usewege liefe er Pferd und Wagen auf der durch ,ährenden Chaussee kurze Zeit ohne Aufsicht stehen, ihren wollte das Pferd nicht mehr weitergehen, und arm eS näher betrachtete, fand er, dafe das Pferd durch Messerstiche verletzt worden war. gelingt es, den Täter der verdienten Strafe für t zuzuführen.
Darmstadt, 19. Juli. Der kürzlich hitt begründete : A uto nr o btt flu b hat heute eine sog. Polizei- canHaltet, die den Beweis dafür erbringen soll, daß hlreichen Automobilunfällen und den Unzuträglichkeiten wbitverkehrs im allgemeinen weniger die Autornobil- '^st, als vielmehr Unkenntnis, Unverstand oder Bos- der Straßenpassanten, besonders auch der Lenker von n jeglicher Art die Schuld tragen. Die Fahrt, an der — Sorftcmb des hiesigen Polizeiamts, Regierungsrat Dr. rzbühler, teilnahm, war dergestalt veranstaltet, dafe die mz von den Automobilen in sieben Bezirken von Darmstadt durchfahren wurde mit dem Auftrag, sämtliche Berstöfee der (enlenfer und Passanten genau zu notieren, um die so gemalten Erfahrungen den etwa z'u erlassenden neuen Polizei- ichriften zu Grunde zu legen. Zur Kontrolle war jebem tomobil ein Polrzeibeamter beigegeben. Die Fahrt hatte ein ,-r überraschendes Ergebnis: Weit über die Hälfte aller Ge- )rte, bereit die Autos ca. 400 begegneten, fuhr entgegen den olizei- und sonstigen Vorschriften auf der linken Seite des .ahrweges und eine Anzahl konnte erst durch energische Be- uihungen veranlaßt werden, rechts aitszuweichen; auch an Be- ä.ftigungen durch Steinwürfe und beleidigende Zurufe fehlte es richt. Die widerspenstigen Fuhrleute wurden durch die natürlich m Zivil begleitenden Polizeibeamten nur verwarnt, sonst hätten wohl etwa 150 Strafmandate erlassen werden müssen. Als erste praktische Folge dieser Polizeifahrt, die in bestimmten Zeitabschnitten wiederholt werden wird, soll alsbald ein Merkblatt an möglichst alle Fuhrleute und Fuhriverksbesitzer vergüt werden, in dem die für den Fährverkehr geltenden Bestimmungen «ngescharft und auf die Strafbestimmungen hingewiesen wird.
Mainz, 19. Juli. Karl Schuricht, der Dirigent des ,,Rühlschen Gesangvereins" und Leiter der Chorklassen am Hoch- schen Konservatorium in Frankfurt a. M., kann die Stellung als ftä d t i sch e r Kapellmeister in Mainz nicht au - treten, da sich die Tätigkeit in den beiden Städten wegen Zeitmangels nicht vereinigen läßt und er von den Frankfurter Verträgen nicht frei kommen kann. Nach einem gestrigen Beschluß der Schott Braun Rasch-Kommission wird nun die Stellung des Mainzer städtischen Katpellmeisters anderweitig vergeben.
Weinheim, 19. Juli. Die Reisenden d-es Zuges, der von Furth kommend, 1.12 Uhr ab Weinheim in der Richtung nach Worms fuhr, wurden etwa 1/2 Kilometer hinter der Station Weinheim durch das plötzliche Halten des Zuges ausgeschreekt. Von den Fenstern aus sah man den Heizer des Zuges schwer verwundet und bewußtlos neben dem eisernen Signalträger am Boden liegen. Der Unglückliche, der von der Maschine des Zuges zurück nach dem Bahnhof schaute, hatte sich offenbar hierbei etwas zu weil h in au s g e l e h n t, so daß er an den nahestehen- oen Signalträger im Vorbeifahrcn anstieß, den Schädel dabei gespaltet bekam und von der Maschine heruntergerissen wurde. Der gerade einfahrende Main-Neckar-Personenzug hielt aus das Winken des Zugpersonals an, und sofort brachte man den schwer Verletzten in dem Packwagen zurück nach Weinheim, wo ihm die erste Hilfeleistung zuteil wurde. Das Aufkommen des Bedauernswerten ist zweifelhaft. Nach- oem der Zug sich einen andern Heizer gehest hatte, fuhr er mit 10 Minuten Verspätung weiter.
8 Wetzlar, 19. Juli. Heute wurde derBahnsteig III t Strecke Lollar-Wetzlar) in Verkehr genommen. Sämtliche Personenzüge laufen jetzt auf der Nordseite des Stationsgebäudes ein während die Geleise der Südseite ausschliefelich dem Güterverkehr dienen, lieber die Umgestaltung oder Erneuerung des Bahnhofsgebäudes ist noch keine Bestimmung getroffen.
s. Weilburg, 19. Juli. Die Vereinigung ehemaliger Landwirrschaftsschüler beabsichtigt dem verstorbenen Gründer der Anstalt, Direktor Matzat an dessen Todestag (23. August) einen Gedenkstein auf dem Grab zu errichten. Herr Matzat hat die Anstalt nahezu 33 Jahre mit großem Erfolge geleitet.
Vermischte».
*DerBerlinerJuden Prozeß vorn Jahre 1510. Am Freitag nach Margareten im Jahre 1510, der damals auf den 19. Julr fiel, vollzog sich auf dem Neuen Markte in Berlin der letzte, grauenerregende Alt eines Trauerspiels, bas in der Geschichte unter dem Namen des „Berliner Judenprozesses" bekannt ist. In dem havellandischen Dorfe Knobloch hatte ein Einbrecher aus der Kirche eine kupferne, vergoldete Monstranz und zwei in einem Messingsbüchschen verwahrte Hostien gestohlen. Anstatt anzu- riehmen, daß die Habgier des Diebes einfach durch die Annahme gereizt worden sei, daß die gestohlenen Kirchengeräte massiv golden seien, wurde sofort von der Geistlichkeit der Verdacht ausgesprochen, daß es dem Diebe nur um die geweihten Hostien zu tun gewesen sei und daß er zu dem Raube nur von ben Juden an gestiftet worden sei, von denen man damals glaubte, daß sie sich um den Preis tedes Verbrechens in ihren Besitz zu setzen suchten, um an ihnen ihren Haß gegen Jesus Christus auszulassen. Als die Monstranz bald darauf in Stücke zerschlagen bei Bernau gefunden wurde, wohin der Dieb sie geworfen haben mochte, nachdem er ihre
Wertlosigkeit erkannt hatte, richtete sich der Verdacht der Täterschaft auf einen Kesselflicker, Namens Paul Fromm, einen wüsten Gesellen, der in Bernau in der Nähe des Stadtgrabens wohnte und im bösesten Ruse stand. Von einem Delegierten des Brandenburger Bischofs verhört und daraus hingewiesen, daß es unglaubwürdig sei, daß er die Hostien für sich habe entweichen wollen, gestand er, obwohl feine Täterschaft nicht klipp und klar, erwiesen war, daß er der Dieb sei, da(';> er die eine Hostie gegessen, die anbei# aber dem Spandauer Juden Salomo um 9 Groschen verkauft habe. Dem inquisitorischen Verfahren war damit die breiteste Grundlage gegeben. Salomo gestand auf der Folter, daß er Teile der von chm mit einem Messer zersplitterten Hostie nach Brandenburg und Stendal gesandt habe, und da noch andere seiner Glaubensgeirossen in Verdacht gerieten, ließ der Kurfürst schließlich sämtliche Juden in der Mark verhaften. Die peinliche Befragung richtete sich auch auf die Teilnahme der Feftgenommenen am rituellen Kindsinord, und da alle Anaescbuldigten unter der Folter gestanden, was man von ihnen wollte, und ihr Geständnis, um nicht nochmals gemartert zu werden, nicht widerriefen, hatte man schließlich, nachdem einige an den Folgen der Folter gestorben und andere im Gefängnis Selbstmord verübt, 42 Personen beisammen, an denen das Todesurteil durch Verbrennen vollstreckt wurde. Auf dem Neuen Markt, an der Ecke der Weber- und Frankfurter Straße, waren drei Schaugerüste mit den Plätzen für einheimische und fremde Nechtsgelehrte, die Herren vom Gericht mit ihren Gerichtsschreibern und die Zeugen erbaut. Nachdem die Akten verlesen, die Verhandlung erfolgt und das Urteil gesprochen, folgte unmittelbar darauf die Vollstreckung der Strafe. Drei von den Verurteilten, die die Taufe empfangen, fehlten. Für Fromm und die anderen 38 Juden war hinter dem Rabenstein ein dreistöckiges Gerüst erbaut.worden, auf dessen einzelnen Etagen man auf mit Holz, Stroh und Pech bestreuten Rosten die,Verurteilten festband. Nur Fromm hatte einen eigenen Marterpfahl erhalten. Dann wurden brennende Fackeln in das pechgetränkte Reisig geworfen. Wild loderten die Flammen gen Himmel, unb schon nach wenigen Minuten war alles vorüber.
* Künstliche Erdbeben. Die gewaltigen Gesteinssprengungen, die behufs teilweiser Umlegung der Strecke der Canadiair Paeifiebahn in den Rocky Mountains notwendig waren, haben dem Erdbebenforscher Edward Maidstone die erwünschte Gelegenheit geboten, genaue) Untcr|utf)ungen über die Fortpflanzung der dabei künstlich erzeugten Erdbebenwellen in der festen Erdrinde anzustellen. Die Vorbedingungen dazu waren günstig, da der Termin des Eintretens der Erschütterung dem Wissenschaftticben Beobachter genau bekannt ist, während sonst der Erdbebenforscher mir auf die Kurven angewiesen ist, die der Apparat automatisch aufzeichnet. Eine stellenweise überhängende Wand oberhalb der Bahnlinie, die diese mit einem gelegentlichen Bergsturz bedrohte, sollte durch 'Explosion von 12 Tonnen Sprengpulver, das aluf viele Hunderte von elektrisch zu entzündenden Bohrlöchern verteilt war, niedergeholt werden, wobei in der 3 Kilometer östlich davon angelegten Station des Forschers an entsprechenden Apparaten die horizontale und vertikale Erschütterung und die Schwankungen des Luftdruckes beobachtet wurden. Das Ergebnis war, das; eine Luftdruckschwankung von nur Vis nun der Barometerskala, eine horizontale Welle von Vs mm Amplitüde und eine kaum merkbare senkrechte Erschütterung festgestellt wurde. Weit bedeutender dagegen waren die darauf folgenden Wirrungen der her- niedersttirzenden Felsmassen. Aehnliche Beobachtungen wurden übrigens schon vor mehreren Jahren in Italien gemacht, als man vom Lago Maggiore aus die Zufahrtslinie zur Simplonbahn ausbaute und eine Steinwaird mit 800 Kilogramm Dynamit niederlegte. Schon in 7 Kilometer Entfernung war von den Erschütterungen nichts mehr zu merken, und jenseits eines Kreises von 15 Kilometer Radius war selbst das Geräusch der Explosion nicht mehr vernehmbar. Viel folgenreicher können sich unter Umständen die Erschütterungen des Erdbebens gestalten, wenn man in abgebauten Grubenfeldern nach Entfernung der Zimmerungen einen ganzen Horizont zu Bruch gehen läßt, weil es sich hier um eine plötzliche und baueritbe Senkung des hängenden Gebirges'im Gewicht von Milliarden von Tonnen handelt, wie es bei den sogenannten iEinstürzerobcben der Fäll ist., Bei Orten, Unter denen, wie insWieliezka, Staßfurt unb manchen Bergwerksstädten in England, der Erdboden ausgiebig unterwühlt ist, können sich solche, selbstverständlich hinsichtlich des Zeitpunktes ihres Eintretens nicht nn voraus bestimmbare Einstürze zu vernichtenden Katastrophen gestalten.
* Führer: „In der verfall'nen Mühll da drunt hat ;rüber a Geist g'haust!" — Fremder: „Unsinn, gibt's ja gar nid}!" — Führer: „I bitt, es is ja gerichtlich nachgewiesen, weil sie ihn halb totgeschlag'n Ijab’it, wie er erwischt worden.is!"
* D e r Schwerenöter vor Gericht. „Erkennen Sie in dem Fräulein diejenige wieder, die Sie sich zu küssen erlaubten?" — „Ja. . . da, da müßt' ich sie schon noch einmal küssen dürfen."
Kleine Tageschronik.
Durch ein furchtbares Unwetter wurden die unteren Teile der Stadt Bonn unter Wasser gesetzt, so daß die Feuerwehr zur Hilfeleistung herangezogen werden mußte. Im Vorgebirge stehen weite Strecken unter Wasser. Der Verkehr ist vielfach unterbrochen.
Am Oberrhein wurden in den letzten Tagen -mehrfach Anschläge auf Eisenbahnzüge berübt.
Auf der Zeche Ludwig bet Essen löste sich am Montag Gesteinsmasse und begrub vier Bergleute. Zwei davon wurdet! getötet, ein anderer leicht, der vierte schwer verletzt.
Bei Wildgrube (Regierungsbezirk Merseburg) traf der Blitz in eine Gruppe Landleute, die mit ihren Sensen nach Hause eilten. Zwei Landleute wurden erschlagen, eine Frau und ein Knabe schwer verletzt. Bei Borxleben betäubte der Blitz 15 Landarbeiterinnen, eine von ihnen starb.
Der bei der Explosion in der Earvonium-Fabrik G. m. b. H. in Friedrichshafen schwer verletzte Arbeiter ist im Krankeu-
haus seinen Verletzungen erlegen. Wie sich ferner herausgestellt hat, wurden zwei weitere Arbeiter schwer verletzt, während sechs nur leichte Verletzungen erlitten.
Wie jetzt festgestellt ist, wurden bei dem Eisenbahnunglück bei Richmond 188 Personen verletzt.
Der Dampfer „Standard" der deutsch-amerikanischen Petroleum-Gesellschaft „Hamburg" ist am Dienstag vormittag im Kopenhagener Hafen in Brand geraten durch Ausströmert von Petroleum aus einem Tank in die Schifssfeuerung. Auf dem Schiff finden dauernd Explosionen statt: wahrscheinlid) ist es samt der Ladung verloren. 34 Mann der Besatzung wurden gerettet.
Aus London wird schon wieder ein folgenschweres Eisenbahnunglück gemeldet: Ein mit Ausslüglern besetzter Zug, dessen Maschine abgekuppelt war, setzte sich bei einer irländischen Station auf abfallendem Gelände in Bewegung und stieß nach fünf Meilen rasender Fahrt auf einen von Sirr kommenden Personenzug. Zahlreiche Personen sprangen aus b em in Bewegung geratenen Zug und wurden schwer verletzt. Beide Züge bilden einen Trümmerhaufen. Die Gesamtzahl der Verletzten beträgt über 100.
Die weiblichen Sträflinge des Gefängnisses zu Montpellier meuterten am Dienstag und verbarrikadierten sich im Gefängnishofe. Erst durch ein großes Schutzmanns- aufgebot konnten sie mit Mühe in ihre Zellen zurückgebracht werden.
jßanOcL
** Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des am 22. Junt zu B ad-Nau Herrn verstorbenen Otto W i n g e ß aus Leipzig wurde am 16. Juli das Konkursverfahren, da der Nachlaß überschuldet ist, auf Antrag des Pflegers über den Nachlaß des verstorbenen Otto Wingeß, Rechtsanwalt Stahl zu Bad-Nauhetm, eröffnet. Rechtsanwalt Stahl zu Bad-Nauheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konknrss0rderungen sind bis zum 6. Aug. bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim anzumelden. — lieber das Vermögen des Kaufmanns Joseph R 0 s e n b u f tf) in Mainz, alleiniger Inhaber der Firma Schuhfabrik Rbmania I. Rosenbusch daselbst, wurde am 5. Juli das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Mattes in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. August bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Nachlaß des Kauf' manus Georg Hellmuth, gestorben am 26. Mai zu Darmstadt, wurde am 15. Juli das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und der Nachlassverwalter Antrag auf Konkurseröffnung gestellt hat. Kaufmann Karl Dechert in Darmstadt wurde zum Konttirsverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. August bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. — lieber den Nachlaß der Kaufmann Georg H e l lmu t Eh e- fr an, Christine geborene Gompf, gestochen am 26. Mai zu Darmstadt, wurde am 15. Juli vorpiittags 11 Uhr das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und der Nachlaßverwalter Anttag auf Konkurseröffnung gestellt hat. Kaufmann Karl Dechert in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 10. August bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden.
Märkte.
ke. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 20. Juli. Anfgetneben waren 1344 Schweine. Vchlsleischige Schweme bis zu 2 Zentner Lebendgeiv. 55 — 56.50 Mk., Schlachtgeivicht 70-00 Mk. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 54—56 Dlk., Schlachtgewicht 69—71 Alk. Vollfleischige Schweine über 2‘/2 Zentner Lebendgewicht 00.1 0—00 Mk., Schlachtgewicht 00.00—00 Mk. Fett- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 00.00— 00.00 ^chlachigew. 00 — 60 Alk. Fleischige Schweine Lebeicdgewicht 53.00—54.00 Alk., Schlachtgewicht 68.00—70 Mk. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewicht 00—00 Mk. Geschät langsam, bleibt lieberstand.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
Verlauf der Witterung seit geftern früh: Tas mitteleuropäische Tieidruckgebiet ist weiter nad) Osten gerückt, hat dabei aber gestern noch wiederholt Regen gebracht, in Darmstadt 22 Alm. Auch sonst in Teutschland sind noch stärkere Regen zuin Teil gefallen. Ta jetzt vorübergehend von Westen ein Hoch vordringt, lassen bei kühlerem West heute vormittag die Regensälle nach, doch bringt ein neu bei Schottland ausgetauchter Wirbel morgen wieder Regen.
Wetteraussichten in Sbeffen am Donnerstag dem 21. Juli 1910: Nach vorübergehend trockenem Wetter und abnehmender Bewölkung wieder Regen, aussnschender Südwest, mäßig warm.
Gekochtes Obst ist wichtig für die Ernährung und sollte jetzt auf keinem Tisch fehlen. Rote Johannisbeeren und Himbeeren (welche sehr gut zusammen Pasten und jetzt reichlich vorhanden sind) schmort MÜN UNd serviert dieselben mit einem Flammeri aus Mondamin und Vollmilch.
Ein gleich verlockendes Sommergericht ist ein Mondamin-Fruchtstammeri. Man nimmt statt Milch den frischen Fruchtsoft. Man erhält 1 L. Obftsaft aus 1 Pfd. Obst, das man mit wenig Wasser schmort, koche dann kalt ungerührte 70 Gr. Mondamin hinein, 3 Minuten lang, nicht 10 Mi luten, wie bei Milch. Rezepte auf den Mondamin-Paketen a 60, 30 u. 15 Pfg.
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