Nr. 18
3 830
= 20 000
269 0MO 'Pit.
Gemälde erhält fein Svlsti mit der Berpflichttmg, sie bei seinem Logische Verhältnisse Die-Windverhältnisse ^^umtzeVehrtt »A r°dc bL-m SdxmfbÄTtxnu m P»^-Dmms M butterfaffai. »t
— Die bösen Journalisten und der be le tb tg tc __ 3g Es ftnbet also ein Abstiegen der Sirrt zwisä?en Dfo Maler. Dem Verl. Tgö. wird ans Kopenhagen geichrieden: Westan t-arktika statt. Neben diesen rnctwwlogischeu Fesb»
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35 ooo
17 000
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183 000
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stürmischer Lochersottz. drama.
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= 12 000
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Erhebungen .....
(ab^üglid) 5000 Mk. bisher)
Pensionslast der 20 neuen Beamten
Tagegelder der Steueikontrotte (roie früher) eine ständige Aushilie
ErtcheNN tii-lkch mit NuSnahme des Sonntags.
Ve ..Oietzeaer ZamtNendtttter" werden dem yÄngetflcr* viermal wöcdenlUcb beige!egt, das jlretsblatt M Kw Kreis Sietzen" zweimal ipScheullrch. Die ..Landwirtschastttchea LeU- fiageo" erschemen monatlich groctmaL
= 60 000 Mk. = 4 800 „ = 16 000 „ = 8 000 H
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Es dürste zweifellos tm ynterepe oes Staates und besonders der Steuerzahler selber liegen, eine derartige Organisalionsänderung, wie sie vorstehend in Anregung gebracht wird, einer gründlichen und objektiven Prüfung zu unterziehen, umsomehr, als das Institut der Unterer lieber von Jahr zu Jahr kostspieliger wird. Denn sie beziehen bekanntlich Hebgebühren, die mit der Vermehrung der. Staatseinnahmen gleichfalls in die Höhe gehen.
Vorschlag entwickeln, wie sich eine zweckmäßige, den Heu-! Schreibgehilfen, Wenigerverbrauch au Fornnilanen, Ver- liaen Bedürfnissen der Praris entsprechende Kasscnorgani- mtnderuny des Portos, der Vureautosten usw.
^gegenüber der j-yrg-n Einrlch. . Es surft- nn^nt-r-st-^d-s^
Rdtanonfibrutf und Cerl*g Oer vrüblich« Unwersiläl» - Buch- und StembrudettL 9L Lang», Sieben.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Gdnrl» stratze 7. Expedition und ‘Bering; 5L Reüaktwn:«rE112. Tel.-AdraAnze,ger<L reden.
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uni) WhmtarftiEa statt. Neben diesen rnckaorvlogischen Fcstp teflirngen und der Erreichung des magnetischen Südpols in der Gegend, luo man ihn errechnet hat, geiwftrnt Sl-actletons Bor- dringen noch eine besondere Bedeutung, »veil er der erste war, der ans dem antarktisäien Inlandseise so weit emporgestiegen ist. Die Olrerfläclke eines solchen Eis-tuclrens zwischen dem 86. und 87. Grad südlicher Breite ist austewrdentlich elastisch, die Gefall- verhältnisse sehr gering (auf 1 Stm. nur 1—IV2 Meter). Wiv können oaraus bedeutsame Rückschlüsse für die einstige^ Vergletscherung unserer eigenen Heimat ziehen. Hat auch SlmckletvN nicht den -vüdpol erreicht, muhte er — nur 97 Seemeilen von
überlassen können. r . _ ..
Ms int Jahre 1900 das staatliche Kastenwesen tn Hessen .eine einschneidende Veränderung erfuhr, indem dre Rentämter und die 18 Distriktseinnehmereien ausgehoben und -dafür Kontrollbeamte und Untererheber eingesetzt wurden, motivierte die Regierung diese Reform mit dem Bestreben .und der Notwendigkeit, eine sowohl den Bedürsnstien des modernen Staats- und Volkslebens, wre den Be^uemuch- leiten der ländlichen Bevölkerung Rechnung traaenoe Kasse- OTganifation zm schassen, deren Mehrkosten in b-r don der Regierung h-mnsgegeb-nen Tenkfchrrft über d.e Ncxg-stal. tunq des Kckssewesens im Grotzherzogtum Hessen aus Seite 10 mit nur 5400 Mck. veranschlagt waren. Heute betragen die Mehrkosten dieser Umgestaltung des Kassewesens über 100000 Mk, so daß die Neuorganisation sowohl dem von jener Denkschrift, als auch dem von der Zinanzwissenschaft proklamierten Grundsatz: Die Erhebungslosten für Staais- «efälle, wie überhaupt die Kosten des Kssted^enstes möglichst niedrig zu gestalten, nicht mehr gerecht werd. Das Attische Stadium, in welchem sich augenblicklich unsere Staatv- finanzeii befinden, gestaltet niin aber keineswegs, aus Starrsinn oder Leguemlichkeitsrücksicl)ten tot einer derartigen, «ls verfehlt anerkannten Einrichtung stritte sestzuhalten, sondern macht es Regiermla und Volksvertretung zur ernstesten Pflicht, mit den ^taatsaeldern ganz des anders
Eine ergöfclübe Fehde ist dieser Tage zwisdxen einem jungen nvrwogisck?en Künstler mid den Kvpenhagearer Journalisten aus- gctrixijien. Siegmund Sinding, der Sohn des lüngst tn MünckM verstorbenen Otto Sinbing, hat den Beruf seines Vaters erwählt, jedoch — wie es scheint — ofync dessen Talent geerbt ju haben. AU „Sohn seines Vaters" fiel es aber tarn jungen Künstler recht leicht, die AusmÄrksmnkeit hiesiger Kunstfreunde auf eine AuSstttlimg von Bildern hinzulenken, die er in der hiesigen fo genannten „jreiai Ausstellung" veranstaltete Herr Sinding zeigte daselbst eine Anzahl Gemälde mit nvrtveglscljeii Motiven, die indessen so wenig künsü-erische Begabung verrieten, baß sämtlich: Kimstrcferenten der hiesigen Presse sich ueranttoRt fühlten, in ihren Blättern dem jungen Maler recht derb die Malxrheit zu sagen und ihm etwas mehr Selbstkritik anzuemp- fehlen. Durch tnese „mtgerciW" Kritik der Zkvpenhagernr Journalisten nnrrbe der Norweger, der glaubte, baß die Kritiker sich in schnöder Weise gegen ihn zusammengenottet hätten, ganz mls seinem irischen Gleickzgcnüdst gebracht, und er f^lüvm grausame Rack.'e. Eines )dji>ncn Tages wurden beim auch die Besnchr per Ausstellung auss höchste durch ein neues Bild des Herrn oinbuig Überras dst. das den Titel „Dänische Gastfreiheit" trug, die Mpcn- fragener Kunstreferenten karikierte untb mit verdrehten Gesichtern barfbetltc. Tas Bild trug als Motto die Worte: „Wir beißen mir an, wenn ein Al berti oder ein Cook kommt. , und der entrüstete Norweger hatte sich iwch die Extrabosljert gel-eistet, durch besonderen Anschlag den „Preis" des neuon Bildes — 200 Kvonen — bekmrntzugeben! 9tun wandte sich die Tireftion des AusstMungsbokals <m einen Rectstsanwalt, der den bchon Norweger zur Entfernung der Karikatur ausfordcrte, da UM das Lokal nur zu einer Ausstellung von Kunstwerlen iaa> mast zu — „polenrischen Zwecken" überlassen worden sei. Herr onwmfl wollte sich setneileits den Ktmsttvert seines lehteir Bildes „Tänische Gastfreiheit" nicht abstreiten lassen und weigerte sich, das Bild »u entfernen. Jirzwischen ist aber das „summarisch Verfahren" gegen Herrn Sinding eingeschcrgen worden —- emes schönen Tages war das Schmähbild in einem unbewaästen Augen blÄ zerstört worden!
— Polarreiseu und Po larforschungeu. Berlin sprach kürzlich dcn namhafte G-vograph Ofchemirat Pros. Tr. Penck über diesen Gegenstand, icni) seine Auchnlirrmgen gewannen dadurä) eine besondere Bedr'Uttmg, dast sie neben der lebendigen Schilderung der bisherigen Erfolge nt der ArttiS unb Antarktis auch eine kritische Würdigimg des Erreichten brachten Ist schm Shackletons Marsch von 3776 Km. innerhalb 127 Tagen auf dem Eise die grösste Gletsä>em»and.rung, ine bisher je auf Erden zurückgclegt worden ist, so brachte dieser kühne, tatkräftige Eroberer der Antarktis ganz unerwartete Anfichlüsse mit !>eim. Es Herrsä-en in der Nähe deS Südpols ganz unerwartete metcor»
worden.
In dem Kapitel: Post-, Telegraphen- und Telefongebühren werden insgesamt 177600 Mk. an« gefordert, darunter als Anteil an der Porto-Bauschsumme 154 000 Mk. Die Höhe dieser SuMne wurde von mehreren Abgeordneten beanstandet. Bon der Regierung wurde namentlich zur Motivierung der gegen das Vorjahr um 7600 Mark höheren Anforderung betont, es habe auf Grund neuer Vereinbarung mit dem Rcichspostamt mit Wirkung vom 1. April 1906 an eine Neufestsetzung der Porto-Bausch- summe stattgefunden, unter der Maßgabe, daß im Hrnblick auf die stetige Steigerung des Postverkehrs der Behörden und Beamten eine Erhöhung von Jahr zu Fahr um 4,9 Proz. der zuletzt gezahlten Bauschsumme stattzufinden hat. Es stehe zu troffen, daß die bevorstehende Reform und Vei> einfachung der Verwaltung bei Verminderung des Schreibwerks auch eine Verringerung der Portvausgaben usw, zur Folge haben werde. .
Abg. Dr. Weber betonte, daß diese Frage bei der Reform ganz besonders mit in Betracht gezogen werden müsse. Die beabsichtigte Erweiterung der Bezirke und der Kompetenzen der Lokalbehörden müsse aber zur Verminderung der Pvrtoausgaben führen.
Bei Besprechung der außerordentlichen Ausgaben int Verm ögens teil des Haushalts wurde zu Kapitel Zentral« bauwesen der Neubau eines Amtsgerichts zu Friedberg besprochen, für de.sen Projektbearbrirung bereits im vorigen Jahr die Kosten bewilligt wurden. Die Baukosten einschließlich der Nebenanlagen sotten 148 000 Mk. betragen. Die Entscheidung Über den Neubau wurde vorläufig ausgesetzt bis zu einer Besichtigung an Ort unb Stelle. Man glaubt, "durch Herrichtting der Dienstwohnung des dienstaufsichtsführenden Richters zu Amtsräumen einstweilen von einem Neubau absehen zu können. Zu den beantragten Kreditübertragungen soll auf Antrag Ulrich nur
Kleinem Lenilleton.
n. Mainzer Stadttheater. . "D«zKon^erttß Lnfb spiel von Hermann Bahr. Tie Mainzer Büln« fchentt es nt diesem Jahve ganz besvnders auf lustige. Neuheiten abgesehen zu haben, die eben, weil jie Neuheiten Und, ihren Rvtz auf die breite Masse nicht verfehlen imb so lange sie noch ncfii smd, auch recht gute Erfolge zeitigen. So hat denn asuch bwie Er stau Nahrung im großen und ganzen wieder ehre rocht G^e Aufnahme gestmwen, obwohl die im aftgemeinen recht ärmliche HMtdttmg wemg befriedigen kann. Ter Pianist, Professor Gustav Hemt, em eb-nsv schöner wie bedeutender KünUer, benutzt seine Beliebthett, bei seinen. Schülermnen, als gute Gelegenheit, um nut tfnten leine edle, hvclst-erzige Frau zu hintergehen. Als Vorwand dient ihm g» Wistnrlich irgend em ibnsert Aber anstatt seiner vorgeblicheir Micht naclHul'ontmen, sucht er mit feiner jeroctltgen Ucbtiaberm eme Gebirashütte auf, die er gewisiermohen zu diesem Zweck anfouftc. Dort wird er von dem Gatten ,emer Liebsten mW von ferner durch lange Erklärungen zur Teibnahme besttmNitcn Gattm .überrasckst. Ter Hintergangene Maim ist liämttch kcmeÄvegs über seine Gattin erbost, nein, er findet es sog ar natürlich, datz sre sich einem anderen zuüvendet, den iie lieber hat als ihn Er will mm seine Z-rau dem Professor ab treten und helfen GatkM ehelichen. Von diesMi Plan ist der- Pianist aber temeswegs «gotzt, da er seiner Gattin ttotz allein herzlich zugetan ist. Auch tue Gattm des Doktors will voii einer Trennung nichts Wilsen, benn letzt, da sie vor her Trennung steht, erkennt sie erst, wie tteb fie ibrart M<rm- hat Sv löst sich das Stücklcin Mit dem Schlüsse auch tu ein beiderseitiges, glückliches Wieder finden auf, von dem man aber nickst weiß, ob es lange dauern wird. — Mit der AMMhnuW hatte sich unser tatfräftiger TireEbor, Hofrat Behrend, rchlichc Mühe gegeben und im Verein mit den guten "eistimgen lomer Schauspieler verhalf er beht Stücke zu einem recht hubichen Erfolg. Sxrr Springer verkörperte meisterhaft den etwas nervösen Piamsten und Herr Groß wußte bat freundlichen Tr. Jurga vortrefflich wiederzugeben. Auck) die Tarsteller in neu der beiden Gattinnen schickten sich gut in ihre Rollen, besonders Frl. Hes se als Frau Heins. Von ben übrigen Tarstetlevn sind namentlich noch <yrl. David und Herr Rex zu erwähnen
- Tas Testa inent CvgueliNS, das bei Gftbeick ElnS Samuel, bau Reästsanwalt seines Bruders, in London limterlegt war, ist hier eröffnet wurden. Das in England hinterlegte Ver- mögen Coguclins beträgt 2390 Pfund sterling, das Geiamtver- mögen ist sehr groß. Zum Testamentsvollsttecker ist der lungste Bruder Gustave Coqnelin ernannt worden, der unter aitberenc folgende beträchtliche Legate ans zu za hl en hat: 200 000 Franks für das von Coguelin begründete Schausprelerheim m Poiittaux- Dames ', 100 000 Zranis zu gleichen Teilen an ferne Nichten Marie Magnard unb Jeanne Trefvuel; 100 000 Franks an feuieu Ttener GÄlet, „den ehrenhaftesten, untergebensten aller Tiester". Gustave Coquelm erhält 50 000 Franks; die GambettoBüste von Cantes bekommt Eugene Etienne; das Porträt Coquelms als Crispvt, von Mädrvzo gemalt, fällt Jsedore Bloch zu und die Bück-cr und
Lin Vorschlag zur hessischen Zinanzkrise.
Aus Darmstadt erhalten wir folgende sehr beachtens- werte Zuschrift:
In der amtlichen „Darrnst. Ztg." vorn 18^ Januar erschien in durclstchossener Schrift ein Artikel „Zur hesiischcn Finanzlage" betitelt, in welchem eine Polemik gegen btc Erörterungen in der Presse über notwendige Ersparnisse im Staatshaushalt und zugleich gegen den Antrag tn der Zweiten Kammer auf Vereinfachung der Staatsverwaltung angeknüpft wird. Dieser Antrag hatte bekanntlich auch auf die kostspielige Einrichtung der Untererhebestellen lün- aewicsen, die das Latid mit jährlich mehr als Hunderttau>end Mark belasten. Der Offiziosus stettt nun dreier Behauptting der 20 unterzeichneten Volksvertreter gegenüber eine längere Rechnung darüber auf, was für „notwendige Maßnahmen bei einem Wegfall der Untererhebestellen getroffen werden müßten und kommt zu dem Sck)luß, daß diese Maßnalftnen ,einen jährlichen Aufwand von mindestens 102 227 Mk. notwendig machen würden^, wobei einmalige Kosten für Errichtung der neuen Amtsräume usw. nicht ange,etzt, auch die etwaige Anstellung von Schreibgehilfen, Aufwendung von Wohnungsgeldzuschüsfen und Pensionen und außerdem 'die Mehrbelastung der Staatslstmptkasse nutzt m Betnutzt <>e»oflen worden seien. „Eine Aufhebung der Untererhebe-- Men würde somit ohne Berücksichtigung der vvrerwalffiten Umstände der Staatskasse vielleicht eine Ersparnis von höchstens (188 000-162 227 Mk.) -- 25 773 Mk. bringen." Der Artikel schließt mit den aefperrt gedruckten Worten^ „Die Entscheidung darüber, ob jene vrelleickft für die Staatskasse zu erwartende Ersparnis den Verlust dieser Vorteile für Bevölkerung und Gemeinden aufwiegen würde, mag zunächst der Bevölkerung selbst und den Landständen anbeim-. gestellt Äeiben."
Der go-nz-e Artikel und dieser Schlußsatz lassen den Urheber leicht erkennen. Wir wollen aber hier nicht in denselben Ton verfallen, sondern einfach Tatsachen konstalieren und eine Gegenrechnung aufstellen, deren Beurteilung wir ebensatts getrost der Bevölkerung und den Landstanden
20.3000
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R. B. Da rmstadt, 21. Jan. In der heutigen gemeinsamen Sitzilng des Finanzausschusses mit den Regierungsvertretern, Stoalsminister Dr. Ewald, Finanzminister Dr. Gnauth, Ministerialräte Lorbacher, Süfsert und Geh. Oberbaurat Klingelhofcr wurde vor der Wetterberatung des Justizhaushalts vom Finanzminister die Erklärung abgegeben, daß er die in der Presse angeführt« und von einem Darmstädter Blatt auf ihn bezogene Aeuße- rung in bezug auf die Bildung eines Ausschu,ses zur Vereinfachung der Staatsverwaltung weder dirett nod> indirekt getan habe. Abg. Dr. G u t f l e i s ch berichtete darauf über den Rest des Justizhaushalts. Für Stellvertretungsund Auslftlfskosten siiid wie im Vorjahre, wiederum 170 000 Mark eingestellt.
Der Anregung, hier eine wesentliche Herabsetzung eintreten zu lassen, wurde von der Regierung mit dem Hinweis darauf widersprvckicn, daß die volle Höl^e dieser Summe voraussichtlich notwendig werden würde im Hinblick aufi die bevorstehenden Veränderungen zur Erzielung von Ersparnissen in der Justizpflege; es sei ja auch schon eine Anzahl ekatsinäßiger Stellen nur auf den Jnl)aber bewilligt
so weit als irgend möglich zu schonen. ) . _
Aus diesem Grunde wollen wir in nachstehendem einen geben
ihm entfernt — irmfcbren, so ist ihm doch weit mehr gelungen. Auch Peary, der gleichzeitig int höhen korben tätig Ivar, verdient cüs einer der unerschrockensten Pioniere, die aus der west- tidücn — ameriEanifdjRm — Seite dem Nordpole entgegen strebten, besoubere Anerkenmmg. Sv bedeutsam seine (Srreidjatng des Pols — Penck verteidigt bas Vorgehen Peart)s, nach unb nach die weißen Begleiter zurückzusenden — ist, so verdient nickst mindere Auerkemnmg die burdi ihn xrfolgte Feststellung der Jnselnatur Grönlands. Bemerkensivert ist aud), daß, je näher er dem Pole kam, bas Meereis umso besser wurde. So Bannte er an einem einzigen Tage 55 Km. zurücklegen. Der amerikanische Polarforscher beflätigt des 'Itvrwcaers Nansen 23wbad)timgcn. Tas Polairneer ist kein seichtes Becken. Wenn die Trvsscn des! Senklots dis aus 2400 Meter abgelaufen sind, so findet man nodp keinen! Girmd. Ter Nordpol liegt in einem Meeresbecken Wit ansehnlidxr Tiefe, das sich zivisdmi Die Länder hin ein sackt, wie das Mittelmeer zwisd)«en Aftika und Europa. Pearys Gegner, Friedrich Cook, ist für Penck abgetan. Unstreitig hat er bei der Expedition der „Lielgica" sich Vvrtrefflick, l>ewährt, weiß in Grönland und Granlümd genau Besdzeid, aber für 'üemf ist es ausgemacht, daß Covk nie den McKinley in Alaska bestiegen hat, obwohl er dessen Ersteigung fdyifbcrt. Seine Desdweibinig erbringe beit Beweis. • Was Cvvk an Beweisen für eine angcbltd-e Erreichung des Nordpols vorgebradst lyat, ist ebenso wenig stidftstlltig. Nirgends begegnet man wirttidien Sßcübachhntgen, nur den Ergebnissen aus iold)en, die angeblich gemacht sind. Jeden falls ist er ein Maim von großer Willenskraft, der seine LerbiMste hat, leider aber das Opfer seines Ncklamebedürfnisses wurde. Die öffcntlidie Met- mutg hat aber trotz aller G^enopcrationen ihn gezwungen, bett Wahrheitsbeweis für seine Belwupttmgen anzutreten. Er ist - das besagt aud) bas Gutadsten der Kopenhagener Universität — völlig mißlungen. Jedenfalls Bamt heute keiner mehr über polare Entdeckungen Angabu machen, ohne die Unterlagen für seine Mitteilungen zur Prüftmg zu unterbreiten. Mit vmweisai auf hie Arbeitern der Warftürmer unb bebiästigen Gelehrten, bip sich gegenseitig ergänzen, unb einem Ausblick auf das arftiidua Z^ppelurllnternelynwn schlossen Pencks gelwttvvlle Ausführungen,
W Snrnma
An Ersparnissen würden erzielt werden:
a) fyovrtatl der Hebeaedühren der Unlererheder = b) kosten der Roniietlbeanttcn .
c) WegsaU der buveh die Unkererhebstelleii s. Zt. notwendig geivorbenen 'Berittnfung des Beir-eds- kavüats der Haumstaatslosse uni eine Million zu 3 '/, % Zinsen.....• —
d) Beitrag zur Fmforgetrrssc für Unterecbcbet = in Summa
Zweites Blatt 160. Jahrgang Samstag 22. Januar 1910
Giehener Anzeiger
Seneral-Anzeißer für Oderhesjen
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tung jährlich über Hunderttausend Mark weutger erfordert. Unser Vorschlag get)t dahin:
Man führe die im Jahre 1900 aufgehobenen Disttikts- einnehmereien, sowie für -wei bis drei größere Plätze neue Bezirtskassestellen ein und vermehre erforderlichenfalls die Zahl der auswärtigen Erhebungstage. Alsdann wurde der Staat der Bequeirt^ichkeit der ländlichen Bevölkerung soweit entgeqenkommen, als man gerechterweise von thm ver- laugen kann, Kurnal, wenn man bedenkt, daß heute zwifchen Stadt und Land ein recht lebhafter Verkehr statt findet und daß die Verkehrscrleichterungen immer zahlrercher und wohlfeiler werden (Eisenlxthnen, Postscheckveikehr ufw.). Rechnet man noch hinzu, daß sich auch die austvärtige Erhebung des Domanialgefälles ohne große Umstände ermöglichen ließe und daß diejenigen, welche ein Guthaben an d.e Staatskasse haben, ihre Aiiiveisungen in der Regel bet der Over- sörsterei, dem Amtsgericht, dem Bauamt usw, also ebenfalls am Sitze der Bezirkskasse, erheben müssen, so erhellt klar, daß auf diese Weise eine rasche und sichere Abwicklung der Kassengeschäfte gewährleistet, die Unübersichtltchlett und das umfangreiche Sckireibwerk, wie dies heute durch den Verkelff zunschen Bezirkskasje und Uniererhebe-slellen entstanden ist. beseitigt und eine nach jeder Richtung hin be» frieUgendc Mffeeinrichtung geschaffen w^den wurde^ Die üDnttollbeamten löunten sämtlich beseitigt und ihre Zmnk- ilonett, wie früher, der Großh. Steuerkoittrolle übertragen werden Soweit die Kontrollbeamten *oei der Neuordnung der Verhältnisse noch dienstfähig sind, könnten sie evenl. als Bezirks kajsi er er unter Beibehaltung ihrer derzettrgen Bezüge angestellt werden.
Die Kostenrechnung einer derartigen Um- gestaltung wurde sich unter Zugrundelegung der Budgetziffern für 1910 wie folgt stellen:
Es würden an Rollen ei'ordeil iverden: iür 20 Beziikskassierer, töeDalt 2UOO-4OUO, durch
Die Durchführung dieser neuen Kass en eiurrchtung würde ernueuim -diuuh, »«, . mithin eine jährliche Ersparnis von 132203 Mk.
kmushalterisch umANgehen und die dar Steuerzahler %ux Folge haben. Weitere Ersparmsse, die aber zisfern-
so weit als rrgend möglich zu schonen. mäßig sehr schwer zu veranschlagen sind, wurden sich er-
Dift.Ä hinein Grunde wollen wir in nachstehendem einen geben durch das Uebersküftigwerdeii eines ^eilev^der
fcbnitlhd) 3000 Pik. •
Wobnung-'aeldzuschns; 2 xr 240 Mk. .
Sd)veibl)iliefolien . 0 X 800 Alk. . .
Burcaunneie *20 X 400 Mk. . . . .
17 500.20
Bnreaukoste« ---— Mk. . .. .
9 000 20
Stellvertretung —— Mk. . . . .
Tagegelder und Reisekosten für auswärtige
ben 23. b6.
Moos, ReichSkrose
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Inb gönnet Unb
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ltB 23. Ja««, ai i Uhr-
IrtUSlK-
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