Ausgabe 
18.10.1910 Erstes Blatt
 
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um so rascher wandern sie. WeNmäns Luftschiff ist hurch die Wirbel jedenfalls schwer bedroht.

WellmanS Luftschiff.

Wenn eS derAmerika", dem Luftschiff, Mit dem Wcllman den Flug über den Atlantischen Ozean angetrcten hat, versagt sein sollte, ihr Reiseziel zu erreichen und in der alten Welt zu landen, wird das kaum daran liegen, das; in deir Vorbereitungen zu der üben teuersichen Falwt die Sorgfalt mangelte, beim seit Monaten lödtcii die Teclmiker am Werke, nm dieAmerika" für die Schwierigkeiten der transatlantischen Falirt zti wappnen. Ter Ballon zeigt Zigarrenform und dabei die stattliche Länge von 228 Fns;; die Füllung erfordert nicht weniger als 345 000 .Kübik- meter Gas. Die lange dünne Gondel, die durch Stahl­trossen an der Ballanhülle hängt, hat allein ein Gewicht von über 44 Zentner. Diese Gondel, in den auch die Motore nntergebracht sind, ist das Rückgrat derAmerika", sozusagen der Kiel des Schiffes und aus besonders hergestellten Stahlrohren gearbeitet. Eine elektrische Beleuckürmgsanlage ist eingebaut und ein Telephan verbindet die verschiedenen Teile des Fal-rzeuges ntiteinanber.

Unter der Gondel hat das Rettungsboot seinen Platz gefunden: es ist mit einem Segel ausgerüstet und wird im Falle der Not sofort mit Apparaten fiir drahtlose Telegraphie versehen. War es doch auch die Errungenschaft der Funkentelegraphie, die eine Hauptgrundlage des ganzen Planes bildete, olme die das Projekt niemals entworfen worden wäre. Tie Apparate für drahtlose Tele­graphie, die dieAmerika" mitführt, sind so angebracht, daß sie leicht in das Rettungsboot übernommen werden können. Ta der Mast des Bootes nicht ausreick)en würde, um Funksprück)e auf größere Entfernungen auszutauschen, werden Drachen mitgeführt, die imstande sind, einen dünnen Draht bis zu 300 Fuß in die Stifte zu heben, so daß auch aus große Entfernungen die drahtlose Verständigung ermöglicht wäre. Erst nach langwierigen Versuchen ist es dem jungen Funkentelegraphisten derAnrerika", dem In­genieur Irwin, gelungen, einen Ausweg zu findeii, dar es überhaupt erst möglich macht, bei dem starken Geräusch und der stetem Erschütterung des Luftschiffes Frurksprück-e aufzunehmen. Er hat schließlich eine Art schallsicheren Helmes gebaut, der ihn gegen die Geräusche der Umgebung isoliert. Besonders interessant an derAmerika" ist derEguilibralor", der die Aus- und Abwärts­bewegung des Luftschiffes automatisch regulieren soll. Er besteht aus zwei Stahlkabeln, von denen das eine senkrcckft in der Luft hängt, während das andere auf der See schleppt. Dieses Schlepp- kabel trägt 30 Gasolinbehälter, die an der Wasseroberfläche schwim­men. Wenn durch Witterungseinflüsse das Luftschiff sinkt, wird ein größerer Teü des Stahlkabels ins Wasser hinabgelassen, um das Gewicht zu erleichterii, uiid eine gleicknnätzige Höhenlage wieder herzustellen. Wenngleich das Fahrzeug kleiner ist als die deutschen Zeppelins, so soll es doch über einen größeren Aktionsradius ver­fügen.

Der Grkan auf Havanna.

Havanna 17. £)ft. Der Sturm, der schon am Donnerstag ungeheuren Schaden angerichtet hat, verstärkte sich gestern nacht zum Orkan. Die See s ch w e m m t e die 'Zollschuppen weg und führte Waren im Werte von hunderttausenden von Dollars fort. .Vorn Hauptzollamt deckte der Wind das Dach ab, so daß die Fluten in das mit Waren gefüllte Innere drangen. Die Schiffahrt ist lahm gelegt. Auch die Stadt Key west wurde von einem Orkan betroffen.

Havanna, 17. Okt. Der Orkan wütet weiter. Der Hasenort Batabano steht unter Wasser. Viele Menschen sind umgekommen. Die größten Ver­heerungen richtete der Zyklon in Pinar del Rio an. Wie verlautet, litt auch die Zuckerernte schwer.

DcrimictHc»»

* Die Schweig epflicht der Aerzte. Mit der prin- tzipieilen Frage, wie .oeit die Amtsverschwiegenheit der Aerzte in bezug auf Verbrechen geht, von denen sie Kenntnis erlangen, hatte sich das Landgericht 1 in Berlin zu beschäftigen. Es han­delte sich um den wettverzweigten Geschäftsbettieb einerweisen Frau" Schulz, die vorzugsweise in mecklenburgischen Provinz­zeitungenRat in Damenangelegenheiten" annoncierte. Mitan­geklagt waren mehrere Frauen und Mädchen und ein Konditorei­besitzer, sowie ein Rentner aus Mecklenburg. Anhängig wurde die Angelegenheit durch den prakttschen Arzt Dr. Ratzeburg, der zu einer der beteiligten Frauen gerufen worden war und den Verdacht äußerte, daß an chr eine strafbare Handlung vorgenommen worden wäre. Er hielt es für seine Pflicht, die Sache der Behörde mit­zuteilen. In der Hauptverhandlung sollte Dr. Ratzeburg als Sachverständiger gehört werden. Gegen ihn stellte der Verteidiger einen Ablehnungsantrag mit der Begründung, daß Dr. R. die Pflicht der Auttsverschwiegenhett verletzt habe: er dürfe als Arzt, wenn er von einem leidenden Menschen zu Hilfe gerufen würde, seinen ärztlichen Beruf nicht dazu bermtzen, um einen Patienten vor den Strafrichter zu bringen. Er habe damit gegen § 300 StGB, verstoßen und sei aus diesem Grunde als Sachverstän­diger abzulehnen. Die Strafkammer war anderer Ansicht und Hielt den Arzt für berechtigt, in einem solchen Fall, wo das Vvrliegen eines Verbrechens für ihn nicht zweifelhaft war, der Staatsanwaltschaft Kenntnis davon zu geben. Der Antrag wurde daher abgelehnt. In der Sache selbst kam das Gericht zur Ver­urteilung der Angeklagten.

Kleine Taqcschronik.

Ein Kaufmann in Düsseldorf eignete sich feit längerer Seit aus den Städtischen Elektrizitätswerken wider­rechtlich Strom an. Um nicht verhaftet zu werden, zahlte der

Kaufmann jetzt 30000 M ar 1 an die Stadt zurück und' stellte eine Kaution von 50 000 Mark.

Zum Nachfolger des verstorbenen Oberbürgermeisters Schmieding in Dortmund wählten die Stadtverordneten einstimmig den bisherigen zweiten Bürgermeister Dr. jur. Ernst E i ch h o f f, der, im Jahre 1873 zu Essen geboren, seit dem 1. Januar 1907 als zweiter Bürgermeister in Dortmund tätig war.

In Köln kam es am Montag abend in einer berüch­tigten Straße am Holzmarkt bei der Festnahme einer w-eib- lichen Person zu einem folgenschweren Zusammen­stoß mit der Polizei. Ern großer Voltshaufen born- bardierte die Beamten mit Steinen und Gläsern und ver­letzte einige sehr schwer. Auch mehrere der Strolche wur­den schwer verwundet.

Der P o l i z e i p r ä f i d e n t v o n B e r l i n, vonJagow, ist iiini Studium des englischen Verkehrswesens nach London abgereist.

Tas Brandunglück in der Neuen Friedrich­straße hat eine Konferenz im Polizeipräsidium, an der die Brandinspektoren der Feuerwehr teilnahmen, beschäftigt. Es ist eine Abänderung der Feuerwehrordnung vorgese­hen für große Warenhäuser und solche Bauhäuser, in denen sich viele Geschäfte befinden, sowie für öffentliche Jnstitttte. Außer­dem soll jetzt die zweimonatliche Kontrolle der Feuersicherheit auf eine 14 tägige herabgesetzt werden.

In Saarbrücken stieß auf dem Bahnhofe ein von Neun­kirchen kommender mit einem von Neunkirchen abgehenden Zug zusammen. Eine Lokomotive wurde schwer beschädigt, ein Wagen zertrümmert, einige Personen vom Personal erlitten leichte Verletzungen.

In Hamburg wurde aus dem Juwelengeschäft von A. Tim m Waren int Werte von über 100 000 Mk. gestohlen.

Seit Samstag früh sind von dem Güterschuppen in Eydtkuhnen zwei von Leipzig ein getroffene, für Ruß­land bestimmte Kisten, enthärtend bearbeitete Zobel- f eII c im Werte von 73000 Mk., abhanden gekommen. Trotz angestrengter Nachforschungen ist es nicht gelungen, die wertvolle Sendung aufzufinden.

Der einer argentinffchen Reederei gehörige Dampfer .Pont Marnack" hat bei Kap Fria Schtffvruch erlitten. Zwölf Personen sind umgekommen. Tas Schiff ist verloren.

Bei Pietenseldrannte ein Automobil infolge Achsen­bruches die stelle Straße hinunter und überschlug sich. Tie sechs Insassen des Kraftwagens wurden unter den Trüm­mern des Wagens begraben, einer war sofort tot; der Dampf­wäschereibesitzer Scholl und dessen Frau wurden samt ihrer Schwiegertochter sehr schwer verletzt. Der Chauffeur erlitt Hautabichürfungeu, während der Sohn Schmolls tmverletzt blieb.

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtialle des Deuffcheu Landwirtschaftsrats vom 10. bis 17. Oktober 1910.

Das amerikanische Ackerbaubureau hat seine Schätzung für Frützjahrsweizeu von 211 auf 233 Millionen Bushe erhöht, so daß sich eine Gesamtproduktion von 692 gegen 737 Millionen Bushe im Vorjahre, also ein Minus von 4o Millionen Bushe ergibt, das aber zum Teil durch die aus der alten Ernte ver­bliebenen Vorräte ausgeglichen wird. Ter Regierungsbericht hat drüben umsomehr verstimmt, als die hohen Preise einer Aus­dehnung des Exports bisher hinderlich waren und außerdem von Argentinien günstige Meldungen über die Ernte aus sichten Vor­lagen. Im Anschluß daran gestaltete sich die Tendenz zunächst auch hier matter, aber gegenüber diesen vor flauenden Einflüssen fiel im weiteren Verlaufe der Umstand ins Gewicht, daß infolge der Feldbestellung das inländische Angebot sehr knapp geblieben ist. Infolgedessen trat zu den gewichenen Preisen stärkeres Deckungsbedürfnis hervor, das bei großer Vorsicht der Abgeber nur zu festeren Preisen befriebigt werden konnte. Auch in der Provinz war aus dem gleichen Grunde von einer Rückwirkung der schwächeren Haltung des Auslandes wenig zu spüren. Noch empfindlicher als bei Weizen machte sich die Änschränkung des landwirtschaftlichen Angebots auf dem Roggenmarkte bemerkbar, denn die Ptühlen sind meist schwach mit Ware versehen. Dazu kommt, daß andauernd Material nach der Küste abgelenkt wird, wobei es sich 'meist um Erledigung früherer Exportabschlüsse handelt, aber bei der Zurückhaltung der russischen Verkäufer ließ sich in den letzten Tagen doch wieder manches Geschäft nach dem Auslande beroerffteUigcn. Im Lieferungsgeschäft entwickelte sich infolgedessen stärkere Unternehmungslust und Deckungsvegehr für Oktober, Hessen Preis fett der Vorwoche um 2% Mk. angezogen hat, während Dezember seinen Tiefstand um V/a Mk. über­schreiten konnte. Auch auf den übrigen Gebieten des inländischen Getreidehandels fanben die Preise in mangelndem Angebot eine wirksame Stütze. Verschärft wird die Sttuation ganz besonders durch den Mangel an feinen Qualitäten, ein Umstand, der fick) namentlich im Braugerstenhandel sehr unangenehm ftkhlbar macht. Für Futtergerste zeigte sich Rußlaiid in den-letzten Tagen merklich zurückhaltender. Auch für rusftschen Hafer lauteten die Forde­rungen zuletzt etwas fester, da die Zufuhren in Petersburg und Libau erheblich nachgelassen haben. Im Jnlande ist zu den im Konsum erzielbaren Preisen schwer Ware zu beschaffen. Für Mais sackt Amerika auf Grund feiner reichen Eritte zu nachgiebigen Preisen Absatz und im Anschluß daran ermäßigte auch Argentinien seine Forderungen.

Es flcllien sich die Preise stir inländisches Getreide am letzten Marktlage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger () gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigefügt ist, wie <o(gt:

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Welzen

Roggen

Hafer '

Königsberg

200 ( 2)

142 ( 1'/,)

152 (- )

Danzig

198 ( 1)

143'/, ( )

154 ( )

Stettin

192 (- 1)

145 (- 1)

150 ( )

Posen

196 ( " )

141 ( 1)

152 (- )

Breslau

195 (- )

150 (+ 1)

157 (ft- 1)

Berlin

199- ( )

150 (ft- 2)

174 (4- 1)

Magdeburg

199 (- )

150 (ft- 1)

160 (- )

Halle

199 (- 2)

155 ( 1)

164 (- 1)

Leipzig

203 (4- 4)

158 (ft- 2)

168 (- )

Dresden

203 (ft- 1)

156 ( )

172 (ft- 2)

Rostock

188 (- 2)

138 ( 2)

146 ( 1)

Hamburg

197 (- 1)

153 (- )

163 (- )

Hannover

197 (- )

153 (-F 1)

163 (+ 1)

Düsseldorf

205 (- 1)

153 ( 2)

152 (- )

Frankfurt a.M.

204 (- 1)

152 (ft- 27,)

160 (- )

Mannheim

212'/, (- )

155 (- 1)

161 (- 17,)

Straßburg

2077, (2'/,)

1677'. (- )

1727, (- )

Riünchen

228 (4- 4)

168 (4- 4)

168 (- )

Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Okt.

202 00 ( - 0.75)

Dez. 203.50 ( 0.75); Budapest Okt. 176.75 (ft- 3.00); Paris Okt. 228.20 ( 1.65); Liverpool Dez. 164.45 ( 0.00); Chicago Tez. 147.35 ( 4.35). Roggen: Berlin Okt. 152.25 (ft- 2.75), Dez.

154 00 (ft- 0.75). Hafer: Berlin Okt. 146.50 ( 0.00), Dez. 150.25 (- 1.00) Mk. 8

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 18. Okt. Heu- und Strohmarkt. Angcsahren waren 7 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,203,50 Mk., Stroh (Koriilaiigstroh) 2,30 bis 2.40 Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren aus Oberhessen, dem Taunuskrets und dem Kreise Dieburg.

Amtlicher Wetterbericht.

Verlauf der Witteruiig seit gestern früh: Während das Hoch­druckgebiet sich nach Südosteuropa zurückgezogeii hat, sind vom westlichen Tiefdruck kleine Randwirbel nach Deutschland vor- gedrungen und haben nach einem heileren Tage Trübung, Nebel, strichweise and) etwas Regen gebracht. Die Temperaturen gingen nachts daher weniger tief als seither herab. Da cm weiterer Zu­zug westlicher Wirbel bevorsteht, ist noch Regen zii erwarten.

Wetteraiissichten in Heuen tun Mittwoch dem 19. Oktober 1910: Meist wolkig, geringer Regelt, nulb.

Griginal.Vrahtmcivnngen.

Ter Eiseubahnausstand m Frankreich für beendet erklärt.

Paris, 18. Olt. Erne um Mitternacht ausgegebene Note des Ministeriums der Oeffentlichen Arbeiten bezeichnet den Eisenbahn aus st andsürbeendet. Alle Dienste find wieder normal geworden. Das Ausstandskomi- tee der Eifenbphnangestellten beschloß einstimmig, daß die Arbeit am 18. Oktober, früh, auf allen Linien wieder aus­genommen werden soll. Das Komitee wttch die Gründe zu diesem Entschluß öffentlich bekannt geben.

Lissabon, 17. Okt. Unter der Beschuldigung, den Admiral Candido Reis ermordet zu haben, wurden fünf Personen verhaftet. Der Patriarch von Lissa­bon teilte dem Justizminister brieflich mit, daß er sich der Republik anschließe.

La Pointe-ß-Pitre, 18. Okt. Bei den Wahlen in Petitbourg fand gestern eine stürmische Kund­gebung statt. Das Rat Haus wurde er stürmt. Gen­darmen gaben, als sie tätlich angegriffen wurden, Feuer. Sechs Personen wurden getötet, mehrere ver­wundet.

MESSMER5

AUSGEWÄHLTE FEINE

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Dankbare Freunde

Nürnberg, 12. Avr. 1910. Im November letzten Jahres habe ich zur Auffrischung meines überarbeiteten Körpers und der Nerven «Biofon" getrunken und war damit ivirklich sehr zufrieden, dkach Verlaus von 6 Tagen schon äußerte sich die Wirkung durch regen Appetit und geregelten Stuhlgang. Ich verbrauchte 2 Pakete und konnte eine Gewichtszunahme von 4 Pfund feststellen; desgleichen befand ich mich bedeutend wohler als vor dem Gebrauch, frischere Lebenskraft und besseres Aussehen machten sich bemerkbar, denn der Magen forderte feine Rechte und jede Speise mundete und bekam nur gut, was vor Gebrauch des Biofon nicht der Fall war. Ein Freund von mir trinkt ebenfalls Bioson. Das erste Paket hat er auf meinen Rat hin genommen und fein Arzt hat ihm ein weiteres verordnet. Mein Freund ist so zufriedengestellt davon, daß er Ihr Präparat bei allen Bekannten empfiehlt und mir nicht genug danken konnte, das; ich ihn auf Bioson auftnerksam gemacht habe. Sein Magen ist jetzt wieder recht kräftig und er hat gute Verdauung und dadurch auch geregelten Stuhlgang bekommen, waö ihm früher fehlte. Wir beide werden uns durch Empfehlung Ihres Präparates It-nen dankbar zeigen. Mit aller Hochachtung! Martin Tratz Metallarbeiter, Gugelstt. 42. Unterschrift beglaubigt: Geheimer Iustizrat Göhl, Notar. Bioson ist das beste und billigste Kräs- tigungsmittel. Paket drei Mark in Apotheken, Drogerien. (b/6

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