Nr. 268 Drittes Blatt
160. Jahrgang
Erlchetnl tügllch mit Mu-nahme befl Sonntags.
Die ^Gletzener ^amtlienbiatter* werden dem »Anzeiger* mermal roöcbentlicb beigelegt, das „Kretiblatl für ben Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die .^aabwirllchaftticheo Lett- frage»" erjchemen monatlich iroeunaL
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefjen
Dienstag, 15. November 1910
Rotationsdruck und Verlag der Brühlffchen UnwerfuätS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Exvedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion: 112. Tel.-AdruAn-eigerGieben>
Aus Stadt und Land.
Gießen, 15. 9loDember 1910.
— Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bechtheim. Mit der Stelle ist Organislendienst verbunden.
— Der Verein für Bewegungsspiele feierte am Samstag Abend auf der LiebigShöhe sein drittes Stiftu ngs- fest. Die Darbietungen des sehr reichhaltigen Programms, besonders des Singspiels „Das Versprechen Hinterm Herd* fanden allseitigen lauten Beifall. Rechtsanwalt K a u fm a n n überbrachte die Glückwünsche des Männer-Turnvereins. Erst um Mitternacht setzte der Tanz ein, die Liebhaber-Kapelle des V. s. B. spielte unermüdlich bis zur frühen Morgen- stunde.
** Der Alpenverein, Sektion Gießen, hielt am Samstag abend bei gutem Besuch seine Jahresversammlung im Restaurant Mctropol ab. Der Vorsitzende, Professor Hedderich, erstattete zunächst den Jahresbericht. Er gedachte Mnäckst des Ablebens des verdienstvollen SeltionSschriftsührers, Professor Schierholz, zu dessen Andenken sich die Versammlung
Die hessische eoang. Uirche 1909.
Ende des Jahres 1909 standen von der evangelischen Landeskirche getrennt 996 Altlutheraner, 397 Darbysten und Baptisten, 130 Methodisten, 1928 anderer Sekten und 3038 Freiprotestanten. Zur evangelischen Landeskirche sind üb er getreten 173 Personen, davon von der römisch-katholischen Kirche aus Starkenburg 64, Oberhessen 9 und Rheinhessen 75, zusammen 148; von sonstigen Gemeinschaften (Freiprotestanten, Altlutheranern, Allkatholiken, Baptisten usw.) aus Starkenburg 5, Oberhessen 3 und Rheinhessen 12, zusammen 20; von den Juden aus Starkenburg 4 und Rheinhessen 1, zusammen 5. Dagegen sind, soweit dies festgestellt werden konnte, aus der evang. Landeskirche 135 Personen LIs getreten; davon zur römisch-katholischen Kirche 10, zir sonstigen Gemeinschaften (Frciprotestanten, katholisch-apostolische Gemeinde, Baptisten, Mennoniten usw.) 61, zu den Juden 0, ohne Uebertritt traten aus 64 Personen. Von 5636 rein evaua. Ehen, die geschlossen wurden, sind 129 (2,3 Proz.) ohne kirchliche Trauung geblieben. Die meisten Ausfälle zeigen die Dekanate Offenbach, Darmstadt, Gießen und Alzey. Tie gemischten Eheschließungen betreffen in 1343 Fällen zwischen Evangelischen und Römisch-Katholischen und in 77 Fällen zwischen Evangelischen und anderen. Von den gemischten Ehen haben 49,0 Prueitt die evang. Trauung erhalten, nämlich 658 von 1343, das sind gegen das Vorjahr 0,7 Prozent weniger. Der Rest mit 685 umfaßt die Eheschließungen, bei denen die kath. Trauung stattfand, sowie die, bei denen die kirchliche Trauung ganz unterblieb. Bon 662 evang. Männern, welche in gemischte Ehen mit Römisch-Katholischen traten, haben sich 308 dazu verstanden, die katholische Trauung anzunehmen oder aber auf die kirchliche Trauung verzichtet; darunter in Starkenburg 135 von 294, in Oberhessen 21 von 53 und in Rheinhessen 152 von 315. Ihnen stehen von 681 evang. Frauen, welche in Mischehen mit Katholiken traten, 304 gegenüber, die evangelisch getraut worden sind. Bei den 77 Eheschließungen mit anderen gehören die nicht evang. Eheteile den Freiprotestanten, Deutsch- und Altkatholiken, Mennoniten usw. oder den Juden an. In 35 Fällen roai der Mann, in 42 Fällen die Frau evangelisch. Von 4302 Kindern aus Mischehen mit Katholiken haben 208 mehr als die Hälfte die evang. Taufe erhalten, nämlich 2359 von 4302, darunter 1307 von evang. Vätern (unter 2106 im ganzen), 1052 von evang. Müttern (unter 2196 im ganzen); mithin haben sich 7st9 evang. Männer dazu verstanden, entweder ihre Kinder der katholisämr Kirche zu überlassen, oder die Taufe unterblieb ganz. Von den 171 geborenen Kindern aus Mischehen mit anderen als Römisch- Katholischen (Freiprotestanten, Deutsch-Katholiken, Alt-Katholiken, evangelischen Sektierern, Juden usw.) wurden 97 evangelisch getauft, und zwar 60 Kinder, bei denen der Vater, und 37 Kinder, bei denen, die Mutter evangelisch war. Von 1610 unehelich Geborenen von evang. Müttern sind 1531 evangelisch getauft. Tausverweigerungen kamen 11 Fälle vor, und zwar je 2 Fälle, in den Dekanaten Darmstadt, Büdingen und Worms, je 1 Fall in den Dekanaten Erbach, Groß-Umstadt, Offenbach, Zwinbenöerg und Oppenheim. U n g e t a u f t wurden in den evang. Religionsunterricht der Schule von evang. Eltern ausgenommen 2 Kinder im Dekanat Mainz, aus Mischehen je 1 Kind in den Dekanaten Offenbach, Rodheim und Wöllstein. Von 16 149 K o n- firm irrten stammten 14 508 aus rein evang. Ehen, 1220 auS Mischehen mit Römisch-Katholischen, 60 aus Mischehen mit anderen, umb 361 waren unehelich Geborene. Konfirmations- entzirhungen, Fälle, in denen sich der evangelische Vater weiaertle, sein Kind konfirmieren zu lassen, gelangten 7 zur Nack>- weisuny, je 2 in den Dekanaten Offenbach und Schotten, je ein Fall in den Dekanaten Eberstadt, Friedberg und Mainz. Der Gesamtzahl von 12 323 verstorbenen Evangelischen stehen 11133 kirchliche Beerbiaungen und Kindereinsegnungen gegenüber; 1123 Kinder sind nach Herfommen ohne Mittvirkung des Geistlichen beerdigt worden. Ueber die L i e b e s t ä t i g k e i t, soweit sie pfarramtlich festgestellt werden konnte, wurden besondere Erhebungen anaestellt, die folgendes ergaben.: A. Milde GabeA aus den Gemeinden an Vereine und Anstalten evangelisch- christlicher Liebestätigkeit: Aeußere Mission einschließlich Juden- missi^n (ausschl. Epiphaniaskollekte) 60 440 Mark, Innere Mission (aussichl. August-Festkollekte) 66 283 Mark, Gustav-Adols-Verein (ausW. Resormationsfestkollekte) 41 612 Mark, Evang. Bund und evangelische Bewegung in Oesterreich 21 464 Mark, Elisabethen- stift 28 951 Mark, Diakonie-Verein 126 844 Mark, Kranken- pslegestation 102 409 Mark, Anstalten des Dekanats (Krankenpflege, Erziebungsverein) 6072 Mark, Besondere mildtätige Anstalten und Vereine der Pfarrei 46 768 Mark, Sonstige christliche Veneine und Unternehmungen 15 646 Mark, Für besondere Not- stärche 5239 Mark; zusammen 521 728 Mark. B. Allgemein erhobene Kirchenkollekten ausschließlich Neujahrskollekte: Epiphanias- tolfefte (Aeußere Mission) 6942 Mark, Palmarumskollekte (bedürftige Diaspora-Gemeinden des Inlandes) 4793 Mark, Ausländische Diaspora 4334 Mark, Pfingsten (Lutherstiftung) 4108 Mark, Auaust-Festkollekte (Innere Mission) 4035 Mark, Rrformationsfest K llekte (Gustav-Ad.lf-Ver.ini 4986 Mark, für eine bedürftige hessische Gemeinde (Rockenberg) 4318 M^rk, Kaiser - Wilhelm - Stiftung (Sedanfestkollekte) 5p9 Mark, für die evangelischen Gemeinden in Oesterreich 4400 Mark; zusammen 38 525 Mark. C. Opfer und Gaben für die Ortsarmen: Neujahrskollekte 2627 Mark, Büchsengelder 22 516 Mark, Sonstige kirchliche Kollekten (Adventskollekte, Abendmahls- psennige usw.) 2792 Mark, Freiwillige Gaben 38 075 Mark, Kirchenopser, soweit sie für die Armen bestimmt sind, 30 805 Mk., zusammen 96 815 Mark. D. Sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke: Kirchenopfer, soweit sie nicht für die Armen vestimmt sind, 34 233 Mark, Gaben und Stiftungen für die Kirchen und die Pfarreien 93 768 Mark, Kirchliche Vereine zur Hebung des öffentlichen Gottesdienstes 33 651 Mark, Kirchliche Vereine zür Förderung des Gemeindelebens 44 389 Mark, Außergewöhnliche Posten 19 135 Mark, zusammen 225176 Mark. Gesamtsumme aller Liebesgaben 882 244 Mark.
von den Sitzen, erhob. Die Sektion trat mit 127 Mitgliedern in das Geschäftsjahr ein, welche Zahl nach einigen Zu- und Abgängen auch für das Jahr 1911 vorhanden ist. Vorträge sanden drei statt; die regelmäßigen Ausftüge wurden von 4 bis 17 Mitgliedern besucht. Ter vom Rechner Fabrikant Metzer erstattete Rechenschaftsbericht schloß mit einem Kassenvorrat von 462,81 Mk. ab. Ter Weg-« und Hüttenbausonds schließt mit 1314 Mark ab. Ter Wan verplan für 1911 wurde wie folgt festgesetzt. Sonntag, 8. Januar: Krofdorf—Fellingshausen—Dünsberg— Bubenrod—Gießen, 6 Stunden. Abmarsch 9 Uhr norm. Lahnbrücke. Sonntag, ,5. Februar: Wintertour: Schotten—Hoherods- kopf—Schotten, 5 Stunden. Abfahrt 8,18 Uhr norm, nach Schotten, Sonntagskarttz Nidda. Sonntag, 12. März: Stockhausen— Biedershausen—Alnerskopf—Mehrenberg—Westburg. 5 Stunden. Abfahrt 10,10 Uhr norm, nach Stackb-^usev. Sonntag, 9. April: Bulbach — Brandchierndorf—Kraftsolms—Altenkirch.rn — Braunfels, 6 Stunden. Abfahrt 9,15 Uhr norm, nach Butzbach. Samstag und Sonntag, 5. und 6. August: 1 Vs tägige Jammertal- und Mühlbachtalwanderimg. Samstag: Abfahrt 12,10 Uhr nach Balduinstein—Schaumburg—öohlenfels^-Katzenellenbogen, 4 Stunden. Uebernachten frei Bremser. Sonntag: Jammertal—Singhofen—Mühlbachtal—-Nassau, 6 Stunden. Sonntag, 18. Juni: Ronneburg—Büdingen. Sonntag, 16. Juli: Herdorf—Hohen- seelbachkopf—Dauden-—Marienberg -Westerburg, 6 Stunden. Abfahrt 6,47 norm, nach Herdorf. Samstag und Sonntag, 13. und 14. Mai: IVstägiae Edertalwanderung. Sonntag, 24. September: Stockhausen—Bissenberg—Ulmbachtal—Beil stein—Dirsch- bergkoppe—Herborn, 6 Stunden. Absahrt 7,20 Uhr n. nach Stockhausen. Sonntag, 15. Oktober: Allendorf—Nordeck—Dreihausen— Holzhausen—Schröck—Elisabethenbrunnen—Marburg, 7 Stunden. Abfahrt 9,17 norm, nach Allendorf a. d. Lumda. Sonntag, 12. November: Bieber—Schluft—Hohensolms—Hermannstein— Wetzlar, 4^2 Stunden. Absahrt 10,20 Uhr norm, nach Bieber. Sonntag, 10. Dezember: Krofdorfer Wald—Forsthaus—Fronhausen, 41/9 Stunden. Abmarsch 9 Uhr Lahnbrücke. Ter vom Vorstand borge« egte neue Satzungsentwurf wurde mit einigen Zusätzen gen hm'gt Tie Markierungen in der Umgegend Gießens sollen in Gemeinschaft mit d?m Zweigverein Gießen des Vogelsberger Höhenklubs weitergeführt und an den Torhäusern sollen wieder Wegetafeln der non dort ausgehenden Markierungen angebracht werden. Tie Vorstandswahl hatte folgendes Ergcbn's: Als 1. Vorsitzender Professor Hedderich, als 2. Vorsitzender Kommerzienrat Schaffstaedt, als Schriftführer Kaufmann Sauer, als Kassier Fabrikant Metzer, als Bücherwart Professor Schaumann, als Tourenwart und als Beisitzer Kaufmann Äug. Wald- schmidt-Wetzlar und Fabrikant Herrn. Eichenauer.
•* Neue Fernsprechanschlüsse. Gegenwärtig arbeitet ein Telegraphenbautrupp in Gießen; eS ist daher zweckmäßig, etwa noch gewünschte neue Fernsprech' Anschlüsse sogleich anzumelden, weil sie dann ohne besondere Kosten in naher Zeit hergestellt werden können. Wenn die Bauabteilung die Stadt wieder verlaßen hat, können Anschlüffe nur dann bald nach der Anmeldung au§- geführt werden, wenn ein besonderer Zuschuß zu den Baukosten geleistet wird.
— Maul- und Klauenseuche. Als verseucht gelten zurzeit immer noch alle östlich der Elbe gelegenen Gebietsteile des Deutschen Reiches. — Erloschen ist die Seuche im Magerviehhofe Friedrichsfelde bei Berlin.
(Berid)tsfaaL
Berlin, 13. Nov. Ein wegen sittlicher Verfehlungen am Samstag nachmittag im Kriminalgericht erschienener Oberlehrer einer Realschule wurde, obgleich ihm Kollegen und Freunde ein glänzendes Leumundszeugnis ausstellten, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Kaum hatte der Vorsitzende das Strafmaß frerfiini)et, als der Verurteilte aus feiner Tasche einen Revolver zog und sich, ehe es jemand frer&inbern konnte, einen Schuß in bie rechte Schläfe beibrachte. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht; dort ist er, ohne das Bewußtsein nrieb er erlangt zu haben, gestern morgen gestorben.
Landwirtschaft.
München, 14. Nov. Die außerordentliche Viehzählung in Bayern vom 10. Oktober ergab, daß die Rinder um 239 693 Stück oder 64 Prozent, die Schafe um 96 981 Stück oder 13,2 Prozent abgenommen Huben, während die S ch w e i n e um 170 205 Stück oder 8,7 Prozent, die Ziegen um 4787 Stück oder 16 Prozent zunahmen. Die „Korrespondenz Hoffmann" legt in einem längeren Artikel dar, welche Maßnahmen das Staatsministerium des Innern getroffen bab-e, um der Abnahme des Viehbestandes und dem Steiaen der Fleischpreise entgegenzuwirken. Unter anderem hat oas Ministerium bereits Schritte getan, um die Einfuhr von Schlachtvieh aus Frankreich zu ermöglichen.
Sport.
== Fußball. Von ben Meisterschaftsspielen am Sonntag beanspruchte das Spiel brr beiden hiesiarn Konkurrenten, Sportverein von 1900 gegen V. f. B.. das größte Interesse. Das Spiel sand auf dem Sportplatz an der Hardt statt. War man über Ausgang des Spieles anfangs nicht ganz sicher, so brachte doch der ganze Spielverlauf eine sichtliche Ueberlegenheit des Sportvereins. Trotzdem die Stürmer vor dem Tor eine Menge Chancen verschenkten, genxmnen sie sicher mit 5:2 Toren. Die 2. Mannschaften spielten mit 2:2 Toren unentschieden. Der Gießener Ballspielklub holte sich in Marburg eine weitere Niederlage mit 7:1 Toren, wodurch er sich die wetteren Aussichten auf bie Meisterschaft verdarb.
Dcrmücbtc».
* Das Parabies ber Frau. Ueber ein merkwürdiges Parabies der Frauen macht ber englische Vizegouverneur I. I. Fitzpatrick, ber in Nigeria in Diensten steht, in Week-end einige interessante Mitteilungen. Das gelobte Lanb bes Frauen- regimenls liegt im Distrikt Kwolla in Nigeria, und hier l-errscht das Mutter- und Frauenrecht ohne jede Beschränkung. Mann und Vater sind vollkommen nebensächlich. Die Frau, bie des Ehelebens müde ist, verläßt ohne weiteres ben Gatten, der bann fern Recht hat, sie zur Rücktehr zu veranlassen; er kann auch keinen Schadenersatz beanspruchen, dagegen bleibt ihm die Pflicht, für die Kinder zu sorgen. So einfach, wie in jenem wunderlichen Lande die Ehen geschieden werden, so einfach werden sie auch geschlossen. Selbst bei ber Heirat bezw. bei ber Werbung ist der Mann nur Objekt, das Mädchen trifft die Auswahl und entscheidet zugleich selbst. Ist sie entschlossen, einen Mann zu heiraten. so begibt sie sich einfach in dessen Hütte, und damit ist bie Ehe nach ben Begriffen bes Stammes rechtsgültig. Es kommt unter befreundeten Familien nicht selten vor, daß die Männer einfach getauscht werden, und für den Begriff eines betrogenen Gatten
fehlt jenen Kindern des dunklen Weltteils jedes Gefühl. Tie- Frauen unb bie Mädchen bilden zwei völlig getrennte Kasten, die sich auch in ihrer Tracht unterscheiden. Die verheiratete Frau trägt einen Lendenschurz, bet vorn unb hinten mit einer Quaste geschmückt ist. Die Jungfrau bagegen darf nur eine Quaste tragen. Wirb eine Frau Mutter, so trennt sie sich alsbald von ihrem Manne unb lebt zwei Jahre mit ihrem Kinde allein.
Handel.
** Paketverkehr mit China (chinesische Post).) Von jetzt ab können aus dem Seewege über Suez Pakete nach allen Orten in China mit Ausschluß von Chinesisch Turkestan, Tibet mid der Mongolei durch Vermittlung der chinesischen Post versandt werden. Bei den Paketen nach Orten mit Eisenbahnoder Tampfschiffverbrndung beträgt die Gewichtsgrenze 10 Kilogramm, im übrigen 3 Kilogramm. Nach einer Anzahl von Ortest können die Sendungen mit einer Wertangabe bis 800 Mark einschließlich versehen werden. Nachnahmepakete sind nicht zugelassen. Tie Pakete müssen ftankiert werden. Ueber die Versendungsbedingungen und Taxen erteilen die Postanstalten Auskunft. Der Paketverfehr mtt den deutschen unb fremden Postanstalten in China bleibt auch weiterhin bestehen.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 14. Nov. (Crig.-Tefegr. des „Gieß Anz.") Änttliche Notierungen der heutigen Fruch tmarktvre ise. Weizen Mk. 20.00—00.09, Kurbess. Mk. 20.00—20.25, nordd. 00 Mk., La Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 15.25 bis Mk.00.00,Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00—16.50, Gerste Franken Pfälzer Rieb Mk. 16.50—17.00, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 14.25 bis Mk. 14.75, Mais Mk. 13.75—14.00, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 bis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bls Alk. 00/0, 4. Qualität Wik. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 -Mk. 23.00—23.25, 1. Qualität Mk. 19.00— >9.50, 2. Qual. All. 00 00 bis 30.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Alk. 9.50, Weizenschale Pik. 00.00—00.00, Roggenkleie Alk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Pik. 00.00—00. >0, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25—12.60. Alles ver 100 Kg. ab hier.
ko. Frankfurt a. M., 14. Nov. (Orig.-Telegr. bes „Gieß. Anzeigers".) Kartoffel in arft. Man notierte: Kartoffeln in Waggons W. 5.50—5.60, im Kleinhandel A!k. 7.50—O.uO für je 100 Kg.
fc.Frankfurt a.M. Viehhof-Marktbericht vom 14. Nov. Auftrieb: Rinder 12^9, darunter 374 Cd)fen, 39 Bullen, 886 Kühe und stärfen, 271 Kälber, 401 Schafe, 2032 Schweine.
Tendenz: Rinder gedrückt, nahezu geräumt, Kälber flau, geräumt, Schaje lebhaft, geräumt, Schweine mäßig, bleibt Ueberftanb.
Preis für lOOPfb.
Lebend- Schlachtgewicht Ochse«. Mk. Mk,
Dollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht
wertes, höchstens 6 Jahre alt .... . 50—56 91—93
Junge fleischige, nicht auSgemäftete unb allere
ausgemästete 46—50 83—90
Mäßig genährte junge unb gut genährte ältere 40—42 74—77 Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 48—50
Vollfleischige, jüngere... 42—44
Färsen, ühe.
Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 39—44
Vollfleijchlge ausgemästete Kühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren 39—44
Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe unb Färsen .... 34—39
Mäßig genährte Kühe unb Färsen .... 25—31 (Setirtg genährte Kühe unb Färsen 21—24 Halber.
Feinste Mast- (Vollmilchmast) u. beste Saugkälber 54—58
Mittlere Mast- und gute Saugkälber .... 50—53
Geringere Saugkälber . « . 45—49 Schafe.
Mastlämmer unb jüngere Masthammel . . . 36—33 Aeltere Masthammel unb gut genährte Schafe 28—28 Schweine.
80—83 70—73
70—79
72-79
65-75 50—62 48-55
90-96 85-90 76-83
75—78 70-00
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 56.50—57.50
Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht 55.50—57.50
Fettschweme über 3 Ztr.Lebenbgew. . 56.00—57.50
Fleischige Schweine 54.00—56.00
70.50-72.00
70.00—72.00
71.00-73.00
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