Ausgabe 
16.7.1910 Drittes Blatt
 
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Nr. 164

Drittes Blatt

Samstag 16. Juli 1910

Gießener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

General-Anzeiger für Gberheffen

160. Jahrgang

Rotationsdruck und Verlag der Brüht'schen Universitäts - Buch- und Sterndruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^&l. Redaktion:LE1I2. Tel.-Adru AnzergerGreßen.

Die ^Slehener Kamillen blätter0 werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gieß en, 14.

(Schluß.)

Städtische Straßen- und Grundstucksangelegenheiten

Juli.

Die Gail'schc Dampsziegelei muß infolge der Feldbereinigung ihr Anschlußgleise auf die andere Seite eines Weges verlegen. Es wird Genehmigung dieses Gesuches beantragt unter der Be­dingung, daß zwischen und neben den Gleisen gepflastert und eine .Anerkennungsgebühr von 1 Mark bezahlt wird.

Stadtv. Grünewald steht auf dem Standpunkt, daß der Gail'schen Ziegelei die nach^esuchte Verlegung zu bewilligen sei. Er erinnere aber daran, daß umgekehrt die Gail'sche Ziegelei sich der Erhaltung eines öffentlichen Weges westlich der Bahn in der Richtung nach der Verladeanstalt des Bergwerkes widersetzt und diesen Weg versperrt habe. Die Stadtverordnetenversammlung habe die Notwendigkeit dieses Weges anerkannt, die Baudeputation habe aber bis jetzt dem von Großh. Ministerium und von der Gewerk­schaft beabsichtigten Vorgehen im Enteignungswege sich nicht an­geschlossen. Es sei selbstverständlich, daß man im Verkehrs- und industriellen Leben sich gegenseitig gefällig sein müsse, er wolle dies aber nicht erzwungen sehen durch die Verweigerung der nach- gcsuchten Verlegung, sondern durch einheitliches Vorgehen der beteiligten Instanzen, insbesondere auch der Stadt Gießen als der § uterin des öffentlichen Interesses.

Stadtv. K r u ni m beantragt unter diesen Umständen Zurück­stellung des vorliegenden Gesuches, bis diese Frage erledigt sei.

Nachdem Beig. Keller, sowie die Stadtv. H u h n und Eichenauer sich dafür ausgesprochen haben, die beiden an sich nicht zusammenhängenden Punkte nicht künstlich zu verquicken, findet der Antrag der Baudeputation Annahme.

In der R o d h e i m e r S t r a ß e, der B r a n d g a s s e und Lonystraße, die gegenwärtig hergestellt werden, sollen elek­trische Kabel eingelegt werden, da genügend Stromabnehmer vorhanden sind. Der dafür erforderliche Betrag von 5700 Mark wird bewilligt.

Die Ausführung einer Gas- und Wasserzuleitung zu dem Öaus des Prof. Walter in der Liebigstraße wird beschlossen, trotzdem noch nicht zwei Jahre seit Befestigung der Straße ver­flossen sind, da es sich um einen Neubau handelt. Zugleich soll angefragt werden, ob Prof. Walter nicht auch elektrisches Licht wünscht.

Friedhofsangelegenheiten.

Bei der Voranschlagsberatung war die Abgrenzung der einzelnen Grüfte auf dem Friedhof am Rodtberg an­geregt worden. Das Stadtbauamt hält die Abgrenzung für schlecht durchführbar und nicht zweckmäßig.

Stadtv. G r ü newald ist mit dieser Antwort nicht zufrieden, da der jetzige Zustand geradezu unwürdig sei und unter diesen Umständen niemand eine Gruft nehmen wolle.

Tie Sache soll nochmals geprüft werden.

Weiter war bei der Haushaltsberatung eine bessere Heizung der Friedhosskapelle des neuen Friedhofs gewünscht worben. Auch hierzu hat sich das Stadtbauamt geäußert, daß die Sache wohl kaum durchführbar sei, zumal die Kapelle ursprünglich überhaupt feine .Heizvorrichtung erhalten sollte. Etwas Abhilfe des Mißstandes könne baburrf) erfolgen, daß man bei den nächsten Ausbesserungsarbeiten die Decke dicht mache.

9ln der hierüber sich entspinnenden lebhaften Aussprache be­teiligen sich außer dem Vorsitzenden Stadtv. Dr. Ebel, Äeig. Georgi, die Stadtv. Heichelheim, Haubach, Winn,Jughardt und Dr. Biermer, worauf die Sache zur nochmaligen Prüfung an die Baudeputation zurückverwiesen wird.

Stadtv. G r ü n e w a l b fragt, wie es mit der Errichtung eines Krematoriums hier stehe. Ihm sei mitgeteilt worden, daß ein hiesiger Herr 30 000 Mk. für diesen Zweck stiften wolle.

Ter Vorsitzende teilt mit, ihm sei gesagt worden, der Leichenbestattungsverein wolle für die Errichtung eines Krema­toriums Gelder sammeln tmd habe für diesen Fall eine Stiftung von 30 000 Mk. in Aussicht gestellt bekommen. Cb gesammelt worden sei, wisse er nicht. Der Platz für das Krematorium sei vorgesehen.

Für die Anschaffung eines automatischen Leichen- senkApparates werben 250 xDlf. bewilligt.

Innern schon 200 Hebammen in Hessen organisiert; einer |

Schätzung nach sind es jetzt etwa 800; bald werden sämt­liche 1260 Hebammen Hessens Hebammenkreisvereinen und diese dem Verbände d«"- Hebammenvereine beigetreten sein. Die Großherzogin hcu ie Absicht tundgegeben, alsdann das Protektorat über den Verband zu übernehmen. Ein Freund unserer Bewegung hat eine größere Summe, die für die Hebammen und deren Förderung in den nächsten Jahren benutzt werden kann, als Arbeitskapital zur Verfügung gestellt. Die mit dem Verein für Säuglingssürsorge im Regierungsbezirk Düsseldorf gemeinschaftlich herausgegebene ZeitschriftMutter und Kind", die sämtlichen Hebammen unentgeltlich zugeht (ebenso wie den Mitgliedern der Zentrale und sämtlichen Aerzten), findet offenbar bei den Hebammen Anklang und hat dazu beigetragen, die Or­ganisation zu beschleunigen Wir sind überzeugt, daß eine straffe Organisation der Hebammen, eine Regelung der ge­samten Verhältnisse der hessischen Hebammen, insbesondere eine ausreichende Versicherung der kranken und invaliden Hebammen, ausgezeichnet Vorarbeiten kann. Die Verhält­nisse der Wochenbettpflegerinnen gehen einer Re­gelung entgegen. Der Entwurf einer entsprechenden Vor­schrift, ausgearbeitet von Direktor Dr. Kuhferberg-Mainz, liegt dem Ministerium vor. Den: Zusamtnenhang der Woh­nungsfrage mit der Säuglings für sorge, den wir in dem früheren Bericht schon andeuteten, werden wir weitere Aufmerksamkeit schenken. Besonderen Wert haben wir aus eine Zusammenarbeit mit den Aerzten und den ärztlichen Kreisvereinen gelegt; denn gerade die Aerzte sind die be­rufensten Helfer im Kampfe gegen die allzu große Kinder­sterblichkeit. Die erste Nummer unserer zwanglosen

Schriften ist mit dem Bericht erschienen. Sie enthält eine von Regierungsrat Knöpfet zusammengestellte Statistik der gesamten Säuglingssterblichkeit in Hessen mit sehr interessanten Erläuterungen, die ein helles Licht auf die Ursache der Säuglingssterblichkeit

werfen und für unsere Arbeiten ungemein wertvoll sind.

Das zunehmende Interesse findet seinen sichtbaren Aus­druck in der Gründung neuer Institutionen, in der Regel mit kommunaler Unterstützung. Es sei hier nur auf die neu errichteten Mütterberatungsstellen in Offenbach und Worms und auf die vorbildliche Organisation hingewiesen, die z. B.

die Firma Cornelius Heyl in Worms plant. Wir hoffen, daß, wenn auf diesem Wege weiter gegangen wird, in einigen Jahren eine umfassende und einheitliche Organisation im ganzen Lande geschaffen sein wird. Dabei wird sich die Zentrale in erster Linie auf die bestehenden staatlichen und kommunalen Einrichtungen stützen. Die Mitarbeit der Vereine ergibt sich schon durch dasselbe Ziel. Je mehr die Ueberzeugung durchdringt, daß die Zentrale nie ver­suchen wird, die auf dem gleichen Gebiete tätigen Ver­einigungen irgendwie in ihrer Selbständigkeit zu beschränken, desto freudiger werden sich diese ihrer schönen Aufgabe weiter widmen. Man hat die Ziele der Zentrale fälsch verstanden, wenn man glaubte, daß sie zu ihrer Organisation in die Tätigkeit der privaten Vereine störend eingreifen müßte. Sie hat int Gegenteil ein Interesse daran, sie ungehemmt und uneingeschränkt tätig zu sehen, und wird danach streben, gerade dies, wo sie kann, zu fördern. Sollte es in einigen Zähren möglich sein, mit brauchbaren statistischen Unter­lagen die Wirkung aller auf diesem Gebiete eingeleiteten Bestrebungen zu belegen, so wird man erkennen, wie gut die relativ kleinen Mittel angelegt waren, die die Tätig­keit der Zentrale verlangt. Bis dahin wird man auch allgemein wissen, daß wir in erster Linie nicht für kranke Kinder sorgen wollen, sondern vor allem danach streben, gesunde Kinder gesund zu erhalten."

Städtische Arbeiten und Lieferungen.

Für den Einbau eines Teerscheiders im Gaswerk werden 2676 Alk. gefordert, wovon 1800 Mk. bereits 1907 bewilligt wurden. Der Teerscheider kann auef) bei einem Gaswerks-Neubau verwendet werden. Die Versammlung bewilligt den Betrag.

Tie Weißbinde r-Nnterhaltungsarbelten, für die 14 Angebote eingegangen sind, werden an den wenigstnehmenden biefigen Weißbinder Herzberger für 417,31 Mk. vergeben, da die Differenz mit dem niedrigsten Angebot überhaupt nur gering ist.

Die Pflast er arbeiten für die Herstellung des Bürger- steiges in der Rodhcimer Straße waren an den Wemgst- net)inenben, Hofmann-Gonsenheim, für 840 Wik. vergeben worden. Er ersuchte nachträglich um Befreiung von feinem An­gebot, da er die Ausschreibung der Arbeit mißverstanden habe. Da das Ausschreiben nicht mißzuverstehen war, wird Ablehnung dieses Gesuches beschlossen.

Bei der O e 111 e f e r u n g für das Geleit der Fußböden in den Schulen waren 13 Angebote eingeganqen. Die Lieferung erhält Emil Fischbach-Gießen, befielt Del sich nach den vor­genommenen Proben am preiswertesten 28 Mk. für 100 kg stellt.

Die Beschaffung eines Pneumatik-'Gummi reise ns für die Kläranlage für 40 Mk. bet den Hassia-Pneumatikwerken wird genehmigt.

Verschiedenes.

Die Häute- und Fettverwertungs-Genossen­schaft bezahlt für den ihr im Schlachthaus überlassenen Raum 100 Mk. Jahresmiete. Ihr wiederholtes Gesuch, den Raum un­entgeltlich zu überlassen, wird abgelehnt.

Tie Gesuche von Theodor Bäulke (Wolfstraße 9), Karl Schmidt (Neustadt 14) und Heinrich Hengst (Licher Straße 57) um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb werden befürwortet.

Stadtv. G r ü neroalb regt an, den PunktBebauungsplan zwischen Marburger Straße und Kaiser-Allee" in öffentlicher Sitzung zu verhandeln, da die Oesfentlichkeit ein Interesse an der Führung der Straße hinter dem Justizgebäude und an der Lage des neuen Amtsgerichtsgebäudes habe.

Ter Vorsitzende teilt mit, daß die Sache heute überhaupt nicht verhandelt werden solle. Es handle sich übrigens nur um unwesentliche Aenderimgen des bereits genehmigten Bebauungs­planes.

Schließlich wird itoch bestimmt, daß die Ferien der Stadt- v e r o r d n e t e n ° V e r s a m m l u n g vom 5. August bis 22. Sep­tember dauern sotten.

Grotzh. Zentrale für Säuglings- und Mutterschutz.

Dem gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht entnehmen wir folgendes:Einen erfreulichen Fortschritt haben wir im H eb a m m e n w e s e n zu verzeichnen. Insbesondere die Organisation der Hebammen ist überraschend fort­geschritten. Ärn Anfang dieses Jahres waren dank den Bemühungen der Medizinalabteilung des Ministeriums des.i

Wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen.

Bad-Nauheim, 14. Juli. Welchen Einfluß die Sonne auf Herz und Gemüt ausübt, konnte man an den schönen Tagen der letzten Woche erlernten. Noch niemals herrschte ein so fröh­liches, lebhaftes Treiben auf der Terrasse, als an diesen Tagen, an denen sie nach langen Regenwocben sich int vollen Glanze ihrer ansprechenden Architektur zeigte. Auch die sofort höhersprtngende Tagesfreguenz der Kurgäste erwies den Einfluß des Wetters auf den Reise- und Bäderverkehr. Diesem sornmerltchen Eharakter der Kur fonnten auch zum ersten Male wieder die Unterhaltungen ent­sprechen. Da gab es zunächst ein sehr hübsches Kinderfest auf der Terrasse mit Kinderspielen, Kinderpolonaisen und Verlosung, bei deut sich Groß unb Klein vortrefflich amüsierte. Den Glanz­punkt der Woche bildete die infolge der Mißgunst des Wetters schon mehrfach verschobene italientsche Nacht im Park, eine glänzende pyrotechnische Leistung voit einer Großzügigkeit, wie sie kein anderem Bad bieten kamt. Dem Stintmungszauber dieser Farbensymphonie, erzielt durch viele lattsende bunter, selbst in den höchsten Gipfeln des Parkes befindlichett Lampions kann sich nie­mand entziehen. Ein sehr interessantes Bild gewährte der Schach-Wettkampf des befannten Schachmeisters Mieses aus Leipzig in dent geschaffenen Tenniscafö. Mieses spielte hier in Gegenwart einer lebhaften Anteil nehmenden Menge von Freuttdett des Schachspiels 26 Paniert zugleich, vott detten er nur vier verloren geben mußte (darunter eine an ein Mitglied des Gießener Schach- klubs). An dem Symphonieabend int neuen Konzerthaus erntete neben dem Winderstein-Orchester Geigenvirtuose Have- mann aus Hamburg die Ehren des Abends. Die letzten Tage brachten einen zahlreichen Zugang von Mitgliedern der russischen Aristokratie, unter ihnen Fürst und Fürstin Trubetzkoi, Prittzessin Svatopolk-Pttrski, Fürstin Galitzien, Getteral v. £uce aus Moskau, Kaiunterherr v. Widchorewski, Komnterzienrat Propper und andere. Eilt treuer Kurgast, Herzog Paul von Mecklenburg, ist ebenfalls tüieber anwesend.

EuftfcWrt.

Metz, 14. Juli. Jlu Laufe des Nachmittags unternahnt Z I" noch zwei Aufstiege von etwa einstündiger Datier und kreuzte über der Stadt. Der erste Flug war zwischen 1 und 2 Uhr, der letzte oon 7.10 bis 8.20 Uhr. Beide Male landete das Luft­schiff glatt vor seiner Halle.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 15. Juli. Heu- Uiid Strohtnarkt.

Angefahren waren 11 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man

notierte: Heu (neues) 8,303,80 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bis

0,00 Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft

flott. Die Zufuhren waren au§ Oberhessen unb dem Taunus.

fc. Wiesbaden, 15. Juli. Heu- unb Stroh markt.

An gefahren waren 21 Wagen Heu und Stroh, flfian notierte:

H e u, neties, 5.407.00 Mk., altes 6.407.00 Alk., Stroh (Nicht­

stroh), neues, 6.606.80 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 15.80 bis

16.60 Mk. Alles für 100 Kilo.

Scotts Emulsion ist weltbekannt

und wird in aller Herren Länder, ganz besonders auch in den Tropen angewendet. Letzterer Umstand verdient insofern Beachtung, als er ein Beweis dafür ist, daß dieses vorzügliche Stärkungs­mittel auch bei uns in der heißen Jahres­zeit ebensogut und mit dem gleichen guten Erfolg genommen werden kann wie in den kühleren Monaten. Dies hatiptsächlich deshalb, weil Scotts Emulsion so leicht verdaulich und wohl­schmeckend ist, daß auch ein geschwächter Magen, ja selbst der Säugling, sie leicht verträgt und vollen Nutzen daraus zieht.

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Nur echt mit dieser MarlihrmFischer dem Garantie» Zeichen de4 Scott- scheu Verfahrens^

F.C. Wiesbaden. Vieh Hof-Marktbericht vorn 15. Juli. Auftrieb: Rinder 67, Kälber 131, Schafe 28. Schweine 246.

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber mittelmäßig, Schafe gedrückt, Schweine gut. Preis Durch-

pro 100 Pfb. schrntts preis Lebend, Schlacht, pro 100 Pfund Ochsen. ^cbenb' WW«

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten von-biSvon-biSwtcht Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 4550 8189 47 85

Junge, fleischige, nicht ausgemästete unb ältere ausgemästete 4044 7377 42 75

Mäßig genährte junge und gut ge­

nährte ältere 3639 7173 37 72

Färsen, Kühe.

Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtwertes 4247 8085 44 82

VoUfletschige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 4044 7380 42 7-

Aeltere ausgemästete Kühe und wenig

gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 3639 6870 37 69

'Mäßig genährte Kühe nnb Färsen . . 2934 5664 31 60

Kälber.

Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste

Saugkälber 5963 98105 61 101

Mittlere Ai ast- unb gute Saugkälber . 5459 9398 56 95

Geringere Saugkälber 4550 7583 47 79

Schafe.

Mastlämmer unb jüngere Masthammel 4041 8082 40 81

Schweine.

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht 5355 6870 54 69

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 53-55 6870 54 69

Fleischige Schweine ...... 5154 6668 52 67

Spiclplan des Lurhaus-Theaters vad Nauheim.

Direktion: .Hermann ©teingoetter.

Sonntag, 17. Juli:Moral." Montag, 18. Juli:Der fidele Bauer." Mittwoch, 20. Juli:Buridans Esel." Freitag, 22. Juli: Frühlingsluft."

Die nach- Ä pp^Sp sind am Sonntag dem 17. .Juli stehenden uvl lAX> von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzutreßen: [D 16/,

Dr. Klein, Ost-Anlage 37.

Sanitätsrat Dr. Zinsser, Goethestrasse 10.

Auszug o. ö. Standesamtsregistern der Stadt Sieben.

Ausgebote.

Juli 9. Paul Ernst Gustav Scholz, Filialleiter in Gießen, mit Luise Elise Minna Drescher in Diemarden. Johann Heinrich Helf, Zuschneider in Gießen, mit Emma Emilie Fick in Wetzlar. Heinrich Keil, Eisenbahngehilfe in Lohra, mit Wilhelmine Auguste Lich in Londorf. Johann Heinrich Hermann, Maurer, mit Margarete Kehr, beide m Steinbach. Georg Wilhelm Pfeiffer, Gewerkschaftssekretär in Vilbel, mit Elsa Lydia Martha Gellert in Gießen. 11. Jakob Valentin Louis Hensel, Kaufmann in Bad-Nauheim, mit Pauline Peil in Gießen. 12. Heinrich Drolsbach, Buchdrucker, mit Margarete Backhaus, beide in Gießen. 14. Jakob Baum, Mechaniker in Frankfurt a. M.-Sachseuhausen, mit Marie Biedenkopf in Gießen. Georg Jung, Großh. Ber- ivalter der chirurcs. Klinik, mit Lina Mäser, beide in Gießen. Heinrich Beck, Glaser, mit Katharina Will, beide in Gießen.

Eheschließungen.

Juli 9. Adolf Sudheimer, Kaufmann, mit Henriette Lenz, beide in Gießen. Johannes Vollmöller, Kaufmann, mit Anna. Neumann, beide in Gießen. 13. Heinrich Erb, Fuhrmann, mit? Anna Baum, beide in Gießen.

Geborene. f

Juli 3. Dem Fuhrunternehmer Christian Beiz ein Sohn, Heinrich Christian. 7. Dem Schlosser Karl Größer ein Sohn Karl Ewald. 8. Dem Oberarzt Dr. med. Karl August Pauk Todt eine Tochter, Hildegard Elise Elfriede Johanna. Dem Wagenführer Adam Frei eine Tochter, Ottilie Elisabeth.10. Dem Elektrotechniker Karl Graf eine Tochter, Ursula Luise Eva. 11. Dem Bureau-Assistenten Karl Peter em Sohn, Karl Johannes.

Gestorbene.

Juli 11. Natanael Ngoso, Laborant, 28 Jahre alt, Wald­algesheim. 14. Antonie Cramer, geb. Briet, 71 Jahre alt Darmstadt. Ferdinand Ernst Böcklen, 4 Mte. alt, Wetzstein! gaffe 43. Ludwig Friedrich, Monteur, 58 Jahre alt, Diezstr. Iq.

Verantwortlich fürFeuilleton" undVermischtes": I. V.: August Goetz.

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