Ausgabe 
21.6.1910 Zweites Blatt
 
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Nr. 142 Zweites Blatt

16V. Jahrgang

Dienstag 21. Juni 1910

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

DieEichener Familienblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblott für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit­fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Oberhejsen

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» UnwersUätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Dießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expeditwn und Verlag: e^5L 9lebaftion:e^ll2. TeU-Adr^ AnzeigerGießen.

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mann v. Haffken Material zu einer kricgsgeschichtltchen Schrist geliefert habe und zwar Einzelheiten aus der Schlacht am Spionskop, an der er gar nicht teilgenommen haben kann, weil er erst zwei Monate später nach Südafrika kam. Als der Zeuge Herrn v. Gäben darüber zur Rede stellte, soll er geantwortet haben: Wenn man den Leuten nicht erzählt, daß man überall mit dabei gewesen ist, glauben sie einem überhaupt nichts. Im allgemeinen spricht sich der Zeuge dahin auS, daß Herr v. Gäben der glänzendste Feldsoldat war, den er gesehen habe. Er habe diese Ueberzeugung auch in einer Schrist über den Burenkrieg zum Ausdruck gebracht. Da die Angeklagte sehr erschöpft ist, wird die Weiteroerhandlung aus morgen vertagt.

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sich die Preise Weizen

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Sport.

Kiel, 19. Juni. Bet der siebenten Regatta um den ranzösischen Euitonnerpokal siegteWindspiel XIIl'-Teutsch- land; zweite wurdeAlbatroS^-Dänemark, dritteReer- landia"-Holland, vierteArc en Eiel"-Frankreich.Agnes"- Schweden gab auf; bei ,E)la* -Norwegen undEorrcnzia"- England brachen der Mast.

K i e l, 20. Jüni. In der heutigen achten Regatta um den französischen Eintonner-Pokal siegte die schwedische JachtAgnes 2"; sie gewann damit das dritte Rennen und errang den Pokal. Zweiter wurde W i n d s p i e ("-Deutsch land, dritterAlbatros"-Dänemart, vierterOla"-j)ll)rwegen.Corr enzi.a"-Eng land gab das Rennen auf, währendArc-en-ciel"-Frantreich undNeer- landia 3"-Holland nicht starteten

Getreide-Wochenbericht

der Preisberich tu eite des Deutschen .^uawirtschaftsrats vom 14. bis 20. Juni 1910.

Während in Deutschland ausgiebige Niederschläge nahezu in allen Gebieten der gefährlichen Trockenheit ein Ende bereiteten und die schon etwas herabgedrückten Hossnungen betreffs der Sommer­saaten neu belebt haben, gab die Witterung im Auslande in dec Berichts,vochc vielfach zu mehr oder weniger ernsten Befürchtungen und infolgedessen einer Beseitigung der Allgememtendenz Veran­lassung. In Nordamerika, wo die Ernte des Winterweizens teil­weise schon begonnen hat, wurde über zu große Trockenheit m den Frühjahrswelzengebieten geklagt. Gleichzeitig lagen 'Meldungen vor, wonach die bisher glänzend geschilderten Ernteausslchten in den Balkanländern durch ivolkenbruchartige Niederschläge, die das Getreide stark gelagert haben, erheblich gelitten haben sollen. Aehn- liche Verhältnisse führten auch m Budapest zeitweise zu einer scharsen Auswärtsbewegung, der aber heute em empfindlicher Rückschlag folgte. Aus Rußland kamen neben sehr günstigen Berichten vom Schwarzen 'Meere sehr ernste Klagen über Dürre in den wichtigen Gebieten am oberen Ton und an der oberen Wolga, die um so ntehr Beachtung fanden, als damit eine Versteifung der russischen Offerten Hand m Hand ging. Dazu kam noch, daß auch in Frank­reich tind in Italien eine ungünstigere Auffassung betreffs der Ernte- aussichten Platz gegriffen hat und man auf em Eingreifen dieser Länder nnt so mehr rechnen zu können glaubt, als Frankreich nicht mehr wen von der JmportparNät entfernt ist. Diesen befestigenden Atomenten wirkten aber im Verlause die eingangs erwähnte Besser- ung der Witterungsverhältnisse in Deutschland, sowie die un ganzen günstige Beurteilung des Saatenstandes seitens des preußischen Statistischen Amtes entgegen, so daß der unter dem Einfluß regerer Komumnachirage und erhöhter Eiisorderungen erzielte Preis- fortschritt teilweise wieder verloren ging. Immerhin stellte lief) der Wetzen zum Schluß per Juli noch 2 'Mk., per September Mk. höher als vor acht Tagen. Für Roggen zeigten die Mühlen alb- gemein mehr Jntereffe, das aber zum Schluß abflaute, als stch vom Jnlande das Angebot aus Abladung neuer Ernte mehrte; heute ivaren die erhöhten Preise nur noch für feine Qualitäten zu erzielen, und Lieferung ging schließlich per Juli */4 Mk., per Sep­tember V,o Mk. unter den vorwöchigen Ltand herab. Demgegenüber behielt Haier im Lieserungsgejchäst bis zum Schluß ziemlich feste Haltung, da man aUgemciu zu einer weniger günstigen Beurteilung des Haferstandes neigt. Tie Provinz hält ?.uf höhere Preise, die im Konsum aber immer noch schwer zu holen sind. Russische Gerste ivar nachgiebig, zum Schluß befestigt, auch Mais zeigte nach weiterem Rückgänge zuletzt eine mäßige Befferung.

für inlänb. Getreide wie folgt:

Meine Tageschronit.

In Erfurt fand am Sonntag die feierliche Einweihung des Heims des Ei se nb a h n e r chte r h o r te s statt. Mrmster Breitenbach hielt die Weiherede. Das Heim führt nach dem Vornamen der Gemahlin des Münsters den NamenChristianen- heim". Zu den Kosten des Baues hat der Kaiser euren namhaften Anschuß aus seiner Prioatschatulle gespendet.

£uftjd)iffal)rt

Fernfahrt desElouth".

Brussel, 20. Juni. Der LenkballonClouth", der heule um Mitternacht in Köln zu einer Wei.sahrt nach Brüssel aufgestiegen war, ist heute morgen gegen o\2 Uhr auf dem hiesigen Ausstellungsgelände sehr glatt gelandet, nachdem er vorher, wahrschernlich infolge Nebels, eine Stunde gekreuzt hatte. Zührer des Luftschiffes ist Haupt­mann v. Kleist, Mitfahrer Eugen Clouth-London, Mo­torführer Ingenieur Sing.Clouth" ist das erste aus­ländische Luftschiff, das in Belgien erschienen i|i; die Fahrt ging über Holland.

Friedrichshafen, 20. Juni. Eine aus drei Offi­zieren bestehende Abordnung des zurzeit in Deutschland weilenden chinesischen M i l i r ftu d i en - Aus­schusses unternahm heute vormittag mit demL. Z. 7" einen Aufstieg. Die gut verlaufene Fuhrt des Luft­schiffes währte iy3 Stunden; um 12 Uhr erfolgte die glatte Landung.

2er Menztemer Mortzprozeh.

4 Allenstein, 20. Juni.

Der Prozeß gegen Frau v. Schönebeck-Weber geht Iieute in die dritte Woche. Jnfolge^eines schweren Krampi- anfalles der Angeklagten muß die Sitzung, dte um 10 Uhr morgens beginnen sollte, bis auf mittags 1 Uhr veAhobcn werden. Als nächster Leumundszeuge Tur Herrn v ^oben er­scheint Hairvtmann v. Ehlern Hannover, (£r hat E diesem die Kriegsichnie in Neisse besucht und alle Dummheiten mit- gemacht, wie sic junge Leutnants begehen Nur m einem Puntte machte v. Gäben mcht mit, und der betrat die O^ucnEr huldigte mehr dem Waffen- und Reitspott Bet fernen Kam^ labeif war er eine Art Vertrauensmann. Den, Kameraden rm- voniertc vor allem seine Todesverachtung unb lerne L^eitt'chast. Herr v. Gäben toll einmal einen Herrn v. B., otr üic Gattin eines Kameraden belästigt hatte, zum -Luclt geioi> totlÄ ba die Frau nicht wagte, sich ihrem Gatten a.^u- oertraup'i, da sic üirchtete, dieser werde bann ut ba» StauEU oa- inidclt werden Herr v. Gäben Ijabc ihm davon erzählt und mrnacniat Herr v B habe sich nach dem ersten über- icküaaen wie ein Hase Der Vorsitzende. stellt fest, baß v. Gaben bei keiner Vernehmung angab, von einem Duell tonne keine Mn. MT nm eine 'UbmMM

Herr v. Gäben habe auch «nmal Mitihm, dem -^gen.eme Szene gehabt, er sei eifersüchtig aut be^anb auä*

klärt, die Sache müsse sotort mit der Waste in der ©ano au> qctragen werden. Der Zeuge hat ihn dartmt.se^agt, ob er verrückt wäre Als er dann von dem Morde Horte, hat er sotort bte @nU>finbung gehabt, i>a6 W Ä. ft Ä2 eines zeugenlosen Duells handeln könne. Er hat stch dem Senn = «öben al" militänsch-r Verteidiger zur Seifugung S°- ftE1ItSgeah5rabnrittei^Clebn6arMn(Sann00:tl gibt S-rrn V.Wben «benialls das beste Zeugair.. fe »ar >chn-tdtg M°e^ töffia unb ritterlich In den Burenkrieg zog er, toeü er etwas Sen wollte Ter Zeuge hat zwei Briefe von Herrn v. Gobcn erhalten "'n dem ersten vom 30. Dezember beutet^)en v Ooben St bau' Einbrecher als Mörder des Majors m £tage kommen S? Im Men teilt er mit, daß er der Tater ;ei und bereits aeitani^n habe. Der nächste Zeuge ist ber -schriftsteller Otto v 9q o ü b c r g (Berlin), der ebenfalls am Surenfnege teü^ Genommen Vat v Gäben wurde seiner Batterie attachiert, na^ bern^r oom Präsidenten ber Republik bre Erlaubnis erhalt^ s, .. wrif-np teiliunebmen Herr v. Gäben war iw (Äefecht außerordenttich ^tapfer unb sck-eute keine Gefahr Freilich beugte I rS nSf iitrmlr den Anordnungen ber Vorletzten, weil er seine '"ceuiunq für bic richtigere hielt und verstand <uuf>. mit'den Buren umzugehen. Daß er Unteroffizier

h-hnifen hätte hält der Zeuge für ausgeichloisen. v. Goven yaire keiae DiiÄlmaraewalt Senn er einen Suren erschoßen hatte, L Ä Ä«, fofort eine 5TuSel °°» dmtt" zu °r- halten Auch bei dem kleinen deuttchen Korps war das aus- aefcklosfen Es waren das Leute, mit denen man den -teufe! aus der Hölle hätte holen können, aber üe folgten gern dem schneidigen Ofsizier. Der Zeuge hat Äerrn. b-Goben zulltz krank in einer holländischen Ambulan, gesehmt und chn daun mt 1902 beim Empfang ber Burengenerale m Serlut wuderge>ehen, auck) m ber Folgezeit noch freundschaftlich, mit ihm verkehrt Tie Verteidiger stellen fest, datz Z°ben an ettv« fünf Gefechten teUgenommcn habe, während er leibst bchaupt^e, an . Der Zeuge tetunbet rodttr, daß S-rr ». @obtn emem Hattpt-

vie ReichLverstcherungrordnung.

,:: Berlin, 20. Juni.

Der Ausschuß für die R e i ch s v e r s i ch e r u n g s o r d n u,n g setzte heute die Beratung ber §§ 237 biS 239 fort, bie die Fälle behandeln, in denen bic Gründung einer Lanbkrankenkasse neben ber Ortskrankenkasse unterbleiben soll. Nach § 238 wird neben der allgemeinen Ortskrankenkasse keine Landkrankenkasse er­richtet, wo bic Landkrankenkasse nicht mindestens 500 Pflicht» Mitglieder haben mürbe. .

lieber bic Höhe der Zahl ber notwendigen Pflichtmitglieber entspann sich eine lebhafte Debatte. Die Konservativen- wollten die Zahl auf 100 herabgesetzt wissen, während die Sozial­demokraten beantragten, sie auf 1000 zu erhöhen.

Schließlich wurde § 237 nach einem Zentrumsantrag e in folgender Fassung angenommen:Durch Landesgcsetzgebung Cann für das Gebiet des Bundesstaates bestimmt werden,^datz feine Landkrankenkasscn neben den allgemeinen Ortskrankenkassen er­richtet 'werden." 8 238 wurde unter Ablehnung aller Abänderungs­anträge nach der Regierungsvorlage angenommen. Es bleibt also bei der Mindestzahl von 500 Pflichtmitgliedern.

§ 239 wurde dahin abgeänbert, baß bic Errichtung einer Landkrankenkasse unterbleiben muß, wenn das Bcbürfnis ver­neint wirb. _

Die §§ 240 bis 244, bic nähere Festsetzungen über die Art der Errichtung neuer Kassen treffen, finben unoeränberte Annahme.

8 245 beftimmt:Mitglieder der Landkrankcn- kassen sind bic in der Landwirtschaft Beschäftigten, bic Dienst­boten, bic im Wandergewerbe Beschäftigten, sowie bie Haus­gewerbetreibenden unb ihre hausgewerblich Beschäftigten."

Die Ncichspartei beantragte, stattbic in ber Land­wirtschaft Beschäftigten" zu setzen:bic in lanbwirtsck-aftlichcn 'Betrieben Beschäftigten". Die Sozialdemokraten for­derten in erster Linie wieder die S t r e i d) u n g des Paragraphen. Im Falle der Beibehaltung des Paragraphen wollen sie aber die Gärtner von seiner Wirkung ausschließen. Auch der Ver- rreter ber wirtschaftlichen Vereinigung nahm stch der Interessen ber Gärtner an. Er verlangte folgenden § 24oa: Die in der Gärtnerei Beschäftigten, sofern es sich nicht um landwirtschaftliche Nebenbetriebe handelt, sind Mitglieder ber all­gemeinen Ortskrankenkasse."

Von ber fortschrittlichen Volkspartei würbe be­antragt, hinter bie Wortebic Dienstboten" zu setzen:Die von Arbeitgebern beschäftigt werden, die im Hauptberuf bie Landwirt­schaft betreiben."

Der Antrag der f o r t s ch r i t t 1 i ch e n V ol ks Pa r t e t, so­wie ein ähnlicher Antrag des Zentrums werben schließlich zurückgezogen. , t .

§ 245 wurde darauf na cf) Ablehnung der weiteren Wanderungs- antrage in der Fassung der Regieruiigsvortage angenommen. Eben- salls Annahme fand ber neue § 245 a, ber bic Verhaltniste ber Gärtner betrifft.

§ 246, wonach der Bundesrat den Landkrankenkasten noch andere Gruppen zuweisen kann, wurde angenommen.

§ 247 bestimmt:Hat ein Bezirk keine allgemeine Orts- 'ran'lenkassc, so gehören auch die Ortskrankenkassenpflichtigen in die Landkrankenkasse. Hat ein Bezirk feine Landkrankenkaste, ,o gehören auch bic Landkrankenkassenpflichtigen tn bie allgemeine Ortskrankenkasse." Sozialdemokratische Einträge zu Gunsten ber Ortskrankenkassenpflichtigen werden gegen bic Antrag­steller und die Vertreter der Fortschrttttichen Vollspartei ab g e - ! ehnt. § 247 blieb unverändert, ebenio § 2a8. Damit ist das Kapitel Allgemeine Ortskrankenkasten und La.idkrankenkasten erledigt. .

Nächste Sitzung: Dienstag.

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nb c 11 in a r 11 p r e i j c:eizen : Berlin Inst 198.75 (4- 2.00), »ept. 188 75 i -{- 0.75). Budapest Ott. 164.20 (4- 5.45). Paris Zuin 203.60 (4- 0.40). Liverpool Juli 141.40 (+ 0.75), (Sbicago, Juli 143.80 (4- 0.5-1). Roggen: Berlin Juli 148.50 ( 0.25), Sept. 150.25 ( 1.50). Ha'er: Berlin Juli 148.00 (+ O.50), September 152.75 (-f- 0.50) Alk.

lianöcl.

th Gießen, 20. Juni. Auf Oswaldsgarten sind jetzt täglich starke Zufuhren von neuem Heu zu verzeichnen «gestern Montag allein zwölf Fuhren, zirka 200 Zentner), bic zum Preise von 2,50 bis 2,80 Maik gut mtterzubringeii stud. ,-Lie Zufuhren von Stroh blieben vollständig aus. Tic Pfcrdebcsitzcr erwarten, daß bei dem guten Futterjcgen ber Heupreis noch mehr fallen wirb.

Die Lage der bcutschen Kolonialwerte. Ter Markt der ftolcnialivcrtc lag in der letzten Zeit ziemlich still. Die Kurse bröckelten im allgemeinen etwas ab mit Ausnahme einiger kleineren Werte. So wurden South Aftican Territorien, nachdem sie ca. bis auf 11 sh. gefallen waren, auf Mitteilungen über neue Placierungen ber Shares bis 13 sh. bezahlt. Ferner wurden Britis Central-Afrika Shares auf beit Bericht einer Sanierung der Gesellschaft bis 4 sh. bezahlt. Fest lagen Shan- inngeiscnbahn, Genußscheine im Einklang mit dem Kurs ber Aktien. Sie wurden bis 172 Mk. bezahlt. Dagegen wurden bic Tiamantwerte burchweg etwas nichtiger offeriert. _ So blieben Anteile ber deutschen Kolonialgesellschaft für Südwest-Afrika mit 1640 Proz., ber German Südwest-Afrika mit 23 Mk. offeriert. Otaviwertc lagen ebenfalls etwas schwächer im Zusammenhang mit beni starken Rückgang bes Kupferpreises unb der internatio­nalen .üupferwerte. Otavigenußscheine bis 120 Mk., Anteile bis 230 Proz. erhältlich. Von Mamcruinucrtcn notierten Vcr. Kamerun Vorzugsaktien bis 126 Proz. Nachfrage. Abgeschwächt lagen Afrikanische Kompanie Aktien, welche mit 108 Proz. angeboten waren. Für Gesclstchaft Nordwest-Kamernn-Anteile Lit. B. wur- ccn Preise von 2224 Mark genannt. Auch Ostafrikanische Werte waren nur unwesentlich verändert. Etwas lebhafter gesucht ivaren nach einem Bericht desFinanz-Herotds" Kironda-Goldminen- Anteile, da bic neue Ausbeute für ben Monat Mai mit 84 000 Mk. mieber eine kleine Steigerung aufweist. Von Südseewerten wurden von den alten Kursen umgesetzt Jalnit-Gesellschast Anteile mit 320 Proz., Tcutsche Handels- unb Plantagegesellschaft ber Süd- seeinseln 374 bis 376 Prozent. Die Gesellschaft verteilt 38 Prozent gegen 24 Prozent Divibende. Ferner gingen uni: Pa- cific-Phosphate einschließlich ber jungen Phares zum Preise von ca. Lstt. 91/4, Safata Samoa zum Preise von 65 Proz.

Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- nnd Brotprcise am 20. Juni 1910.____________

Weizen 100 tig. 2u.OO-ÜO.Oj Alk. I Weißbrot 2 Stg. 62 P,g.

Roggen 100 Kg. 15.75-00.00 Alk.| Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pig.

Höchste Schlachtviehpreise m I r a n k i u r t a. Al.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kalber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 8388 Alk.

7,Kg. Schlachtgew. 96104Pf.

7, , 66-69 p

7, Kg. 80-88 Psg.

7, 8084

7, 80-96

Getreidepreise in Dl a n n h e i m

Brotpreise in Gießen

Wöchenü. Uebersicht der Hoöesf alle L ö.Staöt Gieren.

24. Woche. Vom 5. bis 11. Juni 1910. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,800 linkt. 1600 Alaun Militär).

Sterblichkeitszisser: 19,62 °/06,

nach Abzug von 7 Ortsfremden: 9,81 °/oo.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. ^ahr

Tuberkulose

2(1)

2(1)

Herzschlag

Kl)

3 (1)

Diphtherie Blmddarmentzündung

1(1)

1 (1)

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Schtagfluß d. Gehirns

1

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Gehirneiitzüitbimg

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Nierenentzündung

1(1)

1(1)

Bösartigen Neu-

2(2)

bildungen

2(2)

Gelenkrheumatismus

1

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Summe 12 (7) 9 stst 1 2 (1)

51 nm.: Tie in ntauunern gesetzt-... Ziffern geben an, wie viel Der Todesfälle in der bette,senden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verantwortlich für den politischen Teil i. V.: R. L a n g e.

umuer lüft v0 )L".nst»ll.

Mass erwärme der Lahn 17 °R.

Meteorologische Beobachtungen der Station Tiegen.

Juni 1910

Barometer aus 0° reduziert

Tempeiatur der Liift

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

Wroö btt Bkwvtkung In gthnkti ber sichst». Himnietrfl.

Wetter

20. 2$

753,6

20,2

7,8

45

NE

2

4

Sonnenschein

20. 92i

752,6

15.6

8,3

62

ESE

2

9

Sero. Himmel

21.

751,2

12,9

7,9

72

NE

2

0

Sonnenschein

u

ächste -

Temperatur am 19

bis 20

.31

int

4- 20,4 0 C.

Niedrigste

19

, 20

-

4- 11,0C.

Ein sportliches Urteil!

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