilungen über die Ergebnisse seiner gründlichen Beobachtungen der — Füße der Japaner. Er ist auf Grund eingehender Forschungen zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Untertanen des Mikado von Rechts wegen unter die — Vierhänder eingereiht werden müßten. Da die Japaner fast immer barfuß gehen oder auch geschmeidige biegsame .Pantoffeln tragen, sind die Zehen ihrer Füße so ausgebildet, daß sie greifen und packen fthmtn; sie können eine Stange fassen, sich an einem Mauervorsprung feschalten, irgend einen Gegenstand mit bewundernswerter Geschicklichkeit von der Erde aufzuheben und — lebendige Mäuse fangen. Auch die Chinesen besitzen: einen so brauchbaren Fuß; ihre zu Schiff fahrenden Briefträger, die die Briefpost in die an den Flüssen gelegenen Ortschafteft bringen, führen, während die Hand das Steuer lenkt, mit den Füßen kräftig das Ruder, das von den Zehen sehr geschickt gehalten wird Prof. Lanelongue kommt zu dem Schluß, daß der Fuß der Japaner (und der Chinesen) ein Greiforgan ist, wie der Rüssel der ElesaMen oder der Sckiwanz gewisser Affen, nur daß er nicht so ausgebildet ist wie diese Organe. Ob die Japaner und die Chinesen auf diesen Vergleich mit Elefanten und Affen besonders, swlz sein werden, ist eine andere Frage.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel iU>etuWflU die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
En Wiftsch kaa mers net verhehle, De grüße Plan der Hirt etzt uff, Tie Bahn bäi dauht etzt naut mih zehle, Te Städter lekt des Geäld net druff. De Wissiicher der mächts doch btUtg, Gebt zwanzigtausig Moark im Nu, Daroer de Gäißer is net roiflig, Er mecht gern stebzigtausig hu. Dann baut) mer aach des Licht net neme, Beschlaißt mer druff gema'schastlich, Enn dauh deS Staa'el weiter brenne Unn wenn mer aach de Hals bei bricht. Aich geb rnaich aach dornet zoufräire Doch enz doaß rourmt rnaich doch bobei, Aich stell e Frag brum ganz beschaire, .Däi zroanzigtausig sei doch frei?' Aich will uch met dem Zaunspoal winke, Unn säht mer aach aich wir e £a«, De Haffe Geäld oans Dori dauht henke, Wai wirsch bann met be Groawestroaß? TÜi letht etzt lang genunf, wahrhaitig, Sa: muß boch ausgebaut baal warn, De Treäk ber leiht do drin so faittg, Toaß mer versinkt met Vieh unn Kärrn. Un gebt« en Reje, Dunnerwärrer, Toa stlht die Breuh so drei, vier Schuch, Doa schennt mer so räächt vo de Läwer, Te Dabfluß leiht joa väil ze huch. Däi Pull däi kann net abgelaafe, Enn fimmt en Fremde doa ntoal hie, Der dauht de« Dock e Dreacknäst daase Enn bann verliert« den Nome nie.
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Meteorologische veodachtungen der Station Sieben.
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Okt.
1910
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riefen mit der Ortsschelle das Fest ans: „Tas Erntefest steht vor der Tür.
Ardeilsmartt in Hessen u. Hessen-Nassau im Sept. WU
Der Monat September erhält sein Gepräge durch eine kräftig) Belebung des Arbeüsnrarktes, die uns aus allen Teilen des Vcr bandsgebietes berichtet wird. Diese Besserung fällt srcilich zu scumnen mit der in jedem Herbst einsetzeirden Aufwärtsbewegung, so daß noch nicht ohne weiteres auf einen allgemeinen Aufschwung Der Komunktur geschlossen werden darf. Immerhin ist im Ver gleich zum September des Vorjahres eine ganz bedeutende Er- letchterung auf dem Arbeitsmarll festzuftellen. In der M etall- nidustrie stand dvirch die Aussperrungen in der Werftindustric ein schwerer Kamps bevor, der auch im Verbandsgebiet, speziell in Fran kfurt a. M., Erschütterungen von unabsehbarer Trag- weüe im Gefolge gehabt hätte Der Zuzug von zugereisten Arbitern und die in.iverschiedenen größeren Werken in Frankfurt a. M. tut Einstellung gelangten Arbeitskräfte, werden von einigen Seiten auf die bevorstehende Aussperrung zurückgeführt. In letzter Stunde formte der Kampf noch abgewendet werden. So stellt sich die Lage der Metallindustrie am Ende des Berichtsmvnats als befriedigend dar. In einer großen Frankfurter Schaltmrlagenfabrik imrrben Arbeiter in großer Zahl eingestellt und daneben noch im ganzen Betrieb mit Ueberstunden gearbeitet. Im Automobilbau herrschte gute Beschäftigung; eine Fahrradfabrik bei Franko furt a. M, in der seit IV» Jahren die Arbeitszeit gekürzt werden -mußte, ist jetzt wieder voll beschäftigt. Aus der Elektrizität^ inbuftrie wird ebenfalls. von guter Beschäftigung berichtet; die Nachfrage nach selbständigen älteren Monteuren für auswärtige Elektrizitätsbetriebe bei der Arbeitsvermittlungsstelle in Frankfurt a. M. beweist, daß diese Belebung sich auch in anderen Teilen des Verbandsgebtetes bemerkbar machte. Im Jnstallationsgewerbe war es nickst möglich, alle offenen Stellen zu besetzen. Ebenso imt die Nachfrage nach jungen Beschlagschmieden für das Land flott, während ältere Schmiede, in erster Linie Fabriffchmicde, weniger verlangt wurden.
Auch in der Mainzer Waggonbauindustrie scheint nach den Zahlen der betreffenden Betriebskrankenkasse eine vermehrte Einstellung von Arbeitern stattgefunden zu haben. Im Sattler- und Tapezierergewerbe sind gegen den Vormonat keine wesentlichen Aenderungen hervorgetreten. Aus der Offenbacher Portefeuilleindustrie wird von Arbeitermcmgel, besonders für feinere Artikel, berichtet. Es findet eine Ueberarbeit im großen Maßstobe statt. Für Glaser und Rahmenmacher und Wagner war reichliche Beschäftigung vorhanden, auch die Vermittlung von Schreinern war, nach dem Bericht der Stadt. Arbeüsvermittlungsstelle in Frankfurt a. fDt in ber Stadt selbst und nad) auswärts sehr rege.
Der am Anfang des Berichtsmonats einsetzende Streik ber Weinküfer in Frankfurt a. M. konnte nach 8tägiger Dauer als erledigt gelten. Im Bekleidungsgewerbe war die Lage im BerÄstsmonat eine durchaus aünfrige zu nennen Die Schuhfabriken sind durch zahlreiche Frühjahrsbestellungen gut beschäftigt. Das Baugewerbe war wie immer im Herbst gut beschäftigt. In ?Nainz wurde die Lohnbewegung im Dachbeckergewerbe dadurch beendigt, daß am 19. September die Arbeit uneber voll und ganz aufgenommen wurde und daß von der geforderten Lohnerhöhung von 10 Psg. für die Stunde, 6 Pfg. bewilligt wurden. Im Buchdruckergewerbe hat sich die Beschäftigungs-Möglichkeit durch die Herstellung ber Fahrpläne etwas belebt, so daß die Arbeitslosen wenigstens für einige Wochen Beschäftigung fanden. Die Beschäftigungsgelegenheft im Gastwirtsgewerbe ist gegen bat Vormonat ber Jahreszeit entsprechend etwas $Ltrütfgcg<mgaL
Die landwirtschaftliche Vermittelung erveichte im Sep- tember ihren Höhepunkt; besonders lebhaft gestaltete sich die Vermittelung in Mainz und Frankfurt a. M. Das Städtische Arbeitsamt Nklinz meldet, daß namentlich die telephonischen Bestellungen vom Lande aus ständig sich mehren und daß die Nach- ftag e nach Knechten und Taglohn em zum Teil nicht befriedigt werden konnte. Auch in Frankfurt a. M. gestaltete sich die Arbeitsvermittlung durch die Kartoffelernte außerordentlich lebhaft, es wurden Arbeftskräfte aus Hanau, Mains und Wiesbaden herangezogen, die aber trotzdem den Bedarf nicht decken konnten. Erfreulicherweise ist die Ausdehnung der landwirtschaftlichen Vermittelung derart geftiegen, daß die Arbeitsvermittlungsstellen jetzt eher in der Lage sind, gut legitimierte Knechte und Taglöhner in weit stärkerem Maße als früher vermitteln zu können Als besonders erfteulich darf auch der Versuch eines Ausgleiches, wie er speziell zwischen Mainz, Wiesbaden und Frankfurt a. M. angeftrefct wird, bezeichnet werden. Wenn auch in diesem Jahre em großer Teil der Aufträge wieder nicht erledigt werden konnte, so lag das zum Teil daran, daß die Bestellungen oft plötzlich kamen und daß es bann nicht möglich war, ebenso schnell Reserve herbeizuschaffen.
Die Arbeitsgelegenheit für Ungelernte war wie im vorigen Monate durchaus günstig. Im Städtischen Arbeitsamt Mainz wurde von ber Stadt. Arbeitsvermittlurlgsstelle Neuß zu Neuß und benachbatte Städte eine größere Anzahl Maurer, Bautaglöhner Und Fabrikarbeiter verlangt, ebenso verlangte der Arbeitsnachweis Wiesbaden eine größere Anzahl Erdarbeiter für auswärtige Bahnbauten. Der Dienstbotenmarkt zeigte wie in jedem Jahre die bekannte Aufwärtsbewegung.
Ihr Leute helfet alle mir: Gebt eine Aehrc ober zwei Von Weizen, Korn und was es sei, Tie Kirche froh zu schmücken." — usw.
Am Samsta.g wurden die Gaben in der Kirche aufgebmit und die Kränze imb Schlangenzüge, die die Mädchen reichlich gefertigt hatten, cmfgehängt. Am Sonntag morgen zog bann unter dem Geläute der Glocken der Erntezug zur Arche, voran die Musik, bann drei Konfirmandinnen mit dem mächtigen Erntekranz; ihn zierten prächtige alte fSpinn- rockenbätrder. Es folgten Mädchen und Burschen mit Garben und schönen zinnernen Schalen voll Früchten, zwischen ihnen verteilt die Schildträger, schließlich die Schulen und die erwachsene Jugend, dre Mädchen hell gekleidet, die ©iir* chen zum Teil mit Strüußem Mit dem Gesang „Allein Gott in der Höh sei Ehr" bvg der Zug in den Kirchhof ein und um die Kirche herum und hielt bann beim Klang ber Orgel seinen Einzug in das dicht besetzte Gotteshaus. Um )cn Altar geschart fang dann die Jugend, begleitet lwn der Musik, ztveMmmig das alte Rod hei mer Erntelied: „Mit rommer Freude bringen wir den schönen Erntekranz". Der Aanz war inzwischen an der Kanzel ausgehängt worden Dann wurden die Früchte unter poetischem Wechselgcspräch der Bringer mit dem Pfarrer auf dem Mar niederaelegt. Dieser schönen Vorfeier folgte ber eigentliche Gottesdienst,
■<t nugeiieUt. — Zu Fähnrichen befördert: Walter ui Füs.-Negt. von Gersdorff (Kurhess.) 9k. 60, Dom dach in I. Nass. Jnf.-Regt. Nr. 67, Schroeder im Inf.-Regt laiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116, Cellariu m Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3 Großherzogl. Hess.) Nr 117. — Der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt U'm Hauptmann Klinger im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelu (2. Großherzogl. He ff.) Nr. 116, mit der Aussicht auf Anstellung in der Gcnd. und der Erlaubnis zum Tragen de Uniform des 1. Kurhesi. Jnf.-Regts 9k. 81. — Ein Paten hres Dienstgrades verliehen: den Oberstabsärzten Dr. K r e b s Chefarzt des Offizierheim.8 Taunus, Dr. Blecher, RegtS.- Arzt des Leibgarde-Jnf.-RegtS. (1. Großherzogl. Hess.) Nr 115. — Zum Oberarzt befördert: der Assistenzarzt Dr ^chuppiuS beim 1. Kurhessischen Infanterie-Regimen Nr. 61. — Zum Veterinär befördert: ber Unteroeterinä: Dr. Löffler beim Großherzogl. Art.»Korps (1. Großherzogl Heff.) Feldart.-Regt. Nr. 25. — Versetzt: die Dberoeterinäri Krause beim Kür.-Rcgt. Königin (Pomm.) Nr. 2, zu: Nilitär-Lehrfchmiebe in Frankfurt a. M., Neven bei de Militär-Lehrschmiede in Frankfurt a. M. zum Kür.-Regt Königin (Vomm.) 9k. 2.
** Sitzung des Provinzialausschusses Samstag pen 22. und Mittwoch den 26. Oktober 1910 finde ie eine Sitzung des Provinzialmtsschusses der Provinz Ober Hessen mit folgenber Tagesordnung statt: I. für den 2 2. vormittags 9 Uhr beginnend: 1. Enteignung von Geländi $ur Durchführung der Zufahrtstraße zum neuen Bahnho m Vilbel. 2. Enteignung von Gelände rn Gemarkung Ober Eschbach zur Erbauung einer Nebenbahn von Hebdernhein nach Homburg v. b. H.; hier Festsetzung der Entschädigung II. fü r den 26., nachmittags 3 Uhr beginnend: 1. Erniedrigung des Wehres der Höchster Muhle. 2. Enteig- nungsverfahren in der Gemarkung Ober-Gleen für bii Wasserleitung Kirtorf. 3. Klage der Verwaltung des Bürgerhospitals Speier gegen die Gemeindekrankenkasse Homburc a. d. O. wegen Unterstützung des P. Grimm. 4. Klage bei Ortsarmenverbandes Hanau gegen den Landarmenverbant Friedberg wegen Erstattung von Verpflegungskosten fih Wilhelm Diehl.
•• Der Oberh, Verein für innere Mission begeht fein JahreSfest am 8. und 9. November in Gießen. Die Festpredigt (am 6. abends 6'/, Uhr) hat Herr Pfarrei Schuster-Hering übernommen. In der Mitglieder« Versammlung am Nachmittag deS 8. wird über Preßorgani« fotion in Oberheffen, über Fortschritte in der fianbfranfen- psiege und über Befriedigung des LesebedürfniffeS auf dem Lande (Pfarrer GroS-Esch), in der öffentlichen Hauptversammlung am Vormittag deS 9. über Frauenhilfe in der Gemeinde (Pastor Arnold-Barmen) verhandelt werden. In der freien Versammlung in Steins Garten am Abend deS 8. wird Herr Pfarrer Glock über Bodelschwingh, Hen Pfarrer GroS über: ,WaS lesen unsere Kinder, und was sollen sie lesen?" reden.
•• Konzert-Verein. Auf daS Inserat in der heutigen Nummer hinweisend, machen wir, auf Wunsch deS Vorstandes, ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die hiesigen Abonnenten ihreAbonnementSkarten gefl. bei Ernst Challier abholen wollen; eine Zusendung findet ausnahmslos nicht statt. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß der Anfang deS ersten Konzertes in Rücksicht auf die Abend- Vorstellung deS Stadttheaters auf 4% Uhr gelegt wurde und imbebmgt genaustenS innegehalten werden muß.
+ Butzbach, 20. Okt. In der heutigen Gemeinde- ratssitzung (unter dem Vorsitz des Kreisrctts Schliep- hake wurde die Frage der Anfteslurrg eines Berufs- Bürgermeisters für unsere Stadt einer eingehendcir Beratung unterzogen. Der Gemeinderat war der einmütig ien Ansicht, das; für diesmal die Wahl durch allgemeine Abstimmung, wie seither, zu erfolgen habe und zwar möglichst bald. Sobald aber diese Wahl erfolgt ist und bte behördliche Bestätigung erhalten hat, die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder in ihr Amt eingetreten sein werden, soll im Sinne der Anstellung eines Serufdbürgermeifterd ein Statut endgültig festgestellt und dem Großherzoglichen Ministerium zur Genehmigung unterbreitet werden, bamit ein sotcl-es Statut sofort uad) Beendigung der Dienstzeit des erwählten Bürgermeisters in Kraft treten kann.
Aur Stadt und Land.
Gießen, 21. Oft. 1910.
— Veränderungen im 18. Armeekorps. TranSfeldt, Major, aggreg. dem Füs.-Regt. von Gersdorff (Kurheff.) Nr. 60, tritt zum Stabe deS Regts. über. — Zu überzähligen Majoren befördert und zu den Stäben der betreff. Regimenter übergetreten: die Hauptleute und Komp-Chefs: Frhr. Gugel v. Brandt und Diepolts- dorf im Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Großherzogl. Heff.) 9k. 118, Rehfeld im 6. Großherzogl. Heff. Inf.-Regt. Nr. 168. Llipke, Hauptm. im 7. Bad. Inf.-Regt. Nr. 142, in das Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Großherzogl. Heff.) Nr. 118 versetzt und mit dem 1. Dezember 1910 zum Komp.-Ches ernannt. — Zu Oberleutnants befördert die Leutnants: v. NathusiuS im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Heff.) 9k. 116, Mootz im Ins.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Großherzogl. Hess.) Nr. 117, — Eckhardt, Cberlt. im Feldart.-Regt. General-Feldzeugmeister (1. Brandenburg.) Nr. 3, kommandiert zur Dienstleistung beim Jäger- Regt. zu Pferde Nr. 2, in dieses Regt, versetzt. — Wey - gand, Lt. im Fußart.-Regt. General-Feldzeugmeister (Brandenburg.) 9k. 3, zum Oberlt. befördert. — Am 31. Oktober scheiben au8 der Schutztruppe für Südwestafrika au8 und werden mit dem 1. November im Heere angestellt: Grüner, Hauptm., Komp.-Chef im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Heff.) 9k. 116. Königs, Oberstlt., scheibet am 31. Oktober au9 ber Schutztruppe für Kamerun aus und wird mit dem 1. November im 1. Nasfau. Inf.-Regt. Nr.
xRodheim b. Hungen, 20. Oft. Am Sonntag feierte unser Kirchspiel das Erntefest und zwar zum erstenmal wieder in ber Weise wie vor 50 und 60 Jahren. Schon am Freitag durchzoaen die Konfirmanden mit gefchmückten Schildern („Danket dem Herrn" usw.) die Kirchspielsdörfer und riesen mit der Ortsschelle das Fest aus:
20.
2M
740,6
126
8,3
77
8
2
9
Sonnenschein
20.
741,6
7,1
7,1
94
WNW
2
8
Bero. Himmel
21.
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