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fein; fie ist auch durch Vermittelung der LanocSyypotKeken- bank oder direkt von dein Staatsschuldbuchbureau in Darm, stadt erhältlich; außerhalb Darmstadts auch durch die Großh. Bezirkskossen, sowie durch sämtliche ReichSbankonstalten.
** 9Lu : dem Militär w^ch c n b l a t t. Cberft Hahn, bemiftradT nrit Wahrnehmung dar (ikitfcäftc des Gen.-?tdjutanlcn des Großherzogs non Hessen und bei Rhein, unter Ernmming «um Gen.-Ad,utcnllen des Großherzogs ernannt, unter Beförderung »um Generalma,or. - In das Kriegsministerium versetzt: der zur Dienstleisrung beim Kricgsministcrnim kommandierte Haupt- mann M adlung, Komv.-Cl-es im 5. Hess. Ins.-Rgt. Nr 168: ^r&r. n. Bibra, Major und Kommandeur der Unteross. Vorschule in 3iHid), zum Stabe des Zni Rgts. Kaiser Wilhelm 2. Hess Nr. 116 versetzt: Rehm, ')JZ<n(rr x. T. in Fricdricksdors rra Taunus, wletzt Kommandeur des Landw.-Bezirls Hohensalza, zum Bczirksossizier beim. Landm.-Bezirk (Srbarf) Meldeamt Hevvem heim'i ernannt Oberleutnant Tomizlafs im 10. Rhein. Jnf.- Rgt. Nr. 161, unter Versetzung in das 5. Hess. Jnf.-Rgt. Nr. 168 zum Hauptmann und .'lomuaqnicdici befördert. Leutnant Möschke im Ins.-Leib-Ngt. Großherzogin (3. Hess Nr. 117, zum Ober leulnant befördert. M a ck e n s e n v. Ast selb, Major beim Stabe des Leib-Trag. Rgts <2 Hess. Nr. 24, zum Kommaiideur des Westfäl. Ulanen-RgtS Nr. 5, ernannt Erbgras zu Castell- Rüden hausen, Motor und ESkadr-Chef im Wcstjal Ulan - Rgt. Nrl 5, zum Stabe des Leib Trag. Rgts. 2 Hess Nr. 24 versetzt. Prinz zuSolms Hohensolms Lich.Rllttn und Eskadr-Chef im Regt, der Gardes du Corps, zum ftomsnanbeur der Leib-Eskadron des Rgts ernannt Graf v. Schwerin, Rittm. und Vorstand der Militär-Lchrschnneoc in iyranHurt a M , mit der gesetzlich« Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Thüring. Huf.-Rgts. Nr. 12 zur Tisp. gestellt und zur Dienstleistung als BezirkSoffizicr beim Landwehrbcnrk Anklam, unter Gewährung der Gebührnisse der offenen Stelle, kommandiert, v Ah le selb, Rittm. und Eskodr-Ches im Leib- Trag.-Rgt. i2. Hess. > 97r. 24, zum Vorstand der Militär-Lehr- schmiede in Jranfiurt a M. Zum ESkadr.-Cbef ernannt, untcp Beförderung zum Rittmeister, vorläufig ohne Patent, Oberleutnant tv. Plot en im Leib^Trog Rgt. (2. Hess. Nr. 24. Juni Korn- wagniechef ernannt, unter Beförderung zum Rittmeister, vorläufig lohne Patent: Oberleutnant Meier im Hess. Trainbattoftlon Nr 18, unter Versetzung in das Rheinische Train Bataillon Nr 8. Bon dem Kommando als Jnsp Offizier enthoben: Oberlt. v. «Gorr i s s e n im Garde-Drog. Regt. <1. Hess ' Nr. 23, an der Kriegsschule in Hersfeid, Kommandant TVriyr. v. Fritsch, Oberlt. tm Grotzh. Art Korps, 1. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25, für Ibie Zeit nom Schluß der Uebungsreise der Kriegsakademie bis «um Beginn der Herbstmanövcr zur 2. Vlatrosenornlle^ic-M- teilung, für die Zeit der Hcrbstmanövcr an Bord eines Schiffes !vr Hochseeflotte nach Anordming von deren Ches. v. Braun- Behrens, Harptm. und Mitglied des Bekleidungsamles des *\ Armeekorps, mit der gesetzlichen Pension zur Disp. gestellt und -.um Bezirksosfizier beim Landm. Bezirk I Darmstadt ."Melde- -mt Offenbach« ernannt, Z a I' e l , Zeuglt. beim Art. Devot in Mainz, zum Zeug-Oberlt. besördert, v. Jlsemann, Lt. in her Stamm-Battr. für das III. See-Bat., scheidet am 31 Moi nu8 der Marine aus und wird mit dem 1. Juni 1910 im Großh. Art. Korps, 1. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25 angestellt. Beför hert zu Fähnrichen: die llnterosiiziere Müller im Ins. Leib- Regt. Großherzogin (3. Hess.> Nr. 117, Behr im 2. Hess. Delbert. Regt. Nr. 61, dem Major und Bezirksoffizier v. Grundherr Altenthann beim Londw. Bezirk Erbach, "iit der Aussicht auf Einstellung im Zivildienst und der Erlaubnis amt Trogen der Uniform des Lcib^'-iarde Inf. Regts. (1. Hess.) Nr 115 der Abschied mit Pension bewilligt. Dem Hauptmann .ind Bezirksvffizier v. Borcke beim Landw. Bezirk I Darm " abt, mit der Erlaubnis zum Trogen der Uniform des Gren.
ttien konnten bczügtr Neobachtnngen gerne bctoijftt.
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- Deutschen Saba? des christlicher Inbab w) Zigarrensorliercr und bti cnstond der Aeralm Iw stüyungcn iiir M setz in ihrem Gewerk N i Kichssckahamte bititli* itschcn Tabakindusw it Grundsätze ausgeaiteitt kntschließMg die Serbin.^
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Regts. König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpceuß' Nr. 3 der Abschied mit Pension bewilligt, Assisten.zart Fischer beim drosch Art. Korps, 1. Hess. Feldart. Regt. Nr. 25 zum Oberarzt befördert.
*♦ L e h r c r v c r s o n a 1 i e n Heber tragen wurde dem Zehrer Wilh. I n st zu Bodenrod, .Kl:ejS Friedberg, die zweite ?ehrerstelle an der Gemeindeschnle Staden, in demselben Greise: dem Lehrer Friedr. Römer zp Hattenrod eine ?ehrerstetle an der Gemeindeschnle zu Grosten-Linden. Erledigt ist eine mit einem chang. Lehrer besetzende Lehrer-- sttesle an der Gemeindeschnle zu St ein he im. Mit der Stelle ist Drganiftenbienft verbunden.
** Ein Lohre rappell. Die Veteranen dos hessischen ?ohrerslandes, die 1858 und 1859 vom Seminar Friedberg angingen, hielten am Psingsldienslag einen Appell im ‘Böricnrcftaurant Wolf in FranIfürl ab. Von den 10 woch lebenden Lehrern des Zahrganges 58 waren 3 erschienen, von denen einer noch aktiv in Homdurg wirkt; von den 17 unter den Lebenden weilend des Jahrgangs 59 halten sich 1.0 oingefnnden, alle noch geistig und lörperlicli frisch, 3 im Amt tätig und auch nicht gewillt, den Stab niederen legest. Ergreifend war es, als Reniamtmann Schäfer «Gießenl, (in ehemaliger 59er Schultandidai, den Verles adhielt nno beim Namensaufruf 73mal der Ruf tot erklang; tragisch, als der erste Seminarist anfgerusen wurde, und die Mitteilung frertiiiibete: „Als berühmter Arzt in New vor k einem Lungen- lxnden erlegen" und beim Namensaufruf des letzten: „Von derselben Kranllstit dahingerafft auf der Straße in Bad- Homburg."
•• Zn der Banarbc iter-AuSsperrung wird uns <lu§ Arbeitgeberkreisen nütgcteilt, daß die Zahl der hier Ausgesperrten sich auf 186 belaufe.
•• Thermometer m Krankenhäusern. Das hessische Ptinisterium deS Innern hat angeordnet, daß in öffentlichen Krankenanstalten nur noch amtlich geprüfte Thermometer durch die beamteten Aerzte und Hebammen beruht werden dürfen.
**GroßeAngstvordemWeltuntergang hatte in einem Torfe unierer Nachbarschaft eine Familie Als man sie fragte, warum sie leine Kartoffeln und Bohnen setzten, sagten sic, die Erde ginge bestimmt unter oder werde doch in manchen Gegenden vollständig verwüstet, da wollten sie sich die Arbeit nicht mehr machen. Tatsächlich verbrachte ein Mitglied der Familie die Nacht im Keller, um ja nicht vom Schweif des Kometen verbrannt #u werden. Erst am 23. Mai will der Mann Kartoffeln und Bohnen legen.
-W-s Ltch, 19. Mai. Größere bauliche Veränderungen sind im Frühjahre am Fürstlichen Schlosse und tm Schloßgarten vorgenommen und dieser Tage beendet worden, u. a. der Anbau einer Terrasse und einer Veranda an der südlichen, dem Park zugekehrten Seite und die Frei- I'tgung der Grundmauern eines früher zum Schloß gehörigen alten FestungSturines an der Nordfeite, dicht an der Bahnhofsstraße. Der Großherzog hat sich sehr um die künstlerische Nussührung der Arbeiten bemüht. Während seines mehr- bigigen hiesigen Aufenthalts im vergangenen Monat hat er stet der Ausarbeitung der Pläne seine Wünsche geäußert. Mehrmals ist er dann bis in die letzten Tage mit Auto- ntnobil von Darmstadt aus — zumeist ganz unerwartet — aiuf kurze Stunden zu Besuch erschienen, um sich über den Fortschritt der Arbeiten zu orientieren. In leutseliger Weise hyat sich der Großherzog mit den Bauunternehmern und den Arbeitern unterhalten und dabei noch manchen praktischen Matschlag erteilt. — Seit gestern ist man schon fleißig mit dorr Au § sch m ü ckn n g der M a ri en st i fts ki rch e anläßlich der tzochzeit der Prinzessin Dorothea am nächsten Diens
tag beschäftigt. Vorn Psingitfeste her ist die Kirche noch mit stattlichen ,Maien‘ geschmückt. Am Hochzeitstage wird bei gutem Wetter von außerhalb ein außerordentlicher^ Besuch erwartet, besonders aus dem Solmser Ländchen, desien Bevölkerung seinem einstigen Herrscherhause noch treue Anhäng lichtest bewahrt hat.
H. Alsseld, 19. Mai. In Wettsaasen wurde für den verstorbenen Altrechner Hvrle desien Enkel H. Grün, der schon in den letzten Lebensjahren für seinen Großvater die Genieinderechnung geführt hat, zum Gemeinderechner gewählt. Für den gleichfalls verstorbenen Rechner Ruckels- hausen zu Ehringshausen wurde in Elpenrod der Landwirt Ernst Reitz und in Hambach der seitherige Polizei- diener Konrad Otterbein zu Genieinderechnern gewählt. Die drei neuen Rechner wurden kreisamtlich geprüft und für ihr Amt verpflichtet.
? Hungen, 19. Mai. Heute vormittag landete in der Nähe von Hof-Graß ein Luftballon des Luftschiffer Vereins Ulm. Das Luftschiff war gestern in Ulm mit viei Herren, anscheinend Offizieren, aufgestiegen. Der Ballon murbe verpackt und mit der Bahn an das Feldartillerie Regiment Ulm zurückgesandt. Gestern mittag flog ein weiterer Ballon in beträchtlicher Höhe nordöstlich über unsere Stadt.
§ Schotten, 19. Ma.i. In den letzten Io-h^^n ist eine große Anzahl neuer Schulhäuser in hiesigem Kreise gebaut worden "Demnächst werden Neuba.utcn in Glashütten (2tlaffig mit zwei Lehrerwohnungcn und in Volkart s Hain (cinf.a iig mit Lehrerwohnung) in Ban genommen. Bis aut zwei Dörfer, in denen in absehbarer Zeit ebenfalls neue schulen erstechen werden, haben jetzt alle Gemeinden des Bezirks Gadern neue Schulgebäude.
§ Vom Vogelsberg, 19. Mai Der Umschwung des Wetters hat wahre Wunder bei den seither so übel gestellten Bienen gebracht Zur höchsten Zeit kam der Willerungs- wechsel. Drohten doch schon Raps- und Obstbaumblüte für die Bienen unausgenützt vorüberzugehen. Aber letzt sind in wenigen Tagen bei starken Völkern die Stöcke säst voll .Honigs geivorden. Dabei sind wir noch frühe im Jahr. Eben blüht bei Sommerhitze der Apfelbaum. Daneben ist der Raps trotz der durch die Kälte lange verzögeiten Blütezeit noch nicht ganz ausgeblüht. Da gibt es reiche Tracht. Für die Imker steht ein reiches Honigjahr in sicherer Aussicht und zwar eins, wenn der vielversprechende Anfang so weiterschreitet, wie cs zu den Ausnahmen gehört. Ten Imkern kann man es gönnen. — Tie Maikäfer schienen anfangs Mai ausbleiben zu wollen, jetzt aber zeigen die so sehr warmen Maiabende einen ganz respektablen Maikäserslug. Da aber das Laub in seiner Entwickelung ungemem rasch^voran schritt, vermögen die Maikäfer keinen nennenswerten Schaden mehr anzurichten, cs sei denn durch ihre Vermehrung.
X AuS dem Ohmtal, 19. Mai. Der Aulomobil- verkehr hat in diesem Frühjahr auf der Hauptstraße des OhmtalS und der dorthin führenden Alsfelder Straße bedeutend angenommen. Während noch vor wenigen Jahren cm Automobil in den Ortsstraßen die Neugier auf sich lenkte, gehört ein solches jetzt zu den täglichen Erscheiniiugen. Bei dem steigenden Automobilverkehr wäre es sehr am Platze, wenn sich die Kraftfahrer eines bescheideneren Zeitmaßes im Fahren befleißigten, als dieses in der Regel in die Erscheinung tritt.
N. Mainz, 19. Mai. An der vom Flottenverein veranstalteten Schuler fahrt an die Wasserkante, die gestern begann, nahmen 110 Schüler höherer Lehranstalten und 15 Lehrer teil. Die Führung hat Herr Hauptmann a. D. Vollmar übernommen.
R.-B. Kirch--Brombach, 19. Mai. Vergangene Nacht wurde bei dem Wirt Groth eingebrochen. Dem noch unbekannten Täter fielen 1200 Mk. in die Hände.
— Kinzenbach, 19. Mai. Auf der hiesigen Da mpf- ziegelei, die an der Sperre im Baugewerbe nicht beteiligt ist, herrscht zurzeit ein außerordentlich starker Betrieb. Gestern wurden 54 000 Backsteine verladen, eine Zahl, wie sie das Werk seit seinem Bestehen noch nicht zu verzeichnen gehabt hat. Daß das Werk weiter arbeitet, ist um so mehr zu begrüßen, als hier ausschließlich einheimische Arbeiter beschäftigt werden.
[] Marburg, 19. Mai. Der Mitteldeutsche Gast- wirte-Verband hielt heute im Schloßgarten hier feinen 1 7. Verbandstag ab. Man besprach in der Hauptsache daS Gastwirtsgewerbc hemmende Fragen, so z. B. die Beschränkung der öffenttichen Lustbarkeiten durch behördliche Maßnahmen usw. Ferner wurde gewünscht, daß bei Einführung der NeichswertzuwachSsteuer die Schankkonzessionssteuer falle, daß die letztere überhaupt mehr beschränkt würde, ebenso auch die Automatensteuer. Tie Nachversteuerung des französischen Champagners wurde als ungerecht bezeichnet. Weitere Anträge wünschten Beschränkung der Animierkneipen, Aushebung der Branntwein-Verbrauchsabgabe und Zulassiing nur konzessionierter Wirte bet Festlichkeiten. Als Ort der nächstjährigen Tagung imirbe Göttingen gewählt. ES schloffen sich aus Anlaß des 25jährtgen Stiftungsfestes des Marburger Gastwirte-Verbandes noch verschiedene Festlichkeiten an.
w. Frankfurt a. M., 19. Mai Internationale, Ausstellung für Sport und S v i l. Für Samstag, 28 Mai, ist das erste Kinderfest in Aussicht genommen. Für sämtliche Veranstaltungen in der Arena mit Ausnahme der Radrennen und des Lonwurs Hippiaue ist die östliche Äuioenttibune frei für die Inhaber von T-auerkarten, die Südtribüne frei für olle Ausstellungsbesucher. Für den Innenraum der Arena wird 50 Psg. Eintrittsgeld erhoben Für Sonntag, 22. Mai, beträgt der Eintrittspreis bis mittags 1 llhr 50 Pfg. Zu dem am 18 , 19., 21. und 22. Juni stattsinöendcn Concours Hippigue, dem rorausfichllich der Protektor der Ausstellung, Kronprinz Wilhelm, beiwohnen wird, laufen die Anmeldungen für Platze scbon zahlreich ein. 'Die Aussteslungslertung macht darauf aufmertfam, daß in erster Reihe die Inhaber von Tauerkarten berücksichtigt werden.
w. Kiel, 19. Mai. Vom Kriegsgericht der 2. Marine- Inspektion wurde der Obermaar Abreno von dem Schul- schisse „Viktoria Luise" wegen sittlicher VerfehlnnAen, begangen in sieben Fallen an dem ihm anvcrtrauten Schijsjnngen, unter Zubilligung mildernder llmstande zu drei Jahren und drei Mo naten Gefängnis und Degradation verurteilt.
Luftschiffahrt.
N. Mainz, 19. Mai. Bei der stets im Wachsen begriffenen Ausbreitung der deutschen Lustschiffahrt macht sich der Mangel an geeigneten Ankerplätzen immer dentlicher bemerkbar. Mann beim, Karlsruhe und Oeidelbcrg haben schon derartige Plätze angelegt, ebenso verschafft sich auch Wiesbaden eine solche Aiilagc. Wegen der Höhe der Kosten sieht man im allgemeinen vorn Bau von Lustschisfhallen ab, da die Ankerplätze allein ausreichend sind, um eine gefahrlose Landung zu sichern. Mit diesen Plätzen werden dann Räume mit Gebrauchsgegenständen für die Schiffe verbunden. Mainz soll auch einen Ankerplatz erhalten, so hatte man es wenigstens vor, ob freilich nach so langer Zell das
nötige Begeisterungsseuer vorhanden ist, steht dahin, und bei der Nähe Wiesbadens ourst er auch wohl überflüssig fein, menn nicht daS Gelände, ledenstllls unser „Sand" für die Laiidungen günstiger ist.
CbalonssurMarne, 19. Mai. Der Flieger Sberrrc-t flog von C h a l o n s nach M o u r m e 1 o n mid zuruck imb stellte, d.rmit einen neuen Wettsieg für den UeberIant»f lugj mit einem Reifenden auf.
Neapel, 16. Mai Die hiesige Flug woche ist sogleich nach ihrer geftrigen Eröffnung auch schon roiebtr beengtjimröcn. Buinon versuchte mebreremcllS den Aufstieg vergebens. SxirubbiS Eindecker zerbrach und Kuling versuchte zweimal vergeblich den Aufflug mit einer Blöriotmaschine. Die Zuschauer drangen auf das Flugfeld, um die Flugapparate zu zerstören, wurden aber durch Kavalleristen zurückgetrieben.
Vcrmifcbtc».
* Wer zweinial einen Rausch gehabt . . Die Burger von Newvork find in lebhafter Aufregung, denn plötzlick haben sie durch irgend einen Zufall entdeckt, daß in der Stabt Newvork seit einiger Zeit ein (Gesetz in Kraft ist, daS für die Freunde des Alkohols eine schwere Gefahr bedeutet. Denn dies Gesetz schreibt vor, daß jeder Bürger, der im Lause^eines Jahres zweimal wegen Trunkenheit auf der Straße festge- nc.nunen wird, von Staats wegen in eine Säuferheilanstalt überführt wird, wo er mindestens ein Jahr lang bleiben muß. Die Entdeckung Hat die Newhorker aufs höchste aufgebracht und Hunderte von zornigen Bürgern Haben den Bürgermeister aufgefutbt und von ihm verlangt, daß er Einspruch gegen dieses Gesetz erbebe. Es scheint also, daß die Zahl derer, die im Jahre zweimal einen Rausch haben, doch nicht so gering ist, wie Schön» scher angenommen haben. Im allgemeinen ist Ncwliork eine sehr nüchterne Stadt und man sieht dort nur selten einen Betrunkenen auf der Straße, ledenfalls viel seltener als in europäischen Großstädten Aber die amerikanischen Bürger stehen icder staatlichen Einmischung in die Tempcienzbewcgung seindsclig gegenüber, sie verwahren sich gegen diese Bevormundung in Sachen ihrer persönlichen Lebensführung: daruiki verlangt man jetzt mit bitterem Spott, daß das „Zweirausch-Gcsctz" so schnell als möglich aufgehoben werde.
Tie D y n a rn it expl o si o n in der Kaserne her Landpolizei zu Pinar del Rio ereignete sich, lvährend» die Arbeiter damit beschäftigt waren, Dynamit in die Kä- scrne hincinzuschaffen. Die Regierung hatte diese Ma.ß- uahme angcordnel, weil sie in Anbetracht der letzten Ar- bcitcruurubcn in den in der Stadt vorhandenen Dynamit- mengen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit erblickte. Es erfolgten zwei Explosionen. Im ganzen sind 3000 Pftrnd Dynamit explodiert. Man nimmt an, daß das Unglück dadurch veranlaßt wurde, daß ein Arbeiter eine Kiste mit Dynamit zur Erde fallen ließ. Es wird bestätigt, daß 10 0 Personen umgefommen- sind: ebensoviele sollen verletzt sein. Tie Mehrzahl bet Getöteten gehört der Landpolizei an, doch sollen auch- ganze Familien von Polizeioffiziereti und viele Einwohner der Stadt durch umherfliegende Trümmer von Mauerwerk getötet worben fein.
* Der Modesalon an Bord. Die ganz schlauen Ehemänner, die bisher voll tückischer List ihre Frauen aus Sparsamkeitsgründen auf die Reise schickten, weil die Sensationen neuer- Länder und Städte den Kleiderchrgeiz der Gemahlin am cheften; betäuben könnten, werden umlcmeii müssen. Denn selbst auf der Seereise, so erzählt das Journal des Debats, mitten auf dem hohen Meere bleiben dem wankelmütigen Frauenherzen künftig die Versuchungen der Mode nicht erspart. Eines der größten' Londoner Modegeschäste hat sich entsckstossen, auf allen großen englischen Dampsern Zweiggeschäfte zu errichten; sobald das' Schiss den Hasen verlassen hat, erwartet die reisenden Damen im Salon des Schifses eine Galerie von IlGdepuppen, die die- bmHelften und verführerischsten neuen Kostüme zur Schau stellen.- Ein Vertreter des Hauses ist an Bord, er legt den Wissens durstigen bereitwillig eine große Sammlung der neuesten Stoffmuster vor,, er verrät die Preise — und wie billig sie seien —, er nimmt auch Maß und übermittelt seine Aufträge mittels drahtloser Telegraphie dem Londoner Atelier. Wenn die Reisende dann das Schiff verläßt unb in Lmidon cintrisst, erwartet sie- bereits das fertige Kostüm. Die ersten Modepuppen haben art Bord der „Lusitania" und der „Mauretanra" bereits ihre erste ^ccrciic hinter sich.
Kleine Tagcschronik.
Der Fahncnslüchtling Weiß, der vor einigen Wochen den Genbarm Stopp in Hagenau burch einen Revolver- schuß meuchlings tötete, währenb dieser mit einer Zigeuner- bände zu tun hatte, mit her Weiß herumzog, ist in Lütz et- bur g (Lothringen l verhaftet worben. Der Mürber wirb von bem Militärgericht zu Lanbau, feinem Garnisonsorte, abgeurteilt werben.
Das psychiatrische Gutachten über bes Ober-, leutnants Hofrichter Geisteszustanb soll in einer Weise- abgesaßt worben sein, baß kein Tobesurteil zu er-' warten wäre. Wahrscheinlich habe H. auf lebenstänglichew Kerker zu rechnen.
Eine Prüfung ber Jngenieurabteilung in Peters-, bürg hat ganz ungeheure Mißbrauche festgestellt. Aus vielen Museen her Stabt, aus ber kaiserlichen (Stca mitagc unb aus ber Akademie ber Künste finb sebr wertvolle ffiemiilbc von Rubens, Rembranbt unb trüberen alten holländischen Meistern gestoh 1 en unb burch wert-- lose Nachbilbungen ersetzt worben.
Märkte.
|] Marburg, 21. Mai. Tein heutigen Schweinemarkt' waren 1100 Ferkel und Läufer zugeiahren. Es kosteten 4—6 Wochew alte Ferkel 40 bis 60 Mk., halbjährige 80—90 Mk. und größere Ware 100-130 Mk. das Paar, je nach Qualität. Das Gefchäfd ging flott.
Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Ter bei weitem. größte Teil Europas hat fortgesetzt heitere und trockene Witterung. Tabei ist besonders in Mitteldeutschland große Hitze eingetreten. Ain gestrigen Nachmittag wurden zum Teil 29 Grad Märine erreicht. Tie Randwirbel des westlichen Tiefdruckgebietes sind wiedev in Auflösung begriffen, so daß außer vereinzekteu Gewittern keine- merkliche Wetteränderung staltfindet.
Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 21. Mai 1910: Hefter und noch iväriner, nur vereinzelt Gewitter, Ostwiud.
<Driginai*Dral>tmelöuiigen«
R. B. Darmstadt, 20. Mai. In bem Familienstreit ber Grasen von Erbach-Erbach würbe heute vor ber Zivilkammer I über bic Frage entschieben, ob bie Zeugnisverweigerung ber Frau Dora Fischer $u Recht bestehe, ba ihre Ehe mit bem Erbgrafen gerichtlich für nichtig erklärt worben sei. Das Urteil lautete dahin, baß bie Zeugnisverweigerung zu Unrecht erfolgt sei.
5b. Darmstabt, 20. Mai. Das russi sche Kaiser- paar wirb am 24. August hier eincreffen unb längeren- Aufenthalt auf Jaabschloß Wolfsgarten nehmen. Bis jetzt ist ein Aufenthalt bis zum November vorgesehen. Ter letzte Besuch bes Zarenpaares am hiesigen Hof war rm Jahre 1903.
R. B. Darmstabt, 20. Mai. Unter dem Verdacht, den Mord in Dorn diel begangen haben, wurde in Worms eine unb in Offenbach zwei Verhaftungen vor-' genommen.
London, 20. Mai. Kaiser Wilhelm empfing gestern nach'mfttag Roosevebt im Buckinghanrpalast.


